261647 · Beschlussvorlage
Evaluation und Weiterfinanzierung der Hebammen Ambulanz Bonn e.V.
Kerndaten
- Nummer
- 261647
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 08.09.2026
- Letzte Änderung
- 23.10.2026
Orte
- Kölnstraße Hauptort
- Auerberg
- Bonn
- Wichelshof
- Vor dem Sterntor
Beratungsfolge
- Sitzung noch nicht verknüpft Empfehlung
- Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe Empfehlung
- Sitzung noch nicht verknüpft Entscheidung federführend
Dateien
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Verwandte Vorlagen
Untergeordnet
- BBB-Änderungsantrag zur Vorlage 261647 "Evaluation und Weiterfinanzierung der Hebammen Ambulanz Bonn e.V." Zugehörige Drucksachen: 221697-125 AA, 231865, 240952
- BBB-Änderungsantrag zur Vorlage 261647 "Evaluation und Weiterfinanzierung der Hebammen Ambulanz Bonn e.V."; ersetzt Drucksache 261647-01 AA
- Stellungnahme zum BBB-Änderungsantrag zur Vorlage 261647 "Evaluation und Weiterfinanzierung der Hebammen Ambulanz Bonn e.V." Zugehörige Drucksachen: 221697-125 AA, 231865, 240952
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Beschlussvorlage öffentlich 261647 Der OberbürgermeisterDokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Federführung: 53 Gesundheitsamt Dezernat: Dez. II Evaluation und Weiterfinanzierung der Hebammen Ambulanz Bonn e.V. Beratungsfolge Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe 09.09.2026 Empfehlung Ausschuss für Soziales, Migration, Gesundheit, Wohnen und Senioren 15.09.2026 Empfehlung Rat 24.09.2026 Entscheidung Begründung der Dringlichkeit: Aus Sicht der Verwaltung ist die Aufrechterhaltung des Angebotes der Hebammen Ambulanz Bonn e. V. auf dem bisherigen Niveau von zentraler Bedeutung zur Schließung der Versorgungslücken rund um die Geburt. Entgegen der ursprünglichen Annahme der Verwaltung ist hierzu anstelle der geplanten Anschubfinanzierung eine dauerhafte institutionelle Förderung des Vereins erforderlich. Hierfür sind bisher keine Mittel zur Förderung im anstehenden Doppelhaushalt durch das Gesundheitsamt vorgesehen. Eine Anmeldung entsprechender Mittel ist aufgrund der ausstehenden Priorisierung von Aufgaben mit niedrigem Bindungsgrad bisher nicht erfolgt. Zur nachträglichen Einbeziehung des Sachverhalts wurde eine Vorlage in die Sondersitzung des Verwaltungsvorstandes am 02.09.2026 eingebracht. Der Verwaltungsvorstand hat in dieser die Nachmeldung der Mittel für die Haushaltsplanung 2027/2028 beschlossen. Eine fristgerechte Einbringung der Vorlage war nicht möglich, da zunächst die Beratung und Beschlussfassung im Verwaltungsvorstand abgewartet werden musste. Sollte die Weiterfinanzierung der Hebammen Ambulanz Bonn e.V. ausbleiben oder zu einem späteren Zeitpunkt beschlossen werden, kann der Verein aufgrund fehlender finanzieller Mittel seine Funktion nicht aufrechterhalten. In diesem Fall wird die Hebammenambulanz höchst wahrscheinlich zum 31. Dezember 2026 geschlossen. Die dadurch entstehende Versorgungslücke bei der Versorgung von Frauen ohne Hebammenhilfe sowie der Wegfall, der Entlastungsfunktion im medizinischen Bereich wird erneut zu kritischen Engpässen in der Bundesstadt Bonn führen. Mit dem Wegfall der Leistungen ist damit zu rechnen, dass besonders am Wochenende und in den Ferien der stationäre Bereich zusätzlich belastet wird. Beschlussvorschlag 1. Die Evaluation zur Nutzung der Hebammen Ambulanz Bonn e.V. wirdSeite 1 von 6 Seite 2Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) zur Kenntnis genommen. 2. Der Verein Hebammen Ambulanz Bonn e.V. erhält ab dem Haushaltsjahr 2027 eine institutionelle Förderung. 3. Der Zuschuss beträgt in den Haushaltsjahren 2027 und 2028 jeweils 80.000 Euro. Hinsichtlich einer darüberhinausgehenden Förderung wird im Rahmen der Haushaltsberatungen der künftigen Haushaltsperioden entschieden. 4. Der Verein erstellt einen jährlichen Kurzbericht sowie eine Statistik über die Tätigkeit während des letzten Geschäftsjahres. Die Verwaltung führt alle zwei Jahre eine Evaluation auf Basis der vom Verein zur Verfügung gestellten Daten durch. Begründung Im Nachgang zum dringenden Appell des Runden Tisches Geburtshilfe vom März 2022 zur Verbesserung der geburtshilflichen Situation in Bonn hat der Rat mit Verabschiedung der Haushaltssatzung für den Doppelhaushalt 2023/2024 beschlossen, die Einrichtung einer Hebammenambulanz im Stadtgebiet Bonn in den Haushaltsjahren 2023 mit 30.000 Euro und 2024 mit 60.000 Euro zu fördern. Hierdurch sollten Engpässe in der vor- und nachgeburtlichen Betreuung vermindert werden. In einem vorgeschalteten Förderbekanntmachungsverfahren setzte sich der Verein Hebammen Ambulanz Bonn e. V. (HAB) als geeigneter Anbieter durch. Die Einrichtung der Hebammenambulanz in Bonn begann am 01.10.2023 im Gesundheitszentrum St. Johannes Hospital in der Kölnstraße 54. Terminbuchungen waren ab Mitte November 2023 möglich. Die Einrichtung der Hebammenambulanz wurde von der Verwaltung kontinuierlich evaluierend begleitet. Einen ersten Evaluationsbericht zur Nutzung stellte die Verwaltung in der Sitzung des Ausschusses für Soziales, Migration und Gesundheit am 18.06.2024 (DS 240952) vor. In der Sitzung am 20.06.2024 (DS 240952) beschloss der Rat eine weitere Finanzierung des Vereins für den Doppelhaushalt 2025/2026 in Höhe von jeweils 79.300 Euro. Aktuell liegt der Verwaltung ein Antrag der HAB auf weitere Finanzierung für die Jahre 2027/2028 vor. Der Finanzplan der HAB sieht dabei für die Jahre 2027 und 2028 einen Förderbedarf von jeweils 94.400 Euro für Personal- und Sachkosten vor. Der Verein begründet dies damit, dass, um die Betreuungskapazitäten nachhaltig aufrecht zu erhalten, auszubauen und zu koordinieren, eine neue Minijob-Stelle notwendig sei. Des Weiteren ist die Erhöhung des Förderbedarfs auf die tariflich vereinbarte Entgelterhöhung des TVöD VKA sowie der gesetzlichen Erhöhung der Ausfallpauschalen für Hebammen zurückzuführen. Eine Finanzierung durch die erbrachten Hebammenleistungen, weiterer Projekt- und Vereinseinnahmen allein ist nicht möglich. Jede geleistete Tätigkeit wird von den Hebammen individuell mit den Krankenkassen nach § 134a SGB V abgerechnet und steht dem Verein nicht zur Verfügung. Die offengelegte Einnahmesituation durch zusätzliche Angebote wie das Stillcafé, Baby Notfall Kurse und die Praxisanleitung von Studierenden in Kombination mit Spenden und Mitgliedsbeiträgen verdeutlichen dies. Im Jahr 2025 wurdenSeite 2 von 6 Seite 3Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) durch die genannten Einnahmequellen insgesamt 17.725,13 Euro (Projekteinnahmen 7.332,42 Euro und Vereinseinnahmen 10.392,71 Euro) erwirtschaftet. Diese Mittel stehen dem Verein zur Verfügung und werden zum Ausgleich der Projektbilanz bzw. für sonstige kurzfristige Liquiditätsengpässe und/ oder Investitionsbedarfe eingesetzt. Zusammenfassend lässt sich aufgrund der aktuellen Evaluation folgendes feststellen: Die Evaluation der Bonner Hebammenambulanz zeigt, dass dieses Angebot sowohl dringend benötigt wird als auch erfolgreich Versorgungslücken in der vor- und nachgeburtlichen Betreuung schließt. Von November 2023 bis Ende Dezember 2025 wurden insgesamt 644 Klientinnen betreut und dabei 2.069 Leistungen in 1.204 Einzelterminen erbracht. Circa 42 Prozent der Klientinnen haben nach eigenen Angaben keine eigene Hebamme. Die Hebammenambulanz wird von Beginn an sofort von schwangeren Frauen und von Frauen mit Neugeborenen im Wochenbett genutzt. Die erhoffte Entlastungsfunktion der Ambulanz bestätigt sich dadurch, dass sowohl stationäre als auch ambulante Einrichtungen die Patientinnen für nicht-ärztliche Untersuchungen, wie z.B.: die CTG-Kontrollen, Bilirubin-Messungen und Routine-Check-Ups an die Ambulanz verweisen. Zudem gaben 76,11 Prozent der Befragten an, durch Mitarbeitende (z.B.: Frauen-, Kinderärzt*innen, Krankenhäuser und Hebammen) aus dem medizinischen Bereich von dem Angebot erfahren zu haben. Die Nachfrage nach den Leistungen der HAB steigt insbesondere in Zeiten, in denen die Versorgungskapazitäten im stationären und ambulanten Bereich aufgrund saisonal bedingter Personalengpässe (z. B.: während der Ferien) eingeschränkt sind. Die höchste Terminnachfrage wurde im Jahr 2025 in den Monaten Mai (56), Juli (75), August (68) und Dezember (88) verzeichnet. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Wachstum von 75,00 Prozent im Mai, 70,45 Prozent im Juli und 33,33 Prozent im Dezember. Während der Sommerferien 2025 wurde die Auslastungsgrenze der Ambulanz erstmals überschritten. Die Bewältigung der erhöhten Nachfrage konnte nur durch freiwillige Mehrarbeit der Hebammen sowie eine maximale Flexibilisierung der Öffnungszeiten sichergestellt werden. Die Nachfrage nimmt aufgrund des zunehmenden Bekanntheitsgrades in der Bevölkerung, aber auch im medizinischen Bereich, zu. Mit der bisherigen Finanzierung der HAB hat die Bundesstadt Bonn ein hervorragendes Beispiel für ein zuverlässiges Bindeglied zwischen Geburtskliniken, niedergelassenen Gynäkolog*innen und freiberuflichen Hebammen geschaffen. Der Verein bietet den Familien eine zeitnahe und flexible Unterstützung vor und nach der Geburt sowie bei akuten Problemen. Die HAB bietet eine differenzierte Hebammenhilfe vor allem dann, wenn im stationären und ambulanten Bereich Versorgungsengpässe bestehen (freitags, samstags, feiertags und während der Ferien). Des Weiteren erfüllt der Verein die von ihm angestrebte Entlastungsfunktion, indem Patientinnen aus beiden Versorgungssektoren für nichtärztliche Untersuchungen an ihn verwiesen werden. Darüber hinaus können Frauen das Angebot auch kurzfristig und in Akutsituationen in Anspruch nehmen. Der Verein passt seine Öffnungszeiten sowie die personellen Kapazitäten flexibel an den tatsächlichen Bedarf an. Dadurch kann er bei geringer Auslastung kosteneffizient arbeiten und bei steigendem Bedarf zusätzliche Versorgungskapazitäten bereitstellen.Seite 3 von 6 Seite 4Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Darüber hinaus zeigt sich eine sehr hohe Zufriedenheit der Nutzerinnen mit dem Angebot. Die vorliegenden Daten verdeutlichen den Bedarf an der Ambulanz: Rund 42 Prozent der Frauen verfügen über keine Anbindung an eine Hebamme. Durch die etablierte Netzwerkarbeit des Vereins können diese Frauen bei Bedarf jedoch an eine Hebamme vermittelt und entsprechend versorgt werden. Mit der finanziellen Förderung der Hebammenambulanz hat die Bundesstadt Bonn einen erheblichen Beitrag geleistet, die in den Vorjahren angespannte Lage der geburtshilflichen Versorgung zu verbessern. Im Rahmen der kontinuierlichen Evaluation ist die Verwaltung zur Einschätzung gelangt, dass der Betrieb der HAB eine positive Auswirkung auf die Gesundheit der Bevölkerung nimmt und die geburtshilfliche Versorgung insbesondere von Menschen mit schwierigem Zugang zum Gesundheitsangebot verbessert und damit nachhaltigen Einfluss auf die Kindergesundheit nehmen kann. Gerade mit Blick auf bestehende gesetzliche Änderungen (Änderung der Hebammengebührenordnung) und geplante Einsparungen im Gesundheitssystem mit noch nicht abschätzbaren Folgen, kann die Hebammenambulanz Lücken im Gesundheitssystem schließen. Die Verwaltung befürwortet eine dauerhafte Förderung der HAB ab dem Doppelhaushalt 2027/2028, damit sich die Hebammenambulanz nach der gelungenen Startphase als Angebot in der Bundesstadt Bonn weiter etablieren und auch künftig wirtschaftlich bestehen kann. Die hierfür erforderlichen Haushaltsmittel sind nicht im Budget des Gesundheitsamtes enthalten und müssen zusätzlich zur Verfügung gestellt werden. Die empfohlene städtische Förderung in Höhe von 80.000 Euro stellt dabei die Basisfinanzierung zur Sicherung der Ambulanz dar. Die übrigen Kosten müssen durch Zusatzleistungen des Vereins und sonstige Förderungen abgedeckt werden. Wie aus der Vorlage ersichtlich ist, entfaltet die Beschlussvorlage finanzielle Auswirkungen und erfolgt mit dem Vorbehalt der weiteren Prüfung im Rahmen des laufenden Projekts zur Aufgabenkritik und der Aufstellung des HH-Planes 2027/2028 sowie der mittelfristigen Finanzplanung. Finanzielle Auswirkungen: Ab dem Haushaltsjahr 2027 ff. Produktgruppe Produktgruppenbezeichnung Produkt Produktbezeichnung 1.53.00 Gesundheitsförderung 1.53.00.07.01 Gesundheitsförderung Investive Kosten der Maßnahme Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen Einzahlungen InvestiverSeite 4 von 6 Seite 5Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Finanzsaldo Konsumtive Kosten der Maßnahme jährlich einschließlich Folgekosten Brutto Finanzstelle / FiPos Veranschlagt in Noch bereit- zustellen Deckung Auszahlungen / Aufwendungen 80.000,00 EUR 153000701 / 73.1000 80.000,00 EUR Einzahlungen / Erträge Haushaltsbelastung jährlich 80.000,00 EUR Anlage/n 1 Evaluation zur Hebammen Ambulanz Bonn e.V. (öffentlich)Seite 5 von 6 Stand: 24.02.2026 Stabsstelle Gesundheitsförderung Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Evaluation: Hebammen Ambulanz Bonn e.V. Die Evaluation der Bonner Hebammenambulanz zeigt, dass dieses Angebot sowohl dringend benötigt wird als auch erfolgreich Versorgungslücken in der vor- und nachgeburtlichen Betreuung schließt. Von November 2023 bis Ende Dezember 2025 wurden insgesamt 644 Klientinnen betreut und dabei 2.069 Leistungen in 1.204 Einzelterminen erbracht. Alle Frauen liegen im Alter zwischen 16 und 48 Jahren. Die Nutzerinnenbefragung bestätigt die hohe Zufriedenheit mit dem Angebot: 99,12 % der befragten Frauen bewerten die Betreuung positiv und 98,23 % empfehlen die Ambulanz uneingeschränkt weiter. Gleichzeitig ist ein kontinuierlicher Anstieg der Nachfrage zu verzeichnen, insbesondere während der Ferienzeiten in NRW, was auf eine erhöhte Belastung der klinischen Einrichtungen in diesen Perioden hindeutet. Ein weiterer relevanter Aspekt ist, dass 33,17% der Klientinnen aus dem Rhein-Sieg-Kreis stammt, was eine regionale Bedeutung über Bonn hinaus verdeutlicht. Diese Tatsache sollte bei zukünftigen Förderentscheidungen berücksichtigt werden. Um die nachhaltige Finanzierung und Auslastung der Bonner Hebammenambulanz zu sichern und gleichzeitig den regionalen Versorgungsbedarf gerecht zu werden, empfiehlt es sich daher, Gespräche mit politischen Vertreter*innen des Rhein-Sieg-Kreises über eine Kofinanzierung zu initiieren. Faktenblatt • Nachfrage 2025: Im Zeitraum vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2025 wurden insgesamt 280 Klientinnen betreut. Dabei fanden 612 Einzeltermine statt, in deren Rahmen 1.089 Leistungen erbracht wurden. • Verteilung im Bonner Raum: Innerhalb Bonns stammten 55,23 % der Bonner Klientinnen (n = 373) aus dem Stadtbezirk Bonn (n = 206). Besonders hervorzuheben sind dabei die statistischen Bezirke Wichelshof (Bezirk 112), Vor dem Sterntor (113) und Auerberg (Bezirk 134), die insgesamt 15,82% ausmachen. In den übrigen statistischen Bezirken zeigen sich keine Auffälligkeiten. • Weitere Leistungen: Im Herbst 2024 wurden zusätzlich zur ambulanten Versorgung neue Kursangebote etabliert, mit dem Ziel, präventive und unterstützende Leistungen für junge Familien zu schaffen. Bisher nahmen 63 Personen am monatlichen Stillcafé und 44 Personen am Baby-Erste-Hilfe-Kurs teil. Die dadurch erwitschafteten Einnahmen belaufen sich auf 2.733 Euro. • Entlastung der Kliniken: Die Entlastungsfunktion der Ambulanz bestätigt sich dadurch, dass sowohl stationäre als auch ambulante Einrichtungen die Patientinnen für nicht-ärztliche Untersuchungen, wie z. B. die CTG- Kontrolle, Bilirubin-Messungen und Routine-Check-Ups an die Ambulanz verweisen. Zudem geben 76,11 % der Befragten gaben an, durch Mitarbeitende (z. B. Frauen-, Kinderärzt*innen, Krankenhäuser und Hebammen) aus dem medizinischen Bereich von dem Angebot erfahren zu haben. • Entwicklung: Die Nachfrage nach den Leistungen der Hebammenambulanz Bonn steigt insbesondere in Zeiten, in denen die Versorgungskapazitäten im stationären und ambulanten Bereich aufgrund saisonal bedingter Personalengpässe (z. B. während der Ferien) eingeschränkt sind. Die höchste Terminnachfrage wurde im Jahr 2025 in den Monaten Mai (56), Juli (75), August (68) und Dezember (88) verzeichnet. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Wachstum von 75,00 % im Mai, 70,45 % im Juli und 33,33 % im Dezember. Während der Sommerferien 2025 wurde die Auslastungsgrenze der Ambulanz erstmals überschritten. Die Bewältigung der erhöhten Nachfrage konnte nur durch freiwillige Mehrarbeit der Hebammen sowie eine maximale Flexibilisierung der Öffnungszeiten sichergestellt werden. • Netzwerk und Kooperationen: Die Hebammen Ambulanz Bonn hat in kurzer Zeit ein starkes Netzwerk aufgebaut und arbeitet eng mit Schwangerschaftsberatungsstellen, Kliniken, den Frühen Hilfen, ärztlichen Praxen und den örtlichen Hebammen zusammen. Die Zusammenarbeit führt zur Verbesserung der Versorgungsqualität und Steigerung der Bekanntheit des Angebots.Seite 6 von 6
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