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261574 · Anregungen und Beschwerden

Bürgerantrag: Präventiver Brandschutz bei zunehmenden Hitze- und Trockenperioden

Nummer
261574
Art
Anregungen und Beschwerden
Veröffentlicht
19.08.2026
Letzte Änderung
23.10.2026
  • Bonn Stadtbezirk Hauptort
  1. Einreichung erledigt · 19.08.2026
  2. Terminierung aktuell · Termin in den Daten noch nicht verknüpfti
  3. Sitzung ausstehend

Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →

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Anregungen und Beschwerden
öffentlich
261574
Der Oberbürgermeister
Federführung:
Co-Dezernat
Dezernat:
Dez. OB
17.08.2026
Bürgerantrag: Präventiver Brandschutz bei
zunehmenden Hitze- und Trockenperioden
Beratungsfolge
Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen
und Bürger
23.09.2026 Entscheidung
Inhalt der Anregungen und Beschwerden
Der Antrag lautet:
Die Verwaltung wird gebeten zu prüfen:
1. wie Brandschutz bereits bei der Stadt- und Freiraumplanung berücksichtigt
werden kann, beispielsweise durch strategisch angelegte Freiflächen, Wege,
Grünzüge oder andere Unterbrechungen, die im Brandfall eine Ausbreitung von
Feuer zwischen Wald, Freiflächen und Wohngebieten erschweren;
2. welche Pflanzen und Vegetationsstrukturen für besonders gefährdete Berei-
che geeignet bzw. ungeeignet sind, und ob entsprechende Empfehlungen künf-
tig bei städtischen Pflanzungen berücksichtigt werden sollten;
3. welche Maßnahmen private Grundstückseigentümer ergreifen können, ins-
besondere hinsichtlich des Abstands von Vegetation zu Gebäuden, der Pflege
trockener Vegetation und der Auswahl geeigneter Pflanzen. Hierzu sollte ein
leicht verständlicher Ratgeber für Bürgerinnen und Bürger erstellt werden. Da-
bei sollte beispielsweise auch die erhöhte Brandlast bestimmter immergrüner
Gehölze wie Thuja berücksichtigt werden;
4. ob stark verwilderte bzw. brachliegende Flächen eine erhöhte Brandgefahr
darstellen. Dies soll insbesondere in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr und
den zuständigen Fachämtern bewertet werden.
Für besonders gefährdete städtische und – soweit rechtlich möglich – private
Flächen sollen geeignete Maßnahmen zur Verringerung der Brandlast geprüft
werden;
5. welche Erfahrungen andere europäische Länder und Kommunen mit vor-
beugendem Vegetationsbrandschutz gesammelt haben und welche dieser
Maßnahmen auf Bonn übertragbar sind.
Einzelheiten zur Begründung ergeben sich aus dem beigefügten Bürgerantrag.Seite 1 von 3
Seite 2Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
Anlage/n
1 Bürgerantrag - komplett (nichtöffentlich)
2 Bürgerantrag (öffentlich)Seite 2 von 3
Bürgerantrag gemäß § 24 GO NRW
Präventiver Brandschutz bei zunehmenden Hitze- und Trockenperioden
An den Rat der Bundesstadt Bonn
Antrag
Der Rat der Bundesstadt Bonn wird gebeten, die zunehmende Gefahr von Vegetations- und
Flächenbränden infolge des Klimawandels stärker in der Stadt- und Freiraumplanung sowie bei der Pflege
städtischer Flächen zu berücksichtigen.
Es ist davon auszugehen, dass längere Hitze- und Trockenperioden künftig häufiger auftreten und damit
auch das Risiko von Vegetationsbränden zunimmt. Bonn sollte deshalb bereits heute präventive
Maßnahmen prüfen und Erfahrungen aus Regionen einbeziehen, die bereits regelmäßig mit größeren
Vegetationsbränden konfrontiert sind.
Die Verwaltung wird insbesondere gebeten zu prüfen,
1. wie Brandschutz bereits bei der Stadt- und Freiraumplanung berücksichtigt werden kann,
beispielsweise durch strategisch angelegte Freiflächen, Wege, Grünzüge oder andere Unterbrechungen,
die im Brandfall eine Ausbreitung von Feuer zwischen Wald, Freiflächen und Wohngebieten erschweren;
2. welche Pflanzen und Vegetationsstrukturen für besonders gefährdete Bereiche geeignet bzw.
ungeeignet sind, und ob entsprechende Empfehlungen künftig bei städtischen Pflanzungen
berücksichtigt werden sollten;
3. welche Maßnahmen private Grundstückseigentümer ergreifen können, insbesondere hinsichtlich
des Abstands von Vegetation zu Gebäuden, der Pflege trockener Vegetation und der Auswahl geeigneter
Pflanzen. Hierzu sollte ein leicht verständlicher Ratgeber für Bürgerinnen und Bürger erstellt werden.
Dabei sollte beispielsweise auch die erhöhte Brandlast bestimmter immergrüner Gehölze wie Thuja
berücksichtigt werden;
4. ob stark verwilderte bzw. brachliegende Flächen eine erhöhte Brandgefahr darstellen. Dies soll
insbesondere in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr und den zuständigen Fachämtern bewertet werden.
Für besonders gefährdete städtische und – soweit rechtlich möglich – private Flächen sollen geeignete
Maßnahmen zur Verringerung der Brandlast geprüft werden;
5. welche Erfahrungen andere europäische Länder und Kommunen mit vorbeugendem
Vegetationsbrandschutz gesammelt haben und welche dieser Maßnahmen auf Bonn übertragbar sind.
Begründung
Der Klimawandel führt zu zunehmenden Hitze- und Trockenperioden. Damit verändern sich auch die
Voraussetzungen für Vegetations- und Flächenbrände. Maßnahmen, die in Regionen mit regelmäßig
auftretenden Wald- und Vegetationsbränden bereits eingesetzt werden, können Anregungen für eine
vorausschauende Vorsorge in Bonn geben.
Ziel sollte es sein, Brände nicht erst zu bekämpfen, wenn sie entstanden sind, sondern bereits durch
Stadtplanung, Vegetationsauswahl und Flächenpflege ihre Ausbreitung zu erschweren.
Dabei soll ausdrücklich nicht die naturnahe Gestaltung von Grünflächen eingeschränkt werden. Vielmehr
sollte untersucht werden, wie Biodiversität, Klimaanpassung und vorbeugender Brandschutz
miteinander verbunden werden können.
Eine frühzeitige Auseinandersetzung mit diesem Thema kann dazu beitragen, Bonn auf künftig häufiger
auftretende Hitze- und Trockenperioden besser vorzubereiten und im Ernstfall die Arbeit der Feuerwehr zu
erleichtern.Seite 3 von 3

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Datenstand: 03.11.2026, 05:11 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de