261779 · Antrag
Volt-Antrag: Digitale Abrechnung von Krankentransportfahrten voranbringen
Kerndaten
- Nummer
- 261779
- Art
- Antrag
- Veröffentlicht
- 22.09.2026
- Letzte Änderung
- 23.10.2026
Orte
- Bonn Hauptort
Stand im Verfahren i
- Einreichung
- Terminierung
- Sitzung
Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →
Beratungsfolge
- Sitzung noch nicht verknüpft Entscheidung federführend
- Sitzung noch nicht verknüpft Empfehlung
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
Volltext
Maschinell aus dem PDF extrahierter Text — Tabellen und Layout gehen verloren. Maßgeblich ist das PDF: PDF öffnen ↗.
Text anzeigen (4.575 Zeichen)
Antrag öffentlich 261779 Antragsteller/in: Volt-Gruppe im Rat der Stadt Bonn Katja Grimm-Bouveret Uwe Feddern Fabio Sánchez Copano 21.09.2026 Volt-Antrag: Digitale Abrechnung von Krankentransportfahrten voranbringen Beratungsfolge Ausschuss für Digitalisierung, Dienstleistung und Verwaltungsmodernisierung 13.10.2026 Empfehlung Hauptausschuss 05.11.2026 Entscheidung Inhalt des Antrags Die Verwaltung wird beauftragt, 1. sich auf überregionaler Ebene für die Einführung eines rechtssicheren, medienbruchfreien und praxistauglichen digitalen Verfahrens für die Verordnung, Nachweisführung und Abrechnung von Krankentransportfahrten einzusetzen. 2. hierfür über den Deutschen Städtetag, den Städtetag Nordrhein- Westfalen und weitere geeignete kommunale Spitzenverbände auf die zuständigen Stellen auf Bundes- und Landesebene, die gematik, den GKV-Spitzenverband und die Krankenkassen zuzugehen. Ziel ist, die notwendigen rechtlichen, organisatorischen und technischen Voraussetzungen für eine schnelle Umsetzung zu schaffen. 3. insbesondere darauf hinzuwirken, dass die für die Abrechnung erforderlichen Nachweise – insbesondere das bisher papiergebundene Muster 4 – künftig digital übermittelt und von den zuständigen Kostenträgern anerkannt werden können. Datenschutz, Authentizität, Integrität und Nachvollziehbarkeit der Nachweise müssen dabei sichergestellt werden. 4. dem Ausschuss für Digitalisierung, Dienstleistung und Verwaltungsmodernisierung sowie dem Ausschuss für Sicherheit, Ordnung und Bevölkerungsschutz spätestens sechs Monate nach dem Beschluss über den Sachstand zu berichten. Der Bericht soll insbesondere den heutigen Ablauf in Bonn, die festgestellten Verzögerungen und Verwaltungsaufwände, mögliche finanzielle Belastungen, bestehende rechtliche Hindernisse, bereits geführte Gespräche sowie konkrete nächste Schritte enthalten. Die Belange derSeite 1 von 3 Seite 2 kommunalen Rettungs- und Krankentransporte sind dabei angemessen zu berücksichtigen. Begründung Die Digitalisierung der Abrechnung von Krankentransportfahrten ist ein konkreter Verwaltungsprozess, bei dem nach den vorliegenden Informationen weiterhin ein wesentlicher Medienbruch besteht. Für einen großen Teil der Fahrten gesetzlich Versicherter wird weiterhin das papiergebundene Muster 4 benötigt; digitale Nachweise werden von den Krankenkassen derzeit nicht einheitlich anerkannt. Der notwendige Versand und die manuelle Bearbeitung der Unterlagen können zu Verzögerungen, zusätzlichem Verwaltungsaufwand und verspäteten Zahlungen führen. Dadurch können für kommunale Leistungserbringer auch vermeidbare finanzielle Belastungen, etwa durch Verzugszinsen, entstehen. Die gematik hat für die digitale Verordnung von Krankenbeförderung einen möglichen digitalen Prozess beschrieben und arbeitet an dessen Erprobung, der aber nur die Beteiligung von Taxen etc. vorsieht. Die Implementierung im Bereich Rettungsdienst wurde aber explizit ausgeschlossen. Eine Kommune kann die dafür notwendigen bundesweiten Regeln und die Anerkennung durch die Kostenträger jedoch nicht allein herstellen. Bonn sollte deshalb gemeinsam mit anderen Kommunen und den kommunalen Spitzenverbänden auf eine schnelle, einheitliche und rechtssichere Lösung hinwirken. Der Antrag zielt nicht darauf, dass die Stadt Bonn eigenständig ein bundesweites Abrechnungssystem entwickelt. Er schafft vielmehr einen klaren politischen Auftrag, die kommunalen Interessen gegenüber den zuständigen Stellen einzubringen und die Umsetzung eines bereits beschriebenen digitalen Prozesses zu beschleunigen. Eine digitale und verlässliche Abrechnung verringert unnötige Papierwege, verbessert die Nachvollziehbarkeit der Verfahren und kann die Bearbeitungszeiten für Verwaltung, Leistungserbringer und Kostenträger verkürzen. Fachliche Bezugspunkte Als fachlicher Bezugspunkt dient das Impulspapier der gematik zur digitalen Verordnung von Krankenbeförderung: Impulspapier Krankentransport. Die bestehende papiergebundene Abrechnung und die einschlägigen Formulare werden in den Informationen des GKV-Spitzenverbands beschrieben. Finanzielle Auswirkungen Die finanziellen Auswirkungen einer bundesweiten Umstellung können durchSeite 2 von 3 Seite 3 die Stadt Bonn derzeit nicht abschließend beziffert werden. Für die politische Interessenvertretung und die Berichterstattung entsteht zusätzlicher Verwaltungsaufwand, gleichwohl hätte eine Umsetzung auf Bundesebene positive Wirkungen für die Einnahmesituation der Stadt. Mit diesem Antrag wird keine eigenständige technische Beschaffung beschlossen. Anlage/n KeineSeite 3 von 3
Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.
bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 10:44 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de