261610 · Große Anfrage
Große Anfrage der Linke-Fraktion: Maßnahmen der Stadt Bonn zur Prävention von Rechtsextremismus und zum Schutz von Betroffenen rechter Gewalt
Kerndaten
- Nummer
- 261610
- Art
- Große Anfrage
- Veröffentlicht
- 26.08.2026
- Letzte Änderung
- 28.10.2026
Orte
- Bonn Hauptort
Beratungsfolge
Dateien
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Große Anfrage öffentlich 261610 Fragesteller/in: Die Linke-Fraktion im Rat der Stadt Bonn Jürgen Repschläger Sebastian Jendrek 25.08.2026 Große Anfrage der Linke-Fraktion: Maßnahmen der Stadt Bonn zur Prävention von Rechtsextremismus und zum Schutz von Betroffenen rechter Gewalt Beratungsfolge Ausschuss für Sicherheit, Ordnung und Bevölkerungsschutz 15.10.2026 Kenntnisnahme Fragestellung 1.) Welche Maßnahmen existieren in Bonn zur Unterstützung und Beratung von Betroffenen rechter, rassistischer, antimuslimischer oder antisemitischer Gewalt, wie arbeitet die Stadt hierbei mit spezialisierten Beratungsstellen zusammen und wie werden diese derzeit durch die Stadt Bonn finanziell oder organisatorisch unterstützt? 2.) Wie werden Schulen, die Kinder- und Jugendhilfe sowie die Offene Jugendarbeit in Bonn bei der Prävention von Rechtsextremismus und demokratiefeindlichen Entwicklungen unterstützt? Welche Bildungs-, Sensibilisierungs- oder Fortbildungsangebote werden hierzu durch die Stadt oder mit Unterstützung der Stadt angeboten? 3.) Bestehen Kooperationen mit sozialen Netzwerken, Strafverfolgungsbehörden oder zivilgesellschaftlichen Organisationen zur Bekämpfung digitaler Hasskriminalität? Falls ja, welche? 4.) Wie bewertet die Verwaltung den Wandel hin zu jüngeren, digital vernetzten und weniger fest organisierten rechtsextremen Strukturen? Sieht die Verwaltung hieraus einen Anpassungsbedarf für bestehende kommunale Präventionsstrategien? 5.) Wird das Projekt „Demokratie aktiv“ des Amtes für Integration und Vielfalt nach Auslaufen der aktuellen Förderperiode fortgeführt beziehungsweise dauerhaft verstetigt? Falls ja, in welcher Form und mit welcher finanziellen Ausstattung? Falls nein, aus welchen Gründen? 6.) Plant die Verwaltung angesichts der Entwicklung rechtsextrem motivierter Straftaten weitere Maßnahmen zur Stärkung der kommunalen Demokratieförderung oder des Opferschutzes? Wenn ja, welche? BegründungSeite 1 von 2 Seite 2 Der General-Anzeiger Bonn berichtete in einem Artikel vom 2. Juli 2026 über die aktuelle Lage des Rechtsextremismus im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Bonn. Demnach bewegen sich die rechtsextremistisch motivierten Straftaten weiterhin auf einem hohen Niveau. Die Ermittlungsbehörden weisen darauf hin, dass sich rechtsextreme Aktivitäten zunehmend in den digitalen Raum verlagern und Hassrede sowie Propagandadelikte im Internet zunehmen. Gleichzeitig betonen die Verantwortlichen, dass insbesondere Gewalttaten aufgrund ihrer einschüchternden Wirkung weit über die unmittelbar Betroffenen hinausreichen. Darüber hinaus beschreibt der Bericht einen Wandel der rechtsextremen Szene: Sie ist jünger, digitaler und weniger an feste Organisationsstrukturen gebunden. Vor diesem Hintergrund gewinnen kommunale Präventionsangebote, Demokratieförderung sowie die Unterstützung von Betroffenen weiter an Bedeutung. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 22:45 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de