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261898 · Mitteilungsvorlage

Mitteilung zu den Ergebnissen der Umfrage zu den Auswirkungen der Nordbrückensperrung auf die Wirtschaft

Nummer
261898
Art
Mitteilungsvorlage
Veröffentlicht
15.10.2026
Letzte Änderung
23.10.2026
  • Bonner Talweg Straße· Südstadt, Bonn
  • Bonn Stadtbezirk
  1. Sitzung noch nicht verknüpft Kenntnisnahme
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Mitteilungsvorlage
öffentlich
261898
Der OberbürgermeisterDokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
Federführung:
03 Amt für Wirtschaftsförderung
Dezernat:
Dez. OB
Mitteilung zu den Ergebnissen der Umfrage zu den
Auswirkungen der Nordbrückensperrung auf die
Wirtschaft
Beratungsfolge
Ausschuss für Wirtschaft, Liegenschaften und
Arbeit
03.11.2026 Kenntnisnahme
Ausschuss für Mobilität und Verkehr 04.11.2026 Kenntnisnahme
Mitteilung:
Die Verwaltung informiert nachfolgend über die Ergebnisse der gemeinsamen
Umfrage zu den Auswirkungen der Nordbrückensperrung auf die Wirtschaft in
Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis, die am 02.10.2026 in einer gemeinsamen Pres-
sekonferenz vorgestellt wurden. An der Pressekonferenz haben auch überre-
gionale Medien, darunter die Frankfurter Allgemeine Zeitung und die Neue
Züricher Zeitung, digital teilgenommen. Der Umfrage folgend sind 92 % der
1.160 teilnehmenden Unternehmen von der Sperrung betroffen. Die Präsentati-
on der Ergebnisse sowie die Pressemitteilung vom 02.10.2026 sind dieser Mit-
teilung als Anlagen beigefügt.
Die Umfrage wurde von der IHK Bonn/Rhein-Sieg, der Handwerkskammer zu
Köln, der Kreishandwerkerschaft Bonn·Rhein-Sieg sowie den Wirtschaftsförde-
rungen der Bundesstadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises gemeinsam durch-
geführt und vom Einzelhandelsverband Bonn Rhein-Sieg Euskirchen und vom
DEHOGA Nordrhein unterstützt. Befragt wurden die Unternehmen der Region
vom 04.09.2026 bis zum 18.09.2026. Teilgenommen haben 1.160 Unterneh-
men, davon 777 aus Bonn. Die Ergebnisse geben ein Stimmungsbild der teil-
nehmenden Unternehmen wieder.
1.069 der 1.160 Unternehmen (92 %) gaben an, von der Sperrung betroffen zu
sein. Die folgenden Prozentangaben beziehen sich auf die 1.069 betroffenen
Unternehmen (Mehrfachnennungen möglich). Einzelne Werte der Pressemittei-
lung beziehen sich dagegen auf alle 1.160 Teilnehmenden und fallen entspre-
chend niedriger aus. Am häufigsten genannt werden längere Arbeitswege der
Beschäftigten (82,8 %) und verzögerte Anfahrten zu Terminen und Baustellen
(70,4 %), gefolgt von Umsatzeinbußen (41,3 %) und verspäteten Warenliefe-
rungen (39,3 %). 31,2 % rechnen mit mittleren Einbußen (Umsatzrückgang von
5 bis 20 %), 12,1 % mit starken Einbußen (über 20 %); 21,6 % können dies
noch nicht einschätzen. Besonders häufig berichten Betriebe aus Handwerk,
Einzelhandel und Gastronomie von Umsatzrückgängen.Seite 1 von 24
Seite 2Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
Die Unternehmen reagieren auf die Situation: 33,4 % haben flexiblere Arbeits-
zeiten eingeführt, 32,6 % Home-Office angeboten oder ausgeweitet und 23,4 %
Aufträge auf der anderen Rheinseite abgelehnt oder abgegeben. Als hilfreichs-
te Maßnahmen nennen die Unternehmen vor allem eine bessere Abstimmung
aller verkehrlichen Baumaßnahmen (67,9 %), einen verbesserten ÖPNV (48,7
%), eine bessere Umleitungsführung (47,6 %) und Ausnahmeregelungen für
Handwerker- und Lieferverkehr (41,3 %); finanzielle Unterstützung nennen 26,5
%. 38,1 % fühlen sich zur Sperrung und zu den Ersatzmaßnahmen schlecht
informiert, 45,7 % neutral und 12,0 % gut.
Ausblick
Die beteiligten Wirtschaftsorganisationen und Wirtschaftsförderungen werden
sich gegenüber Land und Bund weiter für eine schnelle Wiederherstellung der
Rheinquerung einsetzen und die betroffenen Unternehmen wo immer möglich
entlasten. Die Bundesstadt Bonn hat nach der Sperrung durch die umgehend
eingerichtete Task Force eine Vielzahl von Maßnahmen zur Verbesserung des
Verkehrsflusses umgesetzt, die, wie auch alle anderen relevanten Informatio-
nen zur Nordbrücke, unter https://bonn.de/nordbruecke abrufbar sind. Wo
darüber hinaus konkrete Handlungsmöglichkeiten bestehen, die Auswirkungen
auf den innerstädtischen Verkehr abzumildern, werden diese von der Task For-
ce geprüft und wenn möglich zeitnah umgesetzt. Die Umfrage soll in regel-
mäßigen Abständen wiederholt werden, um weiterhin ein Stimmungsbild aus
der Wirtschaft der Region zu erhalten und effektivere Maßnahmen zu identifi-
zieren bzw. umzusetzen.
Anlage/n
1 Anlage Medieninformation-Umfrage-Nordbru?cke (öffentlich)
2 Anlage Umfrageergebnisse_Pra?sentation (öffentlich)Seite 2 von 24
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___________________PRESSE-INFO
Nordbrücke: Umfrage belegt massive
Auswirkungen der Sperrung auf Wirtschaft
Mehr als 70 Prozent der Betriebe sind deutlich schlechter erreichbar 02.10.2026 Nr. 21
Eine gemeinsame Umfrage von Wirtschaftsorganisationen und -förderungen
belegt die massiven Auswirkungen der Nordbrückensperrung auf das
Wirtschaftsleben in der Region Bonn/Rhein-Sieg. 92 Prozent der 1160
Betriebe aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis, die sich im September an der
Befragung von Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg,
Handwerkskammer zu Köln, Kreishandwerkerschaft Bonn·Rhein-Sieg sowie
der Wirtschaftsförderungen von Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises beteiligt
haben, geben an, von der Sperrung betroffen zu sein. Mehr als 70 Prozent
berichten, die Erreichbarkeit ihres Unternehmens und der Ziel- und
Auftragsorte habe sich spürbar oder sogar sehr stark verschlechtert.
„Die Umfrage verdeutlicht die ökonomischen Folgen der verstopften Straßen
und zeigt, dass die Sperrung ein erheblicher Einschnitt für unsere
Wirtschaftsregion ist“, sagt Kreishandwerksmeister Michael Christmann.
„Das Ausmaß unterstreicht auch noch einmal, wie wichtig eine schnelle
Wiederherstellung der Rheinquerung ist. Je eher die Unternehmen wieder
über die Nordbrücke fahren können, desto besser. Jeder Tag zählt. Unser
Appell an Autobahn GmbH und Bund ist daher: Unbedingt weiter Tempo
machen!“
Ein Fünftel muss Aufträge auf anderer Rheinseite ablehnen
Bei drei von vier Unternehmen brauchen die Beschäftigten seit der Sperrung
länger für den Weg zur Arbeit, bei rund 65 Prozent dauert die Fahrt zu
Bonner Talweg 17
53113 Bonn
Postfach 1820
53008 Bonn
Telefon: 0228 2284-139
E-Mail: presse@bonn.ihk.de
Internet: www.ihk-bonn.deSeite 3 von 24
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Baustellen oder Terminen länger. Besonders häufig von einem
Umsatzrückgang berichten Betriebe aus Handwerk, Einzelhandel und
Gastronomie. Zugleich zeigt die Umfrage, wie sich die Unternehmen an die
Situation anpassen. „Rund 30 Prozent haben die Möglichkeit zum Home-
Office angeboten oder ausgeweitet und ebenso hat ein Drittel flexiblere
Arbeitszeiten eingeführt“, sagt Kreiswirtschaftsförderin Regina
Rosenstock. „Die Flexibilität der Unternehmen hat jedoch Grenzen, gerade
im Handwerk, in der Logistik oder bei Dienstleistern, die viel unterwegs sind.
Fast jeder fünfte Betrieb muss Aufträge auf der anderen Rheinseite ablehnen.“
IHK: Mehr Beschleunigung bei Infrastruktur generell nötig
In den massiven Folgen der Kappung der Rheinquerung sieht IHK-
Hauptgeschäftsführer Dr. Hubertus Hille auch eine deutliche Mahnung zu
mehr Beschleunigung bei Infrastrukturvorhaben insgesamt. „Der Bund hat
jetzt die Chance, die Nordbrücke zu einem Musterprojekt zu machen, damit
dann im Zusammenspiel mit besseren gesetzlichen Rahmenbedingungen die
Instandsetzung der anderen maroden Brücken schneller gelingt“, sagt Hille.
Angesichts des Zustands vieler Rheinbrücken sei das unabdingbar: „Nur mit
mehr Tempo bei Neu- und Ersatzbau lassen sich in Zukunft solche
‚Brückenkrisen‘ wie in Bonn verhindern.“
Unternehmen wünschen mehr Ausnahmeregeln
Die Bundesstadt Bonn hat nach der kurzfristigen Sperrung der Nordbrücke
schnell reagiert und versucht mit verschiedenen Maßnahmen, den
Verkehrsfluss im überlasteten Verkehrsnetz der Stadt zu verbessern. Viele der
befragten Unternehmen wünschen sich eine bessere Abstimmung der
unterschiedlichen Baumaßnahmen in Stadt und Region sowie mehr
Ausnahmeregelungen, etwa für Lieferverkehre. Zudem geben 35 Prozent der
Betriebe an, sich nicht ausreichend informiert zu fühlen.
„Die Ergebnisse der Umfrage zeigen deutlich, dass die Sperrung der
Nordbrücke viele Unternehmen vor große Herausforderungen stellt. Wir
nehmen diese Rückmeldungen sehr ernst“, sagt Sven Schneider, Leiter
Service Center Wirtschaft in der Bonner Wirtschaftsförderung. „Wo
konkrete Handlungsmöglichkeiten bestehen, die Auswirkungen der Sperrung
auf den innerstädtischen Verkehr abzumildern, werden diese von der Task
Force geprüft und möglichst schnell umgesetzt. Ziel ist es, pragmatische
Lösungen zu identifizieren und darüber kurzfristige Verbesserungen zu
erreichen.“Seite 4 von 24
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Appell der Wirtschaftsorganisationen: In Region zusammenstehen
Die Wirtschaftsorganisationen sind sich mit dem Einzelhandelsverband Bonn
Rhein-Sieg Euskirchen und DEHOGA Nordrhein, die die Umfrage unterstützt
haben, einig: Die Region Bonn/Rhein-Sieg muss in dieser schwierigen
Situation zusammenstehen. Gemeinsames Ziel ist, in Düsseldorf und Berlin
weiter auf eine schnelle Wiederherstellung der Rheinquerung zu drängen und
die betroffenen Unternehmen wo immer möglich zu entlasten.Seite 5 von 24
Umfrage zu den Auswirkungen
der Nordbrückensperrung
ZUKUNFT.
FUTURE.
AVENIR.
BONN.
Unterstützt von:Seite 6 von 24
Einführung
Michael Christmann (Kreishandwerksmeister)
Umfrage zur Nordbrückensperrung, 09.2026 2Seite 7 von 24
Vorstellung der Ergebnisse
Regina Rosenstock (Kreiswirtschaftsförderin RheinS iegKreis)
Sven Schneider (Leiter Service Center Wirtschaft der
Wirtschaftsförderung Bonn)
• Zeitraum der Umfrage: 04.09.2026 18.09.2026
• 1.160 Unternehmen aus der Region haben teilgenommen
• Die Ergebnisse spiegeln das Stimmungsbild unter den
Unternehmerinnen und Unternehmern wider
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Umfrage zur Nordbrückensperrung, 09.2026 17Seite 22 von 24
Fazit und Ausblick
Dr. Hubertus Hille (Hauptgeschäftsführer IHK Bonn/RheinSieg)
Umfrage zur Nordbrückensperrung, 09.2026 18Seite 23 von 24
Umfrage zu den Auswirkungen
der Nordbrückensperrung
ZUKUNFT.
FUTURE.
AVENIR.
BONN.
Unterstützt von:Seite 24 von 24

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Datenstand: 03.11.2026, 05:08 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de