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202214 · Antrag

Erhalt der Düne als Naturschutz- und Naherholungsgebiet

Nummer
202214
Art
Antrag
Veröffentlicht
06.01.2021
Letzte Änderung
18.09.2026
  1. Einreichung erledigt · 06.01.2021
  2. Terminierung erledigt
  3. Sitzung erledigt · zuletzt 07.09.2021

Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →

  1. Sitzung der Bezirksvertretung Bonn 13.04.2021 Anregung
  2. Sitzung des Hauptausschusses 17.06.2021 Entscheidung federführend
  3. Sitzung des Hauptausschusses 07.09.2021 Entscheidung federführend
  4. Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 26.08.2021 Anhörung
  5. Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 01.06.2021 Anhörung
  6. Sitzung des Ausschusses für Kinder-, Jugend und Familie 08.06.2021 Empfehlung
  1. Sammeldokument öffentlich pdf · 295,5 KB Öffnen ↗

Untergeordnet

  1. 202214-01 ST Erhalt der Düne als Naturschutz- und Naherholungsgebiet
  2. 202214-02 AA Erhalt der Düne als Naturschutz- und Naherholungsgebiet Antrag zur Vorlage 202214

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Text anzeigen (4.527 Zeichen)
Antrag
öffentlich
202214
Antragsteller/in:
Sabrina Lipprandt
SPD Bezirksfraktion Bonn
Dr. Nico Janicke
05.01.2021 gez. Reeh-Schall
Erhalt der Düne als Naturschutz- und
Naherholungsgebiet
Beratungsfolge
Bezirksvertretung Bonn 26.01.2021 Anregung
Hauptausschuss 28.01.2021 Entscheidung
Inhalt des Antrags
1. Die Verwaltung erarbeitet ein nachhaltiges Konzept und ergreift sofortige
Maßnahmen,
 um der Vermüllung des Naturschutzgebietes Düne in Tannenbusch und
der Umgebung sowie angrenzenden Wohnbebauung entgegenzuwirken.
 so dass die Verkehrsregelung auf der Düne und deren Umgebung sowie
in der angrenzenden Wohnbebauung eingehalten wird und nur offizielle
Wege genutzt werden.
 damit Vandalismus in der Düne und deren Umgebung sowie der
angrenzenden Wohnbebauung entgegengewirkt und bestraft wird.
 so dass die Düne und deren Umgebung sowie die angrenzende
Wohnbebauung als Drogenumschlagsplatz und Drogenkonsumareal
unattraktiv wird.
2. Dieses Konzept wird mit den örtlichen aktiven Institutionen, Vereinen, den
angrenzenden Schulen und Anwohner*innen beraten und bindet diese ein.
3. Das Konzept nimmt insbesondere Kinder und Jugendliche in den Blick.
Sie sollen die Düne als ihr Areal verstehen, auf dieses intrinsisch geachtet
wird.
4. Dieses Konzept nimmt das offensichtliche Bedürfnis auf, geschützte
Rückzugsmöglichkeiten für verschiedene Bevölkerungsschichten zu
haben.
5. Die Maßnahmen und das Konzept werden zwischen Polizei und
Stadtverwaltung abgestimmt.
Begründung
Die Düne ist seit 1989 ein sieben Hektar großes Naturschutzgebiet. Leider wird
die Düne immer wieder als wilde Müllkippe missbraucht.Seite 1 von 4

Seite 2
Durch Müllsammelaktionen der Anwohner*innen kommt einiges zu Tage. Vom
achtlos weggeworfenen Bonbon-Papier, Kippen, Backwarentüten über
bewusste Entsorgung von Hausmüll bis hin zur Ablagestätte von (mutwillig
zerstörtem) Diebesgut. Die beiliegenden Bilder zeigen die Ausbeute nur einer
Müllsammelaktion und einem Ereignis aus Mitte Dezember 2020. Dabei ist zu
erwähnen, dass nicht zum ersten Mal Müll gesammelt wurde, sondern
Bürger*innen regelmäßig sammeln.
In der weiteren Umgebung der Düne und der angrenzenden Wohnbebauung
kommt es derzeit regelmäßig zu Explosionsereignissen die bspw. Müll in die
Luft sprengen.
Durch das Innere des Naturschutzgebietes verlaufen offensichtlich
Trampelpfade, die dem Gedanken des Naturschutzgebietes entgegenstehen.
Gleichwohl haben sich dort Rückzugsplätze entwickelt, die nach deren
Aufsuchen meist vermüllt verlassen werden.
Insbesondere mehrt sich die mutwillige Zerstörung von bspw. NextBike-
Leihfahrrädern, E-Rollern oder gestohlenen motorisierten Fun-
Dreiradfahrzeugen bzw. Rollern innerhalb des Naturschutzgebietes Düne
Tannenbusch.
Vereine, Institutionen und aktive Bürger*innen sorgen sich um das Naturschutz-
und Naherholungsgebiet. Sie kümmern sich, wohnen in unmittelbarer
Nachbarschaft und beobachten das tägliche Geschehen. Daher müssen diese
bei der Erstellung eines Konzeptes und dessen Umsetzung eingebunden
werden.
Wenn die Düne als ein ‚zu beschützendes‘ Areal von allen und insbesondere
von den örtlich ansässigen Kindern- und Jugendlichen angesehen wird, dann
passen alle gemeinsam darauf auf und Müll wird beispielsweise nicht achtlos in
die Natur geworfen.
Die vielfältige Nutzung der Düne zeigt, dass vor Ort Rückzugsräume fehlen.
Raum in der Natur, in dem man sich treffen kann ohne andere zu stören und
um soziale Kontakte zu pflegen. Dies gilt insbesondere für Jugendliche, die
keine offenen und freien Jugendstrukturen in Alt-Tannenbusch vorfinden.
Durch die vielfältigen Rückzugs- und Versteckmöglichkeiten und die
Trampelpfade innerhalb der Düne ist dies ein beliebter Ort für Drogenhandel
und -konsum geworden. Auswirkungen des Drogenkonsums (bspw. Rauch)
machen sich auch unmittelbar in den angrenzenden Wohnbereichen
bemerkbar, so dass es dort zu gefährdenden Situationen kommen kann. Dazu
gehört u.a. Rauch der unfreiwillig eingeatmet wird oder Drogenkonsum- bzw.
verpackungsmaterial. Dies gefährdet insbesondere die Jüngsten in unserer
Gesellschaft.
Die Drogenbekämpfungsstrategien in Neu-Tannenbusch dürfen nicht dazu
führen, dass diese sich in die umliegenden Bereiche bspw. auf die Düne
verlagert.
Das Umfeld und die angrenzende Wohnbebauung ist einzubeziehen, da die
Düne ein Teil von Tannenbusch ist und bleiben soll. Die Düne als Naturschutz-
und Erholungsgebiet muss eingegliedert bleiben.Seite 2 von 4

Seite 3
Anlage/n
1 Fotos der Müllsammelaktion Dezember 2020 (öffentlich)Seite 3 von 4

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Datenstand: 02.11.2026, 22:13 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de