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190776 · Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich

Bürgerantrag : Thematisierung der Nachhaltigkeitsstrategie in Bezug auf Maßnahmen des Amtes 68 auf Friedhöfen(Alt: 1910582)

Nummer
190776
Art
Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich
Veröffentlicht
14.11.2019
Letzte Änderung
18.09.2026
  1. Einreichung erledigt · 14.11.2019
  2. Terminierung erledigt
  3. Sitzung erledigt · zuletzt 31.03.2022

Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →

  1. Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 31.03.2022 Entscheidung federführend
  2. Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Verbraucherschutz 18.08.2020 Entscheidung federführend
  1. Sammeldokument öffentlich pdf · 95,3 KB Öffnen ↗

Untergeordnet

  1. 190776-1 ST Bürgerantrag : Thematisierung der Nachhaltigkeitsstrategie in Bezug auf Maßnahmen des Amtes 68 auf Friedhöfen(Alt: 1910582ST4, FF Amt 68)
  2. 190776-02 AA Bürgerantrag : Thematisierung der Nachhaltigkeitsstrategie in Bezug auf Maßnahmen des Amtes 68 auf Friedhöfen(Alt: 1910582) Antrag zur Vorlage 190776
  3. 190776-03 AA Bürgerantrag : Thematisierung der Nachhaltigkeitsstrategie in Bezug auf Maßnahmen des Amtes 68 auf Friedhöfen(Alt: 1910582) BBB-Änderungsantrag zur Vorlage 190776

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Text anzeigen (7.707 Zeichen)
Bürgerantrag § 24 GO - Öffentlich
öffentlich
190776
Bürgerantrag : Thematisierung der
Nachhaltigkeitsstrategie in Bezug auf Maßnahmen
des Amtes 68 auf Friedhöfen(Alt: 1910582)
Beratungsfolge
Ausschuss für Umwelt und Verbraucherschutz 28.11.2019 Entscheidung
Inhalt des Bürgerantrages
Der Antrag hat folgenden Wortlaut:
Der Rat möge beschließen:
Das Vorgehen des Amtes für Stadtgrün, Jahr für Jahr auf den
Bonner Friedhöfen weiträumig Hecken und Büsche
abzuholzen und die Flächen in Rasen umzuwandeln ist sofort
zu beenden und die Arbeit in Einklang mit den Beschlüssen
der Stadt (Friedhofskonzept 2017 und Nachhaltigkeits-
Strategie 2018) zu bringen.
Einzelheiten zur Begründung und zum Hintergrund der Antragstellung ergeben
sich aus dem beigefügten Bürgerantrag.
Beratungsfolge Sitzung Ergebnis Z. *
Ausschuss für Beteiligung der
Bürgerinnen und Bürger und Lokale
Agenda
13.03.2019 Einstimmig bei
Enthaltung AfB zur
weiteren Beratung in
den
Umweltausschuss
verwiesen, sh.
1910582EB5
1
Ausschuss für Umwelt und
Verbraucherschutz
11.04.2019 vertagt bis eine
gemeinsame
Beratung mit dem
neuen
Friedhofskonzept
möglich ist
1
Federführung:
56 Amt für Umwelt-, Verbraucherschutz und Lokale Agenda Dezernat:
Dez. IIISeite 1 von 4

Seite 2
Ausschuss für Umwelt und
Verbraucherschutz
29.05.2019 bei Anerkennung der
Tagesordnung von
der TO abgesetzt und
vertagt bis das neue
Friedhofskonzept
vorliegt mit PN
1
Anlage/n
1 Bürgerantrag (öffentlich)
2 Bürgerantrag vollständig (nichtöffentlich)Seite 2 von 4

Von:
An: vl_dez_ob_oberbuergermeister
Cc: StV Klingmüller, Gabi (SPD); Rosen, Monika (OB-1)
Thema: Bürgerantrag zur Veränderung der Friedhöfe (§24 GO NRW)
Datum: Sonntag, 17. Februar 2019 16:02:21
CC: Vorsitzende Bürgerausschuss, Bürgermeisterin Gabriele Klingmüller
Betr.: Bürgerantrag zur Veränderung der Friedhöfe (§24 GO NRW)
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
im Hinblick auf die gravierenden Veränderungen auf den Bonner Friedhöfen sende ich Ihnen
folgenden Bürgerantrag mit Begründung (auch angehängt als docx-Datei):
Der Rat möge beschließen:
Das Vorgehen des Amtes für Stadtgrün, Jahr für Jahr auf den Bonner Friedhöfen weiträumig
Hecken und Büsche abzuholzen und die Flächen in Rasen umzuwandeln ist sofort zu
beenden und die Arbeit in Einklang mit den Beschlüssen der Stadt
(Friedhofskonzept 2017 und Nachhaltigkeits-Strategie 2018) zu bringen.
Vorbemerkung:
„Die Nachhaltigkeitsstrategie ist für uns der Rahmen für die kommenden elf Jahre bis zum Jahr
2030“, „Als UN-Stadt sind wir besonders verpflichtet, die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele im eigenen
kommunalen Handeln umzusetzen.“ (OB A. Sridharan)
.
http://www.bonn.de/rat_verwaltung_buergerdienste/presseportal/pressemitteilungen/38460/index.html
„Wir wollen zeigen, dass die Strategie kein Papiertiger ist“, Die gesamte Stadtspitze steht hinter den
Nachhaltigkeitszielen. „Das ist nicht nur eine Aufgabe des Umweltamtes.“ (OB A. Sridharan)
http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/stadt-bonn/So-will-Bonn-die-UN-Agenda-2030-
umsetzen-article4038398.html
Begründung des Antrages:
Auf zahlreichen Friedhöfen werden Hecken rabiat abgeholzt und durch Rasen ersetzt, Vorhandene
jahrzehntealte Buschgruppen werden großflächig und vollständig abgesägt.
Der von vielen Besuchern geschätzte Parkcharakter vieler Friedhöfe wird weitgehend zerstört und
verschandelt. Alte Buschgruppen, die Schatten und Sichtschutz geboten haben, werden gerodet und
viele Friedhöfe schrittweise in weitläufige kahle Flächen umgewandelt, nur hier und da von einem
Grabstein oder einem vergessenen Baum unterbrochen. Die Friedhöfe erhalten allmählich die
Anmutung eines Großparkplatzes beim Baumarkt. Immer mehr Besucher ärgern sich über die
Eingriffe in den bisher sehr geschätzten Parkcharakter.
Die langanhaltende Hitze- und Dürreperiode in Bonn (im letzten Jahr), die durch den Klimawandel in
Zukunft immer häufiger zu erwarten ist, verbunden mit der zunehmenden Zu-Betonierung der Stadt,
haben dazu geführt, dass immer mehr Menschen die Friedhöfe als Klimainseln schätzen gelernt
haben. Sie haben erkannt, dass die Friedhöfe mit ihrem Grün und Schatten den umliegenden
Stadtteilen Kühle und Feuchtigkeit spenden können. Diese wichtige klimatologische Funktion wird
durch die derzeitige Politik von Stadtgrün zerstört.
Die Friedhöfe werden noch immer nach dem o.g. Gutachten von 2005/2007 (Gutachten für das
Friedhofs- und Begräbniswesen der Bundesstadt Bonn; Bo_ris 0510234NV16) umgewandelt, das
vorsieht: (Zitat) „ die vielen Hecken sind zu entfernen.“ und „ Umgestaltung zu einem
Rasenfriedhof“
Diese bis heute andauernden gewaltigen Eingriffe in die Gestaltung der Friedhöfe widersprechen
selbst dem Friedhofskonzept von 2017 (1713349ED2) und zwar z.B. den dort hervorgehobenen
Funktionen der Friedhöfe:
6.2.4 Soziale Funktion
„Friedhöfe fördern die Pflege der Gemeinschaft und ….sind Treffpunkt mit Menschen.“
6.2.6 Ökologische Funktion
Die Friedhöfe sind wesentlicher Bestandteil der Stadt- und Raumplanung, auch da sie für die Umwelt
einen innerörtlich wichtigen ökologischen und klimatologischen Beitrag leisten.
Sie „sind Lebensraum für Flora und Fauna,….. fördern das Stadtklima“, etc.;
„Hecken … haben ….die Funktion einer CO2-Senke. Sie tragen …. zur Feinstaubbindung bei, sind
wichtig für das Mikroklima und sind Rückzugsgebiete und Brutstätte für Vögel in der oft
stark versiegelten urbanen Landschaft.“
6.2.7 Erholungsfunktion
„Friedhöfe stellen einen beachtlichen Erholungswert für die Bevölkerung dar. Im
innerstädtischen Bereich übernehmen sie zugleich Funktionen von Grün- und Parkanlagen.“
Erst recht widerspricht das derzeitige Vorgehen von Stadtgrün auf den Friedhöfen den Intentionen
und Ausführungen der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesstadt BonnSeite 3 von 4

Zitate:
Themenfeld Natürliche Ressourcen und Umwelt;
Strategisches Ziel 1: „Klimaangepasste Innenentwicklung“, „…durch hochwertige
Begrünungskonzepte werden bestehende Bebauungsstrukturen klimasensibel aufgewertet.“ (S.
14)
Operatives Ziel 2, Maßnahme 2.1.2:
Freiflächen werden … als essentieller Bestandteil für ein lebenswertes und gesundes
Wohnumfeld geschützt und weiter entwickelt. Damit wird zur Verbesserung der Umwelt- und
Lebensverhältnisse in der Region beigetragen. (S. 16)
Das bedeutet für die Bonner Friedhöfe:
Kahle Rasen- und Freiflächen ohne Rückzugsmöglichkeiten für Mensch, Tier und Insekten sollten
vermieden werden, denn sie reduzieren den bislang vorhandenen Erholungswert der Friedhöfe. Große
Flächen ohne Schatten und Sichtschutz sind nicht attraktiv und nicht einladend.
Vorhandene Hecken und Büsche sollten nicht durch ökologisch wenig sinnvollen nackten Rasen
ersetzt werden. Rasen ersetzt kein schattenspendendes, feuchtigkeitsspeicherndes und damit fürs
Kleinklima notwendiges Gehölz und bietet Insekten wenig Nutzen. Auch wenn ältere größere
Buschgruppen eventuell nicht mehr den heutigen ökologischen Standards entsprechen (z.B.
Rhododendron und Thuja), erfüllen sie aber gartenarchitektonische Kriterien; sie spenden Schatten
und Kühle, speichern Feuchtigkeit und bieten ggf. Nist- und Schlafplätze für Vögel und andere Tiere.
Nur wenn Arbeitszeit und Geld vorhanden ist, können sie gefällt und durch ökologisch
wertvollere und pflegeleichtere Büsche/Buschgruppen ersetzt werden
Diese Forderung ist auch im Sinne des Planungsdezernenten Helmut Wiesner, (GA, 14.2.19)
„ Bonner Grünflächen rücken in den Fokus: Sie sollen für einen hohen Artenreichtum geschützt
oder hergerichtet und miteinander vernetzt werden. Das werde die Stadt auch resistenter gegen die
Folgen der Klimaerwärmung machen.“
http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/stadt-bonn/So-will-Bonn-die-UN-Agenda-2030-
umsetzen-article4038398.html
Mit freundlichen GrüßenSeite 4 von 4

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Datenstand: 02.11.2026, 21:53 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de