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200274-01 · Mitteilungsvorlage

Rückblick und Ausblick zum Haus der Natur (HdN)

Nummer
200274-01
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
02.12.2020
Letzte Änderung
18.09.2026
  1. Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 01.06.2021 Kenntnisnahme
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  1. 200274 Rückblick und Ausblick zum Haus der Natur (HdN)

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Mitteilungsvorlage
öffentlich
200274-01
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
67 Amt für Umwelt und Stadtgrün
Dezernat:
Dez. III
Rückblick und Ausblick zum Haus der Natur (HdN)
Beratungsfolge
Ausschuss für Umwelt und Verbraucherschutz Kenntnisnahme
Mitteilung:
Bereits in den vergangenen Jahren hat das Amt für Umwelt und Stadtgrün
umfangreich zu den Sachständen im Haus der Natur (HdN) informiert, vgl. DS-
Nr.1911064, DS-Nr.1911419 und zuletzt DS-Nr. 200274 vom 22. April 2020.
Diese regelmäßige Information der politischen Gremien wird hiermit fortgesetzt.
Mit dieser Mitteilungsvorlage berichtet das Amt für Umwelt und Stadtgrün über
die vielfältigen Angebote und Aktionen im und um das Haus der Natur aus
diesem Jahr, welche trotz der außergewöhnlichen Herausforderungen
stattgefunden haben und es gibt einen Ausblick auf die Planungen für das
nächste Jahr.
Umweltbildungsangebot in Zeiten von Corona
Da Bonn 2020 durch das European Forest Institut (EFI) zur European Forest
City 2020 ernannt wurde, sollten im Rahmen der „Waldgespräche“ zahlreiche
Aktionen für verschiedenste Zielgruppen stattfinden, um die vielfältige
Bedeutung des Waldes durch die verschiedenen Akteure im Bereich der
Umweltbildung aufzeigen und würdigen zu können. Durch die weitgreifenden
Einschränkungen in diesem Jahr konnten leider viele dieser geplanten
Veranstaltungen nicht stattfinden. Die Museumsleitung ist jedoch optimistisch,
diese Veranstaltungen im nächsten Jahr nachholen zu können.
Als das Haus der Natur im März durch die Corona-Pandemie geschlossen
werden musste und viele Schulkinder durch den Lockdown zu Hause bleiben
mussten, rief das Haus der Natur zusammen mit dem Förderverein zu einem
Malwettbewerb auf. Unter dem Titel „Mein schönstes Frühlingsbild“ waren alle
Kinder und Jugendlichen aufgefordert, ihre Frühlingseindrücke in einem
Kunstwerk festzuhalten. Mehr als 70 Bilder erreichten die Jury. Die
Sieger*innen des Malwettbewerbs konnten am Tag der Preisverleihung, am 14.
Juli 2020, zusammen mit ihren Familien ihre gerahmten Werke bewundern und
sich einen Preis aussuchen, welcher vom Förderverein zur Verfügung gestellt
wurde.
Auch das digitale Angebot im Bereich der Umweltbildung des Hauses wurde
erweitert. Am 28. April 2020 erschien die erste der vorerst zehn Folgen
umfassenden Naturvideoreihe „Umweltbildung am Haus der Natur“. Jede
Woche wurde ein neues spannendes Thema beleuchtet. So konnte man u.a.
Einblick in das Leben der Honig- und Wildbienen bekommen, heimische
Wildkräuter und Bäume kennenlernen und sich über die Vielfalt vonSeite 1 von 4

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Waldprodukten informieren. Durch das Bewerben der Videos über die digitalen
Kanäle der Bundesstadt Bonn war es möglich, viele Bonner*innen für die
gezeigten Naturthemen und für das Haus der Natur zu interessieren und zu
begeistern.
Das Umweltbildungsangebot konnte mit neuem Hygienekonzept Anfang August
2020 wiederaufgenommen werden. Obwohl bemerkbar war, dass viele
Kindergärten und Schulen noch sehr zurückhaltend mit Programmbuchungen
waren, konnten doch 14 Workshops mit insgesamt 292 Teilnehmenden
zwischen dem 7. August und dem 28. Oktober 2020 stattfinden. Und auch neun
der zwölf geplanten Veranstaltungen für verschiedenste Zielgruppen im
Rahmen des Halbjahresprogramms konnten, in den meisten Fällen sogar
ausgebucht, angeboten werden. Unter anderem fand im Rahmen der
„Naturparke 24“ die Nachtwanderung „Der Gespensterwald bei Nacht“ statt, die
den Teilnehmenden mit Geschichten und Spielen das Leben der nachtaktiven
Tiere wie Fledermaus und Fuchs und die geheimnisvolle Stimmung im
nächtlichen Wald mit den bizarr aussehenden Kopfbuchen näherbrachte.
Auszeichnung des Umweltbildungsangebots als UN-Dekade Projekt
Biologische Vielfalt
Die Vereinten Nationen haben den Zeitraum von 2011 bis 2020 als UN-Dekade
Biologische Vielfalt ausgerufen, um dem weltweiten Rückgang der Naturvielfalt
entgegenzuwirken. In diesem Rahmen werden vorbildliche Projekte
ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise für die Erhaltung oder für die
Vermittlung der biologischen Vielfalt in Deutschland einsetzen.
Das Umweltbildungsangebot des Hauses der Natur regt Kinder und
Jugendliche dazu an, die Artenvielfalt der heimischen Tier- und Pflanzenwelt
aktiv zu entdecken und mit allen Sinnen wahrzunehmen. Außerdem wird in den
Workshops aufgezeigt, wie sehr die Teilnehmenden die Vielfalt tagtäglich
nutzen und welche große Bedeutung ihr zukommt. Weil den Mitarbeiter*innen
die Vermittlung der heimischen Artenvielfalt eine Herzensangelegenheit ist,
waren sie sehr froh, als dem Haus der Natur die Auszeichnung am 12.
November 2020 von Dr. Christiane Paulus aus dem Bundesministerium für
Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) überreicht wurde. Zu
diesem Anlass wurde am gleichen Tag das Imagevideo des Hauses der Natur
veröffentlicht. Es ist auf der Homepage der Stadt Bonn (https://haus-der-
natur.bonn.de) zu sehen. Wöchentlich kann man nun wieder bis in den
Dezember hinein neue Folgen der Naturvideoreihe sehen, die sich u.a. mit
Schnecken, Totholz und Pilzen befasst.
Museumsbetrieb
Anfang des Jahres lockte vor allem die Wanderausstellung „… und wenn der
Wolf kommt“ etwa 4.000 Besucher*innen ins Haus der Natur. Nach der Corona
bedingten Schließung des Hauses am 14. März 2020, wurde den
Naturinteressierten am 14. Mai 2020 die Wechselausstellung mit neu
erarbeitetem Hygienekonzept wieder zugänglich gemacht. Hier konnten bis
zum 12. Juli 2020 Fotografien von Hans-Martin Schmidt unter dem Titel
„Lichtspuren – Blüten und Blätter“ bewundert werden. Die geplante
Mitmachausstellung „Bringt Euren Wald ins Haus der Natur“ konnte leider durch
die dafür benötigten Hygienemaßnahmen nicht umgesetzt werden. Dafür zeigte
das Haus der Natur zwischen dem 15. Juli und dem 6. September 2020 die
Ausstellung zum Malwettbewerb „Mein schönstes Frühlingsbild“. Dabei wurdenSeite 2 von 4

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die Beiträge der Sieger*innen des Malwettbewerbs gewürdigt, als auch die
Werke aller anderen Teilnehmenden gezeigt. Seit dem 9. September ist die
Ausstellung „Bäume im XXL-Format“ von Bernhard Horstmann zu sehen. Diese
großformatigen Baumfotos können noch, wenn das Haus der Natur wieder
geöffnet werden darf, bis zum 21. März 2021 bestaunt werden. Bernhard
Horstmann hat viele besondere Bäume auf der ganzen Welt fotografiert. Mit
seinen 1,5 m breiten und bis zu 3,5 m hohen Baumfotografien ist es möglich,
seine Objekte bis ins kleinste Detail zu studieren und ein Gefühl über die
Erhabenheit dieser Baumriesen zu gewinnen.
Die Öffnung der Dauerausstellung folgte am 2. September 2020 mit
zahlreichen Hygienemaßnahmen, um die interaktive Ausstellung trotzdem
optimal nutzen zu können. Eine Begrenzung der Besucherzahl, regelmäßiges
Desinfizieren der Flächen und die Aufbewahrung der Kontaktdaten der
Besucher*innen zur Sicherung der Rückverfolgbarkeit sind nur einige der
umgesetzten Maßnahmen. Die Besucherzahlen stiegen nach der Öffnung der
Dauerausstellung wieder merkbar an, sodass im September und Oktober mehr
als 2.100 Personen begrüßt werden konnten. Trotz aller Einschränkungen
wurde das Haus der Natur bis zu der erneuten Schließung am 2. November
2020 von über 8.100 Menschen besucht.
Nutzung der Seminarräume
Obwohl viele geplante Veranstaltungen ausfallen mussten, konnten Teile der
Fortbildung „Nix wie raus in den Wald“ der Schutzgemeinschaft Deutscher
Wald (SDW) und zwei Tage der Ausbildung zum Natur- und Landschaftsführer
durch den Naturpark Rheinland durchgeführt werden.
Außerdem konnte das Haus der Natur vier Lesungen für insgesamt 128
Schüler*innen im Rahmen von Käpt´n Book realisieren. Dabei lernten die
Kinder die Wildbienen „Sumsel und Brumsel“ kennen, beschäftigten sich mit
dem Leben der Honigbienen und konnten etwas über tierische
Verhaltensweisen erfahren.
Ausblick
Das neue Halbjahresprogramm wird gerade erarbeitet. Dabei sind u.a. die
ersten zwei Klimaaktionstage des Umweltbildungszentrums mit
unterschiedlichen Schwerpunkten geplant.
Der erste Klimaaktionstag soll am 21. März 2021 stattfinden. An diesem Tag,
der auch gleichzeitig der internationale Tag des Waldes ist, will das Haus der
Natur verschiedene Aktionen unter dem Motto „Klimaschützer Wald“ anbieten.
Unter anderem sollen die Besucher*innen Gelegenheit bekommen an einem
Wald-Klima-Quiz teilzunehmen, die Ökosystemleistungen des Waldes
spielerisch kennenzulernen und den Kottenforst auf dem Fahrrad zu erkunden.
Der zweite Klimaaktionstag ist für das Pfingstwochenende geplant. Hier wird
der Schwerpunkt auf der biologischen Vielfalt liegen. Zum einen soll die
Artenvielfalt des Waldes aufgezeigt werden, zum anderen soll gezeigt werden,
wie man Artenvielfalt im eigenen Garten oder auf dem Balkon fördern und
schützen kann und wo uns Artenvielfalt im Alltag begegnet. Der neu angelegte
Naturgarten vor dem Haus der Natur und die Trockenmauer im Bauerngarten,
die durch Spendengelder der Sparkasse realisiert werden konnten, werden
dabei im Mittelpunkt stehen. Zeitgleich soll das Thema im
Wechselausstellungsraum aufgegriffen werden. Acrylmalereien von Insekten
der Künstlerin Sandra Ney machen auf die Schönheit und Vielfalt derSeite 3 von 4

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Sechsbeiner aufmerksam. Gleichzeitig informiert die Posterausstellung
„Giftfreie Gärten“ über die naturnahe und giftfreie Gartengestaltung und –
pflege. Darüber hinaus sollen Vorträge über die Bedeutung der biologischen
Vielfalt und über das Anlegen eines naturnahen Gartens stattfinden. Aktionen
wie „Gesunder Wald ist vielfältig“ oder „Vielfalt macht die Welt bunt“ werden
das Programm abrunden.
Anlage/n
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Datenstand: 03.11.2026, 07:34 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de