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202214-01 ST · Stellungnahme der Verwaltung

Erhalt der Düne als Naturschutz- und Naherholungsgebiet

Nummer
202214-01 ST
Art
Stellungnahme der Verwaltung
Veröffentlicht
01.04.2021
Letzte Änderung
19.09.2026
  1. Sitzung des Hauptausschusses 17.06.2021 Kenntnisnahme
  2. Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 01.06.2021 Kenntnisnahme
  3. Sitzung des Hauptausschusses 07.09.2021 Kenntnisnahme
  4. Sitzung des Ausschusses für Kinder-, Jugend und Familie 08.06.2021 Kenntnisnahme
  5. Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 26.08.2021 Kenntnisnahme
  6. Sitzung der Bezirksvertretung Bonn 13.04.2021 Kenntnisnahme
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  1. 202214 Erhalt der Düne als Naturschutz- und Naherholungsgebiet

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Stellungnahme der Verwaltung
öffentlich
202214-01 ST
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
51 Amt für Kinder, Jugend und Familie
Dezernat:
Dez. V
Erhalt der Düne als Naturschutz- und
Naherholungsgebiet
Beratungsfolge
Bezirksvertretung Bonn 13.04.2021 Kenntnisnahme
Hauptausschuss 29.04.2021 Kenntnisnahme
Inhalt der Stellungnahme:
Die Düne Tannenbusch ist im Landschaftsplan Kottenforst als
Naturschutzgebiet ausgewiesen.
Die Nutzung der Düne für die Naherholung ist durch die dort aufgeführten Ge-
und Verbote eindeutig geregelt.
So ist es dort unter anderem verboten:
 Einrichtungen für Erholungszwecke anzulegen, zu erweitern oder zu
ändern.
 Flächen außerhalb der befestigten oder gekennzeichneten Straßen und
Wege sowie außerhalb von Park- bzw. Stellplätzen zu betreten, zu
befahren oder auf ihnen zu reiten.
 zu zelten, zu campen oder zu lagern;
 Feuer zu entfachen oder zu unterhalten;
 Hunde unangeleint mit sich zu führen oder außerhalb von Wegen laufen
zu lassen sowie Hundekot absetzen oder diesen liegen zu lassen;
 Veranstaltungen aller Art ohne Einvernehmen mit der Unteren
Naturschutzbehörde durchzuführen
Den Anforderungen des Naturschutzes wird durch einen existierenden
Pflegeplan Rechnung getragen, der als Grundlage für die Pflege und
Biotopentwicklung dient.
Die Problematik im Gebiet durch die intensive Nutzung und die damit
verbundenen Probleme wie Vandalismus und Müllablagerungen sind der
Unteren Naturschutzbehörde durch Meldungen aus der Bürgerschaft bekannt.
Die Möglichkeiten für die Naherholung sind durch den Status als Schutzgebiet
stark eingeschränkt. Die Düne Tannenbusch wurde aufgrund ihrer
Einzigartigkeit als Relikt einer Binnendüne mit Lebensräumen für gefährdete
Tier- und Pflanzenarten als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Ein Ausbau über
das existierende Angebot, also über die Nutzung des vorhandenen
Wegenetzes hinaus, ist mit der Schutzgebietsausweisung nicht zu vereinen.Seite 1 von 3

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Dadurch sind im Antrag genannte Ziele des Konzeptes, wie die
Berücksichtigung von "geschützten Rückzugsmöglichkeiten für verschiedene
Bevölkerungsschichten" nicht umsetzbar.
Eine Lösung der bestehenden Konflikte in der Düne Tannenbusch (Ablagerung
von Müll, Vandalismus, starke Nutzung durch Besuchende) wird auch aus Sicht
des Naturschutzes eindeutig als sinnvoll angesehen. Der
Ordnungsaußendienst der Bundesstadt Bonn fährt im Rahmen der personellen
Möglichkeiten regelmäßig die Örtlichkeit an und führt Kontrollen durch.
Das Naturschutzgebiet Düne Tannenbusch bildet einen starken Kontrast zur
massiven Wohnbebauung und die Möglichkeit Natur zu erleben, fördert die
Attraktivität der Düne für alle Generationen.
Kindern und Jugendlichen wird durch den direkten Zugang zur Düne eine
Vielzahl von Handlungs- und Betätigungsmöglichkeiten geboten, die ihren
Nutzungsmustern entspricht und ihnen die Möglichkeit gibt, sich auch an
ungewöhnlichen und wenig strukturierten Orten aufzuhalten. Sie setzen sich
selbsttätig mit der Umwelt auseinander und eignen sich das Gebiet als solches
an.
Um hier eine „intrinsische“ Motivation zum Erhalt und Schutz des Gebiets zu
fördern, ist es aus Sicht des Amtes für Kinder, Jugend und Familie
unabdingbar, die Nutzerinnen und Nutzer über das Gebiet zu informieren und
Wissen und Verständnis für das Ökosystem Düne individuell zu vermitteln. Hier
ist die Nutzung formaler Bildungssettings zu empfehlen. Entsprechend ist hier
der Kontakt zu den Grundschulen vor Ort zu suchen.
Die Einrichtungen der Offenen Jugendarbeit in Tannenbusch (das Jugendhaus
Brücke und das Spielhaus KBE Dreieck) bieten als informelle Bildungsräume
allen Kindern und Jugendlichen unabhängig von sozialer und ethnischer
Herkunft einen gestaltbaren und erwartungsfreien Freizeitraum. Die Angebote
sind partizipativ gestaltet und an der Lebenswelt junger Menschen orientiert.
Deren Themen, Probleme und Wünsche werden aufgegriffen. Politische und
soziale Fragen werden von den Fachkräften wahrgenommen, thematisiert und
bei Bedarf in spezialisierten Angeboten bearbeitet. In diesen Bildungsraum
bietet sich ebenfalls eine Beschäftigung mit der Thematik an, eine formelle
Auseinandersetzung in Form von Workshops usw. ist aber kaum umsetzbar,
die Teilnahme beruht hier immer auf dem Prinzip der Freiwilligkeit. Dennoch
kann das Thema gesetzt werden, indem beispielsweise mit Infotafeln informiert
wird und die pädagogischen Fachkräfte im Bereich sensibilisiert werden. Wird
das Thema von den Besucherinnen und Besuchern aufgegriffen, sind auch
andere Bildungsformen denkbar. Eine Kooperation mit dem Verein
Dünenfüchse e.V. als Wissensvermittler in Schule und Offener Jugendarbeit ist
wünschenswert.
Zielführend kann ebenfalls eine Vorstellung der Problematik im
Stadtteilarbeitskreis sein. Hier können Multiplikatorinnen und Multiplikatoren
gewonnen werden, die am Thema mit der Zielgruppe direkt arbeiten können.
Von Seiten der Fachkräfte des Kooperationsprojektes Streetwork wird der
Mehrwert der Düne für das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen betont.
Eine Verdrängung der Drogenproblematik aus Tannenbusch Mitte sehen beide
Akteure nicht. Wie bereits zuvor geschildert kontrolliert der StadtordnungsdienstSeite 2 von 3

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im Naturschutzgebiet Düne in unregelmäßigen Abständen im Rahmen der
Streifeneinsätze.
Anlage/n
KeineSeite 3 von 3

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