200449-1 ST · Stellungnahme der Verwaltung
„Wohnen für Hilfe“ und Einzelhaushalte in Bonn
Kerndaten
- Nummer
- 200449-1 ST
- Art
- Stellungnahme der Verwaltung
- Veröffentlicht
- 25.03.2020
- Letzte Änderung
- 18.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Integrationsrates Anregung
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
Verwandte Vorlagen
Übergeordnet
Volltext
Maschinell aus dem PDF extrahierter Text — Tabellen und Layout gehen verloren. Maßgeblich ist das PDF: PDF öffnen ↗.
Text anzeigen (3.064 Zeichen)
Stellungnahme der Verwaltung öffentlich 200449-1 ST Der Oberbürgermeister Federführung: 50 Amt für Soziales und Wohnen Dezernat: Dez. V 02.03.2020 „Wohnen für Hilfe“ und Einzelhaushalte in Bonn Beratungsfolge Integrationsrat 12.05.2020 Anregung Inhalt der Stellungnahme: Die Verwaltung ist sich der schwierigen Lage auf dem Wohnungsmarkt für Studierende bewusst und ihr ist auch bekannt, dass ältere Menschen oft Wohnraum bewohnen, der für sie im Laufe der Zeit zu „groß“ geworden ist. Die Idee, Hilfe im Alltag für ältere Menschen mit Wohnraum für Studierende zu kombinieren, ist ein bekannter und richtiger Ansatz. Die Verwaltung empfiehlt aus diesem Grund, die bereits bestehenden Angebote auszubauen und zu stärken: So stellt der AStA der Universität Bonn bereits Kontakt zwischen Mieter und Vermieter im Rahmen des Projektes „Wohnen für Hilfe“ her und begleitet beide Seiten beim gegenseitigen Kennenlernen sowie beim Abschluss des Mietvertrages. Darüber hinaus steht er der Wohnpartnerschaft unterstützend zur Seite. https://www.asta-bonn.de/Wohnen_f%C3%BCr_Hilfe Außerdem hat sich die Stadt Bonn bereits mit weiteren Kooperationspartnern zur Kampagne "Zimmer frei?!" zusammengeschlossen, die sich zum Ziel gesetzt hat, möglichst viel bezahlbaren Wohnraum für Studierende aus dem In- und Ausland zu schaffen. Die Verwaltung empfiehlt vor dem Hintergrund, dass ein entsprechendes Angebot bereits existiert und ein stadteigenes Engagement erhebliche Ressourcen binden und Kosten verursachen würde, den Antrag nicht zur Beschlussfassung durch den Hauptausschuss anzunehmen: Die Etablierung einer Vermittlungsplattform ist zum einen mit einem hohen personellen, organisatorischen, zeitlichen und letztlich auch finanziellen Aufwand verbunden, der Kapazitäten binden würde, die bei der dringend erforderlichen Schaffung neuen Wohnraums eingesetzt werden. Allein die Bestandsaufnahme aller Einpersonen-Haushalte in Bonn (ca. 88.200), und davon Menschen im Alter von >60 Jahren (ca. 27.340), würde massive Kapazitäten in der Verwaltung binden. Darüber hinaus bezweifelt die Verwaltung, dass ein solches Projekt einen nennenswerten Beitrag zur Lösung bzw. Linderung der WohnungsproblematikSeite 1 von 2 Seite 2 leisten könnte. Wie dem Evaluationsbericht für das Jahr 2018 „Wohnen für Hilfe“ der Universität Köln zu entnehmen ist, werden dort jährlich ca. 80 Studierende an Wohnungsanbieter/innen vermittelt. In Anbetracht der Größe der Stadt und der Zahl der Studierenden ist dies ein relativ kleiner Beitrag zur angespannten Wohnungslage. Das Angebot richtet sich an eine deutliche Minderheit der Studierenden. Aus Sicht der Verwaltung steht der Aufwand daher in keiner Relation zum Erfolg. Der soziale Gewinn mag natürlich anders gewichtet werden. Schlussendlich würde sich die Stadt in diesem Modell außerdem als Vermittler engagieren, womit auch eine Betreuung der Wohngemeinschaften bzw. - partnerschaften gewährleistet sein müsste. http://www.zimmerfrei-bonn.de/ https://www.hf.uni-koeln.de/data/wfh/File/Evaluation%202018%20oF.pdf Anlage/n KeineSeite 2 von 2
Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.
bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 10:08 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de