241097-02 · Beschlussvorlage
ISEK Innenstadt Bad Godesberg, hier: Überarbeitung Städtebauliches Nutzungskonzept zur Transformation der Bad Godesberger Innenstadt
Kerndaten
- Nummer
- 241097-02
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 17.03.2025
- Letzte Änderung
- 02.11.2026
Orte
- Pfarrer-Minartz-Straße Hauptort
- Am Fronhof
- Hubertinumshof
- Moltkeplatz
- Oststraße
- Rheinallee
- Koblenzer Straße
- Löbestraße
- F
- Am Kurpark
- Michaelplatz
- Aennchenplatz
- Arcadia-Passage
- Theaterplatz
- Kaiserstraße
- Stadthaus
- Berliner Platz
- Alt-Godesberg
- Godesberg-Villenviertel
- Bad Godesberg
- Bonn
- Beuel
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Wohnen, Planung und Bauen Empfehlung
- Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg Entscheidung federführend
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
Verwandte Vorlagen
Übergeordnet
Volltext
Maschinell aus dem PDF extrahierter Text — Tabellen und Layout gehen verloren. Maßgeblich ist das PDF: PDF öffnen ↗.
Text anzeigen (88.903 Zeichen)
Beschlussvorlage öffentlich 241097-02 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 61 Stadtplanungsamt Dezernat: Dez. III ISEK Innenstadt Bad Godesberg, hier: Überarbeitung Städtebauliches Nutzungskonzept zur Transformation der Bad Godesberger Innenstadt Beratungsfolge Ausschuss für Wohnen, Planung und Bauen 02.04.2025 Empfehlung Bezirksvertretung Bad Godesberg 09.04.2025 Entscheidung Beschlussvorschlag 1. Die Lupenräume Fronhofer Galeria und Am Fronhof werden gemäß Beschlussfassung DS-Nr. 231463 aus dem städtebaulichen Nutzungskonzept entfernt. 2. Der Lupenraum Hubertinumshof wird aus dem städtebaulichen Nutzungskonzept entfernt, da eine Ausarbeitung im Zuge der Schwerpunktbetrachtung auf Masterplanebene erfolgt (DS-Nr. 241074). 3. Die Verwaltung wird beauftragt, die Inhalte des überarbeiteten städtebaulichen Nutzungskonzepts (Anlage 3) in die Ausarbeitung des Masterplanes öffentlicher Raum Innenstadt von Bad Godesberg zu übertragen. Begründung Aufgrund der Beschlussfassung zu DS-Nr. 231463 mussten die "städtebaulichen Visionen" im Bereich Pfarrer-Minartz-Straße, Moltkeplatz (Oststraße) und Platz an der Rheinallee aus dem Masterplan entfernt werden (sh. Anlage 1). Der im Workshop Masterplan Innenstadt Bad Godesberg am 18.02.2025 gezeigten Stand des Masterplanes (DS-Nr. 252642) hat diese Vorgabe berücksichtigt. In geänderter Form bzw. Darstellung verbleiben Entwicklungsperspektiven für die Bereiche Am Fronhof, Am Michaelshof sowie der Schwerpunktbereich Koblenzer Str./Löbestraße (Hubertinumshof). Der Hubertinumshof wird im Zuge der Schwerpunktbetrachtung bei der Ausarbeitung des Masterplanes vertiefend betrachtet, daher ist eine gesonderte Betrachtung im städtebaulichen Nutzungskonzept nicht mehr erforderlich. Durch die Beschlussfassung DS-Nr. 241097 wird eine Anpassung des städtebaulichen Nutzungskonzepts (Anlage 2) gemäß DS-Nr. 231463 erwartet. Der Beschluss DS-Nr. 231463 enthält jedoch für folgende Bereiche keineSeite 1 von 148 Seite 2 Aussagen zur gewünschten städtebaulichen Entwicklung, was allerdings als wichtig erachtet wird, da diese Bereiche ein besonderes städtebauliches Entwicklungspotential aufweisen: • Pfarrer-Minartz-Straße • Moltkeplatz/Oststraße • Platz an der Rheinallee. Daher ist eine konkretisierende Beschlussfassung notwendig, um im städtebaulichen Nutzungskonzept auch für diese Bereiche Aussagen zur angestrebten städtebaulichen Entwicklung treffen zu können. Das städtebauliche Nutzungskonzept mit den Aussagen zu den oben genannten Bereichen ist der Anlage 3 zu entnehmen. Ohne eine Bestätigung der so angepassten städtebaulichen Vision (sh. Anlage 3) ist eine Einarbeitung in den Masterplan Innenstadt Bad Godesberg nicht möglich. Ansonsten würde der Masterplan keine städtebaulichen Aussagen für die angeführten Bereiche mit besonderem Entwicklungspotential treffen. In den Gesprächen mit der jeweiligen Eigentümerschaft zeigte sich gerade für die genannten Bereiche eine zumindest mittelfristige Entwicklungsbereitschaft. Anlage/n 1 25-02-18_GOD_Masterplanung_workshop_praesentation_200dpi_75% (öffentlich) 2 240607_Städtebauliches Nutzungskonzept_2024 (öffentlich) 3 250304_Überarbeitung-Städtebauliches Nutzungskonzept (öffentlich)Seite 2 von 148 Seite 3 von 148 Seite 4 von 148 Seite 5 von 148 Seite 6 von 148 Seite 7 von 148 Seite 8 von 148 Seite 9 von 148 Seite 10 von 148 Seite 11 von 148 HSeite 12 von 148 Seite 13 von 148 Seite 14 von 148 Seite 15 von 148 BESTANDSSITUATION Das Theater Bonn Schauspielhaus in Bad Godesberg spielt eine wichtige Rolle bei der St‰rkung der kulturellen Funktion der Innenstadt. Dabei wird die vorhandene Bausubstanz aus den 60er Jahren als wertvolle Ressource genutzt, um die Ziele im Bereich Nachhaltigkeit und Umweltvertr‰glichkeit zu erreichen. Durch eine sorgf‰ltige und nachhaltige Umsetzung, auch von kleineren Vorhaben, wird sichergestellt, dass das Schauspielhaus auch in Zukunft ein Ort der Inspiration und des kulturellen Austauschs bleibt. Die geplante Nutzung der bestehenden Bausubstanz und die Ber¸cksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten tragen dazu bei, dass das Theater eine nachhaltige und umweltfreundliche kulturelle Institution in der Innenstadt von Bad Godesberg bleibt. PLANKONZEPT Das Theater Bonn Schauspielhaus in Bad Godesberg plant die Entwicklung eines neuen CafÈs mit Auflengastronomie am ‹bergang zum Kurpark im S¸den. Hierbei wird angestrebt, die bestehende Villa und den Pavillon umzunutzen und entsprechend umzugestalten. Diese R‰umlichkeiten sollen so angepasst werden, dass sie ausreichend Platz f¸r Schauspieler, Besucher und Veranstaltungen wie Lesungen bieten. Diese Maflnahmen sollen eine lebendige Atmosph‰re schaffen und es dem Theater ermˆglichen, seine Aktivit‰ten ¸ber die B¸hne hinaus auszudehnen. Das geplante CafÈ wird somit nicht nur ein Ort der Entspannung und des Genusses f¸r Besucher des Kurparks sein, sondern auch ein kultureller Treffpunkt, der die Verbindung zwischen dem Theater und der Gemeinschaft weiter st‰rkt. Lupenraum Theater Bonn/ Schauspielhaus Abb.: „Theater Bonn/ Schauspielhaus“ Luftbild bearbeitet GoogleEarth 4. LUPENRƒUMEAbb.: „Theater Bonn/ Schauspielhaus“ Schwarzplan, o.M.Seite 16 von 148 V 4. LUPENRƒUME Abb.: .: „Theater Bonn/ Schauspielhaus“ Überblendung Bebauungsplan o.M. Abb.: Grundst¸cke und Eigent¸mer o.M. Quelle Stadt Bonn PLANUNGSRECHT Das geplante Vorhaben erstreckt sich ausschliefllich ¸ber Teilbereiche innerhalb der ¸berbaubaren Grundst¸cksfl‰chen und betrifft insbesondere die Umwandlung eines Teils der bestehenden Bausubstanz. Die vorgesehene Nutzung als CafÈ ist grunds‰tzlich im Einklang mit den Planvorgaben und bietet eine positive Mˆglichkeit zur Belebung des ˆffentlichen Raums und der Platzfl‰che. Es w‰re jedoch ratsam, dass der Bauherr enge Absprachen mit den derzeitigen Nutzern, insbesondere in Bezug auf den Pavillon, trifft, um sicherzustellen, dass die geplanten Ver‰nderungen keine Konflikte mit den bestehenden Nutzungen verursachen. FAZIT / AUSBLICK Das neue TheatercafÈ und die groflz¸gige Platzfl‰che stellen einen bedeutenden ‹bergang zwischen dem Kurpark und der Innenstadt von Bad Godesberg dar. Sie bieten eine einladende Fl‰che f¸r Besucher und Spazierg‰nger. Dieses CafÈ wird nicht nur ein Ort der Entspannung f¸r Besucher und Spazierg‰nger sein, sondern auch als lebendiger Kulturort dienen, der die enge Verbindung zwischen dem Theater und dem Kurpark st‰rkt. Das CafÈ ermˆglicht es dem Schauspielhaus, sich st‰rker in die Gemeinschaft einzubringen und eine vielseitige, ansprechende Umgebung zu schaffen, die nicht nur als Treffpunkt, sondern auch als kultureller Anziehungspunkt dient. Dieser Schritt tr‰gt zur St‰rkung der Bindung zwischen dem Theater und der Gemeinschaft bei und bereichert das kulturelle Leben in Bad Godesberg. Abb.: Ansicht Kaiserstrafle 4Seite 17 von 148 4. LUPENRƒUMEAbb ,,Theater Bonn/ Schauspielhaus“ 3 D Modell o.M. Bestandsgeb‰udeSeite 18 von 148 4. LUPENRƒUMEAbb.: „Theater Bonn/ Schauspielhaus“ Kennzahlen Gemeinschaftliche Nutzung ca. 400 qm Kultur Umbau/Neubau BGF Summe ca. 400 qm TheatercafÈ mit AuflengastronomieSeite 19 von 148 „Das neue TheatercafÈ wird ein wichtiger ‹bergang zwischen dem Kurpark und der Innenstadt von Bad Godesberg. Es schafft eine Platzfl‰che f¸r die Besucher." 4. LUPENRƒUME Abb.: Blick auf das TheatercafÈ, atmosph‰rische Darstellung o.M.Seite 20 von 148 Seite 21 von 148 Seite 22 von 148 Seite 23 von 148 Seite 24 von 148 Seite 25 von 148 Seite 26 von 148 Seite 27 von 148 Seite 28 von 148 Seite 29 von 148 Seite 30 von 148 Seite 31 von 148 BESTANDSSITUATION Obwohl bereits eine Ordnungspartnerschaft besteht, empfinden viele B¸rgerinnen und B¸rger ein erhebliches subjektives Unsicherheitsgef¸hl in diesem Bereich. Die Lage der Grundst¸cke 1098 und 1097 am Kurpark bieten Potenziale f¸r eine st‰dtebauliche Nutzung des Hubertinumshofs. Im Rahmen einer ganzheitlichen Strategie arbeiten die verschiedenen Grundst¸ckseigent¸mer gemeinsam an einem energieeffizienten Ansatz f¸r die Weiterentwicklung des Blocks. Die Entfernung von An- und Einbauten erˆffnet nicht nur die Mˆglichkeit zur Schaffung von gr¸nen Bereichen in unmittelbarer N‰he der Wohnungen, sondern unterst¸tzt auch den energetischen Umbau des Blocks. PLANKONZEPT Die vorhandenen Geb‰ude kˆnnten als markante Symbole dienen und die gesamte Maflnahme visuell repr‰sentieren. Neue Geb‰ude auf den Grundst¸cken 1096/1097 erg‰nzen den Innenraum des Hubertinumshofs und den bestehenden Geb‰udebestand. In unmittelbarer N‰he zum historischen Baumbestand entsteht eine attraktive Platzkante, die Alt- und Neubau miteinander verbindet. Die Lage am Kurpark bietet Potenzial f¸r verschiedene urbane Nutzungen. In diese Umgebung eingebettet, sollen erg‰nzende Funktionen f¸r den Gesundheitssektor angeboten werden, wie ein Reha-Zentrum und Therapier‰ume. Diese Einrichtungen sollen zur Belebung des Innenhofs beitragen. Durch die Vielfalt der Geschossigkeiten entsteht ein dynamisches Bild, das von mehrstˆckigen Geb‰uden bis hin zu einstˆckigen Bauten reicht. Im Zentrum dieses Ensembles befindet sich ein ˆffentlicher, begr¸nter Innenhof, der als zentraler Treffpunkt und R¸ckzugsort dient. Die Lage am Kurpark erˆffnet Potenzial f¸r urbane Nutzungen und soll auch das Wohnen mˆglich machen. Lupenraum Hubertinumshof Abb.: „Hubertinumshof“ Luftbild bearbeitet GoogleEarth Abb.: Schwarzplan, o.M. 4. LUPENRƒUMEAbb.: „Hubertinumshof“ Schwarzplan, o.M.Seite 32 von 148 V 4. LUPENRƒUME Abb.: „Hubertinumshof“ Überblendung Bebauungsplan o.M. Abb.: Grundst¸cke und Eigent¸mer o.M. Stadt Bonn PLANUNGSRECHT Die baurechtlichen Belange des Hubertinumshofs legen den Rahmen f¸r vielf‰ltige Nutzungsmˆglichkeiten fest. Verschiedene Eigent¸mer, darunter die Stadt Bonn, Unternehmen und private Einzelpersonen, sind Teil dieses Gef¸ges und halten sich an mittlere Geschossfl‰chen- und Grundfl‰chenzahlen. Das Vorhaben befindet sich grˆfltenteils innerhalb ¸berbaubarer Grundst¸cksfl‰chen, weicht jedoch hinsichtlich der geplanten Geschossanzahl von den Vorgaben des Bebauungsplans ab. Eine f¸nfgeschossige Bebauung entlang der ˆffentlichen Straflen wie der Lˆbestrafle oder der Koblenzer Strafle wird st‰dtebaulich positiv bewertet. Der vorgesehene Nutzungsmix wird grunds‰tzlich in Einklang mit den ˆrtlichen Gegebenheiten gesehen. Das planungsrechtliche Einvernehmen kann dem Vorhaben ohne entsprechende Anpassung des Bebauungsplans nicht erteilt werden. FAZIT / AUSBLICK Die Idee eines st‰dtischen Blocks mit klar definierten ‰ufleren Grenzen und einem lebendigen Inneren spiegelt die Vorstellung einer einladenden Gemeinschaft wider. Die bestehende Parzellierung der Grundst¸cke wird ber¸cksichtigt und in ein Gesamtkonzept integriert, das verschiedene Zug‰nge zum Innenhof ermˆglicht. Ein neues Eckgeb‰ude dient als attraktiver Eingang und schafft eine lebendige Arbeitswelt, die Impulse f¸r die weitere Entwicklung liefert. Ein besonderer Baukˆrper im Hubertinumshof betont die gr¸ne Umgebung und f¸gt sich harmonisch in die Umgebung ein. Die Beteiligung der Eigent¸mer/innen erfolgte durch schriftliche Einladungen, Abstimmungstermine und Interviews. Dabei wurden erste Modellskizzen, Nutzungskonzepte und Mˆglichkeiten zur Umsetzung besprochen. Die Gespr‰che mit den Eigent¸mern/innen zeigten, dass diese die Liegenschaft mittelfristig gemeinsam entwickeln mˆchten und sich eine zuk¸nftige Zusammenarbeit mit dem Stadtteilarchitekten vorstellen kˆnnen.Seite 33 von 148 Abb „Hubertinumshof“ städtebauliches Nutzungskonzept, Mai 2024 4. LUPENRƒUME Abb.: capattistaubach/O&O aus Masterplan Vorentwurf, Feb. 2023Seite 34 von 148 4. LUPENRƒUMEAbb.: „Hubertinumshof“ Lageplan o.M. Bestandsgeb‰ude Grundst¸cksgrenzeSeite 35 von 148 4. LUPENRƒUMEAbb.: „Hubertinumshof“ 3D Modell o.M. Bestandsgeb‰udeSeite 36 von 148 Gemeinschaftliche Nutzung Einzelhandel Kultur B¸ro ca. 4.200 qm Umbau/Neubau BGF Summe ca. 8.200 qm 4. LUPENRƒUMEAbb.: „Hubertinumshof“ St‰dtebauliche Kennzahlen o.M. Wohnen ca. 4.000 qmSeite 37 von 148 „Ein neues Eckgeb‰ude dient es als attraktiver Eingang und schafft eine lebendige Arbeitswelt, die Impulse f¸r die weitere Entwicklung liefert." 4. LUPENRƒUME Abb.: Eckgeb‰ude, atmosph‰rische Darstellung o.M. Abb.: Eingangsbereich, atmosph‰rische Darstellung o.M.Seite 38 von 148 „Ein besonderer Baukˆrper mit unterschiedlichen Wohnformen im Innern des Hubertinumshof betont die gr¸ne Umgebung.“ 4. LUPENRƒUME Abb.: Erdgeschosszone, atmosph‰rische Darstellung o.M. Abb.: Haus im Hof, atmosph‰rische Darstellung o.M.Seite 39 von 148 Seite 40 von 148 Seite 41 von 148 Seite 42 von 148 Seite 43 von 148 Seite 44 von 148 Innenstadt Bad Godesberg STÄDTEBAULICHES NUTZUNGSKONZEPTSeite 45 von 148 Seite 2Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept Inhalt 1. Präambel 2. Einleitung 3. Lupenräume Fronhofer Galeria 8 – 14 Am Fronhof 15 – 21 An der St. Marien Kirche / Pfarrer-Minartz-Straße 22 - 29 Michaelplatz 30 - 36 Theater Bonn/Schauspielhaus 37 - 41 Aennchenplatz / Arcadia Passage 42 - 46 Moltkeplatz 47 - 57 Hubertinumshof 58 - 65 Rheinallee 66 – 73 5. ImpressumSeite 46 von 148 Seite 3Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept Ein wichtiges Ziel des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes für die Innenstadt von Bad Godesberg (ISEK) ist die bauliche Aufwertung des Stadtbezirkszentrums. Um hierfür eine planerische Grundlage zu schaffen, wurde im Jahr 2021 ein städtebaulicher und freiraumplanerischer Wettbewerb für einen Masterplan ausgelobt. Der Siegerentwurf des Masterplanes von den Büros capattistaubach landschaftsarchitekten aus Berlin und URBANLUST (ehem. O&O Baukunst) aus Köln zeigt Entwicklungsmöglichkeiten sowohl für den öffentlichen Raum als auch für private Liegenschaften in der Innenstadt auf. Mit dem Ziel die private Eigentümerschaft in diesen mittel- bis langfristig angelegten Transformationsprozess der Innenstadt einzubeziehen, wurden die Architektinnen und Städtebauer von URBANLUST mit der näheren städtebaulichen Untersuchung von neun sogenannten Lupenräumen beauftragt. Diese Lupenräume sind Grundstücke in Privateigentum und weisen Potenziale zur städtebaulichen Stärkung der Innenstadt auf. Das vorliegende Städtebauliche Nutzungskonzept wurde eng mit den jeweiligen Eigentümer*innen abgestimmt. Hierfür wurden mehrere Einzelgespräche geführt, um die Interessen der Eigentümerschaft mit den städtebaulichen Zielen in Einklang zu bringen. Im Ergebnis liegen für neun wichtige Gebäude bzw. Liegenschaften in der Innenstadt von Bad Godesberg städtebauliche Entwicklungsperspektiven vor. Die Ausarbeitung zeigt anschaulich mögliche Um- und Neubaupotenziale. Das Städtebauliche Nutzungskonzept soll abschließend Teil des Masterplanes werden. Damit zeigt der Masterplan, neben der integrierten Betrachtung der Aspekte von Freiraum und Mobilität, auch Zielbilder und Entwicklungsperspektiven zur städtebaulichen Stärkung der Innenstadt auf. Das Städtebauliche Nutzungskonzept dient darüber hinaus als Handreichung an den Stadtteilarchitekten, der ab 2025 der privaten Eigentümerschaft in der Innenstadt von Bad Godesberg beratend zur Verfügung stehen soll. Die Stadt Bonn bedankt sich bei allen Eigentümern und den Mitarbeitenden von URBANLUST für die offene und konstruktive Zusammenarbeit im Entstehen dieser zukunftsweisenden und für die Aufwertung der Innenstadt von Bad Godesberg so wichtigen Betrachtung. 1. PRÄAMBELAbb.: capattistaubach/O&O aus Masterplan Vorentwurf, Feb. 2023 Präambel Städtebauliches NutzungskonzeptSeite 47 von 148 Seite 4Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept Die Bad Godesberger Innenstadt weist in vielen Bereichen unzeitgemäße Grünflächen, Wegen und Plätzen auf. Die Bebauung ist heterogen. Die öffentlichen Plätze und Eingänge in die Fußgängerzone sind wenig einladend. Besonders für Besucher*innen, die vom Bahnhof, Kurpark oder der Kurfürstlichen Zeile kommen, wirkt die Fußgängerzone abgeschottet und wenig zugänglich. Die Blockinnenbereiche sind dicht bebaut. Aufgrund der hohen Versiegelung in der Innenstadt gibt es im Sommer eine hohe Hitzebelastung. Das städtebauliche Nutzungskonzept hat das Ziel, Private in die Innenstadtaufwertung einzubeziehen und neue Nutzungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Bis 2024 wird eine umfassende städtebauliche Betrachtung für die Bad Godesberger Innenstadt entwickelt, basierend auf dem Masterplanvorentwurf für den öffentlichen Raum. In Bad Godesberg werden Umweltaspekte und moderne Stadtbedürfnisse vereint, wobei die Blau Grüne Infrastruktur eine wichtige Rolle spielt. Diese Broschüre enthält Informationen zu neun ausgewählten Lupenbereichen in der Innenstadt von Bad Godesberg und bietet Empfehlungen für den Stadtteilarchitekten, um gemeinsam mit den Bewohnern die Innenstadt zu stärken. Masterplan Der Masterplan schlägt eine nachhaltige Stadterneuerung für die Innenstadt Bad Godesberg vor. Der ganzheitliche Dialog zwischen Architektur und Grünflächen wird gestärkt. Die städtebaulichen und freiraumplanerischen Regeln berücksichtigen bestehende Bebauungspläne und deren baulichen Bestimmungen. Diese Regeln definieren öffentliche und private Räume, Plätze und Straßen, und sie fördern die architektonische Gestaltung. Die Lupenräume sollen ein einzigartiges Konzept für die Innenstadt Bad Godesberg ermöglichen. Dabei sollen die verschiedenen Bauepochen und Atmosphären nebeneinander existieren. Das Konzept strebt eine vielfältige Nutzung der Innenstadt an, die Wohnen, Dienstleistungen, Handel, Kultur und Gastronomie miteinander verbindet. Blau Grüne Infrastruktur In modernen Innenstädten ist die Verbesserung der ökologischen Bedingungen ein wichtiges städtebauliches Ziel. Dies trägt dazu bei, das Leben in belebten Innenstädten attraktiver zu gestalten. Eine Stadt sollte ein breites Angebot an Wohnraum, Einzelhandel und kulturellen Möglichkeiten bieten, das zukunftsfähig ist. Um dieses Ziel zu erreichen, sind Anpassungen in schwierigen städtebaulichen Bereichen notwendig. Straßen und Straßenzüge müssen attraktiv gestaltet, begrünt und hochwertig ausgestattet werden. Die Schaffung einer Blau Grünen Infrastruktur kann dazu beitragen, lebendige Stadtviertel zu schaffen. 2. EINLEITUNG EINLEITUNGSeite 48 von 148 Seite 5Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept Partizipation Die Beteiligung der Eigentümer in diesen Prozess ist von entscheidender Bedeutung. Diese Veränderungen erfordern eine gemeinschaftliche Diskussion, klare Leitlinien und eine langfristige gestalterische Vision. Ohne architektonische und städtebauliche Vorstellungen kann keine Entwicklung erfolgen. Im europäischen Maßstab können unverwechselbare Konzepte entwickelt werden. Die Beteiligung erfolgte über Anschreiben, Abstimmungstermine und Interviews. Hierbei wurden anhand erster Modellskizzen, Nutzungskonzepte und Umsetzungsmöglichkeiten diskutiert. Unter Verwendung digitaler Methoden und mithilfe von KI-basierten atmosphärischen Bildern wurden die jeweiligen Grundstücke als Lupenräume in der Gesamtkonzeption betrachtet und erörtert. Es wurde gemeinsam aufgezeigt, was baurechtlich möglich ist und wie die Zeithorizonte zur baulichen Umsetzung aussehen könnten. Kommunale Steuerungsinstrumente Zur Umsetzung der Ziele des städtebaulichen Nutzungskonzeptes stehen der Kommune Steuerungsinstrumente zur Verfügung deren Anwendung im Einzelfall geprüft werden müsste. Im Vordergrund steht jedoch die konsensorientierte Aktivierung privater Investitionen. Die Kommune hat über die Planungshoheit die Möglichkeit Bebauungspläne aufzustellen, welche für ein abgegrenztes Gebiet Planungsziele festsetzen. Über das allgemeine Vorkaufsrecht gemäß § 24 BauGB besteht die Möglichkeit Liegenschaften unter bestimmten Voraussetzungen zu erwerben. Über das Baugebot gemäß § 176 BauGB kann die bauliche Umsetzung z.B. von Festsetzungen eines Bebauungsplanes angeordnet werden. Lupenräume Es wurden neun Lupenräume identifiziert, die für die Entwicklung der Innenstadt von Bad Godesberg von Bedeutung sind. Diese wurden in Gesprächen und Diskussionen erarbeitet, baurechtlich überprüft und durch gestalterische Darstellungen veranschaulicht. Diese dienen als Handlungsempfehlungen für den Stadtteilarchitekten, um Möglichkeiten der Transformation in die Realität aufzuzeigen und zu ermöglichen. Es ist wichtig zu erkennen, dass die Bearbeitung dieser Lupenräume unterschiedliche Geschwindigkeiten mit sich bringen kann, und einige Projekte können schneller umgesetzt werden als andere. 2. EINLEITUNG EINLEITUNG Abb Innenstadt Bad Godesberg Schwarzplan o.M.Seite 49 von 148 Seite 6Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept Abb.: Innenstadt Bad Godesberg 3 D Modell o.M. „Bei der Weiterentwicklung der Stadt, ist es wie beim Kochen. Alle Zutaten, auch die Kleinsten, werden gemixt. Sie spielen zusammen und garantieren ein schmackhaftes Gericht. Ein Team aus Töpfen, Messern und der Gemüsezwiebel. Alles gekocht mit perfekter Temperatur.“ 2. EINLEITUNGSeite 50 von 148 Seite 7Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept 3. STÄDTEBAULICHER NUTZUNGSPLAN Abb.: Nutzungspläne Innenstadt Bad Godesberg o.M. Prof.Heuchel Quelle Stadt Bonn „Das städtebauliche Nutzungskonzept setzt die bestehende Nutzungsvielfalt der Innenstadt Bad Godesberg fort. Es unterstützt die Ziele des Masterplanvorentwurfs, insbesondere in Bezug auf die Belebung der Erdgeschossbereiche und die Schaffung von Wohnmöglichkeiten. Die West-Ost- Achse als Haupt-Einkaufsstraße wird weiter gestärkt, während die Nord-Süd-Achse als kulturelle Verbindungslinie zwischen dem Burgberg und dem Kurpark fungiert. In allen Bereichen ist Wohnraum in den obersten Etagen vorgesehen.“Seite 51 von 148 Seite 8Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept BESTANDSSITUATION Die aktuelle Bebauung der Fronhofer Galeria ist zu groß und unpassend für die historische Innenstadt von Bad Godesberg. Das Gebäude neben der St. Marien Kirche ist zu hoch und beeinträchtigt das Stadtbild. Die überdachte Einkaufspassage und die umfassende Überbauung passen nicht zur geplanten städtebaulichen Entwicklung hin zu einem offenen und durchlässigen Stadtraum. PLANKONZEPT Die Planung erfordert die Integration der bestehenden Parzellierung und die Aufteilung des Grundstücks in zwei Baublöcke. Die Gebäude sollten städtebauliche Kanten am Fußgängerbereich schaffen und sich um zwei gemeinsame Innenhöfe gruppieren, die geschützte Grünflächen bieten. Die Erdgeschossflächen sollten an die Bedürfnisse der Innenstadt von Bad Godesberg angepasst werden, mit einem ausgewogenen Angebot regionaler Produkte und Dienstleistungen, öffentlich zugänglicher Einkaufspassage und Berücksichtigung des Endpunkts der Fußgängerzone. Die oberen Stockwerke der Büroscheibe könnten nachhaltige Büro- und Gewerbekonzepte mit Öffnungen und grüne Loggias entwickeln, die die Scheibe zum Symbol für die Transformation der privaten und städtischen Infrastruktur der Innenstadt Bad Godesberg machen. Lupenraum Fronhofer Galeria Abb.: „Fronhofer Galeria“ Luftbild berarbeitet, GoogleEarth Abb.: „Fronhofer Galeria“ Schwarzplan o.M. 4. LUPENRÄUMESeite 52 von 148 Seite 9Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept V 4. LUPENRÄUME Abb.: „Fronhofer Galeria“ Überblendung Bebauungsplan o.M. Abb.: Grundstücke und Eigentümer o.M. Stadt Bonn PLANUNGSRECHT Die geplante Nutzung für Einzelhandel und Gewerbe entspricht grundsätzlich dem vorhandenen B-Plan. Die Wohnnutzung im Kerngebiet, insbesondere im Innenstadtbereich der Fußgängerzone, wirft aufgrund potenzieller Konflikte Bedenken auf und sollte kritisch geprüft werden. Die Mischgebietsausweisung ermöglicht eine intensivere Wohnnutzung im Teilbereich 2, östlich der Galeria, jedoch liegen die Baukörper größtenteils außerhalb der vorgegebenen Baufenster und überschreiten das Maß der baulichen Nutzung. Obwohl das städtebauliche Konzept begrüßt wird, sind die Abweichungen vom Planungsrecht erheblich. Befreiungen von den B-Plan-Festsetzungen können nicht in Aussicht gestellt werden, aber grundsätzlich könnte das planungsrechtliche Einvernehmen hinsichtlich Höhe, Geschossigkeit und GRZ/GFZ-Werte gegeben werden. FAZIT / AUSBLICK Das Nutzungspotenzial der Fronhofer Galeria liegt in der Möglichkeit, das bestehende Gebäude zu modernisieren, beispielsweise durch die Begrünung der Gebäudescheibe als Symbol für die Transformation der Innenstadt von Bad Godesberg. Das städtebauliche Konzept sieht eine Neuordnung der vorhandenen Gebäudestrukturen vor. Eine feinere Unterteilung der Gebäude in den bestehenden Baufenstern schafft wichtige Anregungen für die Gestaltung des öffentlichen Raums. Die Umgestaltung der Fronhofer Galeria als private Infrastruktur kann bedeutende Impulse für die Innenstadt setzen. Eine schrittweise Anpassung der Gebäude könnte mittel- bis langfristig in Zusammenarbeit mit den Eigentümern erreicht werden. Das Konzept ermöglicht eine zeitliche Darstellung des Umbaubedarfs und die schrittweise Entwicklung des Gebäudes im Rahmen des Masterplanvorentwurfs.Seite 53 von 148 Seite 10Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept Abb.: „Fronhofer Galeria“ städtebauliches Nutzungskonzept, Mai 2024 4. LUPENRÄUME Abb.: capattistaubach/O&O aus Masterplan Vorentwurf, Feb. 2023Seite 54 von 148 Seite 11Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept Abb.: „Fronhofer Galeria“ Lageplan o.M. 4. LUPENRÄUMEBestandsgebäude GrundstücksgrenzeSeite 55 von 148 Seite 12Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept 4. LUPENRÄUMEAbb.: „Fronhofer Galeria“ 3 D Modell o.M. BestandsgebäudeSeite 56 von 148 Seite 13Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept Wohnen ca. 7.000 qm Gemeinschaftliche Nutzung Einzelhandel ca. 5.000 qm Kultur Büro ca. 10.000 qm Umbau/Neubau BGF Summe ca. 22.000 qm 4. LUPENRÄUMEAbb.: ,,Fronhofer Galeria“ städtebauliche KennzahlenSeite 57 von 148 Seite 14Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept „Ein wichtiges Nutzungspotential der Fronhofer Galeria ist die bestehende Gebäudescheibe. Sie kann zeitgemäß gestaltet werden, z.B. durch Begrünung als Symbol für die Transformation der privaten und städtischen Infrastruktur der Innenstadt Bad Godesberg. Abb.: Gebäudescheibe, atmosphärische Darstellung o.M.,Abb.: Gebäudescheibe, atmosphärische Darstellung o.M. 4. LUPENRÄUMESeite 58 von 148 Seite 15Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept BESTANDSSITUATION Das bestehende Gebäude, das in den 60er Jahren errichtet wurde und eine Sägezahnstaffelung aufweist, erfüllt zwar funktional seinen Zweck, ist jedoch architektonisch wenig ansprechend gestaltet. Es trägt nicht zu einer ansprechenden städtebaulichen Gestaltung des umliegenden Platzraums bei. Insbesondere der Übergang zum Kurpark Bad Godesberg ist architektonisch unzureichend formuliert und lässt Raum für gestalterische Verbesserungen. PLANKONZEPT In der weiteren Planung ist es von großer Bedeutung, die Ränder des Stadtraums klar zu definieren. Der neue Solitär sollte flexibel auf die unterschiedlichen städtebaulichen Gegebenheiten reagieren und eine dynamische Mischung aus mehrstöckigen und einstöckigen Gebäuden bieten. In der Mitte des Ensembles befindet sich ein begrünter Innenhof, der als zentraler Treffpunkt für die Gemeinschaft dienen kann. Die Nachbarschaft zu den vorhandenen Villen am Kurpark sollte architektonisch ansprechend gestaltet werden, um eine harmonische Integration in die Umgebung zu gewährleisten. Der Sockelbereich des Gebäudes bietet Potenzial für öffentliche Funktionen wie eine Bibliothek und ein Restaurant, während in den oberen Etagen gewerbliche Nutzungen finden können. Im Bereich in Richtung Kurpark könnten frei finanzierte Wohnformen in Betracht gezogen werden. Die Nutzung der bestehenden Gebäudestruktur sollte in den detaillierten Planungsphasen sorgfältig geprüft werden, um Ressourcen effizient zu nutzen und Umweltauswirkungen zu minimieren. Lupenraum Am Fronhof Abb.: „Am Fronhof “ Luftbild bearbeitet GoogleEarth 4. LUPENRÄUMEAbb.: „Am Fronhof “ Schwarzplan, o.M.Seite 59 von 148 Seite 16Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept V 4. LUPENRÄUME Abb.: Überblendung Bebauungsplan / Planung, o.M. Prof. Heuchel Abb.: Grundstücke und Eigentümer o.M. Stadt Bonn PLANUNGSRECHT Der Baukörper befindet sich außerhalb der vorgesehenen Baugrenzen und überschreitet bis zu vier Vollgeschosse, was einem zusätzlichen Geschoss entspricht und grundsätzlich unzulässig ist. Die geplante Mischung aus verschiedenen Nutzungen entspricht prinzipiell der Ausweisung als Mischgebiet. Die grundlegende Konzeption des Baukörpers wird positiv bewertet. Allerdings müssten die Abweichungen vom geltenden Planungsrecht im Rahmen einer Anpassung der planungsrechtlichen Grundlagen berücksichtigt werden, um das planungsrechtliche Einvernehmen zu erlangen. FAZIT / AUSBLICK Die grundlegende Konzeption des Baukörpers wird im Planungsrecht positiv bewertet. Die neue architektonische Gestaltung und die Fassadengestaltung des Baukörpers erinnern an die Bautradition der 50er und 60er Jahre in Bad Godesberg, in der gestapelte Funktionen eine Nutzungsmischung darstellten. Die Interpretation der Farben, Materialien und Stilelemente aus dieser Zeit spielt eine entscheidende Rolle, um einen neuen Baustein zu entwickeln, der sich harmonisch in die Umgebung einfügt und zugleich an die historische Stadtbaukunst anknüpft. Die Stadt Bonn bot den Eigentümern des Lupenraums eine schriftliche Gelegenheit zur Information und Beteiligung an, um über die Möglichkeiten und Potenziale zu diskutieren. Leider blieb dieses Angebot im ersten Schritt unbeantwortet, was bedeutet, dass keine Rückmeldung oder Reaktion seitens der Eigentümer erfolgte.Seite 60 von 148 Seite 17Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept Abb.: „Am Fronhof“ städtebauliches Nutzungskonzept, Mai 2024 4. LUPENRÄUME Abb.: capattistaubach/O&O aus Masterplan Vorentwurf, Feb. 2023Seite 61 von 148 Seite 18Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept 4. LUPENRÄUMEAbb.: „Am Fronhof “ Lageplan o.M. Bestandsgebäude GrundstücksgrenzeSeite 62 von 148 Seite 19Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept 4. LUPENRÄUMEAbb.: „Am Fronhof“ 3 D Modell o.M. BestandsgebäudeSeite 63 von 148 Seite 20Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept Wohnen Gemeinschaftliche Nutzung Einzelhandel ca. 600 qm Kultur ca. 150 qm Büro ca. 1.800 qm Umbau/Neubau BGF Summe ca. 2.500 qm 4. LUPENRÄUMEAbb.: „Am Fronhof “ Städtebauliche KennzahlenSeite 64 von 148 Seite 21Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept „Der neue Baukörper Am Fronhof erinnert an die Bautradition der Nachkriegsmoderne der 50er und 60er Jahre in Bad Godesberg. Gestapelte Funktionen stellen einen funktionalen Nutzungsmischung dar." Abb.: Baukörper, atmosphärische Darstellung o.M. 4. LUPENRÄUMESeite 65 von 148 Seite 22Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept BESTANDSSITUATION Im Masterplanvorentwurf war ursprünglich ein einzelner Solitär entlang der Pfarrer-Minartz-Straße vorgesehen. Dieser Solitär wurde jedoch aus städtebaulichen Gesichtspunkten und zum Schutz des vorhandenen Baumbestandes verworfen. Stattdessen wurde eine Randbebauung entlang der Straße bevorzugt, die zugleich einen effektiven Schallschutz bietet. Die Bebauung rund um die St. Marien Kirche in Bad Godesberg zeichnet sich durch ihre Vielfalt aus und umfasst eine breite Palette von Baustilen aus verschiedenen Zeitepochen. Diese Gebäude gruppieren sich harmonisch um das Kirchengebäude und die Kapelle, die von einem erhaltenswerten Baumbestand umgeben sind. Die Pfarrer-Minartz-Straße bildet eine verbindende Achse zwischen den beiden Grundstücken, die nicht nur räumlich, sondern auch funktional miteinander in Beziehung stehen. Diese historische und bauliche Vielfalt schafft eine charakteristische Atmosphäre in diesem Stadtviertel und trägt zur Identität und dem kulturellen Erbe der Region bei. PLANKONZEPT Die übergeordnete Vision besteht darin, das bestehende Ensemble durch die Hinzufügung von zwei neuen Gebäuden zu erweitern und eine Nutzung zu entwickeln, die sich nahtlos in das städtische Umfeld integriert. Dabei ist vorgesehen, im Erdgeschoss Räumlichkeiten für den Gemeinbedarf anzubieten, insbesondere kirchliche Einrichtungen sowie zugehörige Wohnungen zu schaffen. In der weiteren Planung sollte der gesamte Bereich als eine Art Campus- Stadtstruktur konzipiert werden, in der verschiedene Nutzungen und Baukörper miteinander vernetzt sind. Dabei spielt der öffentliche Raum eine entscheidende Rolle als verbindendes Element für die Gemeinschaft. Die Nutzung der vorhandenen Baustruktur sollte in den detaillierten Planungsschritten besonders hinsichtlich Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft sorgfältig geprüft werden, um ressourceneffiziente Lösungen zu fördern und Umweltauswirkungen zu minimieren. Lupenraum An der St. Marien Kirche / Pfarrer-Minartz Straße Abb.: „St. Marien Kirche / Pfarrer-Minartz Straße“ Luftbild bearbeitet GoogleEarth ,, “ 4. LUPENRÄUME Abb.: „St. Marien Kirche / Pfarrer-Minartz Straße“ Schwarzplan, o.M.Seite 66 von 148 Seite 23Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept V 4. LUPENRÄUME Abb.: „St. Marien Kirche / Pfarrer-Minartz Straße“ Überblendung o.M. Abb.: Grundstücke und Eigentümer o.M. Stadt Bonn PLANUNGSRECHT Grundsätzlich entspricht das geplante Vorhaben hinsichtlich der Nutzungsarten den planungsrechtlichen Festsetzungen des zugrunde liegenden B-Plans, der Flächen für den Gemeinbedarf vorsieht. Es ist jedoch zu beachten, dass der Baukörper teilweise außerhalb der überbaubaren Grundstücksflächen liegt und ein Geh-, Fahr- und Leitungsrecht beeinträchtigt. Das Vorhaben befindet sich zwar innerhalb der überbaubaren Grundstücksflächen, entspricht jedoch weder der vorgesehenen Art der Nutzung noch der Geschossigkeit des B-Plans. Eine genauere Definition der wohnbaulichen Nutzungen wäre im weiteren Verfahren erforderlich. Eine reine Wohnnutzung in Form von nicht gebundenen Wohneinheiten kann jedoch ohne Anpassung des B-Plans nicht planungsrechtlich genehmigt werden. Aufgrund der Nähe des geplanten Neubaukomplexes zum Baudenkmal der St. Marien Kirche ist es erforderlich, die weiteren Schritte der Planung mit der Unteren Denkmalbehörde abzustimmen. Die Planung muss einem denkmalrechtlichen Erlaubnisverfahren unterliegen. FAZIT / AUSBLICK Im Hinblick auf das hier angedachte Vorhaben könnte grundsätzlich eine Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans in Erwägung gezogen werden. Hinsichtlich der geplanten Vorhaben kann das planungsrechtliche Einvernehmen hergestellt werden. Die Förderung von Nachhaltigkeit ist von großer Bedeutung für die Innenstadt. Dabei spielen Holzbauten, Grünflächen und eine sensible Einfügung in die Umgebung eine zentrale Rolle, wie es beim Campus an der St. Marien Kirche / Pfarrer-Minartz Straße angestrebt wird. Die Beteiligung erfolgte durch schriftliche Einladungen, Abstimmungstermine und Interviews. Dabei wurden erste Modellskizzen, Nutzungskonzepte und Möglichkeiten zur Umsetzung besprochen. Die Gespräche mit den Eigentümern zeigten, dass diese die Liegenschaft mittelfristig entwickeln möchten und sich eine zukünftige Zusammenarbeit mit dem Stadtteilarchitekten vorstellen können.Seite 67 von 148 Seite 24Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept Abb.: „St. Marien Kirche / Pfarrer-Minartz Straße“ städtebauliches Nutzungskonzept, Mai 2024 4. LUPENRÄUME Abb.: capattistaubach/O&O aus Masterplan Vorentwurf, Feb. 2023Seite 68 von 148 Seite 25Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept 4. LUPENRÄUMEAbb.: „St. Marien Kirche / Pfarrer-Minartz Straße“ Lageplan o.M. Bestandsgebäude GrundstücksgrenzeSeite 69 von 148 Seite 26Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept 4. LUPENRÄUMEAbb.: „St. Marien Kirche / Pfarrer-Minartz Straße“ 3D Modell o.M. BestandsgebäudeSeite 70 von 148 Seite 27Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept Wohnen ca. 3.800 qm Gemeinschaftliche Nutzung ca. 1.000 qm Einzelhandel Kultur Büro Umbau/Neubau BGF Summe ca. 4.800 qm 4. LUPENRÄUMEAbb.: „St. Marien Kirche / Pfarrer-Minartz Straße“ Städtebauliche Kennzahlen o.M. Bereich St. Marien KircheBereich Pfarrer-Minartz StraßeSeite 71 von 148 Seite 28Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept „Nachhaltigkeit ist für die Innenstadt wichtig. Holzbauten, Grün und die sensible Einfügung in die Umgebung sind zentrale Elemente des Campus an der St. Marien Kirche / Pfarrer-Minartz Straße." 4. LUPENRÄUME Abb.: An der Kirche, atmosphärische Darstellung o.M.Seite 72 von 148 Seite 29Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept 4. LUPENRÄUME Abb.: Holzbau, atmosphärische Darstellung o.M. Abb.: Erdgeschosszone, atmosphärische Darstellung o.M.Seite 73 von 148 Seite 30Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept BESTANDSSITUATION Im Rahmen der zukünftigen Entwicklungspläne für den Michaelplatz/Theaterplatz erwägt man einen schrittweisen Umbau der Pavillonbauten aus den 50er-Jahren. Dieser Umbau soll Platz für eine umfassende Neugestaltung schaffen. Die bestehenden Pavillonbauten, die seit den 50er-Jahren den Platzbereich prägen, führen dazu, dass das Gebäude am Rand des Platzraumes aufgrund ihrer Anordnung in den Hintergrund gedrängt wird und weniger zur Geltung kommen. PLANKONZEPT Die Stadtakzentuierung strebt die Schaffung eines zentralen Treffpunkts zwischen dem Burgberg und dem Kurpark an und bietet eine einzigartige Gelegenheit für eine zeitgemäße Umgestaltung der Innenstadt von Bad Godesberg. Ziel ist es, eine lebendige Lebensqualität inmitten der Stadt zu schaffen und einen Ort im Herzen von Bad Godesberg zu etablieren, der gerne besucht wird. Ein architektonischer Akzent soll durch den Umbau eines besonderen Gebäudes gesetzt werden, das das Theater als ein herausragendes Element des Platzes betont. Das Gebäude im östlichen Teil des Platzes könnte die Funktionen der bestehenden Pavillons im Erdgeschoss übernehmen. Dabei sollte es so gestaltet werden, dass es von der Fußgängerzone aus gut sichtbar ist und gleichzeitig den Bereich des Theaters hervorhebt. Die Nutzung der bestehenden Bausubstanz als Ressource zur Erreichung von Nachhaltigkeitszielen wird ebenfalls geprüft, insbesondere im Hinblick auf graue Energie und die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft. Lupenraum Michaelplatz Abb.: „Michaelplatz“ Luftbild bearbeitet GoogleEarth 4. LUPENRÄUMEAbb.: „Michaelplatz“ Schwarzplan, o.M.Seite 74 von 148 Seite 31Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept V 4. LUPENRÄUME Abb.: „Michaelplatz“ Überblendung Bebauungsplan o.M. Abb.: Grundstücke und Eigentümer o.M. Quelle Stadt Bonn PLANUNGSRECHT Das geplante Vorhaben erstreckt sich hauptsächlich über Teilbereiche innerhalb der überbaubaren Grundstücksflächen, jedoch liegt ein erheblicher Anteil in Bereichen, die als Grünanlage ausgewiesen sind. Darüber hinaus überschreitet die geplante Gebäudehöhe von vier Vollgeschossen die ursprüngliche Festlegung von nur einem Geschoss. Die Abweichungen sind also erheblich und betreffen sowohl die Flächennutzung als auch die Bauhöhe. Was den vorgesehenen Nutzungsmix betrifft, könnte grundsätzlich eine Übereinstimmung mit den Planvorgaben erzielt werden, jedoch müssen die erheblichen Abweichungen im Hinblick auf Flächen- und Geschossnutzung sorgfältig geprüft und bewertet werden. Aufgrund der Nähe des geplanten Umbau/Neubaukomplexes zum Schauspielhaus ist es erforderlich, die weiteren Schritte der Planung mit der Unteren Denkmalbehörde abzustimmen. Die Planung muss einem denkmalrechtlichen Erlaubnisverfahren unterliegen. FAZIT / AUSBLICK Ein Umbau oder Neubau könnte dazu führen, dass die Sockelzone des Gebäudes großzügig zum Platz hin geöffnet wird, wodurch eine direkte Verbindung und Interaktion mit dem Michaelplatz entstünde. Die Fassade des Gebäudes könnte durch die Integration von Theaterbalkonen gestaltet werden, die nicht nur eine ästhetische Bereicherung darstellen, sondern auch die funktionale Rolle des Gebäudes als Teil des Theaters am Michaelplatz unterstreichen. Dadurch erfüllt das Gebäude seine städtebauliche Aufgabe und trägt zur Belebung und Attraktivität des Platzes bei. Das geplante Vorhaben erfordert eine Anpassung des bestehenden Bebauungsplans, da das planungsrechtliche Einvernehmen ohne diese Anpassung nicht erzielt werden kann.Seite 75 von 148 Seite 32Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept Abb.: „Michaelplatz“ “ städtebauliches Nutzungskonzept, Mai 2024 4. LUPENRÄUME Abb.: capattistaubach/O&O aus Masterplan Vorentwurf, Feb. 2023Seite 76 von 148 Seite 33Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept 4. LUPENRÄUMEAbb.: „Michaelplatz“ Lageplan o.M. Bestandsgebäude GrundstücksgrenzeSeite 77 von 148 Seite 34Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept 4. LUPENRÄUMEAbb.: „Michaelplatz“ 3 D Modell o.M. BestandsgebäudeSeite 78 von 148 Seite 35Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept Wohnen ca. 1.300 qm Gemeinschaftliche Nutzung Einzelhandel ca. 430 qm Kultur Büro Umbau/Neubau BGF Summe ca. 1.730 qm 4. LUPENRÄUMEAbb.: „Michaelplatz“ Städtebauliche Kennzahlen o.M.Seite 79 von 148 Seite 36Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept „Eine Sockelzone öffnet sich zum Michaelplatz. Balkone und Pergolen prägen die Fassade. Das Gebäude erfüllt eine städtische Aufgabe am Michaelplatz. " 4. LUPENRÄUME Abb.: Fassade am Michaelplatz, atmosphärische Darstellung o.M.Seite 80 von 148 Seite 37Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept BESTANDSSITUATION Das Theater Bonn Schauspielhaus in Bad Godesberg spielt eine wichtige Rolle bei der Stärkung der kulturellen Funktion der Innenstadt. Dabei wird die vorhandene Bausubstanz aus den 60er Jahren als wertvolle Ressource genutzt, um die Ziele im Bereich Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit zu erreichen. Durch eine sorgfältige und nachhaltige Umsetzung, auch von kleineren Vorhaben, wird sichergestellt, dass das Schauspielhaus auch in Zukunft ein Ort der Inspiration und des kulturellen Austauschs bleibt. Die geplante Nutzung der bestehenden Bausubstanz und die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten tragen dazu bei, dass das Theater eine nachhaltige und umweltfreundliche kulturelle Institution in der Innenstadt von Bad Godesberg bleibt. PLANKONZEPT Das Theater Bonn Schauspielhaus in Bad Godesberg plant die Entwicklung eines neuen Cafés mit Außengastronomie am Übergang zum Kurpark im Süden. Hierbei wird angestrebt, die bestehende Villa und den Pavillon umzunutzen und entsprechend umzugestalten. Diese Räumlichkeiten sollen so angepasst werden, dass sie ausreichend Platz für Schauspieler, Besucher und Veranstaltungen wie Lesungen bieten. Diese Maßnahmen sollen eine lebendige Atmosphäre schaffen und es dem Theater ermöglichen, seine Aktivitäten über die Bühne hinaus auszudehnen. Das geplante Café wird somit nicht nur ein Ort der Entspannung und des Genusses für Besucher des Kurparks sein, sondern auch ein kultureller Treffpunkt, der die Verbindung zwischen dem Theater und der Gemeinschaft weiter stärkt. Lupenraum Theater Bonn/ Schauspielhaus Abb.: „Theater Bonn/ Schauspielhaus“ Luftbild bearbeitet GoogleEarth 4. LUPENRÄUMEAbb.: „Theater Bonn/ Schauspielhaus“ Schwarzplan, o.M.Seite 81 von 148 Seite 38Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept V 4. LUPENRÄUME Abb.: .: „Theater Bonn/ Schauspielhaus“ Überblendung Bebauungsplan o.M. Abb.: Grundstücke und Eigentümer o.M. Quelle Stadt Bonn PLANUNGSRECHT Das geplante Vorhaben erstreckt sich ausschließlich über Teilbereiche innerhalb der überbaubaren Grundstücksflächen und betrifft insbesondere die Umwandlung eines Teils der bestehenden Bausubstanz. Die vorgesehene Nutzung als Café ist grundsätzlich im Einklang mit den Planvorgaben und bietet eine positive Möglichkeit zur Belebung des öffentlichen Raums und der Platzfläche. Es wäre jedoch ratsam, dass der Bauherr enge Absprachen mit den derzeitigen Nutzern, insbesondere in Bezug auf den Pavillon, trifft, um sicherzustellen, dass die geplanten Veränderungen keine Konflikte mit den bestehenden Nutzungen verursachen. FAZIT / AUSBLICK Das neue Theatercafé und die großzügige Platzfläche stellen einen bedeutenden Übergang zwischen dem Kurpark und der Innenstadt von Bad Godesberg dar. Sie bieten eine einladende Fläche für Besucher und Spaziergänger. Dieses Café wird nicht nur ein Ort der Entspannung für Besucher und Spaziergänger sein, sondern auch als lebendiger Kulturort dienen, der die enge Verbindung zwischen dem Theater und dem Kurpark stärkt. Das Café ermöglicht es dem Schauspielhaus, sich stärker in die Gemeinschaft einzubringen und eine vielseitige, ansprechende Umgebung zu schaffen, die nicht nur als Treffpunkt, sondern auch als kultureller Anziehungspunkt dient. Dieser Schritt trägt zur Stärkung der Bindung zwischen dem Theater und der Gemeinschaft bei und bereichert das kulturelle Leben in Bad Godesberg. Abb.: Ansicht Kaiserstraße 4Seite 82 von 148 Seite 39Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept 4. LUPENRÄUMEAbb ,,Theater Bonn/ Schauspielhaus“ 3 D Modell o.M. BestandsgebäudeSeite 83 von 148 Seite 40Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept 4. LUPENRÄUMEAbb.: „Theater Bonn/ Schauspielhaus“ Kennzahlen Gemeinschaftliche Nutzung ca. 400 qm Kultur Umbau/Neubau BGF Summe ca. 400 qm Theatercafé mit AußengastronomieSeite 84 von 148 Seite 41Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept „Das neue Theatercafé wird ein wichtiger Übergang zwischen dem Kurpark und der Innenstadt von Bad Godesberg. Es schafft eine Platzfläche für die Besucher." 4. LUPENRÄUME Abb.: Blick auf das Theatercafé, atmosphärische Darstellung o.M.Seite 85 von 148 Seite 42Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept BESTANDSSITUATION Die aktuelle Bebauung am Aennchenplatz und die Struktur innerhalb der Arcadia Passage zeigen eine gewisse Uneinheitlichkeit. Es gibt eine Vielzahl von verschiedenen Passagen und Durchgängen, was dazu führt, dass keine klare räumliche Ordnung entsteht. Besonders im nördlichen Teil der Arcadia-Passage sind viele Ladenlokale leerstehend, was einen vernachlässigten Eindruck vermittelt. Trotz der bestehenden Ordnungspartnerschaft gibt es bei zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern ein subjektives Unsicherheitsgefühl in Teilen der Bad Godesberger Innenstadt. Die überdachte Einkaufspassage und die umfassende Überbauung des Geländes entsprechen nicht der Vision einer offenen und durchlässigen Stadt. PLANKONZEPT Bei der Neugestaltung des Aennchenplatzes ist es entscheidend, die bestehende Parzellierung zu berücksichtigen und städtebauliche Kanten zum Fußgängerbereich zu schaffen. Ziel sollte sein, den Aennchenplatz zu einem bedeutenden Ort in Godesberg wiederzubeleben. Dazu gehört ein ausgewogenes Gastronomieangebot auf dem Platz, mehr Grünflächen und Sitzbänke entlang der Straße sowie die Sanierung und Pflege des Platzes. Die Neugestaltung sollte insgesamt darauf abzielen, eine harmonische und lebendige Umgebung zu schaffen, die den Bedürfnissen der Bewohner und Besucher von Bad Godesberg gerecht wird und gleichzeitig das historische Erbe der Stadt respektiert. Die Belebung des Platzraumes wird sich positiv auf die Arcadia-Passage auswirken. Diese sollte saniert und mit hochwertigen Einzelhandelsgeschäften belebt werden, um die Attraktivität zu steigern. Die Vielfalt der Geschäfte sollte gefördert werden, um das Interesse der Besucher zu erhöhen. Die umfassende Erneuerung sollte auch den Aufgang zur Godesburg berücksichtigen, indem er freigestellt wird, um die Sicht auf den Platz zu öffnen. Die Wege zur Godesburg sollten besser beleuchtet werden, um die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten. Lupenraum Aennchenplatz / Arcadia Passage Abb.: ,,Aennchenplatz und Arcadia Passage“ Luftbild bearbeitet GoogleEarth 4. LUPENRÄUMEAbb.: ,,Aennchenplatz und Arcadia Passage“ Schwarzplan, o.M.Seite 86 von 148 Seite 43Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept V 4. LUPENRÄUME Abb.:,,Aennchenplatz und Arcadia Passage“Bebauungsplan o.M Abb.: Grundstücke und Eigentümer o.M. Umbauvorschlag Arcadia Passage Quelle: Architekt Rübsamen PLANUNGSRECHT Basierend auf den Erkenntnissen und Diskussionen während der 3. Leitbildkonferenz wird ein Aufwertungs- und Nutzungskonzept für die Arcadia- Passage entwickelt. Dieses Konzept wird in weiteren Schritten erarbeitet, wobei das Integrierte Stadtteilentwicklungskonzept als Leitfaden dient. Die einzelnen Maßnahmen des Masterplans für den öffentlichen Raum in der Innenstadt von Bad Godesberg sollten auch den Aennchenplatz betreffen und werden schrittweise umgesetzt, um die Ziele und Visionen für die Entwicklung des Stadtteils zu realisieren. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, die Attraktivität und Lebensqualität in Bad Godesberg zu steigern und die Innenstadt zu ein. FAZIT / AUSBLICK Die Notwendigkeit einer Neugestaltung ist offensichtlich, um eine verbesserte räumliche Organisation zu schaffen, Leerstände zu reduzieren und das subjektive Sicherheitsgefühl in der Gemeinschaft zu steigern. Diese Veränderungen sollen dazu beitragen, die Innenstadt von Bad Godesberg attraktiver und lebendiger zu gestalten. Diese Umgestaltung des Platzbereichs am Aennchenplatz soll belebende Impulse für die Arcadia Passage setzen, um die gesamte Umgebung aufzuwerten und attraktiver zu gestalten.Seite 87 von 148 Seite 44Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept 4. LUPENRÄUMEAbb.: ,,Aennchenplatz und Arcadia Passage“ Lageplan o.M. BestandsgebäudeSeite 88 von 148 Seite 45Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept 4. LUPENRÄUMEAbb.: „ Aennchenplatz und Arcadia Passage“ 3D Modell o.M. BestandsgebäudeSeite 89 von 148 Seite 46Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept Wohnen ca. 300 qm Gemeinschaftliche Nutzung Einzelhandel Kultur Büro Umbau/Neubau BGF Summe ca. 300 qm 4. LUPENRÄUMEAbb.: „ Aennchenplatz und Arcadia Passage“ Städtebauliche Kennzahlen o.M. „Der Aennchenpatz und die Arcadia Passage werden weiterhin von Giebelhäusern umrahmt. Das Erdgeschoss ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Der neue Platzbereich am Aennchenplatz gibt belebende Impulse für die Arcadia Passage." Abb.:atmosphärische Darstellung o.M.Seite 90 von 148 Seite 47Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept Lupenraum Moltkeplatz Abb.: ,,Moltkeplatz“ Luftbild bearbeitet GoogleEarth 4. LUPENRÄUMEAbb.: ,,Moltkeplatz“ Schwarzplan, o.M. BESTANDSSITUATION Der Lupenraum Moltkeplatz ist ein einzigartiges Ensemble von Gebäuden, das auf historischen Parzellen errichtet wurde. Dieses Ensemble erzählt die faszinierende Geschichte der Steine und Farben, die im Laufe der Zeit auf diesem Grundstück verwendet wurden. Die Nähe zur ehemaligen Synagoge verleiht diesem Grundstück eine zusätzliche besondere Bedeutung. PLANKONZEPT Der Lupenraum am Moltkeplatz ist ein pulsierender Wohnkomplex, der die reiche Geschichte seiner Umgebung in sich trägt. In enger Zusammenarbeit mit den Anwohnern wird hier eine einzigartige städtische Oase geschaffen. Der einst versiegelte Innenhof wird in einen grünen Begegnungsort verwandelt. Durchdachte Raumgestaltung und offene Durchgänge ermöglichen es den Bewohnern, diesen Raum in zu erleben. Hohe Bäume bieten angenehmen Schatten, versiegelte Flächen werden aufgebrochen, um Platz für Wasserflächen und Kinderspielbereiche zu schaffen. Die Fassaden des Gebäudes sind von der umliegenden Umgebung inspiriert und erinnern an die einstige Gemeinschaft, die an diesem Ort gelebt hat. Die Fassade am Moltkeplatz spiegelt die lebendige städtische Atmosphäre wider und belebt das Erdgeschoss mit gastronomischen Einrichtungen, die den Platz zum Leben erwecken. Gleichzeitig bewahrt das Gebäude seine historische Fassade und schafft so eine Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Der Lupenraum am Moltkeplatz wird zu einem Ort des Dialogs, an dem Vergangenheit und Gegenwart miteinander in Kontakt treten.Seite 91 von 148 Seite 48Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept 4. LUPENRÄUME Abb.: ,,Moltkeplatz“ Überblendung Bebauungsplan o.M. Abb.: Grundstücke und Eigentümer o.M. Stadt Bonn PLANUNGSRECHT Das geplante Vorhaben befindet sich, soweit aus den verfügbaren Informationen ersichtlich, innerhalb der zulässigen Baugrenzen und überschreitet die zulässige Geschossigkeit lediglich um ein Geschoss. Da die geplante Nutzung Wohnungen umfasst und diese allgemein im Bauplan zulässig sind, kann das Vorhaben im Hinblick auf die Nutzung als Bauplan-konform betrachtet werden. FAZIT / AUSBLICK Das geplante Vorhaben am Moltkeplatz ist charakterisiert durch individuelle Gebäude, die die umgebende Stadtlandschaft interpretieren und sich um einen gemeinsamen grünen Innenhof gruppieren. Diese Architektur spiegelt die Vielfalt und Einzigartigkeit der Stadtgemeinschaft am Moltkeplatz wider und schafft einen ansprechenden Innenraum für die Bewohner und ihre Besucher. In Bezug auf das Planungsrecht könnte dem Vorhaben grundsätzlich das planungsrechtliche Einvernehmen erteilt werden. Die Beteiligung der zahlreichen Eigentümerinnen erfolgte durch schriftliche Einladungen, Abstimmungstermine und Interviews. Dabei wurden erste Modellskizzen, Nutzungskonzepte und Möglichkeiten zur Umsetzung besprochen. Die Gespräche mit den Eigentümern zeigten, dass diese die Liegenschaft mittelfristig gemeinsam entwickeln möchten und sich eine zukünftige Zusammenarbeit mit dem Stadtteilarchitekten vorstellen können.Seite 92 von 148 Seite 49Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept Abb.: „Moltkeplatz“ städtebauliches Nutzungskonzept, Mai 2024 4. LUPENRÄUME Abb.: capattistaubach/O&O aus Masterplan Vorentwurf, Feb. 2023Seite 93 von 148 Seite 50Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept 4. LUPENRÄUMEAbb.: „Moltkeplatz“ Lageplan o.M.Seite 94 von 148 Seite 51Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept 4. LUPENRÄUMEAbb.: „Moltkeplatz“ 3 D Modell o.M. BestandsgebäudeSeite 95 von 148 Seite 52Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept Wohnen ca. 2.300 qm Gemeinschaftliche Nutzung Einzelhandel ca. 700 qm Kultur Büro ca. 250 qm Umbau/Neubau BGF Summe ca. 3.250 qm 4. LUPENRÄUMEAbb.: „Moltkeplatz“ Städtebauliche Kennzahlen o.M.Seite 96 von 148 Seite 53Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept Abb.: „Synagoge Moltkeplatz“ Quelle Wikipedia Die Synagoge wurde 1849/50 erbaut und 1938 von den Nationalsozialisten zerstört. Sie befand sich an der Oststraße (bis 1892 Synagogengasse). Abb.: Standort alte Synagoge, Ortsbegehung Prof. Heuchel „Die Nähe zur ehemaligen Synagoge verleiht dem Grundstück eine besondere Bedeutung. Die Fragmente der Synagoge werden als geschichtsträchtiger Ort betrachtet. Die Identifizierung der Lage und historische Abbildungen dienen als Grundlage für eine künstlerische Auseinandersetzung. Ein Bodenrelief könnte die Erinnerung an die Vergangenheit bewahren und gleichzeitig neue Perspektiven für die Zukunft eröffnen.Seite 97 von 148 Seite 54Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept 4. LUPENRÄUME Abb.: Likörfabrik, Bestandsfassade Ortsbegehung Prof. Heuchel „Das Grundstück bewahrt die historische Fassade der Likörfabrik. Hier wird Wohnen zu einem Dialog zwischen den Generationen, ein Ort, an dem Vergangenheit und Gegenwart miteinander Kontakt aufnehmen.“ Abb.: Haus, atmosphärische Darstellung o.M.Seite 98 von 148 Seite 55Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept 4. LUPENRÄUME Abb.: Haus, atmosphärische Darstellung o.M.Abb.: Haus, atmosphärische Darstellung o.M.Seite 99 von 148 Seite 56Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept 4. LUPENRÄUME Abb.: Haus, atmosphärische Darstellung o.M. Abb.: Haus, atmosphärische Darstellung o.M. „Die Fassade am Moltkeplatz, spiegelt die städtische Atmosphäre wider- Das Erdgeschoss wird mit Gastronomie zum Platzraum belebt. Vier Obergeschosse und ein prägendes Dach beherbergen Wohnungen.“Seite 100 von 148 Seite 57Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept 4. LUPENRÄUME Abb.: Innenhof, atmosphärische Darstellung o.M.Abb.: Innenhof, atmosphärische Darstellung o.M. „Die Stadtgemeinschaft am Moltkeplatz wird durch individuelle Gebäude repräsentiert, die die städtische Umgebung interpretieren und sich um einen gemeinsamen grünen Hof gruppieren."Seite 101 von 148 Seite 58Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept BESTANDSSITUATION Obwohl bereits eine Ordnungspartnerschaft besteht, empfinden viele Bürgerinnen und Bürger ein erhebliches subjektives Unsicherheitsgefühl in diesem Bereich. Die Lage der Grundstücke 1098 und 1097 am Kurpark bieten Potenziale für eine städtebauliche Nutzung des Hubertinumshofs. Im Rahmen einer ganzheitlichen Strategie arbeiten die verschiedenen Grundstückseigentümer gemeinsam an einem energieeffizienten Ansatz für die Weiterentwicklung des Blocks. Die Entfernung von An- und Einbauten eröffnet nicht nur die Möglichkeit zur Schaffung von grünen Bereichen in unmittelbarer Nähe der Wohnungen, sondern unterstützt auch den energetischen Umbau des Blocks. PLANKONZEPT Die vorhandenen Gebäude könnten als markante Symbole dienen und die gesamte Maßnahme visuell repräsentieren. Neue Gebäude auf den Grundstücken 1096/1097 ergänzen den Innenraum des Hubertinumshofs und den bestehenden Gebäudebestand. In unmittelbarer Nähe zum historischen Baumbestand entsteht eine attraktive Platzkante, die Alt- und Neubau miteinander verbindet. Die Lage am Kurpark bietet Potenzial für verschiedene urbane Nutzungen. In diese Umgebung eingebettet, sollen ergänzende Funktionen für den Gesundheitssektor angeboten werden, wie ein Reha-Zentrum und Therapieräume. Diese Einrichtungen sollen zur Belebung des Innenhofs beitragen. Durch die Vielfalt der Geschossigkeiten entsteht ein dynamisches Bild, das von mehrstöckigen Gebäuden bis hin zu einstöckigen Bauten reicht. Im Zentrum dieses Ensembles befindet sich ein öffentlicher, begrünter Innenhof, der als zentraler Treffpunkt und Rückzugsort dient. Die Lage am Kurpark eröffnet Potenzial für urbane Nutzungen und soll auch das Wohnen möglich machen. Lupenraum Hubertinumshof Abb.: „Hubertinumshof“ Luftbild bearbeitet GoogleEarth Abb.: Schwarzplan, o.M. 4. LUPENRÄUMEAbb.: „Hubertinumshof“ Schwarzplan, o.M.Seite 102 von 148 Seite 59Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept V 4. LUPENRÄUME Abb.: „Hubertinumshof“ Überblendung Bebauungsplan o.M. Abb.: Grundstücke und Eigentümer o.M. Stadt Bonn PLANUNGSRECHT Die baurechtlichen Belange des Hubertinumshofs legen den Rahmen für vielfältige Nutzungsmöglichkeiten fest. Verschiedene Eigentümer, darunter die Stadt Bonn, Unternehmen und private Einzelpersonen, sind Teil dieses Gefüges und halten sich an mittlere Geschossflächen- und Grundflächenzahlen. Das Vorhaben befindet sich größtenteils innerhalb überbaubarer Grundstücksflächen, weicht jedoch hinsichtlich der geplanten Geschossanzahl von den Vorgaben des Bebauungsplans ab. Eine fünfgeschossige Bebauung entlang der öffentlichen Straßen wie der Löbestraße oder der Koblenzer Straße wird städtebaulich positiv bewertet. Der vorgesehene Nutzungsmix wird grundsätzlich in Einklang mit den örtlichen Gegebenheiten gesehen. Das planungsrechtliche Einvernehmen kann dem Vorhaben ohne entsprechende Anpassung des Bebauungsplans nicht erteilt werden. FAZIT / AUSBLICK Die Idee eines städtischen Blocks mit klar definierten äußeren Grenzen und einem lebendigen Inneren spiegelt die Vorstellung einer einladenden Gemeinschaft wider. Die bestehende Parzellierung der Grundstücke wird berücksichtigt und in ein Gesamtkonzept integriert, das verschiedene Zugänge zum Innenhof ermöglicht. Ein neues Eckgebäude dient als attraktiver Eingang und schafft eine lebendige Arbeitswelt, die Impulse für die weitere Entwicklung liefert. Ein besonderer Baukörper im Hubertinumshof betont die grüne Umgebung und fügt sich harmonisch in die Umgebung ein. Die Beteiligung der Eigentümer/innen erfolgte durch schriftliche Einladungen, Abstimmungstermine und Interviews. Dabei wurden erste Modellskizzen, Nutzungskonzepte und Möglichkeiten zur Umsetzung besprochen. Die Gespräche mit den Eigentümern/innen zeigten, dass diese die Liegenschaft mittelfristig gemeinsam entwickeln möchten und sich eine zukünftige Zusammenarbeit mit dem Stadtteilarchitekten vorstellen können.Seite 103 von 148 Seite 60Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept Abb „Hubertinumshof“ städtebauliches Nutzungskonzept, Mai 2024 4. LUPENRÄUME Abb.: capattistaubach/O&O aus Masterplan Vorentwurf, Feb. 2023Seite 104 von 148 Seite 61Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept 4. LUPENRÄUMEAbb.: „Hubertinumshof“ Lageplan o.M. Bestandsgebäude GrundstücksgrenzeSeite 105 von 148 Seite 62Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept 4. LUPENRÄUMEAbb.: „Hubertinumshof“ 3D Modell o.M. BestandsgebäudeSeite 106 von 148 Seite 63Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept Gemeinschaftliche Nutzung Einzelhandel Kultur Büro ca. 4.200 qm Umbau/Neubau BGF Summe ca. 8.200 qm 4. LUPENRÄUMEAbb.: „Hubertinumshof“ Städtebauliche Kennzahlen o.M. Wohnen ca. 4.000 qmSeite 107 von 148 Seite 64Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept „Ein neues Eckgebäude dient es als attraktiver Eingang und schafft eine lebendige Arbeitswelt, die Impulse für die weitere Entwicklung liefert." 4. LUPENRÄUME Abb.: Eckgebäude, atmosphärische Darstellung o.M. Abb.: Eingangsbereich, atmosphärische Darstellung o.M.Seite 108 von 148 Seite 65Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept „Ein besonderer Baukörper mit unterschiedlichen Wohnformen im Innern des Hubertinumshof betont die grüne Umgebung.“ 4. LUPENRÄUME Abb.: Erdgeschosszone, atmosphärische Darstellung o.M. Abb.: Haus im Hof, atmosphärische Darstellung o.M.Seite 109 von 148 Seite 66Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept BESTANDSSITUATION Das vorhandene Gebäude zeigt derzeit eine abschirmende Wirkung gegenüber dem angrenzenden Villenviertel und der Rheinallee. Im Zuge einer geplanten verkehrsplanerischen Umgestaltung des städtebaulichen Umfelds könnte ein Neubau dazu beitragen, die städtebauliche Situation entlang der Rheinallee zu klären. Hierbei ist es wichtig, in der weiteren Planung gemeinsam mit dem Grundstückseigentümer eine umfassende Strategie zu erarbeiten, die die Bedürfnisse der Gemeinschaft und die städtebaulichen Anforderungen berücksichtigt. In einer Stellungnahme des Vereins für Heimatpflege Bad Godesberg wird auf die Bedeutung eines sensiblen Umgangs mit dem Ortsbild hingewiesen. Der Verein betont, dass die gerundete Form des Altbaus, der vom Architekten Willy Maß entworfen wurde, nach ihrer Auffassung keine schützenswerte Gestalt darstellt. PLANKONZEPT Das Gebäude der Sparkasse Köln/Bonn sollte eine zentrale Rolle als Symbol für die Gesamtmaßnahme und als Schnittstelle zum angrenzenden Villenviertel spielen. Es wäre wünschenswert, die historischen Villen in das städtebauliche Konzept zu integrieren, indem ihre Struktur und Sichtachsen berücksichtigt werden. Zu diesem Zweck könnte der Baukörper aus verschiedenen Bauteilen bestehen, die die städtebauliche Vielfalt des Villenviertels widerspiegeln. Besonders entlang der Rheinallee bietet sich die Gelegenheit, den Stadteingang im Osten stärker zu betonen und gestalterisch zu akzentuieren. Aufgrund seiner prominenten Lage an der Rheinallee könnten kommerzielle Nutzungen wie ein Bürohaus oder Ärztehaus in Erwägung gezogen werden. Im Erdgeschoss könnte in Verbindung mit dem Platzraum und dem Busbahnhof ein Mobilitätshub eingerichtet werden, um die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr zu verbessern. Die Nutzung der vorhandenen Baustruktur sollte im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft in den detaillierten Planungsschritten sorgfältig geprüft werden, um Ressourceneffizienz und Umweltschutz zu fördern. Lupenraum Rheinallee 4. LUPENRÄUME Abb.: „Rheinallee“ Luftbild bearbeitet GoogleEarth Abb.: „Rheinallee“ Schwarzplan, o.M.Seite 110 von 148 Seite 67Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept 4. LUPENRÄUMEAbb.: Grundstücke und Eigentümer o.M. Stadt Bonn Abb.: „Rheinallee“ Überblendung Bebauungsplan o.M. PLANUNGSRECHT Die beiden geplanten Vorhaben, bestehend aus einem Anbau an den Bestand sowie einem Solitär, passen in Bezug auf ihre Art, Bauweise und überbaubare Grundstücksflächen grundsätzlich gut in die umliegende Umgebung. Es sind jedoch einige Bedenken hinsichtlich des Maßes der baulichen Nutzung und der Geschossigkeit zu beachten. Zum einen gibt es in der näheren Umgebung kein vergleichbar hohes Gebäude wie den Solitär, was eine Herausforderung darstellen könnte. Zum anderen ist die geplante Ausdehnung des Anbaus in drei- bzw. zweigeschossiger Bauweise in die rückwärtigen Grundstücksbereiche bisher einzigartig und besitzt keine direkten Vorbilder. Grundsätzlich könnte das planungsrechtliche Einvernehmen für beide Vorhaben gemäß den Bestimmungen des § 34 des Baugesetzbuches (BauGB) ausgesprochen werden, jedoch erfordert die Anzahl der Vollgeschosse eine detaillierte Abstimmung im Einzelfall. Auf die Baufluchten ist zu achten. Aufgrund der unmittelbaren Nähe der Neubauten zu den vorhanden denkmalgeschützten Baudenkmälern Clara-Fex-Gymnasium und Pavillon in der Umgebung ist es erforderlich, die weiteren Schritte der Planung mit der Unteren Denkmalbehörde abzustimmen. Die Planung muss einem denkmalrechtlichen Erlaubnisverfahren unterliegen. FAZIT / AUSBLICK Hochwertige bauliche Nutzungen tragen zur Aufwertung des Platzes an der Rheinallee bei. Eine intensivere funktionale Nutzung der Platzkante zur Rheinallee hin kann den Platz auch in den Abendstunden und nachts beleben und ein positives Sicherheitsgefühl schaffen. Die neuen Gebäude bieten zudem Möglichkeiten für Ausblicke in die grünen Bereiche der Nachbarschaft sowie über den neuen Platzraum in die Innenstadt.Seite 111 von 148 Seite 68Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept Abb „Rheinallee“ städtebauliches Nutzungskonzept, Mai 2024 4. LUPENRÄUME Abb.: capattistaubach/O&O aus Masterplan Vorentwurf, Feb. 2023Seite 112 von 148 Seite 69Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept 4. LUPENRÄUMEAbb.: „Rheinallee“ Lageplan o.M, GrundstücksgrenzeSeite 113 von 148 Seite 70Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept 4. LUPENRÄUMEAbb.: „Rheinallee“ 3 D Modell o.M.Seite 114 von 148 Seite 71Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept Gemeinschaftliche Nutzung Einzelhandel Kultur Büro ca. 4.600 qm Umbau/Neubau BGF Summe ca. 6.100 qm 4. LUPENRÄUMEAbb.: „Rheinallee“ Städtebauliche Kennzahlen o.M. Wohnen ca. 1.500 qmSeite 115 von 148 Seite 72Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept „Hochwertige Nutzungen bereichern den Platz an der Rheinallee. Im Gebäude bieten sich Ausblicke in die grünen Bereiche der Nachbarschaft und über den neuen Platzraum in die Innenstadt." 4. LUPENRÄUME Abb.: Kopfbau, atmosphärische Darstellung o.M.Seite 116 von 148 Seite 73Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept 4. LUPENRÄUME Abb.: Fuge Eingang, atmosphärische Darstellung o.M. Abb.: Erdgeschosszone, atmosphärische Darstellung o.M.Seite 117 von 148 Seite 74Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept Bundesstadt Bonn, Stadtplanungsamt Ortsteilplanung Beuel, Bad Godesberg Stadthaus, Berliner Platz 2, 53111 Bonn URBANLUST GmbH Prof. Christian Heuchel Justinianstraße 16, 50679 Köln Team Helena Feldmann Fischer, Defne Saylan, Ziyu Zhao, Julia Rosenbaum, Martin Bachem, Simon Schnittker Köln, im Juni 2024 5. IMPRESSUM Die in dieser Broschüre dargestellten Abbildungen, sofern nicht anders angegeben, sind im Besitz der Stadt Bonn oder von Prof. Christian Heuchel. Sie dürfen nur mit Genehmigung verwendet werden.Seite 118 von 148 Innenstadt Bad Godesberg STÄDTEBAULICHES NUTZUNGSKONZEPT ÜBERARBEITUNG ANLAGE ZU DS-Nr. 241097-02Seite 119 von 148 Seite 2Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept Die Bad Godesberger Innenstadt weist in vielen Bereichen unzeitgemäße Grünflächen, Wegen und Plätzen auf. Die Bebauung ist heterogen. Die öffentlichen Plätze und Eingänge in die Fußgängerzone sind wenig einladend. Besonders für Besucher*innen, die vom Bahnhof, Kurpark oder der Kurfürstlichen Zeile kommen, wirkt die Fußgängerzone abgeschottet und wenig zugänglich. Die Blockinnenbereiche sind dicht bebaut. Aufgrund der hohen Versiegelung in der Innenstadt gibt es im Sommer eine hohe Hitzebelastung. Das städtebauliche Nutzungskonzept hat das Ziel, Private in die Innenstadtaufwertung einzubeziehen und neue Nutzungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Bis 2024 wird eine umfassende städtebauliche Betrachtung für die Bad Godesberger Innenstadt entwickelt, basierend auf dem Masterplanvorentwurf für den öffentlichen Raum. In Bad Godesberg werden Umweltaspekte und moderne Stadtbedürfnisse vereint, wobei die Blau Grüne Infrastruktur eine wichtige Rolle spielt. Diese Broschüre enthält Informationen zu ausgewählten Lupenbereichen in der Innenstadt von Bad Godesberg und bietet Empfehlungen für den Stadtteilarchitekten, um gemeinsam mit den Bewohnern die Innenstadt zu stärken. Masterplan Der Masterplan schlägt eine nachhaltige Stadterneuerung für die Innenstadt Bad Godesberg vor. Der ganzheitliche Dialog zwischen Architektur und Grünflächen wird gestärkt. Die städtebaulichen und freiraumplanerischen Regeln berücksichtigen bestehende Bebauungspläne und deren baulichen Bestimmungen. Diese Regeln definieren öffentliche und private Räume, Plätze und Straßen, und sie fördern die architektonische Gestaltung. Die Lupenräume sollen ein einzigartiges Konzept für die Innenstadt Bad Godesberg ermöglichen. Dabei sollen die verschiedenen Bauepochen und Atmosphären nebeneinander existieren. Das Konzept strebt eine vielfältige Nutzung der Innenstadt an, die Wohnen, Dienstleistungen, Handel, Kultur und Gastronomie miteinander verbindet. Blau Grüne Infrastruktur In modernen Innenstädten ist die Verbesserung der ökologischen Bedingungen ein wichtiges städtebauliches Ziel. Dies trägt dazu bei, das Leben in belebten Innenstädten attraktiver zu gestalten. Eine Stadt sollte ein breites Angebot an Wohnraum, Einzelhandel und kulturellen Möglichkeiten bieten, das zukunftsfähig ist. Um dieses Ziel zu erreichen, sind Anpassungen in schwierigen städtebaulichen Bereichen notwendig. Straßen und Straßenzüge müssen attraktiv gestaltet, begrünt und hochwertig ausgestattet werden. Die Schaffung einer Blau Grünen Infrastruktur kann dazu beitragen, lebendige Stadtviertel zu schaffen. 2. EINLEITUNG EINLEITUNGSeite 120 von 148 Seite 3Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept BESTANDSSITUATION Im Masterplanvorentwurf war ursprünglich ein einzelner Solitär entlang der Pfarrer-Minartz-Straße vorgesehen. Dieser Solitär wurde jedoch aus städtebaulichen Gesichtspunkten und zum Schutz des vorhandenen Baumbestandes verworfen. Stattdessen wurde eine Randbebauung entlang der Straße bevorzugt, die zugleich einen effektiven Schallschutz bietet. Die Bebauung rund um die St. Marien Kirche in Bad Godesberg zeichnet sich durch ihre Vielfalt aus und umfasst eine breite Palette von Baustilen aus verschiedenen Zeitepochen. Diese Gebäude gruppieren sich harmonisch um das Kirchengebäude und die Kapelle, die von einem erhaltenswerten Baumbestand umgeben sind. Die Pfarrer-Minartz-Straße bildet eine verbindende Achse zwischen den beiden Grundstücken, die nicht nur räumlich, sondern auch funktional miteinander in Beziehung stehen. Diese historische und bauliche Vielfalt schafft eine charakteristische Atmosphäre in diesem Stadtviertel und trägt zur Identität und dem kulturellen Erbe der Region bei. PLANKONZEPT Die übergeordnete Vision besteht darin, das bestehende Ensemble durch die Hinzufügung von zwei neuen Gebäuden zu erweitern und eine Nutzung zu entwickeln, die sich nahtlos in das städtische Umfeld integriert. Dabei ist vorgesehen, im Erdgeschoss Räumlichkeiten für den Gemeinbedarf anzubieten, insbesondere kirchliche Einrichtungen sowie zugehörige Wohnungen zu schaffen. In der weiteren Planung sollte der gesamte Bereich als eine Art Campus- Stadtstruktur konzipiert werden, in der verschiedene Nutzungen und Baukörper miteinander vernetzt sind. Dabei spielt der öffentliche Raum eine entscheidende Rolle als verbindendes Element für die Gemeinschaft. Die Nutzung der vorhandenen Baustruktur sollte in den detaillierten Planungsschritten besonders hinsichtlich Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft sorgfältig geprüft werden, um ressourceneffiziente Lösungen zu fördern und Umweltauswirkungen zu minimieren. Lupenraum An der St. Marien Kirche / Pfarrer-Minartz Straße Abb.: „St. Marien Kirche / Pfarrer-Minartz Straße“ Luftbild bearbeitet GoogleEarth ,, “ 4. LUPENRÄUME Abb.: „St. Marien Kirche / Pfarrer-Minartz Straße“ Schwarzplan, o.M.Seite 121 von 148 Seite 4Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept V 4. LUPENRÄUME Abb.: „St. Marien Kirche / Pfarrer-Minartz Straße“ Überblendung o.M. Abb.: Grundstücke und Eigentümer o.M. Stadt Bonn PLANUNGSRECHT Grundsätzlich entspricht das geplante Vorhaben hinsichtlich der Nutzungsarten den planungsrechtlichen Festsetzungen des zugrunde liegenden B-Plans, der Flächen für den Gemeinbedarf vorsieht. Es ist jedoch zu beachten, dass der Baukörper teilweise außerhalb der überbaubaren Grundstücksflächen liegt und ein Geh-, Fahr- und Leitungsrecht beeinträchtigt. Das Vorhaben befindet sich zwar innerhalb der überbaubaren Grundstücksflächen, entspricht jedoch weder der vorgesehenen Art der Nutzung noch der Geschossigkeit des B-Plans. Eine genauere Definition der wohnbaulichen Nutzungen wäre im weiteren Verfahren erforderlich. Eine reine Wohnnutzung in Form von nicht gebundenen Wohneinheiten kann jedoch ohne Anpassung des B-Plans nicht planungsrechtlich genehmigt werden. Aufgrund der Nähe des geplanten Neubaukomplexes zum Baudenkmal der St. Marien Kirche ist es erforderlich, die weiteren Schritte der Planung mit der Unteren Denkmalbehörde abzustimmen. Die Planung muss einem denkmalrechtlichen Erlaubnisverfahren unterliegen. FAZIT / AUSBLICK Im Hinblick auf das hier angedachte Vorhaben könnte grundsätzlich eine Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans in Erwägung gezogen werden. Hinsichtlich der geplanten Vorhaben kann das planungsrechtliche Einvernehmen hergestellt werden. Die Förderung von Nachhaltigkeit ist von großer Bedeutung für die Innenstadt. Dabei spielen Holzbauten, Grünflächen und eine sensible Einfügung in die Umgebung eine zentrale Rolle, wie es beim Campus an der St. Marien Kirche / Pfarrer-Minartz Straße angestrebt wird. Die Beteiligung erfolgte durch schriftliche Einladungen, Abstimmungstermine und Interviews. Dabei wurden erste Modellskizzen, Nutzungskonzepte und Möglichkeiten zur Umsetzung besprochen. Die Gespräche mit den Eigentümern zeigten, dass diese die Liegenschaft mittelfristig entwickeln möchten und sich eine zukünftige Zusammenarbeit mit dem Stadtteilarchitekten vorstellen können.Seite 122 von 148 Seite 5Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept Abb.: „St. Marien Kirche / Pfarrer-Minartz Straße“ städtebauliches Nutzungskonzept, Mai 2024 4. LUPENRÄUME Abb.: capattistaubach/O&O aus Masterplan Vorentwurf, Feb. 2023Seite 123 von 148 Seite 6Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept 4. LUPENRÄUMEAbb.: „St. Marien Kirche / Pfarrer-Minartz Straße“ Lageplan o.M. Bestandsgebäude GrundstücksgrenzeSeite 124 von 148 Seite 7Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept 4. LUPENRÄUMEAbb.: „St. Marien Kirche / Pfarrer-Minartz Straße“ 3D Modell o.M. BestandsgebäudeSeite 125 von 148 Seite 8Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept Wohnen ca. 3.800 qm Gemeinschaftliche Nutzung ca. 1.000 qm Einzelhandel Kultur Büro Umbau/Neubau BGF Summe ca. 4.800 qm 4. LUPENRÄUMEAbb.: „St. Marien Kirche / Pfarrer-Minartz Straße“ Städtebauliche Kennzahlen o.M. Bereich St. Marien KircheBereich Pfarrer-Minartz StraßeSeite 126 von 148 Seite 9Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept „Nachhaltigkeit ist für die Innenstadt wichtig. Holzbauten, Grün und die sensible Einfügung in die Umgebung sind zentrale Elemente des Campus an der St. Marien Kirche / Pfarrer-Minartz Straße." 4. LUPENRÄUME Abb.: An der Kirche, atmosphärische Darstellung o.M.Seite 127 von 148 Seite 10Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept 4. LUPENRÄUME Abb.: Holzbau, atmosphärische Darstellung o.M. Abb.: Erdgeschosszone, atmosphärische Darstellung o.M.Seite 128 von 148 Seite 11Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept Lupenraum Moltkeplatz Abb.: ,,Moltkeplatz“ Luftbild bearbeitet GoogleEarth 4. LUPENRÄUMEAbb.: ,,Moltkeplatz“ Schwarzplan, o.M. BESTANDSSITUATION Der Lupenraum Moltkeplatz ist ein einzigartiges Ensemble von Gebäuden, das auf historischen Parzellen errichtet wurde. Dieses Ensemble erzählt die faszinierende Geschichte der Steine und Farben, die im Laufe der Zeit auf diesem Grundstück verwendet wurden. Die Nähe zur ehemaligen Synagoge verleiht diesem Grundstück eine zusätzliche besondere Bedeutung. PLANKONZEPT Der Lupenraum am Moltkeplatz ist ein pulsierender Wohnkomplex, der die reiche Geschichte seiner Umgebung in sich trägt. In enger Zusammenarbeit mit den Anwohnern wird hier eine einzigartige städtische Oase geschaffen. Der einst versiegelte Innenhof wird in einen grünen Begegnungsort verwandelt. Durchdachte Raumgestaltung und offene Durchgänge ermöglichen es den Bewohnern, diesen Raum in zu erleben. Hohe Bäume bieten angenehmen Schatten, versiegelte Flächen werden aufgebrochen, um Platz für Wasserflächen und Kinderspielbereiche zu schaffen. Die Fassaden des Gebäudes sind von der umliegenden Umgebung inspiriert und erinnern an die einstige Gemeinschaft, die an diesem Ort gelebt hat. Die Fassade am Moltkeplatz spiegelt die lebendige städtische Atmosphäre wider und belebt das Erdgeschoss mit gastronomischen Einrichtungen, die den Platz zum Leben erwecken. Gleichzeitig bewahrt das Gebäude seine historische Fassade und schafft so eine Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Der Lupenraum am Moltkeplatz wird zu einem Ort des Dialogs, an dem Vergangenheit und Gegenwart miteinander in Kontakt treten.Seite 129 von 148 Seite 12Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept 4. LUPENRÄUME Abb.: ,,Moltkeplatz“ Überblendung Bebauungsplan o.M. Abb.: Grundstücke und Eigentümer o.M. Stadt Bonn PLANUNGSRECHT Das geplante Vorhaben befindet sich, soweit aus den verfügbaren Informationen ersichtlich, innerhalb der zulässigen Baugrenzen und überschreitet die zulässige Geschossigkeit lediglich um ein Geschoss. Da die geplante Nutzung Wohnungen umfasst und diese allgemein im Bauplan zulässig sind, kann das Vorhaben im Hinblick auf die Nutzung als Bauplan-konform betrachtet werden. FAZIT / AUSBLICK Das geplante Vorhaben am Moltkeplatz ist charakterisiert durch individuelle Gebäude, die die umgebende Stadtlandschaft interpretieren und sich um einen gemeinsamen grünen Innenhof gruppieren. Diese Architektur spiegelt die Vielfalt und Einzigartigkeit der Stadtgemeinschaft am Moltkeplatz wider und schafft einen ansprechenden Innenraum für die Bewohner und ihre Besucher. In Bezug auf das Planungsrecht könnte dem Vorhaben grundsätzlich das planungsrechtliche Einvernehmen erteilt werden. Die Beteiligung der zahlreichen Eigentümerinnen erfolgte durch schriftliche Einladungen, Abstimmungstermine und Interviews. Dabei wurden erste Modellskizzen, Nutzungskonzepte und Möglichkeiten zur Umsetzung besprochen. Die Gespräche mit den Eigentümern zeigten, dass diese die Liegenschaft mittelfristig gemeinsam entwickeln möchten und sich eine zukünftige Zusammenarbeit mit dem Stadtteilarchitekten vorstellen können.Seite 130 von 148 Seite 13Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept Abb.: „Moltkeplatz“ städtebauliches Nutzungskonzept, Mai 2024 4. LUPENRÄUME Abb.: capattistaubach/O&O aus Masterplan Vorentwurf, Feb. 2023Seite 131 von 148 Seite 14Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept 4. LUPENRÄUMEAbb.: „Moltkeplatz“ Lageplan o.M.Seite 132 von 148 Seite 15Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept 4. LUPENRÄUMEAbb.: „Moltkeplatz“ 3 D Modell o.M. BestandsgebäudeSeite 133 von 148 Seite 16Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept Wohnen ca. 2.300 qm Gemeinschaftliche Nutzung Einzelhandel ca. 700 qm Kultur Büro ca. 250 qm Umbau/Neubau BGF Summe ca. 3.250 qm 4. LUPENRÄUMEAbb.: „Moltkeplatz“ Städtebauliche Kennzahlen o.M.Seite 134 von 148 Seite 17Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept Abb.: „Synagoge Moltkeplatz“ Quelle Wikipedia Die Synagoge wurde 1849/50 erbaut und 1938 von den Nationalsozialisten zerstört. Sie befand sich an der Oststraße (bis 1892 Synagogengasse). Abb.: Standort alte Synagoge, Ortsbegehung Prof. Heuchel „Die Nähe zur ehemaligen Synagoge verleiht dem Grundstück eine besondere Bedeutung. Die Fragmente der Synagoge werden als geschichtsträchtiger Ort betrachtet. Die Identifizierung der Lage und historische Abbildungen dienen als Grundlage für eine künstlerische Auseinandersetzung. Ein Bodenrelief könnte die Erinnerung an die Vergangenheit bewahren und gleichzeitig neue Perspektiven für die Zukunft eröffnen.Seite 135 von 148 Seite 18Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept 4. LUPENRÄUME Abb.: Likörfabrik, Bestandsfassade Ortsbegehung Prof. Heuchel „Das Grundstück bewahrt die historische Fassade der Likörfabrik. Hier wird Wohnen zu einem Dialog zwischen den Generationen, ein Ort, an dem Vergangenheit und Gegenwart miteinander Kontakt aufnehmen.“ Abb.: Haus, atmosphärische Darstellung o.M.Seite 136 von 148 Seite 19Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept 4. LUPENRÄUME Abb.: Haus, atmosphärische Darstellung o.M.Abb.: Haus, atmosphärische Darstellung o.M.Seite 137 von 148 Seite 20Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept 4. LUPENRÄUME Abb.: Haus, atmosphärische Darstellung o.M. Abb.: Haus, atmosphärische Darstellung o.M. „Die Fassade am Moltkeplatz, spiegelt die städtische Atmosphäre wider- Das Erdgeschoss wird mit Gastronomie zum Platzraum belebt. Vier Obergeschosse und ein prägendes Dach beherbergen Wohnungen.“Seite 138 von 148 Seite 21Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept 4. LUPENRÄUME Abb.: Innenhof, atmosphärische Darstellung o.M.Abb.: Innenhof, atmosphärische Darstellung o.M. „Die Stadtgemeinschaft am Moltkeplatz wird durch individuelle Gebäude repräsentiert, die die städtische Umgebung interpretieren und sich um einen gemeinsamen grünen Hof gruppieren."Seite 139 von 148 Seite 22Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept BESTANDSSITUATION Das vorhandene Gebäude zeigt derzeit eine abschirmende Wirkung gegenüber dem angrenzenden Villenviertel und der Rheinallee. Im Zuge einer geplanten verkehrsplanerischen Umgestaltung des städtebaulichen Umfelds könnte ein Neubau dazu beitragen, die städtebauliche Situation entlang der Rheinallee zu klären. Hierbei ist es wichtig, in der weiteren Planung gemeinsam mit dem Grundstückseigentümer eine umfassende Strategie zu erarbeiten, die die Bedürfnisse der Gemeinschaft und die städtebaulichen Anforderungen berücksichtigt. In einer Stellungnahme des Vereins für Heimatpflege Bad Godesberg wird auf die Bedeutung eines sensiblen Umgangs mit dem Ortsbild hingewiesen. Der Verein betont, dass die gerundete Form des Altbaus, der vom Architekten Willy Maß entworfen wurde, nach ihrer Auffassung keine schützenswerte Gestalt darstellt. PLANKONZEPT Das Gebäude der Sparkasse Köln/Bonn sollte eine zentrale Rolle als Symbol für die Gesamtmaßnahme und als Schnittstelle zum angrenzenden Villenviertel spielen. Es wäre wünschenswert, die historischen Villen in das städtebauliche Konzept zu integrieren, indem ihre Struktur und Sichtachsen berücksichtigt werden. Zu diesem Zweck könnte der Baukörper aus verschiedenen Bauteilen bestehen, die die städtebauliche Vielfalt des Villenviertels widerspiegeln. Besonders entlang der Rheinallee bietet sich die Gelegenheit, den Stadteingang im Osten stärker zu betonen und gestalterisch zu akzentuieren. Aufgrund seiner prominenten Lage an der Rheinallee könnten kommerzielle Nutzungen wie ein Bürohaus oder Ärztehaus in Erwägung gezogen werden. Im Erdgeschoss könnte in Verbindung mit dem Platzraum und dem Busbahnhof ein Mobilitätshub eingerichtet werden, um die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr zu verbessern. Die Nutzung der vorhandenen Baustruktur sollte im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft in den detaillierten Planungsschritten sorgfältig geprüft werden, um Ressourceneffizienz und Umweltschutz zu fördern. Lupenraum Rheinallee 4. LUPENRÄUME Abb.: „Rheinallee“ Luftbild bearbeitet GoogleEarth Abb.: „Rheinallee“ Schwarzplan, o.M.Seite 140 von 148 Seite 23Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept 4. LUPENRÄUMEAbb.: Grundstücke und Eigentümer o.M. Stadt Bonn Abb.: „Rheinallee“ Überblendung Bebauungsplan o.M. PLANUNGSRECHT Die beiden geplanten Vorhaben, bestehend aus einem Anbau an den Bestand sowie einem Solitär, passen in Bezug auf ihre Art, Bauweise und überbaubare Grundstücksflächen grundsätzlich gut in die umliegende Umgebung. Es sind jedoch einige Bedenken hinsichtlich des Maßes der baulichen Nutzung und der Geschossigkeit zu beachten. Zum einen gibt es in der näheren Umgebung kein vergleichbar hohes Gebäude wie den Solitär, was eine Herausforderung darstellen könnte. Zum anderen ist die geplante Ausdehnung des Anbaus in drei- bzw. zweigeschossiger Bauweise in die rückwärtigen Grundstücksbereiche bisher einzigartig und besitzt keine direkten Vorbilder. Grundsätzlich könnte das planungsrechtliche Einvernehmen für beide Vorhaben gemäß den Bestimmungen des § 34 des Baugesetzbuches (BauGB) ausgesprochen werden, jedoch erfordert die Anzahl der Vollgeschosse eine detaillierte Abstimmung im Einzelfall. Auf die Baufluchten ist zu achten. Aufgrund der unmittelbaren Nähe der Neubauten zu den vorhanden denkmalgeschützten Baudenkmälern Clara-Fex-Gymnasium und Pavillon in der Umgebung ist es erforderlich, die weiteren Schritte der Planung mit der Unteren Denkmalbehörde abzustimmen. Die Planung muss einem denkmalrechtlichen Erlaubnisverfahren unterliegen. FAZIT / AUSBLICK Hochwertige bauliche Nutzungen tragen zur Aufwertung des Platzes an der Rheinallee bei. Eine intensivere funktionale Nutzung der Platzkante zur Rheinallee hin kann den Platz auch in den Abendstunden und nachts beleben und ein positives Sicherheitsgefühl schaffen. Die neuen Gebäude bieten zudem Möglichkeiten für Ausblicke in die grünen Bereiche der Nachbarschaft sowie über den neuen Platzraum in die Innenstadt.Seite 141 von 148 Seite 24Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept Abb „Rheinallee“ städtebauliches Nutzungskonzept, Mai 2024 4. LUPENRÄUME Abb.: capattistaubach/O&O aus Masterplan Vorentwurf, Feb. 2023Seite 142 von 148 Seite 25Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept 4. LUPENRÄUMEAbb.: „Rheinallee“ Lageplan o.M, GrundstücksgrenzeSeite 143 von 148 Seite 26Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept 4. LUPENRÄUMEAbb.: „Rheinallee“ 3 D Modell o.M.Seite 144 von 148 Seite 27Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept Gemeinschaftliche Nutzung Einzelhandel Kultur Büro ca. 4.600 qm Umbau/Neubau BGF Summe ca. 6.100 qm 4. LUPENRÄUMEAbb.: „Rheinallee“ Städtebauliche Kennzahlen o.M. Wohnen ca. 1.500 qmSeite 145 von 148 Seite 28Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept „Hochwertige Nutzungen bereichern den Platz an der Rheinallee. Im Gebäude bieten sich Ausblicke in die grünen Bereiche der Nachbarschaft und über den neuen Platzraum in die Innenstadt." 4. LUPENRÄUME Abb.: Kopfbau, atmosphärische Darstellung o.M.Seite 146 von 148 Seite 29Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept 4. LUPENRÄUME Abb.: Fuge Eingang, atmosphärische Darstellung o.M. Abb.: Erdgeschosszone, atmosphärische Darstellung o.M.Seite 147 von 148 Seite 30Innenstadt Bonn Bad Godesberg Städtebauliches Nutzungskonzept Bundesstadt Bonn, Stadtplanungsamt Ortsteilplanung Beuel, Bad Godesberg Stadthaus, Berliner Platz 2, 53111 Bonn URBANLUST GmbH Prof. Christian Heuchel Justinianstraße 16, 50679 Köln Team Helena Feldmann Fischer, Defne Saylan, Ziyu Zhao, Julia Rosenbaum, Martin Bachem, Simon Schnittker Köln, im Juni 2024 Überarbeitung Bonn, im März 2025 5. IMPRESSUM Die in dieser Broschüre dargestellten Abbildungen, sofern nicht anders angegeben, sind im Besitz der Stadt Bonn oder von Prof. Christian Heuchel. Sie dürfen nur mit Genehmigung verwendet werden.Seite 148 von 148
Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.
bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 11:32 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de