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232168-01 AA · Änderungsantrag

BBB-Änderungsantrag: Schutz der Hirschkäfer

Nummer
232168-01 AA
Art
Änderungsantrag
Veröffentlicht
10.02.2025
Letzte Änderung
02.11.2026
  • Robert-Koch-Straße Straße· Südstadt, Bonn Hauptort
  • Bonn Stadtbezirk
  1. Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr 06.03.2025 Anhörung
  2. Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 05.03.2025 Empfehlung
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Übergeordnet

  1. 232168 Bürgerantrag: Schutz der Hirschkäfer am Venusberg durch Geschwindigkeitsbeschränkung

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Änderungsantrag
öffentlich
232168-01 AA
Antragsteller/in:
BBB-Fraktion im Rat der Stadt Bonn
Elisabeth Struwe
Marcel Schmitt
BBB-Änderungsantrag: Schutz der Hirschkäfer
Beratungsfolge
Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale
Agenda
05.03.2025 Empfehlung
Ausschuss für Mobilität und Verkehr 06.03.2025 Anhörung
Inhalt des Änderungsantrags
1. Eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 20 km/h von Mai bis Juli auf der
Robert-Koch-Straße wird nicht vorgenommen. (Siehe Begründung 1)
2. Die Stadtförsterei Bonn berichtet über die bisherigen Maßnahmen zur
Verbesserung des Lebensraumes der Hirschkäfer.
3. Die Stadtförsterei Bonn wird folgende Maßnahmen in vermehrtem Umfang
durchführen:
a) Alte Eichen, die für die Fortpflanzung und Ernährung der adulten Hirschkäfer
notwendig sind, bleiben im Bestand erhalten, auch wenn sie bereits morsch
und brüchig sind. (s. Begründung 3)
b) Die Erdstammblöcke (Baumstümpfe) bereits gefällter Eichen, die für eine
erfolgreiche Larvenentwicklung der Hirschkäfer (5-8 Jahre) Voraussetzung
sind, verbleiben dauerhaft im Waldboden bis zur endgültigen Verrottung. (s.
Begründung 3)
Begründung
zu 1) Eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf der Robert-Koch-Straße wird so
gut wie keinen Effekt für die Population der Hirschkäfer im Bonner Stadtwald
haben. Pendler konnten nicht berichten, dass an den Windschutzscheiben im
Frühsommer Reste von Hirschkäfern zu beobachten waren. Außerdem ist der
Verkehrsfluss in der Regel durch Staus so verlangsamt, dass dies automatisch
zu einer erheblichen Geschwindigkeitseinschränkung führt.
Und falls sich Käfer auf den Straßenasphalt niedergelassen haben sollten,
werden sie (leider) unabhängig von der Fahrzeuggeschwindigkeit überrollt.
Zu 3 a) Von tatsächlicher Bedeutung ist hingegen die Aufwertung desSeite 1 von 2
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Lebensraumes für die Hirschkäfer. Alte Eichen sind besonders wichtig, da sie
häufiger als junge Bäume Wundstellen aufweisen, aus denen Baumsaft austritt,
der bestimmte Pilze enthält, die für die Reifung der Keimzellen der Hirschkäfer
wichtig sind. Die Tiere besuchen regelmäßig diese Saftleckstellen zur
Nahrungsaufnahme.
Zu 3 b) Wenigstens genauso wichtig sind die morschen Wurzelstöcke der
Eichen. Ein Hirschkäferweibchen legt dort bis zu hundert Eier. Die aus den
Eiern geschlüpften Larven ernähren sich 5 bis 8 Jahre lang von dem morschen
Stubben. Das bedeutet, dass die Erdstammblöcke der Eichen dauerhaft nicht
entfernt werden sollten.
Im Vergleich zu den Entwicklungspotenzialen der Hirschkäferpopulation durch
Habitataufwertung spielt der einzelne Hirschkäfer, der eventuell doch durch ein
Fahrzeug erfasst werden sollte, keine statistisch relevante Rolle, wohingegen
aber eine temporäre Geschwindigkeitsbeschränkung zu einer weiteren
kleinräumigen Zersplitterung durch Sonderregelungen von Verkehrsregeln
führt.
Anlage/n
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Datenstand: 03.11.2026, 11:42 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de