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231703 · Beschlussvorlage

Energetische Sanierung der Brotfabrik

Nummer
231703
Art
Beschlussvorlage
Veröffentlicht
16.09.2023
Letzte Änderung
16.09.2026
  1. Sitzung des Rates 19.09.2023 Entscheidung federführend
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Untergeordnet

  1. 231703-01 ST Energetische Sanierung der Brotfabrik
  2. 231703-02 Energetische Sanierung der Brotfabrik

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Beschlussvorlage
öffentlich
231703
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
85 Städtisches Gebäudemanagement Bonn
Dezernat:
SGB
Energetische Sanierung der Brotfabrik
Beratungsfolge
Rat 19.09.2023 Entscheidung
Begründung der Dringlichkeit:
Für eine energetische Sanierung des Kulturzentrum Brotfabrik
(Traumpalast e.V.) gibt es die Möglichkeit, Fördermittel in einer Höhe
von bis zu 45% zu beantragen. Die Verwaltung hat am 15.09.2023 eine
Projektskizze im Rahmen des Bundesföderprogramms „Sanierung
kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“
(SJK) beim Fördergeber eingereicht. Für die Einreichung ist ein
Ratsbeschluss über den städtischen Eigenanteil notwendig. Ein
Beschluss in der fristgerecht zu erreichenden Ratssitzung vom
09.11.2023 wäre dazu zu spät. Eine fristgerechte Erstellung der
Beschlussvorlage war nicht möglich, da das vollständige
Sanierungskonzept erst am 13.09.2023 vorlag.
Beschlussvorschlag
1. Der auf dem vorliegenden Sanierungskonzept der Brotfabrik basierende
städtische Eigenanteil in Höhe von bis zu 1,9 Mio. € wird, sobald ein
positiver Förderbescheid vorliegt und die Entscheidung Ende des
Jahres zu Gunsten des Projekts ausfällt, im Haushalt bereitgestellt.
2. Das SGB wird beauftragt, bis Ende des Jahres, eine
Entscheidungsvorlage über die Weiterführung des Projekts in dem
angemieteten Objekt einzubringen. Diese beinhaltet eine
Wirtschaftlichkeitsbetrachtung über den städtischen Eigenanteil sowie
eine Auflistung und Einschätzung aller relevanten Risiken und
Belastungen für die Stadt / den Vermieter. Das Ziel der
Wirtschaftlichkeitsbetrachtung ist zu untersuchen, ob und in welcher
Höhe ein Investitionskostenzuschuss der Bundesstadt Bonn durch
Anpassung von z.B. Mietkonditionen und/oder Einsparungen z.B. bei
den Nebenkosten mittelfristig gegenfinanziert werden kann.
BegründungSeite 1 von 3
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Das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen
Sport, Jugend und Kultur“ (SJK) fördert Gebäude aus diesen Bereichen bei
denen die Effizienzgebäude-Stufe 70 nach der Sanierung erreicht wird. Im
Rahmen der Förderung kann ein Zuschuss von maximal 45 % erhalten werden.
Die verbleibenden 55 % sind als städtischer Eigenanteil bereitzustellen.
Im ersten Schritt musste durch die Kommune eine Projektskizze bis zum
15.09.2023 eingereicht werden. Für die Skizze wird ein Ratsbeschluss benötigt,
der bis zum 06.10.2023 nachgereicht werden kann. In einem Auswahlverfahren
Ende 2023 werden die Projekte ausgewählt, die einen Förderantrag stellen
dürfen. Dabei wird der Prozess durch Koordinierungsgespräche mit dem
Fördermittelgeber unterstützt. Im Falle eines positiven Bescheids könnte die
Maßnahme Ende 2024 starten und müsste bis Ende 2028 abgeschlossen
werden.
Seit August ist das SGB mit dem Traumpalast e.V. und den Eigentümern im
engen Austausch zur Einreichung einer Projektskizze. Die Sanierung der
Brotfabrik umfasst insbesondere eine Dämmung der Gebäudehülle, eine
Dachsanierung und den Austausch der Heizanlage. Darüber hinaus wird der
barrierefreie Zugang sichergestellt. Diese Maßnahmen unterstützen in hohem
Maße das vom Stadtrat beschlossene Ziel der Klimaneutralität bis 2035 sowie
die Anforderungen an die Barrierefreiheit öffentlicher Gebäude.
Das vorläufige finale Sanierungskonzept der Brotfabrik liegt dem SGB seit dem
13.09.2023 vor. In der Kürze der Zeit und aufgrund der Komplexität des
Vorgangs kann die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit und der Risiken nicht
zeitnah erfolgen. Die Herausforderung besteht darin, dass es sich um ein
angemietetes Objekt handelt und nicht um ein kommunales Gebäude. Es steht
damit nicht im Eigentum der Stadt Bonn.
Für die finale Entscheidungsvorlage müssen Wege gefunden werden, wie der
städtische Eigenanteil refinanziert bzw. gedeckt werden kann. Mittel aus dem
Wirtschaftsplan des SGB stehen nicht zu Verfügung. Die Beurteilung der
Wirtschaftlichkeit sowie die Einschätzung der Risiken und später der baulichen
Umsetzung der Sanierung wird erhebliche Kapazitäten im SGB binden.
Damit die Brotfabrik im Auswahlverfahren für eine Förderung weiterhin
berücksichtigt werden kann, hat das SGB die Projektskizze am 15.09.2023, auf
Basis des vorliegenden Sanierungskonzepts, eingereicht. Notwendig ist zudem
ein Beschluss des Rates über den städtischen Eigenanteil, der mit diesem
Beschluss erfolgt. Voraussichtlich Ende des Jahres wird der Politik eine finale
Entscheidungsgrundlage vorgelegt.
Die Brotfabrik
Der Gebäudekomplex der bis 1984 in Betrieb befindlichen ehemalige Brotfabrik
Germania im Bonner Stadtteil Beuel wurde 1986 mit Hilfe der Stadt Bonn und
sehr großer Eigenleistung des aus einer studentischen Initiative
hervorgegangenen Trägervereines Traumpalast e.V. dahingehend ertüchtigt,
dass dort ein Soziokulturelles Zentrum errichtet werden konnte. Die einzelnen
Bereiche haben sich im Laufe der ersten 15-20 Jahre differenziert undSeite 2 von 3
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professionalisiert, so dass derzeit unter dem Dach des Trägervereines folgende
Kulturbetriebe im Kulturzentrum Brotfabrik Bonn ansässig sind: Bildungswerk
Brotfabrik, Brotfabrik Bühne Bonn, Bonner Kinemathek, Förderverein Filmkultur
Bonn, Theater Marabu, Tanzwerke Vaněk Preuß, Tanzgenerator Bonn,
Tanzwerkstatt für Kinder und Jugendliche, Galerie Brotfabrik und Ton25
Musikproduktion.
Die Veranstaltungen erreichen jährlich ca. 150.000 Besucher*innen und
Teilnehmer*innen.
In den Projekten, die der Traumpalast e.V. initiiert, bildet die kulturelle und
künstlerische Arbeit für und mit Kindern und Jugendlichen einen Schwerpunkt.
Zudem realisiert der Trägerverein Veranstaltungen, die die kulturellen und
künstlerischen Kompetenzen aller im Haus beheimateten Betriebe nutzen, wie
beispielsweise Projekttage für Schulen, Lehrer*innen-Fortbildungen,
Kulturfeste, kulturpolitische Veranstaltungen und Open Spaces zur
Stadtteilentwicklung.
Anlage/n
KeineSeite 3 von 3

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Datenstand: 02.11.2026, 21:55 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de