222243-01 ST · Stellungnahme der Verwaltung
FDP-Große Anfrage: Landesvermessungsamt Muffendorf; Pläne zur Erweiterung als Flüchtlingsunterkunft
Kerndaten
- Nummer
- 222243-01 ST
- Art
- Stellungnahme der Verwaltung
- Veröffentlicht
- 25.01.2023
- Letzte Änderung
- 16.09.2026
Beratungsfolge
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
Verwandte Vorlagen
Übergeordnet
Volltext
Maschinell aus dem PDF extrahierter Text — Tabellen und Layout gehen verloren. Maßgeblich ist das PDF: PDF öffnen ↗.
Text anzeigen (5.109 Zeichen)
Stellungnahme der Verwaltung öffentlich 222243-01 ST Die Oberbürgermeisterin Federführung: 50 Amt für Soziales und Wohnen Dezernat: Dez. V FDP-Große Anfrage: Landesvermessungsamt Muffendorf; Pläne zur Erweiterung als Flüchtlingsunterkunft Beratungsfolge Ausschuss für Soziales, Migration und Gesundheit 24.01.2023 Kenntnisnahme Inhalt der Stellungnahme: 1.Seit wann weiß die Verwaltung, dass es Absichten der Landes- und Bezirksregierung gibt, die Immobilie weiter als bisher zur Unterbringung von Flüchtlingen auszubauen? Ein Gespräch zwischen Vertreter*innen der Bezirksregierung Köln und der Stadtverwaltung hat am 19.10.2022 stattgefunden. Dort wurden jedoch nur grundsätzliche Fragestellungen erörtert. 2. Soll die Einrichtung weiterhin als Erstaufnahmeeinrichtung betrieben werden oder ist geplant, Flüchtlingen dort dauerhaft unterzubringen? 3. Welche Belegungszahlen sind in Planung? 4. Ist es richtig, dass bei Hinzuziehung aller Gebäudeteile eine Unterbringung von bis zu 2.000 Menschen möglich ist? 5. Wann sollen konkret Untersuchungen des baulichen Bestands aller Gebäudeteile durch Architekten, Ingenieure und Planer stattfinden mit der Absicht, zusätzliche Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge zu schaffen? Zur Beantwortung der Fragen 2 – 5, 7, 8 und 11 wird an die Bezirksregierung Köln verwiesen. 6. Wurde angesichts der dramatischen Ausweitung der Kapazitäten der Runde Tisch Flüchtlingshilfe in Bad Godesberg eingebunden und wenn nicht, warum nicht bzw. wann wird dies geschehen? Hierzu bestand bis dato keine Veranlassung. 7. Ist nicht anzunehmen, dass angesichts einer solchenSeite 1 von 3 Seite 2 Konzentration von Flüchtlingen die Kapazitäten ehrenamtlicher Betreuung an ihre Grenzen stoßen? Zur Beantwortung der Fragen 2 – 5, 7, 8 und 11 wird an die Bezirksregierung Köln verwiesen. 8. Wie soll die persönliche Betreuung einer solch großen Zahl von Flüchtlingen ausgestaltet werden? Z.B. welche traumatherapeutischen Kapazitäten stehen zur Verfügung, wie verhält es sich mit Ärzten und Krankenhausbetten? Zur Beantwortung der Fragen 2 – 5, 7, 8 und 11 wird an die Bezirksregierung Köln verwiesen. 9. Wie verhält es sich mit den Kapazitäten von Kindertageseinrichtungen und Schulen aller Kategorien? Die Zuweisung und Verteilung neu zugewanderter Schüler*innen erfolgt durch die Bezirksregierung, Untere Schulaufsicht. Seit März 2022 sind bis jetzt im Grundschulbereich rd. 460 Schüler*innen zusätzlich an Bonner Schulen zugewiesen und aufgenommen worden, rd. 720 In der Sekundarstufe I und rd. 160 in der Sekundarstufe II. Die Untere Schulaufsicht beabsichtigt, zum Stichtag 15.12.2022 eine aktuelle Erhebung durchzuführen, um angesichts häufiger Fluktuationen neu zugewanderter Schüler*innen von den Schulen eine dann möglichst genaue Datenbasis zu erhalten. Die Verwaltung wird die Auswertung zur Verfügung stellen, sobald diese vorliegt. Bzgl. der Betreuungssituation in den Kindertageseinrichtungen verweist die Verwaltung auf die DS 221594-01 ST (Online-Version der Seite: https://www.bonn-verwaltung.sitzung- online.de/personal/vo020?VOLFDNR=2007977 ) 10. Was wird die Verwaltung konkret unternehmen, dass Gebäudekapazität vorgehalten wird zur Ansiedlung eines Studiengangs der Hochschule Bonn/Rhein-Sieg? Die Verwaltung wird nichts weiter unternehmen, da es von Seiten der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg nur Überlegungen hinsichtlich der Kurfürstenallee gibt. Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg hatte eine Förderung des Landes NRW im Rahmen des „Cyber-Campus Nordrhein- Westfalen“ für die Einführung eines Studienprogrammes Cybersicherheit erfolgreich eingeworben. Die Pilotphase des neuen Studienangebots begann im Wintersemester 2020/2021 am Campus Sankt Augustin. Verwaltung und Politik der Stadt Bonn haben das Antragsverfahren der Hochschule durch eine Absichtserklärung und entsprechende kommunale Beschlüsse unterstützt und setzen sich weiterhin dafür ein, dass das neue Studienangebot mittelfristig an der Kurfürstenallee 2-3 in Bad Godesberg realisiert werden kann. Voraussichtlich im Jahr 2024, wenn das Pilotprojekt evaluiert wird, wird frühestens erkennbar sein, obSeite 2 von 3 Seite 3 eine Perspektive für eine Förderung der Planungskosten seitens des Landes NRW bestehen wird. 11. Wie und wann plant die Verwaltung, die Bad Godesberger Bevölkerung offiziell einzuweihen und an der Entscheidung über die Ausweitung von Kapazitäten zur Flüchtlingsunterbringung zu beteiligen? Zur Beantwortung der Fragen 2 – 5, 7, 8 und 11 wird an die Bezirksregierung Köln verwiesen. 12. Wie sieht es konkret aus mit einer Erweiterung von Aufnahmekapazitäten in den anderen Stadtbezirken, speziell in Beuel? Im Stadtbezirk Beuel soll eine Containeranlage zur Unterbringung Geflüchteter mit einer Kapazität von 80 Plätzen entstehen. Möglicher Bezugstermin könnte Mitte nächsten Jahres sein. Die Verwaltung hat zudem in einer ehemaligen Gewerbehalle Aufnahmekapazitäten für bis zu 150 Menschen geschaffen. Damit soll Vorsorge für einen jahreszeitbedingten größeren Zulauf Geflüchteter getroffen und Unterbringungen in Turnhallen möglichst vermieden werden. Anlage/n KeineSeite 3 von 3
Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.
bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 10:56 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de