220789 · Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich
Bürgerantrag: Einrichtung einer zeitbegrenzten Spielstraße im Bereich "Im Gerott"
Kerndaten
- Nummer
- 220789
- Art
- Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich
- Veröffentlicht
- 26.03.2024
- Letzte Änderung
- 15.09.2026
Stand im Verfahren i
- Einreichung
- Terminierung
- Sitzung
Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Beuel Entscheidung federführend
- Sitzung der Bezirksvertretung Beuel Entscheidung federführend
- Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr Entscheidung federführend
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Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich öffentlich 220789 Die Oberbürgermeisterin Federführung: Geschäftsbereich OB-2: Strategische Programmsteuerung Dezernat: Dez. OB 13.04.2022 Bürgerantrag: Einrichtung einer zeitbegrenzten Spielstraße im Bereich "Im Gerott" Beratungsfolge Bezirksvertretung Beuel Entscheidung Ausschuss für Mobilität und Verkehr 15.08.2023 Entscheidung Bezirksvertretung Beuel 10.04.2024 Entscheidung Inhalt des Bürgerantrages Beantragt wird die Einrichtung einer „Spielstraße auf Zeit“ im Bereich „Im Ge- rott“ in Bonn-Beuel. Einzelheiten ergeben sich aus beigefügtem Bürgerantrag. Anlage/n 1 Bürgerantrag (öffentlich) 2 Bürgerantrag - komplett (nichtöffentlich)Seite 1 von 26 Von: Gesendet: Mittwoch, 13. April 2022 14:39 An: VL_OB-11_buergerbeteiligung <buergerbeteiligung@bonn.de> Betreff: Zeitbegrenzte spielstraße auf Zeit Bürgerantrag für eine Spielstraße auf Zeit. Sehr geehrte Damen und Herren, Wir Anwohner vom Gerott, möchten ein "Spielstraße auf Zeit" beantragen. Wir haben hier 14 Kinder, die ein hohes Spielbedürfnis haben. Es gibt wie in der PDF datei einige Modelle. Wir Familien stellen uns das so vor: Das wir die Spielstraße auf Zeit. Am Wochenende 12 uhr bis 20uhr in den Ferien von 12uhr bis 20uhr nutzen wollen. Die Straße soll nicht komplett gesperrt werden. Beginn vom Gerott 1 bis 20, Abzweig zum Versteck. Die Durchfahrt bleibt natürlich für die Anwohner vom Gerott frei. Das wäre ein anderes Modell als aufgelistet. Dieser Vorschlag kommt bei den Anwohner sehr gut an. Das Modell Spielstraße auf Zeit ist noch neu und soll kindern mehr Freiraum geben. Einige Kommunen führen dieses Projekt mit Erfolg durch. Damit Sie ein Einblick gewinnen können wie die Durchführung und das stellen der Verkehrsschilder abläuft, sende ich Ihnen die PDF vom Ministerium Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr NRW weiter. Mit freundlichen Grüßen Im Auftrag Anhang PdF vom Land NRW AnsprechpartnerSeite 2 von 26 Spielstraßen auf Zeit Anregen. Ermöglichen. Vereinfachen.Seite 3 von 26 2 Inhaltsverzeichnis 1. Mehr Freiraum für Kinder – ein Gewinn für alle! 2. Spielstraßen auf Zeit – Straßen für Pkws nachmittags oder am Wochenende sperren 2.1. Griesheim – einfaches, standardisiertes Antragsverfahren 2.2. Frankfurt am Main – hier wird die Stadt selbst aktiv 2.3. Bremen – Straßensperrungen als Bestandteil städtischer Spielleitplanung 2.4. Köln – das Wochenende ist autofrei 2.5. Tag des guten Lebens 2.6. Der „PARK(ing)Day“ – wie aus Parkplätzen Vorgärten werden 2.7. „Lebensstraße“ – den Sommer über autofrei 03 05 06 06 07 08 08 09 09 3. Konkret: Spielstraßen auf Zeit einrichten 3.1. Interne und externe Kommunikation 3.2. Antragsverfahren leicht gemacht 3.3. Der „konventionelle“ Weg zur Straßensperrung 4. Konkret: Aufenthalt und Spiel dauerhaft ermöglichen 5. Anhang: Ansprechpartner, Muster- schreiben, Links und Publikationen 5.1. Die Ansprechpartner in den Beispielstädten 5.2. Musterschreiben 5.3. Links 5.4. Publikationen Impressum Kontakt 10 11 11 12 14 16 16 16 20 21 21 22Seite 4 von 26 Kapitel 1 | Mehr Freiraum für Kinder – ein Gewinn für alle!3 Für die Entwicklung von Kindern ist freie Bewegung in einem sicheren Umfeld wichtig. Motorik, Sozialverhal- ten, Selbstbewusstsein, räumliche Vorstellungskraft, Forschergeist und Kreativität entwickeln sich besser, wenn Kinder ihre Wege eigenständig zurücklegen und ihr Wohnumfeld zusammen mit Spielkameraden er- kunden können. Kommunen können aufgrund ihrer Zuständigkeit für die räumliche Entwicklung ihres Ge- meindegebiets einen wesentlichen Beitrag dazu leis- ten, Kindern ein sicheres Umfeld für diese wichtigen Entwicklungsschritte in Richtung Selbstständigkeit zu bieten. Ein kinderfreundliches Wohnumfeld ist auch ein star- kes Argument bei der Wohnortwahl. Viele Kommunen in Nordrhein-Westfalen werben um junge Familien. Verkehrssicheren und leicht erreichbaren Freiraum zu schaffen, ist ein wichtiger Schritt, um Orte für Familien attraktiv zu machen. Geringes Aufkommen von Pkws, reduzierte Geschwin- digkeiten, Raum für Bewegung und Begegnung sowie Objekte, auf denen man spielen oder sich auch mal zum Ausruhen setzen kann: Was Kindern nützt, kommt z. B. auch Seniorinnen und Senioren entgegen. Daher ist es für Kommunen gleich doppelt sinnvoll, Freiräume für Aufenthalt und Spiel zu schaffen. Zudem wünschen sich nicht nur Familien, sondern eine große Mehrheit der Deutschen, in verkehrsberuhigten Straßen zu wohnen. Das ergab eine Studie des Bun- desumweltministeriums. 1 Kommunen, die in einen autoverkehrsarmen, bewe- gungsfördernden Straßen- und Verkehrsraum investie- ren, können bei neuen wie bei eingesessenen Einwoh- nern also nur Punkte machen. Viele Städte zeigen bereits, dass man sicheren Frei- raum auf der Straße schaffen kann, ohne ganze Stra- ßenzüge durch teure Umbauten komplett neu gestalten zu müssen. Neben der Einrichtung verkehrsberuhigter Bereiche, die gewissen Gestaltungsansprüchen ge- nügen müssen, gibt es einfache und kostengünstige 1. Mehr Freiraum für Kinder – ein Gewinn für alle! 1 Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und Umweltbundesamt (Hrsg., 2013): Umweltbewusstsein in Deutschland 2012. Ergebnisse einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage. S. 33 f. www.umweltbundesamt.de/publikationen/umweltbewusstsein-in-deutschland-2012 shutterstock.com/waldruSeite 5 von 26 Kapitel 1: Mehr Freiraum für Kinder – ein Gewinn für alle!4 Alternativen, mit denen Kommunen ihren Kindern schnell etwas Gutes tun können: Spielstraßen auf Zeit, Straßen, die am Wochenende oder für ein paar Monate autofrei bleiben oder Parkplätze, die immer mal wieder für Autos gesperrt werden, damit Bürgerinnen und Bür- ger sie als Erholungsoasen nutzen können. Im folgenden Leitfaden finden Sie Beispiele, wie Kom- munen, Eltern oder Initiativen Straßenraum vorüberge- hend oder auch dauerhaft zu Aufenthalts- und Freiraum umwandeln können und welche Verwaltungsschritte dafür notwendig sind. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Idee der „Spielstraße auf Zeit“ und dabei auf gu- ten, leicht nachzuahmenden Beispielen und Vorge- hensweisen im Inland. Der Blick über den inländischen Tellerrand hinaus soll dazu anregen, das Thema „Spiel- straße auf Zeit“ weiter, größer, als Vision zu denken, so, wie sie im benachbarten Ausland bereits umgesetzt ist. Der Leitfaden bietet Ihnen: gute Beispiele, Ansprechpartner mit Erfahrung und Mustermaterialien für die Umsetzung. Die Landeskampagne „Mehr Freiraum für Kinder – ein Gewinn für alle!“ Dieser Leitfaden ist Teil der Kampagne „Mehr Freiraum für Kinder. Ein Gewinn für alle!“ Die Kampagne zeigt Kommunen und Eltern, wie sie mehr Bewegungsräu- me für Kinder schaffen und Kinder Schritt für Schritt zur selbstständigen Eroberung ihres Umfelds ermuti- gen können. Der Arbeitskreis Verkehrssicherheit des Landes NRW (s. Kasten.) hat sich mit der Kampagne „Mehr Freiraum für Kinder. Ein Gewinn für alle!“ zum Ziel gesetzt, die Kommunen bei einer kinderfreundli- chen Verkehrsplanung und Straßenraumgestaltung zu unterstützen. Der Hintergrund: Noch in den 70er- und 80er-Jahren ge- hörte der Straßen- und Verkehrsraum auch den Kindern. Immer fanden sich Nachbarskinder, um Fußball, Fangen oder Gummitwist zu spielen. Auch den Weg zur Schule gingen die meisten Kinder gemeinsam zu Fuß. Heute ist es vielen Kindern fremd, ohne Begleitung durch Erwach- sene auf der Straße zu spielen. Der Straßenverkehr hat Die Mitglieder des Arbeitskreises Verkehrssicherheit sind: ADAC Nordrhein e. V., ADFC NRW, Arbeitsge- meinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte in NRW e. V., Deutscher Kinderschutz- bund LV NRW e. V., Deutsches Kinderhilfswerk e. V., Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe, Hoch- schule Niederrhein – Fachbereich Wirtschafts- ingenieurwesen, Landesverkehrswacht NRW e. V., Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport NRW, Ministerium für Inneres und Kommunales NRW, Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW, Zukunftsnetz Mobilität NRW, Städte- und Gemeindebund NRW, TÜV Rheinland Group, Unfallkasse NRW, Verkehr- sclub Deutschland LV NRW e.V., Verkehrsver- bund Rhein-Ruhr, Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH (VRS), Vorschulparlament NRW zugenommen. Das löst bei Eltern die Sorge aus, dass ihr Kind auf dem Weg zur Schule, zu Freunden oder beim Spielen auf der Straße gefährdet ist. Für Autos optimier- te Wohngebiete und eine komplexe Verkehrssituation lassen den Kleinen vielerorts nur geringe Freiräume, um im Freien zu spielen. Viele Kinder bewegen sich zu we- nig, was zu besorgniserregenden gesundheitlichen und motorischen Problemen führt. Selbst dort, wo Wohnstraßen als verkehrsberuhigte Be- reiche ausgewiesen sind, missachten Autofahrerinnen und Autofahrer häufig die Regeln, da spielende Kinder im Alltag immer seltener zum Straßenbild gehören. Dieser Leitfaden zeigt, wie Kommunen das mit einfa- chen Maßnahmen wieder ändern können. Auf der Webseite der Kampagne „Mehr Freiraum für Kinder. Ein Gewinn für alle!“ werden gute Beispiele aus Städten vorgestellt, die ihre Stadt- und Verkehr- splanung bereits kindgerechter gestalten. Unter dem Menüpunkt Service gibt es die offizielle Kampagnen- broschüre als Download. Außerdem Motive zum Druck von Kampagnenbannern sowie Studien und Vorträge rund um das Thema eigenständige Mobilität, freies Spiel und Beteiligung von Kindern an Planungs- und Gestaltungsprozessen.Seite 6 von 26 Kapitel 2 | Spielstraßen auf Zeit5 2. Spielstraßen auf Zeit – Straßen für Pkws nachmittags oder am Wochenende sperren In Spielstraßen auf Zeit erobern Kinder – während ei- nes begrenzten Zeitraums – die Straße zurück: Wie früher, als die Zahl der Autos noch gering war, können Kinder und Jugendliche dann vor der Haustür Ball spie- len, Roller und Fahrrad fahren oder die Straße mit Krei- de bemalen. Bereits mehrere deutsche Kommunen haben die Mög- lichkeit geschaffen, dass Straßen im oben genannten Sinne vorübergehend oder ganz für den Autoverkehr gesperrt werden können. Dabei gibt es unterschied- liche Verfahren, eine Spielstraße auszuwählen und einzurichten: einmalig oder regelmäßig, die Kommu- ne wird von sich aus aktiv oder die Bürger müssen die Maßnahme beantragen, ein „Spielmobil“ stellt wäh- rend der Spielphase Spielgeräte zur Verfügung oder die Anwohner organisieren ein entsprechendes Angebot. Im Folgenden finden Sie einen Überblick über Beispie- le aus deutschen Städten, unterschiedliche Verfahren und konkrete Anleitungen für Kommunen, die ebenfalls Straßen fürs freie Spiel von Kindern freigeben möchten. shutterstock/ Grekov‘sSeite 7 von 26 Kapitel 2 | Spielstraßen auf Zeit6 2.1. Griesheim einfaches, standardisiertes Antragsverfahren Die Stadt Griesheim bietet im Rahmen ihres Projektes „Bespielbare Stadt“ die Möglichkeit, eine Spielstraße auf Zeit zu beantragen. Seit 2002 können Bürgerinnen und Bürger für einige Stunden den Autoverkehr aus- sperren und ihre Kinder ohne Angst vor dem Verkehr draußen spielen lassen. „Für die Antragsstellung rufen die Bürger bei mir an oder kommen einfach vorbei“, sagt Corina Beeres, zu- ständige Mitarbeiterin beim Amt für Soziales in Gries- heim. Unterschriften müssen die Antragsteller nicht sammeln. Beeres liegt allerdings eine Liste mit Straßen vor, die nicht gesperrt werden dürfen. Denn wichtige Durchgangsstraßen sind ausgeschlossen, ebenso wie Verbindungen, auf denen es aktuell eine Baustelle gibt. Spielstraßensperrungen können von Montag bis Freitag, jeweils nachmittags für die Dauer von fünf Stunden, beantragt werden. Den Verwaltungsaufwand für die Stadt bezeichnet Beeres als gering. Das Verfahren ist zwischen den ein- zelnen Ämtern gut eingespielt. Mütter oder Väter, die sich um die zeitbegrenzte Spielstraße bemühen, er- halten ein Infoblatt mit Details (siehe Anhang S. 17) zum Ablauf. „Ich kläre beim Ordnungsamt, ob Gründe vorliegen, dass die Straße nicht gesperrt werden darf“, sagt Beeres. Gibt das Ordnungsamt sein Okay, erteilt die Stadt die offizielle Genehmigung. Ein Magistratsbe- schluss liegt bereits vor. Im Anschluss wird der Bauhof über Ort und Datum der Sperrung informiert. Dessen Mitarbeiter stellen zum Termin entsprechende Sperr- schilder an die Straße und holen diese am Ende des Tages wieder ab. Kosten für die Antragsteller entstehen dabei nicht. Wichtig: Die Antragsteller sind dafür zuständig, die Nachbarn über die Straßensperrung zu informieren. Dafür erhalten sie vom Amt für Soziales ein vorformu- liertes Schreiben (siehe Anhang S. 18), das sie nur noch ausdrucken und verteilen müssen. Es enthält Details über den gesperrten Straßenabschnitt und den Zeitraum der Sperrung. In dem Schreiben werden die Anwohnerinnen und Anwohner gebeten, ihre Autos am vorgesehenen Termin nicht in der Straße zu parken. Be- schwerden bei der Stadt sind, laut Beeres, selten. Die Zahl der Anträge ist überschaubar: Pro Jahr gehen vier bis sechs Gesuche bei der Stadt ein. In der Regel wird den Anträgen stattgegeben. Es kann aber auch zu einer Ablehnung kommen. Beispielsweise dann, wenn Bau- stellen dies erfordern. Um die Idee der autofreien Straße für Kinder in das Be- wusstsein der Bürger zu bringen, gibt die Verwaltung vor dem jährlichen Start der Aktion im April eine Mel- dung (siehe Anhang S. 19) mit allen wichtigen Informa- tionen an die örtliche Presse. 2.2. Frankfurt am Main – hier wird die Stadt selbst aktiv Die Stadt Frankfurt hatte ein Problem: Die Lebensqua- lität in der Innenstadt sank. Die Menschen zogen aus dem Zentrum weg ins Umland. Vor allem Familien wa- ren nicht mehr bereit, ihren Alltag um den zunehmen- den Verkehr herum zu organisieren. Im Jahr 2006 be- schloss der Magistrat der Main-Metropole daher einen neuen Gesamtverkehrsplan, der vor allem den Fußgän- gern wieder mehr Raum verschaffen und das Wohn- umfeld in den betroffenen Gebieten wieder attraktiver machen sollte. Der Stadtbezirk Frankfurt-Nordend tut sich seither be- sonders hervor. Gemeinsam mit der Bevölkerung wur- den viele einfache Einzelmaßnahmen zu einem sinn- vollen Gesamtkonzept zusammengeführt. Darunter auch eine Spielstraße auf Zeit. Anders als in Griesheim beantragen die Bürgerinnen und Bürgern diese aber nicht selbst. Im Nordend sperrt das Ordnungsamt im Sommerhalbjahr einmal pro Woche einen festgelegten Straßenabschnitt, damit Kinder nach Herzenslust drau- ßen spielen können. 2015 läuft die Aktion vom 13. Mai bis zum 28. Oktober. Jeden Mittwoch von 14 bis 19 UhrSeite 8 von 26 Kapitel 2 | Spielstraßen auf Zeit7 bleibt der Heideplatz frei von Autos und Fahrrädern. Das Team des Abenteuerspielplatzes Riederwald e. V. sorgt dafür, dass der Platz dann auch bespielt wird und die Kinder ein Angebot vorfinden. Durch medienwirksame Öffentlichkeitsarbeit und Mund-zu-Mund-Propaganda sind diese temporären Angebote stadtweit bekannt und bei Kindern wie Erzie- hungsberechtigten gleichermaßen beliebt: Über 3000 Kinder und Erwachsene haben pro Jahr mitgespielt. Der Bremer Stadtteil Schwachhausen ist bei jungen Fa- milien in den letzten Jahren als Wohnort immer belieb- ter geworden. Doch Freiräume für spielende Kinder gibt es in dem Stadtteil kaum und auch Flächen, die umge- widmet werden könnten, sind knapp. Das ergab die Be- standsaufnahme im Rahmen der Spielleitplanung, die das Amt für Soziale Dienste Bremen 2009 durchführte. „Auf der Suche nach einer kostengünstigen Lösung sind wir auf die temporären Spielstraßen in Frankfurt aufmerksam geworden. Diese erfordern im Gegensatz zu einer dauerhaften Verkehrsberuhigung von Straßen keine teuren Umbauten”, erklärt Tamara Duffner-Hüls vom Amt für soziale Dienste. Zunächst hat das Amt im Schwachhausener Lokal- teil des Weserkuriers Einwohnerinnen und Einwohner dazu aufgerufen, geeignete Orte für Spielstraßen auf Zeit vorzuschlagen. Anschließend befragte das Amt die Anwohner: Nur dort, wo die Mehrheit damit einver- standen ist, dass die Straße regelmäßig für spielende Kinder gesperrt wird, sollten Spielstraßen auf Zeit ent- stehen. Die Umfrageergebnisse hat das Amt dem Beirat des Stadtteils zur Beratung vorgelegt. Dieser bewilligte das Projekt 2011 für vier Straßen. Der Beirat beauftragte das Amt für Straßen und Verkehr, die Straßen zwischen dem 1. April und dem 31. Okto- ber einmal pro Woche von 15 bis 18 Uhr zu sperren. Die Anwohner werden gebeten, ihre Autos an diesen Terminen außerhalb zu parken. 2015 können Kinder mittwochs auf der Max-Reger-Straße, donnerstags auf der Rembrandtstraße und freitags auf der Großbee- renstraße und Schumannstraße ohne Störung durch den Autoverkehr auf der Fahrbahn spielen. Die temporären Spielstraßen in Schwachhausen sind inzwischen eine feste Institution. „Für die jüngeren Kin- der sind die Spielstraßen auf Zeit eine Selbstverständ- lichkeit. Sie können sich gar nicht daran erinnern, wie es war, bevor die Spielstraßen eingeführt wurden. Da waren sie noch zu klein“, sagt Duffner-Hüls. Einige Mitglieder des Ortsbeirates standen dem Projekt anfänglich skeptisch gegenüber. Daher vereinbarte der Beirat mit dem Amt für Soziale Dienste, nach dem ers- ten Jahr eine Umfrage unter den Anwohnern der Spiel- straße durchzuführen. Die Mehrheit der Anwohner sprach sich dafür aus, das Projekt fortzusetzen. Die Stadt Bremen kooperiert mit dem Verein Spiel- landschaft Bremen. Die Mitarbeiter bringen mit dem „bemil”, dem lokalen Spielmobil, an 30 Terminen ei- nen ganzen Anhänger voller Spielmaterialien zu den gesperrten Spielstraßen. Die Stadt trägt die Kosten für die Aktion. Wann und wohin das „bemil“ kommt, steht auf der Webseite des Vereins. Bürgerinnen und Bürger, die sich neue Spielstraßen wünschen, können auch heute noch Vorschläge beim Amt für Soziale Dienste einreichen. Allerdings müssen sie inzwischen selbstständig die Unterschriften der An- wohner einholen. 2.3. Bremen – Straßensperrungen als Bestandteil städtischer SpielleitplanungSeite 9 von 26 Kapitel 2 | Spielstraßen auf Zeit8 Die Kitschburger Straße im Kölner Stadtteil Lindenthal wird von der Stadt seit den 1980er-Jahren wöchentlich von Freitagabend bis Montagmorgen für den Autover- kehr gesperrt. Dafür hat die Stadt an beiden Straße- nenden fest montierte Schranken angebracht. Am Wo- chenende erobern Kinder die Straße: Sie spielen auf der Fahrbahn Ball, üben Fahrrad- oder Skateboardfah- 2.4. Köln – das Wochenende ist autofrei ren oder sind einfach gemeinsam draußen unterwegs. Grund für die Sperrung: Die Kitschburger Straße führt mitten durch den Kölner Stadtwald, in dem gerade am Wochenende viele Bürgerinnen und Bürger Erholung suchen. Durch die Sperrung ist es dort deutlich ruhiger geworden. Am „Tag des guten Lebens“ wird in Köln nicht nur eine Straße, sondern es werden gleich mehrere Straßenzü- ge zur autofreien Zone erklärt. In den Jahren 2013 und 2014 fand die Aktion in Ehrenfeld statt, im Mai 2015 im Kölner Stadtteil Sülz. Am „Tag des guten Lebens“ verlagern Bürgerinnen und Bürger ihr Wohnzimmer auf die Straße, Bands machen Musik, die Besucher spielen Fußball, malen zusammen oder trinken Kaffee. Doch es geht nicht nur darum, sich einen schönen Sonntag zu machen. Die Botschaft der Veranstalter ist politisch: Sie fordern, dass die Stadt Köln ihren Bürgerinnen und Bürgern wieder mehr Grünflächen und Plätze zur Verfü- gung stellt, damit sich im öffentlichen Raum soziales Leben und Miteinander entwickeln können. 2.5. Tag des guten Lebens Organisiert wird der Tag vom Netzwerk Agora Köln, ei- nem Zusammenschluss von lokalen Umweltinitiativen, Kulturschaffenden, Unternehmen und wissenschaftli- chen Einrichtungen. Bei der Durchführung helfen enga- gierte Ehrenamtliche aus der Nachbarschaft. Zur Durchführung: Von 10 Uhr morgens bis 21.30 Uhr abends wird das gewählte Areal für den Straßenver- kehr gesperrt. Wer eine Aktion plant, kann sich im Vor- hinein dafür einen Parkplatz reservieren. Autos, die auf den reservierten Parkplätzen stehen, müssen von den Besitzern umgeparkt werden. Wo sich alternative Park- möglichkeiten befinden, bekommen die Anwohner vor dem Event per Wurfzettel mitgeteilt. Mehr Informationen: www.tagdesgutenlebens.de shutterstock/ Grekov‘sSeite 10 von 26 Kapitel 2 | Spielstraßen auf Zeit9 2.7. „Lebensstraße“ – den Sommer über autofrei Die „Leefstraat”, zu deutsch Lebensstraße, im belgi- schen Gent ist eine echte Begegnungsstätte. In Gent können Bürgerinnen und Bürger ihre Straße für bis zu zwei Monate zur autofreien Zone machen. Die Autos werden für diesen Zeitraum in öffentliche Garagen aus- gelagert. Die Anwohnerinnen und Anwohner nutzen die autofreie Fläche. Sie stellen Pflanzenkübel und Sitzbän- ke auf, rollen Kunstrasen aus, schaffen Platz für Fahrrä- der und viel Spielfläche für Kinder direkt vor der Haustür. Eindrücke von der Leefstraat gibt es im YouTube-Video. Hinter der Idee steckt ein Forschungsprojekt des „Lab van Troje”. Das Netzwerk will dazu beitragen, dass sich Gent zur lebenswerten CO2-neutralen Stadt entwickelt. Dazu gehört auch ein Mobilitätskonzept: Die Anwohner teilen ihre Autos und nutzen Lastenräder. Zu den Ergeb- nissen des Projekts haben die Belgier eine Studie veröf- fentlicht, die bisher allerdings nur auf Flämisch vorliegt. Wer ist angesprochen: Kommunen, die mit innovativen Methoden schnell kostengünstigen Spielraum für Kin- der schaffen und alternative Verkehrskonzepte erpro- ben möchten. Mehr Informationen: www.leefstraat.be Der „PARK(ing)Day” schafft keine dauerhaften Aufent- haltsflächen. Er hat aber große Symbolkraft und gibt Bür- gerinnen und Bürgern die Möglichkeit zu zeigen, wie ihr Wohnumfeld aussehen könnte, wenn weniger Platz für Autos und mehr Platz für Menschen da wäre. Denn am „PARK(ing)Day”, der jährlich am 3. Freitag im September international stattfindet, verwandeln Anwohnerinnen und Anwohner Parkplätze in ihrem Wohn- oder Arbeits- umfeld für einen Tag in ihren ganz persönlichen Park. Sie können dort Liegestuhl, Sonnenschirm und ein kleines Schwimmbecken aufbauen oder Kunstrasen ausrollen und Blumenkübel aufstellen oder Sand aufschütten und Kinderspielzeug ausgeben – fertig ist der persönliche Park. Ziel der Aktion ist es, mit Spaß und Kreativität zu zeigen, wie öffentlicher Raum aussehen könnte, wenn er mehr auf Menschen und weniger auf Autos ausgerich- tet wäre. Die Idee stammt von einem Designstudio aus San Francisco, das in der kalifornischen Metropole 2005 den ersten PARK(ing)Day veranstaltete. Inzwischen ist der Tag ein globales Ereignis. Auch in Deutschland wird er jedes Jahr am dritten Freitag im September in zahlrei- chen Städten zelebriert. 2.6. Der „PARK(ing)Day“ – wie aus Parkplätzen Vorgärten werden Voraussetzung: Parkplätze sind Teil des Straßenver- kehrsraums. Daher benötigen Parkplatzumwandler eine Genehmigung vom Ordnungsamt. Die können sie nicht nur am „PARK(ing)Day” im September bekom- men, sondern auch an allen anderen Tagen im Jahr. Je einfacher das Antragsverfahren, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Bürgerinnen und Bürger Parkplätze umwidmen. Hilfreich ist es beispielswei- se, wenn die Antragsformulare als Download auf der Website des Amtes zu finden sind – ähnlich, wie es oft schon für Formulare zur Beantragung von Straßenfes- ten der Fall ist. Wer ist angesprochen? In erster Linie richtet sich der „PARK(ing)Day” an Privatpersonen. Aber auch Kommu- nen können ihre Bürgerinnen und Bürger zu einer ge- meinsamen Aktion aufrufen und einen gemeinsamen „PARK(ing)Day” durchführen. Mehr Informationen: parkingday.orgSeite 11 von 26 Kapitel 3 | Konkret: Spielstraßen auf Zeit einrichten10 3. Konkret: Spielstraßen auf Zeit einrichten Wenn eine Stadt beschließt, für ihre jüngsten Bürge- rinnen und Bürger Spielstraßen auf Zeit einzurichten, muss sie sich zunächst für ein Modell entscheiden. Im „Frankfurter Modell” sind temporäre Spielstraßen re- gelmäßige Veranstaltungen, die von der Stadt für die Bürgerinnen und Bürger organisiert werden. Beispiels- weise den Sommer über jeden Mittwoch von 14 bis 19 Uhr, wie auf dem Heideplatz im Frankfurter Nordend. Im „Griesheimer Modell” beantragen Bürgerinnen und Bürger die Spielstraße auf Zeit selber. Das Bremer Mo- dell ist eine Mischung aus den beiden genannten Mo- dellen. Alle Modelle haben Vor- und Nachteile: Im Griesheimer Modell haben die Anwohner die Mög- lichkeit, den Zeitpunkt und den Ort der temporären Spielstraße mitzubestimmen. So können Eltern bei- spielsweise anlässlich eines Kindergeburtstages eine Straßensperrung beantragen. Durch die wechselnden Standorte der Spielstraßen werden nicht immer die gleichen Straßenabschnitte gesperrt. Das gibt Kindern aus verschiedenen Stadteilen die Möglichkeit, vor der eigenen Haustüre zu spielen. Allerdings müssen die El- tern beim Griesheimer Modell die Initiative ergreifen. Das ist in einem gut organsierten System, wie in der hessischen Kleinstadt, nicht schwer. Hier kümmert sich eine Mitarbeiterin des Sozialamtes um die Absprachen mit dem Ordnungsamt. Dennoch müssen die Eltern die Initiative ergreifen und etwas Zeit für die Organi- sation einplanen: Sie müssen Anrufe tätigen und die Nachbarn benachrichtigen. Das könnte ein Grund dafür sein, warum es trotz bester Voraussetzungen in Gries- heim nur ca. sechs Straßensperrungen pro Jahr gibt. Im Frankfurter Modell wird die Spielstraße auf Zeit zur festen Institution. Da die Stadt die Organisation kom- plett übernimmt, entsteht kein Aufwand für die Eltern. Im Vergleich zu den sechs Anträgen pro Jahr in Gries- heim können die Kinder am Frankfurter Heideplatz wesentlich öfter auf der Straße spielen: 2015 sind es 25 Termine. Zudem erleichtern es die regelmäßigen Termine, Kooperationspartner für die Spielanimation zu finden: In Frankfurt stellt der Abenteuerspielplatz Riederwald e. V. Spielsachen zur Verfügung. Im Bremer Modell schlagen Bewohner Straßen für das Projekt vor und prüfen, ob dort eine Mehrheit das Pro- jekt befürwortet. Der Beirat des jeweiligen Bezirks be- rät und entscheidet. Somit wird das Projekt sowohl von den Bewohnern als auch von der Politik stark gestützt. Steht der Beschluss, wird die Stadt regelmäßig wie oben beschrieben aktiv. shutterstock.com/AjFileSeite 12 von 26 Kapitel 3 | Konkret: Spielstraßen auf Zeit einrichten11 Eine Kommune, die Spielstraßen auf Zeit einfach und unkompliziert ermöglichen möchte, muss zuerst klä- ren, welcher Behörde sie die Zuständigkeit überträgt. Da eine temporäre Spielstraße zu einem Eingriff in den Straßenverkehr führt, bieten sich hier das Ordnungsamt oder das Straßenverkehrsamt an, aber auch das Sozial- amt oder Jugendamt mit seiner Zuständigkeit für Famili- en kann eine koordinierende Funktion übernehmen. Bei der Behörde sollte dann ein Ansprechpartner oder eine Ansprechpartnerin benannt werden. In Städten und Gemeinden gibt es oft Angestellte, die sich um Anträge für Straßenfeste, Schützenumzüge und Co. kümmern. Die Behörde kann die Organisation der temporären Spielstraßen an diese Sachbearbeiter delegieren. Denn die Aufgabe ist ähnlich: In erster Linie organisiert der An- gestellte die Sperrung einer Straße. Auch ein kommuna- ler Mobilitätsmanager, sofern es diesen Posten in einer Kommune gibt, kann die Aufgabe übernehmen. Damit auch Kinder zum Spielen kommen, muss die Stadt die Kleinen und ihre Eltern auch über das neue An- gebot informieren. Auftaktveranstaltungen, bei denen die Spielstraße auf Zeit Premiere feiert, sind eine gute Wahl, um das Interesse von Familien zu wecken. Auf den Veranstaltungen kann die Stadt dann einen Infostand aufbauen. Dort informieren Mitarbeiter die Eltern über das Format: beim Frankfurter Modell über künftige Ter- mine und Orte, beim Griesheimer Modell darüber, wie Eltern temporäre Spielstraßen beantragen können. Die Auftaktveranstaltung sollte die Kommune mit Pres- searbeit begleiteten – um die Veranstaltung im Vorfeld zu bewerben und um im Nachhinein über den Erfolg zu berichten. Die Pressestelle kann eine Berichterstattung mit der Lokalpresse vereinbaren. Eine Musterpressemit- teilung befindet sich im Anhang. Erzieherinnen und Erzieher sowie Grundschullehrerin- nen und -lehrer sind neben Eltern die besten Multipli- katoren, wenn es darum geht, auf Veranstaltungen für Kinder hinzuweisen. Die Stadt kann sie über die Spiel- straßen auf Zeit informieren und darum bitten, die Infor- mation an die Eltern weiterzugeben. Auf der Webseite der Stadt und der zuständigen Be- hörden sollte ein Bereich eingerichtet werden, auf dem Eltern und Kinder Zeiten und Orte der Spielstraßen auf Zeit nachschauen können. Hat sich eine Stadt für das Griesheimer Modell entschieden, kann sie auch eine An- leitung ins Netz einstellen, wie eine Spielstraße auf Zeit beantragt werden kann und die E-Mail-Adressen und Telefonnummern der Ansprechpartner veröffentlichen. 3.1. Interne und externe Kommunikation 3.2. Antragsverfahren leicht gemacht Insbesondere wenn eine Stadt temporäre Spielstraßen nach dem Vorbild der Stadt Griesheim einrichtet, sollte sie ihren Bürgerinnen und Bürgern das Antragsverfah- ren so einfach wie möglich machen: Einen Bereich auf der Internetseite der Stadt bzw der zuständigen Behörde einrichten, auf dem In- formationen zur Beantragung einer temporären Spielstraße und die Kontaktdaten der zuständi- gen Angestellten nachgelesen werden können. Ein Antragsformular erstellen, das die Antragstel- ler herunterladen und am Computer ausfüllen können. Der Antrag kann als Ausdruck per Post oder per E-Mail eingereicht werden. Auch die Anwohner der Spielstraße müssen über die Sperrung informiert und darum gebeten wer- den, ihre Autos anderweitig zu parken. Dafür kann die Stadt Formulare vorbereiten und auf der Webseite zum Download anbieten.Seite 13 von 26 Kapitel 3 | Konkret: Spielstraßen auf Zeit einrichten12 3.3. Der „konventionelle“ Weg zur Straßensperrung Bislang sind Spielstraßen auf Zeit in deutschen Städten eher eine lobenswerte Ausnahme als die Regel. Noch seltener sind Beispiele zu finden, in denen Kommunen das Angebot aktiv wie oben beschrieben fördern und die Verfahren für die Anwohner vereinfachen. Zudem unterscheidet sich das Verfahren von Stadt zu Stadt – sogar innerhalb eines Bundeslandes. Denn jede Kommune kann ihre eigenen Verordnungen er- lassen. Auch die zuständige Behörde ist nicht immer die gleiche: In Düsseldorf, wie auch in vielen anderen Städten, ist das Ordnungsamt der erste Ansprechpart- ner für Bürgerinnen und Bürger. In Bonn wenden sich die Einwohner hingegen zunächst an die Straßenver- kehrsbehörde im Amt für Bürgerdienste. Allerdings kann man nicht jede Straße so einfach für ein kleines Straßenfest sperren lassen. Hauptverkehrs- straßen sind oft von der Möglichkeit ausgenommen oder das Antragsverfahren ist wesentlich komplizier- ter. Zudem kommt es darauf an, was bei der Veranstal- tung genau geplant ist. Für gewerbliche Gastronomie oder den Verkauf von Waren werden häufig zusätzliche Genehmigungen benötigt. Beispiel Düsseldorf Wer beispielsweise ein Straßenfest in Düsseldorf plant, muss die Genehmigung schriftlich beim Ordnungsamt beantragen. Dazu kann ein Antragsformular auf der In- ternetseite von Düsseldorf-Tourismus heruntergeladen werden. Den ausgefüllten Antrag schickt der Antrag- steller per E-Mail an sondernutzung.ordnungsamt@ duesseldorf.de. Dann kommt sie direkt beim zuständi- gen Sachbearbeiter an. In Düsseldorf muss ein Antrag mindestens vier Wochen vor der geplanten Veranstal- tung gestellt werden. Neben dem Antrag verlangt das Ordnungsamt eine Skizze möglicher Aufbauten wie Festzeltgarnituren etc. Die Stadt verlangt eine Verwal- tungs- und eine Bearbeitungsgebühr. Bei Ausschank alkoholischer Getränke zu gewerblichen Zwecken, das heißt mit Gewinnabsicht, benötigen die Veranstalter eine Sondergenehmigung. Bei der Abgabe zum Selbstkostenpreis ist dies nicht nötig. Wird der Antrag vom Amt genehmigt, übernimmt es auch die Koordination mit Polizei und Feuerwehr. Ab- sperrbaken und beispielsweise Halteverbotsschilder, die nach Rücksprache mit dem Ordnungsamt aufge- stellt werden dürfen, müssen die Organisatoren sel- ber mieten und aufstellen. Das Ordnungsamt gibt auf Anfrage Hinweise, wo die Schilder gemietet werden können. Auch die Information der Anwohnerinnen und Anwohner müssen die Organisatoren selbst überneh- men. Dazu verfassen sie ein Informationsschreiben mit Zeit, Ort und Art der Veranstaltung, drucken es aus und stecken es den Nachbarn in die Briefkästen. Auf der Internetseite des Ordnungsamts finden Antrag- steller weitere Infos zum Antragsverfahren und die Te- lefonnummer des zuständigen Angestellten, um offene Fragen zu klären. Beispiel Bonn Wer in Bonn ein Straßenfest plant, kann die Erlaub- nis bei der Straßenverkehrsbehörde beantragen. Um ihren Bürgerinnen und Bürgern dies zu erleichtern, stellt die Stadt Antragsformulare auf ihrer Webseite zum Herunterladen zur Verfügung. Auch die Ansprech- partner, die sich je nach Stadtbezirk unterscheiden, sind mit E-Mail-Adresse und Telefonnummer auf der Seite zu finden. Der Antragsteller kann die Formulare bequem am Computer ausfüllen und dann per Mail an den Ansprechpartner schicken oder bei diesem wei- tere Infos einholen. Auch in Bonn wird eine Bearbei- tungsgebühr erhoben. Eine Besonderheit in Bonn: Wer einen Antrag für ein Straßenfest stellt, braucht auch die Zustimmung der Mehrheit der Nachbarn, um eine Genehmigung zu be- kommen. Das heißt: bei den Anwohnern des Straßen- abschnitts klingeln und Unterschriften sammeln. Die Unterschriftenliste reicht der Organisator gemeinsam mit dem Antrag ein. Die Pflicht die Anwohner, über Ort und Zeit des Straßenfestes zu informieren, die in an- deren Städten besteht, ist damit bereits erfüllt.Seite 14 von 26 Kapitel 3 | Konkret: Spielstraßen auf Zeit einrichten13 Wenn das Straßenverkehrsamt das Straßenfest ge- nehmigt, informiert es Polizei und Ordnungsamt au- tomatisch. Um Baken für die Absperrung der Straße müssen sich die Organisatoren des Festes selbststän- dig kümmern. Die Stadt Bonn erteilt Genehmigungen für Straßenfes- te in der Regel nur für kleinere Straßen ohne Durch- gangsverkehr von Linienbussen. Die Erlaubnis erteilt das Amt bis maximal 22 Uhr. Wer auf dem Straßenfest Essen und Getränke gewerblich verkauft, benötigt eine Sondergenehmigung. Teilnehmer des Straßen- festes, die Speisen und Getränke zum Selbstkosten- preis abgeben, brauchen dafür keine Genehmigung. shutterstock.com/MNStudioSeite 15 von 26 Kapitel 4 | Aufenthalt und Spiel dauerhaft ermöglichen14 4. Konkret: Aufenthalt und Spiel dauerhaft ermöglichen Freiburg schafft langfristig verkehrsberuhigte Zonen Die Stadt Freiburg geht noch einen Schritt weiter als Griesheim, Frankfurt oder Bremen. Um die Kinder- freundlichkeit zu verbessern, hat die Stadt ein Verfah- ren entwickelt, mit dem Anwohner die Umwandlung bestehender Wohnstraßen in verkehrsberuhigte Be- reiche beantragen können. Das Verfahren hat sich für besonders geeignete Straßen bewährt: Bislang hat die Kommune 14 Straßen dauerhaft umgewandelt. Anwohner, die ihre Wohnstraße zum verkehrsberuhig- ten Bereich umwandeln lassen möchten, benötigen dafür die Unterstützung der Nachbarn. Das bedeutet: Unterschriften sammeln. Damit die Stadt eine Prüfung und weiterführende Überplanung der Straße vornimmt, sollten sich mindestens zwei Drittel der Anwohner für eine Umwandlung aussprechen. Auf der städtischen Website stehen für die Anwohnerbefragung Formulare und Unterschriftenlisten bereit. Die ausgefüllten Listen gehen an Jan Maurer vom Garten- und Tiefbauamt, der seit dreizehn Jahren unter anderem für die Umwand- lung von Wohnstraßen in verkehrsberuhigte Bereiche zuständig ist. Gemeinsam mit der Verkehrsbehörde und der Polizei schaut sich Maurer die Gegebenheiten der Straße an: Die maximale Verkehrsdichte sollte hundert Pkws pro Stunde nicht überschreiten, aber auch Topografie, Be- wohnerstruktur und Parksituation werden berücksich- tigt. Dies alles sind Faktoren, die in die Beurteilung einfließen, ob eine Straße wirklich den notwendigen Anforderungen für eine Umwandlung entspricht. Dabei geht es nicht um einzelne Werte oder Zahlen, sondern um das Zusammenspiel der verschiedenen Faktoren: Wenn Kinder in der Straße gemeldet sind, es ausrei- chend Parkraum gibt und die Straße flach, kurz sowie wenig befahren ist, gibt es gute Chancen, die Straße in einen verkehrsberuhigten Bereich umwandeln zu lassen. Liegt die Straße dagegen am Berghang und hat starkes Gefälle, sieht es eher schlecht aus. Denn dann besteht die Gefahr, dass ein Kind einem Ball hinterher aus dem verkehrsberuhigten Bereich auf die Straße läuft oder mit Inlinern zu schnell bergab rollt und nicht recht- zeitig bremsen kann. Die Zustimmung der Anwohner ist für Maurer ein ganz entscheidender Faktor. Die Stadt fragt diese deshalb – auch bei Zwei-Drittel-Mehrheit in der ersten Runde – an- onymisiert noch ein zweites Mal ab, wenn die konkreten Pläne zur Umgestaltung der Straße vorliegen. „Wenn ein Nachbar anfragt, ob man so ein Projekt unterstützt, traut man sich nicht ohne Weiteres zu sagen, dass man kein Kindergeschrei hören möchte oder Angst wegen einer möglichen Verringerung der Parkplätze hat“, sagt Mau- rer. Die anonymisierte Abfrage gewährleistet, dass jeder Bürger dem Garten- und Tiefbauamt seine Meinung un- beeinflusst mitteilen kann. Ist die Entscheidung für den Umbau gefallen, setzt die Stadt die Planung zügig um. Der Eingangsbereich der Straße wird mit Pollern verengt, die wie Torelemente wirken. Querstreifen und Piktogramme auf der Fahrbahn zeigen Autofahrern, dass ein neuer Bereich beginnt, in dem sie mit spielenden Kindern rechnen müssen. Versetzt markierte Parkplätze und Spielbereiche un- „Wenn ein Nachbar anfragt, ob man so ein Projekt un- terstützt, traut man sich nicht ohne Weiteres zu sa- gen, dass man kein Kinder- geschrei hören möchte...“ Jan Maurer, Garten und TiefbauamtSeite 16 von 26 Kapitel 4 | Aufenthalt und Spiel dauerhaft ermöglichen15 terstützen dies zusätzlich. Somit entsteht ein Erschei- nungsbild, das sich von einer „normalen“ Wohnstraße unterscheidet. Diese Umgestaltungen sind nötig, um Autofahrer zu geringem Tempo zu animieren und um rechtliche Vor- schriften einzuhalten: „Nach der Verwaltungsvorschrift zur StVO müssen verkehrsberuhigte Bereiche durch ihre besondere Gestaltung den Eindruck vermitteln, dass die Aufenthaltsfunktion überwiegt und der Fahrzeugverkehr eine untergeordnete Bedeutung hat. Wir erfüllen diese Anforderungen mit kostengünstigen Markierungen und Pollern und durch eine einheitliche Gestaltung der Ein- fahrtsituationen in diese Bereiche“, erklärt der Freibur- ger Verkehrsplaner Jan Maurer. Wenn man eine Straße zu einem verkehrsberuhigten Bereich umwandeln will, müssen dafür laut StVO in der Regel die Bordsteine auf das Niveau der Straße abgesenkt sein (niveaugleicher Ausbau). Das ist aber sehr teuer. Das Regierungspräsidium erklärte sich je- doch bereit, im Rahmen eines Pilotprojektes dieses „Freiburger Modell“ für besonders geeignete Straßen mitzutragen, wodurch auf einen kostenintensiven Ge- samtumbau verzichtet werden konnte. Weitere Infos gobz es auf der Webseite „Mehr Freiraum für Kinder. Ein Gewinn für alle!“ Weitere Infos: www.mehr-freiraum-fuer-kinder.de shutterstock/ Grekov‘sSeite 17 von 26 5. Anhang | Ansprechpartner, Musterschreiben, Links und Publikationen16 5. Anhang: Ansprechpartner, Musterschreiben, Links und Publikationen Stadt Bremen Amt für soziale Dienste Tamara Duffner-Hüls Tel.: 04 21/36 11 97 67 E-Mail: tamara.duffner-huels@afsd.bremen.de Stadt Griesheim Amt für Soziales Corina Beeres Tel.: 0 61 55/70 11 06 E-Mail: sozialamt@griesheim.de Stadt Frankfurt Stadt Frankfurt am Main Straßenverkehrsamt – 36.31 Kerstin Bechtold Tel.: 069/212-4 23 20 E.Mail: kerstin.bechtold@stadt-frankfurt.de Stadt Freiburg Garten- und Tiefbauamt Jan Maurer Tel. 07 61/2 01 46 82 E-Mail: jan.maurer@stadt.freiburg.de 5.2. Musterschreiben 5.1. Die Ansprechpartner in den Beispielstädten Im April 2015 beginnt wieder das Projekt „Spielstraße auf Zeit“, mit dem Kindern für einen Nachmittag ein Stück Straße zum Spielen zur Verfügung gestellt werden soll. In Griesheim wurden bestimmte Straßen als „Spielstraße auf Zeit“ ausgewiesen. Die Anlieger einer so ausgewiesenen Spielstraße können bei der Stadtverwaltung die Sper- rung „ihrer“ Straße bzw. des entsprechenden Straßenabschnittes an einem Nachmittag von Montag bis Freitag in der Zeit von 13.00 Uhr bis 18.00 Uhr beantragen. Nähere Informationen erteilt Frau Beeres bei der Stadtverwaltung Gries- heim (Tel. 701 106), dort kann auch die Anmeldung einer Spielstraße auf Zeit erfolgen. Das Projekt „Spielstraße auf Zeit“ endet im September 2015. Jährliche Presseinformation der Stadt Griesheim zum Projekt „Spielstraße auf Zeit“Seite 18 von 26 5. Anhang | Ansprechpartner, Musterschreiben, Links und Publikationen17 Bitte beachten Sie! Das Projekt „Spielstraße auf Zeit“, das die Stadt Griesheim in den Monaten April bis September kostenlos für Griesheimer Bürger anbietet, soll Kindern die Möglichkeit geben, „ihre Straße“ an einem Nachmittag als Spielraum zu entdecken. Das Angebot „Spielstraße auf Zeit“ kann nur durch die Anlieger beantragt werden. Werbung in der Presse ist nicht zulässig. Die „Spielstraße auf Zeit“ kann an einem Wochentag von Montag bis Freitag in der Zeit von 13.00 Uhr bis 18.00 Uhr durchgeführt werden. Leider können aus verkehrstechnischen Gründen nicht alle Straßen als „Spielstraße auf Zeit“ ausgewiesen werden. Baustellen sind zu berücksichtigen. Mögliche Sperrmüllabfuhren können leider nicht ausgeschlossen werden. Das Ordnungsamt veranlasst die Sperrung der Straße bzw. des Straßenabschnittes durch Mitarbeiter des Bauhofes. Die Schilder für die Straßensperrung sind nach Abschluss der „Spiel- straße“ wegzurücken oder umzudrehen. Bitte überprüfen Sie vor der Veranstaltung nochmals die Straßenschilder! Die Anlieger sollten spätestens eine Woche vor dem Spielstraßen-Termin durch die Veranstalte- rin bzw. den Veranstalter mittels des Informationsblatts „Hier entsteht eine Spielstraße auf Zeit“ über die Straßensperrung informiert werden. Kranken- und Rettungsfahrzeuge müssen natürlich jederzeit durch die „Spielstraße“ fahren kön- nen. Anlieger, die den Spielstraßentermin vergessen haben und unbedingt zu ihrem Anwesen fahren müssen, sollte dies ermöglicht werden. Der Verkauf von Speisen und Getränken auf öffentlichem Raum ist untersagt. Die Straße darf nur mit Kreide bemalt werden. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass die „Spielstraße auf Zeit“ keine städtische Veran- staltung ist und die Stadt keinerlei Haftung übernimmt. Bei Schäden gelten privatrechtliche Regelungen. Infoblatt der Stadt Griesheim zur „Spielstraße auf Zeit“Seite 19 von 26 5. Anhang | Ansprechpartner, Musterschreiben, Links und Publikationen18 Liebe Anwohnerinnen und Anwohner, vielleicht erinnern Sie sich, wie Sie früher auf der Straße gespielt haben. Das ist heute nicht mehr so möglich. Doch wir wollen den Kindern dieses Erlebnis zurückschenken. Am Freitag, 17.07.2015, wird deshalb unsere Straße: auf Zeit zur Spielstraße, und zwar von 13.oo Uhr bis 18.oo Uhr. In dieser Zeit ist die Straße für jeden Autoverkehr gesperrt. Bitte helfen Sie mit, dass in dieser Zeit keine Autos auf der Straße stehen. Natürlich können Kranken- und Rettungsfahrzeuge jederzeit einfahren. Falls Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich an: Familie: Tel.: E-Mail: Musterschreiben der Stadt Griesheim zur Information der Anwohner Hier entsteht eine Spielstraße auf ZeitSeite 20 von 26 5. Anhang | Ansprechpartner, Musterschreiben, Links und Publikationen19 Spielstraße auf Zeit Sehr geehrte Vertreterinnen und Vertreter der Presse, ab dem Tag Monat Jahr beginnt in XY das Projekt „Spielstraße auf Zeit“. Dies bedeutet, dass die Stadt einen Straßenabschnitt sperrt und ihn Kindern für einen Nachmittag oder am Wochenende zum Spielen zur Verfügung stellt. Anlieger einer geeigneten Straße können bei der Stadtverwaltung die Sperrung „ihrer“ Wohnstraße bzw. des entsprechenden Straßenabschnittes an einem Werktag nachmittags in der Zeit von XX:XX Uhr bis XX.XX Uhr oder am Wochenende in der Zeit von XX:XX Uhr bis XX.XX Uhr beantragen. Für den Zeitraum wird die Straße für den Autoverkehr komplett gesperrt. Die Anwohner werden gebeten, ihre Autos anderweitig zu parken. „Mit dem Projekt Spielstraße wollen wir Kindern mehr Platz zum Spielen in der Stadt zur Verfügung stellen. Denn draußen zu spielen ist wichtig für ihre Entwicklung, Gesundheit und Fitness“, sagt Bürgermeisterin Maxine Musterfrau. „Nicht nur Kinder profitieren von der temporären Spielstraße, die Stadt wird auch als Standort für junge Familien interessan- ter“, so Musterfrau weiter. Hauptverkehrsstraßen sind von der Genehmigung ausgeschlossen, da dort das Verkehr- saufkommen und der Parkdruck zu groß sind. Nähere Informationen erhalten sie von Herr/Frau XY bei der zuständigen Behörde der Stadt XY, Tel.:12 34/56 78 90; E-Mail: x.y@stadtxy.de. Dort kann auch die Anmeldung einer Spielstraße auf Zeit erfolgen. Das Projekt „Spielstraße auf Zeit“ endet Tag Monat Jahr. Muster-Pressemitteilung für Ihre KommuneSeite 21 von 26 20 5. Anhang | Ansprechpartner, Musterschreiben, Links und Publikationen 5.3. Links Kampagnen-Website und Link zur Kampagnenbroschüre: www.mehr-freiraum-fuer-kinder.de www.mehr-freiraum-fuer-kinder.de/service Link zum Beispiel Frankfurt: www.frankfurt.de/sixcms/detail.php?id=1518135&_ffmpar[_id_inhalt]=4472320 Link zum Beispiel Bremen: www.spiellandschaft-bremen.de/aktuelles/c1095/l22/u223.htm Links zu Beispielen aus Köln: www.tagdesgutenlebens.de www.agorakoeln.de Link zur Aktion „PARK(ing) Day”: parkingday.org Link zum Beispiel Leefstraat: www.youtube.com/watch?v=Kw8qIRxI4QQ www.leefstraat.be Links zum Beispiel Düsseldorf: www.duesseldorf-tourismus.de/nc/service-fuer-veranstalter www.duesseldorf.de/ordnungsamt/gewerbe/sondernutz.shtml Link zum Beispiel Bonn: http://www.bonn.de/rat_verwaltung_buergerdienste/buergerdienste_online/buergerservice_a_z/ 00404/index.html?lang=de Link zum Beispiel Freiburg: www.freiburg.de/pb/,Lde/231712.html Link zum Bündnis „Recht auf Spiel“: www.recht-auf-spiel.deSeite 22 von 26 5. Anhang | Ansprechpartner, Musterschreiben, Links und Publikationen21 5.4. Publikationen Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und Umweltbundesamt (Hrsg., 2013): Umweltbewusstsein in Deutschland 2012. www.umweltbundesamt.de/publikationen/umweltbewusstsein-in-deutschland-2012 Erika Brodbeck, SpielLandschaftStadt e.V (Hrsg., 2007): SpielRäume schaffen. Praktischer Leitfaden zur Schaffung von Spielräumen. www.spiellandschaft-bremen.de/download/c1095/Jubil%C3%A4umsBrosch%C3%BCre2007.pdf Deutsches Kinderhilfswerk e. V. (Hrsg.): Umfrage: Unsere Straße ist zum Spielen da! www.recht-auf-spiel.de/images/Umfrage_Auswertung.pdf Deutsches Kinderhilfswerk e. V. (Hrsg.): Leitfaden für die Organisation von Stadtteil- und Nachbarschaftsfesten. www.recht-auf-spiel.de/images/downloads/Handreichung_für_Feste-Version_2012__2_.pdf Impressum Herausgeber: Arbeitskreis Verkehrssicherheit beim Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (MBWSV NRW) Ansprechpartner im MBWSV NRW: Ulrich Malburg Texte: Doris Bäumer Zukunftsnetz Mobilität NRW, Mareike Jansen Zukunfts- netz Mobilität NRW, Annegret Neumann Deutscher Kinderschutzbund LV NRW e.V. Redaktion: Benjamin Kühne, Regine Gwinner, Elke Hoffmann Agentur tippingpoints GmbH Gestaltung: neues handeln GmbH, Köln Druck: gedruckt auf 100 % Recyclingpapier, ausgezeichnet mit dem Blauen Umweltengel Stand: August 2015 Internet: www.mehr-freiraum-fuer-kinder.de Die Verantwortung für den Inhalt dieser Publikation liegt bei den Autorinnen. Für die Anwendung und Umsetzung der Angebote vor Ort tragen – da es dabei stets auf die konkrete Situation vor Ort ankommt – weder die Verfasserinnen noch der AK Verkehrssicherheit eine irgendwie geartete Verantwortung.Seite 23 von 26 22 NotizenSeite 24 von 26 23Seite 25 von 26 Kontakt Die Kampagne „Mehr Freiraum für Kinder. Ein Gewinn für alle!“ ist eine Initiative des Arbeitskreises Verkehrssicher- heit beim Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwick- lung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen. Ulrich Malburg Tel.: 0211 / 38 43-32 46 E-Mail: ulrich.malburg@mbwsv.nrw.de Die Mitglieder des Arbeitskreises Verkehrssicherheit sind: ADAC Nordrhein e. V., ADFC NRW, Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte in NRW e. V., Deutscher Kinderschutzbund e. V., Deutsches Kinderhilfswerk e. V., Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe, Hochschule Niederrhein – Fachbereich Wirtschaftsingenieurwesen, Landesverkehrswacht NRW e. V., Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport NRW, Ministerium für Inneres und Kommunales NRW, Mi- nisterium für Schule und Weiterbildung NRW, Zukunftsnetz Mobilität NRW, Städte- und Gemeindebund NRW, TÜV Rheinland Group, Unfallkasse NRW, Verkehrsclub Deutschland LV NRW e. V., Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, Ver- kehrsverbund Rhein-Sieg GmbH (VRS), Vorschulparlamente NRW Die Kampagne wird koordiniert vom Zukunftsnetz Mobilität NRW Ansprechpartnerinnen: Doris Bäumer Koordinierungsstelle Rhein-Ruhr beim Verkehrsverbund Rhein-Ruhr Tel.: 0209/ 1584-347 E-Mail: baeumer@vrr.de Mareike Jansen Koordinierungsstelle Rheinland beim Verkehrsverbund Rhein-Sieg Tel.: 0221 / 20 808-737 E-Mail: mareike.jansen@vrsinfo.de Mehr Informationen zur Kampagne: www.mehr-freiraum-fuer-kinder.de Titelbild: shutterstock.com/Dasha PetrenkoSeite 26 von 26
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 20:32 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de