191104-1 ST · Stellungnahme der Verwaltung
Fremdvergabe von Reinigungsleistungen bei der BonnOrange AöR
Kerndaten
- Nummer
- 191104-1 ST
- Art
- Stellungnahme der Verwaltung
- Veröffentlicht
- 29.01.2020
- Letzte Änderung
- 18.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses Finanzen- und Beteiligungen Kenntnisnahme
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
Verwandte Vorlagen
Übergeordnet
Volltext
Maschinell aus dem PDF extrahierter Text — Tabellen und Layout gehen verloren. Maßgeblich ist das PDF: PDF öffnen ↗.
Text anzeigen (8.012 Zeichen)
Stellungnahme der Verwaltung öffentlich 191104-1 ST Der Oberbürgermeister Federführung: 66 Tiefbauamt Dezernat: Dez. III Fremdvergabe von Reinigungsleistungen bei der BonnOrange AöR Beratungsfolge Ausschuss für Finanzen und Beteiligungen 04.02.2020 Kenntnisnahme Inhalt der Stellungnahme: Die bonnorange AöR hat zur Großen Anfrage die nachfolgende Stellungnahme abgegeben: zu Frage 1: Vom 01.07.2017 bis zum Sommer 2019 (30.06. und 31.07.) sind für die Innenreinigung der Gebäude Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf sog. Minijob- Basis (450,- €) eingestellt worden. Zur Sicherstellung der Reinigungsleistungen waren sechs Personen mit „festen Revieren“ und ein „Springer“ zur Abdeckung der Urlaubs- und Krankheitstage notwendig. Die Arbeitsverträge waren befristet und liefen im Sommer des Jahres 2019 aus. Da die Fluktuationsrate sehr hoch war (acht Personen haben in den letzten eineinhalb Jahren des Testes gekündigt), die Krankheitstage enorm zugenommen haben (teilweise mehrere Monate abwesend) und die organisatorischen Maßnahmen in diesem Zusammenhang in keinem Verhältnis standen, wurden die Leistungen wieder an einen externen Dienstleister vergeben. Hinzu kam, dass kaum eine Reinigungskraft über einen Führerschein verfügte und daher „Außenstellen“ im Vertretungsfall nicht gereinigt werden konnten. Es ist allerdings gelungen, zwei tüchtigen Reinigungskräften eine Übernahme bei dem externen Unternehmen zu ermöglichen. Diese werden bis heute in den Gebäuden der bonnorange AöR eingesetzt. zu Frage 2: Folgende Objekte werden seit dem 01.07.2017 bis heute gereinigt: Bürogebäude mit Sozialräumen und Werkstatt „Lievelingsweg 110“ Büroetage „Am Dickobskreuz 8“ (Kundencenter) Containeranlage mit Sozialräumen der Stadtreinigung „Olof-Palme- Allee“ Toilettencontainer und Büroraum Wertstoffhof „Weststraße 11“Seite 1 von 4 Seite 2 zu Frage 3: Bis Mitte 2019 wurden die in Ziffer 2 genannten Objekte durch eigene Mitarbeiter*innen gereinigt. Um diese Leistungen sicherzustellen, waren sechs Personen in „festen Revieren“ zugeordnet und eine Person als „Springer“ hinterlegt, um Urlaubs und Krankentage aufzufangen. Die Kosten zur Erledigung dieser Maßnahmen betragen pro Jahr ca. 51.000 €. Darin sind die Personalkosten in Höhe von ca. 48.000 € und ca. 3.000 € für die Anschaffung von Reinigungsmitteln und sonstigen Reinigungsutensilien enthalten. Teilt man die 51.000 € durch zwölf Monate, ergibt sich ein monatlicher Wert für die angegebenen Leistungen in Höhe von 4.250 €. Die Kosten für die externe Reinigung betragen pauschal 4.200 € zzgl. MwSt. für alle oben genannten Objekte pro Monat im Jahr 2019. Auch sind in diesem Betrag sowohl die Personalkosten, als auch die Reinigungsutensilien enthalten. Somit kann festgehalten werden, dass bezogen auf die oben genannten Kosten die Eigenleistung zur Fremdleistung im Zeitraum der Erprobungsphase bei der bonnorange AöR nahezu gleichhoch ausfällt. Zusätzlich werden durch die Fremdvergabe aber alldiejenigen Aufwendungen gespart, die mit den organisatorischen Maßnahmen zur Besorgung und Verteilung von Reinigungsutensilien, der Unterhaltung der Waschmaschine und der täglichen Reinigung von Wischmopps in Zusammenhang stehen. Auch wurden Kosten eingespart, die mit der Rekrutierung von Arbeitskräften durch die Personalabteilung der bonnorange AöR angefallen sind. Diese sind durch die bonnorange AöR nicht konkret zu beziffern, fallen aber deutlich ins Gewicht! Im Wirtschaftsplan für das Jahr 2020 werden höhere Kosten für die Fremdreinigung in Höhe von 61.000 € angegeben. Diese Erhöhung hängt ausschließlich damit zusammen, dass sich die zu reinigende Flächen und Gebäude vergrößern und daher vom Dienstleister mehr Arbeitskräfte eingesetzt werden. Ab Mitte des Jahres 2020 ist das Bauvorhaben „Weststraße“ beendet. Dadurch erhöht sich die zu reinigende Fläche um ca. 900 Quadratmeter Büro- und Sozialflächen. Dafür entfallen der Toilettencontainer „Weststraße 11“ und die Containeranlage „Olof-Palme-Allee“. Ebenfalls ist in der Budgetplanung für 2020 der Standort „Broichstraße 105A“ eingesetzt, da dieser ab April ebenfalls gereinigt werden muss (Büro- und Sozialflächen). Die hausinternen Aufwände entfallen nahezu vollständig. Insofern ist die Aussage nicht richtig, dass die externe Vergabe teurer als die Eigenreinigung ist. zu Frage 4: Die Reinigungsleistungen werden durch die Betriebsstättenleiter und die Büromitarbeiter „überwacht“. Ebenfalls führt der Hausmeister Kontrollen durch. Ein Mehraufwand entsteht nicht. Im Gegenteil, es entfallen die permanenten Kontrollen und Ein- und Unterweisungen des eigenen Personals, die leider wesentlich aufwändiger als erwartet waren. zu Frage 5: Die Reinigungsqualität hat sich weder verbessert noch verschlechtert. Allerdings hat sich die Kontinuität der Reinigung deutlich verbessert und das Führen permanenter „Diskussionen“ wurde beendet. Werden Schlecht- leistungen erbracht, so muss der Auftragnehmer nachbessern oder es gibtSeite 2 von 4 Seite 3 Kürzungen bei der Rechnung. Durch die externe Objektleitung gab es nur in der Anfangszeit (die ersten beiden Monate) Anlaufschwierigkeit, die aber dauerhaft behoben wurden. zu Frage 6: Die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden nach TVÖD E1 vergütet. Der vertraglich festgelegte Lohn bei der Fremdvergabe richtet sich nach Vergabeunterlagen nach den Regeln des Tariftreue- und Vergabegesetzes Nordrhein-Westfalen (BVB TVgG NRW) und entspricht konkret der Lohngruppe 1 des Gebäudereinigertarifes. zu Frage 7: Die Tarifsteigerungen wurden durch Reduzierung der Arbeitszeiten ausgeglichen. Dabei wurde die zu reinigende Fläche pro Person nicht reduziert, da die Zeiten grundsätzlich auskömmlich waren und wir uns hier im Minutenbereich bewegen. Da leider fast zu keinem Zeitpunkt die Reinigungsmannschaft vollzählig war, wurden die „Reviere“ untereinander situativ aufgeteilt. Name Einsatzort Aufgabengebiet 1 Person 1 Weststraße Container Person 1 Olof-Palme-Allee Container 2 Person 2 Am Dickobskreuz 8 3. OG 3 Person 3 Bonn Werkstatt 4 Person 4 Bonn Duschen & WC Keller 5 Person 5 Bonn 1. OG Person 5 Bonn EG/Damencontainer/Pforte 6 Person 6 Bonn 2. OG 7 Person 7 Bonn Springer Frage 8: Die Regelungen mit dem Fremddienstleister sind so gestaltet, dass die Reinigung der Flächen sichergestellt wird, egal durch welchen Personenkreis. Die krankheitsbedingte Ausfallrate ist erstaunlich gering. Bis dato sind Ausfälle maximal tageweise feststellbar. Frage 9: Die Vorgaben an die Reinigungsqualitäten haben sich nicht geändert. Toiletten und Nassbereiche sind täglich, Büros zeitversetzt zu reinigen. Wir bestehen auf ganzheitlicher Vertragserfüllung. Sollten hin und wieder Mülleimer nicht geleert oder Büros „vergessen“ werden, erfolgt lediglich ein Hinweis an den Auftragnehmer oder an die Reinigungskräfte direkt vor Ort. Lediglich bei „häufigeren“ oder „länger anhaltenden“ Schlechtleistungen wird die Rechnung gekürzt. Dieses ist, wie weiter oben dargestellt, lediglich in der Anfangsphase einmalig vorgekommen.Seite 3 von 4 Seite 4 Frage 10: Wie bereits bei der Beantwortung der vorherigen Frage dargestellt, kommt es immer wieder mal vor, dass sich vereinzelt Kollegen beschweren. Die „Beschwerderate“ und der Grund der Beschwerden waren allerdings zur Zeit der Reinigung durch eigenes Personal eindeutig höher, was auf den permanenten Ausfall des Personals zurückzuführen war. So wurden teilweise einzelne Reviere nur rudimentär gereinigt oder die Reinigung durch die Büromitarbeiter selber vorgenommen. Frage 11: Es handelt sich zum einen um die Stelle des Pressesprechers, dessen Aufgaben nach dem Ausscheiden des früheren Mitarbeiters vorübergehend durch Drittvergabe erledigt wurden, und zum anderen um eine Stelle im BackOffice des Bürgertelefons, die wegen zunehmender Anfragen zu diversen Themen dringend wieder besetzt werden muss. Nach Umzug in die Weststraße stehen die dringend benötigten Büros für diese Stellen zur Verfügung, so dass nun eine Stellenbesetzung möglich ist. Anlage/n KeineSeite 4 von 4
Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.
bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 12:08 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de