222006-92 AA · Änderungsantrag
FDP-Änderungsantrag: Zielbeschluss Bonner Klimaplan Antrag zur Vorlage 222006
Kerndaten
- Nummer
- 222006-92 AA
- Art
- Änderungsantrag
- Veröffentlicht
- 23.03.2023
- Letzte Änderung
- 16.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
Dateien
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Änderungsantrag öffentlich 222006-92 AA Antragsteller/in: Werner Hümmrich FDP-Fraktion im Rat der Stadt Bonn FDP-Änderungsantrag: Zielbeschluss Bonner Klimaplan Antrag zur Vorlage 222006 Beratungsfolge Rat 23.03.2023 Entscheidung Inhalt des Änderungsantrags Die Ziffern 1.-5. des Beschlussvorschlages (DS 222006) werden durch folgende Ziffern ersetzt: 1. Der Rat nimmt den Entwurf des Klimaplans und das Gutachten zur gesamtstädtischen Klimaneutralität zur Kenntnis. 2. Die im Doppelhaushalt 2023/24 für den Klimaplan vorgesehenen 50 Mio. Euro werden konzentriert auf den Ausbau von Fotovoltaik auf und die energetische Sanierung von kommunalen Liegenschaften sowie für weitere technische Lösungen konzentriert, um endlich im Konzern Stadt Bonn zu messbaren CO2-Einsparungen zu kommen und um die Kommune über den vorbildlichen Umgang mit ihren Liegenschaften überhaupt erst einmal in die Rolle eines ernstzunehmenden Gesprächspartners für Klimabelange zu bringen. 3. Die zur Umsetzung des Klimaplans eingeplanten 168 VZÄ werden unter den Vorbehalt gestellt, dass zunächst Personal nur dort aufgestockt wird, wo es zur Umsetzung des Antragspunktes 2. erforderlich ist, also in den Berufsfeldern von Ingenieuren, Technikern, Statikern, Bauplanern und Beschaffung. 4. Transparenz über die Fortschritte bei CO2-Einsparungen wird im Sinne des unter Antragspunkt 5. zum Thema Evidenz formulierten für die Öffentlichkeit hergestellt über ein Klimadashboard auf der Homepage der Bundesstadt Bonn. 5. Parallel hierzu wird die Beschlussvorlage zum Bonner Klimaplan unverzüglich mit den folgenden Maßgaben nachgebessert: • Evidenz:Voraussetzung zur ehrlichen Erreichung von Klimaneutralität ist die ausschließliche Berücksichtigung von Klimaschutzprojekten mit physikalisch messbaren oder eindeutig auf der Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse berechenbaren CO2-Energiesparpotenzialen, die im Einflussbereich der Kommune, der hier ansässigen Unternehmen sowie der Bürgerschaft liegen. • Effektivität:Unter dem Gesichtspunkt nachhaltigerSeite 1 von 3 Seite 2 Finanzierung sowie der Generationengerechtigkeit sind die CO2-Einsparungen pro eingesetztem Euro zu maximieren. • Effizienz:Begleitende kommunale Planungs- und Genehmigungsprozesse werden größtmöglich beschleunigt. Jegliche Doppelarbeit zu Bundes- oder Landesstrukturen sowie zum Bankensektor oder Arbeiten, die nicht unmittelbar zur Erreichung von CO2- Einsparpotenzialen dienen, sind zu vermeiden. • Priorisierung: Maßnahmen mit den größten und am schnellsten erreichbaren sowie repetitiv wirksamen Volumenbeiträgen sind als erste anzugehen. • Strategisches Controlling:Während des Umsetzungsprozesses muss ein fortlaufendes Monitoring stattfinden, ob die Maßnahmen im Ziel-, Zeit- und Kostenrahmen liegen. Falls nicht, muss umgehend nachgesteuert werden. Begründung Der Klimaplan setzt falsche Schwerpunkte. Er orientiert sich nicht an möglichst schnell umzusetzenden Lösungen, mit denen tatsächlich – und nicht nur rechnerisch – CO2-Emisision eingespart werden können. Bei Beschlussfassung des Dokuments in der jetzigen Form können nicht etwa unmittelbar Aufträge vergeben werden, um städtische Gebäude zu sanieren. Vielmehr müssen konkrete Umsetzungsschritte erst noch geplant und durch die politischen Gremien beschlossen werden. In der Konsequenz werden durch den Beratungsverlauf weiter wertvolle Monate vergehen, bevor erste konkrete Einsparmaßnahmen umgesetzt werden. Auch auf die Frage nach den größten Einsparmöglichkeiten, nach den am schnellsten zu erreichenden Einsparvolumina oder nach der Maximierung der Einsparung pro eingesetztem Euro liefert der Klimaplan keine Antworten. Es fehlt vollständig an der notwendigen Priorisierung der Maßnahmen. Nimmt man eine Priorisierung vor, kommt der Photovoltaik auf kommunalen Dächern eine besondere Bedeutung zu. Die Stadt verfügt über 1035 Dächer. Doch seit Monaten ist die Verwaltung trotz Solardachkataster nicht in der Lage, der Politik gegenüber darzulegen, welches Potenzial für Photovoltaik auf eben diesen 1035 Dächern zu finden ist (s. Große Anfrage FDP-Fraktion Drucksachen-Nr. 221757) Nach Vorstellungen der Verwaltung sollen 168 Vollzeitstellen geschaffen werden. Dies bedeutet eine Mehrbelastung des Haushaltes in Höhe von bis zu 18 Mio. €. Wird neues Personal eingestellt, muss das Gewicht verschoben werden hin zu den zur Umsetzung der beabsichtigten Maßnahmen notwendigen technischen und kaufmännischen Berufe.Seite 2 von 3 Seite 3 Anlage/n KeineSeite 3 von 3
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 10:09 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de