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200031-03 ST · Stellungnahme der Verwaltung

Fahrbahnsanierung Vorgebirgsstraße zwischen Adolfstraße und Heerstraße

Nummer
200031-03 ST
Art
Stellungnahme der Verwaltung
Veröffentlicht
21.10.2021
Letzte Änderung
15.09.2026
  1. Sitzung der Bezirksvertretung Bonn 02.11.2021 Kenntnisnahme
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  1. 200031 Fahrbahnsanierung Vorgebirgsstraße zwischen Adolfstraße und Heerstraße

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Stellungnahme der Verwaltung
öffentlich
200031-03 ST
Die Oberbürgermeisterin
Federführung:
66 Tiefbauamt
Dezernat:
Dez. III
Fahrbahnsanierung Vorgebirgsstraße zwischen
Adolfstraße und Heerstraße
Beratungsfolge
Bezirksvertretung Bonn 02.11.2021 Kenntnisnahme
Inhalt der ergänzenden Stellungnahme:
Die Beschlussvorlage DS 200031 „Fahrbahnsanierung
Vorgebirgsstraße zwischen Adolfstraße und Heerstraße“ sowie der
Bürgerantrag DS 201267 „Verkehrsberuhigung und Schulwegsicherung
Marienschule/Vorgebirgsstraße“ wurden mit der Maßgabe vertagt, eine
Bürgerinformationsveranstaltung durchzuführen. In dieser Veranstaltung
sollten mögliche Ausführungen des Oberflächenbelages dargestellt und
erläutert werden. Da grundsätzlich die beabsichtigte Instandsetzung mit
KAG-Beiträgen verbunden ist, sollten die Regelungen des
Kommunalabgabengesetzes Nordrhein-Westfalens (KAG NRW)
ebenfalls dargestellt bzw. erläutert werden.
Die Bürgerinformationsveranstaltung fand pandemiebeding erst am
04.10.2021 statt. Zunächst wurden die Ausbauvarianten einschl. Vor-und
Nachteile, Bauzeit und Kosten vorgestellt.
Variante 1: Asphaltbauweise (bevorzugte Variante der Verwaltung)
extreme Standfestigkeit
geringere Lärmemission
gängige Bauweise auch in Hinblick auf die Unterhaltung
Bauzeit: ca. 6 Wochen unter Vollsperrung
Kosten: ca. 120.000,00 €
Variante 2: Wiederherstellung der Fläche mit Natursteinpflaster
(Kupferschlackestein)
in gebundener Bauweise
Keine optische Veränderung des Bestands
Pflaster nur bedingt geeignet (Bus; sog. „Spur fahren“);
geringere Lebensdauer
Höhere Lärmemission
Bauzeit ca. 10 Wochen unter Vollsperrung
Kosten: ca. 175.000,00 €
Variante 3: Prägeasphalt
Optische Annäherung an den Altzustand inSeite 1 von 9
Seite 2
Pflasterbauweise
Schnellere Abnutzung der Oberflächenstruktur
Sehr hoher Unterhaltungsaufwand, z. B. in Hinblick auf die
Wiederherstellung nach Aufbrüchen/Reparaturarbeiten
Bauzeit: ca. 6 Wochen unter Vollsperrung
Kosten: ca. 200.000,00 €
Variante 4: Betonpflaster mit Verschiebesicherung in
ungebundener Bauweise
Keine guten Erfahrungen (Verweis auf Am Boeselagerhof)
Verschiebesicherung bei erforderlichem Pflasterschnitt
„aufgelöst“
Bauzeit: ca. 8 Wochen unter Vollsperrung
Kosten: ca. 152.000,00 €
Anschließend wurde über die Beitragspflichten nach § 8 KAG NRW
gesprochen. Es wurde erläutert, dass es sich bei jeder der Varianten um
eine beitragspflichtige Maßnahme handelt, welche Beitragspflichten für
die Eigentümerinnen und Eigentümer der angrenzenden Grundstücke
auslösen. Den Bürgerinnen und Bürgern wurde die zu erwartenden
Kosten der einzelnen Varianten (siehe Folie 6 – Übersicht der zu
erwartenden Kosten ohne mögliche Zuschüsse vom Land NRW) sowie
das weitere Verfahren bzgl. der Heranziehung und möglichen
Stundungsmöglichkeiten erläutert.
Die anwesenden Bürgerinnen und Bürger haben sich nach kurzer
Diskussion mehrheitlich für die Variante 2 „Wiederherstellung der
Fläche mit Natursteinpflaster (Kupferschlackestein)“
ausgesprochen.
Darüber hinaus wurde von einem Anlieger ebenfalls der Bürgerantrag
zur Verkehrsberuhigung angesprochen. In Hinblick auf die
Asphaltbauweise (Variante 1) hat sich die Verwaltung für die Kissen
ausgesprochen. Bei Wiederherstellung der Flächen in Naturstein ist aus
Sicht der Verwaltung kein Kissen erforderlich, da durch die
Oberflächenstruktur bereits ein höheres Abrollgeräusch entsteht, was
bereits auf eine verlangsamte Fahrt schließen lässt. Darüber hinaus
würde durch ein Kissen der Pflasterverband aufgehoben, wodurch
wiederum eine weitere Schwachstelle in Hinblick auf eine mögliche
Verschiebung des Pflasters entsteht.
Sollte die Bezirksvertretung für sich für die Umsetzung der
Ausbauvariante 2 entscheiden, ist die Stellungnahme der Verwaltung in
Hinblick auf das Kissen in der Vorgebirgsstraße entsprechend der
Ausführungen abzuändern.
Eine weitere Frage stellte eine Anliegerin bezüglich einer möglichen
Änderung des Fahrweges der Busse. Die Frage konnte abschließend inSeite 2 von 9
Seite 3
der Veranstaltung nicht geklärt werden. Nach Rücksprache mit den SWB
sei darauf hingewiesen, dass bezüglich der Omnibuslinienführung die
Linienführung durch den Nahverkehrsplan und die daraus resultierende
Linienkonzession über diesen Fahrweg genehmigt wird.
Eine grundsätzliche Änderung der Linienwege ist somit nur durch
Abänderung der Liniengenehmigung und Änderung des
Nahverkehrsplanes möglich.
Letzteres bedarf einer politischen Grundsatzentscheidung der
Verkehrsplanung.
Eine temporäre Umleitung ist wie bei jeder Baustelle möglich und auf die
Zeit der Baumaßnahme begrenzt.
Aus Sicht der Verwaltung ist eine weitere Prüfung der Linienführung
nicht erforderlich, da keine der Varianten ungeeignet ist für den ÖPNV.
Anlage/n
1 Folie 6 (öffentlich)Seite 3 von 9
Sanierungskonzepte
VorgebirgsstraßeSeite 4 von 9
Variante 1
Wechsel Naturstein gegen Asphaltbauweise
(Vorschlag der Verwaltung)
• Kosten: ca. 120.000 €
• Bauzeit: ca. 6 WochenSeite 5 von 9
Variante 2
Natursteinpflaster neu verlegen
• Kosten: ca. 175.000 €
• Bauzeit: ca. 10 WochenSeite 6 von 9
Variante 3
Prägeasphalt
• Kosten: ca. 200.000 €
• Bauzeit: ca. 6 WochenSeite 7 von 9
Variante 4
Pflaster mit Verschiebesicherung
• Kosten: ca. 152.000 €
• Bauzeit: ca. 8 WochenSeite 8 von 9
Straßenausbaubeiträge
Ausbauvariante Geschätzter Beitragssatz* pro m²
Grundstücksfläche
Variante 1 „Natursteinwechsel gegen
Bitu/Binder/Decke“
8,00 EUR
Variante 2 „Naturstein neu verlegen“ 11,00 – 12,00 EUR
Variante 3 „Prägeasphalt“ 13,00 EUR
Variante 4 „Betonpflaster mit Sicherung“ 10,00 EUR
*= bei den Angaben in der Tabelle sind die Zuschüsse des Landes NRW im
Zusammenhang mit der Förderrichtlinie Straßenausbaubeiträge noch nicht
berücksichtig, da die Höhe zum jetzigen Zeitpunkt nicht feststeht.Seite 9 von 9

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Datenstand: 03.11.2026, 10:45 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de