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261519 · Große Anfrage

SBI-Große Anfrage: Vielfalt, Chancengerechtigkeit und interkulturelle Öffnung der Stadtverwaltung Bonn als Arbeitgeberin

Nummer
261519
Art
Große Anfrage
Veröffentlicht
13.08.2026
Letzte Änderung
23.10.2026
  • Bonn Stadtbezirk Hauptort
  1. Sitzung des Ausschusses für Chancengerechtigkeit und Integration 03.09.2026 Kenntnisnahme
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Große Anfrage
öffentlich
261519
Fragesteller/in:
Fouad El Hasnaoui, Hussein El Bayari und Samira Louadj (SBI)
13.08.2026
SBI-Große Anfrage: Vielfalt, Chancengerechtigkeit
und interkulturelle Öffnung der Stadtverwaltung
Bonn als Arbeitgeberin
Beratungsfolge
Ausschuss für Chancengerechtigkeit und
Integration
03.09.2026 Kenntnisnahme
Fragestellung
Die Verwaltung wird um eine belastbare Bestandsaufnahme zur tatsächlichen
Entwicklung von Vielfalt und Chancengerechtigkeit entlang des Bewerbungs-,
Einstellungs- und Karriereverlaufs gebeten. Soweit die erfragten Merkmale
nicht rechtssicher erhoben oder ausgewertet werden können, wird um Darstel-
lung der verfügbaren Ersatzindikatoren, der methodischen Grenzen und ge-
planter Verbesserungen der Datengrundlage gebeten.
1. Über welche anonymisierten, datenschutzkonformen Kennzahlen verfügt die
Stadt, um die Repräsentation von Menschen mit Einwanderungsgeschichte
oder internationaler Biografie in ihrer Belegschaft zu beurteilen? Welche Daten-
lücken bestehen, und wurde eine freiwillige anonyme Selbstauskunft als mögli-
che Datengrundlage rechtlich und methodisch geprüft?
2. Welche internen Auswertungen liegen für die vergangenen fünf Jahre zu
Bewerbungen, Einladungen, Einstellungen, Ausbildungsaufnahmen und Über-
nahmen vor? Lassen sich dabei Unterschiede nach Laufbahn-, Entgelt- oder
Besoldungsgruppen sowie nach einzelnen Stufen des Auswahlverfahrens er-
kennen?
3. Welche Erkenntnisse bestehen zur Repräsentation von Beschäftigten mit
Einwanderungsgeschichte oder internationaler Biografie in Führungsfunktionen
und in Positionen des gehobenen und höheren Dienstes beziehungsweise ver-
gleichbaren Entgeltgruppen? Wo erkennt die Verwaltung strukturelle Unterre-
präsentation?
4. Welche internen Erkenntnisse liegen zu beruflichem Aufstieg, Teilnahme an
Qualifizierungs- und Führungskräfteprogrammen, Fluktuation sowie vorzeitigem
Abbruch von Ausbildung oder dualem Studium vor? Zeigen sich Unterschiede,
die auf besondere Zugangs- oder Entwicklungshürden hindeuten?
5. Mit welchen Verfahren prüft die Stadt Stellenausschreibungen, Anforde-
rungsprofile, Vorauswahl, Tests und Auswahlgespräche auf mögliche mittelbare
Benachteiligungen? Welche konkreten Änderungen wurden aus solchen Prü-
fungen oder aus Beschwerden in den vergangenen fünf Jahren abgeleitet?Seite 1 von 2
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6. Welche Maßnahmen zur zielgruppengerechten Personalgewinnung, Bera-
tung, Anerkennung ausländischer Qualifikationen, Mentoring und Führungskräf-
teentwicklung wurden intern auf Reichweite und Wirkung geprüft? Welche
Maßnahmen erwiesen sich als wirksam, welche nicht und anhand welcher Kri-
terien wurde dies bewertet?
7. Welche Beschwerden oder Hinweise zu Benachteiligung im Bewerbungs-,
Auswahl- oder beruflichen Entwicklungsprozess wurden in anonymisierter Form
erfasst? Welche wiederkehrenden Muster, betroffenen Verfahrensstufen und
organisatorischen Konsequenzen ergeben sich daraus?
8. Welche messbaren Ziele, Verantwortlichkeiten und Zeithorizonte schlägt die
Verwaltung bis 2030 vor, um Vielfalt insbesondere in Ausbildung, höherqualifi-
zierten Tätigkeiten und Führungspositionen zu erhöhen? Wie und in welchem
Turnus sollen Fortschritte dem ACI berichtet werden?
Begründung
Bonn ist eine internationale Stadt. Als öffentliche Arbeitgeberin trägt die Bun-
desstadt eine besondere Verantwortung für chancengerechte, diskriminierungs-
freie Zugänge und berufliche Entwicklungsmöglichkeiten. Allgemeine Leitbilder
und Selbstverpflichtungen allein erlauben jedoch keine Bewertung, ob Maß-
nahmen in der Personalgewinnung und Personalentwicklung tatsächlich wirken.
Erforderlich sind verwaltungsinterne Erkenntnisse zu Auswahlverläufen, Reprä-
sentation, Aufstieg, Führung und möglichen strukturellen Barrieren. Die Anfrage
konzentriert sich deshalb auf nicht öffentlich verfügbare Auswertungen und auf
steuerungsrelevante Folgerungen der Verwaltung.
Ziel der Anfrage
Ziel ist eine belastbare Grundlage für konkrete, messbare und überprüfbare
Maßnahmen zur chancengerechten Personalgewinnung, beruflichen Entwick-
lung und stärkeren Repräsentation von Menschen mit Einwanderungsgeschich-
te in allen Ebenen der Stadtverwaltung.
Anlage/n
KeineSeite 2 von 2

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Datenstand: 02.11.2026, 22:22 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de