200274 · Mitteilungsvorlage
Rückblick und Ausblick zum Haus der Natur (HdN)
Kerndaten
- Nummer
- 200274
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 18.02.2020
- Letzte Änderung
- 18.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Bonn Kenntnisnahme
- Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Verbraucherschutz Kenntnisnahme
Dateien
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Mitteilungsvorlage öffentlich 200274 Der Oberbürgermeister Federführung: 68 Amt für Stadtgrün Dezernat: Dez. III Rückblick und Ausblick zum Haus der Natur (HdN) Beratungsfolge Ausschuss für Umwelt und Verbraucherschutz 12.03.2020 Kenntnisnahme Bezirksvertretung Bonn 21.04.2020 Kenntnisnahme Mitteilung: Rückblick: Bereits in den vergangenen Jahren hat das federführende Amt für Stadtgrün umfangreich zu den Sachständen im Haus der Natur (HdN) informiert, vgl. DS-Nr. 1911064 oder DS-Nr. 1911419. Diese regelmäßige Information der politischen Gremien wird hiermit fortgesetzt. Am 30. Juni 2019 feierte das Haus der Natur seine Wiedereröffnung. Trotz starker Hitze nutzten die Besucherinnen und Besucher das vielfältige Angebot im und um das neugestaltete Umweltbildungszentrum. Vor dem Haus boten der Landesbetrieb Wald und Holz, der Naturpark Rheinland, die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), das Forschungsmuseum Koenig, das Amt für Internationales und Globale Nachhaltigkeit, Abenteuer Lernen e.V. und der Förderverein des Hauses der Natur an Informations- und Aktionsständen den Besucherinnen und Besuchern ein abwechslungsreiches Programm. Im Haus konnten die neugestaltete Dauerausstellung zum Thema „Großstadtwald“ und die Wechselausstellung bewundert werden. Unter dem Titel „Momente im Kottenforst“ zeigten fünf Fotografen des Naturfototreffs Eschmar insgesamt 20 beeindruckende Fotoaufnahmen, die durch den Förderverein Haus der Natur finanziert wurden. Der große Multifunktionsraum im Obergeschoss, Dank des eingebauten Aufzugs für alle Besucher*innen gut zu erreichen, wurde zum Waldlabor. An zahlreichen Mikroskopen konnte der Waldboden mit seinen kleinsten Bewohnern unter die Lupe genommen werden. Nicht nur für viele Kinder war dies ein Erlebnis. Der normale Museumsbetrieb startete am Mittwoch, 3. Juli 2019. In den Sommermonaten von April bis Oktober öffnete das Haus der Natur mittwochs bis freitags von 10 bis 17 Uhr und am Wochenende und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr. Unter der Woche nutzten u.a. vieleSeite 1 von 4 Seite 2 Kindergärten und Schulklassen die Möglichkeit, die kostenlose Ausstellung zu besichtigen. Vor allem die Vielfalt der Amphibien anhand des unterschiedlichen Quakens zu erforschen, die seltene Gelegenheit zu haben, u.a. einer Wildkatze, einem Waschbären und einem Fuchs ganz nah kommen und sogar streicheln zu können und die Bienenkönigin im Bienenkasten zu suchen, waren Highlights für die jungen Forscher*innen. Insgesamt 7 Kindergarten-Gruppen (67 Teilnehmende), 15 Grundschulklassen (345 Teilnehmende) und 6 Klassen der weiterführenden Schulen (120 Teilnehmende) nutzten zusätzlich das für Bonner Institutionen kostenlose Workshop-Angebot. Diese Workshops finden hauptsächlich draußen im Wald statt und beschäftigen sich unter den Titeln „Der Wald und die Jahreszeiten“, „Unser Wald – Unsere Lebensgrundlage“ und „Forschungsreise Von der Wurzel bis zur Krone“ mit der Vielfältigkeit des heimischen Waldes. Viele der Workshops wurden mit externen Honorarkräften erfolgreich durchgeführt. Gerade die Gruppen nutzten auch intensiv den im neugestalteten Eingangsbereich angelegten Steinkreis, um sich zu treffen, zu stärken und auszutauschen. Die Wildblumenwiese lockte in den Sommermonaten mit leuchtenden Blüten zahlreiche Insekten an und inspirierte den ein oder anderen Besucher, eine eigene Wildblumenwiese anzulegen. Vor allem jedoch am Wochenende wurde das Haus der Natur von zahlreichen Familien, Paaren und Einzelpersonen unterschiedlichsten Alters besucht. Im Durchschnitt hatte das Haus der Natur folgende Besucherzahlen: Samstagvormittags 49, Samstagnachmittags 116, Sonntagvormittags 107 und Sonntagnachmittags 172. Ab November verkürzten sich die Öffnungszeiten des Hauses der Natur an den Wochenenden auf 10 bis 17 Uhr. Trotzdem lockte vor allem die am 2. Oktober 2019 eröffnete Wechselausstellung „… und wenn der Wolf kommt? Alte Mythen und neue Erfahrungen“ viele Besucher*innen in das Haus der Natur. Eine Wolfsrallye lädt dabei noch bis zum 29. März 2020 vor allem Kinder ein, die Wolfsausstellung zu erkunden und den Wolf anhand zahlreicher Fragen besser kennenzulernen. Der große Seminarraum im Obergeschoss wurde wie zu erwarten multifunktional genutzt. Hier fanden aus der Reihe „Biologische Vielfalt“ insgesamt vier VHS-Vorträge über u.a. naturnahe und wildbienengerechte Gärten statt. Außerdem wurde der Multifunktionsraum als Seminarraum, Waldlabor, Theaterbühne („Canis lupus – Der Wolf“) und für Workshop-Gruppen genutzt. Von den insgesamt sieben im Halbjahresprogramm beworbenen, kostenpflichtigen Veranstaltungen, musste nur eine auf Grund der zu geringen Teilnehmerzahl abgesagt werden. Alle anderen Veranstaltungen wurden erfolgreich durchgeführt.Seite 2 von 4 Seite 3 Ein gelungener Abschluss des ersten Halbjahres nach Wiedereröffnung bildete die Waldweihnacht, die am 14. Dezember zwischen 14 und 18 Uhr zahlreiche Besucher*innen anlockte. Im Sitzkreis vor dem Haus konnte man zufriedene Kinder beobachten, die ihr Stockbrot über der offenen Glut der Feuerschale backten, in der Leseecke im Haus der Natur konnten Wintermärchen gelauscht und im Multifunktionsraum verschiedenste Weihnachtssterne gebastelt werden. Ein weiteres Highlight war auch das Ziehen der eigenen Bienenwachskerze. Auch die Resonanz in der Presse war durchweg positiv. Das Team des Hauses der Natur, bestehend aus Leitung, Büroleitung, Gärtner, zwei FÖJlerinnen, einem Bundesfreiwilligendienstleister, sechs Unterstützenden der Wochenendschichten und drei externen Honorarkräften freut sich über insgesamt 19.691 Besucherinnen und Besucher, die das Haus im Jahr 2019 besucht haben. Die dauerhafte personelle Besetzung des Eingangsbereichs ist für die kommenden Monate eine zentrale Aufgabe. Der Neuentwicklungsprozess des Bonner Hauses der Natur im Kontext der Bildung für nachhaltige Entwicklung wurde im Label-Verfahren „Stadtgrün naturnah“ unter Federführung der Deutschen Umwelthilfe und der Kommunen für Biologische Vielfalt (vgl. DS-Nr. 1911819) mit der Bestnote „Gold“ bewertet. Die dazugehörige Arbeitsgruppe, bestehend aus verschiedenen Bonner Institutionen wie Botanischer Garten, Bonn im Wandel usw. sowie der Verwaltung, hat daher am 11.02.2020 im Haus der Natur getagt und weitere wertvolle Impulse für die Zukunftsentwicklung eingebracht. Ausblick: Auch 2020 bietet das Haus der Natur ein buntes Programm, das sich an die verschiedensten Zielgruppen richtet, vgl. Homepage der Stadt Bonn (www.haus-der-natur.bonn.de). Unter dem Begriff „Waldgespräche“ finden ganzjährig Aktionen unterschiedlicher Akteure im Wald statt, da Bonn durch das European Forest Institut (EFI) zur European Forest City 2020 ernannt wurde. Das Haus der Natur lädt in diesem Rahmen zu zahlreichen Veranstaltungen, wie z.B. einer Nachtwanderung, einer inklusiven Waldführung und einem interkulturellen Austausch über die Wälder weltweit, ein. Zusätzliche Veranstaltungen bringen den Besucher*innen die nächsten Wechselausstellungen näher. Zwischen dem 3. April und dem 14. Juni 2020 sind Fotoaufnahmen von Hans–Martin Schmidt unter dem Titel „Lichtspuren – Blüten und Blätter“ zu bewundern, bevor vor allem die Kinder und Jugendlichen ab dem 20. Juni in der Mitmachausstellung „Bringt Euren Wald ins Haus der Natur“ aufgefordert sind, ihre gefundenen Waldschätze und eigenen Werke auszustellen. Da das Mikroskopieren im Waldlabor am Eröffnungstag von zahlreichen Besucher*innen so positiv erwähnt wurde, öffnet das Waldlabor ab AprilSeite 3 von 4 Seite 4 jeden ersten Sonntag im Monat zwischen 15 und 17 Uhr kostenlos seine Türen und lädt wieder kostenlos dazu ein, Bodenlebewesen mit sechs, acht und mehr Beinen unter die Lupe zu nehmen. Das Workshop-Angebot wurde durch zwei neue Programme ergänzt. Auf der „Entdecker-Westen Tour“ bekommt jedes Kind der ersten bis sechsten Klasse seine eigene, mit zahlreichem Forschermaterial ausgestattete, Naturpark Rheinland Entdecker-Weste und kann so den Tieren und Pflanzen des Waldes ganz nah kommen. Der Workshop „Mit dem Waldmobil raus in den Wald“ richtet sich an inklusive Gruppen mit Teilnehmenden mit und ohne Handicap. Durch das Waldmobil haben auch Teilnehmende im Rollstuhl die Möglichkeit, den Waldboden zu untersuchen und gemeinsam mit ihrer Gruppe den Wald mit allen Sinnen wahrzunehmen. Im zweiten Halbjahr 2020 soll noch ein weiteres Angebot für Schüler*innen weiterführender Schulen dazukommen, das sich mit dem aktuellen Thema „Wald und Klima“ beschäftigt. Um die steigende Nachfrage an den Workshops bedienen zu können, werden in diesem Jahr noch weitere Honorarkräfte angefragt. Darüber hinaus wird das Haus der Natur u.a. am Frühlingsmarkt, am BfN-Naturdetektivetag und am WasserErlebnisTag die waldpädagogische Arbeit des Hauses vorstellen. Alle Veranstaltungen und Workshops von Januar bis Juni 2020 können im Halbjahresprogramm, u.a. auf der Homepage des Hauses der Natur, nachgelesen werden. Anlage/n KeineSeite 4 von 4
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 20:22 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de