221831-02 · Mitteilungsvorlage
Der Bonner Freiraumplan – Nachreichung des Zwischenberichtes
Kerndaten
- Nummer
- 221831-02
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 30.12.2022
- Letzte Änderung
- 16.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda Kenntnisnahme
- Sitzung des Ausschusses für Wohnen, Planung und Bauen Kenntnisnahme
- Sitzung des Beirates Bürgerbeteiligung Kenntnisnahme
- Sitzung der Bezirksvertretung Hardtberg Kenntnisnahme
- Sitzung des Rates Kenntnisnahme
- Sitzung der Bezirksvertretung Beuel Kenntnisnahme
- Sitzung der Bezirksvertretung Bonn Kenntnisnahme
- Sitzung des Naturschutzbeirates Kenntnisnahme
- Sitzung des Ausschusses für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger Kenntnisnahme
- Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg Kenntnisnahme
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Mitteilungsvorlage öffentlich 221831-02 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 67 Amt für Umwelt und Stadtgrün Dezernat: Dez. III Der Bonner Freiraumplan – Nachreichung des Zwischenberichtes Beratungsfolge Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 17.01.2023 Kenntnisnahme Naturschutzbeirat 18.01.2023 Kenntnisnahme Bezirksvertretung Bad Godesberg 18.01.2023 Kenntnisnahme Bezirksvertretung Hardtberg 24.01.2023 Kenntnisnahme Bezirksvertretung Beuel 25.01.2023 Kenntnisnahme Ausschuss für Wohnen, Planung und Bauen 25.01.2023 Kenntnisnahme Beirat Bürgerbeteiligung 27.01.2023 Kenntnisnahme Bezirksvertretung Bonn 31.01.2023 Kenntnisnahme Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger 08.02.2023 Kenntnisnahme Rat 09.02.2023 Kenntnisnahme Mitteilung: Am 03. November 2022 wurde der Zwischenbericht zum Bonner Freiraumplan in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda durch die Mitarbeitenden des Planungsbüros „bgmr Landschaftsarchitekten GmbH“ mit einer Präsentation vorgestellt. In Ergänzung zur Mitteilungsvorlage (DS Nr.: 221831) wird nun der Zwischenbericht in schriftlicher Form, als Maßgabe in der Sitzung der BV Bonn am 15.11.2022, mit der Bitte um Kenntnisnahme nachgereicht, da eine persönliche Vorstellung in allen Gremien nicht möglich war. Die Erstellung des Endberichts ist für Mitte 2023 vorgesehen. In der Vorberatung des Zwischenberichts DS Nr.: 221831 wurde zudem in der Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg am 30.11.2022 um die Beantwortung folgender Fragen gebeten: Wie viele Bürger haben je Stadtbezirk, insbesondere aus Bad Godesberg, an den Spaziergängen teilgenommen? An dem Stadtteilspaziergang am 17.09.2022 im Stadtbezirk Bad Godesberg haben insgesamt 12 Personen teilgenommen. Bei den teilnehmenden Personen handelte es sich um 4 Arbeitnehmer*innen aus ansässigen Unternehmen des Bundesviertels und um 8Seite 1 von 64 Seite 2 Bewohner*innen. Die weiteren drei Spaziergänge in den Stadtbezirken waren wie folgt besucht: Beuel 15 Teilnehmende, Bonn 7 Teilnehmende, Hardtberg 15 Teilnehmende. Welche Fragen und Anregungen haben sich aus den Spaziergängen ergeben? Die Ergebnisse des Spaziergangs sind im Portal für Bürgerbeteiligung in Bonn unter www.bonn-macht-mit.de/freiraumplan dargestellt. Anlage/n 2 Bonner Freiraumplanung Zwischenbericht-komprimiert (öffentlich)Seite 2 von 64 KEEZ&Z/ZhDW>E '^Dd^d d/^,^&Z/ZhD<KEWd t/^,EZ/,dSeite 3 von 64 ŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶ ǁŝƐĐŚĞŶďĞƌŝĐŚƚ Ϯ bgmrLandschaŌsarchitekten AuŌraggeberin ƵŶĚĞƐƐƚĂĚƚŽŶŶ ŵƚĨƺƌhŵǁĞůƚƵŶĚ^ƚĂĚƚŐƌƺŶ ĞƌůŝŶĞƌWůĂƚnjϮ ϱϯϭϭϭŽŶŶ Ansprechpartnerinnen ^ĂŶĚƌĂWĂƵů ŶũĂƺƌĞŶ AuŌragnehmerin bgmrLandschaŌsarchitektenGmbH WƌĂŐĞƌWůĂƚnjϲ͕ϭϬϳϳϵĞƌůŝŶ ǁǁǁ͘ďŐŵƌ͘ĚĞ KonzepterstellungundProjektbearbeitung Dr.CarloBecker ŶƚũĞĂĐŚŵĂŶŶ ƌŶŽtĂůnj DominikusLiƩel ĞƌůŝŶ͕ EŽǀĞŵďĞƌϮϬϮϮ RedakƟonelleAnmerkungen AlleBilder,GraĮkenundPläne,derenUrheberschaŌundUrheberrechtnicht beimBürobgmrLandschaŌsarchitektenGmbHoderderBundesstadtBonn liegt,sinddirektimTextmitentsprechenderQuellenangabegekennzeichnet. Titelbild SchrägluŌbildvomStadthausBonnmitBlickaufdenRheinundSiebengebirgeSeite 4 von 64 ŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶ ǁŝƐĐŚĞŶďĞƌŝĐŚƚ ϯbgmrLandschaŌsarchitekten /E,>d^sZ/,E/^ ϭ͘ ŶůĂƐƐƵŶĚ DĞƚŚŽĚŝŬ 1.1 EineDachstrategiefürdieFreiraumentwicklung ϭ͘Ϯ ,ĞƌĂŶŐĞŚĞŶƐǁĞŝƐĞ Ϯ͘ ŝĂůŽ ϯ͘ WŽƌƚƌĂŝƚ&ƌĞŝƌĂƵŵŽŶŶ 3.1 LageundRegionaleVerŇechtung 3.2 Raumprägungen–DeepTime 3.3 FreiraumverständnisundUrbanMapping 3.4 Flächenanalyse ϰ͘ ,ĞƌĂƵƐĨŽƌĚĞƌƵŶŐĞŶĨƺƌĚŝĞŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵĞŶƚǁŝĐŬůƵŶŐ ϰ͘ϭ ^ƚĂĚƚǁĂĐŚƐƚƵŵƵŶĚ&ƌĞŝƌ 4.2 Biodiversität,ArtenschutzundNaturerleben 4.3 KlimaanpassungundRessourcenschutz 4.4 Sport,BewegungundGesundheit ϱ͘ >ĞŝƚďŝůĚ 5.1 QuerschniƩsziele 5.2 StarkeLandschaŌen ϱ͘ϯ &ĞŝŶĞ EĞƚnjĞ ϱ͘ϰ 'ƌƺŶĞ sŝĞƌƚĞů ϲ͘ tĞŝƚĞƌĞƐsŽƌŐĞŚĞŶ ďďŝůĚƵŶŐƐǀĞƌnjĞŝĐŚŶŝƐ ^ĞŝƚĞ ϲ ϲ ϳ ϵ ϭϮ ϭϮ ϭϰ ϭϲ ϯϬ ϯϲ ϯϲ ϯϵ ϰϮ ϰϰ ϰϴ ϰϴ ϱϭ ϱϮ ϱϯ ϱϲ ϲϬSeite 5 von 64 ŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶ ǁŝƐĐŚĞŶďĞƌŝĐŚƚ ϰ bgmrLandschaŌsarchitektenSeite 6 von 64 ŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶ ǁŝƐĐŚĞŶďĞƌŝĐŚƚ ϱbgmrLandschaŌsarchitekten /E&m,ZhE'hEE>z^Seite 7 von 64 ŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶ ǁŝƐĐŚĞŶďĞƌŝĐŚƚ ϲ bgmrLandschaŌsarchitekten ϭ͘ E>^^hEDd,K/< ϭ͘ϭ / E,^dZd'/&mZ/ &Z/ZhDEdt/<>hE' ŝĞ ƵŶĚĞƐƐƚĂĚƚ ŽŶŶ ŐĞŚƂƌƚ ŵŝƚ ƺďĞƌ ϯϯϬ͘ϬϬϬ Einwohner*innenzudenzwanziggrößtenStädtender BundesrepublikDeutschland.SiegehörtzudenMetroͲ polregionenRheinlandundRhein-Ruhrundliegtdamit ŝŶĞŝŶĞŵĚĞƌĂŵĚŝĐŚƚĞƐƚĞŶďĞƐŝĞĚĞůƚĞŶZĞŐŝŽŶĞŶƵƌŽͲ pas.DieStadtBonnwächst.GleichzeiƟgsolldieGrünͲ qualitätderStadtmitihremFreiraumsystemgesichert undweiterentwickeltwerden.IndiesemZugesollder sogenannte „Bonner Freiraumplan“ als Dachstrategie für die Bonner Freiräume zu verschiedenen FachtheͲ men wie Umwelt- und Naturschutz, LandschaŌsplaͲ nung, Stadtplanung, Sozial- und Jugendarbeit sowie GesundheitundSportdienen. DerGrundsteinfürdiese(Innen)Entwicklungzugunsten derSicherungvongrünenFreiräumenimAußenbereich wurdebereitsinden1990erJahrenmitderErstellung eines Gutachtens zur funkƟonalen Entwicklung der FreiŇächen,demIntegriertenFreiraumsystem1997(IFS ϭϵϵϳͿ ŐĞůĞŐƚ͘ Ğƌ ^ƚĂĚƚ ŽŶŶ ůŝĞŐƚ ƐĞŝƚ ϮϬϭϰ ŵŝƚ ĚĞŵ IntegriertenFreiraumsystem2012(IFS2012)eineÜberͲ ĂƌďĞŝƚƵŶŐĚĞƐ/&^ǀŽŶϭϵϵϳǀŽƌ͘ƐŚĂŶĚĞůƚƐŝĐŚŚŝĞƌďĞŝ Ƶŵ ĞŝŶ ƚŚĞŵĞŶƺďĞƌŐƌĞŝĨĞŶĚĞƐ WůĂŶƵŶŐƐͲ ƵŶĚ rungsinstrumentfürdieBonnerFreiraumplanung.Das /&^ϮϬϭϮďĞƚƌĂĐŚƚĞƚǁĞŝƚĞƐƚŐĞŚĞŶĚĚĞŶ^ƚĂƚƵƐƋƵŽ͘ŝĞů desFreiraumplansisteszudemEntwicklungsperspekƟͲ venaufzuzeigen,diediegesamteOberŇächederStadt, ĂůƐŽ ĂƵĐŚĚĞŶďĂƵůŝĐŚĞŶ /ŶŶĞŶďĞƌĞŝĐŚ͕ŵŝƚďĞƚƌĂĐŚƚĞƚ und eine Grundlage für städtebauliche Entwicklungen darzustellen. Sich steƟg ändernde Anforderungen an einenachhalƟgeStadtentwicklungerfordernaberauch ŶĞƵĞ^ƚƌĂƚĞŐŝĞŶ͘ 'ƌĂƵĞ/ŶĨƌĂƐƚƌƵŬƚƵƌĞŶŐƌƺŶĞƌŵĂĐŚĞŶ Graue InfrastrukturŇächen werden als ein FlächenpoͲ tenƟalfürFreizeit,Bewegung,KlimaanpassungundSteiͲ gerungderBiologischenVielfaltvermehrtindenFokus derFreiraumentwicklunggenommen.DasKonzeptder mehrfachenInnenentwicklungkommtzurUmsetzung. HierfürbedarfesderkonzepƟonellenVorbereitung. sŝĞůĨĂůƚĚĞƌEƵƚnjƵŶŐƐĂŶƐƉƌƺĐŚĞʹŝŐĞŶĂƌƚĞŶĚĞƐ ŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƐ EineheterogeneGesellschaŌentwickeltsehrdiīerenͲ zierte Freiraumansprüche vom sonntäglichen Flaneur, zumSportundzurBewegungimFreienbiszumGärtͲ nern in der GemeinschaŌ. Die Eigenarten der Stadt- LandschaŌsollenweitersichtbarbleibenundzukünŌig durchdieStadt-undFreiraumentwicklungbesserherͲ ausgearbeitet werden. Dazu werden strukturgebende Freiräume idenƟĮziert und deren Besonderheiten ŚĞƌǀŽƌŐĞŚŽďĞŶ͘ MehrfachnutzungderOberŇächederStadt DaeinezukünŌigeFreiraumentwicklungsichnichtnur auf den GrünŇächen, sondern auf die gesamte OberͲ ŇächederStadterstreckt,müssenMehrfachnutzungen von Straßen, Dächern, Stellplatzanlagen usw. mit einͲ bezogen werden. Bei Strategien der MulƟcodierung ďĞĚĂƌĨ ĞƐ ŝŵŵĞƌ ĞŝŶĞƌ ĞƚĞŝůŝŐƵŶŐ ǀŽŶ ƵŶƚĞƌƐĐŚŝĞĚůŝ chenAkteurenderFreiraumentwicklung. GesamtstädƟschePlanungkonkret,umsetzbar ƵŶĚƐŝĐŚƚďĂƌŵĂĐŚĞŶ Für die ProĮlierung des Bonner Freiraumplans bedarf es neben einem Gesamtkonzept auch VerƟefungen, ŝŶĚĞŶĞŶŝŶƐƚƌƵŵĞŶƚĞůůŽĚĞƌǀŝƐƵĞůůŵŝƚŝůĚĞƌŶŐĞnjĞŝŐƚ wird, wie die Planungsansprüche tatsächlich auch umgesetzt werden können (Schwerpunkträume und Lupen). Mit der Erarbeitung des Bonner Freiraumplans als Weiterentwicklung des IFS 2012 soll die FreiraumentͲ wicklungderStadtBonnstärkeralsbisheralseinInstruͲ ment einer akƟven und integrierten Stadtentwicklung verstanden werden. Für die nächsten Jahrzehnte soll unter Beteiligung entscheidender Akteure der StadtͲ entwicklung eine strategische Handlungsgrundlage auf gesamtstädƟscher Ebene geschaīen werden. Das KonzeptzeigtzudenaktuellenHerausforderungender Stadtentwicklung freiraumplanerische Visionen, Ziele und Lösungsansätze zur Weiterentwicklungdes StadtͲ grünsundderFrei-undGrünräumederStadtBonnauf. ZudengrößtenHerausforderungeneinernachhalƟgen StadtentwicklunginBonnzählennebendemdemograͲ Įschen Wandel und der Umsetzung der mehrfachen Innenentwicklung, die Anpassung an die Folgen des Klimawandels, dieNotwendigkeit resilienteGrün- und FreiräumezuschaīenundnichtzuletztdieBiodiversiͲ tätunddenBiotopverbundzustärken.Seite 8 von 64 ŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶ ǁŝƐĐŚĞŶďĞƌŝĐŚƚ ϳbgmrLandschaŌsarchitekten ϭ͘Ϯ , ZE',E^t/^ 1.SchriƩ:GrundlagenundRahmenbedingungen /ŶĚĞƌĞƌƐƚĞŶWŚĂƐĞƐƚĂŶĚĞŶĚŝǀĞƌƐĞĨĂĐŚůŝĐŚĞ'ƌƵŶĚůĂͲ ŐĞŶŝŶĚŝŐŝƚĂůĞƌ&ŽƌŵƵŶĚĞƌŝĐŚƚƐĨŽƌŵnjƵƌsĞƌĨƺŐƵŶŐ͘ ŝĞ ǀŽƌŚĂŶĚĞŶĞŶ hŶƚĞƌůĂŐĞŶ ǁƵƌĚĞŶ ŐĞƐŝĐŚƚĞƚ ƵŶĚ ŚŝŶƐŝĐŚƚůŝĐŚĚĞƌWůĂŶƵŶŐƐnjŝĞůĞĨƺƌĚĞŶŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵͲ planausgewertet. OrtsbesichƟgung-UrbanMapping DasBonnerStadtgebietwurdeeinschließlichderräumͲ lichen VerŇechtungen im April 2022 besichƟgt und in Formeines„urbanmappings“dokumenƟert.Eswurden besƟmmteAtmosphärenfestgehaltenundThemenwie Freiraumqualitäten,FreiraumdeĮzite,Wegetypologien, EntsiegelungspotenƟale,Nischen,Zäuneusw.erkundet und so auch EntwicklungspotenƟale aufgezeigt. WeiͲ terespeziĮscheOrtsbegehungenfandenzuausgewählͲ tenTeilbereichenderStadtimweiterenProjektverlauf staƩ. dƌĞŶĚƐƵŶĚ,ĞƌĂƵƐĨŽƌĚĞƌƵŶŐĞŶ Bei der Freiraumentwicklung wurden aktuelle Trends und Herausforderungen der Stadtentwicklung sowie Qualitäten und PotenƟale idenƟĮziert, um Antworten ƵŶĚWůĂŶƵŶŐƐŚŝŶǁĞŝƐĞnjƵĚĞŶ,ĞƌĂƵƐĨŽƌĚĞƌƵŶŐĞŶŝŶĚĞƌ StadtentwicklungzuĮnden.Dieswurdegestütztdurch die Darstellung von Qualitäten, DeĮziten, PotenƟalen undVisionen,welcheimRahmenderBestandsanalyse diebesonderenQualitätenundDeĮzitederGrün-und FreiŇächen im Stadtgebiet herausgestellt und daraus resulƟerend und ergänzend die PotenƟale und VisioͲ nenfürdieWeiterentwicklungbenennt.EineStärken-/ Schwächenanalyse stellt die konkreten Hinweise für Freiraumentwicklungsprojekte und für Freiräume mit ďĞƐŽŶĚĞƌĞŵ,ĂŶĚůƵŶŐƐďĞĚĂƌĨĚĂƌ͘ 2.SchriƩ:DieKonzepƟon Leitbild,EntwicklungszieleundGrundprinzipien DasgesamträumlicheLeitbildbeinhaltetdieLeithemen für die Freiraumentwicklung und vermiƩelt schnell, prägnant und unkompliziert die wesentlichen Inhalte und Themen. Die Entwicklungsziele und GrundprinziͲ pien für die Freiraumentwicklung leiten sich aus den vorangegangenen Arbeitsphasen ab, diese wurden ausgewertet und für den Bonner Freiraumplan näher konkreƟsiert. ďď͘ϭ Ğƌ WƌŽnjĞƐƐĚĞƐŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶƐ Grundlagenermittlung TrendsundHerausforderungen DarstellungvonQualitäten,DeĮziten,PotenƟalen ƵŶĚsŝƐŝŽŶĞŶ Grün-undFreiflächenentwicklungskonzept ThemaƟscheSchwerpunkteundLupenräume Handlungsmöglichkeiten,Maßnahmen,Prioritäten RäumlichesLeitbild ^ŝĐŚƚƵŶŐƵŶĚƵƐǁĞƌƚƵŶŐ ĨĂĐŚůŝĐŚĞƌ'ƌƵŶĚůĂŐĞŶ OrtsbesichƟgungen KEE Grundlagenkarte Zwischen- bericht ŶƚǁŝĐŬůƵŶŐƐnjŝĞůĞƵŶĚ'ƌƵŶĚƉƌŝŶnjŝƉŝĞŶ Leitbild 5Schwerpunkt- ƚŚĞŵĞŶ ϱ>ƵƉĞŶ Implementierung End- fassung KonkreƟsierungzentralerMaßnahmen undHandlungsprioritäten ImplemenƟerungin ĂŶĚĞƌĞWůĂŶǁĞƌŬĞ KEESeite 9 von 64 ŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶ ǁŝƐĐŚĞŶďĞƌŝĐŚƚ ϴ bgmrLandschaŌsarchitekten ThemaƟscheSchwerpunkteundLupenräume ;ĚĞƌnjĞŝƚŝŶƌďĞŝƚͿ IdenƟĮzierungundBerücksichƟgungvonfünfthemaƟͲ schen SchwerpunkƩhemen (Grüne Wege in die LandͲ schaŌ,InwertsetzungderLandschaŌandenRändern, Klimaanpassung und Schwammstadt, Biodiversität / ŶŝŵĂů ŝĚĞĚ ĞƐŝŐŶ͕ ĞǁĞŐƵŶŐ ƵŶĚ 'ĞƐƵŶĚŚĞŝƚͿ͘ Zudemsollenfünf„Lupenräume“aufProjektebeneherͲ auskristallisiert werden. Die Lupenräume dienen der VerƟefungundKonkreƟsierungaufMaßnahmenebene ŝŵ^ƚĂĚƚŐĞďŝĞƚĂƵĨƵŶƚĞƌƐĐŚŝĞĚůŝĐŚĞŶDĂƘƐƚĂďƐĞďĞŶĞŶ undsollenexemplarischeLösungsansätzezuvorabdarͲ gestelltenDeĮzitenbeinhalten. ZentraleMaßnahmenundHandlungsprioritäten Zu den VerƟefungsthemen und Lupenräumen sind die wesentlichen Handlungsmöglichkeiten der FreiͲ raumentwicklung näher zu beschreiben und die zenͲ tralen Maßnahmen und Handlungsprioritäten zu konkreƟsieren. 3.SchriƩ:ImplemenƟerung DieErkenntnisseundZielsetzungendervorangegangeͲ nen ArbeitsschriƩe sollen exemplarisch in eine HandͲ lungsanleitung für die Freiraumplanung übersetzt werden. Über die zentralen Maßnahmen und HandͲ lungsprioritäten hinaus soll für diese ThemenschwerͲ punkte und VerƟefungsräume aufgezeigt werden, wie dieUmsetzungdurchEinbindungandererFachplanunͲ generreichtwerdenkann.Seite 10 von 64 ŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶ ǁŝƐĐŚĞŶďĞƌŝĐŚƚ ϵbgmrLandschaŌsarchitekten Ϯ͘ /> K' Die begleitende Beteiligung und KommunikaƟon erfolgte parallel zur Erstellung des Bonner FreiraumͲ plans.HierzuwerdendreiEbenenunterschieden: − Öīentlichkeit(Stakeholder,StadƩeilspaziergänge, ÖīentlichkeitsbeteiligungimOnline-Verfahren) − sĞƌǁĂůƚƵŶŐ − PoliƟk DieÖīentlichkeitsformatedienenderInformaƟonund MöglichkeitderÄußerungderBeteiligtenzudenInhalͲ ten des Freiraumplans. Diese Äußerungen werden als Anregungenverstanden,umThemenimFreiraumplan zuschärfenundProjekƟdeenzugenerieren.DieAnreͲ gungenwerdenunterBerücksichƟgungundAbwägung ǀŽŶǀŝĞůĞŶĂŶĚĞƌĞŶĞůĂŶŐĞŶŝŵZĂŚŵĞŶĚĞƌǁĞŝƚĞƌĞŶ WůĂŶƵŶŐĂƵĨŐĞŶŽŵŵĞŶƵŶĚǀĞƌĂƌďĞŝƚĞƚ Öīentlichkeit Ein gesamtstädƟscher Freiraumplan ist ein übergeͲ ordnetes Planwerk, welches die Freiraumbelange der gesamten Stadt unter BerücksichƟgung verschiedener Themenschwerpunkte betrachtet. Daher ist die EinbinͲ dungvonInteressengruppenderFachöīentlichkeit,den sogenannten Stakeholder (Vereine, Verbände, OrganiͲ saƟonen, usw.) in Arbeitsgruppen vorgesehen. Für die ĞƚĞŝůŝŐƵŶŐ ĚĞƌ ĞǁŽŚŶĞƌΎŝŶŶĞŶ ǁƵƌĚĞŶ ĂůƐ ŶŝĞĚƌŝŐͲ schwelligere Formate Stadtspaziergänge ĚƵƌĐŚŐĞĨƺŚƌƚ͘ŝŶ KŶůŝŶĞͲsĞƌĨĂŚƌĞŶnjƵƌǁĞ terenBeteiligungistgeplant. StadƩeilspaziergänge Im September 2022 wurden vier StadtͲ teilspaziergänge zu besƟmmten FreiͲ raumthemen und VerƟefungsbereichen ŵŝƚŝŶƚĞƌĞƐƐŝĞƌƚĞŶĞǁŽŚŶĞƌΎŝŶŶĞŶĚƵƌĐŚͲ geführt.ZuzweiderSpaziergängewurden akƟvJugendlicheeingeladenundbeteiligt. Durch diese Spaziergänge wurde anhand konkreter Orte gemeinsam der HandͲ lungsbedarf idenƟĮziert und es konnten ƌǁĂƌƚƵŶŐĞŶĂƵƐ^ŝĐŚƚĚĞƐ>ĞďĞŶƐĂůůƚĂŐƐŝŶ denPlanungsprozessmiteinŇießen.Diese ,ŝŶǁĞŝƐĞ͕ ŶƌĞŐƵŶŐĞŶ ƵŶĚ ƌǁĂƌƚƵŶŐĞŶ ǁƵƌĚĞŶ ĂƵƐŐĞǁĞƌƚĞƚ ƵŶĚ ŚŝŶƐŝĐŚƚůŝĐŚ ĚĞƌ Übertragbarkeiten auf die Gesamtstadt ĂƵƐŐĞǁĞƌƚĞƚ͘ ƌďĞŝƚƐŐƌƵƉƉĞŶŵŝƚ^ƚĂŬĞŚŽůĚĞƌŶ Verbände und Vereinigungen, die als Stellvertretung der GesellschaŌ gesamtͲ städƟscheInteressenzuThemenderFreiͲ raumentwicklung vertreten, werden in WerkstäƩen ;ĞnjĞŵďĞƌϮϬϮϮƵŶĚ&ĞďƌƵĂƌϮϬϮϯͿĞŝŶŐĞďƵŶĚĞŶ͘ŝĞ Stakeholder werden als MulƟplikatoren verstanden, die die Fachinhalte in oder aus ihren Bezugsgruppen kommunizieren. ÖīentlichkeitsbeteiligungimOnline-Verfahren Die Stadtöīentlichkeit soll im Online-Verfahren über www.bonn-macht-mit.de über das Gesamtkonzept im 1. Quartal 2023 informiert werden und die MöglichͲ keithaben,fürSchlüsselprojektederFreiraumplanung ein „VoƟng“ durchzuführen, mit den Fragestellungen: WelchedervorgeschlagenenSchlüsselprojektewerden unterstützt/sollen umgesetzt werden (LieblingsproͲ jekte), welche eher modiĮziert oder zurückgestellt werden. Da die Online-Beteiligung vor FerƟgstellung desEndberichteserfolgt, könnenAnregungenunddie ƌŐĞďŶŝƐƐĞĚĞƌĞƚĞŝůŝŐƵŶŐŵŝƚŝŶĚŝĞĞĂƌďĞŝƚƵŶŐĞŝŶͲ Ňießen.ZudemdienendiedokumenƟertenErgebnisse als InformaƟon bei AbsƟmmungen in der PoliƟk oder ĂƵĐŚŝŵǁĞŝƚĞƌĞŶsĞƌǁĂůƚƵŶŐƐŚĂŶĚĞůŶ͘ VerwaltungsabsƟmmung tĞŝƚĞƌŚŝŶ ǁĞƌĚĞŶ ĚŝĞ ǀĞƌƐĐŚŝĞĚĞŶĞŶ &ĂĐŚĚŝĞŶƐƚƐƚĞů len der Stadt Bonn regelmäßig eingebunden. Hierzu wurde eine verwaltungsinterne Projektgruppe gebilͲ InformaƟonPoliƟkund Öīentlichkeit AbsƟmmungenSteuerungs- ŐƌƵƉƉĞ ŝůĂƚĞƌĂůĞ Gespräche AbsƟmmungenSteuerungs- ŐƌƵƉƉĞ ^ƚĂŬĞŚŽůĚĞƌ StadtgesellschaŌ StadƩeilspaziergänge ďď͘Ϯ ŝĂůŽŐƵŶĚĞƚĞŝůŝŐƵŶŐnjƵŵŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶSeite 11 von 64 ŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶ ǁŝƐĐŚĞŶďĞƌŝĐŚƚ ϭϬ bgmrLandschaŌsarchitekten det.EsĮndenundfandenviergroßeSteuerungsgrupͲ penstaƩ. BilateraleGespräche UmBedarfe,Fragen,möglicheräumlicheKonŇikte,HinͲ weiseaufHandlungsbedarfeundProjekƟdeenabzufraͲ gen, fandenzwölfEinzeltermine mitExpertengruppen ausderVerwaltung,bzw.ausderPraxis,z.B.zugerade laufendenPlanungenderStadtBonn,staƩ. InformaƟonPoliƟk DerFreiraumplanwirdindenpoliƟschenGremiender Stadt vorgestellt. Hierzu Įnden im November 2022 undAnfang/MiƩe2023jeweilseineSitzungstaƩ,wo die jeweiligen Planstände vorgestellt und erläutert ǁĞƌĚĞŶ͘ AnregungenundErkenntnisseausden StadƩeilspaziergängen − GemeinschaŌlicheBegrünungvonkleinenEcken ŵŝƚ^ƚĂĚƚďĞŐƌƺŶƵŶŐƐĂŵƚƵŶĚŝŶǁŽŚŶĞƌΎŝŶŶĞŶ njƵƐĂŵŵĞŶ − PŇanzkübelimStraßenraumzumSelberpŇanzen ;hƌďĂŶ'ĂƌĚĞŶŝŶŐͿ − Sofortmaßnahmenumsetzen,Freiraumkonzept ƐŝĐŚƚďĂƌŵĂĐŚĞŶ − StädƟscheGrün(Rasen)streifen,z.B.MiƩelstreifen entlangderVerkehrstrassen,durchBlühstreifen ergänzen − ,ŝƚnjĞƌĞƐŝƐƚĞŶƚĞ^ĂĂƚĞŶ − RasenŇächenzuWiesenŇächenmachen,ggf. ďĞǁĞŝĚĞŶ − StädƟscheGebäudedächerbegrünen − VersiegelteFlächen,womöglich,entsiegeln − FlächenmulƟfunkƟonalfüralleeinladendgestalͲ ten,nichtnurfürKinderundJugendliche − FrischluŌschneisenunbedingtoīenhalten − MutbeimAbschaīenvon(graƟs)ParkmöglichkeiͲ tenunddadurchFreiraumschaīen − MehrautofreieZoneundParkraumreduzierung − SpielplätzesindfürKinderundKleinkinderausͲ gelegt.TeilweisefehlenAngebotefürJugendliche ƵŶĚƌǁĂĐŚƐĞŶĞ − DĞŚƌ^ŝƚnjŐĞůĞŐĞŶŚĞŝƚĞŶŶŝĐŚƚŶƵƌĂůƐƵĨĞŶƚŚĂů möglichkeiten,sondernauchalsErholungsmögͲ lichkeitenaufAlltagswegen − MehrRückzugsortefürJugendlicheabseitsvon direkterWohnbebauung − SitzmöglichkeitenmitDachundTisch (Bank-Tisch-Gruppe) − JungeLeutehabendenWunschbeiderUmgestalͲ ƚƵŶŐǀŽŶ^ĐŚƵůŚƂĨĞŶŵŝƚďĞƚĞŝůŝŐƚnjƵǁĞƌĚĞŶ − WünschefürSchulhöfe:MehrGrünŇächen,Bäume undSchaƩensowieSpielangebotefürdieunteren ůƚĞƌƐƐƚƵĨĞŶSeite 12 von 64 ŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶ ǁŝƐĐŚĞŶďĞƌŝĐŚƚ ϭϭbgmrLandschaŌsarchitekten ďď͘ϯ StadƩeilspazierganginBeuel ďď͘ϰ StadƩeilspazierganginHardtberg ďď͘ϱ StadƩeilspazierganginBeuel ďď͘ϲ StadƩeilspazierganginBadGodesbergSeite 13 von 64 ŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶ ǁŝƐĐŚĞŶďĞƌŝĐŚƚ ϭϮ bgmrLandschaŌsarchitekten ϯ͘ WKZdZ/d&Z/ZhDKEE ϯ͘ϭ >' hEZ'/KE> sZ&>,dhE' DiekreisfreieStadtBonnmit335.975Einwohner*innen ;^ƚĂŶĚ Ϭϭ͘Ϭϭ͘ϮϬϮϮͿ ůŝĞŐƚ ŝŵ ^ƺĚĞŶ ĚĞƐ ƵŶĚĞƐůĂ des Nordrhein-Wesƞalen, direkt an der Grenze zu Rheinland-Pfalz. Durch die Bundesstadt verläuŌ in Süd-Nord-Richtung der Rhein, eine der am stärksten ďĞĨĂŚƌĞŶĞŶtĂƐƐĞƌƐƚƌĂƘĞŶĚĞƌtĞůƚ͘ŽŶŶůŝĞŐƚŝŶĚĞƌ EŝĞĚĞƌƌŚĞŝŶŝƐĐŚĞŶƵĐŚƚƵŶĚǁŝƌĚŝŵKƐƚĞŶĚƵƌĐŚĚĂƐ ^ŝĞďĞŶŐĞďŝƌŐĞďĞŐƌĞŶnjƚ͘/ŵ EŽƌĚĞŶǁŝƌĚĚĂƐ^ƚĂĚƚŐ ďŝĞƚĚƵƌĐŚĚŝĞ^ŝĞŐŵŝƚĚĞƌ^ŝĞŐŵƺŶĚƵŶŐŝŶĚĞŶZŚĞŝŶ ďĞŐƌĞŶnjƚ͘ GrenzüberschreitendesLandschaŌssystem Mit dem KoƩenforst, der Siegmündung, dem Ennert ƵŶĚ ^ŝĞďĞŶŐĞďŝƌŐĞ ƵŶĚ ĚĞŵ ZŚĞŝŶ ůŝĞŐĞŶ ĂƵĨ ĚĞŵ BonnerStadtgebietTeilstückevongroßenLandschaŌsͲ räumen und Freiraumachsen im Regionalen MaßͲ stab. Es liegt zwischen den Naturparks Rheinlandund ^ŝĞďĞŶŐĞďŝĞƌŐĞ͘ ĂƌƺďĞƌ ŚŝŶĂƵƐ Őŝďƚ ĞƐ ǀĞƌƐĐŚŝĞĚĞŶĞ ŐůŝĞĚĞƌŶĚĞ &ƌĞŝ räume (überwiegend landwirtschaŌlich genutzt) zwiͲ ƐĐŚĞŶ ŽŶŶ ƵŶĚ ĚĞŶ EĂĐŚďĂƌŐĞŵĞŝŶĚĞŶ͕ ĚŝĞ ĞŝŶĞ planerischeZusammenarbeitbedürfen. Regionaleundinterkommunale Zusammenarbeit Die Stadt gehört zum Regierungsbezirk Köln und wird von dem Rhein-Sieg-Kreis fast vollständig umschlosͲ ƐĞŶ͘ ŝĞ ^ƚĂĚƚ ŽŶŶ ŐĞŚƂƌƚ njƵŵ ƵƐĂŵŵĞŶƐĐŚůƵƐƐ Region Köln/Bonn e.V. zusammen mit den kreisfreien Städten Köln, Bonn und Leverkusen sowie der Kreise Rhein-Sieg-Kreis, Rhein-ErŌ-Kreis, Rhein-Kreis Neuss, KďĞƌďĞƌŐŝƐĐŚĞƌ <ƌĞŝƐ ƵŶĚ ZŚĞŝŶŝƐĐŚͲĞƌŐŝƐĐŚĞƌ <ƌĞŝƐ͘ UnteranderemhatdieRegionKöln/Bonnindenletzten JahrendasAgglomeraƟonskonzepterarbeitet,welches PerspekƟvenfüreineraumverträglicheundintegrierte Siedlungs-,Mobilitäts-undFreiraumentwicklunginder ZĞŐŝŽŶ ŝŵ ĞŝƚŚŽƌŝnjŽŶƚ ďŝƐϮϬϰϬн ĨŽƌŵƵůŝĞƌƚ͕ ŵŝƚ ĚĞŵ ŝĞůĞŝŶĞZĞŐŝŽŶŝŶĂůĂŶĐĞnjƵŐĞƐƚĂůƚĞŶ͘ ƵƐĂŵŵĞŶ ŵŝƚ ĚĞŵ ZŚĞŝŶͲ^ŝĞŐͲ<ƌĞŝƐ ƵŶĚ ĚĞŵ kreis Ahrweiler bildet dieStadtBonndenArbeitskreis Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler (:rak). Der :rak ist ein ŝŶĨŽƌŵĞůůĞƐ ƌďĞŝƚƐŐƌĞŵŝƵŵ ƵŶĚ ƐƚĞůůƚ ĞŝŶ ŝŶĚĞŐůŝĞĚ zwischenderörtlichenPlanungshoheitderStädte,VerͲ bandsgemeindenundderLandesplanungdar,indemer durchInformaƟonsaustauschundKommunikaƟondazu beiträgt, gemeinsam abgesƟmmte ProjektentwicklunͲ genaufdiekommunaleEbenezubefördern. Die Kommunen AlŌer, Bonn, Bornheim, Niederkassel, TroisdorfundSanktAugusƟnarbeitenschonseitvielen JahreninengerWeiseinterkommunalzusammen,um FreiraumstrukturenzusichernundfunkƟonalweiterzuͲ entwickeln. So zum Beispiel mit dem Freiraumprojekt „GrünesC“,welches2015alleProjektbausteineumgeͲ setzt haƩe, um die vielfälƟgen Freiräume der Region langfrisƟg zu sichern, miteinander zu verknüpfen und zuentwickeln. Mit dem Integrierten Handlungskonzept Grüne InfraͲ struktur konnten zwei weitere Nachbarn Bad Honnef ƵŶĚ <ƂŶŝŐƐǁŝŶƚĞƌ ŚŝŶnjƵŐĞǁŽŶŶĞŶ ǁĞƌĚĞŶ ƵŶĚ ƐŽ ĚĞƌ Diskurs über Weiterentwicklung der gemeinsamen LandschaŌsräumefortgeführtwerden. WaspassiertinderRegionbereits?;ƵƐǁĂŚůͿ • E/>;ĚĞƌnjĞŝƚŝŶƵĨƐƚĞůůƵŶŐͿ • ŝŽƚŽƉǀĞƌďƵŶĚŝŶEZt • AgglomeraƟonskonzeptRegionKöln/Bonn • RegionalplanKöln,2022 • /ŶƚĞŐƌŝĞƌƚĞƐ ,ĂŶĚůƵŶŐƐŬŽŶnjĞƉƚ 'ƌƺŶĞ /ŶĨƌĂƐƚƌƵŬƚƵƌ ;ϮϬϭϳͿ • GrünesC(2005-2015) WasmachtBonnbereits?;ƵƐǁĂŚůͿ • IFS-IntegriertesFreiraumsystem1997,2012undBericht njƵŵ&ƌĞŝƌĂƵŵDŽŶŝƚŽƌŝŶŐϮϬϭϳ • ZURES–StadtklimaanalysefürdieStadtBonn,2018 • MUTABOR–UntersuchungzurAnpassungskapazitätder ^ƚĂĚƚŽŶŶďĞŝ,ŝƚnjĞƐƚƌĞƐƐ;ĚĞƌnjĞŝƚŝŶƵĨƐƚĞůůƵŶŐͿ • GrünŇächenkonzept,2015(derzeitinÜberarbeitung) • SpielŇächenkonzept,2015(derzeitinÜberarbeitung) • SportentwicklungsplanungderBundesstadtBonn,2018 • KompensaƟonsŇächenkataster(derzeitinAufstellung) • LandschaŌspläneKoƩenforst(2013),Ennert(2004),Sieg- ŵƺŶĚƵŶŐ;ϭϵϴϱͿ • sĞƌŬĞŚƌƐĞŶƚǁŝĐŬůƵŶŐƐƉůĂŶϮϬϮϬ • Bachentwicklungsplan,2008 • &ƌŝĞĚŚŽĨƐŬŽŶnjĞƉƚ;ĚĞƌnjĞŝƚŝŶƵĨƐƚĞůůƵŶŐͿ • LärmakƟonsplan2019 • AkƟonsprogammBiodiversität(derzeitinAufstellung) • LabelStadtgrünnaturnah–Bestandserfassung,Maßnah- ŵĞŶƉůĂŶƵŶŐƵŶĚƐƚƌĂƚĞŐŝƐĐŚĞƵƐƌŝĐŚƚƵŶŐĨƺƌĞŝŶĞŶĂƚƵƌ- naheGrünŇächenentwicklung,2019 • <ůŝŵĂƉůĂŶϮϬϯϱ;ĚĞƌnjĞŝƚŝŶƵĨƐƚĞůůƵŶŐͿ • ^ĐŚǁĂŵŵƐƚĂĚƚŬŽŶnjĞƉƚ;ĚĞƌnjĞŝƚŝŶƵĨƐƚĞůůƵŶŐͿ • ĂƵŵŬŽŶnjĞƉƚ;ĚĞƌnjĞŝƚŝŶƵĨƐƚĞůůƵŶŐͿSeite 14 von 64 ŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶ ǁŝƐĐŚĞŶďĞƌŝĐŚƚ ϭϯbgmrLandschaŌsarchitekten ďď͘ϳ ŽŶŶƵŶĚƐĞŝŶĞ EĂĐŚďĂƌŐĞŵĞŝŶĚĞŶSeite 15 von 64 ŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶ ǁŝƐĐŚĞŶďĞƌŝĐŚƚ ϭϰ bgmrLandschaŌsarchitekten ϯ͘Ϯ RAUMPRÄGUNGEN͵DEEPTIME LandschaŌistdasProduktderGeschichteundineiner ständigen Veränderung. Die Geologie und die letzͲ ten Eiszeiten prägten dieAusgangssituaƟon (dieDeep Time). Die Böden, das Relief, das Gewässernetz und die Fließrichtung der Gewässer wurden in dieser Zeit geformt.DieStrukturenderDeepTimesindheutenoch allgegenwärƟg,auchwenndiesedurchdiekulturlandͲ schaŌlichen und urbanen Nutzungen des Menschen, vorallemindenletzten3JahrhundertendesAnthropoͲ zänsstarküberlagertundüberformtwurdenundheute selbstdasglobaleKlimabeeinŇussen. Die Deep Time prägt die Eigenart der StadtlandschaŌ Bonns,sieistdieRaumkonstante,dieBonnimVergleich zuanderenStädtenunverwechselbarmacht. NaturräumlichePrägung Der Rhein mit seinen Dynamiken hat die Lage und die landschaŌlicheEntwicklungvonBonnmaßgeblichbeeinͲ Ňusst. Nördlich des Siebengebirges wechselt der Rhein ausderMiƩelgebirgsregionindasNorddeutscheTieŇand ƺďĞƌ ƵŶĚ ǁŝƌĚ ĂŶ ĚĞƌ DƺŶĚƵŶŐ ĚĞƌ ^ŝĞŐ njƵŵ EŝĞĚĞƌͲ ƌŚĞŝŶ͘ tŝĞĂƵĐŚďĞŝŵKďĞƌƌŚĞŝŶĞƌŚŝĞůƚĚĞƌEŝĞĚĞƌƌŚĞŝŶ einbefesƟgtesFlussbeƩ.HeutesindimStadtgebietkaum nochSpurenderehemaligenAltarmezuĮnden.Einvon Bebauung freigehaltener Altarm beĮndet sich in Beuel zwischenRilkestraßeundLimpericherStraße. GleichzeiƟg Ňießen dem Rhein diverse Bäche, durch dasStadtgebiethindurch,zu.DieehemaligenBachläufe ƐŝŶĚŝŶĚĞƌ'ĞŽůŽŐŝƐĐŚĞŶ<ĂƌƚĞĂďůĞƐďĂƌĂůƐďůĂŐĞƌƵ geninBach-undFlusstälern(Schluī,Sand).DerüberͲ ǁŝĞŐĞŶĚĞ dĞŝů ŝƐƚ ũĞĚŽĐŚ ŝŵ ^ƚĂĚƚŐĞďŝĞƚ ǀĞƌƌŽŚƌƚ ƵŶĚ ŇießtnichtmehrmitihrernatürlichenBachmündungin denRhein.DieRaumkonstantederBächewurdedamit überformt.EinTeilderIdenƟtätdesBonnerGewässerͲ systemsistdamitnichtmehrerlebbar. Naturräumlich liegt Bonn am Übergang vom MiƩel- ƌŚĞŝŶŐĞďŝĞƚnjƵƌEŝĞĚĞƌƌŚĞŝŶŝƐĐŚĞŶƵĐŚƚ͕ĚŝĞĚƵƌĐŚĚĞŶ GodesbergerRheintaltrichtermarkiertwirdunddehnt ƐŝĐŚ njƵ ďĞŝĚĞŶ ^ĞŝƚĞŶ ĚĞƐ ZŚĞŝŶƐ ĂƵƐ͘ ŝĞ ďĞƐŽŶĚĞƌĞ topograĮscheAusprägungistals Merkmal derBonner LandschaŌdeutlicherkennbarundträgtzuihrerEigenͲ ĂƌƚďĞŝ͘ƵƌĐŚĚŝĞƵŶƚĞƌƐĐŚŝĞĚůŝĐŚĞŶ ,ƂŚĞŶůĂŐĞŶĞƌŐĞͲ bensichauchbesondereBlickeundAussichtsbereiche aufdieStadtundLandschaŌ. ŝŶĞ ĞƐŽŶĚĞƌŚĞŝƚ ŝŶ ĚĞƌ ^ƚĂĚƚ ŝƐƚ ĚŝĞ ƺŶĞ dĂŶŶĞ ďƵƐĐŚ͘^ŝĞĞŶƚƐƚĂŶĚĂŵŶĚĞĚĞƌůĞƚnjƚĞŶŝƐnjĞŝƚ͕ŝŶĚĞŵ heŌige WindedenRheinsand andieseStelle verwehͲ ƚĞŶ͘ ,ĞƵƚĞ ůŝĞŐƚ ƐŝĞ ƵŵƐĐŚůŽƐƐĞŶ ǀŽŶ ^ŝĞĚůƵŶŐƐďĞƌĞŝͲ chen und wurde zum Naturschutzgebiet erklärt. Die Dünestelltsomit eine Raumkonstante derDeep Time dar,diebisheutewirktundZeugnisderGeschichtedes NaturraumsderRheinlandschaŌist.Sieistnichtnurein wertvollerNaturraum,sondernaucheineidenƟtätspräͲ gendeStrukturderheuƟgenStadtlandschaŌ. KulturelleundurbanePrägung VondenerstenSiedlungen,diesichandennaturräumͲ lichenStrukturenamÜbergangzwischenderRheinnieͲ derung zu den höheren, überŇutungssicheren Lagen orienƟerten, bis hin zu diversen übergeordneten PlaͲ nungenundbaulichenEingriīen,gabenanthropogene PrägungenderStadteinweiteresGesicht.DieAltstadt, kulturhistorische Parkanlagen, Gartenschauen, der ZĞŐŝĞƌƵŶŐƐƐŝƚnjǁĞĐŚƐĞů͕ ĂďĞƌ ĂƵĐŚ ,ŽĐŚǁĂƐƐĞƌƐĐŚƵ bautenundVerkehrstrassensindurbaneSetzungen,die dieHistoriederStadtunddamitauchihreFreiräumein derjeweiligenEntstehungszeitwiderspiegeln. DeepTime hŶƚĞƌĚĞŵ<ŽŶnjĞƉƚĚĞƌĞĞƉdŝŵĞǁŝƌĚĚĞƌWƌŽnjĞƐƐǀĞƌƐƚĂŶ- den,wiedieerdgeschichtlichenPrägungeneinesRaumsinden WůĂŶƵŶŐƐƉƌŽnjĞƐƐ ĚĞƌ ^ƚĂĚƚĞŶƚǁŝĐŬůƵŶŐ ĞŝŶďĞnjŽŐĞŶ ǁĞƌĚĞŶ͘ DasKonzeptumfasstdabeisowohldieAnalyseundSpurensu- chealsauchdieNaturraumprägungen.DasKonzeptderDeep TimesollStädteundLandschaŌeninihrenIdenƟtätenstärken undEigenartenbeizukünŌigenEntwicklungenfördern. ^ŝĞďĞŶŐĞďŝƌŐĞ Jüngere HaupƩerrasse ZŚĞŝŶŝƐĐŚĞƐ ^ĐŚŝĞĨĞƌŐĞďŝƌŐĞ 'ŽĚĞƐďĞƌŐĞƌZŚĞŝŶƚĂůƚƌŝĐŚƚĞƌ <ƂůŶĞƌƵĐŚƚ ďď͘ NaturräumlicheGliederung(©www.Ɵm-online.nrw.de)Seite 16 von 64 ŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶ ǁŝƐĐŚĞŶďĞƌŝĐŚƚ ϭϱbgmrLandschaŌsarchitekten Neben den urbanen Setzungen spielt die kulturelle Prägung der BewirtschaŌung, wie WaldwirtschaŌ, Acker- und Grünlandnutzung, eine idenƟtätssƟŌende ZŽůůĞ͘ /Ŷ ĚĞƌ ŽŶŶĞƌ ZŚĞŝŶĞďĞŶĞ ĚŽŵŝŶŝĞƌƚ ĚĞƌ KďƐƚͲ ƵŶĚ 'ĞŵƺƐĞĂŶďĂƵ ĂƵĨ ĚĞŶ ĨƌƵĐŚƚďĂƌĞŶ EŝĞĚĞƌƚĞƌƌĂƐͲ senböden, während an den Hangbereichen vielfälƟge Nutzungsstrukturen-einWechselvonGrünland,ObstͲ wiesen,GärtenundkleinenWaldbeständen-zuĮnden ƐŝŶĚ͘ DerRheinauenpark zeigtalseinBeispielsehrgut, wie die Deep Time, also die geomorphologische SituaͲ ƟonderAue,zumGestaltungsthemaeinerParkanlage gewordenist.SolcheBezugnahmenaufdieDeepTime förderndieIdenƟtätderStadtBonnundstellengleichͲ zeiƟg einen Planungsansatz dar, der auf das Lokale (Boden,Wasser,TopograĮe)Bezugnimmt. DerBonnerFreiraumplannimmtBezugaufdieRaumͲ konstantenderDeepTime. ďď͘ϵ GeologischeHauptschichtenimBonnerStadtgebiet(©StadtBonn) н SiedlungsbereicheamRhein:Bonn,RiƩersdorf, ZŚĞŝŶĚŽƌĨ͕ DĞŚůĞŵ н SiedlungsbereicheimTieŇand:Dransdorf,Zielich, 'ĞŝƐůĂƌ н SiedlungsbereicheanderHangkante:Duisdorf, Lengsdorf,Poppelsdorf,Kessenich,DoƩendorf, Friesdorf,Godesberg,Muīendorī,Lannesdorf н SiedlungsbereicheimHochland:Ueckendorf, RöƩgen Jüngere HaupƩerrasse ůƚĞƌĞ EŝĞĚĞƌƚĞƌƌĂƐƐĞ ďď͘ϭϬ 1801-1828KartenaufnahmederRheinlande(Tranchot/v.Müī- ling)mitheuƟgenSiedlungskernen(©www.Ɵm-online.nrw.de)Seite 17 von 64 ŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶ ǁŝƐĐŚĞŶďĞƌŝĐŚƚ ϭϲ bgmrLandschaŌsarchitekten ϯ͘ϯ & Z/ZhDsZ^d EE/^hEhZE DWW/E' DerBegriīFreiraumumfassteineVielzahlvonFlächenͲ kulissen. Zunächst wird darunter der Raum zwischen den bebauten Flächen verstanden. Dazu gehören im klassischen Freiraumverständnis die GrünŇächen, wie Grün- und Parkanlagen, Gewässer, LandwirtschaŌsŇäͲ chen, Wälder, naturnahe Flächen, Kleingärten, FriedͲ höfesowieSportanlagenundSpielplätze. Versiegelte Flächen wie z.B. die Straßen, öīentliche Plätze und Stellplatzanlagen gehören jedoch ebenfalls zum Freiraumsystem der Stadt. Straßen können AufͲ enthaltsqualität haben, wenn sie mit Straßenbäumen begrüntsindundFlächenfürAngebotezumVerweilen und Austauch bieten. Dann bieten sie auch SchaƩen ƵŶĚƚƌĂŐĞŶƺďĞƌĚŝĞsĞƌĚƵŶƐƚƵŶŐnjƵƌ,ŝƚnjĞǀŽƌƐŽƌŐĞďĞŝ͘ DasGründerStadtistdamitnichtnurbeschränktauf die GrünŇächen, sondern auch die baulich und infraͲ strukturellgenutztenFlächenkönnen mitzumgrünen ƌƐĐŚĞŝŶƵŶŐƐďŝůĚĚĞƌ^ƚĂĚƚďĞŝƚƌĂŐĞŶ͘ŝĞŐĞďĂƵƚĞ^ƚĂĚƚ und die graue Infrastruktur grüner machen, ist damit eineumfassendeAufgabeinderStadtentwicklung. FürdieZielsetzungeinerklimaangepasstenStadtdarfder betrachteteFreiraumnichtbeidenstädƟschenFlächen auĬören. Zudem muss der Freiraum mehrdimensional gedachtwerden,dasheißt,dassauchprivateFassaden undDächermitzumFreiraumverständnisgehören. DerBonnerFreiraumplanbetrachtetsomitdiegesamte, mehrdimensionale OberŇäche der Stadt (grüne, graue, blaue und private Infrastrukturen). Maßnahmen und Handlungsempfehlungen werden nicht nur ausschließͲ lichfürdieöīentlichenGrün-undFreiŇächenderStadt entwickelt, sondern auch für private Baufelder und Gebäude. BonnerLandschaŌenundWasserlagen Ğƌ ŽŶŶĞƌ ^ŝĞĚůƵŶŐƐďĞƌĞŝĐŚ ŝƐƚ ĞŝŶŐĞĨĂƐƐƚ ŝŶ ŐƌŽƘĞ LandschaŌsräume.ImSüdenwirddasStadtgebietdurch zweigroßezusammenhängendeWaldgebietegeprägt. LinksrheinischwirdderbebauteRaumimWestenund Südwesten vom KoƩenforst eingerahmt. Dieser ist gekennzeichnetdurchnaturnaheLaubwaldbeständein ƵŶƚĞƌƐĐŚŝĞĚůŝĐŚĞŶĞƐƚĂŶĚƐĂůƚĞƌŶƵŶĚƚĞŝůǁĞŝƐĞŚŽŚĞŵ Alt-undTotholzanteil.DerWaldwurdeimApril2004als EĂƚƵƌƐĐŚƵƚnjŐĞďŝĞƚĂƵƐŐĞǁŝĞƐĞŶƵŶĚŝƐƚ,ĞŝŵĂƚĨƺƌnjĂŚ reichegefährdeteTier-undPŇanzenarten.HervorzuheͲ ďĞŶŝƐƚĚĞƌŚŽŚĞtĞƌƚĚŝĞƐĞƐZĂƵŵĞƐĨƺƌĚŝĞsŽŐĞůǁĞůƚ͘ Aufgrund seiner AusstaƩung mit besƟmmten LebensͲ räumensowieTier-undPŇanzenartenwurdederKotͲ tenforstimJahr2000aufGrundlagederFFH-Richtlinie unterderBezeichnungWaldreservatKoƩenforstandie EuropäischeKommissionnachBrüsselgemeldetundist somit Bestandteil des Europäischen SchutzgebietsnetͲ njĞƐEĂƚƵƌĂϮϬϬϬ͘ Rechtsrheinisch beĮndet sich im Osten und Südosten derEnnertalsnördlichsterAusläuferdesanschließenͲ ĚĞŶ ^ŝĞďĞŶŐĞďŝƌŐĞƐ͘ ĂƐ ^ŝĞďĞŶŐĞďŝƌŐĞ ŝƐƚ ĞŝŶĞƐ ĚĞƌ ältesten NaturschutzgebieteDeutschlands. Dergrößte Bereich der Fläche liegt auf dem Gebiet des Rhein- Sieg-Kreises. Mit dem Naturschutzgebiet Ennert fällt einkleinerTeil(rund10%)aufdasBonnerStadtgebiet. Es handelt sich um ein durch terƟären Vulkanismus geprägtes Gebiet. Das Siebengebirge ist gekennzeichͲ net durch ausgedehnte strukturreiche Buchenwälder. Darüber hinaus wird die LandschaŌ durch Ɵef eingeͲ schniƩene Bachtäler sowie weiterer Strukturen, wie Quellen, ehemalige Steinbrüche, oīene Felsbereiche, Weinberge, Obstwiesen und GrünlandŇächen,charakͲ terisiert.BedingtdurchseineStrukturvielfaltundGröße ďŝĞƚĞƚ ĚĂƐ EĂƚƵƌƐĐŚƵƚnjŐĞďŝĞƚ ^ŝĞďĞŶŐĞďŝƌŐĞ njĂŚůƌĞ chenseltenenundzumTeilstarkbedrohtenPŇanzen- und Tierarten zusagende Rückzugsmöglichkeiten. Das GebietistzudemeinwichƟgerBestandteildeslandesͲ weitenBiotopverbundes. Der Norden von Bonn wird durch das „Grüne C“, ein Projekt,dassimRahmenderRegionale2010gefördert wurde, eingerahmt. Seit Abschluss des FreiraumproͲ jekts„GrünesC“bewahrtdiesesdieIndividualitätvon neun verschiedenen LandschaŌsräumen im Bonner EŽƌĚĞŶ ƐŽǁŝĞ ŝŶ ĚĞŶ ĂŶŐƌĞŶnjĞŶĚĞŶ <ŽŵŵƵŶĞŶ ƵŶĚ schaŏ durch Ihre Verbindung einen Park der KulturͲ landschaŌen.DerFreiraumsetztsichausaltenKulturͲ landschaŌen, Naturschutzgebieten, Flüssen, Acker-, Obst-undGartenbauŇächenzusammen.DieLinksrheiͲ nischenGebietesindaufgrundihrerwertvollenAckerͲ böden bereits seit Jahrhunderten landwirtschaŌlich genutzteFlächen.Besonderszubetonenistdabeidas MeßdorferFeld.ImRahmendes„GrünenC´s“wirddas Meßdorfer Feld als LandschaŌsraum geschützt, bleibt landwirtschaŌlich nutzbar und als Erholungsraum ĞƌŚĂůƚĞŶ͘ ŝĞƐĞ ƵŶŐĞǁƂŚŶůŝĐŚĞ ĂůƚĞ ƵŶĚ ůĞďĞŶĚŝŐĞ „FelderwirtschaŌinderVorstadt“ist150hagroßund ǁĞŝƚĞƐƚŐĞŚĞŶĚ ǀŽŶ ĞďĂƵƵŶŐ ƵŵƐĐŚůŽƐƐĞŶ͘ ZĞĐŚƚƐƌͲ ŚĞŝŶŝƐĐŚ ƐĐŚůŝĞƘƚ ĚĂƐ EĂƚƵƌƐĐŚƵƚnjŐĞďŝĞƚ ^ŝĞŐŵƺŶĚƵŶŐ ĂůƐdĞŝůĚĞƐ'ƌƺŶĞŶ͚ƐĂŶ͘ƐŚĂŶĚĞůƚƐŝĐŚƵŵĞŝŶĞƐĞŚƌ gut ausgeprägte Flussmündung, die bis heute eine relaƟv naturnahe ÜberŇutungsdynamik aufweist. HerͲ vorzuhebensinddiestrukturreichenAuenbereichemit AltgewässernundAuwaldrestensowiedienaturnahen AusprägungenderUfer.DerüberwiegendeBereichwirdSeite 18 von 64 ŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶ ǁŝƐĐŚĞŶďĞƌŝĐŚƚ ϭϳbgmrLandschaŌsarchitekten ŚĞƵƚĞĂůƐ'ƌƺŶůĂŶĚŐĞŶƵƚnjƚ͘ĂŚůƌĞŝĐŚĞ tĂƚͲƵŶĚtĂƐͲ ƐĞƌǀƂŐĞůŶƵƚnjĞŶĚĂƐ'ĞďŝĞƚĂůƐƌƵƚͲ͕ ZĂƐƚͲ͕ EĂŚƌƵŶŐƐͲ͕ Durchzugs-undÜberwinterungslebensraum. Der Rhein durchŇießt auf knapp 18 km Länge das ^ƚĂĚƚŐĞďŝĞƚƵŶĚƐƚĞůůƚnjƵƐĂŵŵĞŶŵŝƚƐĞŝŶĞŶhĨĞƌŶĞŝŶ͕ wenn nicht das prägende Element der Freiraum- und Siedlungsstruktur in Bonn dar. Ende des 18. JahrhunͲ ĚĞƌƚƐ ďůƺŚƚ ĚĞƌ ZŚĞŝŶƚŽƵƌŝƐŵƵƐ ĂƵĨ͕ ǁŽĚƵƌĐŚ ŽŶŶ njƵŵZƵŚĞƐŝƚnjǀŽŶǁŽŚůŚĂďĞŶĚĞŶƺƌŐĞƌΎŝŶŶĞŶǁƵƌĚĞ͘ /ŵ ƵŐĞ ĚĞƐƐĞŶ ǁƵƌĚĞ ĚĂƐ ZŚĞŝŶƵĨĞƌ njƵƌ WƌŽŵĞŶĂĚĞ ĂƵƐŐĞďĂƵƚ͘Ğƌ dŽƵƌŝƐŵƵƐǁŝƌĚĚƵƌĐŚŶůĞŐĞƐƚĞůůĞŶĚĞƌ Fährschiīe, Cafés, Biergärten am Rheinufer zusätzlich ďĞůĞďƚ͘ ĂƐ ZŚĞŝŶƵĨĞƌ ŐĞǁĂŶŶ ƵŶĚ ŐĞǁŝŶŶƚ͕ ŝŵ ^ŝŶŶĞ ĞŝŶĞƐ&ƌĞŝƌĂƵŵͲ ƵŶĚ ƌŚŽůƵŶŐƐďĞƌĞŝĐŚƐ͕ ŝŵŵĞƌǁĞŝƚĞƌ ĂŶĞĚĞƵƚƵŶŐ͘ ZumRheinfügtsicheinfeinesNetzanBächen,sowohl links- als auch rechtsrheinisch hinzu. Diese Bäche umfassen eine Gesamtlänge von rund 105 km auf Bonner Stadtgebiet. Das Ökosystem „Bach“ umfasst die Lebensräume(Biotope) Wasserkörper, GewässerͲ beƩ, Wasserwechselzone und vom Gewässer beeinͲ Ňusstes Umland sowie deren LebensgemeinschaŌen (Biozönosen). Darüber hinaus, sind Bäche mit ihren Begleiträumen Bewegungs-, Erlebnis- und VerweilͲ ŶŶĞƌƚ sĞŶƵƐďĞƌŐ DĞůďƚĂů <ĂƚnjĞŶůŽĐŚͲ ďĂĐŚƚĂů ĞƌůĞƚĂů KoƩenforst 'ƌƺŶĞƐ DĞƘĚŽƌĨĞƌ&ĞůĚ 'ĂƌƚĞŶůĂŶĚ sŽƌŐĞďŝƌŐƐŚĂŶŐ KieslandschaŌ ZŚĞŝŶĂƵĞ ^ŝĞŐĂƵĞ ,ĂŶŐĞůĂƌĞƌ ,ĞŝĚĞ ŝƌůŝŶŐͲ ŚŽǀĞŶĞƌ tĂůĚ WůĞŝƐďĂĐŚƚĂů ^ŝĞďĞŶŐĞďŝĞƌŐĞ tĂůĚǀŝůůĞ ZŚĞŝŶ ďď͘ϭϭ BonnsNatur-,LandschaŌsräumeundgrüneJuwelenSeite 19 von 64 ŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶ ǁŝƐĐŚĞŶďĞƌŝĐŚƚ ϭϴ bgmrLandschaŌsarchitekten KEEZ>E^,&dE &ŽƚŽƐǀŽŶŽďĞŶůŝŶŬƐŶĂĐŚƵŶƚĞŶƌĞĐŚƚƐ͗ ďď͘ϭϮ /ŶĨŽƚĂĨĞůŝŵ DĞƐƐĚŽƌĨĞƌ&ĞůĚ ďď͘ϭϯ ĂƵŵƚŽƌŝŵ DĞƐƐĚŽƌĨĞƌ&ĞůĚ ďď͘ϭϰ Fuß-undRadwegeamRhein(rechtsrheinisch) ďď͘ϭϱ LandwirtschaŌsweginBonn-Auerberg ďď͘ϭϲ BonnBadGodesbergFähre(linksrheinisch) ďď͘ϭϳ WĨĞƌĚĞŬŽƉƉĞůŝŵŶŶĂďĞƌŐĞƌ&ĞůĚ ďď͘ϭϴ ŽƌŶŚĞĐŬĞŶƐĞĞŝŵŶŶĞƌƚ ďď͘ϭϵ ŝŶŶĞŶĚƺŶĞ dĂŶŶĞŶďƵƐĐŚ ďď͘ϮϬ EĂƚƵƌƐĐŚƵƚnjŐĞďŝĞƚŶŶĞƌƚ ďď͘Ϯϭ NaturschutzgebietKoƩenforst ďď͘ϮϮ LandwirtschaŌlicheFlächeninBonn-AuerbergSeite 20 von 64 ŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶ ǁŝƐĐŚĞŶďĞƌŝĐŚƚ ϭϵbgmrLandschaŌsarchitekten KEEZt^^Z>'E &ŽƚŽƐǀŽŶŽďĞŶůŝŶŬƐŶĂĐŚƵŶƚĞŶƌĞĐŚƚƐ͗ ďď͘Ϯϯ AnkerbachamPolizeipräsidiumBonn ďď͘Ϯϰ ZŚĞŝŶĚŽƌĨĞƌĂĐŚŬƵƌnjǀŽƌĚĞƌZŚĞŝŶŵƺŶĚƵŶŐ ďď͘Ϯϱ ZŚĞŝŶŝŵŶƂƌĚůŝĐŚĞŶŽŶŶĞƌ^ƚĂĚƚŐĞďŝĞƚ ďď͘Ϯϲ ƌƵŶŶĞŶĂƵĨĚĞŵŚŽůĚǁŝŐƉůĂƚnj ďď͘Ϯϳ 'ŽĚĞƐďĞƌŐĞƌĂĐŚnjǁŝƐĐŚĞŶƉƌŝǀĂƚĞŶ'ƌƵŶĚƐƚƺĐŬĞŶ ďď͘Ϯϴ ZĞĐŚƚƐƌŚĞŝŶŝƐĐŚĞƐZŚĞŝŶƵĨĞƌ ďď͘Ϯϵ tĂƐƐĞƌƉůĂƚnjĂŵdĞůĞŬŽŵ&ŽƌƵŵ ďď͘ϯϬ DĞŚůĞŵĞƌĂĐŚǀŽƌĚĞƌhŶƚĞƌĨƺŚƌƵŶŐĚĞƌĂŚŶƵŶĚϵ ďď͘ϯϭ MohndorferFähreamRhein ďď͘ϯϮ sŝůŝĐŚĞƌĂĐŚ ďď͘ϯϯ ŶŐĞůƐďĂĐŚŝŵ DĞůďƚĂůSeite 21 von 64 ŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶ ǁŝƐĐŚĞŶďĞƌŝĐŚƚ ϮϬ bgmrLandschaŌsarchitekten KEE^<>^^/<ZhE:ht>E &ŽƚŽƐǀŽŶŽďĞŶůŝŶŬƐŶĂĐŚƵŶƚĞŶƌĞĐŚƚƐ͗ ďď͘ϯϰ ,ŽĨŐĂƌƚĞŶ ďď͘ϯϱ WŽƉƉĞůƐĚŽƌĨĞƌůůĞĞ ďď͘ϯϲ <ƵƌƉĂƌŬĂĚ'ŽĚĞƐďĞƌŐ ďď͘ϯϳ DietmarRabich/WikimediaCommons/“Bonn,AlterFriedhof --2018--0848”/CCBY-SA4.0 ďď͘ϯϴ ĞƵĞůĞƌ ZŚĞŝŶĂƵĞ ďď͘ϯϵ ŽƚĂŶŝƐĐŚĞƌ'ĂƌƚĞŶ ďď͘ϰϬ ƌĂĐŚĞŶƐƚĞŝŶƉĂƌŬ ďď͘ϰϭ ZŚĞŝŶĂƵĞŶƐĞĞŝŵZŚĞŝŶĂƵĞŶƉĂƌŬ ďď͘ϰϮ ZŚĞŝŶĂƵĞŶƉĂƌŬSeite 22 von 64 ŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶ ǁŝƐĐŚĞŶďĞƌŝĐŚƚ ϮϭbgmrLandschaŌsarchitekten räume für die Bewohner*innen der Stadt Bonn. Nebendennaturschutzfachlichen,wasserwirtschaŌliͲ chen Anforderungensind auch die Erholungsaspekte und baukulturelle Aspekte mit einzubringen. Diese FließgewässerführeninBonnoŌmalseinSchaƩendaͲ ƐĞŝŶ͘/ŶƐďĞƐŽŶĚĞƌĞŝŵĚŝĐŚƚďĞƐŝĞĚĞůƚĞŶ ZĂƵŵǁƵƌĚĞ indiesestarkeingegriīen.Weitestgehendnaturferner Ufer- und Sohlenverbau beeinträchƟgen die GewäsͲ ser,imExtremfall verschwindetderBachkompleƩ in ĚĞƌsĞƌƌŽŚƌƵŶŐ͘ BonnsKlassikerundJuwelen Die AusstaƩung mit gestalteten Freiräumen ist eng mit den naturräumlichen Gegebenheiten, der historiͲ schen Stadtentwicklung und der aktuellen städtebauͲ lichen Entwicklung verwoben. Ob grün oder steinern, ŶĂƚƵƌŶĂŚŽĚĞƌŐĞŽŵĞƚƌŝƐĐŚŐĞƐƚĂůƚĞƚ͖ĚŝĞ sĞƌƚĞŝůƵŶŐŝŵ Stadtgebiet,GrößeundVerfügbarkeitderParkanlagen sindenggeknüpŌandiebestehendenStadtstrukturen. DieseFreiräume habenteilweiseeinestadtweite AusͲ strahlungundAnziehungswirkung.SiedienenderNahͲ erholung,FreizeitbeschäŌigungsowiedemalltäglichen ĞĚƺƌĨŶŝƐŶĂĐŚƌŚŽůƵŶŐƵŶĚ'ƌƺŶ͘ ZudenbekanntestenParkanlagenzählenderRheinauͲ enpark,derHofgartenundderBotanischeGarten.Der RheinauenparkistseitseinerGründungzurBundesgarͲ ƚĞŶƐĐŚĂƵϭϵϳϵnjƵĞŝŶĞŵtĂŚƌnjĞŝĐŚĞŶĚĞƌ^ƚĂĚƚƵŶĚnjƵ einem stark frequenƟerten 160 ha großen NaherhoͲ lungsgebiet gewachsen. Seine heuƟge Gestalt hat der inderInnenstadtliegendeHofgartenseitMiƩedes18. JahrhundertsundorienƟertesichursprünglichanfranͲ njƂƐŝƐĐŚĞŶ sŽƌďŝůĚĞƌŶ͘ ŝĞ ^ƚĂĚƚ ŽŶŶ ŚĂƚ ŶĞďĞŶ ĚĞŶ bekanntestenParkanlagennochweiterekleinereParkͲ anlagensowiehalböīentlicheGärten,dieseorienƟeren sich im überwiegenden linksrheinisch in InnenstadtͲ nähe. Dazu gehören: Baumschulwäldchen, DrachenͲ steinpark, Ernst-Moritz-Arndt-Garten, Panoramapark, Park Haus Carstanjen, Poppelsdorfer Allee, RedoutenͲ park,StadtgartenBonn,StadtparkBadGodesbergund sŝůůĂ,ĂŵŵĞƌƐĐŚŵŝĚƚ͘ DieGarten-undParkanlagenwerdendurchdiezweckͲ gebundenen Freiräume ergänzt und erweitert, dazu gehören Kleingartenanlagen, Friedhöfe, Sport- und SpielŇächen. Diese sind nicht uneingeschränkt öīentͲ lichzugänglich,dennochsinddieseFlächeneinwichƟͲ gerBausteindesFreiraumsystemsderStadt.Besonders stadtprägend ist der Alte Friedhof, der mit 3 ha die zweitgrößte GrünŇäche in der Innenstadt darstellt. Es ŝƐƚĞŝŶZĂƵŵĚĞƌZƵŚĞƵŶĚĞƐŝŶŶƵŶŐƵŶĚǁŝƌĚnjƵŶĞŚ mend als Rückzugsort aus dem Alltagsstress nachgeͲ fragt. Sporƞlächen zum Beispiel sind in Bonn bereits, ĂƵƘĞƌŚĂůď ǀŽŶ ^ĐŚƵůͲƵŶĚsĞƌĞŝŶƐďĞůĞŐƵŶŐƐnjĞŝƚĞŶ͕ Ĩƺƌ ĚŝĞEƵƚnjƵŶŐĚƵƌĐŚƺƌŐĞƌΎŝŶŶĞŶĨƌĞŝŐĞŐĞďĞŶ͘ BonnerNischen DasAngebotanGrünŇächenundParkanlagenmitgröͲ ßerenEinzugsbereichen(BonnsKlassiker)wirdergänzt durcheinfeinesRasterankleinengrünenNischen.Zu diesenNischengehörenzumeinenPocketParks,diean VerkehrsŇächen liegen oder durcheinzelne Baulücken entstanden sind oderauch kleinereSpielplätze, die in solchenFlächenentstandensindundangelegtworden. Zum anderen gehören dazu auch begrünte „ResƞläͲ chen“an(Verkehrs-)Infrastrukturen.DieseRäumesind teilweise in weniger guten PŇegezuständen, als die großenParkanlagen,jedochfürdasquarƟersnaheGrün ǀŽŶďĞƐŽŶĚĞƌĞƌĞĚĞƵƚƵŶŐ͘^ŝĞďĞƌŐĞŶĨƺƌůůƚĂŐƐǁĞŐĞ eingroßesPotenƟalfürdieErholungundalsTreīpunkt imQuarƟer.ZudemhabensiedasPotenƟalinnerstädͲ Ɵsche Mikrobiotope zu sein und Insekten als LebensͲ ƌĂƵŵnjƵĚŝĞŶĞŶ͘ BonnerPlätze PlatzŇächen, gestaltete öīentliche Räume und FußͲ gängerzonenprägendieSiedlungsbereicheundstellen OrienƟerungspunkteundGelenkeinnerhalbderStadtͲ struktur dar. Besonders in den StadtquarƟeren, die keinen schnell erreichbaren LandschaŌsraum in ihrer Nähehaben,sinddieseRäumevonbesondererBedeuͲ tungfürdiealltäglicheErholung.PlatzŇächensindTranͲ siträume, Erholungs- und Rückzugsräume, aber auch KommunikaƟonsorte und Treīpunkte. Je nach Lage ŝŶŶĞƌŚĂůďĚĞƌ^ƚĂĚƚƵŶĚĚĞƌhŵŐĞďƵŶŐĞƌĨƺůůĞŶĚŝĞƐĞ PlätzeunterschiedlicheAufgaben.Zeitgleichsindinden letzten Jahren die Nutzungsanforderungen an diese RäumegesƟegen. Die Bonner Plätze weisen oŌmals hohe VersiegeͲ lungsgrade auf und zeitgleich wenig VerschaƩung. PosiƟv hervorzuheben ist jedoch, dass Wasser oŌ als Gestaltungselement auf Plätzen eingesetzt wird. MulƟcodierung und Klimaplätze sind hierbei wichƟge Schlagworte für die konzepƟonelle Weiterentwicklung vonPlatzŇächen.Seite 23 von 64 ŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶ ǁŝƐĐŚĞŶďĞƌŝĐŚƚ ϮϮ bgmrLandschaŌsarchitekten KEEZE/^,E &ŽƚŽƐǀŽŶŽďĞŶůŝŶŬƐŶĂĐŚƵŶƚĞŶƌĞĐŚƚƐ͗ ďď͘ϰϯ VerkehrsgrünKirschallee/Reuterstraße ďď͘ϰϰ FahrradständerMeckenheimerAllee/AmBotanischenGarten ďď͘ϰϱ DenkmalBurgweg/MeßdorferStraße ďď͘ϰϲ PocketPark„StatueSimonBolivarsüdamerikanischerUnabhän- gigkeitskämpfer“ ďď͘ϰϳ PocketParkanderAgnesstraße ďď͘ϰϴ SpielplatzanderBrandenburgerStraße ďď͘ϰϵ PŇanzŇächeinderBadGodesbergerInnenstadt ďď͘ϱϬ RasenŇächeimWohngebiet(AmKlostergarten) ďď͘ϱϭ Straßenbegleitgrün(Rollrasen)anderOxfordstraße ďď͘ϱϮ 'ƌƺŶďĞĞƚŝŶ,ĂƌĚƚďĞƌSeite 24 von 64 ŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶ ǁŝƐĐŚĞŶďĞƌŝĐŚƚ ϮϯbgmrLandschaŌsarchitekten &ŽƚŽƐǀŽŶŽďĞŶůŝŶŬƐŶĂĐŚƵŶƚĞŶƌĞĐŚƚƐ͗ ďď͘ϱϯ ÖīentlicherRaumanderRiesengebirgsstraßeinTannenbusch ďď͘ϱϰ &ƌŝĞĚĞŶƐƉůĂƚnjŝŶĚĞƌ/ŶŶĞŶƐƚĂĚƚ ďď͘ϱϱ tĂƐƐĞƌƉůĂƚnjĂŵdĞůĞŬŽŵ&ŽƌƵŵ ďď͘ϱϲ PlatzamJohanneskreuz ďď͘ϱϳ PlatzimNeubaugebietImgroßenGarten ďď͘ϱϴ AuerbergerMiƩe ďď͘ϱϵ WŽƉƉĞůƐĚŽƌĨĞƌWůĂƚnj ďď͘ϲϬ FußgängerzoneBadGodesberg ďď͘ϲϭ ,ĞĐŬĞůƐďĞƌŐƉů ďď͘ϲϮ WohnplatzamCaroline-Herschel-Weg KEEZW> dSeite 25 von 64 ŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶ ǁŝƐĐŚĞŶďĞƌŝĐŚƚ Ϯϰ bgmrLandschaŌsarchitekten KEEZsZ<,Z^Z hD &ŽƚŽƐǀŽŶŽďĞŶůŝŶŬƐŶĂĐŚƵŶƚĞŶƌĞĐŚƚƐ͗ ďď͘ϲϯ GrüngleiseReuterstraße ďď͘ϲϰ Wilhelmstraße ďď͘ϲϱ BlickvomStadthausaufdieOxfordstraßeRichtungRhein ďď͘ϲϲ Prinz-Albert-Straße ďď͘ϲϳ ÜberdachteFahrradständeramWilhelmsplatz ďď͘ϲϴ Reuterstraße(UnterführungderClemens-August-Straße) ďď͘ϲϵ RingstraßeinBeuel ďď͘ϳϬ FahrradstraßeinderAltstadt ďď͘ϳϭ FahrradspurJulius-Leber-Straße/Fontainengraben ďď͘ϳϮ TramhaltestelleAuerbergerMiƩeSeite 26 von 64 ŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶ ǁŝƐĐŚĞŶďĞƌŝĐŚƚ ϮϱbgmrLandschaŌsarchitekten BonnerVerkehrsräume Der Freiraum hört nicht bei den grünen Flächen auf, auchdiegraueInfrastrukturgehörtzumFreiraumeiner Stadt. Hinzukommt,dasssichdieMobilitätverändert ƵŶĚ njƵŶĞŚŵĞŶĚ ŝŶƚĞƌŵŽĚĂůĞƌ ǁŝƌĚ͘ ƵƚŽ͕ ĂŚŶ ƵŶĚ ƵƐŽĚĞƌ&ĂŚƌƌĂĚǁĞƌĚĞŶũĞŶĂĐŚĞĚĂƌĨ͕ dĂŐĞƐnjĞŝƚƵŶĚ Enƞernungvariierendgenutzt.AuchinBonnistdieser Trend zu verzeichnen. Dennoch ist Bonn stark durch dominante und raumstrukturierende Verkehrstrassen geprägt.Dazugehörenz.B.die AutobahnenA555und ϱϲϱƐŽǁŝĞŐƌŽƘĞDĂŐŝƐƚƌĂůĞŶ͕ǁŝĞĚŝĞϵ͘ŝĞƐĞŐƌŽƘ dimensionierten Verkehrsinfrastrukturen stellen eine BarrierewirkungfürdennichtmotorisiertenIndividualͲ verkehr(nMIV)dar. Übergeordnete Radwege sind insbesondere in Nord- ^ƺĚͲZŝĐŚƚƵŶŐ͕ ǁŝĞ nj͘͘ Ăŵ ZŚĞŝŶ͕ ǀŽƌŚĂŶĚĞŶ ƵŶĚ werdengutangenommen.JedochfehltdenLangsamͲ verkehren (Fußgänger*innen, Fahrrädern und E-ScooͲ ter)teilweisedernöƟgeRaumimStraßenquerschniƩ. AberauchdieNutzungderStraßenräumealsOrtedes Aufenthalts und Flanierens spielen eine immer gröͲ ßere Rolle. Wenn die Wertschätzung des öīentlichen Raumes zunimmt, die Flächen aber begrenzt sind, stelltsichdamitdieFrage,wieauchdieStraßenräume zukünŌig für die Bewegung, Freizeitnutzung und den AufenthaltaƩrakƟverwerdenkönnen,diesezeitgleich ĂďĞƌ ĂƵĐŚ ĚĞŶ ŶĨŽƌĚĞƌƵŶŐĞŶ ĂŶ ĚĞŶ <ůŝŵĂǁĂŶĚĞů gerecht werden. Die qualitätvolle Gestaltung sowie die temporäre und dauerhaŌe Mehrfachnutzung von StraßenundPlätzenfürSpiel,FreizeitundfürdieLangͲ samverkehre sowie Begrünung und Anwendung des Schwammstadtprinzips werden ressortübergreifende GemeinschaŌsaufgabensein. Privat(atmo)sphäre PrivateFreiŇächenmacheneinenGroßteilderGesamtͲ ŇächederStadtaus.WährendimBereichderAltstadt ĞŝŶ ŚŽŚĞƌ sĞƌƐŝĞŐĞůƵŶŐƐŐƌĂĚ ƵŶĚ ŚŽŚĞ ĞďĂƵƵŶŐƐ dichte vorherrschen, sind die meisten Grundstücke durch große, unbebaute Flächen geprägt. Diese FreiͲ Ňächensindunterschiedlichausgestaltetundgenutzt. Das Bild geht von vollversiegelten Innenhöfen/GaraͲ genhöfen über ungenutzte „AbstandsgrünŇächen“ bis hinzugestaltetenundgenutztenprivatenFreiräumen. AufdiesenprivatenFlächenĮndetweitestgehendkein Umgang mit Regenwasser (Rückhalt, Versickerung, TranspiraƟonundEvaporaƟon)staƩ. Private Flächen bergen somit ein großes PotenƟal für Klimaanpassung und Erhöhung der Biodiversität im städƟschenRaum. AneignungundNutzung Öīentliche Flächenund Parkanlagen werdenangeeigͲ net. Vermehrtwird deröīentlicheRaumdurchGrupͲ penundVereinefürunterschiedlicheZweckegenutzt, dazugehörenvorallem sportliche BetäƟgungen, aber auchdasgemeinsameSpielen. Punktuelltriŏman auf kleineIntervenƟonenim FreiͲ raum,dieaufbisherwenigerfüllteBedürfnisseaufmerkͲ sam machen, wie z.B. Biodiversität, Aufenthaltsorte, Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, Begrünung von bisherstarkversiegeltenFlächen,SchaƩenplätze,indiͲ viduelleresGrünundprodukƟvesGrün.Seite 27 von 64 ŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶ ǁŝƐĐŚĞŶďĞƌŝĐŚƚ Ϯϲ bgmrLandschaŌsarchitekten PRIVATΈATMOΉSPHÄRE &ŽƚŽƐǀŽŶŽďĞŶůŝŶŬƐŶĂĐŚƵŶƚĞŶƌĞĐŚƚƐ͗ ďď͘ϳϯ „Abstandsgrün“inderamerikanischenSiedlungPliƩersdorf ďď͘ϳϰ 'ĂƌĂŐĞŶŚŽĨŝŶĚĞƌůƚƐƚĂĚƚ ďď͘ϳϱ ŝŶnjĞůŐĂƌĂŐĞŶŝŶĞƵĞů ďď͘ϳϲ „Abstandsgrün“inTannenbusch ďď͘ϳϳ PrivateVorzonentypischer60erJahreBebauung ďď͘ϳϴ WegeverbindungimNeubauquarƟer ďď͘ϳϵ VorgartenŇächevonEFHundkleinenMFH ďď͘ϴϬ 'ĂƌĂŐĞŶŚŽĨŝŶƵƐĐŚĚŽƌ ďď͘ϴϭ ZĞŐĞŶǁĂƐƐĞƌǀĞƌƐŝĐŬĞƌƵŶŐŝŵƉƌŝǀĂƚĞŶsŽƌŐĂƌƚĞŶ ďď͘ϴϮ Ungenutzes„Abstandsgrün“zwischenZeilenbebauungSeite 28 von 64 ŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶ ǁŝƐĐŚĞŶďĞƌŝĐŚƚ ϮϳbgmrLandschaŌsarchitekten E/'EhE'hEEhdhE' &ŽƚŽƐǀŽŶŽďĞŶůŝŶŬƐŶĂĐŚƵŶƚĞŶƌĞĐŚƚƐ͗ ďď͘ϴϯ HochbeetinAuerbergMiƩe ďď͘ϴϰ PŇanzbegrenzungeninderAltstadt ďď͘ϴϱ BaumbeetinPatenschaŌimBundesviertel ďď͘ϴϲ BaumbeetinPatenschaŌinderAltstadt ďď͘ϴϳ <ŝŶĚĞƌǀĞƌĂŶƐƚĂůƚƵŶŐŝŵ,ŽĨŐĂƌƚĞŶ ďď͘ϴϴ SpielendeKinderaufdemKonrad-Adenauer-Platz ďď͘ϴϵ FestplatzSiegburgerStraße ďď͘ϵϬ TemporäreBegrünunginderAltstadt ďď͘ϵϭ UrbanGardeningzwischenKölnstraßeundRosentalSeite 29 von 64 ŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶ ǁŝƐĐŚĞŶďĞƌŝĐŚƚ Ϯϴ bgmrLandschaŌsarchitekten Bonn produziert. Bedingt durch die hohen Bodenwertzahlen sindguteVoraussetzungenfürdieProdukƟonvonLebensmitͲ telngegeben,sowohlinderLandwirtschaŌ,alsauchinKleinͲ gärten, GemeinschaŌsgärten und Urban Gardening-Flächen. DieNachfragenachprivatenGartenŇächensteigtundführtzur AneignungnichtgenutzterFlächendurchPrivatpersonen. BonnproduziertjedochmehralsnurLebensmiƩel.DazugehöͲ ren z.B. KaltluŌ, die in den umliegenden LandschaŌsräumen ĞŶƚƐƚĞŚƚ͕ĂďĞƌĂƵĐŚďŝŽůŽŐŝƐĐŚĞ sŝĞůĨĂůƚ͘ WZKh<d/s &ŽƚŽƐǀŽŶŽďĞŶůŝŶŬƐŶĂĐŚƵŶƚĞŶƌĞĐŚƚƐ͗ ďď͘ϵϮ PrivateLandschwirtschaŌsparzelleAuerberg ďď͘ϵϯ GemeinschaŌsGartenVilich-Müldorf ďď͘ϵϰ MeßdorferFeld ďď͘ϵϱ LebensmiƩelanbauimPŇanzenfeld ďď͘ϵϲ PrivateLandwirtschaŌsparzelleinBadGodesberg ďď͘ϵϳ PrivateLandwirtschaŌsparzelleGraurheindorf ďď͘ϵϴ PrivateLandwirtschaŌsparzelleGraurheindorf ďď͘ϵϵ ^ƚƌĞƵŽďƐƚǁŝĞƐĞ ďď͘ϭϬϬ TemporäresUrbanGardeningundImkernaufeinersƟllgelegten 'ůĞŝƐĂŶůĂŐĞŝŶdĂŶŶĞŶďƵƐĐŚ ďď͘ϭϬϭ UrbanGardeningzwischenKölnstraßeundRosentalSeite 30 von 64 ŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶ ǁŝƐĐŚĞŶďĞƌŝĐŚƚ ϮϵbgmrLandschaŌsarchitekten Mobilität umfasst nicht nur die Bewegung von A nach B, sonͲ dernaucheinenTeilderLebensqualitätinderStadt.Bundesweit erobert derSport denstädƟschen Raummit seinen begeh-und befahrbarenFlächen.SportĮndetnichtmehrnuraufdemSportͲ platzstaƩ,sonderndiegesamteStadtwirdmitihrenFreiŇächen njƵŵĞǁĞŐƵŶŐƐƌĂƵŵ͘ĂŵŝƚĞƌǁĂĐŚƐĞŶ ďĞƐŽŶĚĞƌĞŶĨŽƌĚĞƌƵŶ genanBeläge,WegebreitenunddieDurchgängigkeitbesƟmmter WegeindenöīentlichenRäumenderStadt.NebendenWegen selbst müssen auch die Kulissenräume einladend wirken. Eine HerausforderungderFreiraumentwicklungwirdessein,diehäuĮg monofunkƟonalgestaltetenSporƞlächenindasSystemderöīentͲ lichenGrünräumezuintegrierenundvermehrtaufdenSporƞläͲ chenAngebotefürnichtVereinsmitgliederzuschaīenundindas NetzderöīentlichenGrünŇächennachBedarfzuintegrieren. DK/>hE^WKZd/& &ŽƚŽƐǀŽŶŽďĞŶůŝŶŬƐŶĂĐŚƵŶƚĞŶƌĞĐŚƚƐ͗ ďď͘ϭϬϮ Sport-undSpielŇächeimGrünenC ďď͘ϭϬϯ ZĂĚǁĞŐĂŶĚĞƌ^ŝĞŐĂƵĞ ďď͘ϭϬϰ ZĂĚǁĞŐĂŵZŚĞŝŶ ďď͘ϭϬϱ SportmannschaŌimSportparkNord ďď͘ϭϬϲ SportBoxamPosƩower©BundesstadtBonn ďď͘ϭϬϳ FußballspielendeKinderimSportparkNord ďď͘ϭϬϴ ^ŬĂƚĞƉĂƌŬŝŵ ZŚĞŝŶĂƵĞŶƉĂƌŬ;ƌĞĐŚƚƐƌŚĞŝŶŝƐĐŚͿ ďď͘ϭϬϵ ZĂĚǁĞŐĚƵƌĐŚƐ'ƌƺŶĞ ďď͘ϭϭϬ ZĂĚǁĞŐĂŵZŚĞŝŶ ďď͘ϭϭϭ ^ƉŽƌƚƉůĂƚnj&ŝŶŬĞŶďĞƌŐSeite 31 von 64 ŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶ ǁŝƐĐŚĞŶďĞƌŝĐŚƚ ϯϬ bgmrLandschaŌsarchitekten ϯ͘ϰ FLÄCHENANALYSE StädtebaulicheFlächenkulisse Die Stadt Bonn umfasst eine Gesamƞläche von 141,1രkmϮ(14.110രha).Davonsind46,7രkmϮ͕ ĂůƐŽĞŝŶƌŝ tel(33,1ര%)bebauteFläche.ÜberdieHälŌedesStadtͲ gebietes (57,2ര%) gehören den FreiŇächen an. Damit ŝƐƚĚŝĞ^ƚĂĚƚŽŶŶǀĞƌŐůĞŝĐŚďĂƌŵŝƚĂŶĚĞƌĞŶĚĞƵƚƐĐŚĞŶ Großstädten,z.B.Nürnberg(47%derStadƞläche)und Berlin (44% der Stadƞläche) bzw. weisen sogar einen höherenAnteilalsdieseauf.Dieübrigen9,7ര%belaufen sichaufFlächenfürdieverkehrlicheInfrastruktur. Freiraumstruktur Die FreiŇächen machen mit 57,2ര% den Großteil der Flächeaus.Zudiesenwerdengezählt: WaldŇächen(28,5 %) DieWaldŇächenimmtdengrößtenAnteilderFreiraumͲ strukturein,bestehendausdenzusammenhängenden Waldgebieten KoƩenforst im Süden und Ennert (als AusläuferdesSiebengebirges)imOstenvonBonn. LandwirtschaŌsŇächen(14,9 %) LandwirtschaŌlich genutzte Flächen sind auf dem 'ĞďŝĞƚ ĚĞƌ ^ƚĂĚƚ ŽŶŶ njƵŶĞŚŵĞŶĚŝŶ ĚĞŶ ZĂŶĚďĞƌĞŝͲ chenangesiedelt.DurchSiedlungsentwicklungausdem StadtzentrumnachaußenisteinRückganganlandwirtͲ schaŌlichenFlächenerkennbar. Gewässer(4,3 %) DerRhein(Gewässer1.Ordnung)unddieSieg(GewäsͲ ser2.Ordnung)durchŇießtaufknapp18kmLängedas ^ƚĂĚƚŐĞďŝĞƚĚĞƌƵŶĚĞƐƐƚĂĚƚŽŶŶƵŶĚƐƚĞůůƚnjƵƐĂŵŵĞŶ mitseinenUferneinprägendesElementderFreiraum- undSiedlungsstrukturdar.Ergänztwirddiesdurchdas verzweigte Ökosystem „Bach“, welches die LandschaŌ und,dortwosichtbar,denSiedlungsbereichprägt. Parkanlagen(5,5 %) Parkanlagen und GrünŇächen sind stadtbildpräͲ gende Freiräume, die für die Freizeitgestaltung, ĚĞŶ ƵĨĞŶƚŚĂůƚ ŝŵ &ƌĞŝĞŶ ƵŶĚ ĚĂƐ EĂƚƵƌĞƌůĞďĞŶ ĚĞƌ ^ƚĂĚƚďĞǁŽŚŶĞƌΎŝŶŶĞŶ ƵŶǀĞƌnjŝĐŚƚďĂƌ ƐŝŶĚ͘ /ŶƐď sondere Parks und GrünŇächen stellen ein breites Spektrum an FreiraumfunkƟonen bereit und werden mulƟfunkƟonal durch die in Bonn lebenden MenͲ ƐĐŚĞŶŐĞŶƵƚnjƚ͘ Sporƞlächen(1 %) Sporƞlächen gehören zu den zweckgebundenen GrünŇächen. Insgesamt stehen mehr als 50 SporͲ ƚĂƵƘĞŶĂŶůĂŐĞŶ ŝŵ ^ƚĂĚƚŐĞďŝĞƚ njƵƌ sĞƌĨƺŐƵŶŐ͘ ŝĞ meisten Sportanlagen sind in umfangreiche GrünŇäͲ chen integriert. Sportanlagen stehen außerhalb der Belegungszeiten durch Schulen und Sportvereine der ÖīentlichkeitzurfreienNutzungzurVerfügung. Friedhöfe(0,9 %) Friedhöfe gehörenzu den zweckgebundenen GrünŇäͲ chen.InBonngibtesinsgesamt40kommunaleFriedͲ höfe unterschiedlichster Ausprägung. Sie reichen von kleinen, alten Ortsteil-Friedhöfen bis hin zu großen, ausgedehnten parkähnlichen Anlagen und WaldfriedͲ ŚƂĨĞŶ ŶĞƵĞƌĞŶ ĂƚƵŵƐ͘ /Ŷ ŝŚƌĞƌ 'ƌƂƘĞ ǀĂƌŝŝĞƌĞŶ ƐŝĞ zwischen0,13രha,wiederFriedhofPliƩersdorf,undgut 20രhawiederNordfriedhofs. Kleingärten(0,8 %) KleingärtengehörenzudenzweckgebundenenGrünŇäͲ ĐŚĞŶ͘/ŶŽŶŶŐŝďƚĞƐŝŶƐŐĞƐĂŵƚϮϬ<ůĞŝŶŐĂƌƚĞŶǀĞƌĞŝŶĞ͘ Sie leisten einen wichƟgen Beitrag zur FreiraumstrukͲ tur sowie zur IntegraƟon und zur IdenƟĮkaƟon der Bürger*innenmitihrerStadtundverschaīensovielen MenscheneinehöhereLebensqualität. Straßenbegleitgrün(1,3 %) Straßenbegleitgrün umfasst alle im Kontext zu VerͲ kehrswegen stehenden VegetaƟonsŇächen, unabhänͲ gig ihres Ursprungs. Neben technischen FunkƟonen ďď͘ϭϭϮ StädtebaulicheFlächenkulisse tĂůĚ 28,5% 14,9% 4,3% 5,5% 1,3% 33,1% 9,7% 2,7% ^ĐŚƵƚnjŐĞďŝĞƚĞ LandwirtschaŌ Gewässer WĂƌŬĂŶůĂŐĞ Zweckgeb.GrünŇ. Straßenbegleitgrün SiedlungsŇäche 'ƌĂƵĞ/ŶĨƌĂƐƚƌƵŬƚƵƌ 50,2%Seite 32 von 64 ŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶ ǁŝƐĐŚĞŶďĞƌŝĐŚƚ ϯϭbgmrLandschaŌsarchitekten ďď͘ϭϭϯ &ƌĞŝƌĂƵŵƐƚƌƵŬƚƵƌ ZweckgebundeneGrünŇäche (Sporƞläche,Friedhof,Kleingarten) Straßenbegleitgrün EĂƚƵƌƐĐŚƵƚnjŐĞďŝĞƚĞ LandschaŌsschutzgebiete WaldŇäche LandwirtschaŌsŇäche Gewässer WĂƌŬĂŶůĂŐĞSeite 33 von 64 ŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶ ǁŝƐĐŚĞŶďĞƌŝĐŚƚ ϯϮ bgmrLandschaŌsarchitekten desGrünsspielenhiervermehrtauchökologischeund klimaƟscheFreiraumfunkƟoneneinegroßeRolle. Schutzgebiete GroßeTeilederLandschaŌsräumeBonnssindalsLandͲ schaŌsschutzgebiete (LSG), geschützte LandschaŌsͲ ďĞƐƚĂŶĚƚĞŝůĞ ;>Ϳ ŽĚĞƌ ĂůƐ EĂƚƵƌƐĐŚƵƚnjŐĞďŝĞƚĞ ;E^'Ϳ ŐĞƐĐŚƺƚnjƚ͘ ŝĞƐĞ ǁĞƌĚĞŶ ǁŝĞĚĞƌƵŵ ŝŶ dĞŝůĞŶ ƺďĞƌůĂ ŐĞƌƚ ĚƵƌĐŚ ĚĞŶ ^ĐŚƵƚnjƐƚĂƚƵƐ ǀŽŶ EĂƚƵƌĂ ϮϬϬϬͲ ƚĞŶ;&ůŽƌĂͲ&ĂƵŶĂͲ,ĂďŝƚĂƚͲ'ĞďŝĞƚĞ͕ sŽŐĞůƐĐŚƵƚnjŐĞďŝĞƚĞͿ͘ ŝĞƐĞďŝůĚĞŶƺďĞƌĚŝĞ^ƚĂĚƚŐƌĞŶnjĞŶŚŝŶĂƵƐŐƌŽƘĞƌĞĂůĞ ƵŶĚĞƌĨŽƌĚĞƌŶĞŝŶĞďĞƐŽŶĚĞƌĞ^ŽƌŐĨĂůƚƵŶĚĞŝŶĞĂƵƐŐĞͲ ǁŽŐĞŶĞ^ƚƌĂƚĞŐŝĞnjǁŝƐĐŚĞŶ^ĐŚƵƚnjƵŶĚEƵƚnjƵŶŐ͘ ŝĞEĂƚƵƌƐĐŚƵƚnjŐĞďŝĞƚĞĂƵĨĚĞŵ^ƚĂĚƚŐĞďŝĞƚŽŶŶƐŝŶĚ in den drei rechtskräŌigen LandschaŌsplänen SiegͲ mündung, Ennert und KoƩenforst festgesetzt. Es sind elf Naturschutzgebiete und weitere 24 LandschaŌsͲ schutzgebiete ausgewiesen. Überwiegend setzen sich dieSchutzgebieteausdenWaldŇächen,denLandwirtͲ schaŌsŇächen sowie dem Rhein mit Rheinauenpark njƵƐĂŵŵĞŶ͘ ZudemhatBonnimVergleichzurGesamƞlächeeinen hohen Anteil europäischer Schutzgebiete (21,8ര%). AktuellsindvierGebietealsFFH-Gebietegemeldet: − ĞƌŶŶĞƌƚĂůƐdĞŝůĚĞƐ^ŝĞďĞŶŐĞďŝƌŐĞƐ;ϰϵϲŚĂͿ − ŝĞ^ŝĞŐŵƺŶĚƵŶŐ;ϭϱϭŚĂͿ − ĞƌZŽĚĚĞƌďĞƌŐ;ϯϯŚĂͿ − DerKoƩenforst(2.457ha) Insgesamtsind50,2ര%derGesamƞlächederStadtBonn ĂůƐ^ĐŚƵƚnjŐĞďŝĞƚĞĂƵƐŐĞǁŝĞƐĞŶ͘ VerkehrsŇächen Kommunale Verkehrsplanung war lange Zeit einseiƟg ĂƵĨ ĚĂƐ ƵƚŽŵŽďŝů ĂƵƐŐĞƌŝĐŚƚĞƚ͘ ŝĞů ǁĂƌ ĚŝĞ ĂƵƚŽŐĞͲ rechte Stadt, die unbegrenzte PKW-Mobilität für alle Bürger*innen. Doch die Städte und Gemeinden liƩen zunehmendunterdenAuswirkungenvonimmermehr Straßen,Verkehrslärm,Parkplätzenundspäterdannder darausresulƟerendenUmwelt-undLuŌverschmutzung. DieFlächefürverkehrlicheInfrastrukturentspricht9,7ര% derGesamƞläche.EntsprechendistdasheuƟgeStadtͲ bild noch von breiten StraßenquerschniƩen geprägt. DiesbirgtentsprechendgroßesPotenƟaleinerseitsfür denUmweltverbund,derimMiƩelpunktderheuƟgen Verkehrsplanung steht, als auch für eine Grün-Blaue UmgestaltungvonVerkehrsräumen. PrivateFreiŇächen 33,1ര%derGesamƞlächederStadtBonnsindbebaute FlächeeinschließlichderdazugehörigenBaufelder.Die Struktur, bedingt durch das historische StadtwachsͲ tum, orienƟert sich zum Rhein hin und an die Hänge desKoƩenforstes.BonnistdurchdreiverdichteteZenͲ tren geprägt, die heuƟge AlƩstadt, als Hauptzentrum, ergänztdurchdieZentrenBeuelundBadGodesberg.In ĚŝĞƐĞŶĞƌĞŝĐŚĞŶĞƌŚƂŚƚƐŝĐŚĚĞƌŶƚĞŝůĂŶǀĞƌĚŝĐŚƚĞƚĞƌ Block- undRandbebauungmitentsprechendgeringen AnteilenangrünenGrundstücksŇächen.DieBlock-und Randbebauung(12,2ര%)unddieverdichtetegemischte Bebauung(16,0ര%)weiseneinenrelaƟvgeringerAnteil. Die vorwiegende Bebauungsstruktur in Bonn wird geprägtdurchEinzel-,Doppel-undReihenhäuser.Diese machen 46,9ര% der bebauten Flächen aus. EntspreͲ chend ist der Anteil an privaten FreiŇächen, die grün gestaltetsindoderdasPotenƟaldafürhaben,sehrgroß.Seite 34 von 64 ŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶ ǁŝƐĐŚĞŶďĞƌŝĐŚƚ ϯϯbgmrLandschaŌsarchitekten tŽŚŶŶƵƚnjƵŶŐƵŶĚDŝƐĐŚŶƵƚnjƵŶŐ ;ŝŶǁŽŚŶĞƌĚŝĐŚƚĞƉƌŽĂƵĨĞůĚŶŝŵŵƚǀŽŶŚĞůůnjƵĚƵŶŬĞůnjƵͿ 'ĞǁĞƌďĞ Dienstleistung,Verwaltungund(soziale)Infrastruktur ďď͘ϭϭϰ StädtebaulicheNutzungennachWohnen,Gewerbe,Dienstleistung,Verwaltungund(soziale)InfrastrukturSeite 35 von 64 ŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶ ǁŝƐĐŚĞŶďĞƌŝĐŚƚ ϯϰ bgmrLandschaŌsarchitektenSeite 36 von 64 ŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶ ǁŝƐĐŚĞŶďĞƌŝĐŚƚ ϯϱbgmrLandschaŌsarchitekten dZE^hE ,Zh^&KZZhE'ESeite 37 von 64 ŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶ ǁŝƐĐŚĞŶďĞƌŝĐŚƚ ϯϲ bgmrLandschaŌsarchitekten ϰ͘ , Zh^&KZZhE'E&mZ/KEEZ&Z/ZhDEdt/<>hE' BonnsStadt-undFreiraumentwicklungwirdbeeinŇusst ĚƵƌĐŚ ĞŝŶĞ sŝĞůnjĂŚů ĂŶ ZĂŚŵĞŶďĞĚŝŶŐƵŶŐĞŶ͘ 'ůĞŝĐŚͲ zeiƟg wird jede Stadt durch übergeordnete naƟonale oder auch internaƟonale Megatrends beeinŇusst. Sie stellen aber die Stadt jeweils vor speziĮsche HerausͲ forderungen, dievondenStädtenjeweilsmiteigenen ^ƚƌĂƚĞŐŝĞŶ ŐĞůƂƐƚ ǁĞƌĚĞŶ ŵƺƐƐĞŶ͘ ĂƌĂƵƐ ĞƌǁĂĐŚͲ sen die Bonn-speziĮschen Herausforderungen an die Freiraumentwicklung. ^ƚĂĚƚǁĂĐŚƐƚƵŵ ƵŶĚ sĞƌĚŝĐŚƚƵŶŐ͕ ƌƚĞŶƐƚĞƌďĞŶ ƵŶĚ Biologische Vielfalt, Klimawandel, demograĮscher tĂŶĚĞůƐŽǁŝĞĞǁĞŐƵŶŐƵŶĚ'ĞƐƵŶĚŚĞŝƚŝŶĚĞƌ^ƚĂĚƚ sindsolcheMegatrends,diederzeitdiestädƟscheFreiͲ raumentwicklungfordernundvorerheblicheAufgaben ƐƚĞůůĞŶ͘ ϰ͘ϭ ^ ddt,^dhDhE&Z/ZhD Bonn ist im Vergleich mit anderen Städten ähnlicher EinwohnerzahlrelaƟvdichtbebautundwächstzudem deutlich.BonnhateineEinwohnerdichtevon24രEW/ha ƵŶĚĚĂŵŝƚ ĞŝŶĞ ŚƂŚĞƌĞŝĐŚƚĞ ĂůƐ<ĂƌůƐƌƵŚĞ͕ DƺŶƐƚĞƌ͕ DĂŶŶŚĞŝŵ ƵŶĚ ŝĞůĞĨĞůĚ͘ /Ŷ ĚĞƌ ^ŝĞĚůƵŶŐƐĚŝĐŚƚĞ ůŝĞŐƚ Bonnmit72രEW/haleichtunterKarlsruhe(sieheAbbilͲ dungen115und116).ImVergleichistjedochkeineder hier betrachteten Städte so dicht besiedelt wie diese ďĞŝĚĞŶ͘ Freiraumverfügbarkeit InBonnstehenproEinwohner*in235രmϮ&ƌĞŝƌĂƵŵnjƵƌ Verfügung– wenig im Vergleichmitanderen Städten. ZurückzuführenistdiesaufdiedichtbesiedelteRegion Köln/Bonn.Zudem kommt, dass die Bevölkerungüber die letzten 20 Jahre konƟnuierlich gesƟegen ist.ϭ ŝĞƐ gilt für die gesamte Region, entsprechend herrscht 1 BundesstadtBonn:BevölkerungsstaƟsƟk(Mai2020) ein hoher Siedlungsdruck und daraus resulƟerend ein hoherDruckaufdieLandschaŌsräume. DieVerfügbarkeitmitErholungsŇächeproEinwohner*in liegtmit34രmϮ/EWimunterenBereich.DasMonitoring zum IFS 2017 hat die Erreichbarkeit von GrünŇächen analysiert. Als Annahme wurde für eine sehr gute Erreichbarkeit eine Enƞernung (LuŌlinie) zur GrünŇäͲ chevonmaximal250രmangesetzt,diesentsprichtden neuen OrienƟerungswerten des Masterplans StadtnaͲ tur (300രm).Ϯ Trotz der geringen ErholungsŇäche pro Einwohner*inistdieErreichbarkeitlautIFSMonitoring ϮϬϭϳŐƌƂƘƚĞŶƚĞŝůƐƐĞŚƌŐƵƚ͘ MehrfacheInnenentwicklung Bonn ist bestrebt seine InnenentwicklungspotenƟale unter dem Ansatz der mehrfachen Innenentwicklung auszuschöpfen.DasbringtaberauchgesteigerteAnforͲ derungenandieFreiräume,besondersindenohnehin schondichtereninnerstädƟschenQuarƟeren,mitsich. ŝĞ,ĞƌĂƵƐĨŽƌĚĞƌƵŶŐǁŝƌĚĚĂŚĞƌƐĞŝŶ͕ĚŝĞ^ƚƌĂƚĞŐŝĞĚĞƌ mehrfachen Innenentwicklungzustärken.Somit muss die Verdichtung der Stadt gleichzeiƟg mit einer qualiͲ Įzierten Grünentwicklung einhergehen sowie einem ErhöhenderklimaschonendenMobilitätsopƟonen.Das ďĞŝŶŚĂůƚĞƚ − dieSicherungundQualiĮzierungvonöīentliͲ chenGrünŇächen,insbesondereimverdichteten ^ŝĞĚůƵŶŐƐƌĂƵŵ͕ − dieSchaīungvonneuenkleinerengrünenOasen, − dieNutzungderbebautenOberŇächederStadtin &ŽƌŵǀŽŶĂĐŚͲƵŶĚ&ĂƐƐĂĚĞŶďĞŐƌƺŶƵŶŐƐŽǁŝĞ − dieQualiĮzierungderStraßenräumehinsichtlich derAufenthaltsqualitätundGrünausstaƩungund Ϯ ƵŶĚĞƐƐƚĂĚƚŽŶŶ͗ĞƌŝĐŚƚnjƵŵ&ƌĞŝƌĂƵŵ DŽŶŝƚŽƌŝŶŐĚĞƌƵŶĚĞƐƐƚĂĚƚ Bonn2017;HochschuleWeihenstephan-TriesdorfundDeutschesInsƟtutfürUrbanis- ƟkgGmbH(Difu):„Stadtnaturerfassen,schützen,entwickeln“–Naturschutzfachliche ĞŐůĞŝƚƵŶŐĚĞƌhŵƐĞƚnjƵŶŐĚĞƐDĂƐƚĞƌƉůĂŶƐ^ƚĂĚƚŶĂƚƵƌ͗^ĐŚůƵƐƐďĞƌŝĐŚƚ;ϮϬϮϮͿ MehrfacheInnenentwicklung DemintegriertenEntwicklungsprinzipder„MehrfachenInnenentwicklung“entsprechendsolleinebaulicheundfunkƟonaleInnen- entwicklung(imSinneeinerkompaktenStadtderkurzenWege)miteinerErgänzungundQualiĮzierungdesGrünssowiemiteiner ErhöhungderklimaschonendenMobilitätsopƟonenkombiniertwerden,umdiemöglichennegaƟvenFolgenbaulicherVerdichtung (Versiegelung,VerkehrsauŅommen,VerletzlichkeitimZugedesKlimawandels)vonvornhereinzuminimieren.Soverstandenermög- lichtdie„MehrfacheInnenentwicklung“dieUmsetzungvonortsangepasstenbaulichenundfunkƟonalenDichtenundgleichzeiƟg dieChance,dieQuanƟtätundQualitätdesFreiraumszuerhöhen,dieMobilitätsangebotevorOrtzuopƟmierenundeinenwichƟgen BeitragzurKlimaanpassungzuleisten.(Quelle:AgglomeraƟonsprogrammRegionKöln/Bonn(2021))Seite 38 von 64 ŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶ ǁŝƐĐŚĞŶďĞƌŝĐŚƚ ϯϳbgmrLandschaŌsarchitekten − dasKonzept„StadtderkurzenWege“unddamit eineVeränderungdesModalSplitzugunstender Langsamverkehre. So kann mit mehrfacher Innenentwicklung die Stadt dichter, aber gleichzeiƟg grüner werden, indem neue GrünpotenƟale erschlossen und bestehende qualiĮͲ njŝĞƌƚǁĞƌĚĞŶ͘ DruckaufAußenŇächensteigt BonnproĮƟertvonseinengroßenLandschaŌsräumen, wiez.B.demKoƩenforst,demEnnertundderSiegaue. Durch den Siedlungsdruck und die knapper werdenͲ den InnenentwicklungsŇächen wird ein starker Druck auf die Ränder der Stadt ausgeübt, besonders auf landwirtschaŌlichgenutzteFlächen,wieetwadasvon SiedlungsŇäche umschlossene Messdorfer Feld. Die LandwirtschaŌsŇächenmachenzudeminBonnbereits einen sehr geringen Teil der Flächen im Vergleich zu anderenStädtenaus. ĂƌƺďĞƌ ŚŝŶĂƵƐ ǁĂĐŚƐĞŶ ĂƵĐŚ ĚŝĞ ƵŵůŝĞŐĞŶĚĞŶ EĂĐŚďĂƌŐĞŵĞŝŶĚĞŶ ƵŶĚ ǁĞŝƐĞŶ ŶĞƵĞƐ ĂƵůĂŶĚ ĂƵƐ͘ Somit rücken die angrenzenden Kommunenmit ihren ŽŶŶϮϬϮϭ 24EW/ha t͗ϯϯϱ͘ϵϳϱ ŽŶŶϮϬϮϭ 72EW/ha <ĂƌůƐƌƵŚĞϮϬϮϬ 17EW/ha t͗ϮϮϵ͘ϳϴϱ <ĂƌůƐƌƵŚĞϮϬϮϬ 74EW/ha DƺŶƐƚĞƌϮϬϮϭ 10EW/ha t͗ϯϭϲ͘ϰϬϯ DƺŶƐƚĞƌϮϬϮϭ 43EW/ha DĂŶŶŚĞŝŵϮϬϮϭ 22EW/ha t͗ϯϮϲ͘ϬϬϴ DĂŶŶŚĞŝŵϮϬϮϭ 60EW/ha ŝĞůĞĨĞůĚϮϬϮϬ 13EW/ha t͗ϯϯϵ͘ϰϭϵ ŝĞůĞĨĞůĚϮϬϮϬ 59EW/ha ďď͘ϭϭϱ EinwohnerdichtefünfdeutscherGroßstädteinEinwohner/haGesamtstadƞläche Quelle:BevölkerungsstaƟsƟkStadtBonnam31.12.2021,OpendataderStadtBonn;StaƟsƟschesJahrbuch2021Karslruhe;Jahres-StaƟsƟk2021derStadtMünster; StadtMannheim,KommunaleStaƟsƟkstelle,StadtMannheim-AuszugausdemLiegenschaŌskataster,FB61;StadtBielefeldStaƟsƟkkompakt2022 ďď͘ϭϭϲ SiedlungsdichtefünfdeutscherGroßstädteinEinwohner/haBebauterFlächederStadt Quelle:BevölkerungsstaƟsƟkStadtBonnam31.12.2021,OpendataderStadtBonn;StaƟsƟschesJahrbuch2021Karslruhe;Jahres-StaƟsƟk2021derStadtMünster; StadtMannheim,KommunaleStaƟsƟkstelle,StadtMannheim-AuszugausdemLiegenschaŌskataster,FB61;StadtBielefeldStaƟsƟkkompakt2022 ďď͘ϭϭϳ SuchräumefürStädtebauprojekte(Kreise)und PlanungsumgriīRahmenplanungBundesviertel(Umrandung)Seite 39 von 64 ŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶ ǁŝƐĐŚĞŶďĞƌŝĐŚƚ ϯϴ bgmrLandschaŌsarchitekten Siedlungsbereichen immer näher an das Bonner Stadtgebietheran.DasProjektGrünesChatdieseProͲ blemaƟk aufgegriīen und über die DeĮniƟon einer grenzüberschreitendenGebietskulissedenverbleibenͲ ĚĞŶ &ƌĞŝƌĂƵŵ njǁŝƐĐŚĞŶ ĚĞŶ ^ŝĞĚůƵŶŐĞŶ ĞƌŚĂůƚĞŶ ƵŶĚ weiterentwickelt. AuchderKlimaschutzträgteinenBeitragzumDruckauf dieAußenŇächenbei.BeiderStandortsuchefürerneuͲ erbareEnergien,wiePhotovoltaikanlagenundWindenͲ ergie,werdengroßeFreiŇächenbenöƟgt. Womöglich,Mehrfachnutzung ĂƌĂƵƐ ĞƌŐĞďĞŶ ƐŝĐŚ ƵĨŐĂďĞŶ Ĩƺƌ ĚŝĞ &ƌĞŝƌĂƵŵĞŶƚͲ wicklung für die kommenden Jahre. Vorhandene FläͲ ĐŚĞŶ͕ ĚŝĞ ĚĞƌ ǁŽŚŶŽƌƚŶĂŚĞŶ ƌŚŽůƵŶŐ ĚŝĞŶĞŶ͕ Őŝůƚ ĞƐ besonders zu sichern und zu qualiĮzieren. Strategien derMulƟcodierungvonFlächensindhiervonbesondeͲ ƌĞƌĞĚĞƵƚƵŶŐ͘ tĞƐĞŶƚůŝĐŚǁŝƌĚĞŝŶĞǀŽƌĂƵƐƐĐŚĂƵĞŶĚĞ FreiŇächenpoliƟk sein, die bei dem prognosƟzierten Stadtwachstum eine zukünŌige Freiraumentwicklung ĞƌŵƂŐůŝĐŚƚƵŶĚĚŝĞŝŶƐďĞƐŽŶĚĞƌĞĂƵĐŚĚĞŶƵƐďĂƵƵŶĚ die QualiĮzierung von innerstädƟschen GrünŇächen ƵŶĚ tĞŐĞŶĞƚnjĞŶ͕ ĚŝĞ ĚĞŶ ĚŝĐŚƚ ďĞďĂƵƚĞŶ ĞƌĞŝĐŚĞŶ ŐƵƚnjƵŐĞŽƌĚŶĞƚƐŝŶĚ͕ǁĞŝƚĞƌďĞĨƂƌĚĞƌƚ͘ ŽŶŶϮϬϮϭ ϮϯϱŵϮ/EW <ĂƌůƐƌƵŚĞϮϬϮϬ ϯϰϱŵϮ/EW DƺŶƐƚĞƌϮϬϮϭ ϲϮϰŵϮ/EW DĂŶŶŚĞŝŵϮϬϮϭ ϮϭϳŵϮ/EW ŝĞůĞĨĞůĚϮϬϮϬ ϰϲϬŵϮ/EW ďď͘ϭϭϴ &ƌĞŝƌĂƵŵĚŝĐŚƚĞŝŶYƵĂĚƌĂƚŵĞƚĞƌƉƌŽŝŶǁŽŚŶĞƌΎŝŶ Quelle:BevölkerungsstaƟsƟkStadtBonnam31.12.2021,OpendataderStadtBonn;StaƟsƟschesJahrbuch2021Karslruhe;Jahres-StaƟsƟk2021derStadtMünster; StadtMannheim,KommunaleStaƟsƟkstelle,StadtMannheim-AuszugausdemLiegenschaŌskataster,FB61;StadtBielefeldStaƟsƟkkompakt2022 ϯϰ ErholungsŇächen LandwirtschaŌsŇächen Wälder WasserŇächen ϰϮ ϭϯϭ ϭϰϴ Ϯϯ ϯϬ ϯϯ ϭϬϲ ϱϲ Ϯϯ ϰϯ Ϯϱϰ ϭϱϴ ϱ ϰϭϵ ϭϱϲ ϭϵ ϲϯ ϭϮϬ ϭϴSeite 40 von 64 ŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶ ǁŝƐĐŚĞŶďĞƌŝĐŚƚ ϯϵbgmrLandschaŌsarchitekten Bei knappen Flächen werden Mehrfachnutzungen anzustreben sein, Nischen (z.B. Poket Parks) müssen akƟviert,Dächer,StellplätzeundStraßenalsFreiŇächen qualiĮziert werden. Weitere FreiraumpotenƟale sind zu erkunden und zu heben. Die Bezüge in die Region werdenzuqualiĮzierenseinunddieschonguteZusamͲ menarbeit(BeispielGrünesC)nochstärkerausgebaut ǁĞƌĚĞŶ͘ ϰ͘Ϯ BIODIVERSITÄT,ARTENSCHUTZUND EdhZZ>E Bonnsichertmitca.7.100രhaSchutzgebietennachdem EĂƚƵƌƐĐŚƵƚnjƌĞĐŚƚϯ eine reiche Auswahl an NaturräuͲ men in der Stadt, dies entspricht rund der HälŌe des Stadtgebiets.DieSchutzgebietesindwichƟgerBestandͲ teildesBiotopverbundsystemsNRW.DiecharakterisƟͲ schen, naturräumlichen Strukturen bildet neben dem KoƩenforst,demSiebengebirge(Ennert)unddemFFH- 'ĞďŝĞƚ ^ŝĞŐĂƵĞ ĚĞƌ ZŚĞŝŶ͕ ĚĞƌ ŝŶ ^ƺĚͲ EŽƌĚͲZŝĐŚƚƵŶŐ zentraldurchdasStadtgebietverläuŌ. Die ausgewiesenen Schutzgebiete decken nur einen Teil der für Biodiversitätssicherung und Naturerleben bedeutsamen Flächen ab. Stadt und Natur in räumliͲ cher Nähe sind ein Merkmal städƟscher LebensqualiͲ tät,daszunehmendanBedeutunggewinnt.Diesmacht sich durch den steigenden Nutzungsdruck auf die unterschiedlichenFreiŇächeninBonnbemerkbar.Eine zunehmende EvenƟsierung von GrünŇächen stellt die ^ƚĂĚƚǀŽƌŶĞƵĞ,ĞƌĂƵƐĨŽƌĚĞƌƵŶŐĞŶ͘ BiodiversitätalsZukunŌsaufgabe Für eine zukunŌsfähige Freiraumentwicklung wird ŶĞďĞŶĚĞŶ^ĐŚƵƚnjŐĞďŝĞƚĞŶĚŝĞŐĞƐĂŵƚĞ^ƚĂĚƚŝŵ^ŝŶŶĞ derBiodiversitätmiteinbezogen.MitdemWiesenproͲ ŐƌĂŵŵ ŝŵ ZĂŚŵĞŶ ĚĞƐ >ĂďĞů ^ƚĂĚƚŐƌƺŶ ŶĂƚƵƌŶĂŚ ŝƐƚ Bonn dahingehend erste SchriƩe gegangen und auch ĚƵƌĐŚ ĚĂƐ ŵƚ Ĩƺƌ hŵǁĞůƚ ƵŶĚ ^ƚĂĚƚŐƌƺŶ ǁĞƌĚĞŶ diverse WiesenŇächen extensiv in der Stadt gepŇegt. In den dichten stark versiegelten Innenbereichen AltͲ stadtundZentrumBeuelsindweitereinnovaƟveMaßͲ nahmenimBestandaufknappenFlächengefragt,z.B. Dachbegrünung als Biodiversitätsdach und FassadenͲ begrünung oder eine artenreiche GrünausstaƩung auchaufkleinenGrünŇächenundderBegrünungvon AbstandsŇächenundVerkehrsgrün. Artenschutz ObwohlderArtenschutzbeiderStadtentwicklungund derBauleitplanungindenvergangenenJahrenzunehͲ mend in den Fokus gerückt wurde, gibt es bei vielen schützenswerten Arten negaƟve BestandsentwicklunͲ gen.InletzterZeitsindauchbeidenArtenderoīenen FeldŇur,derenBeständelangeZeitalsstabilgalten,teilͲ weise starke Rückgänge festzustellen. Das Stadtgebiet ĚĞƌƵŶĚĞƐƐƚĂĚƚŽŶŶƵŵĨĂƐƐƚŝŶƐďĞƐŽŶĚĞƌĞŝŵEŽƌĚĞŶ undWestennochFreiŇächen,dieacker-undgemüseͲ ďĂƵůŝĐŚ ŽĚĞƌ ĂůƐ 'ƌƺŶůĂŶĚ ŐĞŶƵƚnjƚ ǁĞƌĚĞŶ͘ ďĞŶĨĂůůƐ indiesemBereichgibteszunehmendFlächen,dieder 3 LandschaŌsschutzgebiete,NaturschutzgebieteundgeschützteLand- schaŌsbestandteile,einschließlichFFH-Gebiete Herausforderungen н ŽŶŶŝƐƚĞŝŶĞǁĂĐŚƐĞŶĚĞ^ƚĂĚƚ н ŽŶŶůŝĞŐƚŝŶĞŝŶĞŵƌĞŐŝŽŶĂůĞŶ tĂĐŚƐƚƵŵƐƌĂƵŵ н MehrfacheInnenentwicklungunterderPräͲ missevonhohenFreiraumqualitäten н DruckauflandwirtschaŌlicheFlächendurch BevölkerungsansƟegundEnergiewende Aufgaben н Flächensicherung н FreiraumqualiĮzierung/-proĮlierung н PoketParksalskleinegrüneOasen qualiĮzieren н Mehrfachnutzungvorhandener‚grauer‘FläͲ chen(StrategienderMulƟcodierung) н PotenƟalevonhalböīentlichenFlächennutzen ƵŶĚĂƵƐďĂƵĞŶ н WegeindieLandschaŌherstellenundvorhanͲ denequaliĮzieren н ZĞŐŝŽŶĂůĞƵƐĂŵŵĞŶĂƌďĞŝƚǁĞŝƚĞƌĂƵƐďĂƵĞŶSeite 41 von 64 ŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶ ǁŝƐĐŚĞŶďĞƌŝĐŚƚ ϰϬ bgmrLandschaŌsarchitekten naturschutzfachlichen KompensaƟon von BebauungsͲ plänen und Straßenbauprojekten dienen und somit langfrisƟgdemNatur-undArtenschutznutzensollen.ϰ AnimalAidedDesign UnterdemBegriīdesAnimalAidedDesignswirdeine Strategieverstanden,diedasSchaīenvonWohnraum und die städtebauliche Entwicklung mit der EntwickͲ lungvon HabitatenfürTiere verknüpŌ.ImHuckepack derStadtentwicklungwerdengleichzeiƟg‚Wohnungen‘ fürTiereinderStadtangelegt.BesƟmmtegebäudebrüͲ tende Vögel, Fledermäuse, Amphibien, RepƟlien und Insekten können im städƟschen Kontext gute LebensͲ bedingungen Įnden. Das Konzept des Animal Aided Designs berücksichƟgt dabei den Jahreszyklus der ũĞǁĞŝůŝŐĞŶ>ĞŝƚĂƌƚĞŶ͘ GewässeralsOrtederBiodiversität DieGewässerlandschaŌen,sprichdiezahlreichenkleiͲ nenundgroßenBächeundderRhein,bietenwichƟge Lebensräume für Flora und Fauna und sind bedeuͲ tende Verbundräume aufgrund ihrer linearen AuspräͲ gung. Mit dem Bachentwicklungsplan von 2008 und dergeplantenGewässerentwicklungenimRahmender tĂƐƐĞƌƌĂŚŵĞŶƌŝĐŚƚůŝŶŝĞ ǁƵƌĚĞŶ ďĞƌĞŝƚƐ ĞŝŶŝŐĞ DĂƘ nahmenfürdenErhaltunddieNeuanlagevongewäsͲ serbezogene Lebensräumen umgesetzt, z.B. Rückbau einesQuerbauwerkesamKatzenlochbach.SolcheMaßͲ nahmen der Gewässerentwicklung bieten sich auch an,diesemitderFreiraumentwicklungunddemLandͲ schaŌserlebenzuverknüpfen. NaturerfahrunginderStadt Naturerleben kann in den großen LandschaŌsräumen derSiegaueoderdemKoƩenforsterfolgen,aberauch inkleinenRäumenimbesiedeltenGebiet,wiez.B.die ƺŶĞdĂŶŶĞŶďƵƐĐŚ͘ KƌƚĞĚĞƐEĂƚƵƌĞƌůĞďĞŶƐĞŝŶůĂĚĞŶĚ zu gestalten, sind Aufgaben der Freiraumplanung. GleichzeiƟg müssen durch eine geschickte BesucherͲ lenkung und aƩrakƟve alternaƟve Angebote KonŇikte zwischenErholungssuchenden,LandwirtschaŌ/Forsten ƵŶĚĚĞŵEĂƚƵƌƐĐŚƵƚnjƌĞĚƵnjŝĞƌƚǁĞƌĚĞŶ͘ Auchdie38Streuobstwiesen,welchesichandenRänͲ dernderSiedlungsbereichekonzentrieren,tragenzum EĂƚƵƌĞƌůĞďĞŶŝŶĚĞƌ^ƚĂĚƚďĞŝ͘ƵĚĞŵŚĂƚĚŝĞ^ƚĂĚƚŽŶŶ mitdemHausderNaturunddenNaturlehrpfadenneue AngebotefürdieNaturbildunggeschaīen. ,ĞƌĂƵƐĨŽƌĚĞƌƵŶŐ ŝƐƚ ĞƐ͕ ĚĂƐ EĂƚƵƌĞƌůĞďĞŶ ƐŽǁŝĞ ĂƵĐŚ ĚŝĞEĂƚƵƌďŝůĚƵŶŐŝŶĚŝĞĚŝĐŚƚďĞƐŝĞĚĞůƚĞŶĞƌĞŝĐŚĞĚĞƌ 4 ArtenschutzkonzeptBonnNord-West(2017) Stadtzubringen.Dazudienenauchkleinerebegrünte Flächen,dieaufSchulhöfen,SportanlagenoderinParks alsRückzugsräumegenutztwerdenkönnen. Herausforderungen н DichteStadt–GrüneStadt? н ƌƚĞŶƐƚĞƌďĞ н ŝŽůŽŐŝƐĐŚĞsŝĞůĨĂůƚŝŵĚŝĐŚƚďĞƐŝĞĚĞůƚĞŶZĂƵŵ н Biotopverbund н dĞŝůŚĂďĞƵŶĚEĂƚƵƌĞƌůĞďĞŶ н NutzungsdruckaufFlächen Aufgaben н FörderungderBiodiversität н Arten-undBiotopschutz н hŵƐĞƚnjƵŶŐĚĞƌDĂƘŶĂŚŵĞŶ>ĂďĞů^ƚĂĚƚ'ƌƺŶ н Lenkungskonzepteindenwertvollen Naturräumen н AnreicherungderLebensstäƩeninderStadt- ŶŝŵĂůŝĚĞĚĞƐŝŐŶSeite 42 von 64 ŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶ ǁŝƐĐŚĞŶďĞƌŝĐŚƚ ϰϭbgmrLandschaŌsarchitekten ďď͘ϭϭϵ BiodiversitätundSchutzgebiete EĂƚƵƌŶĂŚĞƌ^ƉŝĞůƉůĂƚnj KďƐƚůĞŚƌƉĨĂĚ >ĞŚƌƉĨĂĚĚĞƌƌƚĞŶǀŝĞůĨĂůƚŝŶĚĞƌ^ƚĂĚƚ EĂƚƵƌďĞŽďĂĐŚƚƵŶŐƐƐƚĞůůĞ ,ĂƵƐĚĞƌEĂƚƵƌ WildƟergehege ĐŚƚƐĂŵŬĞŝƚƐƉĨĂĚ EĂƚƵƌƐĐŚƵƚnjŐĞďŝĞƚ LandschaŌsschutzgebiet FFH-Gebiet ^ƚƌĞƵŽďƐƚǁŝĞƐĞŶ tŝĞƐĞŶƉƌŽŐƌĂŵŵ;ĂƵƐ>ĂďĞů^ƚĂĚƚ'ƌƺŶĚĞƌ^ƚĂĚƚŽŶŶͿ ArtenreicheStaudenbeete,Säume,Blühinseln,Hecken, ŝŽƚŽƉĞůĞŵĞŶƚĞ;ĂƵƐ>ĂďĞů^ƚĂĚƚ'ƌƺŶĚĞƌ^ƚĂĚƚŽŶŶͿSeite 43 von 64 ŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶ ǁŝƐĐŚĞŶďĞƌŝĐŚƚ ϰϮ bgmrLandschaŌsarchitekten ϰ͘ϯ <>/ DEW^^hE'hE Z^^KhZE^,hd Der Klimawandel stellt die Städte vor immer größere Herausforderungen, die schon heute zu spüren sind. DasbedeuteteineZunahme: − vonlokalenStarkregenereignissen − vonlängerenTrockenperioden − ĚĞƌŶnjĂŚůĚĞƌ^ŽŵŵĞƌͲƵŶĚ,ŝƚnjĞƚĂŐĞƵŶĚ − derNächtemiteinerTemperaturvonüber20°C (Tropennächte). Derzeit werden für Bonn mit dem MUTABOR-Projekt szenarienbasierteKlimaanpassungsmaßnahmenunterͲ suchtundderAnpassungseīektbewertet.Grundlagen zuraktuellenSituaƟondesStadtklimasundplanungsreͲ levanteHinweiselieferndieAnalyseergebnisse/-karten derStadtklimaanalyseZURESausdemJahr2018. FreiräumesindKühlräume Mit den umliegenden landwirtschaŌlichen Flächen und besondersmitdenWäldernundBachtälern,diesichbisin dieStadtziehen,verfügtBonnübergroßenächtlicheKalt- und FrischluŌentstehungsgebiete am Stadtrand. Zudem bieten die größeren innerstädƟschen Grün- und FreiŇäͲ cheneinhohesbissehrhohesAusgleichspotenƟalanHitͲ njĞƚĂŐĞŶ͘/ŶĚĞŶŚŽĐŚǀĞƌĚŝĐŚƚĞƚĞŶĞƌĞŝĐŚĞŶ͕ǁŝĞnj͘͘ĚĞƌ ůƚƐƚĂĚƚŽĚĞƌŝŵĞŶƚƌƵŵĞƵĞůĨĞŚůĞŶĚŝĞƐĞŐƌŽƘĞ lastungsräume. Dies wirktsich besonders aufvulnerable Gruppenaus,welchevondersteigendenHitze-undTrokͲ kenbelastungzusätzlichbelastetundeingeschränktsind. HierwerdenkleinenFreiräume,begrünteHinterhöfeund klimaangepassteStraßenraumimmerbedeutsamer. BäumealskühlendeElemente Eine wichƟge Rolle im Stadtraum nehmen die Bäume ein, diese können die Temperatur in der Stadt besonͲ ders stark beeinŇussen. Zum einen spenden Bäume SchaƩen und reduzieren ein extremes auĬeizen von versiegelten Flächen, zum anderen können StadtͲ bäumemitƟefgründigenWurzelnvielWasseraufnehͲ men. Durch Verdunstung entsteht vor allem während derwarmenJahreszeiteingrößerKühlungseīektinden ĚŝĐŚƚďĞƐŝĞĚĞůƚĞŶ ĞƌĞŝĐŚĞŶ͘ ĞƌnjĞŝƚ ǁŝƌĚ ŝŶ ŽŶŶ ĞŝŶ Baumkonzepterarbeitet,mitHilfedessenneueBaumͲ standorteinderStadtgeschaīenwerdensollen. ÜberŇutungsvorsorgeinderdichtenStadt Dŝƚ ĚĞŵ <ůŝŵĂǁĂŶĚĞů ǁĞƌĚĞŶ ŶŝĐŚƚ ŶƵƌ ŚŽĐŚ ǀĞƌƐŝĞͲ gelte und dicht bebaute Stadträume heißer und trokͲ kener,sondernauchderRisikofaktorfürdieFolgenvon zunehmendenStarkregenereignissen.Deshalbmüssen für die ÜberŇutungsvorsorge zukunŌsweisende KonͲ zepte im Sinne der Schwammstadt entwickelt und umgesetzt werden. Zielstellung ist die Entkoppelung der Regenentwässerung von der KanalisaƟon und der RückhaltvonWasser,dieVerdunstungzurKühlungund der Versickerung von Wasser zur GrundwasserneuͲ bildung. Die kann im LandschaŌsraum, aufGrün- und FreiŇächen, in Straßen und auf Dächern staƪinden- kurzumaufdergesamtenOberŇächederStadt.Dafür ĞƌĂƌďĞŝƚĞƚ ĚŝĞ ^ƚĂĚƚ ŽŶŶ ĚĞƌnjĞŝƚ ŝŵ ZĂŚŵĞŶ ĞŝŶĞƐ SchwammstadtkonzepteszielgenaueMaßnahmen. WasseralsRessource WasseristeinLebensmiƩel,dasinBonninzweiGrundͲ wasserwerkeninderSiegaueundzumüberwiegendem TeilausderWahnbachtalsperregefördertwird.GleichͲ zeiƟgwirdfastimgesamtenStadtgebietdasRegenwasͲ serinderMischwasserkanalisaƟonabgeführtundsteht ŶŝĐŚƚŵĞŚƌ − njƵƌsĞƌĚƵŶƐƚƵŶŐƵŶĚ<ƺŚůƵŶŐĚĞƌ^ƚĂĚƚ − zurVersorgungderVegetaƟon,insbesonderefür BäumemitWasserinHitzeperioden − zurVersickerungunddamitzurStärkung desLandschaŌswasserhaushaltsundder 'ƌƵŶĚǁĂƐƐĞƌŶĞƵďŝůĚƵŶŐ njƵƌ sĞƌĨƺŐƵŶŐ͘ /ŶƐďĞƐŽŶĚĞƌĞ ǀŽƌ ĚĞŵ ,ŝŶƚĞƌŐƌƵŶĚ des zunehmenden Zusammentreīens von Hitze- und Trockenperioden (‚dry spells‘) wird deutlich, dass RegenwasserkeinAbwasserist,dasinderKanalisaƟon abgeführtwerdendarf,sondern im SinnedesPrinzips der Schwammstadt und SchwammlandschaŌ in der ZĞŐŝŽŶĂůƐZĞƐƐŽƵƌĐĞŐĞŚĂůƚĞŶƵŶĚŐĞŶƵƚnjƚǁŝƌĚ͘ Herausforderungen н UrbaneHitzeundTrockenheit н AuswirkungendesKlimawandelsaufvulneͲ rableGruppen н UrbaneÜberŇutungdurch Starkregenereignisse н schnellesWachstummitentsprechendem Flächenverbrauch н NachverdichtungundInnenentwicklungentͲ koppeltvonnegaƟvenUmwelteinŇüssen Aufgaben н EineintegriertehitzeangepassteundwassersenͲ sibleStadtentwicklungaufallenOberŇächen н SchaīungvonklimaƟschenEntlastungsräumen trotzNachverdichtungundInnenentwicklung н tĂƐƐĞƌĂůƐZĞƐƐŽƵƌĐĞŝŶĚĞƌ^ƚĂĚƚƵŶĚ schaŌhaltenundnutzen н UmsetzenderPrinzipienderSchwammstadt undSchwammlandschaŌSeite 44 von 64 ŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶ ǁŝƐĐŚĞŶďĞƌŝĐŚƚ ϰϯbgmrLandschaŌsarchitekten ďď͘ϭϮϬ BachsysteminBonnüberlagertmitStarkregengefahrenhinweisenNordrhein-WesƞalenundFreiŇächenmitsehrhoherbioklimaƟscherBedeu- ƚƵŶŐ(Quelle:GeoBasis-DE/BKG(2022) FreiŇächenmitbioklimaƟscherBedeutung FreiŇächenmitsehrhoherbioklimaƟscherBedeutung Bachoīen ĂĐŚǀĞƌƌŽŚƌƚ KaltluŌleitbahn (ZURES2019:PlanungshinweiskarteNachtsituaƟon /ƐƚͲƵƐƚĂŶĚͿ 0,1-0,5 m 0,5-1 m 1-2 m 2-4 m >4 m Wasserhöhen(extremesRegenereignis)Seite 45 von 64 ŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶ ǁŝƐĐŚĞŶďĞƌŝĐŚƚ ϰϰ bgmrLandschaŌsarchitekten ϰ͘ϰ SPORT,BEWEGUNGUND '^hE,/d FreiräumehabeneinegroßeBedeutungfürdieGesundͲ heit.DiestädƟschenPark-undGrünanlagensowiedie LandschaŌsräume werden vermehrt zur Bewegung, zumJoggen, Spazierengehenoder Radfahrengenutzt. ^ŝĐŚĞƌĞ ƵŶĚ ĞŝŶůĂĚĞŶĚĞ tĞŐĞ ŝŶ ĞŝŶĞƌ ĂŶŐĞŶĞŚŵĞŶ KulissesindhierfürdieVoraussetzung.AufKinderspielͲ plätzen wird gebuddelt, balanciert und gekleƩert und Geschicklichkeitdamitgeübt.Jugendlichebolzen,spieͲ lenBeachvolleyball,fahrenmitdenDirt-undMountainͲ bikesoderInlineskatesdurchdieStadtundLandschaŌ. CathleƟcs, Hoodtraininig oder Parcouring sind BeweͲ gungsarten, die Ausdauer, Gleichgewicht und KraŌ fordern.DieGrünräumederStadtsinddamitOrteder ĞǁĞŐƵŶŐƵŶĚ'ĞƐƵŶĚŚĞŝƚ͘ Dieser Trend ‚Sport erobert die Freiräumeder Städte‘ ŝƐƚďƵŶĚĞƐǁĞŝƚĨĞƐƚnjƵƐƚĞůůĞŶ͘ ParkalsSporƞläche ƵĐŚŝŶ ŽŶŶ njĞŝĐŚŶĞƚ ƐŝĐŚ ĚĞƌ dƌĞŶĚ ĚĞƌŝŶĨŽƌŵĞůůĞŶ SportnutzungimParkab.VermehrtnutzenVereinebei gutemWeƩernahgelegeneParkanlagen.Freizeitsport- und Yogagruppen treīen sich für das gemeinsame BewegenimöīentlichenGrünraum.DieStadtBonnförͲ dert diesenTrend. Im RahmendesProgramms „Sport imPark“werdenindenSommermonatenansechsverͲ ƐĐŚŝĞĚĞŶĞŶKƌƚĞŶŝŶ'ƌƺŶĂŶůĂŐĞŶĂŶĨƺŶĨďĞŶĚĞŶĚŝĞ WocheSportkurseangeboten.WeiterhinhatdieStadt BonnbereitszweiSportboxeninderStadtaufgestellt. ÜberdiesekönnenNutzer*innenkostenfreiSport-und SpielequipmentausleihenundvorOrtnutzen. DiesstelltallerdingseinezusätzlicheBelastungfürdie GrünŇächendar.LängereTrocken-undDürrezeitenim SommerunddieweitereNutzungdurchSportgruppen belastendieseFlächenstärkeralsfrüher,mitderFolge, dasssieteilweiseinMitleidenschaŌgezogenwerden. Nutzungvs.Naturschutz Wandern, Radfahren undMountainbiking sindbeliebte FreizeitbeschäŌigungen in den Bonner LandschaŌsräuͲ ŵĞŶ͘ EĞďĞŶĚĞŵZĂĚǁĞŐĞŶĞƚnjEZtŐŝďƚĞƐĞŝŶĞsŝĞůnjĂŚů von Radwegen,dieauch fürSport undFreizeit genutzt werden.ImKoƩenforstundEnnertwurdenindenletzten JahrenvermehrtillegaleMountainbike-Streckenabseits dererlaubtenWegegenutzt.DiesführtzustarkenEingrifͲ fenindiesensiblenNaturräume.AlsEntzerrungderKonͲ Ňikte wurde als erster SchriƩe die Machbarkeitsstudie DŽƵŶƚĂŝŶďŝŬĞͲ<ŽŶnjĞƉƚĨƺƌĚŝĞƵŶĚĞƐƐƚĂĚƚŽŶŶĞƌĂƌďĞŝ tet. Zudem kann mit geschickter Besucherlenkung und Ausweisung aƩrakƟver alternaƟver Angebote KonŇikte njǁŝƐĐŚĞŶ EƵƚnjƵŶŐ ƵŶĚ EĂƚƵƌƐĐŚƵƚnj ƌĞĚƵnjŝĞƌƚ ƵŶĚ ǀĞƌͲ ŚŝŶĚĞƌƚǁĞƌĚĞŶ͘ŝŶĞŽŶŝĞƌƵŶŐŶĂĐŚƵŶƚĞƌƐĐŚŝĞĚůŝĐŚĞŶ EƵƚnjƵŶŐĞŶŝƐƚŚŝĞƌďĞŝƵŶĂďĚŝŶŐďĂƌ͘ Spiel-undSporƞlächenfüralle Die Stadt Bonn hat ein großes Angebot an SpielplätͲ zen über das gesamte Stadtgebiet verteilt (vgl. SpielͲ Ňächenkonzept der Bundesstadt Bonn (2022)). Diese sind vorwiegend für Kinder und Kleinkinder angelegt. JugendlicheundjungeErwachsenerückenvermehrtin denFokus.DiesewünschensichTreīpunkteundungeͲ störteRückzugsorte im öīentlichen Raum.Daswurde auch bei den StadƩeilspaziergängen im Rahmen der Öīentlichkeitsbeteiligungdeutlich. Sporƞlächen und Sportplätze sind in erster Linie dem Schul- und Vereinssport vorbehalten. Außerhalb der belegtenNutzungszeitenstehendieseFlächenallenPerͲ ƐŽŶĞŶ njƵƌ ĨƌĞŝĞŶ sĞƌĨƺŐƵŶŐ͘ Ɛ ďĞƐƚĞŚƚ ĂďĞƌ ŶŽĐŚ ĞŝŶ PotenƟaldieNutzungsangebotefür‚Nichtorganisierte‘zu qualiĮzieren. Analog zurden Sportplätzen bergen SchulͲ höfedas PotenƟal für eine Nutzungserweiterung. Durch eine MulƟcodierung könnten Schulhöfe klimarelevante FunkƟonen,AufgabenderBiodiversitätoderergänzende &ƌĞŝnjĞŝƚĂŶŐĞďŽƚĞĂƵƘĞƌŚĂůďĚĞƌ^ĐŚƵůnjĞŝƚďĞŚĞƌďĞƌŐĞŶ͘ Herausforderungen н ĞǁĞŐƵŶŐĂůƐ'ĞƐƵŶĚŚĞŝƚƐǀŽƌƐŽƌŐĞĨƺƌůů н VerändertesSport-undFreizeitverhalten– informellerSportalsTrend н InformelleAngebotefürJugendliche н Naturerfahrung/-erlebnis н EĂƚƵƌǀƐ͘ EƵƚnjƵŶŐ н ÜberlastungderFreiräumedurchhohe EĂĐŚĨƌĂŐĞ Aufgaben н BesucherlenkunginempĮndlichen LandschaŌsräumen н LandschaŌ/Freiraum/Stadtalsinformeller ‚Sportplatz‘stärken н AƩrakƟveAngeboteschaīenzurSteigerung ǀŽŶĞǁĞŐƵŶŐƵŶĚ'ĞƐƵŶĚŚĞŝƚ н ^ƚƌĂƘĞŶƌĂƵŵĂůƐĞǁĞŐƵŶŐƐͲƵŶĚ&ƌĞŝƌĂƵŵ н SteigerungdesEinladungscharaktersund AngebotsvielfaltaufSportplätzenfür EŝĐŚƚŽƌŐĂŶŝƐŝĞƌƚĞ н BeteiligungderNutzer*innengruppenbei KonzepƟdeenSeite 46 von 64 ŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶ ǁŝƐĐŚĞŶďĞƌŝĐŚƚ ϰϱbgmrLandschaŌsarchitekten ďď͘ϭϮϭ SportundBewegungimÖīentlichenRaum(Arbeitsstand) öīentlicheundvereinsgebundeneSportanlagen Sportbox ^ƉŽƌƚŝŵWĂƌŬ;^ŽŵŵĞƌĂŶŐĞďŽƚĚĞƌ^ƚĂĚƚŽŶŶͿ Fitnessgeräte;ĞŝŐĞŶĞZĞĐŚĞƌĐŚĞEŽǀ͘ϮϬϮϮͿ Spielplätze ZĂĚǁĞŐĞŶĞƚnjEZt Real-Fahrradnutzung ;YƵĞůůĞ͗ĂůůƚƌĂŝůƐ͘ĐŽŵƵŶĚŬŽŵŽŽƚ͘ĚĞ͕ĂďŐĞƌƵĨĞŶĂŵ ϭϱ͘Ϭϲ͘ϮϬϮϮͿ Real-WanderwegeundLaufstrecken ;YƵĞůůĞ͗ĂůůƚƌĂŝůƐ͘ĐŽŵƵŶĚŬŽŵŽŽƚ͘ĚĞ͕ĂďŐĞƌƵĨĞŶĂŵ ϭϱ͘Ϭϲ͘ϮϬϮϮͿSeite 47 von 64 ŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶ ǁŝƐĐŚĞŶďĞƌŝĐŚƚ ϰϲ bgmrLandschaŌsarchitektenSeite 48 von 64 ŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶ ǁŝƐĐŚĞŶďĞƌŝĐŚƚ ϰϳbgmrLandschaŌsarchitekten Z hD>/,^>/d/>Seite 49 von 64 ŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶ ǁŝƐĐŚĞŶďĞƌŝĐŚƚ ϰϴ bgmrLandschaŌsarchitekten ϱ͘ >/d/> MitdemräumlichenLeitbildwirddiestrategischeAusͲ richtung der Freiraumentwicklung näher charakteriͲ siert. Eine zukunŌsorienƟerte Freiraumentwicklung bezieht sich nicht nur auf die grüne Infrastruktur der Parks, der halböīentlichen GrünŇächen und Gärten, ƐŽŶĚĞƌŶƐĐŚůŝĞƘƚĂƵĐŚ − diegroßenland-undforstwirtschaŌlichgenutzten LandschaŌsräume, − dieKleingärten, − daszweckgebundenefunkƟonaleGrünwieSportͲ Ňächen,Friedhöfe,Schulhöfe − dieblaueInfrastrukturderGewässersowietechͲ nischeAnlagenderRegenwasserbewirtschaŌung ƵŶĚ − alsschlummerndeReservediegrauenInfrastrukͲ turenwieStraßen,StellplätzesowieDächerund &ĂƐƐĂĚĞŶ ĂůƐ &ƌĞŝƌĂƵŵ ĚĞƌ ^ƚĂĚƚ ŵŝƚ ĞŝŶ͘ ,ŝĞƌďĞŝ ŝƐƚ ĚŝĞ ŐƌĂƵĞ Infrastruktur die letzte große Flächenreserve für ein DĞŚƌĂŶ'ƌƺŶŝŶĚĞƌĚŝĐŚƚďĞďĂƵƚĞŶ^ƚĂĚƚ͘ Damit liegt die Freiraumkulisse nicht nur auf den FläͲ ĐŚĞŶ ĚĞƌ ^ƚĂĚƚ͕ ƐŽŶĚĞƌŶ ďĞnjŝĞŚƚ ĚŝĞ 'ĞƐĂŵƚŚĞŝƚ ĚĞƌ Flächen für Erholung, Sport und Gesundheit, BiologiͲ sche Vielfalt und Klimaanpassung mitein.Einesolche Freiraumstrategie erfordert es, mit vielen Akteuren njƵƐĂŵŵĞŶnjƵĂƌďĞŝƚĞŶ͘ Eine langfrisƟge, auf NachhalƟgkeit ausgerichtete Grünentwicklung orienƟert sich an übergeordneten Entwicklungszielen und Grundprinzipien und setzt SchwerpunkteinderEntwicklungdesGrünsystems.So könnenMaßnahmengezieltumgesetztundMiƩeleĸͲ njŝĞŶƚĞŝŶŐĞƐĞƚnjƚǁĞƌĚĞŶ͘ DreiübergeordneteLeitbilderderFreiraument- wicklungfürdieStadtBonn FürdieFreiraumentwicklunginBonnwerdendreiräumͲ ůŝĐŚĞ >ĞŝƚďŝůĚĞƌ ŚĞƌĂƵƐŐĞƐƚĞůůƚ͘ ŝĞƐĞŶ ǁĞƌĚĞŶ ƺďĞƌŐĞ ordnete Entwicklungsziele zugeordnet, für die dann konkrete Maßnahmen abgeleitetwerden.Diedrei LeitͲ ďŝůĚĞƌ ƐŝŶĚ ŐĞŐůŝĞĚĞƌƚ ŝŶ Starke LandschaŌen͕ Feine NetzeƵŶĚGrüneViertel͘ DieStarkenLandschaŌenleitensichausdennaturräumͲ lichen Strukturen der Deep Time ab. Sie sind RaumͲ konstanten, die die Bonner Eigenarten großräumig ĂƵƐŵĂĐŚĞŶ͘ ^ŝĞ ƐĞƚnjĞŶ ƐŝĐŚ njƵƐĂŵŵĞŶ ĂƵƐĚĞŵ ZŚĞŝŶ und den AuenlandschaŌen, der Wald-BerglandschaŌ, denlandwirtschaŌlichgeprägtenOīenlandschaŌenund den Urbanen LandschaŌen. Somit bilden die starken LandschaŌendieinnerenundäußerenRänderderStadt Ăď͘ ŝĞ&ĞŝŶĞŶEĞƚnjĞƐĞƚnjĞŶƐŝĐŚĂƵƐĚĞŶďůĂƵĞŶEĞƚnjĞŶ͕ĚĞŶ ŐƌƺŶĞŶtĞŐĞŶƵŶĚĚĞŶŐƌĂƵĞŶtĞŐĞŶnjƵƐĂŵŵĞŶ͘ŝĞƐĞ ďŝůĚĞŶ ĞŝŶ ĨĞŝŶŐůŝĞĚƌŝŐĞƐ EĞƚnj͕ ǁĞůĐŚĞƐ ƐŝĐŚ ĂƵĨ ƵŶƚĞƌ schiedlicheArtenundinverschiedenenQualitätendurch ĚŝĞŐĞƐĂŵƚĞ^ƚĂĚƚnjŝĞŚƚ͘ Die Grünen Viertel sind auf kleinräumlicher Ebene anzusiedeln. Die Entwicklungsziele befassen sich mit den wohnortnahen Parkanlagen sowie den FreiŇächen auf privaten Grundstücken. Die Grünen Viertel sind ĚĂƐ tŽŚŶͲ ƵŶĚ ƌďĞŝƚƐƵŵĨĞůĚ ƵŶĚ ďĞnjŝĞŚĞŶ ĚĂŚĞƌ ĚŝĞ BewohnerschaŌ mit ihren speziĮschen Anforderungen ďĞƐŽŶĚĞƌƐŵŝƚĞŝŶ͘ NebendenEntwicklungszielenfürdiedreiübergeordneͲ tenräumlichenLeitbilderwerdenweitereQuerschniƩsͲ ziele wie Klimaanpassung, Förderung der Biodiversität, Teilhabe/InklusionundBeteiligungbenannt.DieseQuerͲ schniƩsziele sind in jedem Handlungsraum relevant. Handlungsschwerpunkte können sich zum Teil überͲ schneiden.SokönnenBewegungundVernetzunginder LandschaŌangebotenwerdenoderdurchdieQualiĮzieͲ rungeinesGewässerswirddasGründergebautenStadt ǀĞƌďĞƐƐĞƌƚ͘ ϱ͘ϭ Y hZ^,E/dd^/> Klimaanpassung DerKlimawandelhatinderFolgeextremeWeƩerereigͲ nisse,insbesondereHitze,TrockenheitundStarkregen. Zielsetzungist,dassdieStadtresilienter,alsoklimaanͲ gepasster wird. Damit gewinnen zwei Strategien der Klimaanpassung an Bedeutung: hitzeangepasste Stadt ƵŶĚǁĂƐƐĞƌƐĞŶƐŝďůĞ^ƚĂĚƚ͘ DerHandlungsraumsinddieOberŇächenderStadtund der LandschaŌ, also die GrünŇächen und Plätze, die WälderunddieFlächenderLandwirtschaŌ,aberauch diegraue InfrastrukturwiedieStraßenundStellplatzͲ anlagen oder die Gebäude selbst mit ihren Dächern undFassaden.Die‚graueInfrastrukturgrünermachen‘ istdamiteinwesentlichesQuerschniƩsziel. EinnachhalƟgerundinnovaƟverUmgangmitderResͲ ƐŽƵƌĐĞ tĂƐƐĞƌ ŝƐƚ Ĩƺƌ ĂůůĞ >ĞŝƚďŝůĚĞďĞŶĞŶ ǀŽŶ ŐƌŽƘĞƌ ĞĚĞƵƚƵŶŐ͘ tĂƐƐĞƌ͕ ĚĂƐ ĂŶ ,ŝƚnjĞƚĂŐĞŶ ǀĞƌĚƵŶƐƚĞŶ kann, führt zur Kühlung der überhitzten Stadt. DamitSeite 50 von 64 ŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶ ǁŝƐĐŚĞŶďĞƌŝĐŚƚ ϰϵbgmrLandschaŌsarchitekten ďď͘ϭϮϮ ProgrammaƟschesLeitbild͘͘͘ &/ E Ed͘͘͘ ' ZmE s/Zd> Z>Z • LandschaŌsränder • WegeinunddurchdieLandschaŌ • ďĞƐŽŶĚĞƌĞKƌƚĞ • ŝůĚƵŶŐ WZKh<d/s • städƟscheErnährung • KaltluŌ • ƐĂƵďĞƌĞƐtĂƐƐĞƌ • ŶĞƌŐŝĞ sZEdd • ŵŝƚĚĞŵ^ƚĂĚƚƌĂƵŵ • ŝŽƚŽƉǀĞƌďƵŶĚ • ŵŝƚĞŝŶĂŶĚĞƌ;ŬůĞŝŶĞƐƵŶĚŐƌŽƘĞƐKͿ • mitdenLandschaŌsräumender ZĞŐŝŽŶ ^/,dZ • geöīneteBäche • GrüneBänder Dh>d/K/Zd • lineareNaturräume • sĞƌďƵŶĚƐLJƐƚĞŵĞ • tĞŐĞǀĞƌďŝŶĚƵŶŐĞŶ • &ƌĞŝnjĞŝƚŐĞƐƚĂůƚƵŶŐ Dh>d/DK> • <ůŝŵĂĂŶŐĞƉĂƐƐƚ • ƵƚŽƌĞĚƵnjŝĞƌƚ • ǀŽŶ>ĂŶŐƐĂŵǀĞƌŬĞŚƌĞŶ ĚŽŵŝŶŝĞƌƚ MITGESTALTET/KOMMUNIKATIV • dĞŝůŚĂďĞƵŶĚDŝƚŐĞƐƚĂůƚƵŶŐ <m,>Z • ,ŝƚnjĞƌĞĚƵnjŝĞƌƚ &mZ>> • NutzerorienƟert • ĂƌƌŝĞƌĨƌĞŝ • AutoarmeMobilität WZKh<d/s • städƟscheErnährung • KaltluŌ • ƐĂƵďĞƌĞƐtĂƐƐĞƌ • ŶĞƌŐŝĞ '^hEhE^,PE • ^ƉŽƌƚƵŶĚĞǁĞŐƵŶŐ • Biodiversität • KulturundIdenƟtät POLYMORPH • neueLandschaŌsbilder • StadtlandschaŌen 'ZmEhEhZ,' E'/' • &ƵƘͲƵŶĚZĂĚǁĞŐĞ • ŝŽƚŽƉǀĞƌďƵŶĚƐLJƐƚĞŵĞ͘͘͘ ^ dZ< >E^,&dE SCHWAMM“VIERTEL“ • ZĞŐĞŶǁĂƐƐĞƌŵĂŶĂŐĞŵĞŶƚ KEE^&Z/Z hD SINDΈZUKÜNFTIGΉ... 'ZmEZ • ŶƚƐŝĞŐůƵŶŐ • graueundprivateFlächenpotenƟale • Biodiversität '^,mdd • EĂƚƵƌƐĐŚƵƚnj • ƌƚĞŶƐĐŚƵƚnj • KϮͲ^ĞŶŬĞŶSeite 51 von 64 ŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶ ǁŝƐĐŚĞŶďĞƌŝĐŚƚ ϱϬ bgmrLandschaŌsarchitekten wird eine besondere Herausforderung sein: Wasser zu speichern, wenn es in ausreichendem Umfang zur Verfügung steht, um es dann in Hitzeperioden gezielt für die Verdunstung über VegetaƟonundBoden (EvaͲ potranspiraƟon)abzugeben.IndenLandschaŌsräumen könneninSchwammlandschaŌenNiederschlägeleicht indenBodeneindringenundingroßenMengengespeiͲ chertwerden,dieGrundwasservorrätewerdenwieder ĂƵĨŐĞĨƺůůƚ͘ Biodiversität Die Sicherung und Steigerung der Biodiversität ist ein ƺďĞƌŐĞŽƌĚŶĞƚĞƐŝĞů͕ĚĂƐĚƵƌĐŚĚĞŶ^ĐŚƵƚnjƵŶĚĚŝĞŶƚ wicklung von Natur- und Biotopverbundräumen gesiͲ chertwird.GleichzeiƟggehtesdarum,imstädƟschen Raumeinen BeitragzurErhöhungderBiodiversitätzu leisten.DurchdieAuswahlvonautochthonenPŇanzen, durcheineextensive,standortangepasstePŇege,durch dieSchaīungvonRandstrukturenundNischensolldie Biodiversität gefördert werden. Aber auch Strategien ǁŝĞ ŶŝŵĂů ŝĚĞĚ ĞƐŝŐŶ ƚƌĂŐĞŶ ĚĂnjƵďĞŝ͕ĚŝĞŝŽůŽŐŝͲ sche Vielfalt zu steigern. Die GrünŇächen, aber auch dieGebäudeundInfrastrukturŇächen,sindhierbeiein wichƟgerBausteinderEntwicklung. Teilhabe/Inklusion ÖīentlichesGrünistfüralleda.Dahersollesaufkurzen tĞŐĞŶ ǀŽŵtŽŚŶŽƌƚ ĂƵƐ ŐƵƚĞƌƌĞŝĐŚďĂƌ ƐĞŝŶ ƵŶĚ Ĩƺƌ die unterschiedlichen Nutzer*innengruppen der Stadt ŶŐĞďŽƚĞ ďŝĞƚĞŶ͘ ĂƌƌŝĞƌĞĨƌĞŝŚĞŝƚ ďĞnjŝĞŚƚ ƐŝĐŚ ŶŝĐŚƚ nuraufphysischeBarrieren(Rampen,takƟleundopƟͲ scheMerkmale,Geländerusw.),sondernauchaufdie psychischen Barrieren, wie z.B. Angsträume oder VerͲ drängungdurchbesƟmmtedominanteNutzergruppen. TeilhabeundInklusionsindgeneraƟons-undgeschlechͲ terübergreifend.ImRahmenderzukünŌigenGrünplaͲ nungmüssendieseAspektefrühzeiƟgmiteingebracht ǁĞƌĚĞŶ͘ Beteiligung Ein gesamtstädƟscher Freiraumplan ist eine GemeinͲ schaŌsaufgabe vieler Akteure. Im Rahmen der Erarbeitung des Konzeptes werden neben den StadtͲ sparziergängen mit Bürgerinnen und Bürgern werden viergrößereStakeholder-Workshopsmitca.25VertreͲ terinnen und Vertretern aus IniƟaƟven, Vereinen und Einzelakteuren durchgeführt. Die Hinweise und AnreͲ gungenwerdenwiedievonderPoliƟkundderVerwalͲ tung mit in den Erarbeitungsprozess eingespeist. Die BeteiligungsollimWeiterenfortgesetztwerden,jekonͲ kreter die Projekte werden, umso wichƟger wird dies ǁĞƌĚĞŶ͘Seite 52 von 64 ŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶ ǁŝƐĐŚĞŶďĞƌŝĐŚƚ ϱϭbgmrLandschaŌsarchitekten ϱ͘Ϯ ^ dZ<>E^,&dE Bonn ist umgeben und durchzogen von kraŌvollen, Starken LandschaŌen und beeindruckenden NaturerͲ lebnissen und Orten der IdenƟtät. Entstanden sind diesedurchdieDeep Time,dieerdgeschichtlichePräͲ gungdesRaums.DieDeepTimeprägtdieTopographie, Geologie,Böden,GewässerstrukturundhatEinŇussauf diegesamteStadtentwicklung. Die starken LandschaŌen bilden die inneren und äußeren Ränder der Stadt. Es sind Räume der EntͲ schleunigung,desNaturerlebensundderIdenƟtätmit regionaler Bedeutung. Die Starken LandschaŌen sind Räume der Naherholung, dienen der FrischluŌzufuhr, sindWasserspeicherund„Klimaanlage“derStadt. ZudenStarkenLandschaŌengehören: н FlusslandschaŌen(RheinmitRheinauenbereichen, ^ŝĞŐŵŝƚ^ŝĞŐĂƵĞͿ н Wald-BerglandschaŌ(KoƩenforst,Ennert) н LandwirtschaŌlichgeprägteOīenlandschaŌ (Acker-undGrünland,MeßdorferFeld) н UrbaneParklandschaŌen(Naturräumeinder Stadt,gartenkulturellesErbeundParkanlagenmit ƐƚĂĚƚǁĞŝƚĞƌĞĚĞƵƚƵŶŐ͕ŐƌŽƘĞ&ƌŝĞĚŚƂĨĞ͕ƵƌďĂŶ undgrüngeprägteLandschaŌsränder) ZusammenbildensiedengroßŇächigen,zusammenhänͲ gendenLandschaŌsraum,deraußerhalbderbebauten ĞƌĞŝĐŚĞůŝĞŐƚƵŶĚŝŶĚŝĞ^ƚĂĚƚŚŝŶĞŝŶƌĂŐƚ͘ŝĞƐĞŐƌŽƘĞŶ Naturräume sind von besonderer Bedeutung für das städƟsche Klima, den Naturschutz und die BiotopverͲ netzung,dieProdukƟonvonKalt-undFrischluŌsowie vonLebensmiƩelnundBiomasseundvorallemfürdie Naherholung des Menschen. Entsprechend gelten für dieStarkenLandschaŌenfolgendeEntwicklungsziele: н CharakterundAtmosphärenbewahren,proĮlieren ƵŶĚŶĞƵĞŚŝŶnjƵĨƺŐĞŶ н LandschaŌsverbund(GrünesC)interkomunalstärͲ ken,sichernunderweitern н LandschaŌsräumestärkermiteinandersowiemit demSiedlungsraumverbindenundverknüpfen (FörderungderNetzefürdieakƟveMobilität) н GroßräumigenBiotopverbunderhalten,stärken, schützenundherstellen,TriƩsteinbiotopeimSiedͲ ůƵŶŐƐďĞƌĞŝĐŚƐŝĐŚĞƌŶƵŶĚŚĞƌƐƚĞůůĞŶ н ErholungsräumemitregionalerBedeutungsichern undentwickeln н SicherungderNaturräumealsgroßezusammenͲ hängendeungestörteFreiräume &>h^^>E^,&dE WALDͳ Z'>E^,&d LANDΈWIRTΉSCHAFT hZE WZ<>E^,&d ďď͘ϭϮϯ StarkeLandschaŌenSeite 53 von 64 ŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶ ǁŝƐĐŚĞŶďĞƌŝĐŚƚ ϱϮ bgmrLandschaŌsarchitekten ϱ͘ϯ &/ EEd Bonn ist durchzogen von Bächen, die aus den KulturͲ landschaŌenundWäldernkommend,demRheinzuŇieͲ ßen.SiebildendienaturräumlichePrägungBonnsund sind gleichzeiƟg OrienƟerungslinien im Stadtraum. Feine Netze bilden Hauptwege, Radrouten und grüne Verbundräume, die die Stadträume mit den Starken LandschaŌenverbinden.DasweiteNetzanWegenund sĞƌďŝŶĚƵŶŐĞŶǁŝƌĚĚƵƌĐŚĚŝĞůůƚĂŐƐǁĞŐĞŝŶŶĞƌŚĂůďĚĞƌ einzelnenQuarƟereergänzt. ZudenFeinenNetzengehören: н BlaueNetze(gesamtstädƟschesBachsystem) н 'ƌƺŶĞtĞŐĞ;ƺďĞƌŐĞŽƌĚŶĞƚĞƐZĂĚͲƵŶĚtĞŐĞŶĞƚnj indieLandschaŌ) н GraueWege,diegrünerwerdensollen(VerkehrsͲ ƐƚƌĂƘĞŶƵŶĚůůƚĂŐƐǁĞŐĞͿ Es stellt ein gesamtstädƟsches GeŇecht dar, welches ĂƵĨƵŶƚĞƌƐĐŚŝĞĚůŝĐŚĞŶtĞŐĞŶĨƺƌǀĞƌƐĐŚŝĞĚĞŶĞĞĚƺƌĨͲ nisse Verbindungen herstellt. Neben der FunkƟon als tĞŐĞĨƺƌĚĞŶDĞŶƐĐŚĞŶƐŝŶĚĚŝĞƐĞůŝŶĞĂƌĞŶsĞƌďŝŶĚƵŶ genfürdenBiotopverbundunddieNaturinderStadt ǀŽŶŚŽŚĞƌĞĚĞƵƚƵŶŐƵŶĚďĞƌŐĞŶǁĞŝƚĞƌĞŐƌŽƘĞWŽƚĞŶͲ Ɵale.SomitwerdenfolgendeEntwicklungszieleĨƺƌĚŝĞ FeinenNetzeaufgestellt: н LineareBiotopverbundräumeerhaltenundstärken н sĞƌďŝŶĚƵŶŐĞŶnjǁŝƐĐŚĞŶ^ŝĞĚůƵŶŐƐͲƵŶĚ>ĂŶĚͲ schaŌsraumsichernundergänzen н LückenschlussimbestehendenNetzschließen, ergänzenundneueVerbindungenschaīen н BestehendeVerbindungenqualiĮzieren н NachhalƟgeakƟveMobilitätsangeboteschaīen undfördern(invitetobike,invitetowalk) н 'ƌĂƵĞsĞƌďŝŶĚƵŶŐĞŶŝŵEĞƚnjĚĞƌůůƚĂŐƐǁĞŐĞ ŐƌƺŶĞƌŵĂĐŚĞŶ >hEd GRÜNEWEGE 'Zht' ďď͘ϭϮϰ &ĞŝŶĞ EĞƚnjĞSeite 54 von 64 ŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶ ǁŝƐĐŚĞŶďĞƌŝĐŚƚ ϱϯbgmrLandschaŌsarchitekten ϱ͘ϰ ' ZmEs/Zd> ŽŶŶǁŝƌĚĚŝĐŚƚĞƌƵŶĚĚŝĞŶĨŽƌĚĞƌƵŶŐĞŶĂŶĚĞŶ&ƌĞŝ raumsteigen.WohnortnaheFreiŇächensindüberdas gesamteBonnerStadtgebietinunterschiedlichenQuaͲ litäten und QuanƟtäten verteilt. Mit steigendem SiedͲ lungsdruck, dichter werdenden StadtquarƟeren und stärkeren Hitzebelastungen werden zweckgebundene FreiŇächen,aberauchdieprivatenGrundstücke,umso wichƟger als grüne Oasen in der Stadt zur Erholung, kühlende IntervenƟonen und als Ruheort in direkter NachbarschaŌzumWohnortundaufAlltagswegen. ZudenGrünenViertelnzählen: н GrüneInfrastruktur(wohnortnaheGrün-& ParkŇächen,Spiel-&Sporƞlächen,UrbanGardeͲ ning&Kleingartenanlagen,ruhigeAngeboteauf &ƌŝĞĚŚƂĨĞŶͿ н AusGrauwirdGrün(dieDächerundFassadender privatenundöīentlichenGebäude,Stellplätze, PlatzŇächenundStraßenräume) н Aneignung&Teilhabe(Bewohner*innenund EƵƚnjĞƌΎŝŶŶĞŶͿ DerDruckaufdenvorhandenenFreiŇächensteigtund ƐŽŵŝƚĂƵĐŚĚŝĞDĞŚƌĨĂĐŚŶƵƚnjƵŶŐĚŝĞƐĞƌ͘ĂŚĞƌǁŝƌĚĞƐ immerwichƟger, durch Strategien der MulƟcodierung auch die grauen Flächen der Stadt als Grüne InfraͲ struktur zu stärken. Grüne PotenƟalräume, Nischen undzweckgebundeneGrünŇächensollenakƟviertund für die BewohnerschaŌ zugänglich gemacht werden. ÖīentlichePlatzŇächenundVerkehrsräume,alsGraue Infrastruktur, ermöglichen Klimaanpassung im öīentͲ lichen Raum auf QuarƟersebene. Temporäre NutzunͲ geninParkanlagensindinEinklangmitderNaturund demSchutzderGrünŇächenzubringen.VonbesondeͲ rer WichƟgkeit ist der Mensch selbst, IntegraƟon und Teilhabeschaīen Verantwortung undBewusstsein für die Freiräumeim QuarƟer indirekter Umgebungzum Wohnort undkönnenSynergienerzeugen, die auf die privatenGrundstückeüberschwappen.FürdieGrünen sŝĞƌƚĞůǁĞƌĚĞŶĨŽůŐĞŶĚĞEntwicklungszieleaufgestellt: н GrünpotenƟaleundNischenräumeakƟvierenund qualiĮzieren н GraueInfrastrukturmulƟcodieren,entsiegelnund ďĞŐƌƺŶĞŶ н BiodiversitätundAnimalAidedDesignsteigern н ZweckgebundeneFreiŇächenstärkeröīnen н Klimaanpassungimprivatenundöīentlichen ĞƌĞŝĐŚ н AkƟvierungundBeteiligungderBewohnerschaŌ fürdieEntwicklungdesöīentlichenRaums ďď͘ϭϮϱ 'ƌƺ sŝĞƌƚĞů GRÜNEINFRASTRUKTUR QUALIFIZIEREN AUSGRAUWIRDGRÜN ANEIGNUNG&TEILHABESeite 55 von 64 ŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶ ǁŝƐĐŚĞŶďĞƌŝĐŚƚ ϱϰ bgmrLandschaŌsarchitektenSeite 56 von 64 ŽŶŶĞƌ&ƌĞŝƌĂƵŵƉůĂŶ ǁŝƐĐŚĞŶďĞƌŝĐŚƚ ϱϱbgmrLandsc
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 10:56 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de