220789-02 · Beschlussvorlage
Einrichtung einer zeitbegrenzten Spielstraße im Bereich "Im Gerott"
Kerndaten
- Nummer
- 220789-02
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 27.07.2023
- Letzte Änderung
- 16.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr Empfehlung
- Sitzung des Rates Entscheidung federführend
- Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr Empfehlung
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
Verwandte Vorlagen
Übergeordnet
Volltext
Maschinell aus dem PDF extrahierter Text — Tabellen und Layout gehen verloren. Maßgeblich ist das PDF: PDF öffnen ↗.
Text anzeigen (5.648 Zeichen)
Beschlussvorlage öffentlich 220789-02 Die Oberbürgermeisterin Federführung: 33 Bürgerdienste Dezernat: Dez. I Einrichtung einer zeitbegrenzten Spielstraße im Bereich "Im Gerott" Beratungsfolge Ausschuss für Mobilität und Verkehr 15.08.2023 Empfehlung Rat 22.08.2023 Entscheidung Beschlussvorschlag Der Ausschuss für Mobilität und Verkehr empfiehlt die Handhabung von Anträgen zum Thema "Spielstraßen auf Zeit" so, wie es in der entsprechenden Broschüre des damaligen NRW Ministeriums für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr beschrieben ist Begründung Die Bezirksvertretung Beuel hatte in ihrer Sitzung am 31.08.2022 den vorliegenden Bürgerantrag mit der Maßgabe an den Ausschuss für Mobilität und Verkehr vertagt, eine einfach handhabbare Regelung für das gesamte Stadtgebiet zu beschließen. Aufgrund eines Verwaltungsversehens, war es leider erst jetzt möglich, die entsprechende Vorlage in Allris einzustellen. Die Verwaltung bittet die verspätete Vorlage zu entschuldigen. Die Antragstellerin beantragt die Einrichtung einer Spielstraße auf Zeit und beruft sich dabei auf eine Broschüre des damaligen NRW Ministeriums für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr. Anders als in der Broschüre dargestellt, beantragt sie die Durchführung der Maßnahme in abgewandelter Form. Dazu hatte die Verwaltung unter der Durchsache 220789-01 ST Folgendes ausgeführt: „Da die Verwaltung auch für Straßenfeste Sperrungen genehmigt, ist grundsätzlich gegen eine temporäre Erlaubnis nichts einzuwenden. Der Leitfaden „Spielstraßen auf Zeit“ wurde bereits 2015 publiziert und ist Teil der Kampagne „Mehr Freiraum für Kinder“. Die Vorgehensweise für solche Anträge ist der Schrift zu entnehmen. Dort steht Folgendes:Seite 1 von 3 Seite 2 Beispiel Bonn Wer in Bonn ein Straßenfest plant, kann die Erlaubnis bei der Straßenverkehrsbehörde beantragen. Um ihren Bürgerinnen und Bürgern dies zu erleichtern, stellt die Stadt Antragsformulare auf ihrer Webseite zum Herunterladen zur Verfügung. Auch die Ansprechpartner, die sich je nach Stadtbezirk unterscheiden, sind mit E-Mail-Adresse und Telefonnummer auf der Seite zu finden. Der Antragsteller kann die Formulare bequem am Computer ausfüllen und dann per Mail an den Ansprechpartner schicken oder bei diesem weitere Infos einholen. Auch in Bonn wird eine Bearbeitungsgebühr erhoben. Eine Besonderheit in Bonn: Wer einen Antrag für ein Straßenfest stellt, braucht auch die Zustimmung der Mehrheit der Nachbarn, um eine Genehmigung zu bekommen. Das heißt: bei den Anwohnern des Straßenabschnitts klingeln und Unterschriften sammeln. Die Unterschriftenliste reicht der Organisator gemeinsam mit dem Antrag ein. Die Pflicht die Anwohner, über Ort und Zeit des Straßenfestes zu informieren, die in anderen Städten besteht, ist damit bereits erfüllt. Wenn das Straßenverkehrsamt das Straßenfest genehmigt, informiert es Polizei und Ordnungsamt automatisch. Um Baken für die Absperrung der Straße müssen sich die Organisatoren des Festes selbstständig kümmern. Die Stadt Bonn erteilt Genehmigungen für Straßenfeste in der Regel nur für kleinere Straßen ohne Durchgangsverkehr von Linienbussen. Die Erlaubnis erteilt das Amt bis maximal 22 Uhr. Wer auf dem Straßenfest Essen und Getränke gewerblich verkauft, benötigt eine Sondergenehmigung. Teilnehmer des Straßenfestes, die Speisen und Getränke zum Selbstkostenpreis abgeben, brauchen dafür keine Genehmigung. Da die Antragstellerin sich auf die Broschüre des Arbeitskreises für Verkehrssicherheit des Landes NRW beruft, sollte man auch die Empfehlungen berücksichtigen. Die Spielstraße sollte vom Kfz- Verkehr nicht genutzt werden und Anwohner sollten nicht auf der Straße parken, um den Kindern ein unbeschwertes Spielen zu ermöglichen. Der Bereich muss gesperrt werdenSeite 2 von 3 Seite 3 und eine Durchfahrt sollte zum Schutz der Kinder grundsätzlich nicht möglich sein. Rettung muss möglich sein und es sollte eine Umleitung ausgeschildert werden. Die Sperrzeit sollte an die tatsächliche Spielzeit der Kinder angepasst werden und die Straße sollte kein starkes Gefälle haben. In der abgewandelten Form -mit Durchfahrt der Anlieger- sowie der relativ unbestimmten Häufigkeit wird der Antrag allerdings nicht unterstützt. Als Alternative (dem Antrag eher entsprechende dauerhafte Variante) wurde auch die Ausweisung eines verkehrsberuhigten Bereiches (Zeichen 325 der StVO) geprüft. Die Straße Im Gerott ist im Trennprinzip ausgebaut. Die Ausweisung als verkehrsberuhigter Bereich wäre daher nur mittels baulicher Anpassung und Herstellung eines Mischprinzips möglich. Allerdings ist die Notwendigkeit einer solchen Maßnahme aus verkehrsplanerischer Sicht nicht ersichtlich. Bereits heute liegt die Straße Im Gerott innerhalb einer Tempo-30-Zone und weist zudem geschwindigkeitsdämpfende Elemente auf. Beim Verkehrsaufkommen ist zudem davon auszugehen, dass es sich vornehmlich um Anwohnendenverkehr handelt. Ggf. ist hier über eine entsprechende Kommunikation in der Nachbarschaft das gewünschte Resultat zu erreichen. Insgesamt empfiehlt die Verwaltung daher, den Bürgerantrag abzulehnen und die Antragstellerin über die Ausführungen der Verwaltung in Kenntnis zu setzen.“ Die Verwaltung ist weiterhin der Ansicht, dass die in der Broschüre für das Beispiel Bonn dargelegten Voraussetzungen auch unverändert beibehalten werden sollten. Dies soll insbesondere sicherstellen, dass die Nachbarschaft einbezogen wird und mehrheitlich mit der Einrichtung einer temporären Spielstraße einverstanden ist. Das dort dargelegte Verfahren ist aus Sicht der Verwaltung bereits einfach/unkompliziert und wird zudem wohlwollend begleitet. Anlage/n KeineSeite 3 von 3
Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.
bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 10:22 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de