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220052-02 ST · Stellungnahme der Verwaltung

Ergänzende Stellungnahme - Anlegen von Radfahrstreifen, Protected Bike Lanes und Umweltspuren auf der Ost-West-Achse von Altem Friedhof bis zum Bertha-von-Suttner-Platz

Nummer
220052-02 ST
Art
Stellungnahme der Verwaltung
Veröffentlicht
16.03.2022
Letzte Änderung
15.09.2026
  1. Sitzung des Rates 17.03.2022 Kenntnisnahme
  1. Sammeldokument öffentlich pdf · 122 KB Öffnen ↗

Übergeordnet

  1. 220052 Anlegen von Radfahrstreifen, Protected Bike Lanes und Umweltspuren auf der Ost-West-Achse von Altem Friedhof bis zum Bertha-von-Suttner-Platz

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Stellungnahme der Verwaltung
öffentlich
220052-02 ST
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
61 Stadtplanungsamt
Dezernat:
Dez. III
Ergänzende Stellungnahme - Anlegen von
Radfahrstreifen, Protected Bike Lanes und
Umweltspuren auf der Ost-West-Achse von Altem
Friedhof bis zum Bertha-von-Suttner-Platz
Beratungsfolge
Rat 17.03.2022 Kenntnisnahme
Inhalt der Stellungnahme:
Fragen aus dem MoVe 16.02.2022 zu TOP 6.2 –
Radfahrstreifen/Umweltspur/Protected Bike-Lanes Ost-West-Achse
Können die Linksabbiegerspuren (in die Bornheimer Straße und in die
Maxstraße) in geringer Breite geplant/ausgeführt werden?
Ja, die Linksabbiegespuren können in geringerer Breite ausgeführt werden. Die
im Plan dargestellte Breite ergab sich aus einem früheren Planstand in dem
noch Radfahrstreifen in Mittellage vorhanden waren. Es reicht aus, wenn die
Linksabbieger ca. 3,00 m breit sind. Die restliche Fläche kann der Radspur
zugeschlagen werden.
Bei der Prüfung nach Punkt 3 sollte ein Entfallen der Linksabbiegerspur
in die Maxstraße einbezogen werden, da die Radspur in diesem Bereich
zu schmal ist und Rückstau an diesem Linksabbieger den
Geradeausverkehr Richtung Brücke beeinträchtigt. Zudem steht bereits
an der Kreuzung Wilhelmstraße ein U-Turn zu Verfügung.
(Umdrehung Einbahnregelung Franzstraße/Weiherstraße/Maxstraße)
Ein möglicher Entfall der Linksabbiegespur in die Maxstraße/Elisabeth-Selbert-
Platz wird durch die Verwaltung in Zusammenhang mit den Planungen zum
Gleisausbau Landgericht/Oxfordstraße (Stadtbahnkonzept 2023) geprüft. Die
Verwaltung gibt hierzu vorab schon einmal den Hinweis, dass bei Entfall des
Linksabbiegers die Stadthausgarage nur noch über die Nordstadt oder einen U-
Turn an der Wilhelmstraße erreichbar wäre. Dieser U-Turn an der
Wilhelmstraße erfolgt über die Linksabbiegespur und hat gleichzeitig Grün mit
nach rechts ausfahrenden Fahrzeugen aus der Wilhelmstraße. Es könnte an
dieser Stelle bei vermehrtem Wenden möglicherweise zu Rückstaus über den
Schienenkörper hinweg kommen. Zudem wurde bisher noch nicht geprüft, ob
größere Fahrzeuge dort dann auch wenden könnten.Seite 1 von 4
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Verschmälerung Linksabbieger Alter Friedhof/Bornheimer Straße auf
3,25m (von bisher 4,21m) prüfen. Könnte damit die Radspur Alter
Friedhof/Richtung Berliner Platz im Bereich der durchgezogenen Linie vor
der LSA durch ein Klebebord baulich abgetrennt werden unter Erhalt der
notwendigen Breite für (Feuerwehr-/Notarzt-)Einsatzfahrzeuge?
Eine Verschmälerung der Linksabbiegespur vom Alten Friedhof auf die
Bornheimer Straße auf ca. 3,00 m ist ebenfalls möglich. Der Einsatz eines
schmalen Abtrennelementes ermöglicht eine Protected Bike Lane die auch
durch Feuerwehreinsatzfahrzeuge mit benutzbar ist.
Ist der Linksabbieger/U-Turn am Berliner Platz (an der Ausfahrt der
Franzstraße) im Hinblick auf den neuen Kreisverkehr Alter
Friedhof/Thomastraße noch erforderlich?
Aktuell können hierüber keine gesicherten Aussagen getroffen werden, da dies
eingehender geprüft werden müsste. Vor allem im Hinblick auf die zukünftige
Verkehrsbelastung der Straße Am Alten Friedhof und des Kreisels, wenn die
Bornheimer Straße verkehrsberuhigt und die Rampe in Betrieb genommen ist.
Auf Anhieb scheint es hier außerdem lediglich einen Flächengewinn auf einem
sehr kurzen Teilstück des Berliner Platzes zu geben. Da der komplette
Einmündungsbereich der Bornheimer Straße in Kürze umgebaut werden soll,
wäre dies auch als Vorabmaßnahme mit einem finanziell hohen Aufwand
verbunden, da die Lichtsignalanlage für diese kurze Zeit noch einmal komplett
angepasst werden müsste.
Einheitliche Planung/Gesamtbetrachtung einschließlich Bertha-von-
Suttner-Platz/Berliner Freiheit bis Kennedybrücke.
Die Verwaltung sieht den Bereich ebenfalls als ein Projekt an und arbeitet
deswegen bereits an der Umgestaltung des Bertha-von-Suttner-Platzes. Es
wird hier hoher Handlungsbedarf gesehen, da die heutige Situation für Rad-,
Auto- und Busfahrende nicht zufriedenstellend ist. Gerade Radfahrende haben
in Befragungen in der Vergangenheit immer wieder deutlich gemacht, wie
unsicher sie sich auf diesem Abschnitt fühlen und den Bereich deswegen oft
komplett gemieden.
Die Oxfordstraße soll nun zuerst beschlossen und umgesetzt werden, da im
Juli 2022 die Sanierung der Fahrbahndecke der Oxfordstraße vorgesehen ist
(inklusive lange im Voraus geplanter Sperrpausen der Stadt- und
Straßenbahnen). Da die Umplanung der Verkehrsführung über den Bertha-von-
Suttner-Platz komplexer ist und etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen wird, wird
hierzu gesondert eine Vorlage erarbeitet und soll demnächst zur Beratung und
Beschlussfassung vorgelegt werden.
Ausfahrt Bornheimer Straße zum Berliner Platz – Lösung suchen gegen
das Zustellen des Kreuzungs-/ Einmündungsbereichs bei Stau.
Mit der kurzfristig vorgesehenen Umgestaltung der Bornheimer Straße und vorSeite 2 von 4
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allem dem Bau der Rampe zur Viktoriabrücke wird sich das
Verkehrsaufkommen in der Bornheimer Staße deutlich reduzieren, sodass
zumindest aus diesem Bereich nicht mehr so viele Fahrzeuge in den
Kreuzungsbereich einfahren werden. Ansonsten ist die Verwaltung hierbei auf
die Unterstützung durch die Polizei angewiesen da es sich um regelwidriges
Verhalten im Straßenverkehr handelt.
Rechtsabbieger in die Bornheimer Straße ist unverzichtbar, da dort vier
Buslinien geführt werden.
Die Buslinien werden auch nach der Umgestaltung des Knotenpunktes noch
problemlos in die Bornheimer Straße abbiegen können. Bis dahin soll die
Rechtsabbiegespur erhalten bleiben.
Kann die gesamte Radspur durchgängig rot markiert werden,
insbesondere am Berliner Platz Richtung Bornheimer Straße (Führung der
Radspur von Seitenlage in Mittellage)? Grundsätzliche Rotmarkierung des
Rad-/Umweltspur prüfen.
Grundsätzlich sollte der Einsatz vollflächiger Roteinfärbungen Gefahrenstellen
vorbehalten sein. Die Umweltspuren können zudem nicht mit Farbe oder einer
Beschichtung aus Kaltplastik durchgängig rot eingefärbt werden, da ein solcher
Farbbelag den ständigen Belastungen durch die schweren Linienbusse nicht
lange standhält. Die Verwendung rot eingefärbten Asphalts wäre eine Option,
wäre aber mit deutlich höheren Kosten verbunden.
Bordsteinversetzung/Wegnahme Poller an der Oxfordstraße - Inwieweit
kann hierdurch eine Gefährdungssituation für Fußgänger*innen entstehen
(Sog durch vorbeifahrende Busse)?
Die Poller, die heute auf dem Gehweg stehen, stehen dort nicht um Abstand
zur Fahrbahn zu schaffen, sondern dienen lediglich dem Verhindern von
Falschparken. Vorbeifahrende Busse (mit max. Tempo 50) entwickeln keine
relevante Sogwirkung. Ein Gehweg mit 2,00 m Breite unterschreitet zwar das
angestrebte Maß von 2,50 m, allerdings ist dies eine Konstellation, die es so an
vielen anderen Stellen in der Stadt gibt und bei denen keine Poller verwendet
wurden.
Kasernenstraße (Einmündung) – 3 Stellplätze auflösen/verlegen – um
auch hier durchgängige Radroute zur Stiftgasse zu schaffen.
Die restlichen drei Kfz-Stellplätze an der Einmündung der Kasernenstraße
können entfallen (insgesamt also sechs entfallende Parkplätze).Seite 3 von 4
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Anlage/n
KeineSeite 4 von 4

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Datenstand: 03.11.2026, 10:52 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de