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262001 · Antrag

Volt-Antrag: Melbbad kostenoptimiert sanieren

Nummer
262001
Art
Antrag
Veröffentlicht
23.10.2026
Letzte Änderung
28.10.2026
  • Bonn Stadtbezirk Hauptort
  1. Einreichung erledigt · 23.10.2026
  2. Terminierung aktuell · Termin in den Daten noch nicht verknüpfti
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Antrag
öffentlich
262001
Antragsteller/in:
Volt-Gruppe im Rat der Stadt Bonn
Uwe Feddern
Kathrin Seelige
Katja Grimm-Bouveret
22.10.2026
Volt-Antrag: Melbbad kostenoptimiert sanieren
Beratungsfolge
Rat 12.11.2026 Entscheidung
Inhalt des Antrags
Das Melbbad wird als öffentlich zugängliches Freibad in Verantwortung
der Stadt Bonn wiedereröffnet.
Die Verwaltung wird beauftragt:
1. Die vorliegende Generalplanung auf eine kostenoptimierte und
gebäudetechnisch nur auf den notwendigen Standard beschränkte
Variante zu reduzieren. Kostentreiber bei Ausstattungs- und
Hochbaustandards sind zu streichen; stattdessen ist das Prinzip eines
einfachen, zweckmäßigen Baus konsequent anzuwenden. Außerdem ist
zur Kostenoptimierung eine potenzielle Fremdvergabe für das Bäder-
Personalmanagement zu prüfen.
2. Die Kosten separat auszuweisen, welche für die Aufbereitung des
Areals entstehen, wenn dieses nicht ausschließlich als Freibad genutzt
wird.
3. Neben dem städtischen Betrieb auch gemeinschaftliche
Betreibermodelle (Bürgerbad-Modell, gGmbH, Genossenschaft) zu
prüfen, bei denen die Stadt Eigentümerin bleibt und einen
Betriebskostenzuschuss zahlt, der Betrieb aber auf einen
zivilgesellschaftlichen Träger übertragen wird.
4. Fördermöglichkeiten (Bund, Land NRW) für Investition und Betrieb zu
ermitteln.
5. Die Ergebnisse der Ziffern 1 und 2 dem Rat bis zur
Haushaltseinbringung zur Beschlussfassung vorzulegen.
Begründung
Beim Bürgerentscheid im November 2020 haben sich 77,18 % der
Abstimmenden für den Erhalt des Melbbades ohne WohnungsbebauungSeite 1 von 3
Seite 2
ausgesprochen. Auf dieser Grundlage beauftragte der Rat mit
Beteiligung der Koalition am 25.08.2022 (DS 221653) die Vorplanung auf
Basis einer 2. Machbarkeitsstudie. Schon damals wurde gezeigt, dass
durch die Beschränkung auf das Wesentliche (Verzicht auf
Gastronomiebaukörper, Verkleinerung der Nettogrund- und
Technikflächen) erhebliche Einsparungen erzielt werden können.
Die aktuell von der Verwaltung vorgelegte Entwurfsplanung (DS 261474
und DS 261281) weist Gesamtkosten von bis zu 23.926.479,25 € für die
Renovierung des Bades aus. In der Entwurfsplanung werden
"Unerlässliche Leistungen die die Machbarkeitsstudie 2 nicht in den
Kosten hatte" aufgeführt, diese betragen 6.386.990,16 € und begründen
somit nicht die Differenz von 13.250.835,03 €.
Ein großer Teil der Kosten entsteht allerdings auch schon für die ohnehin
notwendige generelle Aufbereitung des Grundstücks. Zudem zeigt eine
detaillierte Betrachtung der Investitionskosten für das geplante Freibad,
dass eine kostenreduzierte Alternative ohne Angebotseinschränkungen
im Schwimmbereich möglich erscheint, insbesondere durch
Kostenreduktionen bei der Größe der Gebäude, dem baulichen Standard
des Funktionsgebäudes (z.B. nicht notwendige Beheizung im Winter)
und der Außenanlagen. Außerdem müssen bei der Betrachtung die
Investitionskosten für eine Renovierung des Bades strikt von den Kosten
für die generelle Aufbereitung des Grundstücks getrennt werden.
Im Bereich der Betriebskosten erscheint ein geringerer Personalbedarf,
als in den vorliegenden Verwaltungsvorlagen veranschlagt, möglich.
Zudem werden in der Verwaltungsvorlage keinerlei Alternativen für
innovative und kostengünstigere Organisationsmodelle aufgezeigt, wie
sie in anderen Städten schon oftmals umgesetzt werden. Zum Beispiel
durch den gezielten Einsatz von saisonalen Abrufkräften,
Kooperationsvereinbarungen mit mit der DLRG für Rettungsschwimmer-
Aufgaben und der Unterstützung durch den Förderverein ,,Unser
Melbbad e.V." lässt sich der Druck auf den städtischen Stellenplan
erheblich mildern.
Das Bürgergutachten zur Bonner Bäderlandschaft, das der Rat 2019 in
Auftrag gegeben hat, empfiehlt ausdrücklich die Entwicklung von
Bürgerbad-Modellen für geeignete Bonner Bäder. Bevor das Melbbad
dauerhaft aufgegeben wird, muss geprüft werden, ob ein Bürgerbad-Seite 2 von 3
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Modell eine tragfähige Alternative darstellt.
Anlage/n
KeineSeite 3 von 3

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Datenstand: 02.11.2026, 21:48 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de