220946 · Beschlussvorlage
Grundsatzbeschluss zur Realisierung nachhaltiger Mobilität in innerstädtischen Wohnquartieren im Rahmen Bönnscher Viertel
Kerndaten
- Nummer
- 220946
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 11.05.2022
- Letzte Änderung
- 15.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr Empfehlung
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
- Sitzung der Bezirksvertretung Bonn Anhörung
- Sitzung der Bezirksvertretung Hardtberg Anhörung
- Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg Anhörung
- Sitzung der Bezirksvertretung Beuel Anhörung
- Sitzung des Ausschusses für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger Empfehlung
- Sitzung des Ausschusses für Wohnen, Planung und Bauen Anhörung
- Sitzung des Beirates Bürgerbeteiligung Anregung
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
Verwandte Vorlagen
Untergeordnet
- CDU-Änderungsantrag: Grundsatzbeschluss zur Realisierung nachhaltiger Mobilität in innerstädtischen Wohnquartieren im Rahmen Bönnscher Viertel Antrag zur Vorlage 220946
- Ergänzende Stellungnahme: Grundsatzbeschluss zur Realisierung nachhaltiger Mobilität in innerstädtischen Wohnquartieren im Rahmen Bönnscher Viertel
- Grundsatzbeschluss zur Realisierung nachhaltiger Mobilität in innerstädtischen Wohnquartieren im Rahmen Bönnscher Viertel BBB-Änderungsantrag zur Vorlage 220946
- Mitteilungsvorlage zum Mitwirkungsverfahren „Bönnsche Viertel – Lebendige Räume für Menschen“
- Grüne/SPD/u.w.-Änderungsantrag: Grundsatzbeschluss zur Realisierung nachhaltiger Mobilität in innerstädtischen Wohnquartieren im Rahmen Bönnscher Viertel Antrag zur Vorlage 220946
- CDU-Änderungsantrag: Grundsatzbeschluss zur Realisierung nachhaltiger Mobilität in innerstädtischen Wohnquartieren im Rahmen Bönnscher Viertel Antrag zur Vorlage 220946
- CDU-Änderungsantrag: Grundsatzbeschluss zur Realisierung nachhaltiger Mobilität in innerstädtischen Wohnquartieren im Rahmen Bönnscher Viertel Antrag zur Vorlage 220946
Volltext
Maschinell aus dem PDF extrahierter Text — Tabellen und Layout gehen verloren. Maßgeblich ist das PDF: PDF öffnen ↗.
Text anzeigen (17.258 Zeichen)
Beschlussvorlage öffentlich 220946 Die Oberbürgermeisterin Federführung: Geschäftsbereich OB-2: Strategische Programmsteuerung Dezernat: Dez. OB Grundsatzbeschluss zur Realisierung nachhaltiger Mobilität in innerstädtischen Wohnquartieren im Rahmen Bönnscher Viertel Beratungsfolge Beirat Bürgerbeteiligung 20.05.2022 Anregung Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger 25.05.2022 Empfehlung Ausschuss für Mobilität und Verkehr 25.05.2022 Empfehlung Bezirksvertretung Hardtberg 31.05.2022 Anhörung Bezirksvertretung Beuel 01.06.2022 Anhörung Ausschuss für Wohnen, Planung und Bauen 01.06.2022 Anhörung Bezirksvertretung Bonn 07.06.2022 Anhörung Bezirksvertretung Bad Godesberg 08.06.2022 Anhörung Rat 09.06.2022 Entscheidung Beschlussvorschlag Die Verwaltung hat zu Beginn des Jahres 2022 einen verwaltungsinternen Strategieprozess zur Entwicklung nachhaltiger Mobilität in Bonns Wohnquartieren angestoßen. Der Rat der Stadt Bonn beschließt den Strategieprozess zur Realisierung “Bönnscher Viertel - Lebendige Räume für Menschen” durch folgende erste Schritte weiterzuverfolgen. 1. Auf Basis der bisher formulierten strategischen Ziele und Eckpunkte für die Bönnschen Viertel soll im ersten Schritt eine breite zivilgesellschaftliche Mitwirkung stattfinden. Die Verwaltung wird beauftragt, dazu ein Kommunikations- und Mitwirkungskonzept zu planen, umzusetzen und evaluieren zu lassen. Ziel der Mitwirkung ist es durch verschiedene Formate Akteur*innen und Anliegen in den Quartieren sichtbar zu machen, um diese in die konkrete Realisierung nachhaltiger Mobilitätskonzepte in Wohnquartieren zu integrieren. Neben der Sichtbarmachung von Akteursbedürfnissen zielt die Mitwirkung darauf ab, den gesamtgesellschaftlichen Dialog und die Akzeptanz für die beschlossenen Ziele zu fördern. Die Mitwirkung soll im Jahr 2022 beginnen und den Prozess begleiten. 2. Die Verwaltung wird beauftragt, notwendige Analysen und Verkehrsuntersuchungen durchzuführen und aufbauend auf den Ergebnissen des Mitwirkungsprozesses ein Mobilitätskonzept für die beiden Modellviertel Innere Nordstadt und Combahnviertel (siehe hierzu bereits DS- Nr. 210965) zu erarbeiten. Die Entwicklung Bönnscher Viertel erfolgtSeite 1 von 9 Seite 2 quartiersweise und findet in Einklang mit geplanten und in Umsetzung befindlichen Maßnahmen wie Masterplan Innere Stadt, Emissionsfreier Innenstadt, Radentscheid Bonn, der Umsetzung der Parkraumstrategie, sowie anderen die Viertel betreffenden Beschlüsse und Vorhaben, statt. Die Umsetzung erfolgt schrittweise (ruhender Verkehr, fließender Verkehr, Aufwertung öffentlicher Räume). Die Umsetzungskonzepte werden zur Beratung und Beschlussfassung in die politischen Gremien eingebracht. Begründung Die Mobilitätswende in Bonn zielt ab auf die Verbesserung der Lebensqualität durch nachhaltige, sichere und sozial gerechte Mobilität. Rahmenbeschlüsse und -ziele zur Mobilitätswende In Anbetracht der Klimakrise hat die Stadt Bonn im Jahr 2019 den Beschluss gefasst, bis 2035 klimaneutral zu werden (DS-Nr.: 190232). Der Anteil des Verkehrs an den Gesamt-Treibhausgas-Emissionen lag bezogen auf den Verkehr auf Bonner Stadtgebiet im Jahr 2018 bei 26,8 %. Die Mobilitätswende ist also ein zentraler Baustein für die Erreichung der Klimaneutralität in Bonn. Mit der Annahme des Radentscheids Bonn im Februar 2021 hat der Stadtrat die Verwaltung beauftragt, die Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur in den kommenden 5 Jahren flächendeckend und sicher auszubauen (DS-Nr. 202321). Die Verkehrsinfrastruktur der Stadt Bonn stößt schon heute an ihre Grenzen und die Stadt Bonn ist eine der am schnellsten wachsenden Städte in Nordrhein-Westfalen. Das bedeutet, dass zukünftig mehr Menschen in Bonn leben werden als heute. Verkehrsprobleme werden zunehmen, wenn keine konsequenten Maßnahmen ergriffen werden, um eine Mobilitätswende einzuleiten. Durch die Mobilitätswende sollen Lösungsansätze für das vom Autoverkehr belastete Straßennetz der Stadt Bonn erarbeitet und umgesetzt werden. Dabei ist die Verteilung der begrenzten Flächen im öffentlichen Raum ein Schlüssel zur Ermöglichung von Mobilität für alle. Der vorhandene Raum muss zukünftig effizienter und gerechter genutzt werden als heute, um den Mobilitätsbedürfnissen aller Menschen Rechnung zu tragen. Die Verkehrsmittel des Umweltverbundes (Zufußgehen, Radfahren und der öffentliche Verkehr) sind besonders raum- und energieeffizient und verursachen geringe Emissionen. Der Stadtrat hat deshalb 2019 beschlossen, dass der Modal Split, also der Anteil des Umweltverbundes am Verkehrsaufkommen bis 2030 auf 75% erhöht werden soll (Ratsbeschluss vom 04.07.2019, DS-Nr.: 1911758). Im Jahr 2017 lag der Anteil des Umweltverbunds am Modal Split erst bei 60% (Mobilität in Deutschland; infas, 2017). Ziel der Mobilitätswende ist neben klimaverträglichem Verkehr auch allen Menschen bedarfsgerechte und bezahlbare Angebote bereitzustellen, um umfassende Mobilität für alle zu ermöglichen. Die Mobilität von morgen ist inklusiv, barrierefrei und ermöglicht soziale Teilhabe. Sie ist zuverlässig und krisenfest. Die Mobilitätswende verfolgt dabei die Ziele der Minderung von Lärm, der Reduzierung von Luftschadstoffen und der Erhöhung der SicherheitSeite 2 von 9 Seite 3 im Straßenverkehr. Die Stadt Bonn bekennt sich klar zur “Vision Zero” (keine Toten und Schwerverletzten im Straßenverkehr). Die Gestaltung öffentlicher Räume in der Stadt soll sich am Menschen und seinen Bedürfnissen orientieren, nicht an einer Verkehrsart. Öffentliche Räume sollen sich durch effiziente, ökologische und vielfältige Nutzung auszeichnen. Neben der Bereitstellung von Mobilitätsangeboten sollen städtische Räume Orte zum Verweilen und Begegnen sein und eine hohe Klimaresilienz aufweisen. Nachhaltige Mobilität in Wohnquartieren als zentrales Handlungsfeld der Mobilitätswende Ein wichtiges Handlungsfeld der Mobilitätswende in Bonn ist die Gestaltung nachhaltiger Mobilität in Bonns Wohnquartieren. In innerstädtischen Vierteln nehmen Autoverkehr und Parkraum derzeit den größten Raum ein. Gleichzeitig hat das Auto im Schnitt eine geringe Raumeffizienz. Es nimmt etwa 15qm Platz ein, hat eine Standzeit von durchschnittlich 23 Stunden pro Tag und ist durchschnittlich mit 1,1 Person besetzt. E-Mobilität verbessert die Umweltbilanz von Autos, löst aber nicht die räumlichen Probleme des autozentrierten Verkehrs. Vor diesem Hintergrund besteht großer Handlungsbedarf zur Erreichung der Ziele der Mobilitätswende hin zu einer effizienten, ökologischen und vielfältigen Nutzung, die gleichzeitig umfassende und bedarfsgerechte Mobilität der Menschen vor Ort ermöglicht. Zu Beginn des Jahres 2022 wurde dazu in der Verwaltung ein konzernweiter Strategieprozess angestoßen. In diesem Rahmen wurde das Ziel formuliert, eine klimafreundliche und stadtverträgliche Mobilität an Wohnstandorten zu ermöglichen und zu fördern. Die Stadtverwaltung hat dazu im Rahmen des Strategieprozesses bisher in zwei konzerninternen interdisziplinären Workshops mit insgesamt 60 Teilnehmenden ein erstes Zukunftsbild entwickelt, wie das Leben und die Mobilität in Bonns Wohnvierteln 2030 aussehen kann. Dabei wurde die Leitvision Bönnsche Viertel - Lebendige Räume für Menschen entworfen. Bönnsche Viertel - Maßnahmen für die Schaffung lebendiger Räume für Menschen Startpunkt für die Realisierung Bönnscher Viertel ist die Neugestaltung des ruhenden und fließenden Verkehrs sowie die schrittweise Aufwertung freiwerdender öffentlicher Räume durch verschiedene sukzessiv umzusetzende Maßnahmen im Rahmen eines integrativen und partizipativen Prozesses. Die Umgestaltung des ruhenden Verkehrs wird durch die in der Parkraumstrategie beschlossenen Ziele und Maßnahmen realisiert. Diese beinhalten die Einführung einer flächendeckenden Parkraumbewirtschaftung mit einer Priorisierung für Anwohnende, um den Parkdruck in den Wohngebieten für die Anlieger*innen zu reduzieren. Insgesamt sollen so Parksuchverkehre reduziert werden. Durch angemessene Bepreisung sollen Parkvorgänge sukzessive vom öffentlichen Raum in private Garagen verlagert werden. Die Umsetzung der Parkraumstrategie hat auch zum Ziel, vernachlässigte Verkehrsbereiche wieder stärker ins Auge zu fassen. So sollen Gehwegbreiten barrierefrei wiederhergestellt und deutlich mehr Flächen fürSeite 3 von 9 Seite 4 alternative Mobilität genutzt werden. Der Zugang zu geteilter Mobilität wie (Lasten-)Fahrrädern, E-Scootern und Carsharing in unmittelbarer Nähe soll die Bedürfnisse der Menschen an ihrem Wohnort erfüllen und kann so den Besitz eines eigenen Autos überflüssig machen. Ressourcen sollen, auch durch den Einsatz von innovativen Technologien und Prozessen, effizient genutzt werden. Für die Umgestaltung des fließenden Verkehrs kommen verkehrsberuhigende und verkehrsregelnde Maßnahmen wie zum Beispiel Temporeduzierung, Einbahnstraßenregelungen, die Nutzung von Modalfiltern und zugangsbeschränkte Bereiche in Betracht. Ziel ist es, die Quartiere von belastenden Kfz-Durchgangsverkehren zu befreien und die Schaffung eines durchgängigen Fuß- & Radwegenetzes. Im Fokus steht dabei die Förderung aktiver, sicherer und barrierefreier Mobilität für Menschen jeden Alters. Die Erreichbarkeit aller Grundstücke für Anwohner*innen, Handwerker*innen, Pflegedienste, Systemfahrzeuge etc. soll dabei gewährleistet sein. Die Möglichkeiten neuer Technologien wie autonome Shuttle zur Überwindung kurzer Distanzen, insbesondere für weniger mobile Menschen, sollen geprüft und erprobt werden. Die Realisierung Bönnscher Viertel zielt darauf ab, die Nutzungsvielfalt öffentlicher Räume zu erhöhen und damit die Aufenthalts- und Lebensqualität im Viertel zu stärken. Ziel ist, die Revitalisierung öffentlicher Räume durch das Schaffen von Verweil- und Begegnungsräumen und die Realisierung eines klimaresilienten und biodiversen Stadtviertels. Dazu werden Maßnahmen wie Entsiegelung, Begrünung sowie die Schaffung anderer grün-blauer Infrastruktur, aber auch partizipative Stadtgestaltung wie Urban Gardening und multifunktionale Nutzung von Räumen in Betracht gezogen. Begegnungs- und Verweilelemente wie Sitzflächen, Spielplätze und Flächen für kulturelle sowie anderweitige Nutzungen sollen entwickelt und bereitgestellt werden. Die Bonnerinnen und Bonner sollen selbst mitbestimmen, wie die öffentlichen Räume gestaltet werden. Zwei Modellviertel als Startpunkt für die Bönnschen Viertel Die Realisierung Bönnscher Viertel erfolgt, analog zur Umsetzung der gesamtstädtischen Parkraumstrategie, nach einem quartiersweisen Ansatz. Aufbauend auf den Maßnahmen zur Emissionsfreien Innenstadt und dem Masterplan Innere Stadt sollen zunächst zwei innerstädtische Quartiere als Modellviertel entwickelt werden: das Combahnviertel sowie die Innere Nordstadt. Innerstädtische Quartiere sind heute besonders stark betroffen und belastet von Fremd- und Durchgangsverkehren. Ihre zentrale Lage bietet gleichzeitig die Chance, dass die Mobilitätswende für viele Bonnerinnen und Bonner erlebbar wird. Durch ihre gute Anbindung an den ÖPNV sowie Zugang zu geteilter Mobilität durch geplante oder bereits umgesetzte Mobilstationen, besteht eine gute Ausgangslage, auf der aufgebaut werden kann. Die Auswahl der Viertel lehnt sich an die Priorisierung der Viertel im Rahmen der Parkraumstrategie an, in der beide Viertel eine prioritäre Position einnehmen (Innere Nordstadt derzeit in Erarbeitung, Combahnviertel auf Priorität 1). Für das Combahnviertel besteht darüber hinaus bereits ein Beschluss zurSeite 4 von 9 Seite 5 Erarbeitung eines neuen Verkehrskonzeptes, das sich in die Ziele Bönnscher Viertel einbettet (DS-Nr. 210965). Die Innere Nordstadt ist ein Viertel, das schon heute viele verschiedene Nutzungen (Gastronomie, Kultur, Einzelhandel, Dienstleistungen u.v.m.) verbindet. Der Durchgangsverkehr ist bereits durch verschiedene Einbahnstraßenregelungen reduziert, jedoch in nicht unerheblichem Maße weiterhin vorhanden. In der Inneren Nordstadt gab und gibt es viele Initiativen und Anträge durch Bürgerinnen und Bürger, die einer Umgestaltung und Verkehrsberuhigung entgegenblicken. Die Altstadt ist als Standort auch für Besucherinnen und Besucher der Stadt Bonn von überregionaler Bedeutung. Beide Quartiere sind auch deswegen als Modellviertel interessant, da sich hier das Zusammenspiel der Rückgewinnung des öffentlichen Raumes mit der Pflege des historischen städtebaulichen Erbes demonstrieren lässt: Für die Innere Nordstadt existiert bereits seit 1990 eine Denkmalbereichssatzung, für das Combahnviertel ist eine solche in der Erarbeitung. Beide Quartiere sind auch von einer Vielzahl von Einzeldenkmälern geprägt, so dass im weiteren Prozess auch die Wechselwirkung zwischen diesen und dem öffentlichen Raum berücksichtigt werden soll. Die Modellviertel dienen als Blaupause für die Realisierung weiterer Bönnscher Viertel im Stadtgebiet. Gestaltung des weiteren Prozesses Auf Basis der strategischen Ziele und Eckpunkte für die Bönnschen Viertel soll im nächsten Schritt eine breite zivilgesellschaftliche Mitwirkung stattfinden. Ziel der Mitwirkung ist es durch kreative und interaktive Ansätze, Akteur*innen und Anliegen in den Modellquartieren sichtbar zu machen, um diese in die konkrete Realisierung der Bönnschen Viertel zu integrieren. Zu diesem Prozess gehört auch, Einflussbereiche und Grenzen der Beteiligung zu definieren, die aufgrund der bereits verabschiedeten Maßnahmenpakete (Emissionsfreie Innenstadt, Masterplan Innere Stadt, Parkraumstrategie etc.) und der beschlossene Ziele vorgezeichnet sind. Neben der Sichtbarmachung von Akteursbedürfnissen zielt die Mitwirkung darauf ab, den gesamtgesellschaftlichen Dialog zu fördern und zu erfahren, was es aus Sicht der Bonnerinnen und Bonner braucht, um den Weg zur nachhaltigen Mobilität freizumachen. Der Mitwirkungsprozess soll neben klassischen Formaten (Infoveranstaltungen, Umfragen, Onlinedialoge etc.), auch explorative Formate (Workshops, Peer-to- Peer-Angebote, Labs etc.) sowie Eventformate (z.B. Tag des guten Lebens) umfassen. Entscheidend dabei ist, Formate, Kommunikationskanäle und Kommunikationsstile an die jeweilige Zielgruppe anzupassen. Daher ist eine vorgeschaltete Akteursanalyse unerlässlich. Um eine größtmögliche Mitwirkung mit größtmöglicher Reichweite zu erzielen, soll ein externer Dienstleister mit entsprechender Expertise beauftragt werden. Parallel soll der gesamte Mitwirkungsprozess wissenschaftlich evaluiert werden. Die Ergebnisse des bereits laufenden, stadtweiten Mitwirkungsverfahrens „Bonn4Future - Wir fürs Klima“ dienen als Grundbaustein für den weiteren Prozess. Das Klimaforum mit dem Schwerpunkt "Klimaneutral mobil sein" findet am 10/11.Juni 2022 statt. Die Umsetzung der Bönnschen Viertel ist ein kontinuierlicher Entwicklungsprozess. Maßnahmen sollen schrittweise umgesetzt werden – schon bevor alle Details der weiteren Schritte fertig geplant sind. DiesesSeite 5 von 9 Seite 6 dynamische Vorgehen hat die Vorteile, dass einzelne Planungsprozesse überschaubar bleiben, auf aktuelle Situationen zugeschnitten sind und Maßnahmen zügiger umgesetzt und erlebbar werden. Die in der Realität gemachten Erfahrungen können so in den weiteren Planungsprozess einfließen und das Zielbild kann dynamisch weiterentwickelt werden. Die Eckpunkte und die Gesamtvision Bönnscher Viertel soll gemeinsam mit den Bonnerinnen und Bonnern konkretisiert werden und bei der Realisierung als Kompass dienen. Die Bönnschen Viertel werden innerhalb der Verwaltung so entwickelt, dass sie identitätsstiftend für die Stadt Bonn sind und Modellcharakter besitzen. Nach außen entfalten die Bönnschen Viertel damit eine Strahlkraft. Sie visualisieren eine Idee der Zukunft und sind das Synonym für die moderne Stadt. Für die Realisierung der im Rahmen Bönnscher Viertel zu planenden Maßnahmen und die intensive Mitwirkung und Kommunikation der Maßnahmen können zusätzliche finanzielle und personelle Kapazitäten erforderlich werden. Diese werden entsprechend des sukzessive entstehenden Bedarfes mit den Umsetzungsbeschlüssen zum Beschluss vorgelegt. Finanzielle Auswirkungen: Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung 1.12.07 Verkehrsplanung 1.12.07.01 Individualverkehrsplanung Investive Kosten der Maßnahme Betrag Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen Einzahlungen Investiver Finanzsaldo Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten Betrag Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen / Aufwendungen 200.000 € 1.61.00.12.07 / 72.1000 2022 Einzahlungen / Erträge Haushaltsbelastung jährlich 200.000 € Anlage/n 1 Combahnviertel (öffentlich)Seite 6 von 9 Seite 7 2 Nordstadt (öffentlich)Seite 7 von 9 BUNDESSTADT BONN STADTPLANUNGSAMT Abteilung: Projekt/Plan: Zeichnung-Nr. Maßstab : : : :gesehen bearbeitet Amt 61-3 gezeichnet geändert 61-3 Stadtverkehr Bönnsche Viertel - Combahnviertel - Druckdatum: 02.05.2022 P.Grashorn 05/2022 05/2022B. Kammerer Maßstab: 1:2000Seite 8 von 9 BUNDESSTADT BONN STADTPLANUNGSAMT Abteilung: Projekt/Plan: Zeichnung-Nr. Maßstab : : : :gesehen bearbeitet Amt 61-3 gezeichnet geändert 61-3 Stadtverkehr Druckdatum: 06.05.2022 St. Weber 05/2022 05/2022B. Kammerer Maßstab: 1:3000 Bönnsche Viertel - Nordstadt -Seite 9 von 9
Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.
bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 19:55 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de