261523 · Beschlussvorlage
Öffnung der Bornheimer Straße für Kfz-Verkehr am Knoten Hochstadenring/Bornheimer Straße/ Guido-Westerwelle-Brücke
Kerndaten
- Nummer
- 261523
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 09.09.2026
- Letzte Änderung
- 23.10.2026
Orte
- Guido-Westerwelle-Brücke Hauptort
- Bornheimer Straße
- Hochstadenring
- Berliner Platz
- Oxfordstraße
- Bertha-von-Suttner-Platz
- Konrad-Adenauer-Platz
- Potsdamer Platz
- Thomastraße
- Heinrich-Böll-Ring
- Kölnstraße
- Eifelstraße
- Stadthaus
- Maxstraße
- Bonn
Beratungsfolge
- Sitzung noch nicht verknüpft Empfehlung
- Sitzung noch nicht verknüpft Anhörung
- Sitzung noch nicht verknüpft Entscheidung federführend
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
Verwandte Vorlagen
Untergeordnet
Volltext
Maschinell aus dem PDF extrahierter Text — Tabellen und Layout gehen verloren. Maßgeblich ist das PDF: PDF öffnen ↗.
Text anzeigen (7.630 Zeichen)
Beschlussvorlage öffentlich 261523 Der OberbürgermeisterDokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Federführung: 61 Stadtplanungsamt Dezernat: Dez. III Öffnung der Bornheimer Straße für Kfz-Verkehr am Knoten Hochstadenring/Bornheimer Straße/ Guido- Westerwelle-Brücke Beratungsfolge Ausschuss für Mobilität und Verkehr 15.09.2026 Empfehlung Rat 24.09.2026 Entscheidung Bezirksvertretung Bonn 13.10.2026 Anhörung Beschlussvorschlag 1. Der Rat stimmt einer Aufhebung des Durchfahrtsverbots bzw. der Freigabe des Kfz-Verkehrs in Fahrtrichtung stadtauswärts am Knotenpunkt Bornheimer Straße/Hochstadenring für den Zeitraum der Sperrung der Nordbrücke zu. Die Verwaltung wird beauftragt, eine Evaluierung vier Wochen nach Einführung der Öffnung durchzuführen. Die Ergebnisse werden der Bezirksvertretung Bonn nach Auswertung mitgeteilt. 2. Die Verkehrsführung in Fahrtrichtung stadteinwärts wird beibehalten. Die Entwicklung der Verkehrssituation auf der Bornheimer Straße nach Umsetzung der Maßnahmen auf der Ost-West-Achse (Straßenzug Am Alten Friedhof - Berliner Platz - Oxfordstraße - Bertha-von Suttner-Platz - Kennedybrücke - Konrad-Adenauer-Platz) wird zunächst für vier Wochen beobachtet. Die Verwaltung wird der Bezirksvertretung Bonn über die Ergebnisse berichten und ggfs. einen weiteren Beschlussvorschlag vorlegen. Begründung Ausgangssituation: Im Rahmen der Prüfung von Maßnahmen zur Verbesserung des (Kfz- )Verkehrsflusses im Kontext der Nordbrücken-Sperrung hat die Verwaltung verkehrliche Veränderungen in der Bornheimer Straße diskutiert. Der Straßenzug der Bornheimer Straße stellt eine weitere mögliche Verkehrsachse dar, um stadteinwärts und -auswärts fahrenden Kfz-Verkehr in Richtung Potsdamer Platz / Autobahn 555 / Köln aufzunehmen. Dazu wäre am Knoten Bornheimer Straße / Hochstadenring / Guido-Westerwelle-Brücke eine Änderung der Verkehrsführung notwendig. Derzeit ist dem Kfz-Verkehr die Geradeausfahrt über den Verkehrsknoten untersagt. Diese ist dem Linien- undSeite 1 von 4 Seite 2Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Radverkehr vorbehalten. Für die Bornheimer Straße wurde im Rahmen des Masterplans Innere Stadt 2.0 eine Verkehrsberuhigung unter Inanspruchnahme von Städtebaufördermitteln durch den Rat bzw. die Bezirksvertretung Bonn beschlossen und durch die Verwaltung umgesetzt (vgl. u.a. DS-Nr. 220661). Die Bezirksvertretung Bonn hat daran anschließend bis zur Herstellung der Rampe Thomastraße über die vorübergehende Verkehrsführung auf der Bornheimer Straße beschlossen (s. DS-Nr. 253173). Durch die Einrichtung von Durchfahrtsverboten am Knoten Hochstadenring / Guido-Westerwelle-Brücke wurde zum einen die beschlossene Verkehrsberuhigung begünstigt. Zum anderen bewirkt die Sperrung eine Priorisierung der vorrangigen Fahrbeziehung auf der B56 zwischen Stadtzentrum und Bonner Westen über die Guido-Westerwelle-Brücke, während der Verkehr zwischen Zentrum und Bonner Norden / Verteiler am Potsdamer Platz vorrangig auf die Achsen entlang von Heinrich-Böll-Ring / Thomastraße sowie Kölnstraße verlagert wurde. Stadteinwärts: Die Stausituation auf der Bornheimer Straße fällt in Fahrtrichtung stadteinwärts deutlich stärker aus als stadtauswärts. Maßgeblich ist dafür der stockende Abfluss auf der Ost-West-Achse. Dieser schränkt insbesondere den Kfz-Abfluss von der Bornheimer Straße in Richtung Oxfordstraße ein, da nur eine geringe Anzahl an Fahrzeugen je Umlauf den freiwerdenden Verkehrsraum im Abschnitt Berliner Platz anfahren kann. Zu diesem Zweck ist bereits eine Anpassung der Spuraufteilung auf der Ost-West-Achse umgesetzt. Üblicherweise werden Eingriffe in die Verkehrsführung schrittweise eingeführt, um die Auswirkungen einzelner Maßnahmen angemessen bewerten und ggf. korrigierende oder weitere Maßnahmen treffen zu können. Durch die Änderung der Spuraufteilung auf der Ost-West-Achse ist mit Auswirkungen auf die verkehrliche Situation im Umfeld, u.a. auf der Bornheimer Straße, zu rechnen. Daher wird zunächst die Beibehaltung der aktuellen Verkehrsführung in Fahrtrichtung Berliner Platz (bzw. stadteinwärts) empfohlen, um die Auswirkungen der Verbesserung der Kfz-Durchflussmenge auf der Ost-West- Achse abzuwarten. Die Verkehre auf der Verkehrsrelation B56, die die Kapazitäten bereits weitgehend ausfüllen, sollten weiterhin prioritär abgewickelt werden. Stadtauswärts: Stadtauswärts stellt sich die Situation in Bezug auf korrelierende Maßnahmen etwas weniger problematisch dar. Die Öffnung der Bornheimer Straße für stadtauswärtsfahrende Kfz könnte aus Sicht der Verwaltung erprobt werden, um eine Verbesserung des Durchflusses des Kfz-Verkehrs zu erreichen.Seite 2 von 4 Seite 3Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Auf dem innenstadtnahen Straßenabschnitt ist ebenfalls eine Zunahme der Verkehrsbelastung zu erwarten, da durch eine Öffnung zusätzliche Fahrten generiert würden. Diese zusätzlichen „Süd-Nord-Fahrten“ könnten den Abfluss des MIV auf der vorrangigen Fahrbeziehung der B56 in Richtung Westen (über die Guido-Westerwelle-Brücke) negativ beeinflussen. Für diese Wegebeziehung steht auch die Verbindung Thomastraße / Heinrich-Böll-Ring zur Verfügung, die nach aktuellen Beobachtungen keine wesentlichen Verkehrsbeschränkungen erfährt. Zudem könnten die zusätzlichen Verkehre auf der Bornheimer Straße negative Folgen für den Bus- und Radverkehr verursachen. Die Verkehrsentwicklung auf der B56 sowie auf dem äußeren Straßenabschnitt der Bornheimer Straße sollte daher beobachtet werden, um ggf. bestehenden Nachbesserungsbedarf zu identifizieren. Auswirkungen auf den ÖPNV: Bei einer Öffnung der Bornheimer Straße müssen auch die Auswirkungen auf den dort verkehrenden ÖPNV berücksichtigt werden. Dieser ist durch die Sperrung der Nordbrücke auf diesem Abschnitt bereits stark beeinträchtigt. Die SWB hat eine Analyse der Fahrzeitentwicklung vor/nach der Nordbrückensperrung durchgeführt. Die Ergebnisse sind in der nachfolgenden Stellungnahme der SWB dargestellt: „Zur Einordnung der Fahrzeitentwicklung wurde die Linie 602 auf dem Abschnitt zwischen den Haltestellen Eifelstraße und Stadthaus in beiden Fahrtrichtungen ausgewertet. Die Auswertung zeigt für den Vergleichszeitraum nach der Vollsperrung der Nordbrücke vom 06.07. bis 17.07.2026 gegenüber dem Zeitraum vom 13.04. bis 24.04.2026 insbesondere nachmittags deutliche Reisezeitverluste in Fahrtrichtung stadteinwärts. Zwischen 14 und 17 Uhr liegen diese im Median bei bis zu rund zehn Minuten; einzelne Fahrten weisen noch höhere Abweichungen auf. In Fahrtrichtung stadtauswärts sind dagegen keine vergleichbaren Reisezeitverluste festzustellen. Ähnliche Werte ergeben sich bei der Betrachtung der Linien 604 und 605 zwischen den Haltestellen Maxstraße und Stadthaus bzw. Stadthaus und Frankenbad. Der Median der Verspätungen beträgt dort bis zu 11 Minuten. […] Eine vollständige Öffnung der Bornheimer Straße für den motorisierten Individualverkehr am Knoten Hochstadenring würde eine weitere Zunahme der Verkehrsbelastung erwarten lassen. Damit würden sich die bereits heute bestehenden Behinderungen und Fahrzeitverluste für die Linien 602, 604 und 605 voraussichtlich weiter verstärken. Dies beträfe insbesondere die Fahrtrichtung stadteinwärts und würde die Betriebsstabilität sowie die Anschlusssicherheit zusätzlich beeinträchtigen. Aus Sicht der SWB-Bus und Bahn ist eine vollständige Öffnung der Bornheimer Straße für den motorisierten Individualverkehr daher aktuell abzulehnen.“ Die Stellungnahme der SWB stützen dementsprechend den o.g. Vorschlag der Verwaltung.Seite 3 von 4 Seite 4Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Anlage/n KeineSeite 4 von 4
Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.
bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 22:46 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de