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261483-01 ST · Stellungnahme der Verwaltung

FDP-Große Anfrage: Rattenbekämpfung in Bad Godesberg

Nummer
261483-01 ST
Art
Stellungnahme der Verwaltung
Veröffentlicht
31.08.2026
Letzte Änderung
23.10.2026
  • Alt-Godesberg Ortsteil· Bad Godesberg Hauptort
  • Bad Godesberg Stadtbezirk· Alt-Godesberg
  • Bonn Stadtbezirk
  1. Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg 02.09.2026 Kenntnisnahme
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  1. 261483 FDP-Große Anfrage: Rattenbekämpfung in Bad Godesberg

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Stellungnahme der Verwaltung
öffentlich
261483-01 ST
Der OberbürgermeisterDokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
Federführung:
33 Bürgerdienste
Dezernat:
Dez. I
FDP-Große Anfrage: Rattenbekämpfung in Bad
Godesberg
Beratungsfolge
Bezirksvertretung Bad Godesberg 02.09.2026 Kenntnisnahme
Inhalt der Stellungnahme:
Liegt eine Schätzung über den Bestand an Ratten und anderen
Schadnagern im Stadtbezirk Bad Godesberg vor?
Eine genaue Schätzung oder Erfassung des Bestands an Ratten und anderen
Schadnagern für den Stadtbezirk Bad Godesberg liegt nicht vor, da eine
verlässliche Zählung freilebender Schadnagerpopulationen methodisch kaum
möglich ist.
Im Vergleich mit dem übrigen Stadtgebiet lässt sich jedoch feststellen, dass das
Vorkommen in Bad Godesberg unauffällig ist und dem Niveau des gesamten
Bonner Stadtgebietes entspricht. Allgemein gehen in Bonn nur sehr wenige
Meldungen aus der Bevölkerung bezüglich eines Rattenbefalls in der
städtischen Kanalisation ein. Seit im Kanal die Rattenbekämpfung mit eigenem
Personal durchgeführt wird, ist die Population dort stark zurückgegangen. Dass
in den Sommermonaten – vor allem nach längeren Trockenperioden – die
Rattenmeldungen zunehmen, ist grundsätzlich nicht ungewöhnlich, da die Tiere
auf der Suche nach neuen Nahrungs- oder Wasserquellen ihren gewohnten
Lebensraum verlassen und sich mitunter auch in bewohnten Siedlungen
niederlassen.
Meldungen von Rattenbefall auf öffentlicher Fläche können ebenfalls über die
Homepage der Stadt Bonn erfolgen https://www.bonn.de/themen-
entdecken/umwelt-natur/rattenbekaempfung-im-stadtgebiet.php diese
Möglichkeit wird von den Bürgerinnen und Bürgern regelmäßig genutzt, zeigt
aber ebenfalls keine besonderen Auffälligkeiten für Bad Godesberg.
Sind Hotspots oder gewisse Areale bekannt, an denen die
Schadnagerbelastung besonders hoch ist? Kann die gestiegene
Belastung kausal auf gewisses Verhalten/Fehlverhalten (wie z.B. illegale
Müllablagerungen) zurückgeführt werden?
Ja, lokal begrenzte Hotspots entstehen vermehrt dort, wo Müll nicht
fachgerecht entsorgt oder in ungesicherten Behältnissen gelagert wird. Im
Bereich von Schulen sowie in öffentlichen Park- und Grünanlagen kommt es
häufiger zu Rattenbefall, da Essensreste achtlos im Gebüsch entsorgt werdenSeite 1 von 2
Seite 2Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch)
oder Fütterungen stattfinden. Ebenfalls problematisch im Hinblick auf die
Rattenpopulation ist das Füttern von Vögeln, da insbesondere das
zurückgelassene Futter auf dem Boden oder in Vogelhäusern durch Ratten
aufgenommen wird.
Hat das Verbot der Dauerbeköderung, welches seit Juli in Kraft ist,
Auswirkungen auf die Schädlingsbekämpfung von Seiten der Stadt? Ist
ein weiterer Anstieg der Schadnagerpopulation zu befürchten?
Das Verbot der prophylaktischen Dauerbeköderung besteht nicht erst seit
kurzem, sondern ist bereits seit dem Jahr 2016 in Kraft. Durch die damalige
Umstellung auf eine bedarfsgerechte Bekämpfung und den Einsatz eigenen
Personals konnten die Gesamtkosten für die Schädlingsbekämpfung extrem
reduziert werden. Eine Beköderung im Kanal ist heutzutage nur noch in
speziellen Schutzboxen zulässig, um den Eintrag von Giftstoffen in das
Abwasser bzw. die Umwelt zu verhindern. Durch die Anschaffung dieser
Schutzboxen sind die Kosten zwar wieder leicht gestiegen, sie bewegen sich
jedoch weiterhin auf einem deutlich günstigeren Niveau als bei einer
flächendeckenden Beköderung. Ein weiterer Anstieg der Schadnagerpopulation
ist unter den aktuellen Rahmenbedingungen nicht zu befürchten.
Anlage/n
KeineSeite 2 von 2

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Datenstand: 03.11.2026, 10:27 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de