260529-01 ST · Stellungnahme der Verwaltung
Stellungnahme zu FDP-Gruppe-Große Anfrage: Warum lässt die Stadt die Viktoriaunterführung verwahrlosen?
Kerndaten
- Nummer
- 260529-01 ST
- Art
- Stellungnahme der Verwaltung
- Veröffentlicht
- 01.05.2026
- Letzte Änderung
- 24.10.2026
Orte
- Viktoriaunterführung Hauptort
- Bonn
Beratungsfolge
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
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Stellungnahme der Verwaltung öffentlich 260529-01 ST Der OberbürgermeisterDokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Federführung: 66 Tiefbauamt Dezernat: Dez. III Stellungnahme zu FDP-Gruppe-Große Anfrage: Warum lässt die Stadt die Viktoriaunterführung verwahrlosen? Beratungsfolge Ausschuss für Sicherheit, Ordnung und Bevölkerungsschutz 06.05.2026 Kenntnisnahme Bezirksvertretung Bonn 19.05.2026 Kenntnisnahme Ausschuss für Soziales, Migration, Gesundheit, Wohnen und Senioren 21.05.2026 Kenntnisnahme Inhalt der Stellungnahme: 1. Ist der Stadt Bonn die vertraglich mit der Deutschen Bahn geregel- te Zuständigkeit für die Unterhaltung und Pflege der Viktoriaunter- führung bekannt? Die vertragliche Regelung ist der Verwaltung bekannt. 2. Wie bewertet die Stadt Bonn den aktuellen Zustand der Viktoriaun- terführung im Hinblick auf Sicherheit und Sauberkeit? Die bonnorange AöR reinigt die Fußgängerunterführung dreimal wöchent- lich im Auftrag des Tiefbauamtes der Bundesstadt Bonn. Aufgrund der Menschenansammlungen ist die Reinigung häufig nur erschwert und einge- schränkt möglich. Diesbezüglich steht die bonnorange AöR im regelmäßi- gen Austausch mit dem Ordnungsamt der Bundesstadt Bonn. 3. Wie hoch sind die aktuell jährlich eingeplanten Haushaltsmittel für Reinigung und Instandhaltung der Viktoriaunterführung? Die für die Reinigung der Unterführung eingesetzten Haushaltsmittel setzen sich auf der Grundlage verschiedener Dienstleistungen (Handreinigung, Sonderreinigung, Taubenkotentfernung…). zusammen. Ein konkreter An- satz ausschließlich für die Reinigung dieser Unterführung wird nicht gebil- det. 4. Welche Maßnahmen ergreift die Stadt Bonn, um der Entwicklung der Viktoriaunterführung zu einem sozialen Brennpunkt entgegen- zuwirken? Die Streetworker des Vereins für Gefährdetenhilfe (VFG) und des Caritas- verbandes werden den Standort verstärkt in ihre Rundgänge aufnehmen und mit den sich dort aufhaltenden Personen in Kontakt treten. Des Weite- ren werden die Bonner Feger die Unterführung und deren Umgebung zukünftig regelmäßig säubern. Für obdachlose Menschen steht die City Station des Caritasverbandes, in der Innenstadt in Bahnhofsnähe, als Erstanlaufstelle zur Verfügung. Hier erhalten sie warme Mahlzeiten, Kleidung sowie Beratung und UnterstützungSeite 1 von 2 Seite 2Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) durch Streetworker, die die Betroffenen im Rahmen der aufsuchenden Ar- beit auf dieses Angebot aufmerksam machen. Darüber hinaus verfügt die Stadt Bonn über ein gutes Suchthilfesystem, das sich an der deutschen Drogen- und Suchthilfestrategie mit ihrem Vier- Säulen-Ansatz orientiert. Dieser besteht aus den Säulen Prävention, Bera- tung und Behandlung sowie Hilfen zum Ausstieg, Maßnahmen zur Scha- densreduzierung (Überlebenshilfe oder Konsumräume und Angebote zum Spritzentausch) und Angebotsreduzierung und Strafverfolgung (z.B. Nicht- raucherschutzgesetz, das Jugendschutzgesetz und das Betäubungsmittel- gesetz). Das Suchthilfesystem der Stadt Bonn legt den Fokus auf Gesund- heitsprävention, Schadensminimierung und soziale Stabilisierung der Be- troffenen innerhalb des geltenden Rechtsrahmens. Die sogenannte Offene Szene, die allerdings sehr heterogen ist, wird über das Suchthilfesystem gut erreicht. Insbesondere Angebote in der Nähe der Innenstadt, wie das Suchthilfezentrum des VFG, sind eine zentrale Anlaufstelle für suchtkranke und obdachlose Menschen und tragen dazu bei, dass Belastungen im öf- fentlichen Raum reduziert werden. Seit jeher ist eine enge Vernetzung der Akteure in der Suchthilfe mit den maßgeblichen Stellen der Bonner Stadtverwaltung (Soziales, Gesundheit, Sicherheit und Ordnung) und der Polizei mit dem Ziel der bedarfsgerechten Anpassung der Angebote und Steuerungsmöglichkeiten in Bonn etabliert. Auf diese Weise werden Veränderungen in der offenen Drogenszene be- treffend den Drogenmarkt, die vorhandenen Substanzen, ihre Wirkung auf die Konsument*innen und den öffentlichen Raum regelmäßig ausgewertet und geeignete Maßnahmen geprüft und umgesetzt. So wurden beispiels- weise zuletzt bereits zusätzliche Plätze zum geschützten Konsum im Dro- genkonsumraum eingerichtet sowie dessen Öffnungszeiten erweitert, um die Belastung für den öffentlichen Raum zu reduzieren. Die Stadt wendet dabei das Betäubungsmittelrecht strikt an, insbesondere hinsichtlich des Drogenhandels. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 12:04 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de