220077-03 AA · Änderungsantrag
Klimaanpassung Bad Godesberg – Hochwasser-Entlastung am Godesberger Bach Antrag zur Vorlage 220077
Kerndaten
- Nummer
- 220077-03 AA
- Art
- Änderungsantrag
- Veröffentlicht
- 01.02.2022
- Letzte Änderung
- 15.09.2026
Beratungsfolge
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Änderungsantrag öffentlich 220077-03 AA Antragsteller/in: Wolfgang Heedt 01.02.2022 gez. Jansen Klimaanpassung Bad Godesberg – Hochwasser- Entlastung am Godesberger Bach Antrag zur Vorlage 220077 Beratungsfolge Bezirksvertretung Bad Godesberg 02.02.2022 Anregung Inhalt des Änderungsantrags Losgelöst von DS 220077 prüft die Verwaltung vorrangig den bereits am 31.08.2021 gefassten Beschluss der Bezirksvertretung Bad Godesberg, DS 211274, zu Rückhaltesystemen im Marienforster Tal zum Schutz Bad Godesbergs vor Sturzfluten des Godesberger Bachs und legt hierfür einen Zeit- und Kostenplan vor. Dabei stimmt sich die Bundesstadt Bonn eng mit der Gemeinde Wachtberg ab und beide Gebietskörperschaften untersuchen auch die gemeinsame Realisierung von Rückhaltesystemen zum Schutze Bad Godesbergs auf Wachtberger Gebiet. Sollten sich Rückhaltesysteme im Marienforster Tal als erfolgversprechender Ansatz erweisen, dann werden unverzüglich Umsetzungsplanungen begonnen und die Finanzierung gesichert. Alle weiteren Vorschläge aus DS 220077 werden vor Beginn von Prüfungen durch ein noch zu berufendes Expertengremium in einer Matrix aus Volumenbeitrag zur Entwässerung einerseits und Realisierungsgeschwindigkeit andererseits priorisiert und in dieser Reihenfolge abgearbeitet. Maßnahmen aus DS 220077, die in den Planungsbereich des ISEK Bad Godesberg eingreifen und dessen Umsetzung verzögern könnten, werden von der Prüfung ausgeschlossen. Zum Schutz des alten Baumbestands im Kurpark von Bad Godesberg, dessen Fortsetzung Richtung Ria-Maternus-Platz und im Verlauf der in DS 220077 vorgeschlagenen Trassenführungen durch das Villenviertel ist zuvor gutachterlich kategorisch auszuschließen, dass es zu Schädigungen oder gar Fällungen von Bäumen in Folge von in der DS 220077 vorgeschlagenen Tiefbaumaßnahmen kommt. BegründungSeite 1 von 3 Seite 2 Die auf dem Schadensereignis vom 14. Juni 2021 an Ahr und Erft im Antrag 220077 begründete Dringlichkeit wird durch die Komplexität der zu prüfenden Sachverhalte konterkariert. Grundsätzlich werden jedoch alle Prüfungen begrüsst. Des Weiteren drohen durch die Überscheidung der Plangebiete des ISEK Bad Godesberg und des Antrags 220077 langjährige Verzögerungen beim so dringend für die Innenstadterneuerung Bad Godesbergs und bereits planerisch weit fortgeschrittenen städtebaulichen Entwicklungskonzept. Ja, es besteht förmlich die Gefahr, dass dieses von den Bad Godesbergern herbeigesehnte Projekt durch den Antrag der Koalition förmlich „zu Tode“ geprüft wird. Der Beschluss zu Drucksache 211274 zur Prüfung von Rückhaltesystemen im Marienforster Tal hatte seit dem Schadensereignis vom Sommer 2016 bereits einen Vorlauf von 5 (!) Jahren gebraucht, in denen in der Bezirksvertretung wiederkehrend gefordert wurde, diese Option zu untersuchen. Dies war jedoch von der Verwaltung immer wieder mit dem Hinweis auf durch die Bezirksregierung auf der Basis der Sturzflut von 2016 neu zu erstellende Hochwassergefahrenkarten vertagt worden. Im Gegensatz zu der in DS 220077 durch Leitungsnetze, Straßentunnel, U- Bahn-Tunnel, Eisenbahntrasse sowie Bachlaufverlegungen aufgeworfenen Komplexität von Eingriffen in die bebaute Stadtlandschaft weist die Errichtung von Rückhaltesystemen im Marienforster Tal eine höhere Plausibilität auf schnelle Umsetzung auf. Der mehrmonatige Zeitvorteil aus dem Beschluss zu DS 211274 darf durch den Antrag der Koalition nicht aufs Spiel gesetzt, sondern muss mit Hochdruck zu Ende geführt werden. Des Weiteren ist den sehr umfangreichen von der Koalition beauftragten Prüfungen immanent, dass es durch die Komplexität der vorgeschlagenen Eingriffe in das Stadtgebiet, aber auch durch die daran zwangsläufig anschließenden langwierigen Beratungen in Bezirksvertretung, Ausschüssen und Rat sowie durch die ebenfalls zu erwartende Komplexität der Planung und Umsetzung zu einem erneuten mehrjährigen Zeitverlust kommt. Hierdurch vergehen abermals Jahre, in denen die Bad Godesberger Innenstadt weiterhin schutzlos Überschwemmungen durch den Godesberger Bach ausgesetzt ist. Und selbst wenn Teile des Antrags der Koalition Chance auf Machbarkeit und Finanzierbarkeit hätten, könnten bereits vorher im Marienforster Tal errichtete Rückhaltesysteme ihren Nutzen zum Schutz der Innenstadt und der Baustellen entfalten. Durch Überschneidung des Plangebietes aus DS 220077 und dem Plangebiet des städtebaulichen Erneuerungskonzepts für Bad Godesberg setzt die Koalition dessen zeitnahe Umsetzung ohne Not aufs Spiel. Das ISEK duldet jedoch keine weitere Verzögerung bzw. Verschleppung. Darüber hinaus würde eine Umsetzung der Bachverlegungspläne der Koalition Bad Godesberg über viele Jahre zu einer Dauerbaustelle mit entsprechendem Maschineneinsatz, Schwerlastverkehr sowie Lärm- und Schadstoffemissionen machen. An diesem Punkt muss die Sinnhaftigkeit dieser Maßnahmen bezweifelt werden. Daher soll die Verwaltung alle in DS 220077 neu vorgeschlagenen MaßnahmenSeite 2 von 3 Seite 3 zunächst in einer groben Abschätzung durch Fachleute, wie z.B. der Stadtentwässerungsbetriebe Köln, nach Volumenbeitrag zu Entwässerung und Realisierungsgeschwindigkeit einstufen lassen und in dieser Reihenfolge abarbeiten. Des Weiteren ist vor Prüfung der technischen Machbarkeit der Durchquerung des Kurparks und über die gesamten zusätzlichen angedachten Bachverlaufstrassen gutachterlich zu klären, dass dies tiefbautechnisch so durchführbar ist, dass keinerlei Schädigungen des wertvollen Baumbestandes drohen und Fällungen grundsätzlich ausgeschlossen werden können. Anlage/n KeineSeite 3 von 3
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 10:47 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de