← zurück zu 260127

260127-01 · Große Anfrage

FDP - Große Anfrage: Zukunft Bonner Bühnen

Nummer
260127-01
Art
Große Anfrage
Veröffentlicht
25.03.2026
Letzte Änderung
25.10.2026
  • Koblenzer Straße Straße· Rüngsdorf, Bad Godesberg Hauptort
  • Brüdergasse Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Bertha-von-Suttner-Platz Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Am Kurpark Straße· Alt-Godesberg, Bad Godesberg
  • Rheinallee Straße· Plittersdorf, Bad Godesberg
  • F Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Stadthalle Straße· Alt-Godesberg, Bad Godesberg
  • Markt Straße· Bonn-Zentrum, Bonn
  • Alt-Godesberg Ortsteil· Bad Godesberg
  • Mehlem Ortsteil· Bad Godesberg
  • Rüngsdorf Ortsteil· Bad Godesberg
  • Bonn Stadtbezirk
  • Bad Godesberg Stadtbezirk· Alt-Godesberg
  • Beuel Stadtbezirk· Beuel-Mitte
  1. Sitzung der Bezirksvertretung Bonn 23.06.2026 Kenntnisnahme
  2. Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg 02.09.2026 Kenntnisnahme
  3. Sitzung des Rates 09.07.2026 Kenntnisnahme
  4. Sitzung des Betriebsausschusses SGB 08.09.2026 Kenntnisnahme
  5. Sitzung des Kulturausschusses 15.07.2026 Kenntnisnahme
  6. Sitzung des Ausschusses für Planen, Bauen und Denkmalschutz 14.07.2026 Kenntnisnahme
  7. Sitzung der Bezirksvertretung Beuel 02.09.2026 Kenntnisnahme
  1. Sammeldokument öffentlich pdf · 122,9 KB Öffnen ↗

Übergeordnet

  1. 260127 Zukunft Bonner Bühnen - Grundsatzbeschluss: Bauliche Zukunft der Theaterliegenschaften

Maschinell aus dem PDF extrahierter Text — Tabellen und Layout gehen verloren. Maßgeblich ist das PDF: PDF öffnen ↗.

Text anzeigen (16.941 Zeichen)
Große Anfrage
öffentlich
260127-01Dokumentenklasse C (vertraulich)
Fragesteller/in:
FDP-Gruppe im Rat der Stadt Bonn
Werner Hümmrich
Petra Nöhring
Thomas Jobelius
Bernd Bollmus
Aaron Eßelborn
Dr. Dominique Löbach
Johannes Gerd de Vries
Thomas Frank
20.03.2026 gez. Bonnie, gez. Yildiz, gez. Rudolph
FDP - Große Anfrage: Zukunft Bonner Bühnen
Beratungsfolge
Bezirksvertretung Bonn 21.04.2026 Kenntnisnahme
Bezirksvertretung Bad Godesberg 22.04.2026 Kenntnisnahme
Bezirksvertretung Beuel 29.04.2026 Kenntnisnahme
Kulturausschuss 30.04.2026 Kenntnisnahme
Betriebsausschuss SGB 12.05.2026 Kenntnisnahme
Ausschuss für Planen, Bauen und
Denkmalschutz
20.05.2026 Kenntnisnahme
Rat 11.06.2026 Kenntnisnahme
Fragestellung
Mit dieser Großen Anfrage wird die Verwaltung der Bundesstadt Bonn
aufgefordert, die erheblichen noch fehlenden Informationen zu liefern,
die für eine qualifizierte Abstimmung über DS 260127 schlichtweg
Voraussetzung sind.
Im Folgenden beziehen sich Seitenzahlen immer auf das unter der DS 260127
in AllRIS archivierte Sammeldokument. Wenn im Weiteren von Oper und
Schauspiel gesprochen wird, sind damit immer die aktuellen Standorte gemeint.
Mit “Beuel” wird immer der skizzierte mögliche Standort im Beueler
Gewerbegebiet bezeichnet.
Bei allen Überlegungen ist grundsätzlich zu berücksichtigen, dass Bonn zum
31.12.2025 über 342.152 Einwohner verfügte. Hiervon wohnten 278.772 (81,5
%) linksrheinisch, 69.205 (19,5 %) rechtsrheinisch.
1. ÖPNV-Infrastruktur von Oper und Schauspiel
Die Oper verfügt über einen hervorragenden, sich im Gravitationspunkt der
Bevölkerungszahlen befindlichen Standort. Dieser ist über den ÖPNV wie folgt
angebunden: Haltepunkt „Bonn Opernhaus“ mit den Linien 600, 601, 604, 605
in 50 Metern Entfernung, Haltepunkt „Brüdergasse/Bertha-Von-Suttner-Platz“
mit den Linien 117, 537, 540, 550, 551, 600, 601, 602, 603, 606, 607, 608, 609,
640, N4, N8 in 150 Metern Entfernung, Haltepunkt „Bertha-von-Suttner-Seite 1 von 9
Seite 2Dokumentenklasse C (vertraulich)
Platz“ mit den Linien 61, 62, 65, 66, 67 in 250 Meter Entfernung.
Das Schauspiel verfügt über eine ähnlich qualifizierte ÖPNV-Anbindung über
den Haltepunkt „Koblenzer Straße“ mit den Linien 856, 857, 611, 612, 613, 614,
639, N3, N7 in 125 Meter Entfernung, über den Haltepunkt „Am Kurpark“ mit
den Linien 611, 612, 613, 614, 637, 638, 855, 856, 857 in 200 Metern
Entfernung, über den Haltepunkt „Rheinallee“ mit den zusätzlichen Linien N7,
N10, 16, 63, 67 in ca. 300 Metern Entfernung sowie mit dem Bahnhof Bad
Godesberg in 500 Metern Entfernung.
Welcher finanzielle Aufwand wäre
a) einmalig und
b) laufend erforderlich, um in „Beuel“ ein auch nur annähernd ähnlich
qualifiziertes ÖPNV-Angebot zu schaffen?
c) Wie würde sich die ÖPNV-Anbindung exemplarisch für die in Bezug auf
„Beuel“ sehr entfernt liegenden Ortsteile Mehlem oder Rüngsdorf im
Vergleich zum Opernhaus darstellen, da die Verwaltung bislang, trotz
mannigfaltiger Anträge seitens der Politik, keine ÖPNV-
Direktverbindungen zwischen Bad Godesberg und Beuel über die Konrad-
Adenauer-Brücke eingerichtet hat ?
2. Infrastruktur von Oper und Schauspiel für den motorisierten
Individualverkehr (MIV)
Die Oper steht in unmittelbarer Nachbarschaft zur Operngarage mit 380
Stellplätzen, die über einen komfortablen direkten Zugang zum Operngebäude
verfügt. Betreiber der Operngarage ist die Bonner City Parkraum GmbH, im
Folgenden BCP genannt, ein Tochterunternehmen der finanziell
angeschlagenen Stadtwerke Bonn.
Dies führt zu folgenden Fragen:
a) Welche Einnahmen generiert die BCP pro Jahr in der Operngarage im
Zusammenhang mit Veranstaltungen im Operngebäude?
b) Welche finanziellen Auswirkungen hätte eine Verlagerung des
Spielbetriebs nach „Beuel“ auf BCP und SWB?
c) Wer muss für Einnahmeverluste bei BCP und SWB aufkommen?
Das Schauspiel ist ähnlich hervorragend für den MIV erschlossen. In125
Metern Entfernung befindet sich das privat betriebene Parkhaus der City-Seite 2 von 9
Seite 3Dokumentenklasse C (vertraulich)
Terrassen, das Parkfeld an der Kurfürstlichen Zeile wird nach 270 Metern
Fußweg erreicht. Die Verwaltung möge daher ebenfalls überschlägig
kalkulieren und Stellung nehmen:
d) Wieviel Stellplätze müssen nach Stellplatzverordnung NRW durch einen
aus Oper und Schauspiel kombinierten Standort „Beuel“ bei parallelem
Bühnenbetrieb bei zeitgleich rund 1.500 Besuchern nachgewiesen
werden?
e) Welcher finanzielle Aufwand ist erforderlich, um in “Beuel“ ähnlich
qualifizierte Parkmöglichkeiten für den MIV einzurichten, wie derzeit an
der Oper und am Schauspiel vorhanden?
f) Ist das bestehenden Verkehrswegenetz in Beuel für die An- und Abreise
von bis u 1.500 Besuchern ausreichend oder muss es erst ertüchtigt
werden und zu welchen Kosten?
3. Infrastruktur von Oper und Schauspiel für weitere kulturelle und touristische
Angebote sowie Hotellerie, Gastronomie und Einzelhandel
Der Stadtbezirk Bonn verfügt in einem Radius von 400 Metern um den Eingang
der Oper, damit fußläufig, über große Hotelkapazitäten in allen
Qualitätsabstufungen, die gleichzeitig auch fußläufig zur Bonner Innenstadt
liegen und dort den Einzelhandel sowie die Gastronomie beleben.
Ebenso sind von diesen Standorten weitere kulturelle Angebote hervorragend
erschlossen, so das Macke-Haus, das Beethovenhaus mit seinem
Kammermusiksaal sowie zahlreiche Museen und die Museumsmeile.
Ähnlich kann auch für das Schauspiel argumentiert werden. Auch hier bestehen
Hotelkapazitäten (ausbaufähig, insbesondere auch im Hinblick auf
Veranstaltungen in einer irgendwann einmal sanierten Stadthalle), ein, wenn
auch ausbaufähiges gastronomisches Angebot, sowie über die U-Bahn eine
bestmögliche Anbindung an die Museumsmeile und nach Bonn. Daraus leiten
sich folgende Fragen ab:Seite 3 von 9
Seite 4Dokumentenklasse C (vertraulich)
a) Warum beabsichtigt die Verwaltung, bestehende, interdependent
wirkende und bestens verzahnte Strukturen mit einem derart massiven
Eingriff zu verändern?
b) Mit welchen Folgekosten rechnet die Verwaltung für z.B. den Aufbau einer
Infrastruktur in Bad Godesberg, die 60.000 Besucher jährlich adäquat
kompensiert?
c) Woher sollen die finanziellen Mittel hierfür kommen?
d) Ist es nicht so, dass angesichts der finanziellen Schieflage der meisten
deutschen Kommunen die meisten Förderprogramme um ein Vielfaches
überzeichnet sind? Die Verwaltung formuliert auf Seite 27 selbst, Zitat:
„Aufgrund dessen kann – Stand jetzt – keine verbindliche Rückmeldung
dazu gegeben werden, in welcher Summe Fördermittel eingeworben
werden können.“
e) Hält die Verwaltung angesichts der unter den Punkte a) bis d)
aufgeworfenen Fragen für stadtplanerisch verantwortliches Handels?
4. Organisations- und Personalbedarf
Die Verwaltung stellt auf Seite 22 erhebliche Defizite bei sich selbst fest, Zitat:
„Derzeit entsteht durch unterschiedliche Haushalts-, Genehmigungs- und
Verwaltungsprozesse, parallele interne Dienstleistungsstrukturen und fehlende
digitale Interoperabilität zwischen den Systemen ein hoher Koordinations- und
Personalaufwand, ohne dass künstlerisch oder organisatorisch ein Mehrwert
generiert wird.“
Frage 1: Was hindert die Verwaltung daran, diese Defizite unverzüglich
abzustellen?
Frage 2: Wieso kommt die Verwaltung zu der Schlussfolgerung, zwischen
diesen Defiziten und baulichen Strukturen bestünde ein kausaler
Zusammenhang? Schließlich gelingt es Unternehmen mit multiplen, sogar
internationalen Standorten, sich auf einheitliche Prozesse zu einigen.Seite 4 von 9
Seite 5Dokumentenklasse C (vertraulich)
5. Investitionskosten
Die Investitionskosten für die Variante D belaufen sich auf 328 Millionen Euro,
die der Variante E auf 314 Millionen Euro. M.a.W. gibt es zwischen beiden
Varianten ein Delta von 14 Millionen Euro.
Frage: Werden die 14 Millionen Euro nicht bereits durch die unter den
Punkte 1 – 3 hinterfragten Sachverhalte pulverisiert?
6. Weitere Fragen zu Aussagen der Verwaltung in DS 260127
a) Die Verwaltung drängt auf Seite1auf schnelle Entscheidung der Drucksache
und begründet dies mit, Zitat: „Sollten die Vorberatungen nicht bis zur
Ratssitzung am 7. Mai abgeschlossen sein und sich dadurch auch eine
abschließende Entscheidung verzögern, ist aufgrund der dann anzunehmenden
generellen Baukostensteigerungen mit höheren Kosten für die Baumaßnahmen
zu rechnen.“
Frage: Ist die Annahme richtig, dass sich diese Einschätzung der
Verwaltung durch den aktuellen Iran-Krieg und die damit verbundenen
Kostensteigerungen bei Rohöl und den daraus hergestellten Produkten,
wie z.B. Bauchemikalien, längst überholt hat und dass von daher keine
Eile mehr geboten ist?
b) Auf Seite 2 bezeichnet die Verwaltung die Gebäude, bestehend aus Oper,
Schauspiel und Theaterwerkstätten in Bausch und Bogen als „marode“.
Frage: Wie gelangt die Verwaltung zu dieser Auffassung, wenn doch der
Due Diligence Bericht von Drees & Sommer dem Schauspiel die
Sanierungsfähigkeit attestiert (S. 43) und der von Drees & Sommer auf S.
43 zitierte M.O.O.C.O.N.-Bericht sogar abgemildert von
Renovierungsbedarf spricht? So schlimm kann es dann doch nicht um
das Schauspiel stehen?
c) Auf Seite 2 stellt die Verwaltung fest: „Das Theater Bonn weist als Kulturbetrieb
mit steigenden Besucherzahlen und einer überdurchschnittlichen Auslastung inSeite 5 von 9
Seite 6Dokumentenklasse C (vertraulich)
der Oper eine hervorgehobene Erfolgsquote aus …“
Frage 1: Wie wird die Erfolgsquote gemessen? Nach Besuchern? Nach
Einnahmen?
Frage 2: Weiß die Verwaltung aus den Kartenverkäufen, wieviel Individuen
hinter den Besucherzahlen stehen?
Frage 3: Kennt die Verwaltung die Altersstruktur der Opern- und
Theaterbesucher? Inwiefern ändert sich diese durch den
demographischen Wandel und mit welchen Auswirkungen auf die
Besucherzahlen sowie das Programm?
d) Am Markt für Klassik und Pop-Konzerte ist zu beobachten, dass die Besucher
bereit sind, für Qualität entsprechend weit anzureisen und entsprechend tief in
die Tasche zu greifen.
Frage: Wurde seitens der Verwaltung angesichts der zuvor zitierten
„hervorgehobenen Erfolgsquote“ einmal die Preiselastizität der
Nachfrage für Produktionen der Bühnen der Stadt Bonn ermittelt und
entsprechende Preisanpassungen zur Verbesserung der Einnahmenseite
vorgenommen?
e) Auf Seite 2 formuliert die Verwaltung, die Politik möge „zunächst in Bezug auf
den Umfang der notwendigen baulichen Maßnahmen und Varianten als Basis
für die sich daraus erst ergebenden organisatorisch inhaltlichen Strukturen“
über Standorte entscheiden, so unter anderem auch über die von der
Verwaltung favorisierte Variante E. Im weiteren Verlauf formuliert die
Verwaltung: „Die Evaluation von möglichen alternativen Betriebsmodellen,
insbesondere unter Hinzuziehung der Beethovenhalle und der daraus
resultierenden Einflüsse auf Abläufe, Strukturen und Inhalte anderer
Institutionen, wird begleitend fortgesetzt und nach Entscheidung für eine
bauliche Variante finalisiert.“
Frage 1: Ist es nicht sinnvoller – so jedenfalls in der realen Wirtschaft
üblich – sich zunächst Gedanken zu einem Betriebsmodell zu machen
und im nächsten Schritt die hierzu erforderlichen baulichen
Entscheidungen zu treffen im Sinne von form follows function?
Frage 2: Wenn doch die Verwaltung die Variante E favorisiert, hat sie sich
hier bereits intensiver mit einem Betriebsmodell beschäftigt?Seite 6 von 9
Seite 7Dokumentenklasse C (vertraulich)
Frage 3: Wurden auf der Basis der Spielpläne 2025 einmal die Prozesse
an einem zusammengelegten Standort „Beuel“ simuliert, z.B. unter
Verwendung von Operations Research, unter Berücksichtigung der
Einnahmensituation sowie des Personaleinsatzes bei parallelen
Aufführungen inklusive aller in Frage kommender Tarifvertragsmodelle?
f) Auf Seite 3 formuliert die Verwaltung zum Schauspielhaus, Zitat: „Aufgrund der
Größe und Struktur/Aufteilung der Fläche besteht, unter der Voraussetzung
einer vollumfänglichen Planung, die Chance mit überschaubaren
Spielzeitunterbrechungen (mindestens ein Jahr) ganzheitliche
Sanierungsmaßnahmen umzusetzen. (ARGE-Bericht, Seite 13-15).“ Ergänzend
stellt die Verwaltung auf den Seiten 25 und 95 fest, dass die Sanierung des
Schauspielhauses kein Großprojekt sei (Zitat: „Da die Bauprojekte für sich
betrachtet, ausgenommen Bad Godesberg, Großbauprojekte sein werden, wird
jeweils eine externe Projektleitung mit Projektmanagementteam sowie externer
Projektsteuerung empfohlen.“).
Frage: Sprechen diese Aussagen, neben dem Due Diligence Bericht von
Drees und Sommer zum Schauspielhaus, nicht für den Erhalt
desselbigem am Standort Bad Godesberg, um so die Komplexität des
Gesamtprojekts zu reduzieren?
g) Für das Schauspiel werden als Sowieso-Kosten nur 6 Millionen Euro für
Akutmaßnahmen ausgewiesen. Allerdings zeigt der Due-Diligence-Bericht von
Drees & Sommer gravierende, teilweise sogar gegen gesetzliche
Bestimmungen verstoßende Defizite des Gebäudes auf.
Frage 1: Hat die Verwaltung vor, das Gebäude in städtischer Hand zu
belassen oder plant sie insgeheim, das Gebäude zu veräußern?
Frage 2: Sofern die Verwaltung die Veräußerung des Gebäudes definitiv
ausschließt, ist nicht vorstellbar, dass in einem Theatergebäude eine
andere Nutzung als Theater stattfinden wird. In diesem Fall muss das
Gebäude alle gesetzlichen Auflagen für einen solchen Betrieb erfüllen
sowie für die Vermietbarkeit und den Gebäudeerhalt saniert werden. Ist es
daher richtig, dass die 52 Millionen Euro für die Sanierung so oder so
aufgebracht werden müssen?
Frage 3: Wieviel und für welche Anschaffungen wurden seit 2016
Investitionen im Schauspielhaus getätigt?Seite 7 von 9
Seite 8Dokumentenklasse C (vertraulich)
h) Wie unter f) zitiert, werden zur Bewältigung der Sanierungen von Oper und
Theaterwerkstätten eine externe Projektleitung mit Projektmanagementteam
empfohlen. Des Weiteren hat das SGB zusätzlichen Personalbedarf
angemeldet.
Frage: Welche Kosten entstehen über die gesamte Dauer der Sanierung
von Oper und Theaterwerkstätten durch extern verpflichtetes Personal
sowie Personalaufwuchs im SGB?
i) Auf Seite 5 formuliert die Verwaltung, Zitat: „Inwieweit sodann für die
Vorzugsvariante dem Grunde nach und in welchem Umfang eine
Vorsteuerabzugsberechtigung besteht, ist zum jetzigen Stand offen. Bis zu
dieser abschließenden Klärung ist eine Umsetzung der betreffenden
Sachverhalte nicht möglich, was entsprechende Auswirkungen auf den
Projektzeitplan nach sich ziehen wird.“ Und weiter auf Seite 28 heißt es, Zitat:
„Eine Mitzeichnung durch Amt 20 kann aufgrund der prekären Haushaltslage
sowie der noch anstehenden Aufstellung des Doppelhaushalts 2027/2028 nicht
erfolgen. Insbesondere mit Blick auf die prekäre HH-Situation ist noch nicht
absehbar, ob auch nur die günstigste Variante im Rahmen eines
genehmigungsfähigen Haushaltes abbildbar sein wird.“ Und auf Seite 29 heißt
es, Zitat: „In welcher Höhe sich somit der jährliche Betriebskostenzuschuss der
Stadt Bonn (aktuell jährlich rund 35 Mio. €) an das Theater durch die
Maßnahme verändern muss, ist erst nach Entscheidung zugunsten einer der
Zukunftsvarianten und abhängig von der Weiterentwicklung der sich daraus
entwickelnden betriebsstrukturellen Optimierungen final nachprüfbar.“
Frage 1: Ist es richtig, dass entscheidende kaufmännische Auswirkungen
einer Standortentscheidung und damit entscheidende Auswirkungen auf
den städtischen Haushalt heute von der Verwaltung nicht geklärt sind,
obwohl diese auf eine Entscheidung drängt und dass bereits jetzt vor
Bauzeitverzögerungen gewarnt wird?
Frage 2: Wie kommt die Verwaltung entgegen der üblichen Praxis bei
unternehmerischen Investitionsrechnungen auf den Gedanken, dass sie
hier das Pferd von hinten aufzäumen kann, vielmehr müsste sie doch
durch eine Investitionsrechnung überzeugen, die auch vor
Wirtschaftsprüfern Bestand hat?
j) Auf Seite 6 formuliert die Verwaltung, Zitat: „ … fand bereits eine
Workshopreihe unter intensiver Beteiligung der Mitarbeitenden des Theaters
statt, in der erfolgreich Lösungsansätze für die anstehenden logistischen
Herausforderungen erarbeitet wurden.“Seite 8 von 9
Seite 9Dokumentenklasse C (vertraulich)
Frage 1: Warum berichtet die Verwaltung nicht von diesen
Workshopergebnissen, auch wenn diese ggf. noch nicht endgültig sein
sollten?
Frage 2: Wurden von der Verwaltung, weil Logistik nicht zu den
Kernprozessen des Kulturbetriebs gehört, externe Logistikdienstleister
eingeladen, entsprechenden Outsourcingmodelle, wie. Z.B. Just-in-Time
Belieferung der Bühnen, zu entwickeln und Lagerung in temperierten
Lagerhäusern anzubieten inklusive aller versicherungstechnischen
Notwendigkeiten? Vgl. hierzu die Ausführungen der Verwaltung zur
Logistik auf Seite 92.
Frage 3: Könnte sich die Verwaltung hierdurch nicht von eigenen
Transport-LKW, eigenen Containern, eigenem Einkauf von
Versicherungsleistungen und letztendlich auch von hiermit in
Verbindungen stehenden Personalkosten befreien?
k) Mit welchen Kosten inklusive Schadstoffentsorgung rechnet die
Verwaltung bei einem Abriss der Oper?
Begründung
erfolgt mündlich
Anlage/n
KeineSeite 9 von 9

Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.

bonn.social/@biz ↗
Im ALLRIS öffnen ↗

Datenstand: 03.11.2026, 12:07 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de