190776-02 AA · Änderungsantrag
Bürgerantrag : Thematisierung der Nachhaltigkeitsstrategie in Bezug auf Maßnahmen des Amtes 68 auf Friedhöfen(Alt: 1910582) Antrag zur Vorlage 190776
Kerndaten
- Nummer
- 190776-02 AA
- Art
- Änderungsantrag
- Veröffentlicht
- 20.04.2021
- Letzte Änderung
- 19.09.2026
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda Entscheidung federführend
Dateien
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Änderungsantrag öffentlich 190776-02 AA Antragsteller/in: Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN Dr. Christian Möller SPD-Fraktion im Rat der Stadt Bonn Dr. Stephan Eickschen DIE LINKE.-Fraktion im Rat der Stadt Bonn Hanno von Raußendorf Volt-Fraktion im Rat der Stadt Bonn Dr. Dominik Maxein 20.04.2021 Bürgerantrag : Thematisierung der Nachhaltigkeitsstrategie in Bezug auf Maßnahmen des Amtes 68 auf Friedhöfen(Alt: 1910582) Antrag zur Vorlage 190776 Beratungsfolge Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 21.04.2021 Entscheidung Inhalt des Änderungsantrags Bei der Pflege der großen, wildwüchsigen Hecken und Büsche auf den Bonner Friedhöfen sind die Beschlüsse des Rates zum Friedhofskonzept 2017 und zur Nachhaltigkeitsstrategie 2018 zu berücksichtigen. Soweit im Einzelfall geboten, sollen die kleineren Formschnitthecken durch pflegeleichte Büsche und Buschgruppen ersetzt werden. Entlang der Hauptwege können zur Vermeidung von Angsträumen besonders hohe Hecken abgesetzt werden. Wo sinnvoll, sind Hecken zu erhalten und zu ersetzen, um eine hohe Artenvielfalt zu erhalten. Diese Vorstellung sollen in das in Entwicklung befindliche Friedhofskonzept übernommen werden. Begründung Die Friedhöfe verfügen generell über einen hohen Artenreichtum und sind für das Klima in der Stadt von großer Bedeutung. Die Sicherung der bestehenden Ökosysteme trägt dazu bei, die Stadt resistenter gegen die Folgen derSeite 1 von 2 Seite 2 Klimakrise zu machen. Mit dem Verbot der Heckenrodung im Zeitraum vom 1. März bis zum 30. September jeden Jahres sollen schon jetzt heimische Tiere und Pflanzen geschützt werden. Zum Beispiel suchen viele Vögel und andere Kleintiere im Frühjahr einen Zufluchtsort in Hecken und Sträuchern. Dort bauen sie sich Nester und ziehen ihre Jungen auf. Eine großflächige Reduktion von Hecken auf Friedhöfen ist daher kontraproduktiv zu den grundliegenden Zielen und Anliegen des Naturschutzes. Dies gilt auch dann, wenn die Rodung außerhalb des v. g. Verbotszeitraumes stattfindet, weil in erheblichem Maße ökologische Potentiale verloren gehen. Im Hinblick auf die ökologischen Funktionen sind vor allem die kleinen, häufig zu bearbeitenden Formschnitthecken aber wenig relevant. Ziel muss es daher sein, die größeren, eher wildwüchsigen Hecken zu erhalten, die Lebens- und Nisträume für Tiere und insbesondere Vögel bieten. Mit dem dauerhaften Erhalt und der Pflege solcher Hecken auf den Friedhöfen sollen die natürlichen Lebensräume vieler Tiere und Pflanzen letztlich auf lange Sicht erhalten bleiben. Durch den Erhalt der größeren Hecken bleibt auch die gestalterischer Qualität auf den Friedhöfen erhalten, da vor alle diese räumliche Orientierung geben. Bei der Pflege ist allerdings auch den Sicherheitsbedürfnissen zumindest auf den größeren Wegeachsen der Friedhöfe Rechnung zu tragen. Hohe Büsche und Hecken vermitteln aber oft das Gefühl, im Notfall keine Hilfe bekommen zu können. Daher ist bei der künftigen Gestaltung und Pflege diesen Erfordernissen verstärkt Rechnung zu tragen. Dies kann im Einzelfall die Rodung auch größerer Hecken begründen oder den starken Rückschnitt zur Reduzierung der Wuchshöhen. Das Friedhofskonzept soll entsprechend überarbeitet bzw. angepasst werden. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 12:09 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de