210006-01 ST · Stellungnahme der Verwaltung
Einsatz von Gummiprofilen für Straßenbahnschienen
Kerndaten
- Nummer
- 210006-01 ST
- Art
- Stellungnahme der Verwaltung
- Veröffentlicht
- 03.03.2021
- Letzte Änderung
- 19.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Bonn Kenntnisnahme
- Sitzung des Ausschusses für Mobilität und Verkehr Kenntnisnahme
Dateien
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Stellungnahme der Verwaltung öffentlich 210006-01 ST Die Oberbürgermeisterin Federführung: 66 Tiefbauamt Dezernat: Dez. III Einsatz von Gummiprofilen für Straßenbahnschienen Beratungsfolge Bezirksvertretung Bonn 13.04.2021 Kenntnisnahme Inhalt der Stellungnahme: In Abstimmung mit den Stadtwerken kann Folgendes mitgeteilt werden: zu Punkt 1: Im Streckennetz der SWBV / SSB werden im innerstädtischen Bereich bei straßenbündigen Bahnkörpern im Standard Rillenschienen verbaut. Bei dieser Schienenart wird durch eine seitliche Nut am Schienenkopf ein Spalt zum anschließenden Oberflächenbelag ausgebildet, der den Spurkranz der Bahnräder aufnimmt und für die seitliche Führung sorgt. Die Größe (Breite und Tiefe) der Nut ist unter Beachtung der Maßgaben der Spurführung möglichst klein ausgebildet, um die Befahrbarkeit für die übrigen Verkehrsteilnehmer nicht unnötig zu erschweren. Entsprechende Systeme, welche einen dauerhaften und technisch funktionalen Lückenschluss unter den ständigen Veränderungen, Zusammenspiel von Rad / Schiene, gewährleisten, sind für diesen Schienentyp nicht verfügbar bzw. haben sich auf dem Markt nicht durchsetzen können. Die am Markt verfügbaren Systeme zum Radfahrschutz setzen den Einsatz der klassischen Vignolschiene voraus. Um den Spalt zwischen Schiene und anschließendem Oberflächenbelag zu gewährleisten, werden entweder zusätzliche seitliche Beischienen montiert, oder ein Kammersystem aus Betonformsteinen eingesetzt. Ziel dieser Maßnahmen ist die Ausbildung eines vertieften Spaltes zwischen Schiene und Belag, welcher folgend mit einem elastischen Gummiprofil verschlossen wird. Die Schaffung eines Spaltes mit entsprechender Tiefe ist erforderlich, um die elastische Einfederung eines Gummiprofils zu ermöglichen. Das Profil weist dabei eine ausreichende Steifigkeit auf, um bei Befahrung mit Fahrrädern in Position zu bleiben und dabei eine weitgehend ebene Oberfläche zu ergeben. Durch das Gewicht der Bahn ist der Spurkranz jedoch in der Lage das Profil elastisch zu verformen, so dass die notwendige Spurführung gegeben ist. Mit Blick auf das Streckennetz der SWBV / SSB würde der Einsatz der zuvor beschriebenen Systeme die vollständige Erneuerung des gesamten Fahrbahnsystems einschließlich des Unterbaus auf allen straßenbündigen Gleisabschnitten, auf denen Rad- und Straßenbahn sich den Verkehrsweg teilen, bedingen. Die bauliche Umsetzung würde auf Grund der InkompatibilitätSeite 1 von 2 Seite 2 zum Bestandssystem einen immensen Aufwand bedeuten sowie immense Kosten verursachen. Darüber hinaus gilt es festzustellen, dass die am Markt verfügbaren Systeme bis dato nicht hinreichend erprobt sind und daher eine entsprechende und notwendige Dauerhaftigkeit der Systeme nicht nachweisbar ist. Bezugnehmend auf die Fragestellung der Anfrage gilt es daher festzuhalten, dass eine Möglichkeit der Füllung der Rillenschienen mit Gummiprofilen, sei es auf gerader Strecke oder im Kreuzungsbereich, nicht gegeben ist. zu Punkt 2: Folgende Unfallhäufungsstellen / Unfallhäufungslinien wurden von der Polizei mit der Problematik gemeldet, dass dort Fahrradfahrer in Schienen stürzten. - Kölnstraße / Kaiser-Karl-Ring - Kölnstraße / Adolfstraße bis Rosental - Thomas-Mann-Straße - Poppelsdorfer Allee / Prinz-Albert-Straße - Friedrich-Breuer-Straße - Am Hauptbahnhof - Wilhelmstraße - Hausdorffstraße / Bergstraße bis Pleimesstraße zu Punkt 3: Die Verwaltung der Bundesstadt Bonn wie auch die SWB Bus und Bahn nehmen die hier angefragte Thematik sehr ernst und versuchen grundsätzlich technische Verbesserungen zu erzielen, sofern der Markt funktionale wie auch erprobte Systeme bietet. So wurde beispielswiese im Zuge des "Barrierefreien Ausbaus Robert- Kirchhoff-Straße" für die Fußgängerquerung der Haltestelle das System "veloSTrail" eingebaut. Dieses verhält sich im bisherigen Einsatz unauffällig. Hinsichtlich der Einbausituation ist anzumerken, dass hier die Querung der Gleise im 90° Winkel erfolgt, was in aller Regel hinsichtlich der "Unfallgefahr" als unkritisch einzustufen ist. Dem Grunde nach ergeben sich so keine wesentlichen Änderungen zu Fußgängerquerungen herkömmlicher Bauart, jedoch bietet das eingesetzte System eine weitere Möglichkeit der baulichen Umsetzung. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 12:03 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de