261705 · Mitteilungsvorlage
Stellungnahme des Klimabeirats
Kerndaten
- Nummer
- 261705
- Art
- Mitteilungsvorlage
- Veröffentlicht
- 15.09.2026
- Letzte Änderung
- 23.10.2026
Orte
- Bonn Hauptort
Beratungsfolge
- Sitzung noch nicht verknüpft Kenntnisnahme
Dateien
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Mitteilungsvorlage öffentlich 261705 Der OberbürgermeisterDokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Federführung: 67 Amt für Umwelt und Stadtgrün Dezernat: Dez. III Stellungnahme des Klimabeirats Beratungsfolge Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale Agenda 30.09.2026 Kenntnisnahme Mitteilung: Gemäß Beschluss des Rates vom 8.5.2025 berät der Klimabeirat seit Novem ber 2025 Verwaltung und die Fachgremien des Rates als externer Strategie- und Prozessbeirat zu Klimaschutz und Klimafolgenanpassung in Bonn (DS 252557). Die Beschlussfassung des Rates sowie die Geschäftsordnung des Bei rats sehen vor, dass Empfehlungen und Positionen des Beirates durch die Verwaltung in den Ausschuss für Umwelt, Klima und Lokale Agen da (AUKLA) eingebracht werden. In den bisherigen Sitzungen hat der Klimabeirat die Verwaltung in Fragen der Fortschreibung, Wirksamkeitsbewertung und Priorisierung von Klimaplanmaß nahmen beraten (vgl. DS 260355-03 ST). In seiner fünften Sitzung am 10. Sep tember 2026 hat sich der Beirat mit dem Klimaplan vor dem Hintergrund der aktuellen Haushaltslage befasst und eine Stellungnahme formuliert. Die Stellungnahme des Klimabeirats ist dieser Mitteilungsvorlage als Anlage beigefügt. Die Vorsitzenden des Klimabeirats werden diese in der Sitzung vor stellen und erläutern. Anlage/n 1 Stellungnahme Klimabeirat (öffentlich)Seite 1 von 2 Anlage zu DS 261705 Stellungnahme des Klimabeirats der Bundesstadt Bonn vom 10. September 2026 Die Verpflichtung zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen auf Grundlage internationaler Verträge wie der UN-Klimarahmenkonvention und des Pariser Klimaabkommens wurde erst 2025 vom Internationalen Gerichtshof bestätigt. Die Stadt Bonn kommt dieser Verpflichtung bislang mit dem Bonner Klimaplan nach. Bereits mit den bisherigen Anstrengungen wird der vom Rat beschlossene CO₂-Reduktionspfad nicht erreicht. Der Klimabeirat sieht die Haushaltsberatungen mit großer Sorge. Klimaschutz und Klimaanpassung sind keine freiwilligen Zusatzaufgaben, sondern zentrale Aufgaben der kommunalen Daseinsvorsorge und entscheidend für die Zukunftsfähigkeit der Stadt. Die derzeit vorgesehenen Kürzungen beim Klimaplan verschärfen die absehbare Zielverfehlung erheblich. Das vom Rat beschlossene und rechtlich bindende CO₂-Reduktionsziel würde damit in weite Ferne rücken. Die geplanten Mittel für Klimaschutz und -anpassung reichen angesichts der notwendigen Transformation bei Weitem nicht aus. Gerade in der angespannten finanziellen Situation der Stadt Bonn darf Klimaschutz jedoch nicht gegen andere Aufgaben ausgespielt werden. Vielmehr müssen Ressourcen ressortübergreifend gebündelt und Synergien konsequent genutzt werden – etwa mit den Zielen einer zukunftsfähigen Mobilität, einer gesunden Stadt, guter Bildung und einer höheren Lebensqualität. Eine rein dezernatsbezogene Betrachtung von Haushaltsmitteln wird der Aufgabe nicht gerecht, ignoriert die wissenschaftlich fundierte Bewertung der Maßnahmen des Klimaplans und verschenkt erhebliche Potenziale. Der Klimabeirat empfiehlt daher, Investitionen in eine gesündere, wirtschaftlich starke und enkeltaugliche Stadt nicht zurückzustellen, sondern gezielt zu priorisieren. Alle verfügbaren Synergien und Finanzierungs- wege müssen ausgeschöpft werden. Vorrang sollten insbesondere Maßnahmen erhalten, die gleichzeitig dem Klimaschutz dienen, die Lebensqualität erhöhen und mittel- oder langfristig zu einer Entlastung des städtischen Haushalts beitragen. Klimaschutz ist nicht nur eine ökologische Verpflichtung, sondern auch eine Frage verantwortungsvoller Haushalts- und Zukunftspolitik. Wer heute an wirksamen Maßnahmen spart, riskiert höhere Folgekosten und größere Handlungszwänge morgen. Der Klimabeirat wird sich in seinen folgenden Sitzungen auch mit der Thematik möglicher Synergien, Partnerschaften und alternativer Finanzierungswege beschäftigen und die Haushaltsberatungen weiter konstruktiv begleiten.Seite 2 von 2
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 21:47 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de