← zurück zu 260317

260317-02 AA · Änderungsantrag

Linke-Änderungsantrag: Änderung der Entgeltordnung des Theater Bonn zum 01.08.2026

Nummer
260317-02 AA
Art
Änderungsantrag
Veröffentlicht
26.03.2026
Letzte Änderung
28.10.2026
  • Bonn Stadtbezirk Hauptort
  1. Sitzung des Rates 07.05.2026 Entscheidung federführend
  2. Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe 23.04.2026 Empfehlung
  3. Sitzung des Kulturausschusses 26.03.2026 Empfehlung
  1. Sammeldokument öffentlich pdf · 63,9 KB Öffnen ↗

Übergeordnet

  1. 260317 Änderung der Entgeltordnung des Theater Bonn zum 01.08.2026

Maschinell aus dem PDF extrahierter Text — Tabellen und Layout gehen verloren. Maßgeblich ist das PDF: PDF öffnen ↗.

Text anzeigen (3.143 Zeichen)
Änderungsantrag
öffentlich
260317-02 AA
Antragsteller/in:
Die Linke-Fraktion im Rat der Stadt Bonn
Annika Erpenbeck
Dr. Michael Faber
Linke-Änderungsantrag: Änderung der
Entgeltordnung des Theater Bonn zum 01.08.2026
Beratungsfolge
Kulturausschuss 26.03.2026 Empfehlung
Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und
Vergabe
23.04.2026 Empfehlung
Rat 07.05.2026 Entscheidung
Inhalt des Änderungsantrags
1. Der vorgesehenen Preiserhöhung wird grundsätzlich zugestimmt. Im
Opernhaus werden zur Sicherung eines ausreichenden Angebots an
günstigeren Karten im Parkett und im 1. Rang die Plätze der Preisgruppe IV der
Preisgruppe V zugeordnet.
2. Die unter § 5 der Entgeltordnung für das Theater Bonn angesetzte
Altersgrenze für die Ermäßigungen zugunsten von Kindern, Jugendlichen,
Schüler*innen, Studierenden und Auszubildenden wird auf „bis einschließlich
30 Jahre“ angehoben.
3. Der Ferienpass (§ 6, 3) für Kinder, Jugendliche, Studierende und Azubis wird
beibehalten.
4. Eine dynamische Preisgestaltung wird nicht zugelassen. In § 2, 1 bleibt es
bei der Formulierung „Tageskartenpreis“ und § 2, 15 wird gestrichen.
Begründung
Begründung:
Zu 1. Zum Ausgleich allgemeiner Preissteigerungen ist die Erhöhung der
Kartenpreise im Schnitt um ca. 10% nachvollziehbar. Wenn diejenigen, die es
können, mehr bezahlen, muss gleichzeitig sichergestellt werden, dass
Geringverdiener*innen o.Ä. auch auf ein ausreichendes Platzkontingent
zugreifen können, da die Preisstufen sehr deutliche Sprünge nach oben
aufweisen und dann auch mit Ermäßigungen nicht wirklich erschwinglich sind.
Zudem umfasst die günstigste Preisstufe bislang nur sehr wenige Plätze, deren
Anzahl moderat ausgeweitet werden sollte.
Zu 2. Die Bildungsbiografien junger Erwachsener sind nicht selten geprägt vonSeite 1 von 2
Seite 2
Umwegen: Gesundheitliche Einschränkungen, Fluchtgeschichten, die Pflege
von Angehörigen oder z.T. langjährige Wartezeiten auf einen Studienplatz
können zu Verzögerungen führen. Auch Abitur auf dem zweiten Bildungsweg,
Fachwechsel, das „Umsteigen“ von Studium auf Ausbildung oder umgekehrt
sowie nicht zuletzt die oftmals notwendige Erwerbstätigkeit neben Studium
bzw. Ausbildung sind häufige Gründe dafür, dass junge Erwachsene über das
26. Lebensjahr hinaus studieren respektive in der Ausbildung sind (und in
Teilen eben nicht über ein Semesterticket verfügen). In vielen anderen Städten
gilt die Altersgrenze von 30 bereits (z.B. Düsseldorf, Frankfurt, Göttingen),
Bonn sollte hier nachziehen.
Zu 3. Eine Begründung, warum dieses günstige und prinzipiell sinnvolle
Angebot nicht weitergeführt werden soll, ist nicht ersichtlich. Eine stärkere
Bewerbung in Zusammenarbeit mit (Berufs-)Schulen wäre wünschenswert.
Zu 4. Eintrittspreise einer durch die Kommune getragenen öffentlichen
Kultureinrichtung sind nicht mit Online-Preisfindungen oder privaten
Beförderungspreisermittlungen vergleichbar, zumal die Konsequenz daraus
bedeutet, im Fall einer eigentlich wünschenswert höheren Nachfrage zu
Mechanismen einer sozial ungerechten Angebotsverknappung für Teile der
Bevölkerung zu greifen – und dies mit bis zu 20% Preisaufschlag.
Anlage/n
KeineSeite 2 von 2

Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.

bonn.social/@biz ↗
Im ALLRIS öffnen ↗

Datenstand: 03.11.2026, 12:12 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de