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261897 · Antrag

Grüne-Antrag: Einführung eines Tarifkorridors für vorbestellte Taxifahrten

Nummer
261897
Art
Antrag
Veröffentlicht
14.10.2026
Letzte Änderung
30.10.2026
  • Bonn Stadtbezirk Hauptort
  1. Einreichung erledigt · 14.10.2026
  2. Terminierung aktuell · Termin in den Daten noch nicht verknüpfti
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Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →

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Antrag
öffentlich
261897
Antragsteller/in:
Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN
Dr. Barbara Krausz
Berit Keiser
13.10.2026
Grüne-Antrag: Einführung eines Tarifkorridors für
vorbestellte Taxifahrten
Beratungsfolge
Ausschuss für Wirtschaft, Liegenschaften und
Arbeit
03.11.2026 Empfehlung
Ausschuss für Mobilität und Verkehr 04.11.2026 Empfehlung
Hauptausschuss 05.11.2026 Entscheidung
Inhalt des Antrags
Die Verwaltung wird gebeten, einen Vorschlag zur Einführung eines
Tarifkorridors für vorbestellte Taxifahrten in Bonn zu erarbeiten und die dafür
notwendige Anpassung der Bonner Taxitarifordnung vorzubereiten.
Dabei soll geprüft werden, in welchem Rahmen Taxiunternehmen bei einer
vorherigen Bestellung per Telefon oder App einen verbindlichen Festpreis
anbieten können, der innerhalb eines festgelegten Korridors vom regulären
Taxitarif abweichen darf.
Die Verwaltung berichtet dem Wirtschaftsausschuss über die Ergebnisse und
legt einen Vorschlag für eine mögliche Umsetzung in Bonn vor.
Begründung
Das Taxigewerbe steht zunehmend im Wettbewerb mit appbasierten
Mobilitätsangeboten. Ein wesentlicher Vorteil solcher Angebote aus Sicht der
Fahrgäste ist die Preistransparenz: Bereits bei der Buchung ist bekannt, was
die Fahrt kosten wird. Für das regulierte Taxigewerbe waren solche flexiblen
Preisangebote lange nur eingeschränkt möglich.
Mit der Novellierung des Personenbeförderungsgesetzes hat der
Bundesgesetzgeber die Möglichkeit geschaffen, für vorbestellte Taxifahrten
Festpreise beziehungsweise Mindest- und Höchstpreise festzulegen, innerhalb
derer der Fahrpreis vor Fahrtantritt vereinbart werden kann.
Mehrere Großstädte nutzen diesen Spielraum bereits: InDüsseldorf können
Taxiunternehmen seit Mai 2025 für vorbestellte Fahrten Festpreise anbieten,
die bis zu 20 Prozent über oder unter dem errechneten Basispreis liegen. Die
Stadt begründet dies ausdrücklich damit, dass Taxiunternehmen dadurch
flexibler auf Marktgegebenheiten reagieren können. Auch inKöln kann beiSeite 1 von 2
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vorbestellten Fahrten der Festpreis nun bis zu 20 Prozent nach unten oder
oben vom regulären Beförderungsentgelt abweichen.München gehörte zu den
ersten deutschen Großstädten, die einen solchen Tarifkorridor eingeführt
haben.Berlin führte 2024 Festpreise für vorbestellte Taxifahrten ein. Der
Berliner Senat begründete dies unter anderem damit, dass Taxiunternehmen
damit bei der für Fahrgäste wichtigen Preissicherheit gegenüber appbasierten
Mietwagenangeboten nachziehen können. AuchHamburg erprobt seit 2025
unterschiedliche Festpreis- und Tarifkorridormodelle wissenschaftlich. Ziel ist
es nach Angaben der Stadt, das Taxiangebot attraktiver und zeitgemäßer zu
machen und gleichzeitig den Unternehmen mehr Spielraum zu geben.
Die Beispiele zeigen, dass Festpreise kein Sonderweg, sondern ein Instrument
zur Modernisierung des Taxigewerbes sind. Sie verbinden die Vorteile des
klassischen Taxis mit der von digitalen Mobilitätsangeboten gewohnten
Preistransparenz. Für die Fahrgäste bedeutet dies mehr Planungssicherheit
und die Möglichkeit, Angebote bereits vor Fahrtantritt zu vergleichen. Ziel ist es,
ein flächendeckendes Taxiangebot in Bonn zu unterstützen und das
Taxigewerbe wettbewerbsfähiger zu machen, ohne andere Mobilitätsangebote
künstlich zu verteuern.
Anlage/n
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Datenstand: 03.11.2026, 09:00 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de