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232044-03 · Mitteilungsvorlage

Neuplanung ZOB Bonn

Nummer
232044-03
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
27.05.2024
Letzte Änderung
17.09.2026
  1. Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr 04.07.2024 Kenntnisnahme
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  1. 232044 Neuplanung ZOB Bonn

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Mitteilungsvorlage
öffentlich
232044-03 ST
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
61 Stadtplanungsamt
Dezernat:
Dez. III
Neuplanung ZOB Bonn
Beratungsfolge
Ausschuss für Mobilität und Verkehr 04.07.2024 Kenntnisnahme
Mitteilung der Verwaltung:
Der politische Beschluss zur Neuplanung ZOB Bonn aus der Ratssitzung vom
14.03.2024 sieht unter Punkt 10 eine Prüfung der Gehwegbreiten in der
Maximilianstraße bis zur Straße Am Hauptbahnhof durch Verwaltung und
beauftragten Architekten vor. Über die Prüfergebnisse sollte laut
Beschlusspunkt im Ausschuss für Mobilität und Verkehr am 23.05.2024
berichtet werden. Dies war fristgerecht nicht möglich.
Die Ergebnisse der Prüfung sind unter Anlage 1 im Einzelnen erläutert und
werden nachfolgend kurz umrissen:
Eine Verbreiterung des Gehwegbereichs entlang der Maximilianstraße auf
mindestens 3,0 m ist mit Anpassungen der Fahrbahn verbunden, die
nachteilige Effekte auf den Komfort für den Bus- und Radverkehr sowie für
wartende Fahrgäste aufweist.
Eine Verbreiterung des Gehwegbereichs entlang des Maximiliancenters / Ecke
Am Hauptbahnhof wird im weiteren Planungsverlauf genauer untersucht. Durch
eine Optimierung der Haltepositionen bzw. der Abstände zueinander, könnte
die Länge der Mittelinsel ggf. um bis zu 0,5 m eingekürzt werden. Diese Fläche
kann dem Gehweg entlang des Maximiliancenters zugeschlagen werden, so
dass sich das Maß der derzeitigen Engstelle an der Gebäudeecke von 1,9 m
auf 2,3 m verbessern ließe.
Die Ausweisung einer Mischverkehrsfläche für Fuß- und Radverkehr entlang
der Maximilianstraße sollte aufgrund des Querungsbedarfs zwischen Gehweg
und Wartebereich nicht erfolgen. Eine klare Zonierung mit farblicher Absetzung
erhöht die Aufmerksamkeit und Sicherheit für zu Fuß Gehende und
Radfahrende.
Anlage/n
1 Prüfergebnisse Gehwegbreiten (öffentlich)Seite 1 von 5
stefan schmitz bda architekten und stadtplaner
Cäcilienstr. 48, 50667 Köln
STADT BONN
Stadtplanungsamt 61-31
z.Hd. Alexander Juffa
Stadthaus
Berliner Platz 2
53111 Bonn
stefan schmitz bda
architekten und stadtplaner
Cäcilienstraße 48
50667 Köln Deutschland
fon: +49 (0)221 · 272 61 98 - 0
info@stefan-schmitz-architekten.de
www.stefan-schmitz-architekten.de
ZOB Bonn, Prüfaufträge aus dem Ratsbeschluss vom 14.03.2024
Sehr geehrter Herr Juffa,
nach Abstimmungen mit unseren Fachplanern nehmen wir zum Prüfauftrag aus dem
Ratsbeschluss (Gehwegbreiten) wie folgt Stellung:
1. Gehweg in der Maximilianstraße auf mindestens 3,0 m verbreitern
Um im Bereich der punktuellen Engstelle des Gehwegs in Höhe der Maximilianstraße
Nr. 14/16 den Gehweg auf eine Breite von 3,0 m zu vergrößern, wäre es erforderlich,Seite 2 von 5
stefan schmitz bda
architekten und stadtplaner
den geplanten Fahrbahnrand in Höhe der Haltestelle A3 zunächst in einem Bogen nach
Süden zu führen und anschließend in einem Gegenbogen zurück nach Norden zu
führen. In der Konsequenz verläuft dann die Fahrbahn für die Busse nicht mehr
gradlinig. Die ist im Hinblick auf die zu erwartende, hohe Anzahl von Begegnungsfällen
zwischen entgegenkommenden Bussen nachteilig. Für die Radfahrenden entsteht ein
Verschwenk, dies führt zu einem reduzierten Komfort. Außerdem verschiebt sich die
Fahrbahn um 0,5 m nach Süden, so dass die gegenüberliegenden Halteplätze B2 und
B3 weiter unter das Dach rücken. Dadurch reduziert sich der Abstand der Haltekante
der Busse zu den Dachstützen und die Durchgangsbreite für Fahrgäste reduziert sich
erheblich.
Fazit: Aus verkehrsplanerischer Sicht stehen einer vergrößerten Durchgangsbreite
damit zahlreiche Nachteile gegenüber, so dass eine Verbreiterung im Bereich der
punktuellen Engstelle nicht erfolgen sollte.Seite 3 von 5
stefan schmitz bda
architekten und stadtplaner
2. Gehweg an der Ecke Am Hauptbahnhof / Gangolfstraße auf mindestens 3,0 m
verbreitern
Die Eckausrundung zwischen der Ausfahrt aus dem Busbahnhof auf der Straße Am
Hauptbahnhof ergibt sich aus der Schleppkurve der nach rechts abbiegenden Busse
und lässt keinen Spielraum für eine Ausbildung mit einem kleineren Kreisbogen. Es
wäre möglich, die gesamte Ausfahrt nach Osten zu verschieben. In der Konsequenz
würde sich dann auch die Mittelinsel mit den Bussteigen B und C nach Osten
verschieben. Auf des daran östlich anschließenden Kaiserplatzes mit Baumbestand ist
eine einfache Verschiebung jedoch nicht möglich.
Fazit:
Im Zuge der weiteren Planungsdetaillierung in der Leistungsphase 3 können die
Abstände zwischen den Bushalteplätzen so optimiert werden, dass eine Verkürzung
der Mittelinsel um bis zu 0,5 m möglich erscheint. Damit kann der Gehweg entlang
des Maximiliancenters auf ca. 3,5 m Breite vergrößert werden. In der Folge lässt sich
auch das Stichmaß an der Gebäudeecke von derzeit ca. 1,90 m auf ca. 2,30 m
vergrößern.
Eine weitere Vergrößerung des Stichmaßes ist nur möglich, wenn die Mittelinsel noch
weiter verkürzt wird, dann entfallen zwei Halteplätze an der Mittelinsel.Seite 4 von 5
stefan schmitz bda
architekten und stadtplaner
3. Ausbildung des Geh und Radwegs in der Maximilianstraße als Mischverkehrsfläche
Der Bereich entlang der Maximilianstraße wird von Fußgängern, Radfahrenden und
Fahrgästen benutzt werden. Parallel zum geplanten Radweg verläuft ein
Fahrgastunterstand, dessen Rückseite über Glasflächen teilweise geschlossen ist. Nur in
den geöffneten Abschnitten (siehe Pfeile im Plan) können Fahrgäste aus dem
Unterstand zum Gehweg gelangen. Durch die Führung des Radverkehrs auf einem
Radweg mit einer entsprechenden Bodenmarkierung erfolgt eine klare Zonierung des
Randbereichs. Fußgänger erkennen anhand des andersfarbigen Belags, dass sie einen
Radweg kreuzen.
Fazit:
Die Ausbildung einer Mischverkehrsfläche für Fußgänger und Radverkehr wäre aus
unserer Sicht verträglich, wenn auf dieser Fläche überwiegenden Längsverkehr
stattfinden würde. Da jedoch durch die Fahrgäste auch viele kreuzende Wege
zwischen Gehweg und Wartebereich entstehen, halten wir eine klare Zonierung für
die sicherere Lösung.
Bei Rückfragen stehen wir gerne zu Ihrer Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Stefan SchmitzSeite 5 von 5

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Datenstand: 03.11.2026, 12:09 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de