253381-01 ST · Stellungnahme der Verwaltung
Alternative Finanzierungsinstrumente zur Finanzierung nachhaltiger sozialer und grüner Projekte -Green/Social Bond
Kerndaten
- Nummer
- 253381-01 ST
- Art
- Stellungnahme der Verwaltung
- Veröffentlicht
- 08.07.2025
- Letzte Änderung
- 31.10.2026
Orte
- Bonn Hauptort
Beratungsfolge
Dateien
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Stellungnahme der Verwaltung öffentlich 253381-01 ST Die Oberbürgermeisterin Federführung: 20 Stadtkämmerei Dezernat: Dez. II Alternative Finanzierungsinstrumente zur Finanzierung nachhaltiger sozialer und grüner Projekte -Green/Social Bond Beratungsfolge Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe 10.07.2025 Kenntnisnahme Stellungnahme der Verwaltung: In der Mitteilungsvorlage wurde ausgeführt: „Das Volumen des Green Bond soll sich auf 100 Mio. EUR belaufen, wobei nicht ausgeschlossen wird, dass aufgrund einer starken Nachfrage ein zusätzliches Volumen von 50 Mio. EUR aufgenommen wird. Geht man von einem Volumen von 150 Mio. EUR aus, so würde ein Zinsvorteil eines Green/Social Bond gegenüber einem herkömmlichen Schuldschein von 1 Basispunkt p.a. einen Zinsvorteil von 15 TEUR bringen. Bei einer Laufzeit des Green/Social Bond von 10 Jahren, werden die zusätzlichen Kosten von grob 120 TEUR langfristig mehr als kompensiert.“ Die Kosten waren in der ersten Vorlage mit 120.000 EUR zu gering angesetzt. Nach Rücksprache mit verschiedenen Banken werden rund 250.000 – 320.000 EUR erwartet. Die grundsätzliche Aussage, dass diese zusätzlichen Kosten aufgrund des Zinsvorteils bei einem „grünen“ Schuldschein über die Laufzeit kompensiert werden, bleibt aber bestehen. Wie in der Vorlage ausgeführt, ergibt sich bei einem Volumen von 150 Mio. EUR bei einem Vorteil von einem Basispunkt eine Ersparnis eines grünen Schuldscheins zu einem herkömmlichen Schuldschein in Höhe von 15.000 EUR p.a. Die unterschiedlichen Tranchen des Schuldscheins mit unterschiedlichen Zinsbindungen werden über das gesamte Volumen deutlich über 10 Jahre liegen. Geht man aber zunächst von einer Zinsbindung des Gesamtvolumens von 10 Jahre aus und bei einem von den Banken genannten Zinsvorteil von 2 - 3 Punkten, was durch die Vorreiterstädte durch deren Emissionen bestätigt wurde, dann liegt der Vorteil aufgrund des „grünen“ Schuldschein bei 300.000 EUR - 450.000 EUR. Hauptargument für die Begebung eines „grünen“ Schuldscheins ist, dass die Stadt Bonn ihre Gläubigerstruktur diversifizieren möchte. Die Erfahrungen der Vorreiterstädte (Hannover, Köln, Münster, München,…) bestätigen, dass dies gelingt. Vor dem Hintergrund des in der Planung des DoppelhaushaltesSeite 1 von 2 Seite 2 2025/2026 ff. aufwachsenden Schuldenvolumens ist es notwendig, dass sich die Stadt Bonn möglichst breit für zukünftige Entwicklung aufstellt, um für Veränderungen auf den Geld- und Kapitalmärkten gewappnet zu sein. Die Kosten für die Emission eines „grünen“ Schuldscheins setzen sich wie folgt zusammen: - Arrangeur- bzw. Platzierungsprovision (ca. 200 - 260 TEUR) - Kosten der Vermarktungsplattform (ca. 7.500 EUR) - Zahlstellengebühr p.a. ( ca. 10.000 - 15.000 EUR in Abhängigkeit der Anzahl der Tranchen) - Zertifizierung einer Nachhaltigkeitsagentur (ca. 30.000 EUR) Die Deckung wird auch bei den höheren Kosten aus dem Budget des Steckbrief 1.1.2.5 - Klima-Fonds des Bonner Klimaplans erfolgen. Finanzielle Auswirkungen: Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung 120101601 Kreditwirtschaft 1.20.10.16.01.01 Darlehensverwaltung Investive Kosten der Maßnahme Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen Einzahlungen Investiver Finanzsaldo Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen / Aufwendungen 250.000 bis 320.000 120101601/ 72.1000 250.000 bis 320.000 102000103 / 72.1000 Einzahlungen / Erträge Haushaltsbelastung jährlich 250.000 bis 320.000 Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 09:15 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de