260127-30 AA · Änderungsantrag
FDP/SPD/CDU-Änderungsantrag: Zukunft Bonner Bühnen - Grundsatzbeschluss; hier: Variante F; Bauliche Zukunft der Theaterliegenschaften Antrag zur Vorlage 260127
Kerndaten
- Nummer
- 260127-30 AA
- Art
- Änderungsantrag
- Veröffentlicht
- 06.10.2026
- Letzte Änderung
- 23.10.2026
Orte
- Bad Godesberg Hauptort
- F
- Bonn
- Beuel
Beratungsfolge
- Sitzung noch nicht verknüpft Empfehlung
- Sitzung noch nicht verknüpft Empfehlung
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- Sitzung des Kulturausschusses Empfehlung
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Änderungsantrag öffentlich 260127-30 AA Antragsteller/in: FDP-Gruppe im Rat der Stadt Bonn Thomas Jobelius Werner Hümmrich SPD-Fraktion im Rat der Stadt Bonn Gabriel Kunze CDU-Fraktion im Rat der Stadt Bonn Anna Sophia Maria Baumgart FDP/SPD/CDU-Änderungsantrag: Zukunft Bonner Bühnen - Grundsatzbeschluss; hier: Variante F; Bauliche Zukunft der Theaterliegenschaften Antrag zur Vorlage 260127 Beratungsfolge Kulturausschuss 06.10.2026 Empfehlung Bezirksvertretung Bad Godesberg 04.11.2026 Anhörung Ausschuss für Planen, Bauen und Denkmalschutz 17.11.2026 Empfehlung Betriebsausschuss SGB 19.11.2026 Empfehlung Bezirksvertretung Bonn 24.11.2026 Anhörung Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe 26.11.2026 Empfehlung Rat 18.02.2027 Entscheidung Inhalt des Änderungsantrags I. Die Verwaltung wird beauftragt, neben den bisherigen Varianten A-E eine weitere Variante F zu untersuchen und darzustellen. Es ist hierzu eine belastbare Kosten- und Wirtschaftlichkeitsbetrachtung vorzulegen und eine gründliche Bauuntersuchung im Vorfeld durchzuführen, um unerwartete Kosten zu vermeiden und Zeit zu sparen. Variante F soll folgende Eckpunkte beinhalten: a. Die bisherigen Standorte für Oper und Schauspiel werden beibehalten. b. Für das Opernhaus am Rhein wird zunächst untersucht, mit welchen Sanierungsmaßnahmen die reine Betriebsfähigkeit des bestehenden Opernhauses sichergestellt werden kann. Dabei wird zugleich ermittelt, welche Teile der vorhandenen Bausubstanz erhalten und weitergenutzt werden könnten. Auf Grundlage der so ermittelten Bausubstanz wird anschließend eine Neukonzeption in vereinfachter Modulbauweise entwickelt. Solide Bauteile, insbesondere das Fundament, sowie prägende Ausstattungselemente (Wanddekor, Lampen u. a.) werden, soweit ihr Zustand dies zulässt, in eineSeite 1 von 4 Seite 2 Neukonzeption integriert. Auf diese Weise werden erhaltenswerte Elemente Seite 2 des Bestands mit einem funktionalen und modernen architektonischen Ansatz verbunden. Ein einnahmeoptimierter Betrieb wird sichergestellt. c. Es wird geprüft, ob und wie das umliegende Gelände der Oper zusätzlich genutzt und bebaut werden kann, um aus der Nutzung zusätzliche Einnahmen zu generieren. d. Die „kleine Sanierung“ des Schauspielhauses (ohne die aufwendige Sanierung der Bühnentechnik) soll, da sie ohnehin notwendig ist, möglichst zeitnah durchgeführt werden, um Baukostensteigerungen zu vermeiden. e. Auf die Errichtung kostenintensiver Interimsgebäude soll verzichtet werden. Für die Bauzeit wird stattdessen ein dezentrales Spielstättenkonzept unter dem Arbeitstitel „Theater Bonn to go“ entwickelt. Dabei sollen bestehende Kultur- und Veranstaltungsorte sowie ungewöhnliche Spielstätten im gesamten Stadtgebiet einbezogen werden. In Betracht kommen beispielsweise die Beethovenhalle, das Schauspielhaus, das Telekom Forum sowie Open- AirSpielstätten. Ziel ist es, die Bauphase als Chance für neue Musiktheaterformate und eine stärkere Präsenz der Oper im gesamten Stadtgebiet zu nutzen. f. Das Gebäude in der Innenstadt soll künftig einer breiten Kulturpalette in der Tradition Beethovens Raum geben. Die Verwaltung wird gebeten zu prüfen, ob und unter welchem neuen Namen (statt „Oper") diese inhaltliche Öffnung als „Musikstätte am Rhein" sinnvoll signalisiert werden kann. II. Es wird für alle Varianten eine Alternative für die „Sowieso-Maßnahmen in den Theaterwerkstätten“ geprüft: Es soll geprüft werden, ob eine Verlagerung der Werkstätten in leerstehende und/oder zu errichtende Industriehallen in einem Gewerbegebiet schneller und kostengünstiger als die Sanierung in der denkmalgeschützten Halle in Beuel zu realisieren ist. Hierbei soll eine mögliche Nachnutzung des bisherigenSeite 2 von 4 Seite 3 Geländes der Jutespinnereien (z.B. für Wohnraum) in die Kosten- NutzenBetrachtung einbezogen werden. Begründung I. Die vorliegenden Varianten A-E reichen als Entscheidungsgrundlage nicht aus. Daher soll eine weitere Variante F betrachtet werden. Dies stellt keine Vorfestlegung auf diese Variante dar. Das Konzept der Variante F umfasst eine breite Kulturpalette und soll die standortbedingten, baulichen und inhaltlichen Bedürfnisse der Stadtgesellschaft zusammenführen. Seite 3 Oper und Schauspiel prägen ihre jeweiligen Standorte seit Jahrzehnten. Ihre Erhaltung stärkt die kulturelle Identität der Stadt und verhindert zugleich, dass bestehende städtebauliche und wirtschaftliche Strukturen geschwächt werden. Durch die erheblichen Kosteneinsparungen marginalisieren sich die durch dezentrale Standorte bestehenden Betriebsausgaben. Im Verzicht auf Interimsbauwerke, im Einsatz noch verwertbarer Bausubstanz und unter Verwendung von Modulen könnte ein Signal für kosten- und ressourcensparendes Bauen ausgesendet werden. Als Beethovenstadt sind wir einem innovativen und integrativen Kulturbegriff verpflichtet, der auf Exzellenz und Strahlkraft setzt, aber dabei unterschiedliche Kulturbedürfnisse respektiert und kreative Freiräume für starke Partnerschaften zwischen institutioneller und freier Szene ermöglicht. Nicht die Verwaltung, sondern starke Künstler-Persönlichkeiten und Intendanten sollen ihre künstlerischen Inhalte zum Strahlen bringen. Das touristische Potenzial einer innovativen Festival-Stadt und die damit verbundene Wertschöpfung soll durch ein inhaltlich ambitioniertes hochkarätiges Programm stärker verfolgt werden. Die Lebensqualität und wirtschaftliche Lebendigkeit der bestehenden Standorte dürfen nicht geschwächt werden. Durch die Interimszeit mit einer „Oper to go“ wird für innovative Musik-Theater-Formen Aufmerksamkeit in die ganze Stadt getragen. II. Die Antragstellerinnen und Antragsteller bezweifeln, dass die Sanierung der Theaterwerkstätten alternativlos ist. Es ist zu vermuten, dass die Sanierung der Hallen unter Denkmalschutzaspekten extrem aufwendig ist und somit ZeitSeite 3 von 4 Seite 4 beansprucht und zusätzliche Kosten verursacht. Anlage/n KeineSeite 4 von 4
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 12:13 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de