231965-06 ST · Stellungnahme der Verwaltung
Kurzfassung zum Bonner Freiraumplan
Kerndaten
- Nummer
- 231965-06 ST
- Art
- Stellungnahme der Verwaltung
- Veröffentlicht
- 29.02.2024
- Letzte Änderung
- 16.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda Kenntnisnahme
- Sitzung der Bezirksvertretung Hardtberg Kenntnisnahme
- Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg Kenntnisnahme
- Sitzung des Ausschusses für Wohnen, Planung und Bauen Kenntnisnahme
- Sitzung des Rates Kenntnisnahme
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
Verwandte Vorlagen
Übergeordnet
Volltext
Maschinell aus dem PDF extrahierter Text — Tabellen und Layout gehen verloren. Maßgeblich ist das PDF: PDF öffnen ↗.
Text anzeigen (17.962 Zeichen)
Stellungnahme der Verwaltung öffentlich 231965-06 ST Die Oberbürgermeisterin Federführung: 67 Amt für Umwelt und Stadtgrün Dezernat: Dez. III Kurzfassung zum Bonner Freiraumplan Beratungsfolge Bezirksvertretung Hardtberg 05.03.2024 Kenntnisnahme Bezirksvertretung Bad Godesberg 07.03.2024 Kenntnisnahme Ausschuss für Wohnen, Planung und Bauen 28.02.2024 Kenntnisnahme Bezirksvertretung Bonn 27.02.2024 Kenntnisnahme Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 05.03.2024 Kenntnisnahme Rat 14.03.2024 Kenntnisnahme Ergänzende Stellungnahme: Im Rahmen der politischen Beratung wurde der Wunsch formuliert, eine Kurzfassung zum Bonner Freiraumplan bereitzustellen. Diesem Wunsch kommt die Verwaltung mit dieser ergänzenden Stel- lungnahme nach. Anlage/n 1 Kurzfassung zum Bonner Freiraumplan (öffentlich)Seite 1 von 8 Kurzfassung zum Bonner Freiraumplan gesamtstädtisches Freiraumkonzept Seite 1 von 7 Kurzfassung zum Bonner Freiraumplan Verfasser:in: bgmr Landschaftsarchitekten GmbH (Antje Bachmann und Arno Walz) Bonner Freiraumplan – eine Dachstrategie für die gesamtstädtische Freiraumentwicklung Die Bundesstadt Bonn gehört mit über 330.000 Einwohner*innen zu den zwanzig größten Städten der Bundesrepublik Deutschland. Sie ist Teil der Metropolregionen Rheinland und Rhein-Ruhr und liegt damit in einem der am dichtesten besiedelten Regionen Europas. Die Stadt Bonn wächst. Gleichzeitig soll die Grünqualität der Stadt mit ihrem Freiraumsystem gesichert und weiterentwickelt werden. In diesem Zuge soll der sogenannte „Bonner Freiraumplan“ als Dachstrategie für die Entwicklung der Bonner Freiräume zu verschiedenen Fachthemen wie Umwelt- und Naturschutz, Landschaftsplanung, Stadtplanung, Sozial- und Jugendarbeit sowie Gesundheit und Sport dienen. Bereits in den 1990er Jahren wurde mit der Erstellung des Integrierten Freiraumsystems (IFS) ein Meilenstein in der Freiraumplanung der Stadt Bonn gelegt. Das damalige Fachgutachten hatte zum Ziel, den ökologischen Status Quo der Stadt nach dem Strukturwandel durch den Bonn-Berlin- Beschluss aufrechtzuerhalten. 2014 wurde die Weiterentwicklung IFS 2012 fertiggestellt und dient seitdem per politischem Beschluss bei raumwirksamen Planungen als informelle Planungsgrundlage. Das IFS betrachtet weitestgehend eine Einzelflächenbewertung der Grünen Freiräume und stellt somit nur einen Status quo bezogen auf den baulichen Außenbereich dar. Übergeordnete Entwicklungsstrategien mit Blick auf das gesamte Stadtgebiet fehlen jedoch. Das 2017 erstellte Freiraum Monitoring stellt zudem den damaligen Ist- Zustand der Bonner Freiraumstruktur anhand von 9 definierten Freiraumkategorien dar. Mit der Erarbeitung des Bonner Freiraumplans soll die Freiraumentwicklung der Stadt Bonn stärker als bisher als ein Instrument einer aktiven und integrierten Stadtentwicklung verstanden werden. Für die nächsten Jahrzehnte soll unter Beteiligung entscheidender Akteure der Stadtentwicklung eine strategische Handlungsgrundlage auf gesamtstädtischer Ebene geschaffen werden. Das Konzept reagiert auf aktuelle Herausforderungen der Stadt- und Freiraumraumentwicklung und zeigt Visionen, Ziele und Lösungsansätze zur Weiterentwicklung der Frei- und Grünräume der Stadt Bonn auf. Ziel des Freiraumplans ist es Entwicklungsperspektiven aufzuzeigen, die im Sinne eines erweiterten Freiraumverständnisses, die gesamte Oberfläche der Stadt (grüner Freiraum, graue Infrastruktur und private und öffentliche Bauflächen) mit betrachtet, um den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen bei erheblicher Flächenkonkurrenz gerecht zu werden. Herausforderungen der Stadt Bonn (Bericht S. 38 ff.) Die vielschichtigen grünen Freiräume Bonns tragen zum grünen Charakter der Stadt bei und bieten unterschiedliche Erholungs- und Freizeitmöglichkeiten für die Bonner*innen. Gleichzeitig steht die Stadt- und Freiraumentwicklung vor großen Herausforderungen, wie Stadtwachstum und Verdichtung, Klimaanpassung, Artensterben oder demografischen Veränderungen. Für fünf Themenfelder wurden, gestützt durch kartografische Darstellungen, die Herausforderungen beschrieben und daraus resultierende zukünftige Aufgaben für die Freiraumentwicklung benannt. 1. Stadtwachstum und Freiraum 2. Biodiversität, Artenschutz und NaturerlebenSeite 2 von 8 Kurzfassung zum Bonner Freiraumplan gesamtstädtisches Freiraumkonzept Seite 2 von 7 3. Klimaanpassung und Ressourcenschutz 4. Sport, Spiel, Bewegung und Gesundheit 5. Vielfältige Freiraumansprüche auf knappen Flächen Diesen Herausforderungen muss die Stadt- und Freiraumentwicklung in Bonn auf knappen und begrenzten Flächen begegnen. Sie können nicht mehr allein im grünen Freiraum gelöst werden. Deshalb betrachtet eine zukunftsorientierte Freiraumentwicklung die gesamte mehrdimensionale Oberfläche der Stadt, um diese hinsichtlich der Erholungsnutzung, der sozialen Teilhabe und Baukultur sowie Ökologie, Klimaanpassung und biologischen Vielfalt zu sichern, zu entwickeln und mehrfach zu nutzen. Hierbei wird die Kulisse der grünen Freiräume ergänzt um die graue Infrastruktur (stark versiegelte unbebaute Freiflächen), wie Straßen und Stellplätze sowie um die privaten und öffentlichen Bauflächen mit ihren Höfen, Dächern oder Fassaden. Der Bonner Freiraumplan zeigt die zukünftige Ausrichtung der Freiraumentwicklung und formuliert Entwicklungsziele sowohl für die grünen Freiräume als auch für die graue Infrastruktur und die privaten und öffentlichen Bauflächen, um auch diese Bereiche im Sinne einer gesamtstädtischen Freiraumentwicklung weiterzuentwickeln und zu qualifizieren – für ein „Mehr an Freiraumqualität“ in der dicht bebauten Stadt. Bestand: Status Quo Flächenanalyse (Bericht S. 32 ff.) Als Grundlage für die Entwicklung eines räumlichen Leitbildes wurde, neben der Betrachtung der städtischen Herausforderungen, eine Flächenanalyse der Freiraumstruktur erstellt. Ergänzend zur Ebene der grünen Freiräume (Betrachtungsebene IFS) wurden hier auch die Flächen der grauen Infrastruktur sowie die privaten und öffentlichen Bauflächen betrachtet. Die Stadt Bonn umfasst eine Gesamtfläche von 141,1 km2 (14.110 ha). Davon sind 46,7 km2, also ein Drittel (33,1 %) Siedlungsfläche (Wohnbaufläche, Industrie- und Gewerbeflächen). Über die Hälfte des Stadtgebietes (57,2 %) gehören den grünen Freiräumen an. Dazu zählen die Sport-, Freizeit,- und Erholungsflächen. Die übrigen 9,7 % belaufen sich auf Flächen der grauen Infrastruktur. Grüne Freiräume Als erstes wurden die Bestandsflächen der grünen Freiräume (Grünen Infrastruktur) dargestellt. Diese wurden im Rahmen des Berichts zum Freiraum Monitoring 2017 (IFS) erfasst und ausführlich beschrieben. Hierzu zählen: • Waldflächen (28,5%) • Landwirtschaftsflächen (14,9%) • Gewässer (Rhein und seine Ufer) (4,3%) • Park- und Grünanlagen (öffentlich und privat) (5,5%) • Sportflächen (1%) • Friedhöfe (0,9%) • Kleingärten und Flächen mit gärtnerischer Nutzung (0,8%) • Straßenbegleitgrün (1,3%)Seite 3 von 8 Kurzfassung zum Bonner Freiraumplan gesamtstädtisches Freiraumkonzept Seite 3 von 7 Graue Infrastruktur Die Fläche für verkehrliche Infrastruktur entspricht 9,7 % der Gesamtfläche. Hierzu zählen stark versiegelte unbebaute Freiflächen, wie Straßen und Stellplätze aber auch Fußgängerzonen und Platzflächen. Diese Flächen dienen nicht nur als Raum für den Verkehr, sie können auch angenehme Verbindungswege ins Grün, Aufenthaltsort und Ort der Kommunikation und Interaktion sein. Siedlungsfläche: private und öffentliche Bauflächen 33,1 % der Gesamtfläche der Stadt Bonn sind bebaute Fläche einschließlich der dazugehörigen Freiflächen auf den Grundstücken. Diese Flächenkulisse umfasst die Oberfläche der über Jahrhunderte gewachsenen gebauten Stadtstruktur. Betrachtungsgegenstand sind die Wohnbauflächen, gewerbliche Bauflächen und Flächen der öffentlichen Infrastruktur, wie Schulen oder Verwaltungsgebäude. Relevant bei der zukünftigen Freiraumentwicklung sind neben den ebenerdigen Flächen (Hinterhöfe, Schulhöfe, Abstandsgrün Zeilenbebauung, Restflächen und Abstandsgrün innerhalb der Gewerbeflächen) ebenso die Dächer und Fassaden der Gebäude. Urban mapping Parallel zur Flächenanalyse wurde das Bonner Stadtgebiet einschließlich der räumlichen Verflechtungen besichtigt und in Form eines „urban mappings“ dokumentiert. Dabei wurden Atmosphären festgehalten und Themen wie Freiraumqualitäten, Freiraumdefizite, Wegetypologien, Entsiegelungspotentiale, Nischen, Zäune usw. erkundet und aufgezeigt. Räumliches Leitbild, Entwicklungsziele und Schlüsselmaßnahmen (Bericht S. 56 ff.) Aus den Erkenntnissen der Analyse der Freiraumstruktur und den aktuellen Herausforderungen der Stadt- und Freiraumentwicklung wurde der Bonner Freiraumplan als gesamtstädtisches Freiraumkonzept entwickelt. Der Bonner Freiraumplan besteht aus folgenden Bausteinen: - dem räumlichen Leitbild mit Entwicklungszielen für die drei Leitbildthemen: Starke Landschaften, Blau-Grüne-Netze und Grüne Viertel - den Schlüsselmaßnahmen der drei Leitbildthemen - 5 Lupen zur exemplarischen Konkretisierung der Schlüsselmaßnahmen Mit dem räumlichen Leitbild wird ein starkes Freiraumgerüst angelegt, welches die strategische Ausrichtung der Freiraumentwicklung in Bonn charakterisiert und in drei Leitbildthemen gliedert: - Starke Landschaften, - Blau-Grüne Netze und - Grüne Viertel Den jeweiligen Leitbildthemen sind Orte und Handlungsräume, Entwicklungsziele und Schlüsselmaßnahmen zugeordnet. Die drei Leitbildthemen zeichnen sich durch unterschiedlichSeite 4 von 8 Kurzfassung zum Bonner Freiraumplan gesamtstädtisches Freiraumkonzept Seite 4 von 7 flächenhafte, netzartige und punktuelle Orte und Handlungsräume aus. Für jedes Leitbildthema wurden entsprechende raumkonkrete Entwicklungsziele formuliert. Die Entwicklungsziele schließen die Querschnittsziele Klimaschutz und -anpassung, Biodiversität, Teilhabe/Inklusion sowie Beteiligung mit ein. Die Schlüsselmaßnahmen zeigen Schwerpunkte auf, was wo zu tun ist, um die angestrebten Entwicklungsziele der Leitbildthemen auf den Weg zu bringen. Damit bilden die Schlüsselmaßnahmen das Handlungsprogramm zur Umsetzung des Bonner Freiraumplans. Der Freiraumplan verortet die Maßnahmen nicht flächenscharf, diese sind hingegen in den entsprechenden Handlungsräumen in enger Abstimmung mit den unterschiedlichen Fachämtern zu konkretisieren, um konkrete Orte abzugrenzen und zu priorisieren. In den 5 Lupenräumen wird bis auf Quartiersebene gezoomt und so exemplarisch anhand bereits ausgewählter Räume gezeigt, wie die Schlüsselmaßnahmen weiter ausdifferenziert und umgesetzt werden können in denen instrumentell oder visuell mit Bildern gezeigt wird, wie die Planungsansprüche tatsächlich auch umgesetzt werden können (Schwerpunkträume und Lupen). STARKE LANDSCHAFTEN (BERICHT S. 62 FF.) Orte und Handlungsräume - Flusslandschaften (Rhein mit Rheinauenbereichen, Sieg mit Siegaue) - Wald-Berglandschaft (Kottenforst, Ennert, Finkenberg, Hardtbergwald, Venusberg, Melbtal) - Produktive Landschaft (Acker- und Grünland, Flächen des Grünen C) Für die Starken Landschaften gelten folgende Entwicklungsziele: - Sicherung und Erhalt der Starken Landschaft als zusammenhängendes Landschaftssystem - Stärkung der Eigenart, Ablesbarkeit und biologischen Vielfalt - Weiterentwicklung zu klimaangepassten und wassersensitiven (Retentions-)Flächen (Schwammlandschaft) - Qualifizierung für die Naherholung und das Naturerleben - Verbesserung der Verflechtung in die Stadt und ins Umland - Stärkung der Bezüge in die Region Folgende Schlüsselmaßnahmen werden für die Umsetzung der Starken Landschaften schwerpunktmäßig vorgesehen: - Vom Grünen C zu den Rheinlandschaften - Blaues Band Rhein erleben Lupen - Rheingärten - Südliche Rheinlandschaft BLAU-GRÜNE NETZE (BERICHT S. 66 FF.) Orte und Handlungsräume - Blaue Netze (gesamtstädtisches Bachsystem) - Grüne Wege (übergeordnetes Rad- und Wegenetz in die Landschaft) - Grüne Korridore (Grüner Korridor Rheindorfer Bach, Grüner Korridor Kottenforst-Rhein, Grüner Korridor Altarm Limperich)Seite 5 von 8 Kurzfassung zum Bonner Freiraumplan gesamtstädtisches Freiraumkonzept Seite 5 von 7 Für die Blau-Grüne Netze gelten folgende Entwicklungsziele: - Förderung der Bäche als erlebbares Landschaftselement und Biotopverbundraum im Stadtraum - Vernetzung der Wohnquartiere als Quellorte mit den größeren Grün- und Landschaftsräumen - Erhalt und Stärkung linearer Biotopverbundräume - Entwicklung und Gestaltung der Grünen Korridore Folgende Schlüsselmaßnahmen werden für die Umsetzung der Blau-Grünen Netze schwerpunktmäßig vorgesehen: - Ausbau der Grünen Wege - Bachrenaturierung und -freilegung - Leitplanung für die Grünen Korridore als zusammenhängender Freiraum Lupen - Grüner Weg Rhein-Melbtal - Grüner Korridor Kottenforst-Rhein GRÜNE VIERTEL (BERICHT S. 71 FF.) Orte und Handlungsräume: - Grüne Infrastruktur (wohnortnahe Grün- & Parkflächen, Spiel- & Sportflächen, Urban Gardening & Kleingartenanlagen, ruhige Angebote auf Friedhöfen) - Die grauen Infrastrukturflächen mit dem Potential ‚Aus Grau wird Grün‘ (die Dächer und Fassaden der privaten und öffentlichen Gebäude, Stellplätze, Platzflächen und Straßenräume) - Alltagswege (Fuß- und Fahrradstrecken der täglichen und wöchentlichen Wege) - Flächen der kleinteiligen Aneignung & Teilhabe durch Bewohner*innen und Nutzer*innen (z.B. Gemeinschaftsgärten, Quartiersplätze, Baumscheiben) Für die Grüne Viertel gelten folgende Entwicklungsziele: - Sicherung und Weiterentwicklung der wohnortnahen Freiräume / Grünen Infrastruktur - Absicherung von Gestalt- und Nutzungsqualitäten und nachhaltige Pflege öffentlicher Freiräume - Klimaangepasster und wassersensibler Siedlungsraum - Multicodierung von Flächen durch Transformation Grauer Infrastruktur für das Stadtgrün - Qualifizierung der Alltagswege - Aktivierung von kleinteiligen Freiraumpotentialen (Nischen, Pocketparks, Gemeinschaftsgrün) - Schaffung von gärtnerischen Möglichkeiten (Kleingärten, gemeinschaftliches Gärtnern, Urban Gardening usw.) Folgende Schlüsselmaßnahmen werden für die Umsetzung der Grünen Viertel schwerpunktmäßig vorgesehen: - Aktivierung Blau-Grüner Straßen - Quartierskonzept „klimaresiliente Viertel“ - Klimaangepasstes Gewerbegebiet - Schulhofoffensive - Mehrfachnutzung und Integration von zweckbestimmten Freiräumen - Sanierungsprogramm klimaresiliente Park- und Grünanlagen - Freiraum-AktionsfondSeite 6 von 8 Kurzfassung zum Bonner Freiraumplan gesamtstädtisches Freiraumkonzept Seite 6 von 7 Lupe - „Klimaquartier Beuel“ Klimaanpassung im verdichteten Stadtraum am Beispiel Beuel Implementierung (Bericht S. 92 ff.) Der Freiraumplan zeigt ein umfassendes Bündel an Strategien, Maßnahmen und Projekten auf. Um diese umzusetzen, bedarf es der Integration der Ziele der Freiraumplanung in weitere Fachkonzepte sowie den Willen zur Umsetzung, verbunden mit hohem Engagement und politischen Willen. Um die Zielsetzungen und das erweiterte Flächenverständnis umzusetzen braucht es eine noch stärkere Zusammenarbeit der verschiedenen Fachämter (Hucke-Pack-Strategie: Freiraumentwicklung mit dem „Motor“ der aktiven Projektentwicklung z.B. durch Stadtplanung oder Gewässerplanung- Hochwasserschutz). Durch weitere Instrumente und Planwerke sollen zukünftig die Leitbilder, Entwicklungsziele und Schlüsselmaßnahmen des Bonner Freiraumplans befördert und umgesetzt werden. Die Maßnahmen des Aktionsplans Freiraumplan Bonn sollten innerhalb der nächsten 5 Jahre vorbereitend geplant und deren Umsetzung damit in die Wege geleitet werden. Instrumente und Planwerke Der Bonner Freiraumplan soll vergleichbar mit einem Grünordnungsplan auf Ebene des FNP wirken und als informelle Abwägungsgrundlage für die Bauleitplanung dienen. Durch weitere Instrumente und Planwerke sollen zukünftig die Leitbilder, Entwicklungsziele und Schlüsselmaßnahmen des Bonner Freiraumplans befördert und umgesetzt werden. Dabei handelt es sich um teils schon vorhandene Instrumente und Planwerke, welche angepasst und weiterentwickelt werden sowie zukünftige, die in Teilen von der übergeordneten Gesetzgebung abhängig sind. Dies können sein: - Städtebauliche Entwicklungsmaßnahmen – Städtebauförderung - Erweiterung Checkliste Nachhaltiges Planen um Freiraumcheck - Wettbewerbe - Freiflächengestaltungsplan - Fortschreibung Landschaftspläne (bezogen auf Außenbereich) Aktionsplan Neben diesen instrumentellen Ansätzen wird es notwendig, für einzelne Schlüsselmaßnahmen in eine weitere planerische Konkretisierung zu gehen. Aus der Vielzahl von Schlüsselmaßnahmen werden folgende Maßnahmen vorgeschlagen, die eine besondere Priorität haben. Aus diesen Maßnahmen kann gelernt und Übertragbarkeiten auf weitere Verfahren abgeleitet werden. Folgende Maßnahmen werden für den Aktionsplan Freiraumplan Bonn vorgeschlagen: - Grünes C 2.0 - Vom Grünen C zu den Rheinlandschaften - Freiraumkonzept „Rheingärten“ - Konzept der Grünen Korridore - Pilotprojekt: Grüner Korridor Kottenforst-Rhein - Konzept der Blauen Netze - Konzeptpläne der Grünen Wege - Pilotprojekt: Grüner Weg Rhein-Melbtal - Schulhofoffensive - Freiraum-Aktionsfond - Quartierskonzepte „Klimaresiliente Viertel“ - Pilotprojekt: „Klimaquartier Beuel“Seite 7 von 8 Kurzfassung zum Bonner Freiraumplan gesamtstädtisches Freiraumkonzept Seite 7 von 7 - Konzept Blau-Grüne Straßen – Bonner Leitfaden Blau-Grüne Straßen - Klimaangepasstes Gewerbegebiet - Konzept Gärtnern – essbare Stadt - Sanierungsprogramm klimaresiliente Park- und Grünanlagen Umsetzungszeitraum: Das Konzept ist nicht darauf angelegt, dass die Entwicklungsziele innerhalb einer bestimmten Frist erreicht werden. Es wird ein Zielbild dargelegt, welches bei allen kommenden Entwicklungen und Veränderungen in der Stadt berücksichtigt und erreicht werden soll. Dies kann durch die Umsetzung „externer“ Projekte erfolgen oder durch die aktive Umsetzung von Maßnahmen, die im Konzept benannt sind. Dementsprechend bedarf es einer immer wiederkehrenden Fortschreibung des Konzeptes in regelmäßigen Abständen (ca. alle 10 Jahre).Seite 8 von 8
Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.
bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 12:46 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de