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231703-01 ST · Stellungnahme der Verwaltung

Energetische Sanierung der Brotfabrik

Nummer
231703-01 ST
Art
Stellungnahme der Verwaltung
Veröffentlicht
18.09.2023
Letzte Änderung
16.09.2026
  1. Sitzung des Rates 19.09.2023 Kenntnisnahme
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Übergeordnet

  1. 231703 Energetische Sanierung der Brotfabrik

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Stellungnahme der Verwaltung
öffentlich
231703-01 ST
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
85 Städtisches Gebäudemanagement Bonn
Dezernat:
SGB
Energetische Sanierung der Brotfabrik
Beratungsfolge
Rat 19.09.2023 Kenntnisnahme
Inhalt der Stellungnahme:
In Ergänzung der Drucksachen-Nr. 231703 wird das klimaneutrale Energiekon-
zept der Brotfabrik als Anlage beigefügt.
Anlage/n
1 Klimaneutrales Energiekonzept Brotfabrik (öffentlich)Seite 1 von 18
greenUP
KLIMANEUTRALES
ENERGIEKONZEPT
BROTFABRIK
XSeite 2 von 18
KLIMANEUTRALES ENERGIEKONZEPT BROTFABRIK2
greenUP X
Aufgabe ist die fachliche Unterstützung bei der Ausarbeitung eines Antrags bei dem Fördermittelgeber BBSR (Bonn/Berlin) im Rah-
men des Bundesförderprogramms Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur (SJK).
Ziel ist valide Baukostenangaben im Planungsbereich der Leistungsphase 3 (HOAI) mit der Projektskizze abgeben zu können. Hier-
für sind CAD-Zeichnungen (mit ArchiCAD) und eine Energiesimulation zu erstellen, woraus sich dann die Baukosten der Kostengrup-
pen 200, 300, 400, 500 und 700 (DIN 276) für die Energetische Sanierung des Kulturzentrums Brotfabrik in Bonn ableiten lassen.
Diese Angaben sind wesentlicher Bestandteil, um die zuwendungsfähigen Gesamtausgaben berechnen zu können, was Grundlage
für die Bewilligung des Zuschusses durch das Bundesbauministerium, vertreten durch das BBSR, ist. Die Fördergelder kommen aus
dem Klima- und Transformationsfonds des Bundes. Die damit verbundenen Anforderungen sind anspruchsvoll und sind im Anhang
zusammen gefasst.
Als weitere Grundlage liegen dieser Zusammenfassung mehrere Abstimmungsgespräche mit dem AG zugrunde, sowie umfang-
reiches Planmaterial, das wir gesichtet und ausgewertet haben. Es handelt sich um ein zweistu昀椀ges Antragsverfahren. In diesem
Handout geht es darum den Antrag soweit fachlich zu quali昀椀zieren, dass er eine möglichst hohe Aussicht auf eine Bewilligung hat.
In der Regel wird ein Antrag dann auch bewilligt, sobald ein positiver Bescheid zur Antragsskizze vorliegt. Deshalb ist die Projekts-
kizze der wichtigere und deshalb aufwendigere Teil.
Das Bearbeitungsteam besteht aus insgesamt neun Fachleuten, um die Leistungen trotz der kurzen Bearbeitungszeit in ausrei-
chenden Bearbeitungstiefe termingerecht liefern zu können. Die Projektleitung liegt bei Dipl.-Ing. Architekt Christoph Lichtenberg,
ArchitekturWerk-Stadt, Königswinter und Dipl.-Ing. Architektur Holger Wolpensinger, greenUP Bonn, die zusammen als Bieterge-
meinschaft für die Qualität der Arbeiten garantieren.
AUFGABESeite 3 von 18
KLIMANEUTRALES ENERGIEKONZEPT BROTFABRIK3
greenUP X
PERSPEKTIVE KonzeptSeite 4 von 18
KLIMANEUTRALES ENERGIEKONZEPT BROTFABRIK4
greenUP X
FÖRDERPROGRAMM
Zusammenfassung der Anforderungen der Antragsskizze
Das Projekt soll mindestens dem Planungsstand der LP 3 entsprechen:
LPH 1: Grundlagenermittlung mit Prüfung des Kostenrahmens vom Bauherren
LPH 2: Vorplanung mit Kostenschätzung
LPH 3: Entwurfsplanung inklusive Kostenberechnung
Wie weit darf ein Projekt vorangeschritten sein?
Konzept- und Planungsleistungen bis einschließlich Leistungsphase fünf (5) HOAI vor Erteilung des
Zuwendungsbescheids wirken sich nicht förderschädlich aus.
Die Planung soll barrierefrei, mit ökol. Baustoffen und klimaresilient/klimaangepasst sein.
In der Regel sind die Kostengruppen 200, 300, 400, 500 und 700 (DIN 276) Bestandteil der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben.
Eigene Leistungen der Kommune, zum Beispiel für eigenes Personal oder interne Planungsleistungen, sind nicht förderfähig.
Ermittlung der Gesamtausgaben und der Finanzierungsanteile
1.) Konzeptionelle, investitionsvorbereitende und investive Kosten, in der Regel KG 200, 300, 400, 500, 700 gemäß DIN 276
2.) zuzüglich Umsatzsteuer, welche nicht als Vorsteuer abzugsfähig ist
3.) zuzüglich Ausgaben für energetische Fachplanungs- und Baubegleitungsleistungen durch Energieef昀椀zienz-Expertinnen/Experten
Empfehlung: Einbindung von akkreditierten EEE ist bereits bei der Erarbeitung der Projektskizze möglich und erfolgt in eigener Verantwortung der Kommunen.
Anforderung
- Spätestens nach erfolgter Projektauswahl sind die EEE zur Beratung und Begleitung bei Fachplanungs- und Bauleistungen einzubeziehen.
- Die EEE begründen eventuelle Ausnahmetatbestände bei der Antragstellung und bestätigen nach Abschluss der Maßnahmen die Erfüllung der Fördervoraussetzungen.
- Bei Gebäuden ist das Erreichen der jeweiligen Ef昀椀zienzgebäude-Stufe als Fördervoraussetzung jedoch immer sicherzustellen.
Ratsbeschluss
Das Einreichen eines Ratsbeschlusses, der die Teilnahme am Projektaufruf billigt, ist erforderlich.
Geben Sie hier an, ob Sie diesen bereits mit der Projektskizze oder nachträglich einreichen.
Frist Abgabe Projektskizzenformular easy-Online: 15.9.2023
Frist Nachreichung von Unterlagen: 06.10.2023
Quelle: www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/forschung/aufrufe/aktuelle-meldungen/sanierung-kommunaler-einrichtungen-sjk.html
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KLIMANEUTRALES ENERGIEKONZEPT BROTFABRIK5
greenUP X
KULTURZENTRUM BROTFABRIK
Der Gebäudekomplex der bis 1984 in Betrieb
befindlichen ehemalige Brotfabrik Germania im
Bonner Stadtteil Beuel wurde 1986 mit Hilfe der Stadt
Bonn und sehr großer Eigenleistung des aus einer
studentischen Initiative hervorgegangenen
Trägervereines Traumpalast e.V. dahingehend
ertüchtigt, dass dort ein Soziokulturelles Zentrum
errichtet werden konnte. Die einzelnen Bereiche
haben sich im Laufe der ersten 15-20 Jahre
differenziert und professionalisiert, so dass derzeit
unter dem Dach des Trägervereines folgende
Kulturbetriebe im Kulturzentrum Brotfabrik Bonn
ansässig sind: Bildungswerk Brotfabrik, Brotfabrik
Bühne Bonn, Bonner Kinemathek, Förderverein
Filmkultur Bonn, Theater Marabu, Tanzwerke Vaněk
Preuß, Tanzgenerator Bonn, Tanzwerkstatt für Kinder
und Jugendliche, Ga-lerie Brotfabrik und Ton25
Musikproduktion.
Im Bereich der kulturellen Bildung und Kinder- und
Jugendarbeit steht das Kulturzentrum Brotfabrik
Bonn für einen niederschwelligen Zugang ohne
Einkom-mensbarrieren. Das hoch diversifizierte
Angebot für alle Generationen und un-
terschiedlichste Zuschauerinnen und Teilnehmer*innen
schafft Identifikation auch über lange Zeiträume. Die
Rezeption verschiedenster kultureller Angebote ver-
schränkt sich mit partizipatorischen Projekten. Die
Veranstaltungen erreichen jährlich ca. 150.000 Be-
sucher*innen und Teilnehmer*innen.
In den Projekten, die der Traumpalast e.V. initiiert,
bildet die kulturelle und künst-lerische Arbeit für und
mit Kindern und Jugendlichen einen Schwerpunkt.
Zudem realisiert der Trägerverein Veranstaltungen, die
die kulturellen und künstlerischen Kompetenzen aller
im Haus beheimateten Betriebe nutzen, wie bei-
spielsweise Projekttage für Schulen, Lehrer*innen-
Fortbildungen, Kulturfeste, kulturpolitische Veran-
staltungen und Open Spaces zur Stadtteilentwicklung.
© Abb.: Stadt BonnSeite 6 von 18
Seite 7 von 18
KLIMANEUTRALES ENERGIEKONZEPT BROTFABRIK7
greenUP X
PLÄNE Erdgeschoss - Obergschoss
Erdgeschoss
1. ObergeschossSeite 8 von 18
Seite 9 von 18
KLIMANEUTRALES ENERGIEKONZEPT BROTFABRIK9
greenUP X
Klimaneutrale Energieversorgung
• Dämmung der Gebäudehülle auf KfW 70
• Klärung der konstruktiven Standarddetails
• Nutzung von erneuerbaren Energien
• Auslegung der Energieanlagen für Heizung, Kühlung, Lüftung, Strom, Warmwasser, Speicher
• Ermittlung der Kostengruppe 200, 300, 400, 500 und 700 (DIN 276)
ZIELESeite 10 von 18
KLIMANEUTRALES ENERGIEKONZEPT BROTFABRIK10
greenUP X
TABELLEN KOSTENSANIERUNGSMAßNAHMEN
Das Ziel der Sanierungsmaßnahmen für das Vorhaben „Brotfabrik“, ist die Verbesserung
des Energiestandards des Gebäudes auf den Standard KfW Ef昀椀zienzhaus 70 (EH 70). Die
Ef昀椀zienzhaus-Stufen sind Bestandteil der neuen Bundesförderung für ef昀椀ziente Gebäu-
de (BEG). Für den EH 70-Standard müssen folgende Anforderungen erfüllt werden:
• Primärenergiebedarf Qp < 122 kWh/m²
• mittlerer U-Wert für opake Bauteile Um < 0,26 W/m²K
• mittlerer U-Wert für transparente Bauteile Um < 1,4 W/m²K
• mittlerer U-Wert für Türen, Lichtkuppeln, etc. Um < 2,4 W/m²K
Diese Werte beziehen sich auf das gesamte Gebäude. Die genannten U-Werte beziehen
sich auf die zur Gebäudehüllfläche gehörenden Bauteile.
Alle Berechnungen wurden in der Software „Energieberater 18599 3D PLUS“ der
Firma Hottgenroth durchgeführt. Diese Orientiert sich am GEG 2023 und der Norm
DIN 18599:2018. Das Gebäude wurde als Nichtwohngebäude dreidimensional
erfasst und zonenweise mit Anlagentechnik abgebildet.
Die Gebäudehüll昀氀äche wurde an allen Flächen mit zusätzlichen Dämmungen oder kom-
plett neuen Aufbauten angedacht. Außenwände und an Böden sollen außen gedämmt
werden, wenn dies zugänglich ist, andernfalls sollen diese innen gedämmt werden. Fens-
ter, Türen und Dächer sind auszutauschen.
Die Anlagentechnik wird durch den Austausch der Heizwärmeerzeugung verbessert.
Die Heizkessel des Baubestands sollen durch eine 100 kW Wasser-Wasser-Wärmepum-
pe und einen 30 kW Spitzenlastkessel ersetzt werden. Diese sollen zentral das gesamte
Gebäude beheizen. Für die Wärmepumpe ist jeweils ein Förder- und Schluckbrunnen
zu graben. Als Pufferspeicher wird im Innenhof ein 50 m³ Eisspeicher gebaut. Der
Spitzenlastkessel ist mit Rapsöl zu betreiben. Die Wärmepumpe versorgt Flä-
chenheizungen, welche in den Wandaufbau der Außenwände eingebaut werden
sollen. Große Räume werden von Infrarot-Heizstrahlern an Raumdecken oder Heiz-
luftregistern in der Lüftungsanlage erwärmt. Die Lüftungsanlage des Gebäudes soll
weitgehend erhalten bleiben, aber ein technisches Upgrade erhalten, um 87 %
Wärmerückgewinnung zu erreichen.
Um ein klimaneutrales Energiekonzept zu erzielen, wird der Energiebedarf des
Gebäudes mit einer 200 kW Photovoltaikanlage unterstützt. Diese Anlage ist auf den
Dachflächen zu installieren und soll mit einem 300 kWh Lithium-Ionen-Speicher
verbunden werden. Hierdurch soll die Eigennutzung der generierten elektrischen
Energie maximiert werden und Überschüsse sollen ins Stromnetz eingespeist werden.
Mit den angedachten Sanierungsmaßnahmen wurden folgende Werte erreicht:
• Primärenergiebedarf Qp = 78,2 kWh/m²
• mittlerer U-Wert für opake Bauteile Um = 0,16 W/m²K
• mittlerer U-Wert für transparente Bauteile Um = 1,0 W/m²K
• mittlerer U-Wert für Türen, Lichtkuppeln, etc. Um = 2,2 W/m²K
Somit sind alle Anforderungen an den Standard EH 70 erfüllt und bei geringfügigen
Abweichungen zum aktuellen Sanierungsplan, wäre eine Verschlechterung dieser Werte
noch mit Einhaltung des Standards verbunden.
Simulation in Hottgenroth ETU Planer (KfW EH 70)Seite 11 von 18
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KLIMANEUTRALES ENERGIEKONZEPT BROTFABRIK12
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• 200 kWpeak Anlage
• Ca. 1000 m² Generator昀氀äche
• Akku 200 kWh Leistung
• Rund 200 MWh/Jahr Ertrag
• Eigenstromverbrauch inkl. Akku: ~ 60%
• Etwa 4000 €/Jahr Vergütung
• Ca. 1000 €/kWpeak ca. 200.000 € Investitionskosten
PHOTOVOLTAIKKONZEPT ENTWICKELNSeite 13 von 18
KLIMANEUTRALES ENERGIEKONZEPT BROTFABRIK13
greenUP X
Bautechnische Maßnahme gegen die „trockenen“ folgen des Klimawandels:
2.1 Hitze
• Für die Beschattung des Innenhofes sind Sonnensegel vorzusehen
• Außenliegender Sonnenschutz an allen Fenstern ist vorzusehen.
• Wo möglich, ist Fassaden- und Dachbegrünung vorzusehen
--> Sonnensegel
--> Außenliegender Sonnenschutz
--> Fassadenbegrünung (bodengebunden)
2.2 Trockenheit/Dürre
• Im Zusammenspiel mit den Maßnahmen gegen Starkregen ist eine Zisterne zur Grünbewässerung vorzuse-
hen. In Trockenperioden ist kein kostspielig aufbereitetes Trinkwasser zur Bewässerung zu nutzen --> Zister-
ne (siehe Starkregen)
2.3 Sturm
• Dachaufbauten, wie PV-Anlagen sind besonders gegen die vorhersehbaren starken Windböen zu sichern.
--> PV-starke Verankerung
--> Flachdach, keine Sturmklammern notwendig
2.4 Blitz
• Ein Blitzschutz ist vorzusehen --> Blitzschutz ist im Sanierungskonzept vorgesehen.
2.5 Schneelast
• Auch wenn die Winter immer schneeärmer werden, kann nach DWD dennoch eine zeitweise extreme Schnee-
belastung auftreten. Die Dachstatik ist darauf auszulegen. Schneegitter sind über den Eingangsbereichen auf
dem Dach zu installieren.
--> Berücksichtigung der Schneelast ist in der Tragwerksplanung berücksichtigt.
2.6 Abnahme der Biodiversität
• Gebäudegrün bestehend aus Fassaden- und Dachbegrünung ist vorzusehen. Es ist zu prüfen, ob die stati-
schen Voraussetzungen für eine intensive Dachbegrünung, ggf. sogar ein urban gardening möglich sind.
--> Dachbegrünung unter/neben PV
--> Bodengebundene Fassadenbegrünung
--> Nisthilfen für Mauersegler wird vorgesehen
PFLICHTENHEFT KLIMAANPASSUNG
Naturgefahren am Standort - Bearbeitungsschritte
1. IST-Erfassung und bautechnische Maßnahmen
Nachdem die Risiken und Gefährdungen durch die „nassen und trockenen“ Folgen des Klimawandels auf das
Gebäude ermittelt wurden, gilt es einzelne und jeweils bautechnische Maßnahmen zur Resilienz der „Brotfabrik“
zu erarbeiten.Dabei sind sowohl die konkreten Gefährdungen als auch die bekannten Folgen des Klimawandels
auf das Gebäude im Jahr 2050 und später einzubeziehen. Ein P昀氀ichtgenheft mit Checklisten wird hierfür erarbei-
tet. Die klimaangepassten Sanierungsmaßnahmen haben sowohl Ökosystempotentiale als auch unter einander
Synergieeffekte. Diese werden herausgestellt.
Bautechnischer Maßnahme gegen die „nassen“ folgen des Klimawandels:
1.1 Hochwasser
Bislang keine erkennbaren Gefahren und keine bautechnischen Maßnahmen notwendig. In den HQ 100 karten
der Stadt Bonn ist die Liegenschaft nicht im Überschwemmungsgebiet ausgewiesen.
1.2 Starkregen
Es ist ein „Schwammgrundstück anzustreben. In der Starkregengefahrenkarte der Stadt Bonn ist die Liegen-
schaft als im nicht gefährdeten Bereich ausgewiesen.
• Dazu ist der Innenhof so zu gestalten, dass er kurzzeitig ein Starkregenereignis rückhalten kann.
• Verkehrs昀氀ächen sind nach FLL-Richtlinien wasserdurchlässig (HGT) zu gestalten
• Es sind in Randstreifen Sicker昀氀ächen mit Zugang zu Rigolen zu schaffen, die die Wassermengen eines Stark-
regenereignisses (nach DWD) aufnehmen können.
• Es ist eine Zisterne mit ausreichender Dimensionierung vorzusehen. Sie muss für eine Trockenperiode von
3-5 Wochen die Bewässerung der Grün昀氀ächen, Fassadenbegrünung sicherstellen. Sie sollte auf eine ge-
bäudeinterne Grauwassernutzung (WC) ausgerichtet sein.
• Auf einen Regenwasserkanal ist zu verzichten
--> Zisterne 10.000 l mit Einbau 15.000 €
--> Sickertunnel mit Einbau 10.000 €
1.3 Hagel
• Für Dachoberlichter sind Hagelgitter vorzusehen
-> Dazu ist der Innenhof so zu gestalten, dass er kurzzeitig ein Starkregenereignis rückhalten kann.
• Verkehrs昀氀ächen sind nach FLL-Richtlinien wasserdurchlässig (HGT) zu gestalten
• Es sind in Randstreifen Sicker昀氀ächen mit Zugang zu Rigolen zu schaffen, die die Wassermengen eines Stark-
regenereignisses (nach DWD) aufnehmen können.
• Es ist eine Zisterne mit ausreichender Dimensionierung vorzusehen. Sie muss für eine Trockenperiode von
3-5 Wochen die Bewässerung der Grün昀氀ächen, Fassadenbegrünung sicherstellen. Sie sollte auf eine ge-
bäudeinterne Grauwassernutzung (WC) ausgerichtet sein.
• Auf einen Regenwasserkanal ist zu verzichten
--> Zisterne 10.000 l mit Einbau 15.000 €
--> Sickertunnel mit Einbau 10.000 €
SKJ - Bewertungskriterium
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2CHH? >?M 1?NCFC?HWSeite 14 von 18
KLIMANEUTRALES ENERGIEKONZEPT BROTFABRIK14
greenUP X
PFLICHTENHEFT RECYCLINGBAUSTOFFE
Nachhaltige Materialgewinnung
(z.B. Beton aus recycelten Abfällen)
Bei den Sanierungsarbeiten des Gebäudes werden,
wo immer möglich, RC-Baustoffe (siehe Tabelle) verwendet.
Gewerkespezi昀椀sche Einsatzbereiche von RC-Baustoffen im Hochbau
Quelle:
Dr. rer.nat. Dipl.-Ing. Bernhard Fischer
IBF Ingenieurtechnische Beratung Fischer
bestellter Sachkundiger Hochwasser-, Starkregen-
schutz, Grundstücksentwässerungsberater
Gewerk/Einsatzbereich
Gewerk/Einsatzbereich
Rohbau/Außenwände
Fenster-/Türenbau
Deckenkonstruktionen
Putz
Innenausbau
Bodenbeläge
Fassadenbau
Dach
Dämmung
RC-Baustoff
RC-Baustoff
Mit Reststoffen porosierte Mauerziegel
Kalksandsteine aus Hüttensand
Schalungselemente aus Alt-Polystyrol (EPS)
Leichtbeton mit Zuschlag aus Mauerziegeln
Beton-Elemente mit Anteil Beton-Rezyklat
Lehmziegel aus wiedergewonnenen Lehm-Massen
Bautenschutzmatten aus Altgummi
PVC-Pro昀椀le mit Recyclinganteil
Türblätter aus Holzresten (Pressspanplatten)
Holzformbalken aus Holzresten
Fließestrich aus REA-Gips
Trittschalldämmbahnen aus Altglasgranulat
Schalldämmmatten aus Altgummi
REA-Gipsputz
Wärmedämmputz mit Altglasgranulat
Wärmedämmputz mit Alt-Polystyrol (EPS)
Pressspanplatten aus Holzresten
Gipsspanplatten aus Holzresten
Gipsfaser-/Gipskartonplatten mit REA-Gips und Altpapier
Gipsfaser-/Gipskartonplatten mit Anteil recyklierter Platten
Holzweichfaserplatten aus Holzresten
Raufaser- und Untertapeten aus Altpapier
Zellulose-Spritzbeschichtung aus Altpapier
PVC-Bodenbeläge mit Recycling-Anteil
Bodenpaneele aus Getränkekartons
Fallschutzplatten aus Altreifengranulat
Bodenbeläge aus Altkunststoffen
Extensives Gründach
Bei der Substratschicht der extensiven Dachbegrünung wird Ziegelsplitt verwendet. So kann auf
Lavagestein verzichtet werden, da der Abbau des Lavagesteins in Konkurrenz zum Landschaftsschutz
in der Eifel steht.
Wegebau im Gartenbereich
Bei dem Wegebau im Gartenbereich wird ein Wegeaufbau aus RCL-Wegebaumaterial verwendet.
Fassadensanierung
Bei der Fassadensanierung wird auf Verbundbaustoffe wie ausgeschäumte Fassadenelemente
verzichtet, um eine recyclingfreundliche Rückgewinnung der Materialien zu gewährleisten.
Trägerplatten aus Altglas für Putzfassaden
Dekopro昀椀le aus Altglas für Fassaden
Holzformbalken aus Altglas für Fassaden
Betondachsteine aus Betonrecyclat
„Kunstschiefer“ aus Schieferresten
Dachschutzbahnen aus Altreifengranulat
Dachsystemteile aus Altkunststoffen
Glaswoll-Dämmstoff mit Altglasrecyclat
Mineralische Faserdämmstoffe mit Anteil aus alten Faserdämmstoffen
Schaumglasgranulat aus Altglasrecyclat
Schaumglasgranulat mit Anteil aus altem Schaumglas
Zellulose-Dämmstoff und -Dämmplatten aus Altpapier
Schafwoll-Dämmstoff mit Recyclatanteil
Recycling-Korkschrot
Holzweichfaserplatten aus Holzresten
Dämmschüttungen aus Porenbetongranulat
Leichtlehmplatten aus wiedergewonnenen Lehm-Massen Grundsatz
Bei der Verwendung von RC-Baumaterialien wird das Gebäude wird
als „Baustoffzwischendepot“ im Sinne von urban minig verstanden.
SKJ - Bewertungskriterium
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:QN M?=V=?FP?H A<@;FF?HSeite 15 von 18
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KLIMANEUTRALES ENERGIEKONZEPT BROTFABRIK17
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KLIMANEUTRALES ENERGIEKONZEPT BROTFABRIK18
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Impressum
Mitwirkende
Chris Lichtenberg ArchitekturWerk Stadt, Königswinter: www.architekturwerk-stadt.de
Projektleitung Architektur und Energetische Sanierung der Gebäudehülle, Baukosten KG 200, 300, 400, 500, 700
greenUP Architektur & Bauberatung: www.greenup.one
Holger Wolpensinger greenUP Architektur & Bauberatung, Bonn: Geschäftsführung
Marica Vitt greenUP Architektur, Bonn: Zeichnungen, Bauko-Details; ArchiCAD 3D Zeichnung; Renderings und Layout
Konstantin Karkos greenUP Solar, Bonn: Energieanlagenauslegung, Energie- und Heizlastsimulation, Ermittlung der Baukosten KG 400
Kristina Viehmann greenUP Solar, Bonn: Konzeption Klimaneutrales Energiekonzept, Heizlastsimulation, PV-Anlagensimulation
Kevin Depner greenUP Solar, Bonn: PV-Anlagensimulation, Heizlastsimulation
Carolin Thomann greenUP Design, Berlin: Layout und Gra昀椀k
Dr. Bernhard Fischer, IBF Ingenieurtechnische Beratung Fischer, bestellter Sachkundiger Hochwasser-, Starkregenschutz,
Grundstücksentwässerungsberater, Velbert: P昀氀ichtenhefte Klimaanpassung und Recyclingbaustoffe
Martin Lang Fachplanungs- und Sachverständigenbüro für Bauphysik und energieef昀椀zientem Bauen: www.oekologisch-bau-en.de
Sankt Katharinen b. Linz: Controling Energiekonzept und Baukosten KG 400
Kulturzentrum Brotfabrik Bonn: www.brotfabrik-bonn.de
Trägerverein Traumpalast e.V.
Vertreten durch die Vorstände Tina Jücker und Guido Preuß
Koordination: Jennifer Merten, Kulturmanagement Traumpalast e.V.
Auftraggeber
brotfabrik Familien KG, Bonn
Vertreten durch
Dr. Ulrich Meier, Bonn
Markus Schönenberger, BonnSeite 18 von 18

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Datenstand: 03.11.2026, 12:49 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de