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210791-01 AA · Änderungsantrag

ISEK Innenstadt Bad Godesberg - Vorbereitung eines Antrags auf Städtebaufördermittel 2022-2025 hier: Vorschlagsliste der Projekte zur Planung und Umsetzung Antrag zur Vorlage 210791

Nummer
210791-01 AA
Art
Änderungsantrag
Veröffentlicht
16.06.2021
Letzte Änderung
15.09.2026
  1. Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg 16.06.2021 Empfehlung
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Übergeordnet

  1. 210791 ISEK Innenstadt Bad Godesberg - Vorbereitung eines Antrags auf Städtebaufördermittel 2022-2025 hier: Vorschlagsliste der Projekte zur Planung und Umsetzung

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Änderungsantrag
öffentlich
210791-01 AA
Antragsteller/in:
SPD Bezirksfraktion Bad Godesberg
Dr. Uli Barth
16.06.2021 gez. Jansen
ISEK Innenstadt Bad Godesberg - Vorbereitung
eines Antrags auf Städtebaufördermittel 2022-2025
hier: Vorschlagsliste der Projekte zur Planung und
Umsetzung
Antrag zur Vorlage 210791
Beratungsfolge
Bezirksvertretung Bad Godesberg 16.06.2021 Empfehlung
Inhalt des Änderungsantrags
1. Die Verwaltung wird beauftragt, die Förderfähigkeit eines zusätzlichen
Konzeptbausteins „Städtebauliche Nutzungsperspektive für die Bad
Godesberger Innenstadt“ zu prüfen.
2. Sollte die Förderfähigkeit bestehen, wird die als Anlage zur Drucksache
beigefügte Projektliste entsprechend ergänzt mit dem Ziel, diesen
Baustein im Jahr 2023 zu realisieren.
3. Der städtische Eigenanteil wird in diesem Fall entsprechend angepasst.
Begründung
Der Ergebnisbericht zum Leitbildprozess konstatiert auf S. 113, die
Innenstadt von Bad Godesberg wirke aufgrund ihrer heterogenen
Bebauung mit Gebäuden unterschiedlicher Baualtersklassen weder
historisch noch modern, sie biete kein stimmiges Erscheinungsbild. Um
diesem Zustand abzuhelfen, schlägt der Ergebnisbericht als Projekt A1
einen Masterplan Bad Godesberger Innenstadt vor, der als
übergeordnete Masterplanung die planerische Grundlage für die
Beseitigung der gestalterischen, städtebaulichen und funktionalen
Mängel des öffentlichen Raums schaffen soll (S. 114).
Die Maßnahme A1 wird hinsichtlich der öffentlichen Wege, Plätze und
Parks im Rahmen des laufenden Wettbewerbsverfahrens bereits
umgesetzt. Für die Defizite der Gebäudestruktur ist jedoch bislang keine
vergleichbare Lösung vorgesehen. Durch das geplante Höfe- undSeite 1 von 3
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Fassadenprogramm (Maßnahme E1) können allenfalls gestalterische,
nicht jedoch städtebauliche und funktionale Mängel der Randbebauung
verbessert werden.
Dem soll der hier beantragte Konzeptbaustein „Städtebauliche
Nutzungsperspektive für die Bad Godesberger Innenstadt“ abhelfen, der
eine ähnliche Funktion wie der Rahmenplan Bundesviertel erfüllen soll.
In dieser Nutzungsperspektive sollen Bereiche der Bad Godesberger
Innenstadt identifiziert werden, in denen die vorhandene
Gebäudestruktur besonders gravierende gestalterische, städtebauliche
und funktionale Mängel aufweist und die aus städtebaulicher Sicht zur
Verdichtung geeignet wären. Dabei ist sicherzustellen, dass gleichzeitig
qualitätsvoller Freiraum entsteht.
Mit Hilfe dieser Nutzungsperspektive sollen die Voraussetzungen für
eine planvolle Weiterentwicklung der Gebäudestruktur der Bad
Godesberger Innenstadt geschaffen werden, die in der Zukunft durch die
Anwendung unterschiedlicher städtebaulicher Instrumente umgesetzt
werden kann. Dies soll zum einen dadurch erreicht werden, dass durch
die Zulassung größerer Baumassen wirtschaftliche Anreize für die
Eigentümer gesetzt werden, ihre vorhandenen Gebäude – insbesondere,
wenn diese sanierungsbedürftig werden, was bei einem großen Teil der
Gebäude aus den 60er- bis 70er-Jahren in absehbarer Zeit zu erwarten
ist – zu ersetzen. Zum anderen ist ein Katalog zu entwickeln, wie durch
weiche Maßnahmen (z.B. Ansprache Eigentümer, Machbarkeitsstudien
o.ä.) Anreize geschaffen werden können, um die vorhandene Bebauung
in problematischen Bereichen durch neue, attraktivere Gebäude zu
ersetzen. Dies soll dazu beitragen, die planerischen Fehler der
Altstadtsanierung behutsam und über die Jahre hinweg zu verbessern.
Eine sichtbare Korrektur der Defizite der Altstadtsanierung ist jedoch
kaum vorstellbar, ohne auch die Gebäudestruktur in den Blick zu
nehmen. Hierfür können in diesem Kontext auch exemplarisch konkrete
Planungen erarbeitet werden.
Die beantragte Nutzungsperspektive kann zugleich einen Beitrag leisten,
um zusätzlichen Wohnraum in der Innenstadt zu schaffen. Gerade an
Stellen, wo größere Gebäude entstehen können, eröffnet sich die Option
auf zusätzliche Wohnbebauung in den oberen Stockwerken. Beispiele
dafür sind das Postareal mit der Randbebauung des Hubertinumshofs
sowie der Michaelshof und das gegenüberliegende Markusstift. Dadurch
können sowohl ein Beitrag zur Linderung der akuten Wohnungsnot als
auch zur Belebung der Bad Godesberger Innenstadt in den
Abendstunden geleistet werden.
Zugleich kann mit Hilfe der Nutzungsperspektive der Strukturwandel des
Einzelhandels unterstützt werden. Die Bad Godesberger Innenstadt
verfügt nach einer verbreiteten Ansicht über zu große
Einzelhandelsflächen. Durch die Nutzungsperspektive können dabei die
Voraussetzungen geschaffen werden, um Einzelhandelsflächen inSeite 2 von 3
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Randbereichen zu beschneiden und durch Büronutzungen oder
Wohnungen zu ersetzen. Zudem können auch Gebäude vorgesehen
werden, die für hybride Absatzmodelle geeignet sind, indem sie – neben
den traditionellen (Offline-)Ladenlokalen – auch die nötigen
Logistikflächen und die Verkehrsanbindung für Online-Absatz aufweisen.
Die Nutzungsperspektive für die Bad Godesberger Innenstadt soll sich in
den Förderantrag einfügen; daher soll dieser zusätzliche Konzeptbaustein nur
in den Antrag aufgenommen werden, wenn die Förderfähigkeit gesichert ist.
Vor diesem Hintergrund erhält die Verwaltung nur den Auftrag, den
zusätzlichen Konzeptbaustein zu prüfen und wird zugleich ermächtigt, den
Förderantrag bei Vorliegen der Fördervoraussetzungen entsprechend zu
ergänzen.
Aus Sicht der SPD-Fraktion erscheint aber gerade dieser Konzeptbaustein
städtebaulich besonders bedeutsam, sodass gute Chancen für die
Förderfähigkeit bestehen dürften. Denn die Nutzungsperspektive soll einen
Beitrag leisten, die städtebaulichen Folgen einer öffentlich viel beachteten,
missglückten Flächensanierung aus den 60er- bis 80er-Jahren zu korrigieren.
Anlage/n
KeineSeite 3 von 3

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