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220946-07 · Mitteilungsvorlage

Mitteilungsvorlage zum Mitwirkungsverfahren „Bönnsche Viertel – Lebendige Räume für Menschen“

Nummer
220946-07
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
21.03.2023
Letzte Änderung
16.09.2026
  1. Sitzung des Rates 27.04.2023 Kenntnisnahme
  2. Sitzung des Ausschusses für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger 10.05.2023 Kenntnisnahme
  3. Sitzung der Bezirksvertretung Bonn 18.04.2023 Kenntnisnahme
  4. Sitzung der Bezirksvertretung Beuel 31.05.2023 Kenntnisnahme
  5. Sitzung des Beirates Bürgerbeteiligung 05.05.2023 Kenntnisnahme
  6. Sitzung des Unterausschusses Denkmalschutz 01.06.2023 Kenntnisnahme
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Übergeordnet

  1. 220946 Grundsatzbeschluss zur Realisierung nachhaltiger Mobilität in innerstädtischen Wohnquartieren im Rahmen Bönnscher Viertel

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Mitteilungsvorlage
öffentlich
220946-07
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
Geschäftsbereich OB-2: Strategische Programmsteuerung
Dezernat:
Dez. OB
Mitteilungsvorlage zum Mitwirkungsverfahren
„Bönnsche Viertel – Lebendige Räume für
Menschen“
Beratungsfolge
Bezirksvertretung Bonn 18.04.2023 Kenntnisnahme
Bezirksvertretung Beuel 17.04.2023 Kenntnisnahme
Beirat Bürgerbeteiligung 05.05.2023 Kenntnisnahme
Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen
und Bürger
10.05.2023 Kenntnisnahme
Rat 13.06.2023 Kenntnisnahme
Mitteilung:
Am 09.06.2022 hat der Rat der Stadt Bonn den Beschluss für das Projekt
„Bönnsche Viertel“ (DS-Nummer 220946) gefasst. Die Verwaltung wurde
beauftragt, als ersten Schritt ein Mitwirkungsverfahren zu entwickeln und
umzusetzen. In zwei Modellvierteln – Innere Nordstadt und Combahnviertel –
soll gemeinsam mit den Menschen vor Ort, Gewerbetreibenden, Initiativen und
Vereinen erarbeitet werden, wie die Mobilität in den Vierteln für alle aktiv, sicher
und barrierefrei gestaltet werden kann.
Startpunkt für die Realisierung Bönnscher Viertel ist die Neugestaltung des
ruhenden und fließenden Verkehrs sowie die schrittweise Aufwertung
freiwerdender öffentlicher Räume durch verschiedene sukzessiv umzusetzende
Maßnahmen im Rahmen eines integrativen und partizipativen Prozesses.
Neben der Sichtbarmachung von Akteursbedürfnissen zielt die Mitwirkung
darauf ab, den gesamtgesellschaftlichen Dialog zu fördern und zu erfahren,
was es aus Sicht der Bonner*innen braucht, um den Weg zur nachhaltigen
Mobilität freizumachen.(vgl. DS-Nummer 220946).
Als Ergebnis einer Ausschreibung im Herbst 2022 wurde die
Beteiligungsagentur Ifok GmbH damit betraut, das Mitwirkungskonzept zu
entwickeln und schließlich umzusetzen (DS-Nummer 222140).
Die Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger ist mit vier Bausteinen geplant:
1. Auftaktfest im Foyer und auf dem Vorplatz der Bonner Oper
2. Online-Beteiligung auf www.bonn-macht-mit.de
3. Jeweils ein Straßenfest in den Modellvierteln, Arbeitstitel: „Tage der
Bönnschen Viertel“,
4. Lose Reihe von Veranstaltungen mit weiteren Aktionen unter dem
Arbeitstitel „Bönnsche Sommer“
zu 1)
Der Mitwirkungsprozess startet am 01.04.2023 mit einem gemeinsamenSeite 1 von 3
Seite 2
Auftaktfest für die Innere Nordstadt und das Combahnviertel. Jeweils 1.000
zufällig ausgewählte Bürger*innen aus den beiden Modellvierteln sollen zum
Auftaktfest eingeladen werden. Bürger*innen, Initiativen und weitere
Akteur*innen (angefragt sind u.a. SWB, IHK, Stadtjugendring, Fuss e.V., ADFC,
Caritas) wird die Möglichkeit gegeben, ihre Ideen für nachhaltige Mobilität zu
präsentieren. Die Stadtverwaltung (u.a. vertreten durch Stadtplanungsamt, Amt
für Umwelt und Stadtgrün, Jugendamt) wird an diesem Tag über das Projekt
und bereits beschlossene und laufende Maßnahmen in den Vierteln
informieren. Im Foyer und auf dem Vorplatz der Bonner Oper wird es dafür
verschiedene Stationen mit Informations- und Mitmachangeboten zum
Ausprobieren und Austauschen geben.
zu 2)
Nach dem Auftaktfest beginnt eine Online-Konsultation auf www.bonn-macht-
mit.de, durch die alle Bürger*innen über einen längeren Zeitraum die
Möglichkeit bekommen, eine aktive Rolle bei der Gestaltung und Umsetzung
ihres Viertels einzunehmen. Einerseits besteht die Möglichkeit, Ideen für die
„Tage der Bönnschen Viertel“ zu formulieren. Gleichzeitig haben die Menschen
die Möglichkeit, ihre konkreten Vorstellungen und Vorbehalte zu äußern.
zu 3) und 4)
Die gesammelten Ideen aus dem Auftaktfest und der Online-Konsultation
können anschließend im Rahmen des “Bönnschen Sommer 2023“ von
Initiativen und Bürger*innen vor Ort in beiden Vierteln ausprobiert und diskutiert
werden. Am 13. Mai 2023 werden im Combahnviertel und am 17. Juni 2023
in der Inneren Nordstadt Straßenfeste stattfinden. Dann sind die Menschen in
ihren Vierteln aufgerufen, ihre Ideen in die Tat umzusetzen und ihre
Vorstellungen von einem lebenswerten Wohnquartier im wahrsten Sinne des
Wortes auf die Straße zu bringen – sei es zum Beispiel mit umweltfreundlichen
Verkehrsmitteln, die sich die Nachbarschaft teilt, Sitzmöbeln auf dem Gehsteig
oder anderen Möglichkeiten zum gemeinsamen Zusammenkommen, Bewegen
und Spielen im Viertel. Initiativen aus den beiden Vierteln stellen dazu an
diesen Tagen ihre Ideen und Visionen zur nachhaltigen Mobilität zum
Ausprobieren zur Verfügung, zum Beispiel einen „Walking Bus“, bei dem
Schüler*innen gemeinsam zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule fahren und
dabei feste „Haltestellen“ anfahren, an denen sich weitere Kinder anschließen
können.
Im Rahmen des Mitwirkungsprozesses werden die Bonner*innen an vielen
Stellen die Möglichkeit haben, ihre Eindrücke, Gedanken und Ideen mitzuteilen.
Es soll außerdem Austausch mit weiteren Zielgruppen geben, wie unter
Federführung der Wirtschaftsförderung am 25. April 2023 einen Workshop u.a.
mit dem Handwerk, Gewerbetreibenden und weiteren Akteuren zum Thema
Wirtschaftsverkehre.
Der „Bönnsche Sommer 2023“ endet im September mit der Europäischen
Mobilitätswoche.
Wie werden die Menschen erreicht?
Das Mitwirkungsverfahren wird durch eine Kommunikationskampagne auf
www.bonn.de, www.bonn-macht-mit.de, den städtischen Social Media Kanälen,
durch Plakate und Handzettel umfassend beworben und begleitet.
Da die Mitwirkung in den Vierteln vor der „eigenen Haustüre“ stattfindet, besteht
die Chance Menschen in den Prozess einzubeziehen, die eher schwerer für
Beteiligungsprozesse zu erreichen sind.Seite 2 von 3
Seite 3
Auf Basis einer Akteursanalyse werden Vereine, Kirchengemeinden, Initiativen
zu den einzelnen Events eingeladen und aufgefordert, ihre Communities zu
aktivieren.
Wie geht es weiter?
Die Ergebnisse der Mitwirkung sollen in die Fortschreibung und
Weiterentwicklung der Parkraumkonzepte sowie in die Entwicklung von
Verkehrs- und Mobilitätskonzepten einfließen (DS-Nr. 222140). Es besteht die
Möglichkeit, dass Folgeprojekte in den Bereichen Begrünung, Kultur oder Sport
entstehen. Eine Vernetzung der Stakeholder und die Förderung
zivilgesellschaftlichen Engagements in den Wohnvierteln (z.B.
Grünpatenschaften, Urban Gardening etc.) wird angestrebt.
Das Mitwirkungsverfahren wird durch Promediare in Kooperation mit der
Universität Bonn evaluiert. Da es sich um ein Modellprojekt handelt, ist es
wichtig zu erheben, ob die Bürger*innen sich angemessen in den Prozess
einbringen konnten und welcher Optimierungsbedarf besteht.
Das Projekt „Bönnschen Viertel” ist ein dynamischer Prozess, in dessen
Rahmen verschiedenste Vorstellungen zur nachhaltigen Mobilität erprobt
werden können. Sollte die Evaluation positiv ausfallen, ist angestrebt, den
Prozess in weiteren Bonner Vierteln fortzusetzen.
Anlage/n
KeineSeite 3 von 3

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Datenstand: 03.11.2026, 12:03 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de