261412 · Beschlussvorlage
Controllingberichte der Stabsstelle Konferenzzentrum/Beethovenhalle für das I.-IV. Quartal 2025 und das I. Quartal 2026
Kerndaten
- Nummer
- 261412
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 13.08.2026
- Letzte Änderung
- 23.10.2026
Orte
- Bonn Hauptort
- Markt
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe Entscheidung federführend
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Beschlussvorlage öffentlich 261412 Der OberbürgermeisterDokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Federführung: II-1 Stabsstelle Konferenzzentrum/Beethovenhalle Dezernat: Dez. II Controllingberichte der Stabsstelle Konferenzzentrum/Beethovenhalle für das I.-IV. Quartal 2025 und das I. Quartal 2026 Beratungsfolge Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe 09.09.2026 Entscheidung Beschlussvorschlag Der Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe nimmt die Berichte der Stabsstelle Konferenzzentrum/Beethovenhalle für das I.-IV. Quartal 2025 und das I. Quartal 2026, insbesondere den Bericht über den Prüfauftrag des Oberbürgermeisters zur Budgetentwicklung der Beethovenhalle, zur Kenntnis. Begründung Quartalsweise berichtet die Verwaltung über die Budgets und Ergebnisse für das WorldCCBonn und die Beethovenhalle. Der Controllingbericht für das I.-IV. Quartal 2025 enthält erste Erkenntnisse zur unterjährigen Budgetentwicklung der Beethovenhalle. Mit Datum vom 17. Februar 2026 hat der Oberbürgermeister eine interne Prüfung zur Budgetentwicklung der denkmalgerechten Instandsetzung und Modernisierung der Beethovenhalle veranlasst. Der Auftrag ist an die Stabsstelle Konferenzzentrum/Beethovenhalle gegangen, die im Haushalt die Verantwortung für das Budget der Beethovenhalle innehat. Der Prüfbericht ist dem Controllingbericht für das I. Quartal 2026 als Anlage beigefügt. Beide Controllingberichte standen als Mitteilungsvorlage auf der Tagesordnung des Ausschusses für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe am 25. Juni 2026. In der Sitzung wurde beschlossen, die Mitteilungsvorlagen für die nächste Sitzung des Finanzausschusses zu einem ordentlichen Beschlusspunkt zu erheben. In der Sitzung des Rates am 9. Juli 2026 wurden beide Mitteilungsvorlagen der Verwaltung ohne weitere Beschlussfassungen bzw. Maßgaben zur Kenntnis genommen.Seite 1 von 56 Seite 2Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Anlage/n 1 MV_260798 Controllingbericht 31.12.25 (öffentlich) 2 MV_261045 Controllingbericht 31.3.26 (öffentlich)Seite 2 von 56 Mitteilungsvorlage öffentlich 260798 Der OberbürgermeisterDokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Federführung: II-1 Stabsstelle Konferenzzentrum/Beethovenhalle Dezernat: Dez. II Controllingbericht der Stabsstelle Konferenzzentrum/Beethovenhalle für das I.–IV. Quartal 2025 (Stichtag 31. Dezember 2025) Beratungsfolge Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe 21.05.2026 Kenntnisnahme Rat 11.06.2026 Kenntnisnahme Mitteilung: Der Bericht ist dieser Vorlage als Anlage beigefügt. Anlage/n 1 Controllingbericht_31.12.2025 (öffentlich)Seite 1 von 10Seite 3 von 56 II-1 Seite 1 Dokumentenklasse A (öffentlich) Controllingbericht der Stabsstelle Konferenzzentrum/Beethovenhalle für das I.–IV. Quartal 2025 (Stichtag 31. Dezember 2025) Mit dem vorliegenden Controllingbericht berichtet die Verwaltung über die Budgets und Ergebnisse für das WorldCCBonn und die Beethovenhalle. Grundlage der Berichterstattung sind die Werte und Veranschlagungen, wie sie im städtischen Haushalt (SAP-Planversion 8: Rat) abgebildet sind. Die in diesem Bericht dargestellten Zahlen werden unmittelbar aus dem städtischen Rechnungswesen generiert. Daher werden, entsprechend der SAP-Logik, Erträge oder Überschüsse mit einem negativen Zeichen (Minuszeichen) ausgewiesen. 1. Produktgruppe 1.15.07 WorldCCBonn 1.1 Teilergebnisrechnungen Übergreifend über die drei Teilergebnisrechnungen der Produkte (07 Betrieb, 08 Bauunterhaltung und 09 Eigentümer) ergibt sich für das WorldCCBonn gesamt im Berichtszeitraum ein Zuschussbedarf von EUR 5,8 Mio.1 (I.-IV. Q. 2024 EUR 4,4 Mio.). Gegenüber einem Planansatz, der von einem Zuschussbedarf von EUR 5,5 Mio. ausging, ist dies eine Verschlechterung von EUR 0,4 Mio. (-6,5 %). Die Aufteilung des Ergebnisses auf die drei Produkte stellt sich folgendermaßen dar: Für den unmittelbaren Betrieb des WorldCCBonn durch die BonnCC GmbH liegen die Erträge mit EUR -17,2 Mio. EUR 0,5 Mio. über dem Planansatz (3 %). Die Aufwendungen liegen bei EUR 13,8 Mio. und damit TEUR 3 über dem Planansatz (0 %). Saldiert liegt das Teilergebnis bei EUR -3,4 Mio. (I.-IV. Q. 2024 EUR -3 Mio.) und somit EUR 0,5 Mio. (17,4 %) über dem Planansatz. In diesem Ergebnis des unmittelbaren Betriebs des WorldCCBonn sind Aufwendungen (im Wesentlichen für Personal, Versicherungen und Telefon) im Umfang von TEUR 254 enthalten, die seitens der Gesellschaft zunächst auf das WorldCCBonn gebucht und dann später im Rahmen des Betriebsführungsabschlusses auf die Beethovenhalle umgegliedert wurden. Da diese Umgliederungen über die Schnittstelle dem Haushalt nicht vorlagen, ist das Ergebnis des WorldCCBonn im Haushalt TEUR 254 schlechter und das Ergebnis der Beethovenhalle 1 Um die Lesbarkeit des Berichtes zu verbessern, werden im Text die Beträge in EUR Mio. bzw. TEUR ausgewiesen und kaufmännisch gerundet. Berichtszeitraum: I.-IV. Q. 2025 Berichtsstichtag: 31. Dezember 2025 Buchungsstand: 15. April 2026 EUR % Erträge -18.569.486,03 -19.441.645,86 -18.808.355,51 633.290,35 3,37% Aufwendungen 22.944.278,43 25.267.847,93 24.278.964,49 -988.883,44 -4,07% Ergebnis 4.374.792,40 5.826.202,07 5.470.608,98 -355.593,09 -6,50% Plan I.-IV. Q. 2025 Abweichungen I.-IV. Q. 2025WorldCCBonn gesamt Ist I.-IV. Q. 2024 Ist I.-IV. Q. 2025 EUR % Erträge -15.829.925,77 -17.231.317,24 -16.720.960,00 510.357,24 3,05% Aufwendungen 12.831.990,19 13.805.814,85 13.802.541,00 -3.273,85 -0,02% Ergebnis -2.997.935,58 -3.425.502,39 -2.918.419,00 507.083,39 17,38% Abweichungen I.-IV. Q. 20251.15.07.07 Betrieb BonnCC Ist I.-IV. Q. 2024 Ist I.-IV. Q. 2025 Plan I.-IV. Q. 2025Seite 2 von 10Seite 4 von 56 II-1 Seite 2 Dokumentenklasse A (öffentlich) in gleicher Höhe besser. Da der Haushalt 2025 zwischenzeitlich für Buchungen gesperrt ist, werden diese Umgliederungen auf der Ebene der Stadt nicht mehr vollzogen werden können. Unter Berücksichtigung dieser Umgliederungen würde das bereinigte Ergebnis des WorldCCBonn im Haushalt mit einer Verbesserung von TEUR 761 (26 %) abschließen. Insgesamt zeigt sich, dass die Haushaltsplanungen - entgegen der Einschätzung und Widerstände des damaligen Geschäftsführers - in keiner Weise unrealistisch waren und damit problemlos als Grundlage der Betriebsführungsplanung 2025 hätten herangezogen werden können. Das Ergebnis des Bauunterhaltungsbudgets des SGB weist Aufwendungen von EUR 3,8 Mio. (I.-IV. Q. 2024 EUR 1,9 Mio.) aus. Damit wurde im Berichtszeitraum das veranschlagte Bauunterhaltungsbudget um 137,2 % überschritten. Nachdem in den vergangenen Jahren die Budgets nicht ausgeschöpft wurden, ist das Team des SGB in 2025 sehr aktiv gewesen. Die Budgetüberschreitungen sind im Wesentlichen über das Gesamtbudget des WorldCCBonn aufgefangen worden. Auf der Eigentümerseite liegt der Zuschussbedarf bei EUR 5,5 Mio. (I.-IV. Q. 2024 EUR 5,5 Mio.) und führt saldiert zu einer Verbesserung von EUR 1,3 Mio. (19,7 %). Die Verbesserungen sind durch niedrigere Aufwendungen, insbesondere für Energiekosten, Ausstattungen bis EUR 800, Zinsen und interne Verrechnungen begründet. Zum Zahlenwerk im Einzelnen siehe in der Anlage die Übersicht 1. 1.2 Teilfinanzrechnung (Investitionsmaßnahmen) Im Berichtszeitraum belaufen sich die investiven Auszahlungen für das WorldCCBonn auf EUR 2,3 Mio. (I.-IV. Q. 2024 EUR 0,3 Mio.). Neben der Anschaffung von selbstständig nutzbaren Vermögensgegenständen für den Betrieb (TEUR 104) betreffen die weiteren investiven Auszahlungen (EUR 2,2 Mio.) Baumaßnahmen am WorldCCBonn, insbesondere der Umbau der LED-Beleuchtung und die Erneuerung der Informations- und Telekommunikationstechnologien (ITK). EUR % Erträge -900,00 -900,02 0,00 900,02 Aufwendungen 1.851.048,37 3.799.232,89 1.601.650,00 -2.197.582,89 -137,21% Ergebnis 1.850.148,37 3.798.332,87 1.601.650,00 -2.196.682,87 -137,15% Abweichungen I.-IV. Q. 20251.15.07.08 Bauunterhaltung SGB Ist I.-IV. Q. 2024 Ist I.-IV. Q. 2025 Plan I.-IV. Q. 2025 EUR % Erträge -2.738.660,26 -2.209.428,60 -2.087.395,51 122.033,09 5,85% Aufwendungen 8.261.239,87 7.662.800,19 8.874.773,49 1.211.973,30 13,66% Ergebnis 5.522.579,61 5.453.371,59 6.787.377,98 1.334.006,39 19,65% Ist I.-IV. Q. 2024 Ist I.-IV. Q. 2025 Plan I.-IV. Q. 2025 1.15.07.09 Allgemein/Eigentümer II-1 Abweichungen I.-IV. Q. 2025 Bestandsbauten Fertigstellung Gesamt Auszahlungen für den Erwerb von beweglichen Vermögensgegen- ständen (> EUR 800) 103.604,46 103.604,46 Auszahlungen für Baumaßnahmen (inklusive Anzahlungen) 2.184.407,54 2.184.407,54 2.288.012,00 I.-IV. Q. 2025 WorldCCBonnSeite 3 von 10Seite 5 von 56 II-1 Seite 3 Dokumentenklasse A (öffentlich) 2. Produktgruppe 1.15.08 Beethovenhalle 2.1 Teilergebnisrechnungen Übergreifend über die drei Teilergebnisrechnungen der Produkte (01 Betrieb, 02 Bauunterhaltung und 03 Eigentümer) ergibt sich für die Beethovenhalle gesamt ein saldierter Zuschuss von EUR 9,4 Mio. (I.-IV. Q. 2024 EUR 2,3 Mio.). Gegenüber dem Planansatz von EUR 4,9 Mio. ist dies eine Verschlechterung von EUR 4,4 Mio. (-90 %). Die Entwicklung der Zahlen im IV. Quartal spiegelt die Inbetriebnahme der Beethovenhalle ab September sowie die Eröffnung und die Aufnahme des Betriebs ab Dezember 2026 wider. Die Aufteilung des Ergebnisses auf die drei Produkte stellt sich folgendermaßen dar: Für den unmittelbaren Betrieb der Beethovenhalle durch die BonnCC GmbH liegen die Erträge mit TEUR -333 TEUR 260 über dem Planansatz (356 %). Die Aufwendungen liegen bei TEUR 949 Mio. und damit TEUR 16 über dem Planansatz (1,7 %). Saldiert liegt das Teilergebnis bei einem Zuschuss von TEUR 616 (I.-IV. Q. 2024 TEUR 34) und somit TEUR 244 Mio. (28,3 %) unter dem Planansatz. Unter Berücksichtigung der zuvor genannten Umgliederungen würde das Ergebnis des Betriebs der Beethovenhalle bei TEUR 875 liegen und den Betriebszuschuss gegenüber dem Planansatz um TEUR 15 erhöhen. Das Ergebnis des Bauunterhaltungsbudgets des SGB weist Aufwendungen von EUR 1,4 Mio. (I.-IV. Q. 2024 TEUR 5) aus. Damit wurde im Berichtszeitraum das veranschlagte Bauunterhaltungsbudget um TEUR 14 (1 %) überschritten. Wesentlicher Posten innerhalb der Aufwendungen sind die Beschaffung von Ausstattungen im Rahmen der Sanierung der Beethovenhalle. Auf der Eigentümerseite liegt der Zuschussbedarf bei EUR 7,4 Mio. (I.-IV. Q. 2024 EUR 2,4 Mio.) und führt saldiert zu einer Verschlechterung von EUR 4,7 Mio. (-174 %). EUR % Erträge -33.113,63 -1.244.049,01 -100.527,81 1.143.521,20 1137,52% Aufwendungen 2.330.326,06 10.627.818,58 5.038.724,52 -5.589.094,06 -110,92% Ergebnis 2.297.212,43 9.383.769,57 4.938.196,71 -4.445.572,86 -90,02% Abweichungen I.-IV. Q. 2025Beethovenhalle gesamt Ist I.-IV. Q. 2024 Ist I.-IV. Q. 2025 Plan I.-IV. Q. 2025 EUR % Erträge 0,00 -332.822,65 -73.000,00 259.822,65 355,92% Aufwendungen 33.967,11 949.164,98 932.904,00 -16.260,98 -1,74% Ergebnis 33.967,11 616.342,33 859.904,00 243.561,67 28,32% Abweichungen I.-IV. Q. 20251.15.08.01 Betrieb BonnCC Ist I.-IV. Q. 2024 Ist I.-IV. Q. 2025 Plan I.-IV. Q. 2025 EUR % Erträge 0,00 -16.317,75 0,00 16.317,75 Aufwendungen 5.128,00 1.422.059,12 1.391.510,33 -30.548,79 -2,20% Ergebnis 5.128,00 1.405.741,37 1.391.510,33 -14.231,04 -1,02% Abweichungen I.-IV. Q. 20251.15.08.02 Bauunterhaltung SGB Ist I.-IV. Q. 2024 Ist I.-IV. Q. 2025 Plan I.-IV. Q. 2025 EUR % Erträge -33.113,63 -894.908,61 -27.527,81 867.380,80 3150,93% Aufwendungen 2.291.230,95 8.256.594,48 2.714.310,19 -5.542.284,29 -204,19% Ergebnis 2.258.117,32 7.361.685,87 2.686.782,38 -4.674.903,49 -174,00% Plan I.-IV. Q. 2025 1.15.08.03 Allgemein/Eigentümer II-1 Abweichungen I.-IV. Q. 2025 Ist I.-IV. Q. 2024 Ist I.-IV. Q. 2025Seite 4 von 10Seite 6 von 56 II-1 Seite 4 Dokumentenklasse A (öffentlich) Ursächlich für die signifikante Verschlechterung sind die Zinsen für die Kredite, die für die Finanzierung der Sanierung aufgenommen werden müssen. Aufgrund des Abrechnungsstandes zum Ende des Haushaltsjahres sind bisher rd. EUR 200 Mio. zu finanzieren. Seitens der Stadtkämmerei wurde hierfür ein Zinsaufwand von EUR 6 Mio. errechnet und damit das Budget der Beethovenhalle unmittelbar belastet. Zum Zahlenwerk im Einzelnen siehe in der Anlage die Übersicht 2. 2.2 Instandsetzung und Modernisierung a) Budget Im Berichtszeitraum wurden keine weiteren Budgetbeschlüsse gefasst. Basierend auf dem Ausgangsbeschluss zum Abschluss der Leistungsphase 3 vom 7.4.2016 über EUR 53,46 Mio. inkl. anteiliger Umsatzsteuer, wurden bisher weitere 135 Beschlüsse gefasst und damit ein investives Budget von EUR 221.332.121,04 inklusive anteiliger Umsatzsteuer sowie ein konsumtives Budget von EUR 2.896.989,06 inklusive anteiliger Umsatzsteuer freigegeben. Seitens des Bauherrn SGB wurden bisher Aufträge im Umfang von EUR 220 Mio. netto (30.9.2025 EUR 217,1 Mio.) erteilt. Im Februar 2026 hat die Verwaltung auf mehrere Nachfragen hin die Projektberichte des Projektsteuerers für die Monate Oktober, November und Dezember 2025 erhalten. Hieraus ergab sich, dass der Projektsteuerer bereits im Projektbericht November 2025 in Bezug auf die Kosten der Sanierung die Ampel auf Rot gesetzt hat. Mit dem Projektbericht Dezember 2025 wurde ein weiterer Finanzbedarf von EUR 5,4 Mio. netto ausgewiesen. Die Beschlussfassung über eine überplanmäßige Ausgabe (ÜPL) im Umfang von EUR 6 Mio. einschließlich anteiliger Umsatzsteuer erfolgte in der Ratssitzung am 5. Februar 2026. b) Förderungen und Spenden Im IV. Q. 2025 sind zwei Spenden des Vereins ProBeethovenhalle e.V. über insgesamt TEUR 50 für die Wiederherstellung der Außenanlagen eingegangen. Nachgetragen werden muss noch eine Spenden des Vereins ProBeethovenhalle e.V. vom 22. Juli 2025 über TEUR 30 für die Sanierung der Orgel. Die folgende Übersicht zeigt alle Spenden und Förderungen seit 2018: Gesamthaushaltsbudget für die denkmalgerechte Instandsetzung und Stand: 31.12.2025 Modernisierung der Beethovenhalle Beschlüsse des Rates vom 7.4.2016 bis 8.12.2022 Rat* DS-Nr.: Beschluss EUR Netto investiv Anteil Eigen- nutzung Anteilige USt. Netto zzgl. anteilige USt. 8.12.2022 Bisher freigegebenes Gesamtbudget (investiv) 218.680.398,00 2.651.723,04 221.332.121,04 8.12.2022 Bisher freigegebenes Gesamtbudget (konsumtiv) 2.870.102,00 26.887,06 2.896.989,06 Gesamtkostenrahmen (investiv und konsumtiv) 221.550.500,00 2.678.610,10 224.229.110,10Seite 5 von 10Seite 7 von 56 II-1 Seite 5 Dokumentenklasse A (öffentlich) Im Ergebnis reduzieren die Förderungen und Spenden die Kreditaufnahme der Stadt für die Sanierung der Beethovenhalle. c) Teilfinanzrechnung Für die „Denkmalgerechte Instandsetzung und Modernisierung der Beethovenhalle“ werden die Leistungen des Bauherrn SGB über den Haushalt finanziert und für die Zwecke des Vorsteuerabzugs über den BgA Beethovenhalle Kongresszentrum abgerechnet. Im IV. Quartal 2025 belaufen sich die investiven Auszahlungen auf EUR 10,4 Mio. inkl. anteiliger Umsatzsteuer. Nicht-aktivierungsfähiger Aufwand ist im Berichtszeitraum im Umfang von EUR 0,2 Mio. angefallen. Seit dem Jahre 2014 belaufen sich die investiven Auszahlungen auf rd. EUR 223,5 Mio. inkl. anteiliger Umsatzsteuer. Dies sind 101 % des vom Rat bis zum 8.12.2022 freigegebenen investiven Budgets. Hinzu kommt ein Aufwand von EUR 8 Mio. inkl. anteiliger Umsatzsteuer. Hierin enthalten ist eine Wertberichtigung von rd. EUR 5,8 Mio., die als Sonder-Afa im Jahresabschluss 2016 gebucht wurde. Ohne diese Wertberichtigung wurden 75,5 % des vom Rat bis zum 8.12.2022 freigegebenen konsumtiven Budgets in Anspruch genommen. Datum Betrag Einzahler Förderung / Spende Fördermaßnahme 12.11.2018 991.074,46 Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) Mittelabruf zum Fördervertrag 2016, bestehend aus weitergeleiteten zweckgebundenen Spenden und Eigenmitteln der DSD Förderung von Sicherungs- und Restaurierungsmaßnahmen am Baudenkmal 5.9.2019 150.000,00 ProBeethovenhalle e.V. Spende Verwendungszweck "Denkmal- gerechte Instandsetzung Foyergarten Beethovenhalle" 20.4.2020 871.000,00 Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) Mittelabruf zu den Förderverträgen 2016, 2017 und 2018 Förderung von Sicherungs- und Restaurierungsmaßnahmen am Baudenkmal 21.9.2021 580.554,29 Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) 3. Mittelabruf zum Fördervertrag 2016 Dach und Restaurierungs- beratung, Kuppel 21.9.2021 311.847,00 Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) 2. Mittelabruf zum Fördervertrag 2017 Natursteinfassade 21.9.2021 751.671,45 Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) 2. Mittelabruf zum Fördervertrag 2018 Klinkerfassaden, Glasornament (Foyer), Glasmosaikfassade, Saal 17.12.2021 75.000,00 ProBeethovenhalle e.V. Spende Replazierung und Restaurierung der Kunst am Bau und der Wolske-Stühle 14.6.2024 20.000,00 ProBeethovenhalle e.V. Spende Replatzierung und Restaurierung der Kunst am Bau und der Wolske-Stühle 16.1.2025 150.000,00 Land Nordrhein- Westfalen Denkmalförderprogramm 2024 Instandsetzung Außenanlagen 22.7.2025 30.000,00 ProBeethovenhalle e.V. Spende Restaurierung Orgel 5.8.2025 100.000,00 Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) 4. Mittelabruf zu Fördervertrag 2016 Kuppel Erbeuerung der Dachdeckung Stehpfalz Kupfer 8.8.2025 738.000,00 Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) 3. Mittelabruf zu Fördervertrag 2018: Klinkerfassade, Glasornamente (Foyer), Glasmosaikfassade, Saal Klinkersanierung Sichtmauer- werk, konservatorische Putz- und Stuckarbeiten Saaldecke, etc. 24.9.2025 39.000,00 Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) 1. Mittelabruf zu Fördervertrag 2024: Außenanlagen Foyergarten: Natursteinarbeiten: Wege-, Platz-, Hofflächen, Mauerbau 24.9.2025 235.000,00 Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) 1. Mittelabruf zu Fördervertrag 2025: Landschaftsbau, Parkplatz Natur- und Kunststeinarbeiten 27.10.2025 30.000,00 ProBeethovenhalle e.V. Spende Wiederherstellung der Außen- anlagen 30.12.2025 20.000,00 ProBeethovenhalle e.V. Spende Wiederherstellung der Außen- anlagen Summe 5.093.147,20Seite 6 von 10Seite 8 von 56 II-1 Seite 6 Dokumentenklasse A (öffentlich) Netto anteilige USt Gesamt Netto anteilige USt Gesamt 2014 10.257,08 604,14 10.861,22 0,00 0,00 0,00 2015 1.553.292,85 91.488,95 1.644.781,80 0,00 0,00 0,00 2016 2.181.844,79 108.763,33 2.290.608,12 5.806.554,16 0,00 5.806.554,16 2017 8.234.901,59 95.669,20 8.330.570,79 10.213,16 97,03 10.310,18 2018 20.361.438,65 193.428,91 20.554.867,56 9.629,00 91,48 9.720,48 2019 14.621.888,58 138.898,82 14.760.787,40 113.802,38 1.081,12 114.883,50 2020 16.119.909,99 153.139,14 16.273.049,13 307.054,01 2.917,01 309.971,02 2021 13.846.872,73 131.545,29 13.978.418,02 207.514,55 1.971,39 209.485,94 2022 16.538.651,59 157.117,18 16.695.768,77 95.770,46 1.722,51 97.492,97 2023 29.073.777,01 1.794.882,08 30.868.659,09 10.446,73 94,61 10.541,34 2024 52.885.602,31 621.852,33 53.507.454,64 5.084,91 85,05 5.169,96 2025 44.026.955,00 602.814,59 44.629.769,59 1.406.656,04 12.883,08 1.419.539,12 I. Quartal 15.824.569,99 242.152,26 16.066.722,25 375,04 7,16 382,20 II. Quartal 13.081.889,39 188.261,58 13.270.150,97 1.132.469,10 10.551,30 1.143.020,40 III. Quartal 4.846.718,72 85.293,18 4.932.011,90 54.717,80 617,55 55.335,35 IV. Quartal 10.273.776,90 87.107,57 10.360.884,47 219.094,10 1.707,07 220.801,17 Summe 219.455.392,17 4.090.203,96 223.545.596,13 7.972.725,40 20.943,28 7.993.668,67 Denkmalgerechte Instandsetzung und Modernisierung der Beethovenhalle Jahr Investive Auszahlungen Konsumtiver AufwandSeite 7 von 10Seite 9 von 56 II-1 Seite 7 Dokumentenklasse A (öffentlich) d) Zusammenfassende Darstellung des Gesamtbudgets (Eckdaten) Die obige zusammenfassende Darstellung erfolgt auf der Basis von Netto-Beträgen. Hierdurch werden die Zahlen des Haushaltes und die Angaben des SGB sowie des Projektsteuerers vergleichbar gemacht. *** Sofern die CO-Periodenabschlüsse (internen Verrechnungen) planmäßig Mitte Mai 2026 abgeschlossen sind, erfolgt die nächste Berichterstattung zum Stichtag 31. März 2026: Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe, 25. Juni 2026 Rat: 9. Juni 2026 Anlage Angaben in EUR netto 31.12.2025 30.9.2025 Delta Ausgangsbeschluss (Nr. 1.) zum Budget (investiv) DS 1611089 vom 7.4.2016 50.577.910,39 50.577.910,39 - Freigegebenes Gesamtbuget (investiv) Rat 8.12.2022 218.680.398,00 218.680.398,00 0,00 Freigegebenes Gesamtbudget (konsumtiv) Rat 8.12.2022 2.870.102,00 2.870.102,00 0,00 Gesamtkostenrahmen DS 222244, Rat 8.12.2022 221.550.500,00 221.550.500,00 0,00 170.972.589,61 170.972.589,61 338,04% 338,04% Gesamtkostenprognose Projektsteuerer 227.000.000,00 221.550.500,00 5.449.500,00 "Puffer" zum Gesamtkostenrahmen gem. Angabe Projektsteuerer 0,00 0,00 0,00 Beauftragungsstand gem. Projektsteuerer 220.010.358,59 217.062.604,33 2.947.754,26 Anteil am freigegebenen Gesamtbudget (investiv und konsumtiv) 99,30% 97,97% 1,33% Förderungen und Spenden 5.093.147,20 5.043.147,20 50.000,00 Abrechnungsstand Haushalt (investiv) 219.455.392,17 209.181.615,27 10.273.776,90 Anteil am freigegebenen Gesamtbudget (investiv) 100,35% 95,66% 4,69% Abrechnungsstand Haushalt (konsumtiv)* 7.972.725,40 7.753.631,30 219.094,10 Anteil am freigegebenen Gesamtbudget (konsumtiv - ohne Wertberichtigung) 75,47% 67,84% 7,63% * Einschließlich einer Wertberichtigung von EUR 5,8 Mio. netto, die als Sonderabschreibung im Jahresabschluss 2016 gebucht wurde. Abweichung Gesamtkostenrahmen vom Ausgangsbeschluss 0,00Seite 8 von 10Seite 10 von 56 II-1 Anlage Übersicht 1: Teilergebnisrechnungen WorldCCBonn 1.15.07.07 bis 1.15.07.09 WorldCCBonn gesamt Kostenarten Ist I.-IV. Q. 2024 Ist I.-IV. Q. 2025 Plan I.-IV. Q. 2025 * Zuwendungen und allgemeine Umlagen -585.587,55 -563.203,75 -563.203,75 * Privatrechtliche Leistungsentgelte -14.993.856,44 -16.198.796,78 -15.963.060,00 * Kostenerstattungen/-umlagen -7.294,44 -15.330,80 -29,52 * Sonstige ordentliche Erträge -1.780.017,79 -1.995.490,70 -782.062,24 * Personalaufwendungen 2.232.061,91 2.470.809,78 2.268.434,78 * Versorgungsaufwendungen 28.841,60 31.603,43 28.522,12 * Aufwendungen für Sach-/Dienstleistungen 14.379.276,24 16.556.666,58 15.095.481,00 * Bilanzielle Abschreibungen 2.536.951,40 2.447.925,41 2.436.452,58 * Sonstige ordentliche Aufwendungen 611.311,57 695.708,91 1.098.581,00 * Finanzerträge -1.202.729,81 -668.823,83 -1.500.000,00 * Zinsen und sonstige Finanzaufwendungen 1.435.100,29 1.174.383,39 1.290.715,33 * Interne Verrechnungen 1.720.735,42 1.890.750,43 2.060.777,68 ** Über-/Unterdeckung 4.374.792,40 5.826.202,07 5.470.608,98 Stand: 15. April 2026 davon Ergebnis I. Quartal: 1.323.814,35 970.763,19 1.367.652,26 davon Ergebnis II. Quartal: -161.065,53 -734.454,76 1.367.652,26 davon Ergebnis III. Quartal: 1.820.089,48 3.082.214,11 1.367.652,25 davon Ergebnis IV. Quartal: 1.391.954,10 2.507.679,53 1.367.652,21 Summe Erträge: -18.569.486,03 -19.441.645,86 -18.808.355,51 Summe Aufwendungen: 22.944.278,43 25.267.847,93 24.278.964,49 1.15.07.07 1.15.07.08 1.15.07.09 Betrieb (BonnCC) Bauunterhaltung (SGB) Eigentümer (II-1) Kostenarten Ist I.-IV. Q. 2024 Ist I.-IV. Q. 2025 Plan I.-IV. Q. 2025 Ist I.-IV. Q. 2024 Ist I.-IV. Q. 2025 Plan I.-IV. Q. 2025 Ist I.-IV. Q. 2024 Ist I.-IV. Q. 2025 Plan I.-IV. Q. 2025 * Zuwendungen und allgemeine Umlagen 585.587,55- 563.203,75- 563.203,75- * Privatrechtliche Leistungsentgelte -14.967.482,81 -16.160.999,49 -15.945.960,00 26.373,63- 37.797,29- 17.100,00- * Kostenerstattungen/-umlagen -6.340,82 -14.386,13 -900,00 -900,00 0,00 53,62- 44,67- 29,52- * Sonstige ordentliche Erträge -856.102,14 -1.055.931,62 -775.000,00 -0,02 0,00 923.915,65- 939.559,06- 7.062,24- * Personalaufwendungen 2.059.229,59 2.276.150,94 2.089.199,00 172.832,32 194.658,84 179.235,78 * Versorgungsaufwendungen 1.817,65 1.670,50 1.030,00 27.023,95 29.932,93 27.492,12 * Aufwendungen für Sach-/Dienstleistungen 10.223.863,88 10.888.788,08 10.898.481,00 1.845.166,38 3.798.531,24 1.601.000,00 2.310.245,98 1.869.347,26 2.596.000,00 * Bilanzielle Abschreibungen 2.536.951,40 2.447.925,41 2.436.452,58 * Sonstige ordentliche Aufwendungen 547.079,07 639.205,33 813.831,00 5.881,99 701,65 650,00 58.350,51 55.801,93 284.100,00 * Finanzerträge 1.202.729,81- 668.823,83- 1.500.000,00- * Zinsen und sonstige Finanzaufwendungen 1.435.100,29 1.174.383,39 1.290.715,33 * Interne Verrechnungen 1.720.735,42 1.890.750,43 2.060.777,68 ** Über-/Unterdeckung -2.997.935,58 -3.425.502,39 -2.918.419,00 1.850.148,37 3.798.332,87 1.601.650,00 5.522.579,61 5.453.371,59 6.787.377,98 davon Ergebnis I. Quartal: -198.046,95 -820.768,74 -729.604,75 150.684,48 647.302,78 400.412,50 1.371.176,82 1.144.229,15 1.696.844,51 davon Ergebnis II. Quartal: -2.460.459,53 -3.214.936,40 -729.604,75 247.116,62 584.530,34 400.412,50 2.052.277,38 1.895.951,30 1.696.844,51 davon Ergebnis III. Quartal: 236.345,50 880.705,91 -729.604,75 506.556,36 880.387,08 400.412,50 1.077.187,62 1.321.121,12 1.696.844,50 davon Ergebnis IV. Quartal: -575.774,60 -270.503,16 -729.604,75 945.790,91 1.686.112,67 400.412,50 1.021.937,79 1.092.070,02 1.696.844,46 Summe Erträge: -15.829.925,77 -17.231.317,24 -16.720.960,00 -900,00 -900,02 0,00 -2.738.660,26 -2.209.428,60 -2.087.395,51 Summe Aufwendungen: 12.831.990,19 13.805.814,85 13.802.541,00 1.851.048,37 3.799.232,89 1.601.650,00 8.261.239,87 7.662.800,19 8.874.773,49Seite 9 von 10Seite 11 von 56 II-1 Anlage Übersicht 2: Teilergebnisrechnungen Beethovenhalle 1.15.08.01 bis 1.15.08.03 Beethovenhalle gesamt Kostenarten Ist I.-IV. Q. 2024 Ist I.-IV. Q. 2025 Plan I.-IV. Q. 2025 * Zuwendungen und allgemeine Umlagen -20.436,28 -29.176,41 -20.436,29 * Privatrechtliche Leistungsentgelte -1.417,04 -346.593,03 -72.000,00 * Kostenerstattungen/-umlagen -53,57 -16.362,39 -29,40 * Sonstige ordentliche Erträge -11.206,74 -851.899,18 -8.062,12 * Personalaufwendungen 426.857,71 317.454,67 458.264,40 * Versorgungsaufwendungen 27.023,93 35.992,39 27.491,76 * Aufwendungen für Sach-/Dienstleistungen 581.210,04 1.382.784,49 1.246.904,00 * Bilanzielle Abschreibungen 194.442,79 821.236,32 231.793,52 * Sonstige ordentliche Aufwendungen 29.419,31 1.706.829,70 1.392.010,33 * Finanzerträge -18,00 0,00 * Zinsen und sonstige Finanzaufwendungen 135,01 1.204,35 0,00 * Interne Verrechnungen 1.071.237,27 6.362.316,66 1.682.260,51 ** Über-/Unterdeckung 2.297.212,43 9.383.769,57 4.938.196,71 Stand: 15. April 2026 davon Ergebnis I. Quartal: 188.255,41 349.444,99 1.234.549,19 davon Ergebnis II. Quartal: 530.110,92 1.365.223,80 1.234.549,19 davon Ergebnis III. Quartal: 353.350,52 854.458,38 1.234.549,15 davon Ergebnis IV. Quartal: 1.225.495,58 6.814.642,40 1.234.549,18 Summe Erträge: -33.113,63 -1.244.049,01 -100.527,81 Summe Aufwendungen: 2.330.326,06 10.627.818,58 5.038.724,52 1.15.08.01 1.15.08.02 1.15.08.03 Betrieb (BonnCC) Bauunterhaltung (SGB) Eigentümer (II-1) Kostenarten Ist I.-IV. Q. 2024 Ist I.-IV. Q. 2025 Plan I.-IV. Q. 2025 Ist I.-IV. Q. 2024 Ist I.-IV. Q. 2025 Plan I.-IV. Q. 2025 Ist I.-IV. Q. 2024 Ist I.-IV. Q. 2025 Plan I.-IV. Q. 2025 * Zuwendungen und allgemeine Umlagen -20.436,28 -29.176,41 -20.436,29 * Privatrechtliche Leistungsentgelte -332.822,65 -72.000,00 -1.417,04 -13.770,38 0,00 * Kostenerstattungen/-umlagen -16.317,75 0,00 -53,57 -44,64 -29,40 * Sonstige ordentliche Erträge 0,00 -1.000,00 -11.206,74 -851.899,18 -7.062,12 * Personalaufwendungen 0,00 47.016,06 210.000,00 426.857,71 270.438,61 248.264,40 * Versorgungsaufwendungen 6.059,50 0,00 27.023,93 29.932,89 27.491,76 * Aufwendungen für Sach-/Dienstleistungen 6.197,70 543.170,58 322.904,00 3.585,25 227.074,96 500.000,00 571.427,09 612.538,95 424.000,00 * Bilanzielle Abschreibungen 194.442,79 821.236,32 231.793,52 * Sonstige ordentliche Aufwendungen 27.769,41 352.918,84 400.000,00 1.599,74 1.194.984,16 891.510,33 50,16 158.926,70 100.500,00 * Finanzerträge -56,99 -18,00 0,00 * Zinsen und sonstige Finanzaufwendungen 192,00 1.204,35 0,00 * Interne Verrechnungen 1.071.237,27 6.362.316,66 1.682.260,51 ** Über-/Unterdeckung 33.967,11 616.342,33 859.904,00 5.128,00 1.405.741,37 1.391.510,33 2.258.117,32 7.361.685,87 2.686.782,38 davon Ergebnis I. Quartal: 43,55 20.027,49 214.976,00 301,78 329,85 347.877,58 187.910,08 329.087,65 671.695,61 davon Ergebnis II. Quartal: 42,30 67.176,64 214.976,00 3.703,79 1.121.305,12 347.877,59 526.364,83 176.742,04 671.695,60 davon Ergebnis III. Quartal: 7.182,03 87.392,95 214.976,00 570,67 77.102,98 347.877,58 345.597,82 689.962,45 671.695,57 davon Ergebnis IV. Quartal: 26.699,23 441.745,25 214.976,00 551,76 207.003,42 347.877,58 1.198.244,59 6.165.893,73 671.695,60 Summe Erträge: 0,00 -332.822,65 -73.000,00 0,00 -16.317,75 0,00 -33.113,63 -894.908,61 -27.527,81 Summe Aufwendungen: 33.967,11 949.164,98 932.904,00 5.128,00 1.422.059,12 1.391.510,33 2.291.230,95 8.256.594,48 2.714.310,19Seite 10 von 10Seite 12 von 56 Mitteilungsvorlage öffentlich 261045 Der OberbürgermeisterDokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Federführung: II-1 Stabsstelle Konferenzzentrum/Beethovenhalle Dezernat: Dez. II Controllingbericht der Stabsstelle Konferenzzentrum/Beethovenhalle für das I. Quartal 2026 (Stichtag 31. März 2026) Beratungsfolge Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe 25.06.2026 Kenntnisnahme Rat 09.07.2026 Kenntnisnahme Mitteilung: Der Controllingbericht ist dieser Vorlge als Anlage 1 beigefügt. Mit Datum vom 17. Februar 2026 hat der Oberbürgermeister eine interne Prü- fung zur Budgetentwicklung der Beethovenhalle veranlasst. Der Auftrag ist an die Stabsstelle Konferenzzentrum/Beethovenhalle gegangen, die im Haushalt die Verantwortung für das Budget der Beethovenhalle innehat. Das Ergebnis lässt sich folgendermaßen kurz zusammenfassen. Auf Grundlage der im Bericht dargestellten Entwicklung ist mit hoher Wahr- scheinlichkeit davon auszugehen, dass das Projekt ab Frühjahr 2025 über kei- ne freien Budgetmittel mehr verfügte. Für Nachträge, nicht vorhergesehene bzw. geplante Maßnahmen hätten ab diesem Zeitpunkt über den Rat weitere Budgetbeschlüsse eingeholt werden müssen Insoweit ist fraglich, ob der Rat durch die Projektleitung über die Budgetentwicklung vollständig informiert wur- de. Die Vorgehensweise der Projektleitung wurde auch dadurch begünstigt, dass mit der vollständigen Freigabe des Budgets im Dezember 2022 keinerlei Be- schlussfassungen mehr eingeholt werden mussten. Als lessons learned wäre zu überlegen, bei künftigen Projekten das Gesamtbudget nicht mehr zugunsten einer Projektleitung freizugeben. Auch bedarf es künftig seitens des Auftragge- bers eines internen Controllings in Bezug auf Projektleitung und Projektsteue- rer. Der Bericht ist als Anlage 2 beigefügt. Anlage/n 1 Controllingbericht_31.3.2026 (öffentlich) 2 Prüfauftrag_OB_Budget_BHB_17.2.26 (öffentlich)Seite 1 von 44Seite 13 von 56 II-1 Seite 1 Dokumentenklasse A (öffentlich) Controllingbericht der Stabsstelle Konferenzzentrum/Beethovenhalle für das I. Quartal 2026 (Stichtag 31. März 2026) Mit dem vorliegenden Controllingbericht berichtet die Verwaltung über die Budgets und Ergebnisse für das WorldCCBonn und die Beethovenhalle. Grundlage der Berichterstattung sind die Werte und Veranschlagungen, wie sie im städtischen Haushalt (SAP-Planversion 8: Rat) abgebildet sind. Die in diesem Bericht dargestellten Zahlen werden unmittelbar aus dem städtischen Rechnungswesen generiert. Daher werden, entsprechend der SAP-Logik, Erträge oder Überschüsse mit einem negativen Zeichen (Minuszeichen) ausgewiesen. 1. Produktgruppe 1.15.07 WorldCCBonn 1.1 Teilergebnisrechnungen Übergreifend über die drei Teilergebnisrechnungen der Produkte (07 Betrieb, 08 Bauunterhaltung und 09 Eigentümer) ergibt sich für das WorldCCBonn gesamt im Berichtszeitraum ein Zuschussbedarf von EUR 1,4 Mio.1 (I. Q. 2025 EUR 0,97 Mio.). Gegenüber einem Planansatz, der von einem Zuschussbedarf von EUR 1,6 Mio. ausging, ist dies eine Verbesserung von EUR 0,2 Mio. (13 %). Die Aufteilung des Ergebnisses auf die drei Produkte stellt sich folgendermaßen dar: Für den unmittelbaren Betrieb des WorldCCBonn durch die BonnCC GmbH liegen die Erträge mit EUR -2,3 Mio. EUR 1,9 Mio. unter dem Planansatz (-45,6 %). Die Aufwendungen liegen bei EUR 2 Mio. und damit 1,6 unter dem Planansatz (44,5 %). Saldiert liegt das Teilergebnis bei EUR -0,36 Mio. (I. Q. 2025 EUR -0,82 Mio.) und somit EUR 0,38 Mio. (-50,9 %) unter dem Planansatz. Wie bereits im Quartalsbericht für das I.-IV. Quartal 2025 ausgeführt, sind auch im Ergebnis des WorldCCBonn für das I. Quartal 2026 Aufwendungen (im Wesentlichen für Personal, Versicherungen und Telefon) enthalten, die der Beethovenhalle zuzuordnen sind und noch nicht abgegrenzt wurden. 1 Um die Lesbarkeit des Berichtes zu verbessern, werden im Text die Beträge in EUR Mio. bzw. TEUR ausgewiesen und kaufmännisch gerundet. Berichtszeitraum: I. Q. 2026 Berichtsstichtag: 31. März 2026 Buchungsstand: 20. Mai 2026 EUR % Erträge -3.559.117,19 -2.474.098,54 -4.754.638,49 -2.280.539,95 -47,96% Aufwendungen 4.529.880,38 3.873.650,15 6.363.463,92 2.489.813,77 39,13% Ergebnis 970.763,19 1.399.551,61 1.608.825,43 209.273,82 13,01% Plan I. Q. 2026 Abweichungen I. Q. 2026WorldCCBonn gesamt Ist I. Q. 2025 Ist I. Q. 2026 EUR % Erträge -3.407.287,75 -2.314.938,07 -4.252.893,50 -1.937.955,43 -45,57% Aufwendungen 2.586.519,01 1.952.436,74 3.515.014,25 1.562.577,51 44,45% Ergebnis -820.768,74 -362.501,33 -737.879,25 -375.377,92 -50,87% Abweichungen I. Q. 20261.15.07.07 Betrieb BonnCC Ist I. Q. 2025 Ist I. Q. 2026 Plan I. Q. 2026Seite 2 von 44Seite 14 von 56 II-1 Seite 2 Dokumentenklasse A (öffentlich) Auch wird seitens der Gesellschaft das Betriebsführungsentgelt ausschließlich dem WorldCCBonn zugeordnet. Die BonnCC ist aufgefordert, schnellstmöglich die Aufwendungen verursachungsgerecht zwischen WorldCCBonn und Beethovenhalle aufzuteilen. Dies ist nicht nur für die Darstellung im Haushalt relevant, sondern auch für das interne Controlling der Gesellschaft. In der Aufsichtsratssitzung am 30. April 2026 wurde seitens der Gesellschaft eine Prognose abgegeben, dass die Ergebnisse entsprechend der Betriebsführungspläne erreicht werden: Das Ergebnis des Bauunterhaltungsbudgets des SGB weist Aufwendungen von EUR 0,6 Mio. (I. Q. 2025 EUR 0,65 Mio.) aus. Damit wurde im Berichtszeitraum das veranschlagte Bauunterhaltungsbudget um EUR 0,2 Mio. (-49,9%) überschritten. Wie im vergangenen Jahr, wird die Überschreitung über das Gesamtbudget des WorldCCBonn aufzufangen sein. Auf der Eigentümerseite liegt der Zuschussbedarf bei EUR 1,2 Mio. (I. Q. 2025 EUR 1,1 Mio.) und führt saldiert zu einer Verbesserung von EUR 0,78 Mio. (40,3 %). Die Ergebnisse für das I. Quartal sind wenig aussagekräftig. Auf der Ertragsseite fehlt die Entnahme aus der IKBB-Rücklage, da dies rückwirkend zu Beginn des Folgejahres mit der Kämmerei abgestimmt wird. Bei den Aufwendungen erfolgen manche Verrechnungen der VILV erst in späteren Quartalen. Auch sind die Energiekosten bisher niedriger als geplant. Zum Zahlenwerk im Einzelnen siehe in der Anlage die Übersicht 1. 1.2 Teilfinanzrechnung (Investitionsmaßnahmen) Im Berichtszeitraum belaufen sich die investiven Auszahlungen für das WorldCCBonn auf EUR 0,13 Mio. (I. Q. 2025 EUR 2 Mio.). Neben der Anschaffung von selbstständig nutzbaren Vermögensgegenständen für den Betrieb (TEUR 50) betreffen die weiteren investiven Auszahlungen die Anschaffung eines Backup- Servers sowie die Erneuerung der Informations- und Telekommunikationstechnologien (ITK). EUR % Erträge 0,00 0,00 0,00 0,00 Aufwendungen 647.302,78 600.356,36 400.412,50 -199.943,86 -49,93% Ergebnis 647.302,78 600.356,36 400.412,50 -199.943,86 -49,93% Abweichungen I. Q. 20261.15.07.08 Bauunterhaltung SGB Ist I. Q. 2025 Ist I. Q. 2026 Plan I. Q. 2026 EUR % Erträge -151.829,44 -159.160,47 -501.744,99 -342.584,52 -68,28% Aufwendungen 1.296.058,59 1.320.857,05 2.448.037,17 1.127.180,12 46,04% Ergebnis 1.144.229,15 1.161.696,58 1.946.292,18 784.595,60 40,31% Ist I. Q. 2025 Ist I. Q. 2026 Plan I. Q. 2026 1.15.07.09 Allgemein/Eigentümer II-1 Abweichungen I. Q. 2026 Bestandsbauten Fertigstellung Gesamt Auszahlungen für den Erwerb von beweglichen Vermögensgegen- ständen (> EUR 800) 50.075,18 50.075,18 Auszahlungen für Baumaßnahmen (inklusive Anzahlungen) 80.370,14 80.370,14 130.445,32 I. Q. 2026 WorldCCBonnSeite 3 von 44Seite 15 von 56 II-1 Seite 3 Dokumentenklasse A (öffentlich) 2. Produktgruppe 1.15.08 Beethovenhalle 2.1 Teilergebnisrechnungen Übergreifend über die drei Teilergebnisrechnungen der Produkte (01 Betrieb, 02 Bauunterhaltung und 03 Eigentümer) ergibt sich für die Beethovenhalle gesamt ein saldierter Zuschuss von EUR 0,63 Mio. (I. Q. 2025 EUR 0,35 Mio.). Gegenüber dem Planansatz von EUR 1,7 Mio. ist dies eine Verbesserung von EUR 1,1 Mio. (63,6 %). Die Zahlen spiegeln zum einen das erste Betriebsquartal der Beethovenhalle nach der Wiedereröffnung wider, sind aber auch zum anderen noch mit einigen Unschärfen verbunden. Die Aufteilung des Ergebnisses auf die drei Produkte stellt sich folgendermaßen dar: Für den unmittelbaren Betrieb der Beethovenhalle durch die BonnCC GmbH liegen die Erträge mit EUR -0,65 Mio. EUR 0,37 Mio. über dem Planansatz (132,5%). Die Aufwendungen liegen bei EUR 0,46 Mio. und damit EUR 0,21 Mio. unter dem Planansatz (32 %). Saldiert liegt das Teilergebnis bei EUR -0,2 Mio. (I. Q. 2025 TEUR 20) und somit EUR 0,59 Mio. (150 %) über dem Planansatz. Wie bereits unter 1.1 beschrieben, sind insbesondere Personalaufwendungen und sonstige ordentliche Aufwendungen im Ergebnis des WorldCCBonn enthalten und von der BonnCC nicht der Beethovenhalle zugeordnet worden. Insoweit liegt das tatsächliche Ergebnis des Betriebs der Beethovenhalle unter den hier ausgewiesenen Zahlen. Das Ergebnis des Bauunterhaltungsbudgets des SGB weist Aufwendungen von EUR 0,1 Mio. (I. Q. 2025 TEUR 0,3) aus. Damit wurde im Berichtszeitraum das veranschlagte Budget im Umfang von EUR 0,3 Mio. (74,1 %) nicht in Anspruch genommen. Auf der Eigentümerseite liegt der Zuschussbedarf bei EUR 0,72 Mio. (I. Q. 2025 EUR 0,33 Mio.) und führt saldiert zu einer Verbesserung von EUR 0,2 Mio. (22 %). EUR % Erträge -6.113,87 -728.006,36 -287.205,75 440.800,61 153,48% Aufwendungen 355.558,86 1.358.591,13 2.019.718,92 661.127,79 32,73% Ergebnis 349.444,99 630.584,77 1.732.513,17 1.101.928,40 63,60% Ist I. Q. 2025 Ist I. Q. 2026 Plan I. Q. 2026 Abweichungen I. Q. 2026Beethovenhalle gesamt EUR % Erträge 0,00 -651.739,03 -280.325,00 371.414,03 132,49% Aufwendungen 20.027,49 456.509,27 670.918,25 214.408,98 31,96% Ergebnis 20.027,49 -195.229,76 390.593,25 585.823,01 149,98% Abweichungen I. Q. 20261.15.08.01 Betrieb BonnCC Ist I. Q. 2025 Ist I. Q. 2026 Plan I. Q. 2026 EUR % Erträge 0,00 0,00 0,00 0,00 Aufwendungen 329,85 109.728,41 423.750,00 314.021,59 74,11% Ergebnis 329,85 109.728,41 423.750,00 314.021,59 74,11% Abweichungen I. Q. 20261.15.08.02 Bauunterhaltung SGB Ist I. Q. 2025 Ist I. Q. 2026 Plan I. Q. 2026 EUR % Erträge -6.113,87 -76.267,33 -6.880,75 69.386,58 1008,42% Aufwendungen 335.201,52 792.353,45 925.050,67 132.697,22 14,34% Ergebnis 329.087,65 716.086,12 918.169,92 202.083,80 22,01% Plan I. Q. 2026 1.15.08.03 Allgemein/Eigentümer II-1 Abweichungen I. Q. 2026 Ist I. Q. 2025 Ist I. Q. 2026Seite 4 von 44Seite 16 von 56 II-1 Seite 4 Dokumentenklasse A (öffentlich) Im Ergebnis für das I. Quartal 2026 sind die Zinsen für die Kredite der Sanierung der Beethovenhalle noch nicht verrechnet worden. Sowohl beim Planansatz wie auch beim Ist müsste der Aufwand um EUR 1,5 Mio. höher ausfallen. Demnach läge ein bereinigtes Ergebnis für das I. Quartal 2026 bei einem Zuschuss von EUR 2,2 Mio. Mit der Kämmerei wurde abgestimmt, dass ab dem II. Quartal 2026 Abschläge auf die Zinsen verrechnet werden. Zum Zahlenwerk im Einzelnen siehe in der Anlage die Übersicht 2. 2.2 Instandsetzung und Modernisierung a) Budget Im Berichtszeitraum wurden mit Beschluss des Rates vom 5. Februar 2026 das investive Budget um EUR 6 Mio. auf EUR 227,4 Mio. einschließlich anteiliger Umsatzsteuer aufgestockt. Basierend auf dem Ausgangsbeschluss zum Abschluss der Leistungsphase 3 vom 7. April 2016 über EUR 53,46 Mio. inkl. anteiliger Umsatzsteuer, wurden bisher weitere 136 Beschlüsse gefasst und damit ein investives Budget von EUR 227.378.521,29 inklusive anteiliger Umsatzsteuer sowie ein konsumtives Budget von EUR 2.896.989,06 inklusive anteiliger Umsatzsteuer freigegeben. Seitens des Bauherrn SGB wurden bisher Aufträge im Umfang von EUR 224,5 Mio. netto (31.12.2025 EUR 220 Mio.) erteilt. Im Nachgang der Beschlussfassung zur Aufstockung des Budgets hat der Oberbürgermeister am 17. Februar 2026 eine interne Prüfung des Vorgangs veranlasst. Der Auftrag ist an die Stabsstelle Konferenzzentrum/Beethovenhalle gegangen, die im Haushalt die Verantwortung für das Budget der Beethovenhalle innehat. Der Bericht wurde durch den Oberbürgermeister freigegeben und ist als Anlage beigefügt. Mit diesem Controllingbericht soll die Politik über das Ergebnis informiert werden. Auf Grundlage der im Bericht dargestellten Entwicklung ist mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass das Projekt ab Frühjahr 2025 über keine freien Budgetmittel mehr verfügte. Für Nachträge, nicht vorhergesehene bzw. geplante Maßnahmen hätten ab diesem Zeitpunkt über den Rat weitere Budgetbeschlüsse eingeholt werden müssen. Insoweit ist fraglich, ob der Rat durch die Projektleitung über die Budgetentwicklung vollständig informiert wurde. Die Vorgehensweise der Projektleitung wurde auch dadurch begünstigt, dass mit der vollständigen Freigabe des Budgets im Dezember 2022 keinerlei Beschlussfassungen mehr eingeholt werden mussten. Als lessons learned wäre zu überlegen, bei künftigen Projekten das Gesamtbudget nicht mehr zugunsten einer Projektleitung freizugeben. Auch bedarf es künftig seitens des Auftraggebers eines internen Controllings in Bezug auf Projektleitung und Projektsteuerer. Gesamthaushaltsbudget für die denkmalgerechte Instandsetzung und Stand: 31.3.2026 Modernisierung der Beethovenhalle Beschlüsse des Rates vom 7.4.2016 bis 5.2.2026 Rat DS-Nr.: Beschluss EUR Netto investiv Anteil Eigen- nutzung Anteilige USt. Netto zzgl. anteilige USt. 8.12.2022 Bisher freigegebenes Gesamtbudget (investiv) 218.680.398,00 2.651.723,04 221.332.121,04 137. 5.2.2026 260146 Bereitstellung weiterer investiver Mittel zur Aufstockung des Gesamtbudgets. 5.989.500,00 5% 56.900,25 6.046.400,25 Fortschreibung Gesamtbudget (investiv) 224.669.898,00 2.708.623,29 227.378.521,29 8.12.2022 Bisher freigegebenes Gesamtbudget (konsumtiv) 2.870.102,00 26.887,06 2.896.989,06 Gesamtkostenrahmen (investiv und konsumtiv) 227.540.000,00 2.735.510,35 230.275.510,35Seite 5 von 44Seite 17 von 56 II-1 Seite 5 Dokumentenklasse A (öffentlich) b) Förderungen und Spenden Im Berichtszeitraum sind keine weiteren Spenden oder Förderungen hinzugekommen. Die folgende Übersicht zeigt alle Spenden und Förderungen seit 2018: Im Ergebnis reduzieren die Förderungen und Spenden die Kreditaufnahme der Stadt für die Sanierung der Beethovenhalle. c) Teilfinanzrechnung Für die „Denkmalgerechte Instandsetzung und Modernisierung der Beethovenhalle“ werden die Leistungen des Bauherrn SGB über den Haushalt finanziert und für die Zwecke des Vorsteuerabzugs über den BgA Beethovenhalle Kongresszentrum abgerechnet. Im I. Quartal 2026 belaufen sich die investiven Auszahlungen auf EUR 1,1 Mio. inkl. anteiliger Umsatzsteuer. Die in der folgenden Tabelle ausgewiesene negative anteilige USt. resultiert aus der Verrechnung von Anzahlungen der letzten Jahre mit nunmehr vorliegenden Datum Betrag Einzahler Förderung / Spende Fördermaßnahme 12.11.2018 991.074,46 Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) Mittelabruf zum Fördervertrag 2016, bestehend aus weitergeleiteten zweckgebundenen Spenden und Eigenmitteln der DSD Förderung von Sicherungs- und Restaurierungsmaßnahmen am Baudenkmal 5.9.2019 150.000,00 ProBeethovenhalle e.V. Spende Verwendungszweck "Denkmal- gerechte Instandsetzung Foyergarten Beethovenhalle" 20.4.2020 871.000,00 Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) Mittelabruf zu den Förderverträgen 2016, 2017 und 2018 Förderung von Sicherungs- und Restaurierungsmaßnahmen am Baudenkmal 21.9.2021 580.554,29 Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) 3. Mittelabruf zum Fördervertrag 2016 Dach und Restaurierungs- beratung, Kuppel 21.9.2021 311.847,00 Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) 2. Mittelabruf zum Fördervertrag 2017 Natursteinfassade 21.9.2021 751.671,45 Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) 2. Mittelabruf zum Fördervertrag 2018 Klinkerfassaden, Glasornament (Foyer), Glasmosaikfassade, Saal 17.12.2021 75.000,00 ProBeethovenhalle e.V. Spende Replazierung und Restaurierung der Kunst am Bau und der Wolske-Stühle 14.6.2024 20.000,00 ProBeethovenhalle e.V. Spende Replatzierung und Restaurierung der Kunst am Bau und der Wolske-Stühle 16.1.2025 150.000,00 Land Nordrhein- Westfalen Denkmalförderprogramm 2024 Instandsetzung Außenanlagen 22.7.2025 30.000,00 ProBeethovenhalle e.V. Spende Restaurierung Orgel 5.8.2025 100.000,00 Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) 4. Mittelabruf zu Fördervertrag 2016 Kuppel Erbeuerung der Dachdeckung Stehpfalz Kupfer 8.8.2025 738.000,00 Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) 3. Mittelabruf zu Fördervertrag 2018: Klinkerfassade, Glasornamente (Foyer), Glasmosaikfassade, Saal Klinkersanierung Sichtmauer- werk, konservatorische Putz- und Stuckarbeiten Saaldecke, etc. 24.9.2025 39.000,00 Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) 1. Mittelabruf zu Fördervertrag 2024: Außenanlagen Foyergarten: Natursteinarbeiten: Wege-, Platz-, Hofflächen, Mauerbau 24.9.2025 235.000,00 Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) 1. Mittelabruf zu Fördervertrag 2025: Landschaftsbau, Parkplatz Natur- und Kunststeinarbeiten 27.10.2025 30.000,00 ProBeethovenhalle e.V. Spende Wiederherstellung der Außen- anlagen 30.12.2025 20.000,00 ProBeethovenhalle e.V. Spende Wiederherstellung der Außen- anlagen Summe 5.093.147,20Seite 6 von 44Seite 18 von 56 II-1 Seite 6 Dokumentenklasse A (öffentlich) Schlussrechnungen. Nicht-aktivierungsfähiger Aufwand ist im Berichtszeitraum im Umfang von TEUR 1,4 angefallen. Seit dem Jahre 2014 belaufen sich die investiven Auszahlungen auf rd. EUR 224,7 Mio. inkl. anteiliger Umsatzsteuer. Dies sind 98,8 % des vom Rat bis zum 5. Februar 2026 freigegebenen investiven Budgets. Hinzu kommt ein Aufwand von EUR 8 Mio. inkl. anteiliger Umsatzsteuer. Hierin enthalten ist eine Wertberichtigung von rd. EUR 5,8 Mio., die als Sonder- Afa im Jahresabschluss 2016 gebucht wurde. Ohne diese Wertberichtigung wurden 75,5 % des vom Rat bis zum 8. Dezember 2022 freigegebenen konsumtiven Budgets in Anspruch genommen. Netto anteilige USt Gesamt Netto anteilige USt Gesamt 2014 10.257,08 604,14 10.861,22 0,00 0,00 0,00 2015 1.553.292,85 91.488,95 1.644.781,80 0,00 0,00 0,00 2016 2.181.844,79 108.763,33 2.290.608,12 5.806.554,16 0,00 5.806.554,16 2017 8.234.901,59 95.669,20 8.330.570,79 10.213,16 97,03 10.310,18 2018 20.361.438,65 193.428,91 20.554.867,56 9.629,00 91,48 9.720,48 2019 14.621.888,58 138.898,82 14.760.787,40 113.802,38 1.081,12 114.883,50 2020 16.119.909,99 153.139,14 16.273.049,13 307.054,01 2.917,01 309.971,02 2021 13.846.872,73 131.545,29 13.978.418,02 207.514,55 1.971,39 209.485,94 2022 16.538.651,59 157.117,18 16.695.768,77 95.770,46 1.722,51 97.492,97 2023 29.073.777,01 1.794.882,08 30.868.659,09 10.446,73 94,61 10.541,34 2024 52.885.602,31 621.852,33 53.507.454,64 5.084,91 85,05 5.169,96 2025 44.026.955,00 602.814,59 44.629.769,59 1.406.656,04 12.883,08 1.419.539,12 2026 1.108.144,41 -3.732,79 1.104.411,62 1.381,50 13,12 1.394,62 I. Quartal 1.108.144,41 -3.732,79 1.104.411,62 1.381,50 13,12 1.394,62 Summe 220.563.536,58 4.086.471,17 224.650.007,75 7.974.106,90 20.956,40 7.995.063,29 Denkmalgerechte Instandsetzung und Modernisierung der Beethovenhalle Jahr Investive Auszahlungen Konsumtiver AufwandSeite 7 von 44Seite 19 von 56 II-1 Seite 7 Dokumentenklasse A (öffentlich) d) Zusammenfassende Darstellung des Gesamtbudgets (Eckdaten) Die obige zusammenfassende Darstellung erfolgt auf der Basis von Netto-Beträgen. Hierdurch werden die Zahlen des Haushaltes und die Angaben des SGB sowie des Projektsteuerers vergleichbar gemacht. *** Die nächste Berichterstattung zum Stichtag 30. Juni 2026: Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe, 8. Oktober 2026 Rat: 12. November 2026 Anlagen Angaben in EUR netto 31.3.2026 31.12.2025 Delta Ausgangsbeschluss (Nr. 1.) zum Budget (investiv) DS 1611089 vom 7.4.2016 50.577.910,39 50.577.910,39 - Freigegebenes Gesamtbuget (investiv) Rat 5.2.2026 224.669.898,00 218.680.398,00 5.989.500,00 Freigegebenes Gesamtbudget (konsumtiv) Rat 8.12.2022 2.870.102,00 2.870.102,00 0,00 Gesamtkostenrahmen DS 260146, Rat 5.2.2026 227.540.000,00 221.550.500,00 5.989.500,00 176.962.089,61 170.972.589,61 349,88% 338,04% Gesamtkostenprognose Projektsteuerer 227.540.000,00 227.000.000,00 540.000,00 "Puffer" zum Gesamtkostenrahmen gem. Angabe Projektsteuerer 0,00 0,00 0,00 Beauftragungsstand gem. Projektsteuerer 224.522.639,91 220.010.358,59 4.512.281,32 Anteil am freigegebenen Gesamtbudget (investiv und konsumtiv) 98,67% 99,30% -0,63% Förderungen und Spenden 5.093.147,20 5.093.147,20 0,00 Abrechnungsstand Haushalt (investiv) 220.563.536,58 219.455.392,17 1.108.144,41 Anteil am freigegebenen Gesamtbudget (investiv) 98,17% 100,35% -2,18% Abrechnungsstand Haushalt (konsumtiv)* 7.974.106,90 7.972.725,40 1.381,50 Anteil am freigegebenen Gesamtbudget (konsumtiv - ohne Wertberichtigung) 75,52% 75,47% 0,05% * Einschließlich einer Wertberichtigung von EUR 5,8 Mio. netto, die als Sonderabschreibung im Jahresabschluss 2016 gebucht wurde. Abweichung Gesamtkostenrahmen vom Ausgangsbeschluss 5.989.500,00Seite 8 von 44Seite 20 von 56 II-1 Anlage Übersicht 1: Teilergebnisrechnungen WorldCCBonn 1.15.07.07 bis 1.15.07.09 WorldCCBonn gesamt Kostenarten Ist I. Q. 2025 Ist I. Q. 2026 Plan I. Q. 2026 * Zuwendungen und allgemeine Umlagen -145.924,64 -130.477,25 -120.698,28 * Privatrechtliche Leistungsentgelte -3.205.358,88 -2.182.299,84 -4.059.543,50 * Kostenerstattungen/-umlagen -697,70 -2.244,25 -7,38 * Sonstige ordentliche Erträge -207.135,97 -159.077,20 -199.389,33 * Personalaufwendungen 549.946,53 647.630,78 579.311,71 * Versorgungsaufwendungen 389,07 271,71 7.471,36 * Aufwendungen für Sach-/Dienstleistungen 2.938.444,61 2.118.021,06 3.824.119,50 * Bilanzielle Abschreibungen 625.259,49 580.656,98 592.163,92 * Sonstige ordentliche Aufwendungen 145.422,62 108.198,09 278.329,00 * Finanzerträge 0,00 0,00 -375.000,00 * Zinsen und sonstige Finanzaufwendungen 153.527,67 262.096,07 481.434,53 * Interne Verrechnungen 116.890,39 156.775,46 600.633,90 ** Über-/Unterdeckung 970.763,19 1.399.551,61 1.608.825,43 Stand: 20. Mai 2026 Summe Erträge: -3.559.117,19 -2.474.098,54 -4.754.638,49 Summe Aufwendungen: 4.529.880,38 3.873.650,15 6.363.463,92 1.15.07.07 1.15.07.08 1.15.07.09 Betrieb (BonnCC) Bauunterhaltung (SGB) Eigentümer (II-1) Kostenarten Ist I. Q. 2025 Ist I. Q. 2026 Plan I. Q. 2026 Ist I. Q. 2025 Ist I. Q. 2026 Plan I. Q. 2026 Ist I. Q. 2025 Ist I. Q. 2026 Plan I. Q. 2026 * Zuwendungen und allgemeine Umlagen -145.924,64 -130.477,25 -120.698,28 * Privatrechtliche Leistungsentgelte -3.199.458,88 -2.176.899,84 -4.055.268,50 -5.900,00 -5.400,00 -4.275,00 * Kostenerstattungen/-umlagen -692,90 -2.233,60 0,00 -4,80 -10,65 -7,38 * Sonstige ordentliche Erträge -207.135,97 -135.804,63 -197.625,00 0,00 -23.272,57 -1.764,33 * Personalaufwendungen 511.865,73 608.703,05 532.745,75 38.080,80 38.927,73 46.565,96 * Versorgungsaufwendungen 389,07 271,71 257,50 0,00 0,00 7.213,86 * Aufwendungen für Sach-/Dienstleistungen 1.933.150,64 1.238.585,60 2.774.869,50 647.128,93 600.136,05 400.250,00 358.165,04 279.299,41 649.000,00 * Bilanzielle Abschreibungen 625.259,49 580.656,98 592.163,92 * Sonstige ordentliche Aufwendungen 141.113,57 104.876,38 207.141,50 173,85 220,31 162,50 4.135,20 3.101,40 71.025,00 * Finanzerträge 0,00 0,00 -375.000,00 * Zinsen und sonstige Finanzaufwendungen 153.527,67 262.096,07 481.434,53 * Interne Verrechnungen 116.890,39 156.775,46 600.633,90 ** Über-/Unterdeckung -820.768,74 -362.501,33 -737.879,25 647.302,78 600.356,36 400.412,50 1.144.229,15 1.161.696,58 1.946.292,18 Summe Erträge: -3.407.287,75 -2.314.938,07 -4.252.893,50 0,00 0,00 0,00 -151.829,44 -159.160,47 -501.744,99 Summe Aufwendungen: 2.586.519,01 1.952.436,74 3.515.014,25 647.302,78 600.356,36 400.412,50 1.296.058,59 1.320.857,05 2.448.037,17Seite 9 von 44Seite 21 von 56 II-1 Anlage Übersicht 2: Teilergebnisrechnungen Beethovenhalle 1.15.08.01 bis 1.15.08.03 Beethovenhalle gesamt Kostenarten Ist I. Q. 2025 Ist I. Q. 2026 Plan I. Q. 2026 * Zuwendungen und allgemeine Umlagen -5.109,07 -10.293,04 -5.109,07 * Privatrechtliche Leistungsentgelte -1.000,00 -689.203,20 -275.375,00 * Kostenerstattungen/-umlagen -4,80 -10,63 -7,35 * Sonstige ordentliche Erträge 0,00 -28.499,49 -6.714,33 * Personalaufwendungen 54.359,63 80.588,39 224.688,67 * Versorgungsaufwendungen 0,00 105,00 7.213,71 * Aufwendungen für Sach-/Dienstleistungen 137.440,20 577.625,84 896.843,25 * Bilanzielle Abschreibungen 48.602,03 423.638,69 163.620,71 * Sonstige ordentliche Aufwendungen 18.052,42 37.705,65 200.125,00 * Interne Verrechnungen 97.104,58 238.927,56 527.227,58 ** Über-/Unterdeckung 349.444,99 630.584,77 1.732.513,17 Stand: 20. Mai 2026 Summe Erträge: -6.113,87 -728.006,36 -287.205,75 Summe Aufwendungen: 355.558,86 1.358.591,13 2.019.718,92 1.15.08.01 1.15.08.02 1.15.08.03 Betrieb (BonnCC) Bauunterhaltung (SGB) Eigentümer (II-1) Kostenarten Ist I. Q. 2025 Ist I. Q. 2026 Plan I. Q. 2026 Ist I. Q. 2025 Ist I. Q. 2026 Plan I. Q. 2026 Ist I. Q. 2025 Ist I. Q. 2026 Plan I. Q. 2026 * Zuwendungen und allgemeine Umlagen -5.109,07 -10.293,04 -5.109,07 * Privatrechtliche Leistungsentgelte -651.739,03 -275.375,00 -1.000,00 -37.464,17 0,00 * Kostenerstattungen/-umlagen -4,80 -10,63 -7,35 * Sonstige ordentliche Erträge 0,00 -4.950,00 0,00 -28.499,49 -1.764,33 * Personalaufwendungen 24.671,64 160.325,00 54.359,63 55.916,75 64.363,67 * Versorgungsaufwendungen 105,00 0,00 0,00 0,00 7.213,71 * Aufwendungen für Sach-/Dienstleistungen 8.900,00 393.654,91 423.093,25 0,00 109.855,58 336.250,00 128.540,20 74.115,35 137.500,00 * Bilanzielle Abschreibungen 48.602,03 423.638,69 163.620,71 * Sonstige ordentliche Aufwendungen 11.127,49 38.077,72 87.500,00 329,85 -127,17 87.500,00 6.595,08 -244,90 25.125,00 * Interne Verrechnungen 97.104,58 238.927,56 527.227,58 *** Über-/Unterdeckung 20.027,49 -195.229,76 390.593,25 329,85 109.728,41 423.750,00 329.087,65 716.086,12 918.169,92 Summe Erträge: 0,00 -651.739,03 -280.325,00 0,00 0,00 0,00 -6.113,87 -76.267,33 -6.880,75 Summe Aufwendungen: 20.027,49 456.509,27 670.918,25 329,85 109.728,41 423.750,00 335.201,52 792.353,45 925.050,67Seite 10 von 44Seite 22 von 56 II-1 Seite 1 von 5 Prüfauftrag des Oberbürgermeisters zur Budgetentwicklung der Beethovenhalle Einleitung Der Fragenkatalog des Oberbürgermeisters vom 17. Februar 2026 wird folgendermaßen beantwortet: 1. Der Projektsteuerer Drees & Sommer (D&S) hat in Abstimmung mit dem Projektleiter die Fragen des Oberbürgermeisters beantwortet. Die Stellungnahme ist als Anlage 1 beigefügt. 2. Ergänzend hat Dez. II-1 insbesondere zu den Fragen 5. und 6. aus Sicht des Haushaltes Stellung genommen. 3. Abschließend wurden die Aussagen und Stellungnahmen einer Bewertung unterzogen. 4. Der Beantwortung wurde eine zusammenfassende Management Summary vorangestellt. Management Summary Im Dezember 2022 hat der Rat ein Gesamtbudget von EUR 221,6 Mio. netto genehmigt und zu Gunsten des Projektes freigegeben. Hierin enthalten war ein „Risikopuffer“ von EUR 12,7 Mio. für Unvorhergesehenes. Dieses Gesamtbudget war rechnerisch vollständig unterlegt und systematisch aufgebaut. Ab Juni 2024 hat der Projektsteuerer in seinen Monatsberichten in Bezug auf die Kostenentwicklung die Ampel auf Gelb gesetzt und textlich ergänzt: „Freie Mittel können zum jetzigen Zeitpunkt nicht beziffert werden.“ Der „Risikopuffer“ für Unvorhergesehenes war im Monatsbericht Juni 2025 des Projektsteuerers erstmalig mit EUR 0 ausgewiesen. Bis November 2025 hat der Projektsteuerer in seinen Monatsberichten die Gesamtkosten unverändert mit EUR 221,6 Mio. prognostiziert. Mit dem Monatsbericht November 2025 wurde in Bezug auf die Kosten die Ampel auf Rot gesetzt. Hierüber wurde die Verwaltung erst drei Monate später informiert. Die Monatsberichte Oktober, November und Dezember 2025 wurden auf mehrfache Nachfragen hin erst am 10. Februar 2026 an die Verwaltung übersandt. Aufgrund der eingehenden Schlussrechnungen war das Gesamtbudget Mitte Januar 2026 aufgebraucht. Ohne die Beschlussfassung einer ÜPL von EUR 6 Mio. am 5. Februar 2026 wäre das Projekt nicht mehr zahlungsfähig gewesen. In der öffentlichen Berichterstattung der Projektleitung (im Hinblick auf die Fragestellung des OB) ist die „Liquidität“ der zentrale Begriff. Dieser soll suggerieren, dass das Projekt noch über einen hinreichenden Gestaltungsspielraum verfügt. Tatsächlich ist die „Liquidität“ das Delta zwischen dem veranschlagten Gesamtbudget von EUR 221,6 Mio. und den bereits abgerechneten Leistungen. Bei einer unveränderten Prognose des Projektsteuerers von EUR 221,6 Mio. stellt die „Liquidität“ dieSeite 11 von 44Seite 23 von 56 II-1 Seite 2 von 5 Zahlungsfähigkeit des Projektes dar, jedoch keinen zusätzlichen Gestaltungsspielraum im Hinblick auf das Gesamtbudget. Aufgrund des Gesamtzusammenhangs eines aufgebrauchten „Risikopuffers“ (ab Juni 2025) in Verbindung mit einer unveränderten Gesamtkostenprognose (bis November 2025) ist mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass das Projekt ab Frühjahr 2025 über keine freien Budgetmittel mehr verfügte. Für Nachträge, nicht vorhergesehene bzw. geplante Maßnahmen hätten ab diesem Zeitpunkt über den Rat weitere Budgetbeschlüsse eingeholt werden müssen. Insoweit ist fraglich, ob der Rat durch die Projektleitung über die Budgetentwicklung vollständig informiert wurde. Als lessons learned sollten bei künftigen Projekten Budgets nicht mehr in Gänze zugunsten einer Projektleitung freigegeben werden. Controlling und Prognosesicherheit (Frage 5.) Mit der Neuausrichtung des Projektes im Jahre 2022 wurde mit Beschluss des Rates vom 8. Dezember 2022 das Gesamtbudget auf 221,6 Mio. netto aufgestockt und zugunsten der Projektleitung freigegeben. Im Projektbericht von D&S zum 31. Dezember 2022 wird die Aufteilung des Gesamtbudgets folgendermaßen konkretisiert: EUR 208,9 Mio. verteilt auf die Kostengruppen 200 bis 700. EUR 12,7 Mio. Rückstellungen für Unvorhergesehenes (noch nicht den Kostengruppen zugeordnete Sachverhalte) bzw. „Risikopuffer“. In der vorliegenden Stellungnahme bestätigt der Projektsteuerer, dass unter Berücksichtigung der Risiken komplexer Projekte „das Budget rechnerisch vollständig unterlegt und systematisch aufgebaut …“ war (vgl. Anlage 1, S. 12). Hieraus kann abgeleitet werden, dass jenseits des „Risikopuffer“ von EUR 12,7 Mio. das Projekt über keine weiteren freien bzw. ungebundenen Mittel verfügte. Aus der Perspektive des Haushaltes wird die Budgetabwicklung von Dezember 2022 bis Dezember 2025 in der Anlage 2 nachgezeichnet. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um die Kapitel „Zusammenfassende Darstellung des Gesamtbudgets (Eckdaten)“ aus den Quartalsberichten der Stabsstelle Konferenzzentrum/Beethovenhalle. Seit April 2024 weist der Projektsteuerer in seinen Monatsberichten darauf hin: „Freie Mittel können zum jetzigen Zeitpunkt nicht beziffert werden.“ Seit diesem Zeitpunkt wurde in Bezug auf die Kosten die Ampel auf Gelb gesetzt. In der letzten Sitzung des verwaltungsinternen Lenkungsausschusses Beethovenhalle am 14. Mai 2025 wurde in dem vorgelegten Projektbericht der Projektleitung (Stand: 14.Mai 2025) der „Risikopuffer“ mit 0 ausgewiesen und folgendermaßen dargestellt. Ergänzend wurde ausgeführt: „Die Kostenprognose ist unverändert innerhalb des Budgets“. (vgl. Anlage 3). Des Weiteren wurde durch den Projektleiter mündlich erläutert, dass er noch nicht abschätzen könne, ob er am Ende EUR 1 Mio. übrighaben oder noch EUR 1 Mio. benötigen würde.Seite 12 von 44Seite 24 von 56 II-1 Seite 3 von 5 Seit Juni 2025 weisen auch die monatlichen Projektberichte des Projektsteuerers aus, dass die Rückstellungen bzw. der „Risikopuffer“ aufgebraucht sind. Parallel wurde die monatsaktuelle Prognose bis November 2025 unverändert mit EUR 221,6 Mio. ausgewiesen. Am 16. Januar 2026 lud der Betriebsleiter des SGB für den 20. Januar 2026 zu einer Besprechung zum Thema „Abstimmung zum Budget Beethovenhalle“ ein. Zeitgleich wurde ein undatierter Entwurf eines „Abschlussberichtes Beethovenhalle Bonn“ an die Teilnehmer der Besprechung versandt. Hieraus ergab sich erstmalig ein Mehrbedarf von EUR 5,4 Mio. netto. Die Projektberichte Oktober, November und Dezember 2025 wurden nach mehrmaligen Nachfragen am 10. Februar 2026 durch den Projektsteuerer versandt. Hieraus ergab sich, dass im Projektbericht November 2025 in Bezug auf die Kosten die Ampel auf Rot gesetzt wurde. Gemäß den Ausführungen in der Stellungnahme des Projektsteuerers (vgl. Anlage 1, S. 17) soll auf der Grundlage des ursprünglichen Gesamtkostenrahmens am 6. März 2026 noch eine „Liquidität“ von EUR 1,6 Mio. vorhanden gewesen sein. Dies ist auf der Ebene des Haushaltes unzutreffend. Aufgrund der eingehenden Schlussrechnungen war das Gesamtbudget Mitte Januar 2026 aufgebraucht. Ohne die Beschlussfassung des Rates über eine ÜPL von EUR 6 Mio. hätte das Projekt ab diesem Zeitpunkt über keine „Liquidität“ mehr verfügt und wäre damit tatsächlich nicht mehr zahlungsfähig gewesen. Daher hat Dez. II und die Stadtkämmerei auch auf eine unmittelbare Budgetbereitstellung gedrungen, die dann kurzfristig am 5. Februar 2026 beschlossen wurde. Zum 18. Februar 2026 betrug der Zahlungsstand bereits EUR 222,3 Mio. und lag damit bereits EUR 0,7 Mio. über dem ursprünglichen Gesamtkostenrahmen. Kommunikation gegenüber dem Rat (Frage 6.) Im letzten Projektbericht (Stand: 27. Mai 2025) für den Rat am 7. Juli 2025 (vgl. Anlage 4) wurde die Aussage: „Die Kostenprognose ist unverändert innerhalb des Budgets“ aus dem Lenkungsausschuss vom 14. Mai 2025 wiederholt. Auf eine Darstellung der Zahlenreihe, die die Höhe bzw. Entwicklung des Risikopuffers angibt, wurde für den Rat verzichtet. Im Controllingbericht der Stabsstelle Konferenzzentrum/Beethovenhalle für den Rat am 3. Juli 2025 (Stichtag 31. März 2025) wurde auf Grundlage der internen Projektberichte des Projektsteuerers das Abschmelzen des Puffers auf EUR 82.879 ausgewiesen. Seit dem Bericht für die Ratssitzung am 11. Dezember 2025 (Stichtag 30. Juni 2025) wird der Puffer mit EUR 0 ausgewiesen. Aufgrund der o.g. Erläuterungen des Projektleiters wie auch den fortlaufenden Berichten des Projektsteuerers, die bis dahin unverändert von der Gesamtkostenprognose von EUR 221,6 Mio. ausgehen, bestand keine Veranlassung, dies zu problematisieren. Im Projektabschlussbericht (Stand 2. Februar 2026) für den Rat am 5. Februar 2026 (vgl. Anlage 5) wird auf der letzten Seite unverändert ein Kostenziel von EUR 221,6 Mio. angegeben, verbunden mit einem grün hinterlegten Hinweis „+ 1,6/2,7%“.Seite 13 von 44Seite 25 von 56 II-1 Seite 4 von 5 In einer Fußnote wird dann erläutert, dass die 2,7% einer Budget-Überschreitung von rd. EUR 6 Mio. entsprechen. Bewertung Auffällig in der Argumentation der Projektleitung ist die Fokussierung auf die „Liquidität“, ohne in der Berichterstattung für den Rat zu erläutern, wie sich die „Liquidität“ zusammensetzt bzw. was sie bedeutet. Die „Liquidität“ kann nur aus dem Gesamtzusammenhang des Budgets abgeleitet werden. Zum einen handelte es sich um das Delta zwischen dem von Rat beschlossenen bzw. freigegebenen Gesamtbudget von EUR 221,6 Mio. und den bis dahin abgerechneten Leistungen. Alternativ um den Betrag, der sich aus zwei Teilbeträgen zusammensetzt: Der Betrag, der bisher noch nicht beauftragt wurde (Gesamtbudget abzüglich Beauftragungen) und der Betrag, der bisher noch nicht abgerechnet wurde (Beauftragungen abzüglich Zahlungsstand). Damit stellen die als „Liquidität“ ausgewiesenen Beträge weder freie Mittel noch einen Gestaltungsspielraum des Projektes dar. Zumal in Bezug auf das Gesamtbudget der Projektsteuerer bestätigt hat, dass „das Budget rechnerisch vollständig unterlegt und systematisch aufgebaut …“ war (vgl. Anlage 1, S.12). Damit kann festgehalten werden, dass mit dem Aufbrauchen des „Risikopuffers“ die verbliebenen Mittel (= noch nicht beauftragt bzw. noch nicht abgerechnet) keine freien Budgetmittel darstellen, die für bisher nicht vorgesehene bzw. geplante Maßnahmen verwendet werden können. Die „Liquidität“ in Gänze sagt somit etwas über die Zahlungsfähigkeit des Projektes aus, jedoch nichts über freie Budgetmittel. Es ist letztendlich eine Betrachtungsweise, die dem insolvenzrechtlichen Gedanken folgt, dass so lange Rechnungen aus dem laufenden Budget bezahlt werden können, das Projekt nicht unterfinanziert oder unterbudgetiert ist. Diese Betrachtungsweise wollte sich bereits der erste Projektleiter zu Eigen machen. Gemeinsam mit der Stadtkämmerei wurde zu Beginn des Projektes klargestellt, dass Aufträge nur erteilt und Rechnungen nur beglichen werden können, die über das veranschlagte und freigegebene Budget abgedeckt sind. Dieser Zusammenhang wurde dem Rat nicht erläutert. Insgesamt ist fraglich, ob der Rat durch die fortlaufende Berichterstattung der Projektleitung über die tatsächliche Budgetentwicklung und deren Bedeutung vollständig und zutreffend informiert wurde. Aufgrund der dargestellten Entwicklung ist davon auszugehen, dass ab Frühjahr 2025 das Projekt über keine freien, d.h. nicht gebundene Mittel verfügte. Für Beauftragungen und Nachträge, die über das veranschlagte und freigegebene Budget von EUR 221,6 Mio. hinausgehen, hätten ab diesem Zeitpunkt über den Rat weitere Budgetbeschlüsse eingeholt werden müssen. Die jeweils ausgewiesene „Liquidität“ in Gänze oder in Teilen hätte nur dann für Nachträge oder weitere Beauftragungen herangezogen werden können, wenn bei einem gleichbleibenden Gesamtbudget parallel die Prognose von EUR 221,6 Mio. herabgesetzt worden wäre. Dass die „Liquidität“ keinen Bezug zum Budget hat, kann daran erkannt werden, dass in der Stellungnahme des Projektsteuerers (vgl. Anlage 1, S. 20) im Dezember 2025 „nur“ durch eine Anhebung der Prognose gleichzeitig auch die „Liquidität“ des Projektes erhöht wurde. Die Beschlussfassung des Rates zur Anpassung des Budgets erfolgte erst am 5. Februar 2026. Die Vorgehensweise der Projektleitung wurde auch dadurch begünstigt, dass mit der vollständigen Freigabe des Budgets im Dezember 2022 keinerlei Beschlussfassungen mehrSeite 14 von 44Seite 26 von 56 II-1 Seite 5 von 5 eingeholt werden mussten. Als lessons learned wäre zu überlegen, bei künftigen Projekten das Gesamtbudget nicht mehr zugunsten einer Projektleitung freizugeben. Auch bedarf es künftig seitens des Auftraggebers eines internen Controllings in Bezug auf Projektleitung und Projektsteuerer. gez. Koch, 16. März 2026 Anlagen: 1. Drees & Sommer: Stellungnahme des Projektsteuerers mit Anlage 2. Dez. II-1: Budgetentwicklung Dezember 2022 bis Dezember 2025 3. Projektleitung: Auszug Projektbericht, Stand 14. Mai 2025 4. Projektleitung: Auszug Projektbericht, Stand 27. Mai 2025 5. Projektleitung: Auszug Projektabschlussbericht, Stand 2. Februar 2026 6. Fragenkatalog des Oberbürgermeisters vom 17. Februar 2026Seite 15 von 44Seite 27 von 56 Beethovenhalle Bonn Stellungnahme zum Prüfauftrag OB zu Budgetentwicklung Beethovenhalle vom 17.02.26 <20260306_BHB_Prüfauftrag OB_Stellungnahme Dreso.docx>06.03.2026/jsch Seite 1 Bundesstadt Bonn Stabsstelle Konferenzzentrum/Beethovenhalle (Dez. II-1) Stellungnahme zum Prüfauftrag des Oberbürgermeisters zur Bud- getentwicklung Beethovenhalle vom 17.02.26 Verfasser Drees & SommerSeite 16 von 44Seite 28 von 56 Beethovenhalle Bonn Stellungnahme zum Prüfauftrag OB zu Budgetentwicklung Beethovenhalle vom 17.02.26 <20260306_BHB_Prüfauftrag OB_Stellungnahme Dreso.docx>06.03.2026/jsch Seite 2 Inhaltsverzeichnis Seite 1 Vorbemerkungen ...................................................................................... 3 1.1 Betrachtungszeitraum (abweichend zur Anfrage) ............................................ 3 1.2 Begriffliche Definitionen ................................................................................... 3 1.2.1 Gebundenes Budget ......................................................................................... 3 1.2.2 Ungebundenes Budget ..................................................................................... 3 1.2.3 Rückstellung „konkrete Themen“ ..................................................................... 4 1.2.4 Rückstellung „Bauzeit“ ...................................................................................... 4 1.2.5 Rückstellung „Markt“ ........................................................................................ 5 1.2.6 Rückstellung „Unvorhergesehenes“ ................................................................. 5 1.2.7 Liquidität ........................................................................................................... 6 1.3 Erläuterung Prognose ....................................................................................... 6 1.4 Exkurs: Toleranzrahmen im Zuge von Kostenermittlungen ............................. 8 1.5 Dynamische Kostenverfolgung ......................................................................... 8 2 Prüfauftrag Oberbürgermeister vom 17.02.26............................................ 9 2.1 Inanspruchnahme des Risikopuffers................................................................. 9 2.2 Budget- und Maßnahmenplanung .................................................................. 11 2.3 Weitere finanzielle Spielräume ....................................................................... 12 2.4 Risikobewertung nach Aufzehrung des Puffers .............................................. 13 2.5 Controlling und Prognosesicherheit ............................................................... 15 2.6 Kommunikation gegenüber dem Rat .............................................................. 16Seite 17 von 44Seite 29 von 56 Beethovenhalle Bonn Stellungnahme zum Prüfauftrag OB zu Budgetentwicklung Beethovenhalle vom 17.02.26 <20260306_BHB_Prüfauftrag OB_Stellungnahme Dreso.docx>06.03.2026/jsch Seite 3 1 Vorbemerkungen Die nachfolgenden Ausführungen dienen der verwaltungsinternen Beantwortung der Anfrage vom 17.02.26 zur Budgetsteuerung und -entwicklung des Projekts Beethoven- halle. Grundlage der Darstellung sind die monatlichen Projektberichte der Projektsteu- erung sowie die darin enthaltenen Kennzahlen (u. a. Zahlungsstand, offene Auftragsleis- tungen, Rückstellungen). 1.1 Betrachtungszeitraum (abweichend zur Anfrage) Abweichend von der in der Anfrage genannten zeitlichen Abgrenzung wird für die nach- folgenden Auswertungen und Aussagen der Zeitraum 12/2022 bis 12/2025 zugrunde gelegt. Diese Abgrenzung erfolgt, um eine konsistente Betrachtung über die vollständige Lauf- zeit seit Budgetbeschluss vom 08.12.2022 (DS 222244) zu ermöglichen und die Entwick- lungen der Kostenkennzahlen und Prognose nachvollziehbar darzustellen. 1.2 Begriffliche Definitionen 1.2.1 Gebundenes Budget Als gebundenes Budget wird der Anteil des Gesamtbudgets verstanden, der zum jewei- ligen Berichtsstand vertraglich und/oder beauftragungsseitig festgelegt ist. Dies umfasst insbesondere: • erteilte Aufträge (Hauptaufträge, Nachträge), • vertraglich fixierte Leistungen inklusive bereits eingegangener Verpflichtungen (z.B. freigegebene Leistungsabrufe, soweit sie zu einer rechtlichen Bindung füh- ren) Das gebundene Budget bildet damit die Summe der Budgetanteile ab, die nicht mehr umgebucht werden können, weil ihnen konkrete Verpflichtungen gegenüber Dritten zu- grunde liegen. 1.2.2 Ungebundenes Budget Als ungebundenes Budget wird der Anteil des Gesamtbudgets verstanden, der zum je- weiligen Berichtsstand noch nicht vertraglich gebunden ist. Dieses ungebundene Budget ist nicht gleichbedeutend mit „freien“ Mitteln, sondern dient typischerweise der Finanzierung von: • noch ausstehenden Vergaben,Seite 18 von 44Seite 30 von 56 Beethovenhalle Bonn Stellungnahme zum Prüfauftrag OB zu Budgetentwicklung Beethovenhalle vom 17.02.26 <20260306_BHB_Prüfauftrag OB_Stellungnahme Dreso.docx>06.03.2026/jsch Seite 4 • noch nicht beauftragten Leistungsphasen, • vorliegende aber bisher ungeprüfte Nachtragsforderungen, • weitere bereits bekannte konkrete Themen aus dem Bauablauf, welche bisher aber nicht als Nachtrag eingereicht sind • weitere bisher unbekannte Themen, Rückstellungen für Unvorhergesehenes Das ungebundene Budget wird innerhalb der Gesamtprognose in vier Rückstellungs-Ka- tegorien aufgeteilt. Rückstellung für „konkrete Themen“, „Bauzeit“, „Markt“ und „Unvorhergesehenes“ 1.2.3 Rückstellung „konkrete Themen“ Die Rückstellung „konkrete Themen“ bezeichnet einen Prognosebestandteil, in dem be- reits identifizierte und quantifizierte kostenwirksame Sachverhalte abgebildet werden, die zum Berichtsstand noch nicht vollständig als vertragliche Bindung oder Zahlung um- gesetzt sind. Darunter fallen typischerweise: • vorliegende aber ungeprüfte Nachtragsforderungen • aus Planungsfortschreibungen resultierende Mehrmengen/-leistungen, • genehmigte Änderungen bzw. definierte Leistungsanpassungen, • sonstige konkrete, bereits bewertete Mehrkostenpositionen. Kennzeichnend ist, dass diese Themen inhaltlich konkret beschrieben, einer Kosten- gruppe und Vergabeeinheit zugeordnet sind und betragsmäßig bewertet sind. 1.2.4 Rückstellung „Bauzeit“ Die Rückstellung Bauzeit ist ein Prognosebestandteil zur Abbildung von bauzeitbeding- ten Kostenrisiken. Sie umfasst insbesondere erwartete Mehrkosten infolge von: • Kostenrisiko aus bestehenden Altverträgen, welche bis dato nicht aktiviert wur- den (Baubetriebliche Forderungen, Preisanpassungen, Leistungsanpassungen nach Fortschreibung der Planung; über dem bisher berücksichtigten Maß hin- aus; z.B. Tischlerarbeiten, Bodenbelagsarbeiten, Glasmosaikarbeiten) • Verlängerte Vorhaltung Baustelleneinrichtung und -sicherheit aufgrund Bau- zeitverlängerung • Verlängerte Vorhaltung Gerüst aufgrund Bauzeitverlängerung • Laufzeitverlängerung zeitgebundene Planer, Berater GutachterSeite 19 von 44Seite 31 von 56 Beethovenhalle Bonn Stellungnahme zum Prüfauftrag OB zu Budgetentwicklung Beethovenhalle vom 17.02.26 <20260306_BHB_Prüfauftrag OB_Stellungnahme Dreso.docx>06.03.2026/jsch Seite 5 • Risiko Terminverschiebung baul. Gesamtfertigstellung Verschiebungen im Bau- ablauf • ggf. Kosten aus Beschleunigungsmaßnahmen Die Rückstellung Bauzeit ist damit ein zeitbezogener Risikoposten, der sich mit zuneh- mender Termin- und Ausführungsstabilität typischerweise reduziert oder in konkrete Themen/Verträge überführt wird. 1.2.5 Rückstellung „Markt“ Die Rückstellung Markt bildet markt- bzw. preisbedingte Risiken ab, insbesondere: • Preissteigerungen/Marktpreisschwankungen bei ausstehenden Vergaben, • Weitere Kostensteigerungen aus den Folgen des Russland-Ukraine-Konflikts und der Energiekriese. • Baupreissteigerung bei Ausschreibung und Vergabe 2023/2024 • Neuausschreibung Elektrotechnik • ungünstige Vergabeergebnisse gegenüber Kostenansätzen, • sonstige externe Marktparameter, die zu höheren Beschaffungskosten führen können. Sie ist als preis- und beschaffungsbezogene Risikovorsorge zu verstehen und verändert sich typischerweise, sobald Vergaben erfolgt sind (weil Marktunsicherheiten dann in ge- bundene Preise übergehen). 1.2.6 Rückstellung „Unvorhergesehenes“ Die Rückstellung „Unvorhergesehenes“ bezeichnet eine allgemeine Risikorückstellung für Ereignisse, die zum Berichtsstand noch nicht konkretisiert und einer Kostengruppe und Vergabeeinheit zugeordnet werden kann oder nicht hinreichend quantifizierbar sind. Darunter fallen insbesondere: • Zusätzliche Rückstellung aus weiteren Verzögerungen durch eventuelle Kündi- gungen von Schlüsselgewerken oder Verzögerung der Lösung von Offenen Pla- nungsproblemen • Weitere, zu erwartende Forderungen der Planer (NSA, Kofler, BWKI, LUX, Sweco, SV, etc.) aufgrund Umplanungen, Planungsänderungen, usw. • Weiteres Kostenrisiko aus Annahmeverzug (Bauzeitnachträge)Seite 20 von 44Seite 32 von 56 Beethovenhalle Bonn Stellungnahme zum Prüfauftrag OB zu Budgetentwicklung Beethovenhalle vom 17.02.26 <20260306_BHB_Prüfauftrag OB_Stellungnahme Dreso.docx>06.03.2026/jsch Seite 6 • Kostenrisiko für Unvorhergesehenes (abstrakt), z.B. unvollständige Ausschrei- bungsunterlagen • Kostenrisiko aus Bauen im Bestand • Weiteres Risiko aus den Folgen des Ukraine-Kriegs (Baupreissteigerung) • Weitere Kostensteigerungen aus unvollständige Ausschreibungsunterlagen, Planungsunsicherheiten über dem bisher berücksichtigten Maß hinaus. • Weitere Rückstellungen für Sanierung Parkplatz • Etwaige zusätzliche Schutzmaßnahmen im Zuge der Fertigstellung und Ab- nahme • Weitere bisher unberücksichtigt PÄT: z.B. weitere Akustikmaßnahmen, Entrau- chung gr. Saal,.. Diese Rückstellung entspricht inhaltlich dem, was im allgemeinen Sprachgebrauch häu- fig als Risikopuffer bezeichnet wird. Mit fortschreitender Projektdurchführung wird sie regelmäßig in die Rückstellung „konkrete Themen“ überführt oder durch tatsächliche Aufträge/Nachträge aufgezehrt. 1.2.7 Liquidität Unter Liquidität wird im Kontext der Projektberichte der Betrag verstanden, der sich aus dem Gesamtbudget abzüglich bereits ausgezahlter Mittel ergibt und damit den finanzi- ellen Spielraum im Zeitverlauf abbildet. 1.3 Erläuterung Prognose Die Kostenprognose des Projekts basiert nicht auf einer pauschalen Fortschreibung des Gesamtbudgets, sondern auf einer detaillierten Einzelbetrachtung sämtlicher Vergabe- einheiten. Jede Vergabeeinheit wird im Prognosetool separat erfasst und fortlaufend bewertet. Grundlage der Prognose ist damit stets die konkrete vertragliche und sachli- che Entwicklung auf Einzelvertragsebene. Für jede Vergabeeinheit werden systematisch die ursprüngliche Auftragssumme, beauf- tragte Nachträge, vorliegende jedoch noch ungeprüfte bzw. strittige Nachträge sowie identifizierte Risiken erfasst. Ungeprüfte Nachträge werden unter Berücksichtigung ih- rer Eintrittswahrscheinlichkeit und einer erwarteten Kostenhöhe bewertet. Darüber hinaus werden Risiken berücksichtigt, die noch nicht in Form eines formellen Nachtrags vorliegen, sich jedoch aus der Projektentwicklung ergeben können. Hierzu zählen bei- spielsweise absehbare Mengenabweichungen, technische Klärungspunkte, Terminver- schiebungen, Marktpreisrisiken bei noch nicht vergebenen Leistungen oder sonstige kostenrelevante Entwicklungen.Seite 21 von 44Seite 33 von 56 Beethovenhalle Bonn Stellungnahme zum Prüfauftrag OB zu Budgetentwicklung Beethovenhalle vom 17.02.26 <20260306_BHB_Prüfauftrag OB_Stellungnahme Dreso.docx>06.03.2026/jsch Seite 7 Für jede Vergabeeinheit (VE) wird daraus eine erwartete Gesamtkostenprognose ermit- telt. Diese entspricht dem prognostizierten Endkostenstand der jeweiligen VE und setzt sich aus Auftrag, beauftragten Nachträgen, bewerteten ungeprüften Nachträgen sowie bewerteten Risiken zusammen. Auf diese Weise entsteht eine realitätsnahe Erwartung der noch zu erwartenden Kosten (Prognose). Die Gesamtprojektprognose ergibt sich anschließend durch die Aggregation aller Einzel- prognosen der Vergabeeinheiten. Zur Berichtszwecken wird diese Einzelbetrachtung in die bekannte Prognose-Zusammensetzung überführt. Diese gliedert sich in Zahlungs- stand, offene Auftragsleistungen, Rückstellungen für konkrete Themen, Rückstellungen für Bauzeit- und Marktrisiken sowie die Rückstellung für Unvorhergesehenes auf. Die berichtete Prognose stellt somit eine verdichtete, strukturierte Zusammenfassung der detaillierten VE-Einzelbewertungen dar. Sie ersetzt nicht die Einzelanalyse, sondern fasst deren Ergebnisse systematisch zusammen und macht sie auf Gesamtprojektebene transparent. Beispiel Gesamtkostenprognose Stand 12/2022 in € netto: Prognose Zusammensetzung über alle Kostengruppen 200-700 Projektbericht 14.12.22 Zahlungsstand 92.306.212,78 offene Auftragsleistungen 48.485.691,51 Kosten aus konkrete Themen 46.859.991,30 Kosten aus Bauzeitverlängerung 6.650.500,00 Kosten aus Marktentwicklung 14.576.000,00 Kosten aus zusätzlichen Rückstel- lungen/Unvorhergesehenes 12.672.104,41 ∑ 221.550.500,00 Beispiel aus Projektbericht 02/2023:Seite 22 von 44Seite 34 von 56 Beethovenhalle Bonn Stellungnahme zum Prüfauftrag OB zu Budgetentwicklung Beethovenhalle vom 17.02.26 <20260306_BHB_Prüfauftrag OB_Stellungnahme Dreso.docx>06.03.2026/jsch Seite 8 1.4 Exkurs: Toleranzrahmen im Zuge von Kostenermittlungen „Der Toleranzrahmen kann nicht generell festgelegt werden. Zunächst einmal ist zu differenzieren nach dem Genauigkeitsgrad der Kostenermittlung. Bei der Kos- tenschätzung dürfte er im Bereich von 30–40 % liegen, wobei der höhere Wert jedoch für besondere Problemfälle (komplizierte Umbausituationen) oder für eine vorgezogene Grobkostenschätzung gilt. Für die Kostenberechnung dürfte der Rahmen im Allgemeinen bei 20–25 % und für den Kostenanschlag bei 10– 15 % liegen.“ ______ Koeble / Locher / Zahn, Kommentar zur HOAI, 16. Auflage 2025, Grundlagen des Rechts der Architekten, Ingenieure und Projektsteuerer, Rn. 275 Die Ermittlung von Baukosten erfolgt üblicherweise durch den Objektplaner, dabei nimmt der Detailierungsgrad und die erwartbare Genauigkeit mit Fortschreiten der Pla- nung und Erreichen der Vergabe von Aufträgen zunehmend zu. Die Kostensteuerung und Abbildung der Gesamtkostenprognose auf Basis der geschuldeten Objektplanerleis- tung gehört zur Grundleistung der Projektsteuerung. Das grundsätzliche Aufstellen oder Fortschreiben einer gewerkeweisen Kostenermittlung geht darüber hinaus. Die ein- schlägige Literatur kennt diesen Sonderfall nicht. Zum Zeitpunkt der Ermittlung der Ge- samtprognose waren im Projekt Beethovenhalle Bonn von seinerzeit 100 Vergabeein- heiten 77 vergeben/schlussgerechnet/gekündigt. Insofern dürfte der Toleranzrahmen aus der HOAI- Kommentierung für einen Kostenanschlag von 10-15% anzusetzen sein. Das Gesamtbudget von 221,5 Mio. € unterlag zum Zeitpunkt der Ermittlung folglich ei- ner Schwankungsbreite von 199,4 – 243,7 Mio. €. 1.5 Dynamische Kostenverfolgung Die Kostensteuerung des Projekts erfolgt nach dem Prinzip der dynamischen Kostenver- folgung. Dabei wird die Budgetverteilung nicht statisch betrachtet, sondern fortlaufend an den tatsächlichen Projektfortschritt, neue Erkenntnisse und sich konkretisierende Ri- siken angepasst. Ergebnis ist eine monatlich fortgeschriebene Gesamtprognose, die sich aus Zahlungsstand, offenen Auftragsleistungen, konkretisierten Rückstellungen sowie Unvorhergesehenes zusammensetzt. Ein zentrales Steuerungsprinzip besteht darin, dass konkrete Mehrkosten zunächst aus fachlich zugeordneten Rückstellungen gedeckt werden. Liegt beispielsweise ein Nach- tragsangebot vor oder wird eine Mehrkostenforderung konkret bezifferbar, wird zu- nächst geprüft, ob hierfür bereits entsprechende Rückstellungen auf Ebene der Verga- beeinheit oder der Kostengruppen bestehen. Dies betrifft insbesondere die Rückstel- lungen für „konkrete Themen“, für „Marktentwicklung“ oder für „Bauzeitverlänge- rung“. Erst wenn diese spezifischen Rückstellungen nicht ausreichen oder thematisch nicht einschlägig sind, wird auf die Rückstellung „Unvorhergesehenes“ – also den allge- meinen Puffer – zurückgegriffen. Dadurch wird sichergestellt, dass thematisch passende Reserven vorrangig verwendet werden und der allgemeine Risikopuffer möglichst lange als übergeordnete Absicherung erhalten bleibt. Die dynamische Kostenverfolgung greift jedoch nicht nur bei bereits vorliegenden Nach- trägen. Sobald sich im Projektverlauf ein Risiko konkretisiert – etwa durch neueSeite 23 von 44Seite 35 von 56 Beethovenhalle Bonn Stellungnahme zum Prüfauftrag OB zu Budgetentwicklung Beethovenhalle vom 17.02.26 <20260306_BHB_Prüfauftrag OB_Stellungnahme Dreso.docx>06.03.2026/jsch Seite 9 Erkenntnisse aus Planung oder Bauausführung, Mengenabweichungen, Terminver- schiebungen, absehbar ungünstige Vergabeergebnisse oder technische Anpassungen – wird dieses Risiko bewertet und prognostisch berücksichtigt, auch wenn noch kein for- melles Nachtragsangebot vorliegt. Je nach Sachlage erfolgt die Zuordnung zu einer the- matisch passenden Rückstellung. Im Projektverlauf werden Risiken damit typischerweise stufenweise fortgeschrieben: Ein zunächst allgemeines, noch nicht näher bestimmbares Risiko wird in der Rückstel- lung „Unvorhergesehenes“ geführt, bei zunehmender Konkretisierung in eine spezifi- sche Rückstellung (Konkrete Themen, Markt, Bauzeit) überführt, anschließend – bei ver- traglicher Bindung – Teil des gebundenen Budgets und schließlich zahlungswirksam im Zahlungsstand abgebildet. Umgekehrt können sich Risiken auch reduzieren oder entfal- len; in diesem Fall werden entsprechende Rückstellungen angepasst oder aufgelöst. Unvorhergesehenes (ungebundenes Budget) konkrete Themen (ungebundenes Budget) Nachtragsvereinbarung (gebundenes Budget) Zahlung (gebundenes Budget) Die vollständige Inanspruchnahme der Rückstellung „Unvorhergesehenes“ bedeutet nicht zwangsläufig, dass eine Überschreitung des Gesamtbudgets zu erwarten ist. Maßgeblich ist, ob die verbleibenden konkreten Rückstellungen sowie die bewerteten offenen Auftragsleistungen ausreichend sind, um die noch bestehenden Projektrisi- ken abzudecken. Die Aufzehrung des allgemeinen Puffers führt jedoch zu einer reduzierten Risikotragfä- higkeit und erhöht die Sensitivität der Prognose gegenüber neu eintretenden, bislang nicht berücksichtigten Risiken. 2 Prüfauftrag Oberbürgermeister vom 17.02.26 2.1 Inanspruchnahme des Risikopuffers „Für welche konkreten Maßnahmen bzw. Gewerke wurde der Puffer in Höhe von 12,7 Mio. Euro seit Ende 2023 bis zum 1. Quartal 2025 verwendet?“ Wir gehen davon aus, dass mit „Puffer“ die Rückstellungen für „Unvorhergesehenes“ gem. Definition aus 1.2.6 gemeint ist. Weiter gehen wir davon aus, dass hier auf Ende 2022 referenziert werden soll, zu dem Zeitpunkt die Rückstellungen für „Unvorhergese- henes“ ca. 12,7 Mio. € netto entsprachen. Der monatliche Verlauf der Rückstellungen für „Unvorhergesehenes“ ist in der Anlage 01 dargestellt. Hier ein Auszug:Seite 24 von 44Seite 36 von 56 Beethovenhalle Bonn Stellungnahme zum Prüfauftrag OB zu Budgetentwicklung Beethovenhalle vom 17.02.26 <20260306_BHB_Prüfauftrag OB_Stellungnahme Dreso.docx>06.03.2026/jsch Seite 10 Grundsätzlich erfolgten Umbuchungen vom Unvorhergesehen in konkrete Themen aus verschiedenen Kategorien, z.B.: • Mengenabweichungen, hier insbesondere Elektrotechnik,- Medientechnik,- Rohbau • Unvollständige Ausschreibungsunterlagen und Lücken • Technische Anpassungen während der Bauausführung • Baubetrieb- Bauzeitliches Verlängerungen • … „Handelte es sich dabei um unvorhergesehene Mehrkosten oder um ursprünglich ge- plante Maßnahmen, deren Kosten gestiegen sind?“ Die Inanspruchnahme der Rückstellungen erfolgte sowohl zur Abdeckung unvorherge- sehener Mehrkosten als auch zur Deckung ursprünglich geplanter Maßnahmen, deren tatsächliche Realisierungskosten über den ursprünglichen Ansätzen lagen. Im Projektverlauf zeigte sich, dass ein Teil der Mehrkosten auf Risiken zurückzuführen war, die zum Zeitpunkt der Budgetfestlegung noch nicht konkret absehbar waren. Hierzu zählen beispielsweise: • Zusätzliche PV-Anlage • Zusätzliche Akustikmaßnahmen • Technikanpassung Medientechnik • Massenmehrungen • Bauzeitverlängerungen • Behördliche Forderungen wie zusätzliche Löschleitungen, Rettungswege etc.…P rognose Zusa mme nse tzung übe r a lle Koste ngruppe n 2 0 0 - 7 0 0 P roje ktbe ric ht 3 0 . 0 4 . 2 3 P roje ktbe ric ht 3 1. 0 5 . 2 3 P roje ktbe ric ht 3 0 . 0 6 . 2 3 P roje ktbe ric ht 3 1. 0 7 . 2 3 P roje ktbe ric ht 3 1. 0 8 . 2 3 P roje ktbe ric ht 3 0 . 0 9 . 2 3 Za hlungssta nd 97.039.812,85 98.983.172,64 101.875.899,58 104.649.409,68 106.761.394,23 108.320.334,45 offe ne Auftra gsle istunge n 56.833.731,62 58.044.631,98 55.866.573,46 55.471.363,83 56.041.145,05 55.518.281,04 Koste n a us konkre te The me n 37.197.407,18 36.330.334,85 36.115.666,43 35.951.122,38 33.295.636,61 34.741.549,29 Koste n a us Ba uze itve rlä nge rung 5.502.500,00 4.710.000,00 4.710.000,00 3.710.000,00 3.710.000,00 3.710.000,00 Koste n a us Ma rkte ntwic klung 12.302.026,89 11.059.675,01 11.059.675,01 10.739.268,93 10.739.268,93 8.328.289,32 Koste n a us Unvorhe rge se he m 12.675.021,46 12.422.685,52 11.922.685,52 11.029.335,18 11.003.055,18 10.932.045,90 ∑ 221.550.500,00 221.550.500,00 221.550.500,00 221.550.500,00 221.550.500,00 221.550.500,00 da von ge bunde ne s Budge t 153.873.544,47 157.027.804,62 157.742.473,04 160.120.773,51 162.802.539,28 163.838.615,49 da von unge bunde ne s Budge t 67.676.955,53 64.522.695,38 63.808.026,96 61.429.726,49 58.747.960,72 57.711.884,51 Liquiditä t 124.510.687,15 122.567.327,36 119.674.600,42 116.901.090,32 114.789.105,77 113.230.165,55 Mona tlic he Za hlungsa bfluss 1.512.894,21 1.943.359,79 2.892.726,94 2.773.510,10 2.111.984,55 1.558.940,22Seite 25 von 44Seite 37 von 56 Beethovenhalle Bonn Stellungnahme zum Prüfauftrag OB zu Budgetentwicklung Beethovenhalle vom 17.02.26 <20260306_BHB_Prüfauftrag OB_Stellungnahme Dreso.docx>06.03.2026/jsch Seite 11 Daneben ergaben sich Mehrkosten bei Maßnahmen, die dem Grunde nach bereits Be- standteil des genehmigten Leistungsumfangs waren. In diesen Fällen handelte es sich nicht um neue oder zusätzliche Projektinhalte, sondern um Kostensteigerungen inner- halb des ursprünglich vorgesehenen Leistungsrahmens. Ursachen hierfür waren unter anderem veränderte Mengen, konkretisierte Planungsstände oder baubetriebliche Gründe. Die Inanspruchnahme von Rückstellungen stellt daher keinen eindeutigen Beleg für aus- schließlich unvorhergesehene Entwicklungen dar, sondern ist Ausdruck der schrittwei- sen Konkretisierung und Realisierung der Projektkosten im Zeitverlauf. 2.2 Budget- und Maßnahmenplanung „War das genehmigte Gesamtbudget vollständig mit konkreten Maßnahmen/Gewerken hinterlegt?“ Wir gehen davon aus, dass hier der Zeitpunkt 12/2022 zur Prognoseerstellung/Budget- festlegung gemeint ist. Weiter gehen wir davon aus, dass mit „konkreten Maßnahmen“ hier das gebundene Budget gem. Definition aus 1.2.1. gemeint ist. Demnach waren zum Zeitpunkt 12/2022 ca. 140,8 Mio. € netto für konkrete Auftrags- leistungen gebunden. Darüber hinaus war ein ungebundenes Budget in Höhe von ca. 80,8 Mio. € netto vor- handen, welches sich in folgende Rückstellungen zusammensetzt: • Konkrete Themen: ca. 46,9 Mio. € netto • Bauzeit: ca. 6,7 Mio. € netto • Markt: ca. 14,6 Mio. € netto • Unvorhergesehenes: ca. 12,7 Mio. € netto Siehe auch Auszug aus Projektbericht Stand 12/2022:Seite 26 von 44Seite 38 von 56 Beethovenhalle Bonn Stellungnahme zum Prüfauftrag OB zu Budgetentwicklung Beethovenhalle vom 17.02.26 <20260306_BHB_Prüfauftrag OB_Stellungnahme Dreso.docx>06.03.2026/jsch Seite 12 Wurden sämtliche Maßnahmen vor Festlegung der Budgetsumme erneut geprüft und durchgeplant, wie gegenüber dem Rat kommuniziert? Das genehmigte Gesamtbudget 12/2022 in Höhe von 221,6 Mio. € netto war auf Basis des jeweiligen Planungs- und Kenntnisstandes vollständig in einer strukturierten Prog- nosesystematik hinterlegt. Die Kostenprognose wurde zum Zeitpunkt der Budgetfestle- gung nach bestem fachlichen Wissen und auf Grundlage der damals vorliegenden Pla- nungsstände, Vergabeergebnisse und Risikobewertungen erstellt. Gleichzeitig befand sich das Projekt zu diesem Zeitpunkt noch in einem gestörten Bau- ablauf mit laufender Planungstätigkeit. Insbesondere war die AFU (Ausführungs- bzw. Fachplanung) noch nicht vollständig abgeschlossen. Auch lagen noch keine endgültigen Klarheiten zu einzelnen Vertragsverhältnissen bzw. Leistungsabgrenzungen vor. Zum damaligen Prognosezeitpunkt waren mögliche Kündigungen einzelner Auftragneh- mer (u. a. KEI, NSA), das zeitweise Fehlen eines vollständig vergebenen ELT-Gewerks sowie die Auswirkungen eines gestörten Bauablaufs zwar als Risiken erkennbar, jedoch in ihrer konkreten finanziellen Tragweite noch nicht abschließend quantifizierbar. Inso- fern erfolgte die Budgethinterlegung auf Grundlage der bewerteten und zum jeweiligen Zeitpunkt prognostizierbaren Risiken, nicht jedoch auf Basis eines vollständig abge- schlossenen Planungs- und Ausführungsstandes. Das bedeutet: Das Budget war rechnerisch vollständig unterlegt und systematisch auf- gebaut, jedoch beruhte es – wie bei komplexen Projekten üblich – auf einem fortschrei- bungsfähigen Planungs- und Risikostand. Ein vollständiger Abschluss der Planung lag zu diesem Zeitpunkt noch nicht vor, sodass sich im weiteren Projektverlauf Konkretisierun- gen und Neubewertungen ergaben. 2.3 Weitere finanzielle Spielräume „Gab es neben dem ausgewiesenen Puffer weitere Mittel, die nicht bereits gebunden oder verplant waren?“ Ja, neben dem ausgewiesenen Puffer bestanden weitere Mittel, die zum jeweiligen Be- richtsstand noch nicht vertraglich gebunden waren. Hierzu wird auf die Erläuterung der Prognosezusammensetzung in Kapitel 1.3 verwie- sen. Der im Bericht ausgewiesene „Puffer“ – die Rückstellung für Unvorhergesehenes – stellt lediglich einen Teil des ungebundenen Budgets dar. Darüber hinaus enthält das unge- bundene Budget weitere Rückstellungen, die bereits bestimmten Kostengruppen oder Vergabeeinheiten zugeordnet sind. Hierzu zählen insbesondere: • Rückstellungen für konkrete Themen • Rückstellungen für Marktentwicklungen • Rückstellungen für BauzeitrisikenSeite 27 von 44Seite 39 von 56 Beethovenhalle Bonn Stellungnahme zum Prüfauftrag OB zu Budgetentwicklung Beethovenhalle vom 17.02.26 <20260306_BHB_Prüfauftrag OB_Stellungnahme Dreso.docx>06.03.2026/jsch Seite 13 Diese Rückstellungen sind sachlich zuordenbar und betragsmäßig bewertet. Sie dienen der prognostischen Abbildung identifizierter, jedoch noch nicht vertraglich gebundener Risiken oder Mehrkosten. Im Unterschied zu bereits beauftragten Nachträgen oder ver- traglich fixierten Leistungen besteht hier noch keine rechtliche Bindung. Die Eintritts- wahrscheinlichkeit und die endgültige Kostenhöhe sind abgeschätzt, jedoch noch nicht abschließend vertraglich festgelegt. „Falls ja, in welcher Höhe und mit welcher Zweckbindung?“ Die jeweilige Höhe der Rückstellungen zum jeweiligen Berichtsstand ist der Anlage 01 zu entnehmen. 2.4 Risikobewertung nach Aufzehrung des Puffers Auf welcher Grundlage bestand ab März 2025 weiterhin die Einschätzung, dass das Pro- jekt im Budgetrahmen bleibt, obwohl der Puffer weitgehend aufgebraucht war? Zum Stichtag 31.03.2025 stellte sich die Prognosezusammensetzung in € netto wie folgt dar: Zwar war die allgemeine Rückstellung für Unvorhergesehenes zu diesem Zeitpunkt na- hezu vollständig ausgeschöpft. Gleichzeitig bestanden jedoch weiterhin ungebundene Rückstellungen in Höhe von ca. 12,4 Mio. € netto. Vertraglich gebunden waren zu die- sem Zeitpunkt 209,2 Mio. € netto. Bei den ungebundenen Rückstellungen handelte es sich überwiegend um sogenannte „konkrete Themen“, d. h. bereits identifizierte, sachlich abgegrenzte und betragsmäßig bewertete Sachverhalte. Hierzu zählten insbesondere vorliegende, aber noch nichtP rognose Zusa mme nse tzung übe r a lle Koste ngruppe n 2 0 0 - 7 0 0 P roje ktbe ric ht 3 1. 0 3 . 2 5 Za hlungssta nd 185.621.666,69 offe ne Auftra gsle istunge n 23.548.704,59 Koste n a us konkre te The me n 12.297.249,11 Koste n a us Ba uze itve rlä nge rung 0,00 Koste n a us Ma rkte ntwic klung 0,00 Koste n a us Unvorhe rge se he m 82.879,61 ∑ 221.550.500,00 da von ge bunde ne s Budge t 209.170.371,28 da von unge bunde ne s Budge t 12.380.128,72 Liquiditä t 35.928.833,31 Mona tlic he Za hlungsa bfluss 6.288.967,55 2 Risiko-Rückstel- lungs-Töpfe aktiv mit insgesamt ca. 12,4 Mio. € netto unge- bundene Rückstel- lungenSeite 28 von 44Seite 40 von 56 Beethovenhalle Bonn Stellungnahme zum Prüfauftrag OB zu Budgetentwicklung Beethovenhalle vom 17.02.26 <20260306_BHB_Prüfauftrag OB_Stellungnahme Dreso.docx>06.03.2026/jsch Seite 14 geprüfte Nachtragsforderungen sowie absehbare Planungsfortschreibungen (z. B. zu- sätzliche Akustikmaßnahmen nach Prüfung durch IB Peutz). Die zum Berichtsstand vorhandenen ungebundenen Mittel sowie die bewerteten offe- nen Auftragsleistungen wurden als ausreichend eingeschätzt, um die bekannten und bewerteten Projektrisiken abzudecken. Maßgeblich hierfür war die Gesamtschau aus Kostenstand, Terminplanung und Liquiditätssituation. Insbesondere im Abgleich mit der Terminplanung (geplante Übergabe zum 01.09.2025) sowie der Liquiditätsbetrachtung erschien die Prognose zu diesem Zeitpunkt plausibel. Die Einschätzung der Budgeteinhaltung beruhte dabei auf folgenden Annahmen und Rahmenbedingungen: 1. Zum Berichtszeitpunkt standen ca. fünf Monate vor der geplanten Übergabe (01.09.2025) noch 12,4 Mio. € netto nicht vertraglich gebundene Budgetmittel zur Verfügung. 2. Die zu diesem Zeitpunkt bekannten und bewerteten Kostenrisiken waren ent- weder in den konkreten Themen oder in den offenen Auftragsleistungen abge- bildet. 3. Die Terminplanung mit Übergabe zum 01.09.2025 wurde zum Berichtsstand als erreichbar eingeschätzt und bildete eine wesentliche Grundlage der Prognose. 4. Die zum Berichtszeitpunkt verfügbare Liquidität betrug rund 35,9 Mio. € netto. Diese setzte sich rechnerisch aus etwa 23,5 Mio. € für offene Auftragsleistungen sowie ca. 12,4 Mio. € für noch nicht beauftragte konkrete Themen zusammen. Unter Berücksichtigung des bisherigen Zahlungsabflusses ergab sich rechne- risch ein Finanzierungskorridor, der bis zur geplanten Übergabe als tragfähig bewertet wurde. (ca. 4 Mio. € netto Mittelabfluss pro Monat zur Verfügung – Vergleich: in der Hochphase 2024 wurde im Schnitt 4 Mio. € verbaut. Annahme war, dass ab 01.09.2025 mit rücklaufenden/auslaufenden Mittelabschluss zu rechnen ist) 5. Auf Grundlage der damaligen Terminplanung wurde davon ausgegangen, dass die kostenintensiven Bautätigkeiten bis spätestens August 2025 im Wesentli- chen abgeschlossen sein würden. Zusammenfassend hängt die Gesamtprognose nicht nur an dem „Puffer“/Rückstellung Unvorhergesehenes sondern vielmehr an der Gesamtschau über das ungebundene Budget im Abgleich mit der Terminplanung. Somit wurde die Prognose zum Berichts- zeitraum März 2025 als ausreichend betrachtet. „Welche Risikobewertungen oder Prognosen lagen zu diesem Zeitpunkt seitens der Pro- jektsteuerung, des externen Projektsteuerers (Drees & Sommer) sowie des internen Con- trollings vor?“ Die Prognose und Kostenstand wurden monatlich berichtet und über eine Status Ampel gekennzeichnet. Siehe Verlauf Anlage 01. Die Risikobewertung erfolgte im Rahmen derSeite 29 von 44Seite 41 von 56 Beethovenhalle Bonn Stellungnahme zum Prüfauftrag OB zu Budgetentwicklung Beethovenhalle vom 17.02.26 <20260306_BHB_Prüfauftrag OB_Stellungnahme Dreso.docx>06.03.2026/jsch Seite 15 Rückstellungsbewertung. Ein übergeordnetes Risikomanagement wurde durch 85-Co betrieben. 2.5 Controlling und Prognosesicherheit „Gab es Hinweise, interne Vermerke oder Risikoeinschätzungen, wonach die verbleiben- den Mittel möglicherweise nicht ausreichen könnten?“ Die Kosten- und Risikosituation wurde im Projektverlauf fortlaufend im Rahmen der mo- natlichen Projektberichte dokumentiert. Diese Berichte enthielten jeweils eine aktuali- sierte Prognosezusammensetzung einschließlich Darstellung von Zahlungsstand, gebun- denem und ungebundenem Budget, Rückstellungen sowie Liquiditätsentwicklung. Die Berichte wurden regelmäßig übergeben und im Rahmen von Besprechungen mündlich erläutert. Eine formale Feststellung, dass das Gesamtbudget zwingend überschritten werde, lag zum damaligen Zeitpunkt nicht vor. Die Gesamtprognose wies rechnerisch weiterhin eine Einhaltung des genehmigten Budgets aus. Gleichwohl war die Entwicklung der Risikotragfähigkeit erkennbar. Insbesondere mit dem fortschreitenden Abbau der Rückstellungen – insbesondere der Rückstellung für Unvorhergesehenes – wurde die Budgetlage sensibler gegenüber zusätzlichen Risiken. In den Berichten wurde diese Situation durch eine entsprechende Bewertung der Kos- tensituation kenntlich gemacht; die Kostensituation war seit 06/2024 mit einer gelben Ampel bewer
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 20:55 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de