260133-01 AA · Änderungsantrag
Volt-Änderungsantrag zu Vorkommnisse in der Silvesternacht 25/26 Antrag zur Vorlage 260133
Kerndaten
- Nummer
- 260133-01 AA
- Art
- Änderungsantrag
- Veröffentlicht
- 05.05.2026
- Letzte Änderung
- 24.10.2026
Orte
- Bonn Hauptort
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Sicherheit, Ordnung und Bevölkerungsschutz Entscheidung federführend
Dateien
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Änderungsantrag öffentlich 260133-01 AA Antragsteller/in: Volt-Gruppe im Rat der Stadt Bonn Fabio Sánchez Copano 05.05.3036 Volt-Änderungsantrag zu Vorkommnisse in der Silvesternacht 25/26 Antrag zur Vorlage 260133 Beratungsfolge Ausschuss für Sicherheit, Ordnung und Bevölkerungsschutz 06.05.2026 Entscheidung Inhalt des Änderungsantrags Der Beschlussvorschlag des Ursprungsantrags wird wie folgt geändert bzw. ergänzt: 1. Änderung im Einleitungstext: Der Satzteil in den Klammern wird um die relevanten Akteure der Sozial- und Jugendarbeit erweitert. Der Satz lautet neu: “In der Sitzung berichten die Stadt Bonn (insbesondere Feuerwehr, Rettungsdienst, Ordnungsamt, Jugendamt, das Quartiersmanagements sowie der aufsuchenden Sozialarbeit, sowie ggf. weitere beteiligte Dienststellen), die Polizei Bonn sowie die zuständigen Stellen der Justiz über:” 2. Ergänzung der Berichtspunkte: Der Auflistung wird ein neuer Punkt 6 hinzugefügt: “6. die sozialräumlichen Hintergründe der Vorfälle (z.B. Aspekte der sozialen Desintegration) sowie die bisherigen und geplanten Maßnahmen der Jugendhilfe, der Straßensozialarbeit und des Quartiersmanagements zur langfristigen Gewaltprävention.” Begründung Die Angriffe auf Einsatzkräfte von Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr in der Silvesternacht sind ein ernstzunehmendes Problem, das eine genaue Aufarbeitung erfordert. Wir begrüßen daher, dass der vorliegende Antrag diese Vorkommnisse thematisiert und im Schlusssatz richtigerweise eine ganzheitliche Einordnung der gesellschaftlichen Entwicklungen fordert. Um diesem ganzheitlichen Anspruch gerecht zu werden, reicht eine rein sicherheitsbehördliche Betrachtung jedoch nicht aus. Erkenntnisse derSeite 1 von 2 Seite 2 aktuellen Konflikt- und Gewaltforschung belegen, dass Gewalt multifaktoriell verursacht wird und nicht auf singuläre Ursachen reduziert werden kann. Sie steht unter anderem im Zusammenhang mit Faktoren wie sozialer und ökonomischer Benachteiligung. Eskalationen und Straßengewalt in Städten sind häufig auch Ausdruck komplexer Problemlagen und sozialer Desintegration. Insbesondere in Quartieren mit besonderen Herausforderungen, sind neben reaktiven Einsätzen auch langfristige, präventive Maßnahmen unerlässlich. Die Wissenschaft empfiehlt hierbei als zentralen Baustein ein besseres und nachhaltiges Quartiersmanagement. Zudem können durch aufsuchende Straßensozialarbeit negative Gruppendynamiken positiv beeinflusst werden. Damit der Ausschuss wirksame politische Handlungsempfehlungen für künftige Silvesternächte ableiten kann, sollten daher auch das Jugendamt, das Quartiersmanagement und die Träger der aufsuchenden Sozialarbeit in die Berichterstattung einbezogen werden. Eine nachhaltige Gewaltprävention erfordert ein fundiertes Verständnis der sozialen und gruppenbezogenen Dynamiken vor Ort. Literatur: Ceylan, R., & Kiefer, M. (2023). Ursachen der Silvesterkrawalle: Die sozialräumlichen Hintergründe von Straßengewalt (Analysen & Argumente Nr. 497). Konrad-Adenauer-Stiftung e. V. https://www.kas.de/documents/252038/22161843/Ursachen+der+Silvesterkraw alle.pdf/14e0e717-30ca-3d61-427b-697b7c2a3457 Drury, J. (2026). The psychology of crowd behavior. Annual Review of Psychology, 77, 339–364. https://doi.org/10.1146/annurev-psych-012125- 121447 Matjasko, J. L., Vivolo-Kantor, A. M., Massetti, G. M., Holland, K. M., Holt, M. K., & Dela Cruz, J. (2012). A systematic meta-review of evaluations of youth violence prevention programs: Common and divergent findings from 25 years of meta-analyses and systematic reviews. Aggression and Violent Behavior, 17(6), 540–552. https://doi.org/10.1016/j.avb.2012.06.006 Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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