261410 · Beschlussvorlage
Erlass einer Ordnungsbehördlichen Verordnung über das Offenhalten von Verkaufsstellen aus Anlass des Weihnachtsmarktes im Stadtbezirk Bonn
Kerndaten
- Nummer
- 261410
- Art
- Beschlussvorlage
- Veröffentlicht
- 05.08.2026
- Letzte Änderung
- 23.10.2026
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Beschlussvorlage öffentlich 261410 Der OberbürgermeisterDokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Federführung: 33 Bürgerdienste Dezernat: Dez. I Erlass einer Ordnungsbehördlichen Verordnung über das Offenhalten von Verkaufsstellen aus Anlass des Weihnachtsmarktes im Stadtbezirk Bonn Beratungsfolge Bezirksvertretung Bonn 08.09.2026 Anhörung Rat 24.09.2026 Entscheidung Beschlussvorschlag Die Ordnungsbehördliche Verordnung über das Offenhalten von Verkaufsstellen aus Anlass des Bonner Weihnachtsmarktes wird in der als Anlage 1 beigefügten Fassung beschlossen. Begründung Mit E-Mail vom 08. April 2026 beantragte Frau Maike Reinhardt in ihrer Funktion als Geschäftsführerin des city-marketing bonn e.V., dieser als Vertreter des örtlichen innerstädtischen Einzelhandels, gemäß § 6 (1) und (4) des Gesetzes zur Regelung der Ladenöffnungszeiten (LÖG NRW) eine Ausnahme der Sonn- und Feiertagsregelung zu folgendem Termin: Sonntag, den 06. Dezember 2026, in der Zeit von 13:00 bis 18:00 Uhr (Anlage 2). Die Begründung des Antrags umfasst im Wesentlichen die folgenden Ausführungen: Anlass seien die (Teil-)Weihnachtsmärkte in der Bonner City auf dem Münsterplatz, dem Bottlerplatz, dem Friedensplatz, der Windeckstraße, der Vivatsgasse und der Poststraße. Weihnachtsmärkte gebe es in Bonn schon sehr lange. Stellten die Weihnachtsmärkte in Bonn früher vorrangig Warenmärkte dar, die Schaustellern, Handwerkern und Händlern eine Einkommensmöglichkeit geboten hätten und die Bevölkerung mit Lebensmitteln für die bevorstehende Adventszeit und das bevorstehende Weihnachtsfest versorgten (Versorgungsfunktion der Weihnachtsmärkte), stehe heute mehr der gesellschaftliche und soziale Aspekt dieser Veranstaltungen im Vordergrund (ideelle Funktion der Weihnachtsmärkte). Sie seien zu Treffpunkten und Orten der Geselligkeit und Kommunikation geworden. Erlebnis, Spaß und GenussSeite 1 von 51 Seite 2Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) seien dabei Bedürfnisse, die Veranstalter erfüllen müssen. Besinnlichkeit, die Einstimmung auf das eigentliche Weihnachtsfest, Atmosphäre, Attraktionen, Emotionen usw. gewännen gegenüber der Einkaufsfunktion an Bedeutung und spiegelten sich deutlich in den Motiven der Befragten beim Besuch eines Weihnachtsmarktes wider (Studie: Weihnachtsmärkte als Wirtschaftsfaktor, Bundesverband Deutscher Schausteller und Marktkaufleute e.V., Bonn, S. 3). Nahezu der gesamte Bereich der Bonner Innenstadt werde mit mehreren Teilweihnachtsmärkten bespielt. Die ständige Weiterentwicklung der Sortimente der Standbetreiber, die weihnachtlich hochwertige Optik der Märkte und die musikalischen Rahmenprogramme auf den Bühnen der Märkte seien neben den unzähligen caritativen Projekten (z.B. auf der sogenannten „Kirchenmeile“), die im Veranstaltungszeitraum durchgeführt würden, Garant für das hohe Niveau und die ständige Weiterentwicklung der Bonner Weihnachtsmärkte und somit der Weihnachtsstadt Bonn. Diese sich jährlich wiederholende Aktion in der Stadt habe eine große Tradition, sei imageprägend und trage in einer der am dichtesten besiedelten Regionen Europas zu einem erheblichen Standortvorteil mit nationaler und internationaler Bedeutung bei. Karitative Projekte der Bonner Weihnachtsmärkte würden sich am Aktionstag auch bei den Partnern der Gastronomie und des Handels wiederfinden und somit sei der gesamte Bereich zwischen den Bonner Innenstadt-Weihnachtsmärkten einbezogen. Weitere Ausführungen u.a. zu den Besucherzahlen und dem räumlichen Bezug zwischen der Aufstellungsfläche und dem vorgesehenen Bereich der Sonntagsöffnung sind dem als Anlage 2 beigefügten Antragsschreiben zu entnehmen. Anlage 3 beinhaltet Artikel aus lokalen Printmedien, mit denen im Vorfeld des Weihnachtsmarktes im Jahr 2025 auf den Weihnachtsmarkt und die mit ihm verbundene Sonntagsöffnung hingewiesen wurde. In seiner Sitzung vom 04. September 2025 hat der Rat der Bundesstadt Bonn die letzte Ordnungsbehördliche Verordnung (OBV) aus Anlass des Bonner Weihnachtsmarktes genehmigt. Bis zum Jahr 2018 gab es jeweils einen gesamtstädtischen verkaufsoffenen Sonntag im Advent. Diese Regelung hat das Verwaltungsgericht Köln mit Beschluss vom 28. November 2018 durch einstweilige Anordnung auf Antrag der Gewerkschaft ver.di als rechtswidrig erklärt. Aus diesem Grunde ist für jeden verkaufsoffenen Sonntag im Advent für jeden Stadtbezirk eine eigene OBV erforderlich. Nach der erneuten Novellierung des Ladenöffnungsgesetzes im März 2018 können die Kommunen gemäß § 6 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 4 LÖG NRW durch Ordnungsbehördliche Verordnung an jährlich acht, nicht unmittelbar aufeinanderfolgenden Sonn- oder Feiertagen die Öffnung von Verkaufsstellen bis zur Dauer von fünf Stunden ab 13:00 Uhr im öffentlichen Interesse zulassen, wobei die Höchstzahl von 16 Sonn- und Feiertagen je Gemeinde nicht überschritten werden darf. Eine Anhörung der zu beteiligenden Institutionen (Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände, Kirchen, Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer), mit Ausnahme der Gewerkschaften, erscheint aus Sicht der Verwaltung sachlich eigentlich als entbehrlich, da in der im Mai 2025Seite 2 von 51 Seite 3Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) zwischen den genannten Beteiligten getroffenen sogenannten Konsensvereinbarung sowohl die absolute Anzahl als auch die Anlässe der verkaufsoffenen Sonntage in den einzelnen Stadtbezirken, auch die zu den vorweihnachtlichen Anlässen im Advent, bis Ende 2027 festgeschrieben wurden (siehe Anlage 4). Somit ist das Einverständnis der betroffenen Institutionen zur Freigabe der verkaufsoffenen Sonntage zu den dort genannten Anlässen bis zum Ende der Laufzeit der Konsensvereinbarung schriftlich dokumentiert. Aus Gründen der Rechtssicherheit und im Hinblick auf die formelle Rechtmäßigkeit entsprechender Verordnungen wurden allerdings sicherheitshalber sämtliche zu beteiligenden Institutionen mit E-Mail vom 10. April 2026 erneut um Stellungnahme zu dem beantragten Erlass einer OBV aus Anlass des Bonner Weihnachtsmarktes gebeten. Mit Schreiben vom 10. April 2026 teilte der Einzelhandelsverband Bonn- Rhein-Sieg-Euskirchen e.V. mit, dass er als Interessenvertretung des Einzelhandels in der Region alle Maßnahmen befürworte, die zur Stärkung eines vielfältigen stationären Einzelhandelsangebots beitrügen und ortsnahe Einkaufsmöglichkeiten sicherstellten. Somit würde die vorgesehene Sonntagsöffnung ausdrücklich begrüßt. Das Sekretariat des Stadtdechanten gab per E-Mail vom 13. April 2026 das Einverständnis des katholischen Stadtdechanten weiter. Das Büro des Superintendenten des Evangelischen Kirchenkreises Bonn erklärte sich mit E-Mail vom 14. April 2026 mit Bezug auf die oben genannte Konsensvereinbarung einverstanden. Die an der Konsensvereinbarung nicht beteiligte Gewerkschaft ver.di Bezirk Köln-Bonn-Leverkusen äußerte sich mit E-Mail vom 14. April 2026 dahingehend, dass man als Gewerkschaft Sonntagsöffnungen grundsätzlich ablehne. Allerdings sei der Anlassbezug nachvollziehbar und mit den notwendigen Unterlagen belegt. Der räumliche Bezug sei jedoch nur weitestgehend gegeben. Da die Fläche „Markt“ selbst nicht Teil der Veranstaltung sei, sehe man den räumlichen Bezug zur Veranstaltung bei folgenden Verkaufsflächen nicht mehr als gegeben an: Belderberg 2-32. Berliner Freiheit 21, 36, 36A, Bertha-von-Suttner-Platz 1-25, Oxfordstr. 1-24, Rathausgasse 5, Rheingasse 2 sowie Wenzelgasse 1-44. Nach Sichtung aller Unterlagen käme der Antragsteller den Anforderungen des Gesetzgebers eben mit Ausnahme des beschriebenen Falls nach. Abschließend wird gebeten, den teilnehmenden Einzelhändlern mitzuteilen, dass Sonntagsarbeit von den Beschäftigten nur auf freiwilliger Basis erfolgen dürfe. Bezüglich dieser Bedenken wurde die Gewerkschaft darauf hingewiesen, dass sich am Bertha-von-Suttner-Platz eine Haltestelle mehrerer Stadtbahnlinien befinde und man von dort unmittelbar über die Wenzelgasse und die Bonngasse in die Bonner Fußgängerzone bzw. auf das VeranstaltungsgeländeSeite 3 von 51 Seite 4Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) gelange. Beide Straßen seien direkt von der Haltestelle aus mit Fußgängerampeln erreichbar. Die Fußgängerampel im Bereich der Bonngasse diene zudem denjenigen Besuchern als Zugang zum Veranstaltungsgelände, die das Parkhaus „Stiftsgarage“ in Anspruch nähmen. Insofern sei der Zugang über die Wenzelgasse auch zur Entzerrung des Besucherstroms Parkhaus/Bahnhaltestelle erforderlich. Darüber hinaus befände sich unmittelbar vor der Einmündung Wenzelgasse eine Bushaltestelle sowie hinter der Einmündung ein Taxistand. Auch wenn der Markt selbst nicht Teil der Veranstaltungsfläche sei, so würden all diejenigen Besucher, die das genannte Parkhaus und die zahlreichen Bus- und Stadtbahnlinien (insbesondere aus Richtung Beuel kommend) in Anspruch nähmen, den Weg auf den Bonner Weihnachtsmarkt direkt über die Wenzelgasse und die Bonngasse aufsuchen. Nach alledem dient aus Sicht der Verwaltung die Wenzelgasse zwingend der Zuwegung zur Veranstaltungsfläche, so dass auch in diesem Bereich ein enger und räumlicher bzw. unmittelbarer Zusammenhang zur Veranstaltung besteht und eine Öffnung der Verkaufsstellen im Bereich der Wenzelgasse, wie auch schon die letzten Jahre, grundsätzlich zulässig wäre. Vor diesem Hintergrund wurde ver.di noch einmal mit E-Mail vom 24.06.2026 hinsichtlich der beabsichtigten Öffnung der Verkaufsstellen um Stellungnahme gebeten. Hierauf erfolgte trotz angemessener Frist keine weitere Äußerung. Aufgrund der geäußerten Bedenken änderte Frau Reinhardt ihren Antrag mit E- Mail vom 22. Juli 2026 dahingehend ab, dass in den beanstandeten Bereichen Belderberg, Berliner Freiheit, Bertha-von-Suttner-Platz, Oxfordstraße, Rathausgasse und Rheingasse keine Ladenöffnung geplant sei. An der Öffnung der Verkaufsstellen im Bereich der Wenzelgasse werde demnach aus den genannten Gründen festgehalten. Die Gewerkschaft DGB Region Köln-Bonn teilte am 15. April 2026 mit, dass sie sich der Stellungnahme der Gewerkschaft ver.di anschließe. Die Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg schrieb am 20. April 2026, dass keine Bedenken gegen die Freigabe der Ladenöffnung bestünden, soweit die Anforderungen aus § 6 Abs. 1 LÖG NRW eingehalten würden. Die im Antrag gemachten Angaben zu Umfang und Art der Veranstaltung seien nachvollziehbar und es werde deutlich, dass die Weihnachtsmärkte in der Bonner Innenstadt im Vordergrund stünden und nur unmittelbar anliegende Geschäfte öffnen dürften. Die Handwerkskammer zu Köln antwortete trotz angemessener Frist nicht auf das Anhörungsschreiben. Alle Stellungnahmen liegen als Anlage 5 dieser Beschlussvorlage bei. Mit der Novellierung des am 30.03.2018 in Kraft getretenen neuen Ladenöffnungsgesetzes bezweckte der Gesetzgeber zum einen die Ausweitung der Möglichkeiten (Sachgründe), verkaufsoffene Sonntage zuzulassen, und zum anderen eine Verbesserung der Rechtssicherheit. So ist nach § 6 Abs. 1 LÖG NRW das Vorliegen eines öffentlichen InteressesSeite 4 von 51 Seite 5Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Voraussetzung für die Freigabe, wobei in den Ziffern 1-5 einige Beispiele dazu genannt werden: Nach Ziffer 1 dieser Bestimmung liegt ein öffentliches Interesse insbesondere vor, wenn die Öffnung im Zusammenhang mit örtlichen Festen, Märkten, Messen oder ähnlichen Veranstaltungen erfolgt. Satz 3 besagt, dass das Vorliegen eines solchen Zusammenhangs vermutet wird, wenn die Ladenöffnung in räumlicher Nähe zur örtlichen Veranstaltung sowie am selben Tag erfolgt. Nach einer anzustellenden Prognose muss die voraussichtliche Besucherzahl des Marktes größer sein als die zu erwartende Zahl der Ladenbesucher bei alleiniger Öffnung der Verkaufsstellen. Die durch den Markt einerseits und eine Ladenöffnung andererseits jeweils für sich ausgelösten Besucherströme müssen ihrer ungefähren Größenordnung nach abgeschätzt und in Relation zueinander gesetzt werden. Die aktuelle Rechtsprechung setzt bei einer prägenden Wirkung einer Anlassveranstaltung, im vorliegenden Fall ist es der Bonner Weihnachtsmarkt an verschiedenen Standorten in der Bonner Innenstadt, regelmäßig voraus, dass die Anlassveranstaltung ohne die Sonntagsöffnung mehr Besucher anziehen muss als der alleinige verkaufsoffene Sonntag. Wieviel mehr an Besuchern erforderlich ist, ist nicht festgelegt. Insofern würden also rein theoretisch einige wenige Personen mehr ausreichen. Gemäß einer Studie des Bundesverbandes Deutscher Schausteller und Marktkaufleute e.V. stellen die Aktivitäten „Essen und Trinken“ mit 57,5 Prozent eindeutig die Hauptmotive von Verbrauchern beim Weihnachtsmarktbesuch dar (Studie: Weihnachtsmärkte als Wirtschaftsfaktor, Bundesverband Deutscher Schausteller und Marktkaufleute e.V., Bonn, S. 3). Für lediglich rund 35 Prozent steht der „Geschenkekauf“ im Vordergrund (Studie: Weihnachtsmärkte als Wirtschaftsfaktor, Bundesverband Deutscher Schausteller und Marktkaufleute e.V., Bonn, S. 3). In einem „vorsichtig-konservativen“ Ansatz rechnet man auf den Bonner Weihnachtsmärkten mit ähnlichen Bewertungen der Motive. Demnach wäre mit nahezu 51.100 bis 53.480 Menschen zu rechnen, die die Weihnachtsmärkte auch zum Einkaufen nutzen würden. Diese Werte korrespondieren auch weitestgehend mit Ergebnissen einer bundesweiten Befragung von Weihnachtsmarktbesuchern in der Weihnachtszeit 2015 durch die Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung (GMA) und MK Illumination GmbH. Diese Befragung wurde u.a. auch in Bonn durchgeführt, wobei allerdings die Ergebnisse für Bonn zu einer Auswertung „West“ für Gesamt-NRW zusammengefasst sind. Für Einkäufe oder gar spezifische Weihnachtseinkäufe besuchen insgesamt lediglich 37,4 Prozent der rund 1.000 befragten Personen die Innenstädte und Weihnachtsmärkte. Separiert man beim „Einkauf“ weiter, so ergeben sich 21,5 Prozent für allgemeine Einkäufe sowie 15,9 Prozent für spezifische Weihnachtseinkäufe (Der Weihnachtsmarkt zwischen Tradition und Inszenierung? Was erwarten Besucher und Touristen? Ergebnisse einer bundesweiten Befragung im Dezember 2015 – Kurzfassung; Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung und MK Illumination GmbH, Dresden; S.2). Als Hauptgrund für den Besuch der Innenstädte anlässlich von Weihnachtsmärkten stehen Aspekte wie „Treffpunkt und Vergnügen“ ganz oben. In Verbindung mitSeite 5 von 51 Seite 6Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) „Bummeln und Freunde“ nennen ca. 43 Prozent diesen „geselligen Anlass“ zum Weihnachtsmarktbesuch. Auf die Frage, warum Besuche/Reisen zu Weihnachtsmärkten gezielt geplant werden, nannten kumuliert 60,5 Prozent der Befragten die Gesichtspunkte „schönes weihnachtliches Ambiente/Stimmung“ und „Stadtbesichtigung“ (Der Weihnachtsmarkt zwischen Tradition und Inszenierung – Was erwarten Besucher und Touristen, Ergebnisse einer bundesweiten Befragung im Dezember 2015, Präsentation anlässlich eines Expertenseminar zu Essener Lichtwochen am 5. und 14. Dezember 2016). Ferner liegen für die Bonner Innenstadt seit 2018 automatisierte Passantenfrequenzmessungen vor, die als Mitteilungsvorlage des Amtes für Wirtschaftsförderung im Frühjahr 2019 dem Wirtschafts-, dem Planungsausschuss und der Bezirksvertretung Bonn vorgelegt wurden. Wertet man die dort genutzte Originalquelle www.hystreet.com unter dem Aspekt der Passantenfrequenzen an den Sonntagen im Adventszeitraum 2018 aus, so ist zu erkennen, dass sich die Zahl der Passant mehr als verdoppelt hat. Der Bonner Weihnachtsmarkt wurde am 23. November 2018 eröffnet, ab diesem Tag stiegen die Passantenfrequenzen an den Sonntagen von rund 30.000 an den darauffolgenden Sonntagen kontinuierlich auf knapp 70.000 an. Lediglich der 4. Advent (23.12.) lag wieder etwas niedriger. Hieraus lässt sich schlussfolgern, dass die steigenden Besucherzahlen auf die Attraktivität und Anziehungskraft des Weihnachtsmarktes zurückzuführen sind. Ungeachtet dessen ist in diesem Kontext darauf hinzuweisen, dass eine schematische Gegenüberstellung der jeweils zu erwartenden Besucherzahlen einer Anlassveranstaltung und den geöffneten Geschäften zur Beurteilung der prägenden Wirkung einer Anlassveranstaltung allein nicht hinreichend aussagekräftig ist. Dies hat das OVG in Münster mit der Eilentscheidung 4 B 520/17 (VG Düsseldorf 3 L 1823/17) und 4 B 537/17 (VG Düsseldorf 3 L 1840/17) vom 5. Mai 2017 festgestellt. Das Gericht führte u.a. aus, dass es bei der Genehmigung eines verkaufsoffenen Sonntages anlässlich einer Veranstaltung vielmehr auch auf den Gesamtcharakter und die besondere Atmosphäre einer Veranstaltung ankomme. Dies ist im vorliegenden Fall ohne Zweifel ersichtlich. Es handelt sich bei dem Bonner Weihnachtsmarkt um eine langjährige, traditionelle Festveranstaltung in der Vorweihnachtszeit mit zahlreichen Elementen, die sich vom alltäglichen/normalen (wochentäglichen) Leben abheben. Mit den zahlreichen weihnachtlichen Verkaufsständen, Imbiss- und Getränkeständen, Kinderkarussells und vielfältigen, anderen Programmpunkten, wird das bekannte (alltägliche) Bild der Bonner Innenstadt positiv verändert und ein anders „wahrnehmbares Ortsbild“ erzeugt. Der Weihnachtsmarkt wird regelmäßig nach Titel IV der Gewerbeordnung (GewO) als Jahrmarkt festgesetzt. Da die Angaben des Antragstellers als plausibel anzusehen sind, kann nach Einschätzung der Verwaltung vor diesem Hintergrund davon ausgegangen werden, dass die Attraktivität und Anziehungskraft des traditionellen Weihnachtsmarktes ausreicht, auch den Anforderungen der aktuellen Rechtsprechung an die zu erwartenden Besucherströme Genüge zu tun. Nach Auffassung der Verwaltung ist auch erwiesen, dass die Zahl der Besucher des Weihnachtsmarktes die derjenigen übersteigt, die ausschließlich zum EinkaufSeite 6 von 51 Seite 7Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) die stationären Verkaufsstellen im Stadtbezirk Bonn aufsuchen, wobei es hier natürlich zu Überschneidungen kommt. Ein gewisser Prozentsatz der Gäste wird neben den Angeboten des Weihnachtsmarktes auch das Angebot der für wenige Stunden offenen Geschäfte zum Einkauf nutzen. Die vorgesehene Ladenöffnung (also der örtliche Geltungsbereich) muss in engem räumlichem Bezug zum Marktgeschehen stehen. Je weitreichender die Freigabe erfolgen soll, umso höher muss das Gewicht der für die Ladenöffnung angeführten Sachgründe (jeweiliges Fest) sein. Nach aktueller Rechtsprechung wird eine prägende Wirkung einer Messe/Veranstaltung, hier Weihnachtsmarkt, für einen verkaufsoffenen Sonntag nur dann angenommen, wenn ein enger räumlicher bzw. unmittelbarer Bezug bzw. Zusammenhang zwischen Veranstaltung und geöffneten Geschäften besteht. Der Weihnachtsmarkt in der Bonner Innenstadt wird auf dem Friedensplatz, der Vivatsgasse, dem Bottlerplatz, der Windeckstraße, der Poststraße, dem Münsterplatz, dem Remigiusplatz sowie den verbindenden Straßen veranstaltet. Dabei findet der Betrieb des Weihnachtsmarktes nicht nur in und vor den eigentlichen Verkaufsständen statt; vielmehr werden die o. g. Bereiche und angrenzenden Randbereiche um den Markt besonders auch an den Wochenendtagen bespielt. Zudem geht gerade an einem Sonntag im Advent die Anziehungswirkung für den Bereich der Innenstadt eindeutig vom Weihnachtsmarkt aus, der in der Bundesstadt Bonn seit Jahren für die Bürger ein fester Bestandteil des jährlichen Veranstaltungskalenders ist. Der räumliche Geltungsbereich der OBV wurde den Bedenken der Gewerkschaft ver.di entsprechend angepasst und ist insofern enger als in den letzten Jahren. Als Zwischenergebnis ist festzustellen, dass der enge räumliche Bezug des zur Ladenöffnung vorgesehenen Bereichs zur Veranstaltungsfläche, also zu den Standorten der Teilbereiche des Weihnachtsmarkts, welche nahezu die gesamte Bonner Innenstadt umfassen, somit gegeben ist. Auch findet die „Veranstaltung“ Weihnachtsmarkt am selben Tag wie die beantragte Ladenöffnung statt. Die Vermutungsregel des § 6 Abs. 1 Satz 2 Ziffer 1 i.V.m. Satz 3 LÖG NRW greift somit ein, so dass davon ausgegangen werden darf, dass die sonntägliche Öffnung der Verkaufsstellen im öffentlichen Interesse liegt. Von einer Beschränkung der OBV auf bestimmte Sortimente wird im Hinblick auf die besondere Bedeutung dieses traditionellen und seit Jahrzehnten etablierten vorweihnachtlichen Marktes abgesehen. Im Ergebnis ist festzustellen, dass auch die durch die Novellierung des LÖG NRW formulierten neuen Anforderungen an die Freigabe eines verkaufsoffenen Sonntags im vorliegenden Fall erfüllt sind und die anliegende OBV folglich imSeite 7 von 51 Seite 8Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Einklang mit dem geltenden Recht steht. Anlage/n 1 OBV Weihnachtsmarkt 2026 (öffentlich) 2 Antrag Weihnachtsmarkt Bonn (öffentlich) 3 Anlagen Weihnachtsmarkt Bonn (öffentlich) 4 Bonner Vereinbarung VOS 2025-2027 (öffentlich) 5 Stellungnahmen (öffentlich)Seite 8 von 51 Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Ordnungsbehördliche Verordnung über das Offenhalten von Verkaufsstellen aus Anlass des Weihnachtsmarktes im Stadtbezirk Bonn Vom Auf Grund des § 6 Absatz 1 und 4 des Gesetzes zur Regelung der Ladenöffnungszeiten (Ladenöffnungsgesetz - LÖG NRW) vom 16. November 2006 (GV. NRW. S. 516/SGV. NRW. 7113), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 22. März 2018 (GV. NRW. S. 172), und den §§ 25 ff. des Gesetzes über Aufbau und Befugnisse der Ordnungsbehörden – Ordnungsbehördengesetz (OBG) - in der Fassung der Bekanntmachung vom 13. Mai 1980 (GV. NRW. S. 528/SGV. NRW. 2060), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 22. Juni 2026 (GV. NRW. S. 392), wird von der Bundesstadt Bonn als örtlicher Ordnungsbehörde gemäß Beschluss des Rates der Bundesstadt Bonn vom xx.xx.xxxx folgende Verordnung erlassen: Bundesstadt Bonn als örtliche Ordnungsbehörde § 1 Aus Anlass des Weihnachtsmarktes im Stadtbezirk Bonn dürfen Verkaufsstellen am Sonntag, dem 06. Dezember 2026, im wie folgt umgrenzten Gebiet: Belderberg - Rathausgasse - Am Hof - Am Neutor - Kaiserplatz - Südunterführung - Am Hauptbahnhof - Thomas-Mann-Straße - Berliner Platz - Oxfordstraße - Bertha-von -Suttner-Platz -(Belderberg, Rathausgasse, Südunterführung, Am Hauptbahnhof, Oxfordstraße und Bertha-von-Suttner-Platz bilden hierbei nur die äußere Grenze und sind selbst nicht von der Ladenöffnung erfasst, Kaiserplatz gerade Hausnummern, im Übrigen alle Straßen beidseitig) in der Zeit von 13.00 - 18.00 Uhr geöffnet sein. § 2 Ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig Verkaufsstellen an diesem Sonntag außerhalb der in § 1 zugelassenen Geschäftszeiten offen hält. Die Ordnungswidrigkeit kann nach § 12 des Gesetzes zur Regelung der Ladenöffnungszeiten mit einer Geldbuße bis zu 5.000,00 Euro geahndet werden. § 3 Diese Verordnung tritt eine Woche nach dem Tag ihrer Verkündung in Kraft. Sie tritt am 07. Dezember 2026 außer Kraft.Seite 9 von 51 1 Von: > Gesendet: Mittwoch, 8. April 2026 17:21 An: Betreff: Antrag Verkaufsoffener Sonntag 6. Dezember 2026 Achtung: Absender von außerhalb der Stadtverwaltung Bonn! Sehr geehrte hiermit beantragen wir als Vertreter des örtlichen innerstädƟschen Einzelhandels gemäß § 6 (1), Satz 2, Nr. 1 und (4) des Gesetzes zur Regelung der Ladenöffnungszeiten (LÖG NRW) eine Ausnahme der Sonn- und Feiertagsregelung zu folgendem Termin: Termin: Sonntag, 6. Dezember 2026 Öffnungszeit: 13:00 bis 18:00 Uhr Anlassveranstaltung: „Bonner Weihnachtsmarkt“ Veranstaltungsort/StadƩeil: Bonn - Innenstadt Der zur Öffnung vorgesehene Sonntag ist kein geschützter oder religiöser Feiertag im Sinne von 5 6 Abs. 5 Ladenöffnungsgesetz NRW (LÖG NRW) und stellt keinen sƟllen Tag im Sinne der kirchlichen Begrifflichkeit dar. Die Öffnung der Verkaufsstellen entspricht der gesetzlichen Regelung und liegt außerhalb der Zeiten des HauptgoƩesdienstes, so dass die BeschäŌigten in ihrer Religionsausübung nicht gehindert sind und Störungen der HauptgoƩesdienste vermieden werden. Mit der Reduzierung der Ladenöffnungszeit auf fünf Stunden verringert sich die zeitliche Arbeitsbelastung für die betroffenen Arbeitnehmer des Einzelhandels. 1. Anlassbeschreibung a. Allgemein Die am 30.3.2018 in KraŌ getretene Neufassung des Ladenöffnungsgesetzes NRW (LÖG NRW) ermöglicht die Öffnung von Verkaufsstellen an besƟmmten Sonn- und Feiertagen ab 13 Uhr bis zur Dauer von fünf Stunden aus Anlass von örtlichen Festen, Märkten, Messen oder ähnlichen Veranstaltungen aufgrund ordnungsbehördlicher Verordnung (Anlass im Sinne von 56 Abs. 1 LÖG NRW). Freigaben sind ausschließlich möglich, wenn die der Sonntagsöffnung von Verkaufsstellen zu Grunde liegende Veranstaltung im öffentlichen Interesse ist. Ein öffentliches Interesse liegt insbesondere dann vor, wenn die Öffnung der Verkaufsstellen neben dem oben genannten Anlassbezug Dem Erhalt, der Stärkung oder der Entwicklung eines vielfälƟgen staƟonären Einzelhandelsangebot dient, dem Erhalt, der Stärkung oder der Entwicklung zentraler Versorgungsbereiche dient, der Belebung der Innenstädte, Ortskerne, Stadt- oder Ortsteilzentren dient oder die überörtliche Sichtbarkeit der jeweiligen Kommune als aƩrakƟver und lebenswerter Standort insbesondere für den Tourismus und die Freizeitgestaltung, als Wohn- und Gewerbestandort sowie Standort von kulturellen und sportlichen Einrichtungen steigert. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die Veranstaltung viele Besucher, in der Regel nicht nur Einwohner der Stadt Bonn, sondern auch auswärƟge Besucher, im hohen Maße anzieht. Auch der "Masterplan Innere Stadt Bonn" - beschlossen vom Rat der Stadt Bonn am 18.7.2013 - stellt als ein übergeordnetes Ziel dar, die City funkƟonal und gestalterisch zu stärken(hƩp://stadtplan.bonn.de/cms/cms.pl?Amt=Stadtplan&Thema=Planen Bauen&Subthema= MasterpIan%201nnere%20Stadt&act=0)Seite 10 von 51 2 b. Bonner Weihnachtsmärkte (Bonner City) Weihnachtsmärkte gibt es in Bonn schon sehr lange. Stellten die Weihnachtsmärkte in Bonn früher vorrangig Warenmärkte dar, die Schaustellern, Handwerkern und Händlern eine Einkommensmöglichkeit boten und die Bevölkerung mit LebensmiƩeln für die bevorstehende Adventszeit und das bevorstehende Weihnachtsfest versorgten (VersorgungsfunkƟon der Weihnachtsmärkte), steht. heute mehr der gesellschaŌliche und soziale Aspekt dieser Veranstaltungen im Vordergrund (ideelle FunkƟon der Weihnachtsmärkte). Sie sind zu Treffpunkten und Orten der Geselligkeit und KommunikaƟon geworden. Erlebnis, Spaß und Genuss sind dabei Bedürfnisse, die Veranstalter erfüllen müssen. Besinnlichkeit, die EinsƟmmung auf das eigentliche Weihnachtsfest, Atmosphäre, AƩrakƟonen, EmoƟonen usw. gewinnen gegenüber der EinkaufsfunkƟon an Bedeutung und spiegeln sich deutlich in den MoƟven der Befragten beim Besuch eines Weihnachtsmarktes wider (Studie: Weihnachtsmärkte als WirtschaŌsfaktor, Bundesverband Deutscher Schausteller und Marktkaufleute e.V., Bonn, S. 3). Nahezu der gesamte Bereich der Bonner Innenstadt wird mit mehreren Teilweihnachtsmärkten bespielt. Die ständige Weiterentwicklung der SorƟmente der Standbetreiber, die weihnachtlich hochwerƟge OpƟk der Märkte und die musikalischen Rahmenprogramme auf den Bühnen der Märkte sind neben den unzähligen caritaƟven Projekten (z.B. auf der sogenannten „Kirchenmeile"), die im Veranstaltungszeitraum durchgeführt werden, Garant für das hohe Niveau und die ständige Weiterentwicklung der Bonner Weihnachtsmärkte und somit der Weihnachtsstadt Bonn. Diese sich jährlich wiederholende AkƟon in der Stadt hat eine große TradiƟon, ist imageprägend und trägt in einer der am dichtesten besiedelten Regionen Europas zu einem erheblichen Standortvorteil mit naƟonaler und internaƟonaler Bedeutung bei. KaritaƟve Projekte der Bonner Weihnachtsmärkte werden sich am AkƟonstag auch bei den Partnern der Gastronomie und des Handels wiederfinden und somit der gesamte Bereich zwischen den Bonner Innenstadt Weihnachtsmärkten einbezogen. 2. Besucherprognose Die aktuelle Rechtsprechung setzt bei einer prägenden Wirkung einer Anlassveranstaltung (im vorliegenden Fall sind es die Bonner Weihnachtsmärkte in der Bonner Innenstadt), regelmäßig voraus, dass die Anlassveranstaltung ohne die Sonntagsöffnung mehr Besucher anziehen muss als der alleinige verkaufsoffene Sonntag. Wieviel mehr an Besuchern erforderlich ist, ist nicht festgelegt. Insofern würden also rein theoreƟsch einige wenige Personen mehr ausreichen. Eingangs der nachstehenden Erläuterungen sei erwähnt, dass das Verwaltungsgericht Düsseldorf im Beschluss vom 9. November 2016 (Aktenzeichen: 3 L 3619/16) festgehalten hat, dass Veranstaltungen wie Weihnachtsmärkte schon wegen ihrer zeitlichen und themaƟschen Einmaligkeit gerade an Wochenenden gut besucht und damit grundsätzlich geeignet sind, hauptsächlicher Grund für den Aufenthalt von Besuchern zu sein. In diesem Kontext sei auch auf eine Vorlage („Freiwilligen ÜbereinkunŌ") zur Sitzung eines „Runden Tisches" im NRW-WirtschaŌsministerium, welche im Vorfeld eines Treffens am 17. März 2017 im NRW WirtschaŌsministerium verteilt wurde, hingewiesen. Das Ministerium selbst haƩe in diesem Vorlageentwurf zur Erstellung von Besucherprognosen folgendes niedergeschrieben: „Wenn vorhanden, können für die Prognosen Vergleiche zu Vorjahren lohnend sein. Dies gilt natürlich insbesondere, wenn es das entsprechende Fest seit Jahren gibt ... "Weiter heißt es in der Vorlage: „ TradiƟonsveranstaltungen werden in der Regel größere Besucherströme auslösen als erstmalige Veranstaltungen. " Für die Bonner Innenstadt liegen seit MiƩe 2018 automaƟsierte Passantenfrequenz Messungen vor (vgl. Anlage „Passantenfrequenzen in der Bonner Innenstadt", die als MiƩeilungsvorlage des Amtes für WirtschaŌsförderung (Drucksache 1910479) im Frühjahr 2019 dem WirtschaŌs-, dem Planungsausschuss und der Bezirksvertretung Bonn vorgelegt worden war). Wertet man die dort genutzte Originalquelle www.hystreet.com speziell unter dem Aspekt der Passantenfrequenzen an den Sonntagen im zurückliegenden Adventszeitraum 2018 aus, ist sehr gut zu erkennen, dass die Zahl der Passanten mehr als verdoppelt hat: Der Bonner Weihnachtsmarkt wurde am 23. November 2018 eröffnet, ab diesem Datum sƟegen die Passantenfrequenzen an den Sonntagen von rund 30.000 an den darauf Sonntagen konƟnuierlich auf knapp 70.000 an. Lediglich der 4. Advent (23.12.) lag wieder etwas niedriger. Am 30.12. war der Weihnachtsmarkt schon lange wieder abgebaut.Seite 11 von 51 3 3. Besucher, die wegen des Einkaufens kommen Aus einer Befragung im Jahr 2005 des Geographischen InsƟtuts der Universität Bonn im AuŌrag der Bonner WirtschaŌsförderung ist bekannt, dass die überwiegende Zahl der Passanten den Weihnachtsmarkt als HauptmoƟv für den Besuch in Bonn hat: Der Bonner Weihnachtsmarkt als HauptmoƟv des Besuchs der Innenstadt 41 % 59% Ou II • E en &hebun s an enb fr n nein Dja n = 2103 -5- a. Dies deckt sich auch mit einer Studie des Bundesverbandes Deutscher Schausteller und Marktkaufleute e.V.: Die AkƟvitäten „Essen und Trinken" stellen mit 57,5 Prozent eindeuƟg die HauptmoƟve von Verbrauchern beim Weihnachtsmarktbesuch dar (Studie: Weihnachtsmärkte als WirtschaŌsfaktor, Bundesverband Deutscher Schausteller und Marktkaufleute e.V., Bonn, S. 3). Für lediglich rund 35Seite 12 von 51 4 Prozent steht der „Geschenkekauf" im Vordergrund (Studie: Weihnachtsmärkte als WirtschaŌsfaktor, Bundesverband Deutscher Schausteller und Marktkaufleute e.V., Bonn, S. 3). In einem „vorsichƟg konservaƟven" Ansatz rechnen wir auf den Bonner Weihnachtsmärkten mit ähnlichen Bewertungen der MoƟve. Demnach wäre mit nahezu 51.100 bis 53.480 Menschen zu rechnen, die die Weihnachtsmärkte auch zum Einkaufen nutzen würden. b. Diese Werte korrespondieren auch weitestgehend mit Ergebnissen einer bundesweiten Befragung von Weihnachtsmarktbesuchern in der Weihnachtszeit 2015 durch die GesellschaŌ für Markt- und Absatzforschung (GMA) und MK IlluminaƟon GmbH. Diese Befragung wurde u.a. auch in Bonn durchgeführt, wobei allerdings die Ergebnisse für Bonn zu einer Auswertung „West" für Gesamt-NRW zusammengefasst sind. Für Einkäufe oder gar spezifische Weihnachtseinkäufe besuchen insgesamt lediglich 37,4 Prozent der rund 1.000 befragten Personen die Innenstädte und Weihnachtsmärkte. Separiert man beim „Einkauf" weiter, so ergeben sich 21,5 Prozent für allgemeine Einkäufe sowie 15,9 Prozent für spezifische Weihnachtseinkäufe (Der Weihnachtsmarkt zwischen TradiƟon und Inszenierung? Was erwarten Besucher und Touristen? Ergebnisse einer bundesweiten Befragung im Dezember 2015 — Kurzfassung; GesellschaŌ für Markt- und Absatzforschung und MK IlluminaƟon GmbH, Dresden; S.2). Als Hauptgrund für den Besuch der Innenstädte anlässlich von Weihnachtsmärkten stehen Aspekte wie „Treffpunkt und Vergnügen" ganz oben. In Verbindung mit „Bummeln und Freunde" nennen ca. 43 Prozent diesen „geselligen Anlass" zum Weihnachtsmarktbesuch. Auf die Frage, warum Besuche/Reisen zu Weihnachtsmärkten gezielt geplant werden, nannten kumuliert 60,5 Prozent der Befragten die Gesichtspunkte „schönes weihnachtliches Ambiente/SƟmmung" und „StadtbesichƟgung" (Der Weihnachtsmarkt zwischen TradiƟon und Inszenierung — Was erwarten Besucher und Touristen, Ergebnisse einer bundesweiten Befragung im Dezember 2015, PräsentaƟon anlässlich eines Expertenseminar zu Essener Lichtwochen am 5. und 14. Dezember 2016, Chart Nr. Ungeachtet dessen ist in diesem Kontext darauf hinzuweisen, dass eine schemaƟsche Gegenüberstellung der jeweils zu erwartenden Besucherzahlen einer Anlassveranstaltung und den geöffneten GeschäŌen zur Beurteilung der prägenden Wirkung einer Anlassveranstaltung allein nicht hinreichend aussagekräŌig ist. Dies hat zuletzt das OVG in Münster mit der Eilentscheidung 4 B 520/17 (VG Düsseldorf 3 L 1823/17) und 4 B 537/17 (VG Düsseldorf 3 L 1840/17) vom 5. Mai 2017 festgestellt. Das Gericht führte u.a. aus, dass es bei der Genehmigung eines verkaufsoffenen Sonntages anlässlich einer Veranstaltung vielmehr auch auf den Gesamtcharakter und der besonderen Atmosphäre einer Veranstaltung ankomme. Dies ist im vorliegenden Fall ohne Zweifel ersichtlich. Es handelt sich um langjährige, tradiƟonelle Festveranstaltungen in der Vorweihnachtszeit mit zahlreichen Elementen, die sich vom alltäglichen/normalen (wochentäglichen) Leben abheben. Mit den zahlreichen weihnachtlichen Verkaufsständen, Imbiss- und Getränkeständen, Kinderkarussells und vielfälƟgen, anderen Programmpunkten, wird das bekannte (alltägliche) Bild der Bonner, Duisdorfer und Bad Godesberger Innenstadt posiƟv verändern und eine anders „wahrnehmbares Ortsbild" erzeugt. 4. Räumlicher Bezug Nach aktueller Rechtsprechung wird eine prägende Wirkung einer Messe/Veranstaltung für einen verkaufsoffenen Sonntag nur dann angenommen, wenn ein enger räumlicher bzw. unmiƩelbarer Bezug bzw. Zusammenhang zwischen Veranstaltung und geöffneten GeschäŌen besteht. Die Bonner Innenstadt Weihnachtsmärkte sind auf dem Münsterplatz, dem BoƩlerplatz, dem Friedensplatz, der Windeckstraße, der Vivatsgasse und der Poststraße gelegen. Die Öffnung der Läden in der Bonner Innenstadt bezieht sich auf folgende Straßen: Acherstraße 1 — 30, Am Hof 1 — 36, Am Neutor 1 — 8, Beiderberg 2 - 32, Berliner Freiheit 21, 36, 36A, Bertha-von-SuƩner-PIatz 1 - 25, Bischofsplatz 1-4, Bonngasse 1 — 30, BoƩlerplatz 1 — 12, Brüdergasse 1 — 31, Budapester Straße 1 — 23, Dreieck 1 — 20, Franziskanerstraße 1 - 16 Friedensplatz 1 — 16, Friedrichstraße 1 — 64, Fürstenstraße 1 — 8, Gangolfstraße 2 — 15, Gerhard-von-Are-Straße 1 — 8, In der Sürst 1 — 10, Kaiserplatz gerade Hausnummern 2 - 22, Kasernenstraße 1 — 7b, 22 - 32, Kesselgasse 1 — 5, Markt 1 — 42, MarktbrückeSeite 13 von 51 5 1 —4, MarƟnsplatz 1 — 9, Maximilianstraße 1 — 46, Münsterplatz 1 — 30, Münsterstraße 1 -20, Noeggerathstraße 1, Oxfordstraße 1 - 24, Poststraße 1 - 36, Rathausgasse 5 — 38, Remigiusstraße 1 — 20, Remigiusplatz 1 — 6, Rheingasse 2, Sternstraße 1 — 100, Sterntorbrücke 1 — 17, Stockenstrasse 1 — 19, Thomas-Mann-Straße 1 — 64, Vivatsgasse 1 — 14, Wenzelgasse 1 — 44, Wesselstraße 1 — 16, Wilhelmstraße 1 — 23, Windeckstraße 1 -7. Da sich die oben genannten Straßen in direkter Umgebung der Weihnachtsmärkte befinden und diese miteinander verbinden, ist der direkte räumliche Bezug gegeben. 5. Flächenverhältnisse Veranstaltungsfläche und Verkaufsfläche der GeschäŌe Eine prägende Wirkung eines Weihnachtsmarktes für einen verkaufsoffenen Sonntag wird nach gegenwärƟger RechtsinterpretaƟon nur dann angenommen, wenn die Verkaufsfläche der GeschäŌe, die geöffnet haben können, ungleich größer ist, als die Fläche des Weihnachtsmarktes. Um wieviel größer die Verkaufsfläche der GeschäŌe sein darf bzw. kann, dafür gibt es keine grundsätzlichen quanƟtaƟven Angaben bzw. auch keine allgemeinen Näherungswerte. Bonn-City: insgesamt nehmen die Bonner Weihnachtsmärkte in der Bonner Innenstadt eine Fläche von rund 14.000 Quadratmetern ein. Diese Flächen sind auf den Münsterplatz, den BoƩlerplatz, den Friedensplatz, die Windeckstraße, die Vivatsgasse und die Poststraße aufgeteilt. Dem steht eine theoreƟsch maximale Gesamtverkaufsfläche der Bonner Innenstadt von rund 314.000 Quadratmetern (Angaben nach COMFORT Städtereport Bonn 2016) gegenüber. Damit ist die Fläche der Weihnachtsmärke zunächst kleiner als die Verkaufsfläche der GeschäŌe, die in der Bonner Innenstadt theoreƟsch geöffnet haben können. Anhand verschiedener, bundesweiter Erfahrungen mit der Akzeptanz verkaufsoffener Sonntage in den vergangenen Jahren ist bekannt, dass sich in der Regel nicht alle im räumlichen Geltungsbereich einer Sonntagsöffnung befindlichen Einzelhändler auch tatsächlich daran beteiligen. So beteiligen sich etwa in Berlin, der Stadt mit den meisten Sonntagsöffnungen, im DurchschniƩ etwa 40 bis 50 % der Einzelhändler nicht regelmäßig an den Öffnungen (diese AuskunŌ erteilte der HauptgeschäŌsführer des Handelsverbandes Berlin/Brandenburg e.V., Herr Nils Busch-Petersen). Nach Einschätzungen des HauptgeschäŌsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE) e.V., Herrn Stefan Genth, ist bundesweit bzw. im DurchschniƩ mit einer Beteiligungsquote von 65 bis 70 % auszugehen. In Anbetracht der Bedeutung der Weihnachtszeit für die Umsatzgenerierung im Einzelhandel gehen wir für Bonn während des verkaufsoffenen Sonntags am 17.12. von einer „Nichtbeteiligungsquote" von lediglich 15 bis 20 Prozent aus. Setzt man diese Werte in Bezug zur vorhandenen innerstädƟschen Verkaufsfläche, ergibt sich eine potenƟell „geöffnete Fläche" von 251.200 bis 266.900 Quadratmetern. Die FlächenrelaƟonen relaƟvieren sich zudem auch insofern, als dass sich die ermiƩelte Verkaufsfläche des innerstädƟschen Einzelhandels in Bonn teilweise über mehrere Etagen erstreckt. Bei einer rein ebenerdigen („erdgeschossigen") Betrachtung würde das Verhältnis zur Veranstaltungsfläche noch „günsƟger" sein. Die aus städtebaulichen Gründen gewollte Innenstadtverdichtung kann hier nicht als K.O.-Kriterium für eine Sonntagsöffnung vorgebracht werden. 6. Fazit Die hier beantragte Sonntagsöffnung erfüllt — auch im Lichte der jüngeren Rechtsprechung - alle relevanten Vorgaben, die im Zusammenhang mit einer Freigabe eines Sonntags für die Öffnung von Verkaufsstellen stehen. Demnach sind die Bonner Weihnachtsmärkte selbst für den Sonntag prägend und die beantragte Sonntagsöffnung wird lediglich als Annex Die Anlagen zu diesem Antrag liegen Ihnen bereits vor. Mit den besten GrüßenSeite 14 von 51 6 INVALID HTMLSeite 15 von 51 1 Von: Gesendet: Mittwoch, 22. Juli 2026 11:55 An: Betreff: Re: Verkaufsoffener Sonntag 6. Dezember 2026 - Beanstandung durch ver.di Liebe korrekt, auch dafür wird keine Önung beantragt. Mit den besten Grüßen, Von: Datum: Mittwoch, 22. Juli 2026 um 11:40 An: Betreff: AW: Verkaufsoffener Sonntag 6. Dezember 2026 - Beanstandung durch ver.di Lieb neben der Rathausgasse wurden ja auch noch Belderberg, Berliner Freiheit usw. beanstandet. Insofern wird auch für diesen Bereich (s.u.) keine Ladenönung gewünscht, richtig? Viele Grüße Im Auftrag Internet: www.bonn.de Von: Gesendet: Mittwoch, 22. Juli 2026 11:34 An: Betreff: Re: Verkaufsoffener Sonntag 6. Dezember 2026 - Beanstandung durch ver.di Achtung: Absender von außerhalb der Stadtverwaltung Bonn! Liebe vielen Dank für Ihre Mail.Seite 16 von 51 2 Wir sind damit einverstanden, dass die Rathausgasse aus der Beantragung heraus genommen wird. Vielen Dank für Ihre Mühe und für die Beantragungen. Mit den besten Grüßen, Von Datum: Montag, 20. Juli 2026 um 10:37 An: Betreff: AW: Verkaufsoffener Sonntag 6. Dezember 2026 - Beanstandung durch ver.di Lieb ver.di hat sich auf meine anliegenden Erläuterungen zur Wenzelgasse und Bitte um erneute Stellungnahme leider nicht gemeldet. Ich werde jetzt aber die Beschlussvorlage für den Stadtrat auf den Weg bringen müssen. Hinsichtlich der durch ver.di beanstandeten Önung von Geschäften in den nachfolgend genannten Bereichen, hatte ich Sie so verstanden, dass von den genannten Bereichen ausschließlich die Wenzelgasse geönet werden solle und insofern Ihr Antrag entsprechend zu ändern sei. Ich bitte daher noch einmal kurzfristig um entsprechende schriftliche Bestätigung. Vielen Dank im Voraus und schöne Grüße Im Auftrag Bleiben Sie mit unseren städtischen Newslettern auf dem Laufenden. Alle Informationen zum Abo finden Sie auf www.bonn.de/newsletter Papieratlas-Städtewettbewerb: Recyclingpapierfreundliche Stadt 2010 bis 2025. Die Bundesstadt Bonn sucht Verstärkung! Bewerben Sie sich jetzt unter: https://karriere.bonn.de/ Bitte prüfen Sie, ob diese Mail wirklich ausgedruckt werden muss. Bleiben Sie mit unseren städtischen Newslettern auf dem Laufenden. Alle Informationen zum Abo finden Sie auf www.bonn.de/newsletter Papieratlas-Städtewettbewerb: Recyclingpapierfreundliche Stadt 2010 bis 2025. Die Bundesstadt Bonn sucht Verstärkung! Bewerben Sie sich jetzt unter: https://karriere.bonn.de/ Bitte prüfen Sie, ob diese Mail wirklich ausgedruckt werden muss.Seite 17 von 51 Anlage 1 - 1Seite 18 von 51 B O N N24 Samstag/Sonntag, 29./30. November 2025 G E N E R A L - A N Z E I G E RVI Black Weeks, gebrauchte Klaviere/Flügel 35% - 70% Nachlass · Piano-Rumler.deWEIHNACHTSMARKT Besuchen Sie gerne unsere Webseite www.bonn-city.de MIT VERKAUFSOFFENEM SONNTAG 30.11.2025 von 13.00 bis 18.00 UhrNach 35 Jahren meiner selbständigen Tätigkeit habe ich mich entschieden meinen Betrieb zum 30.11.2025 einzustellen und freue mich diesen zum 01.01.2026 in neue Hände übergeben zu dürfen. Ich blicke mit großer Dankbarkeit auf die gemeinsame Zeit zurück. Mein besonderer Dank gilt allen meinen treuen Kundinnen und Kunden für ihr Vertrauen und ihre langjährige Unterstützung und gute Zusammenarbeit, meinen langjährigen Mitarbeitenden für ihren engagierten Einsatz und ihre wertvolle und professionelle Arbeit sowie meiner Ehefrau, die mich seit Beginn dieses Weges begleitet und unterstützt hat. Es freut mich sehr, dass ich mit Herrn Xiwen Dang und Herrn Benjamin Schröder kompetente Nachfolger gefunden habe, die die Firma mit derselben Leidenschaft weiterführen werden. Ich werde auch nächstes Jahr für die Nachfolger beratend tätig sein. Für die Zukunft wünsche ich Ihnen allen alles Gute und bedanke mich von Herzen für die schöne gemeinsame und lange Zeit und für die vielen erfolgreich gestalteten Projekte. Danke für viele starke Jahre Metallbau Jürgen Dauses Nachfolger info@mbs-bonn.de Telefon 0228/474860Mit einem sicheren Gefühl durch die dunkle Jahreszeit mit FRED, dem Einbruch-Frühwarnsystem FRED schützt, was wichtig ist – ohne Einbau, ohne Kabel verlegen, ohne zusätzliche Sensoren: Jetzt kostenlos & unverbindlich direkt bei Ihnen vor Ort testen! www.beck-secure.de ůș 0157 53 42 44 74MARKISEN & TÜCHER franz-aachen.com ETWAS NEUES! DIE BESTE ZEIT FÜR Röhfeldstr. 27 · 53227 Bonn-Beuel · info@franz-aachen.com12.03.2026 BONN B R Ü C K E N F O R U M / / 2 0 : 0 0 U H R TICKETS: eventim Vorverkaufsstellen, alle örtlichen Vorverkaufsstellen Die erfolgreichste Musicalgala mit den Starsolisten der Musicalszene EÛLRCP IJGNNCJ Ek‘F QAFPCGLCPUCPIQR?RR Ugp pc_jgqgcpcl Gfpc Uúlqafc @mll* Rcj8 .006+01 43 40 uuu,qafpcglcpcg+ijgnncj,bc GEMEINSAM GEGEN SEXUALISIERTE KRIEGSGEWALT JETZT SPENDEN! www.medicamondiale.org/spenden Wie würde ein Superheld Bilharziose-Saugwürmer stoppen? Mit einer Angel Mit einem Ghostbuster- Staubsauger Mit einer Pipette mistviecher.com Gemeinsam Infektionskrankheiten stoppen. Für Menschen im Kreislauf der Armut.Kunst und KI im Deutschen Museum BONN. Im Deutschen Museum Bonn dreht sich am Samstag und Sonntag, 29. und 30. November, alles um die Frage: „Kunst oder KI: Wer ist der Künstler?“ An diesem Aktionswo- chenende präsentieren die Künst- lerin Lena Reifenhäuser und der Robotik-Spezialist Sebastian Trella gemeinsam, wie Künstliche Intelli- genz im kreativen Bereich eingesetzt werden kann und was das für das Verständnis von Kunst bedeutet. Die Besucherinnen und Besucher erwarten multimediale Installatio- nen, KI-generierte Kunstwerke und interaktive Mitmach-Stationen. „Eine Künstliche Intelligenz, also eine Maschine, arbeitet in Perfekti- on und wesentlich schneller als ein Mensch. Aber sind es nicht genau unsere kleinen menschlichen Fehler oder Abweichungen, die etwas über- haupt zu Kunst machen?“, so Rei- fenhäuser. Als besonderes Highlight des Aktionswochenendes wird ein von einer KI erschaffenes Werk ent- hüllt, das ausschließlich mit Arbei- ten der Künstlerin trainiert wurde. Das Aktionswochenende richtet sich an Menschen jeden Alters und ist im regulären Museumseintritt des Deutschen Museums, Ahrstra- ße 45, enthalten. Geöffnet ist am Samstag von 12 bis 17 Uhr und am Sonntag von 10 bis 16 Uhr. ele Start für Auerbergs Adventskalender BONN. Mit einem ökumenischen Gottesdienst am 1. Advent, Sonn- tag, 30. November, um 18 Uhr im Evangelischen Gemeindeforum Auerberg, Helsinkistraße 4, beginnt der diesjährige Lebendige Advents- kalender in Auerberg und Graur- heindorf. Vom 1. bis 23. Dezember laden Familien und Einrichtungen der beiden Ortsteile jeden Abend zu einem geschmückten Advents- fenster ein, um gemeinsam inne- zuhalten und sich auf Weihnachten einzustimmen. Die Liste der Gastge- beradressen und Termine steht on- line unter www.lukaskirche-bonn. de. gue Bezahlbares Zuhause trotz Wohnungsnot VON JOHANNA LÜBKE BONN. Eine junge Frau Anfang 20 aus einem finanziell schwa- chen Elternhaus beginnt eine Ausbildung und zieht mit ih- rem Freund zusammen. Dann der Schock: Sie wird ungeplant schwanger – und ihr Freund will das Kind nicht, trennt sich von ihr und fordert sie auf, aus der Wohnung auszuziehen, für die er als alleiniger Mieter einge- tragen ist. Verzweifelt sucht sie auf dem angespannten Bonner Wohnungsmarkt eine Wohnung für sich und ihr Kind, ohne Er- folg. Auch nach der Geburt ihrer Tochter hat sie keinen festen Wohnsitz. Diese junge Frau kann nun gemeinsam mit ihrem vier Monate alten Baby in den nächs- ten Monaten in eine Wohnung in Poppelsdorf einziehen, die der Caritasverband im „Haus Espe- ranza“ vermietet. Nach rund einem halben Jahr Renovierung und Sanierung in dem Haus in der Kekuléstraße sind die drei Zwei-Zimmer-Wohnungen ab Ende des Jahres bezugsfertig. Der Caritasverband hat das Haus von dem Verein Hoffnung für das Leben, der sich 2024 aus Altersgründen aufgelöst hat, übernommen. Über viele Jah- re hat der Verein Schwangere und Frauen mit Säuglingen und Kleinkindern bei ihrem Start ins Familienleben unterstützt. Dazu gehörte auch, dass der Verein in den drei Wohnungen jungen Familien vorübergehend ein Zu- hause bot. Als der Verein 2022 seine Auflösung beschloss, ließ er die bestehenden Mietverträ- ge zu diesem Jahr auslaufen. Die Arbeit des Vereins führt die Cari- tas, begleitet und koordiniert von den Mitarbeiterinnen und Mitar- beitern der Schwangerschaftsbe- ratung der Caritas, „Esperanza“, weiter. Dementsprechend erhielt das Haus seinen Namen. „Wir merken, dass immer mehr junge Frauen und junge Familien unter Druck geraten“, sagt Susanne Absalon, Sach- gebietsleiterin bei „Esperanza“. Eine bezahlbare Wohnung zu finden, sei für viele so schwie- rig wie noch nie, insbesondere alleinerziehende Frauen hätten es schwer. In die Wohnungen im „Haus Esperanza“ ziehen nun junge Paare und Alleinerzie- hende mit maximal einem Kind ein. Die neuen Mieterinnen und Mieter sind über die Schwanger- schafts- oder Väterberatung oder die Frühen Hilfen schon länger in Kontakt mit der Caritas. Die Familienhebamme Nadine Kap- pel berät die Bewohnerinnen und macht Hausbesuche. „Es ist ein Tropfen auf dem heißen Stein“, sagt Caritasdirek- tor Jean-Pierre Schneider den- noch. Die Wohnungslosigkeit in Bonn sei auf einem Höchst- stand, Bonn habe die dritthöchs- ten Wohnkosten in NRW. Für die meisten jungen Familien mit finanziellen Problemen sei eine zentrale Wohnlage und ein klein- kindgerechter Garten wie beim Haus Esperanza unerreichbar. Doch umso wichtiger sei es, dass solche sozialen Projekte weiter- geführt würden, so Schneider: „Für diejenigen, die auf dem normalen Wohnungsmarkt keine Chance haben.“ Die neuen Bewohnerinnen sollen maximal drei Jahre in den Räumen wohnen können und dann zurück in die Selbst- ständigkeit finden. Die Miete orientiere sich unterhalb der ortsüblichen Vergleichsmiete laut Mietspiegel, auch wenn es sich nicht um Sozialwohnun- gen handele. Ein Wohnberechti- gungsschein ist also nicht nötig. Finanziert wird das Haus laut Absalon durch Spenden und die Mietzahlungen. Eine ungeplant schwangere Bonnerin findet keine Wohnung – bis sie im „Haus Esperanza“ der Caritas einziehen kann. Drei kleine Wohnungen sollen jungen Familien und Alleinerziehenden für begrenzte Zeit bezahlbaren Wohnraum bieten Esperanza-Sachgebietsleiterin Susanne Absalon (links) und Hebamme Nadine Kappel im sanierten „Haus Esperanza“. FOTO: JOHANNA LÜBKE Anlage 1 - 2Seite 19 von 51 B O N NG E N E R A L - A N Z E I G E R I-II-III-IV 21Donnerstag, 27. November 2025Worauf Radfahrer in Bonn achten sollten VON INES BRESLER BONN. Bei einem Unfall in der Bon- ner Nordstadt wurde am Sonntag- nachmittag ein 57 Jahre alter Rad- fahrer lebensgefährlich verletzt. Wie die Polizei mitteilte, ist der Mann am Dienstag an den Folgen seiner schweren Verletzungen ver- storben. Er war auf dem Radstrei- fen der Vorgebirgsstraße unter- wegs, als ihn eine Autofahrerin in Richtung Innenstadt überholen wollte. In diesem Moment scherte der Radfahrer nach links aus, kol- lidierte mit dem Auto und stürzte. Ein Dashcam-Video eines parken- den Fahrzeugs zeige den Ablauf, so die Polizei. Immer wieder kommt es zu töd- lichen Unfällen mit Radfahrern. Dabei ist die Zahl der Radunfälle im Bereich der Bonner Polizei 2024 deutlich gesunken: Um 6,4 Prozent und damit auf den niedrigstenWert (574) seit mindestens zehn Jahren ging die Zahl der verunglückten Radfahrer zurück. Polizeipräsident Frank Hoever führt dies auf ein Zu- sammenspiel unter anderem von Verkehrsraumgestaltung und Prä- vention zurück. Tipps für mehr Si- cherheit auf dem Rad kommen von Polizei, ADFC und Stadt Bonn. Die Polizei Bonn plädiert mit Verweis auf die Straßenverkehrsordnung für gegenseitige Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer. „Wer am Verkehr teilnimmt, hat sich so zu verhalten, dass kein anderer ge- schädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeid- bar, behindert oder belästigt wird“, steht dort. Das heißt auch: Autofahrer, die Radfahrer überholen, müssen mindestens 1,5 Meter Abstand hal- ten, teilt die Stadt Bonn auf ihrer Website mit. Ist die Fahrbahn zu eng für diesen Sicherheitsabstand, müssen Autofahrer so lange war- ten, bis die Fahrbahn breiter wird oder die Fahrspur in Gegenrich- tung frei ist und dürfen erst dann überholen. Simon Rott, Sprecher der Poli- zei Bonn, rät Radfahrerinnen und Radfahrern, die bestehenden Rad- wege konsequent zu nutzen. Was im Alltag oft simpel klingt, ist in der Praxis Teil einer größeren Debatte. Umfangreiche Veränderungen im Radverkehr sind in Bonn umstrit- ten. Der Rat beschloss etwa im Juli, sich nicht ausschließlich auf die vom ADFC vorgeschlagenen Ve- lorouten zu konzentrieren: Wenn auf weniger zentralen Pendelstre- cken ohnehin gebaut wird, sollen Markierungen direkt mit erneuert werden. Ein großer Teil der noch aus- stehenden Fahrradstraßen liegt laut Stadt auf Velorouten. Vorrang haben eine Verbindung zwischen dem Bonner Westen und Bad Go- desberg sowie eine zwischen Ve- nusberg, Südstadt und Beuel. Wie sich die jüngsten Wahlen auf diese Beschlüsse auswirken, ist derweil noch offen. Die Polizei empfiehlt Radfah- rern, gut sichtbar zu sein. Auch der ADFC betont, gerade jetzt im Win- ter: Helle Kleidung mit Reflekto- ren und reflektierende Accessoires können die eigene Sichtbarkeit auf der Straße erhöhen. Und: „Das Licht am Rad sollte man so früh wie möglich einschalten, spätestens in der Dämmerung.“ Der ADFC rät Radfahrern im Winter, etwas Druck aus den Rei- fen zu lassen: Damit werde die Auflagefläche erhöht und mehr Stabilität gegeben. „Der Wert kann dabei etwas unter dem auf der Rei- fenflanke angegebenen Normal- druck liegen, so der Fahrradclub. Im Handel gebe es, ähnlich wie beim Auto, auch spezielle Allwet- terreifen für Fahrräder. Zudem sei es ratsam, langsamer und vorausschauender zu fahren: „Man sollte nun früh und vorsich- tig abbremsen – und dabei vor al- lem die Hinterradbremse nutzen“, gibt der ADFC mit auf den Weg. Blockiere das Vorderrad, sei die Sturzgefahr hoch. Wer auf Glatteis gerät, sollte möglichst ohne Brem- sen ausrollen. „Zu einer Vielzahl von Unfällen zwischen Auto- und Radfahrenden kommt es dann, wenn das Auto steht“, heißt auf der Internetseite der Stadt Bonn. Ursache bei mehr als der Hälfte der Verkehrsunfälle zwischen Radfahrenden und ge- parkten Autos seien plötzlich ge- öffnete Autotüren, mit denen die Radfahrer kollidieren. Radfahre- nde sollten parkende Autos am Fahrbahnrand deshalb mit einem Mindestabstand von rund einem Meter passieren. Ein für Bonn typisches Risiko für Radfahrende sind laut Rott die Straßenbahnschienen. Häufi- ger komme es zu Unfällen, wenn Radfahrer mit ihren Reifen in die Schienen geraten. Hier sei beson- ders vorsichtiges Fahren geboten – vor allem beim Queren der Schie- nen oder bei nasser Fahrbahn. Polizei, ADFC und Stadt nennen häufige Unfallursachen und geben Hinweise für mehr Sicherheit Bei einem Unfall in der Vorgebirgsstraße ist ein 57-jähriger Mann gestor- ben. FOTO: BENJAMIN WESTHOFFVorfreude auf Weihnachten Bonn lädt ein: Unter dem stimmungsvol- len Motto „Mach hoch die Tür“ findet am Sonntag, dem 30. November, der letz- te verkaufsoffene Sonntag des Jahres statt. Von 13 bis 18 Uhr öffnen zahlreiche Ge- schäfte in der Bonner Innen- stadt ihre Türen und bieten ein entspanntes Shopping- Erlebnis in weihnachtlicher Atmosphäre. Einkaufen in festlicher Kulisse Dieser Sonntag ist die ideale Gelegenheit für Bonner Bürge- rinnen und Bürger sowie Gäs- te der Stadt, in Ruhe durch die vielfältigen Angebote der teil- nehmenden Geschäfte zu stö- bern. Ob auf der Suche nach dem perfekten Geschenk für die Liebsten oder einer kleinen Freude für sich selbst – hier wird jeder fündig. Weihnachtsmarkt und Lichterglanz Ein Highlight für viele Be- sucher: Der Bonner Weih- nachtsmarkt hat ebenfalls geöffnet und lädt mit mehr als 160 liebevoll gestalteten Ständen zu einer Pause oder einem genussvollen Ausklang des Einkaufstages ein. Das nochmals erweiterte Angebot reicht von kunsthandwerkli- chen Schätzen über kulina- rische Köstlichkeiten bis hin zu wärmenden Getränke, die die Besucher in der wohligen Atmosphäre des Weihnachts- markts genießen können. Auch in diesem Jahr hat der Verein City-Marketing Bonn alles darangesetzt, die Bonner Innenstadt in eine glanzvolle Weihnachtswelt zu verwan- deln. Die Straßen erstrahlen in einer atmosphärischen Weih- nachtsbeleuchtung, die für eine zauberhafte Stimmung sorgen. Funkelnde Lichter und einla- dende Dekorationen schaffen den Rahmen für einen ent- spannten und genussreichen Tag fernab von Stress und Hek- tik. Ob Shopping, Schlemmen oder einfach Flanieren – am 30. November erwartet die Be- sucher ein besonderes Erlebnis. Weitere Informationen gibt es unter www.bonn-city.de. rps Die Bonner Innenstadt lädt zum Einkaufsbummel am verkaufsoffenen Sonntag, 30. November Wer wochentags wenig Zeit hat, kann am 30. November den verkaufsoffenen Sonntag mit einem Weihnachtsmarktbesuch verbinden und sich mit Geschenken eindecken. FOTOS: RANDOLF BUNGE/CITY-MARKETING BONN Der Bonner Weihnachtsmarkt lockt jedes Jahr Gäste von Nah und Fern an. ANZEIGE BONN ERLEBEN WEIHNACHTSMARKT MIT VERKAUFSOFFENEM SONNTAG AM 30.11.2025 VON 13:00 BIS 18:00 UHRWEIHNACHTSMARKT Besuchen Sie gerne unsere Webseite www.bonn-city.de MIT VERKAUFSOFFENEM SONNTAG 30.11.2025 von 13.00 bis 18.00 UhrFriedrichstr.45/ Ecke Wenzelgasse 53111 Bonn www.intersport-sportpartner.de 0228-98393-0 2000m2 Sport und Freizeit auf 4 Etagen Top Auswahl Top Marken Top Angebote Top Atmosphäre Top Erreichbarkeit Top Friedrichstraße Marktgarage 140 m, Stiftsgarage 190 m Bertha-von-Suttner Platz 30m Newsletter Gesund + Aktiv Jetzt abonnieren ga.de/gesund+aktiv Anlage 1 - 3Seite 20 von 51 B O N N28 Samstag/Sonntag, 22./23. November 2025 G E N E R A L - A N Z E I G E RIIIUni Bonn glänzt bei der Nachhaltigkeit BONN. Die Universität Bonn über- zeugt erneut im internationalen QS- Nachhaltigkeitsranking 2026 und ver- bessert sich deutlich: Sie erreicht Platz 57 weltweit und steigt im deutsch- landweiten Vergleich auf Rang zwei. Das Ranking des Anbieters Quacqua- relli Symonds bewertet, wie engagiert Hochschulen globale ökologische und soziale Herausforderungen an- gehen. Damit setzt die Uni Bonn ihren Aufwärtstrend der vergangenen Jah- re fort. Nachdem sie 2023 erstmals unter die Top 100 weltweit gelangt war, macht sie nun einen Sprung um 38 Plätze. Von über 2000 bewerteten Hochschulen gehört sie damit zur internationalen Spitzengruppe. Besonders stark schneidet die Uni- versität in mehreren Unterkatego- rien ab. In „Equality“ erreicht sie mit Platz 33 weltweit sogar Platz eins in Deutschland. Auch bei „Health and Wellbeing“ macht sie einen großen Sprung nach vorn – von Rang 15 auf Rang vier weltweit. In „Environmen- tal Impact“ landet Bonn auf Platz 55 weltweit und ebenfalls auf Rang eins in Deutschland. gue Ergebnisse der Klimabefragung BONN. Die Stadt Bonn und die Universität der Vereinten Nationen (UNU) stellen am Mittwoch, 3. Dezember, um 18 Uhr im Haus der Bildung die Ergebnisse der aktuellen Bonner Klimabefragung vor. Anschauliche Tortendia- gramme und Grafiken zeigen, wie die Bonner Haushalte zum Klimaschutz stehen: 82 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass mehr Umwelt- und Klimaschutz auch mehr Lebensqualität bringt. Über die Resultate und ihre Bedeutung diskutieren Dr. Simone Sandholz (UNU), Prof. Dr. Annette Scheersoi (Universität Bonn) und Theresa Dorn (Bundesstadt Bonn). Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung über vhs-bonn.de (Kursnummer 1372) wird empfohlen. Weitere Infos unter bonn.de/klimaplan. gue „Ein Haus mit gutem Klang“ VON BERND EYERMANN BONN. Diana weiß, was Krieg be- deutet. Die 17-Jährige kommt aus der Nähe von Charkiw im Nordos- ten der Ukraine. Ihre Heimatstadt ist längst russisch besetzt, und sie selbst lebt seit zwei Jahren in Bonn. „Krieg bedeutet, dass man nie wie- der die Augen öffnet“, sagt sie an diesem Freitagmittag auf einer im- provisierten Bühne im Gustav-Stre- semann-Institut (GSI). Aber sie hat auch eine positivere Botschaft: „Es ist nicht wichtig, welche Sprache wir sprechen.Wichtig ist, wie wir mitei- nander sprechen: mit Herz, Respekt und Liebe.“ Diana gehört zu einer Theater- gruppe der Bonner Abendrealschu- le. Während eines einwöchigen Workshops im GSI haben Schüler, Lehrer und GSI-Mitarbeiter das Stück „Der Bus des Lebens“ entwi- ckelt, das stark biografische Züge der jungen Schauspieler trägt und aus dem sie nun einen kleinen Aus- schnitt vortragen. Prominentester Zuschauer ist der Bundespräsident. „Wie sind Sie zu dem Stück gekom- men?“, fragt Frank-Walter Stein- meier. „Man sollte spielen, was man erlebt hat“, sagt einer von Dianas Mitspielern. Viele von ihnen hätten Flucht- und Kriegserfahrungen, erzählen Birgit Straßmann und Daniel Hetzer, die betreuenden Lehrer des Theater- projekts, nach der kleinen Auffüh- rung. Und dass sie nun sogar dem Bundespräsidenten einen Teil ihres Stücks vortragen dürfen, ist schon etwas sehr Besonderes. „Die tun alle so gelassen, aber wir merken, die sind richtig stolz“, sagt Hetzer. Steinmeier geht es an diesem Frei- tag, an dem er auch bei der Deut- schen Stiftung Denkmalschutz zu ihrem 40-jährigen Bestehen zu Gast ist, um dieWertschätzung einer Ein- richtung der politischen Bildung. Das Institut, das nach dem langjäh- rigen Außenminister der Weimarer Republik, Gustav Stresemann, be- nannt ist, habe „in der politischen Landschaft einen guten Klang“. Der Präsident nennt es „ein Haus des überlegten Wortes und des ernst- haften Austauschs“. Angesichts von Anfeindungen und Ignoranz habe es die politische Bildung in der Bundesrepublik nie schwieriger als jetzt gehabt. Zu- gleich sei sie nie wichtiger gewesen als im Augenblick, fügt Steinmeier hinzu. Sie werde zwar nur in den sel- tensten Fällen Menschen, die falsch abgebogen seien, auf den richtigen Weg zurückholen,„aber sie kann die Resilienz der Demokraten stärken“. Schließlich sei für die Demokratie Haltung besonders wichtig: im Klassenraum, in Universitäten, im politischen Alltag und in den Insti- tutionen, so der Bundespräsident. Doch Steinmeier wird auch kon- kret. Im Zusammenhang mit der „Tiktokisierung“, wie er es nennt, spricht er von einer wabernden Debatte, welche Rolle das Smart- phone in den Schulen spielen und ob es in den Unterricht einbezogen werden soll. „Aber gilt das auch für Grundschulkinder, auch für zwölf-, 13-Jährige, wenn die Ablenkungs- möglichkeiten so groß sind, dass die Kernfächer deshalb möglicherweise vernachlässigt werden?“ Das Staats- oberhaupt spricht sich für eine Al- tersgrenze aus, nennt aber keine konkrete. Es sei aber auch klar: Bei den 15- bis 18-Jährigen komme es darauf an, IT und das Smartphone sinnvoll in den Unterricht zu integ- rieren. Wichtig sei, dass die Debatte im nächsten Jahr endlich zu einem Abschluss komme, schreibt er der Politik noch ins Stammbuch. Auch klar ist Steinmeiers Haltung zu einer sozialen Pflichtzeit für alle. Schon vor drei Jahren habe er diesen Vor- schlag gemacht, um mehr Begeg- nungsräume zwischen unterschied- lichen Gruppen in der Gesellschaft zu schaffen. Im Zusammenhang mit der Wehrdienst-Diskussion sieht er wieder Chancen dafür. „Die einen machen ihre Pflichtzeit bei der Bun- deswehr und die anderen in sozialen Einrichtungen“, sagt der Präsident. So könne womöglich auch die Frage nach derWehrgerechtigkeit eher ge- löst werden. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier würdigt die politische Bildung des Gustav- Stresemann-Instituts Der Bundespräsident im Gustav-Stresemann-Institut: GSI-Präsident Erik Bettermann mit Frank-Walter Steinmeier. FOTO: BENJAMIN WESTHOFFWEIHNACHTSMARKT Besuchen Sie gerne unsere Webseite www.bonn-city.de MIT VERKAUFSOFFENEM SONNTAG 30.11.2025 von 13.00 bis 18.00 Uhr WOHNEN NEU GEDACHT Wie gelingt zukunftsfähige Stadtplanung? 26.11.25 Der Zukunftstalk mit Gästen aus Wissenschaft und Gesellschaft: Maximilian Steverding, Stadtentwicklungsgesellschaft Bonn Prof. Dr.-Ing. Uwe Altrock, Universität Kassel Prof. Dr. Johanna Hoerning, Technische Universität Berlin Bundeskunsthalle, Bonn Helmut-Kohl-Allee 4 Beginn: 19 Uhr Tickets unter: Bonnticket.de Bernd-Blindow-Schulen Plittersdorfer Straße 48 | 53173 Bonn Die Apotheke braucht Dich! Werde auch Du Pharma- zeutisch-technische:r Assistent:in (PTA).* * schulgeldfrei Tag der offenen Tür: Sa. 29. 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Dezember 2025KONZERTE BONN Montagskonzert 1 - Dörfer und Boulevards: Mit Eva Maria Thiébaud (Flöte) u.a.; Werke von Ravel, Poulenc u.a.; Konzerteinführung um 19.10 Uhr, Kammermusiksaal Beethoven-Haus, Bonn- gasse 24 - 26, 19.30 Uhr Rudelsingen: Mitsingkonzert mit David Rau- terberg & Matthias Schneider, Pantheon, Beuel, Siegburger Str. 42, 19.30 Uhr REGION Weihanchts-Bastelspaß: Ab 6 Jahren, Stadt- bücherei Sankt Augustin, Markt 1, 15+16.30 Uhr EXTRAS BONN Bonner Weihnachtsmarkt: Münsterplatz, Bott- lerplatz, Friedensplatz, Innenstadt, 11 bis 21 Uhr Ein Weihnachtslied in Prosa: Charles Dickens gelesen von Hans-Jürgen Schatz, Contra-Kreis- Theater, Am Hof 3 - 5, 19.30 Uhr Film und Diskussion: Film „Amrum“ von Fatih Akin; anschl. Diskussion mit Clara-Maria Schell- hoss, Kinopolis, Bad Godesberg, Moltkestr. 7 - 9, 19 Uhr Namibia & Botswana: Live-Reportage mit Josef Niedermeier, Kinopolis, Bad Godesberg, Moltkestr. 7 - 9, 20 Uhr Mehr Termine: ga.de/terminkalender VERANSTALTUNGEN Stichproben aus Bonner Bioabfall BONN. Die Bonnorange nimmt vom 1. bis 12. Dezember in mehreren Bon- ner Stadtteilen Stichproben aus der regulären Bio- und Restabfallsamm- lung. Betroffen sind die Nordstadt, Holzlar, Friesdorf und Buschdorf. Ein beauftragtes Fachinstitut untersucht die Proben, um die Zusammenset- zung von Bioabfall und Hausmüll in verschiedenen Siedlungsstrukturen zu analysieren. Ziel ist es, Erkennt- nisse für eine bessere Abfalltrennung und zukünftige Entsorgungsstrate- gien zu gewinnen. gue Die Jagd nach Geschenken VON SOFIA GRILLO BONN. Den ruhigen, verschlafenen Sonntag in der Bonner Innenstadt sucht man an diesem Wochenen- de vergeblich. Nicht nur der Weih- nachtsmarkt spült ähnlich große Menschenmengen ins Zentrum wie sonst nur an einem Samstag, son- dern auch die Geschäfte, die am letzten verkaufsoffenen Sonntag in diesem Jahr zum Weihnachtsge- schenke-Shopping einladen. Aber werden Geschenke überhaupt noch vor Ort gekauft und wirkt sich die In- flation auf das Budget aus? Wie ger- ne mögen die Kunden die offenen Einkaufsstraßen am eigentlichen Ruhetag? Der GA hat sich umgehört. Nur wenige Minuten vor Laden- öffnung um 13 Uhr steht eine gro- ße Gruppe von Menschen vor dem Buchhandel Thalia am Marktplatz. Darunter auch Ursula und Michael, ein Ehepaar aus Witterschlick. Beide wollen nur ihren Vornamen nen- nen. Gleich wollen sie nach Büchern schauen, die später unter demWeih- nachtsbaum liegen sollen. „Bücher sind bei uns in der Familie ein großes Thema“, sagt Michael. Weihnachts- geschenke kaufen sie teils online, aber gerne auch noch vor Ort.„Dann kann man die Sachen anfassen. Und nebenher geht man noch eine Klei- nigkeit essen“, sagt Ursula. Die bei- den finden es gut, dass ab und zu die Geschäfte auch sonntags öffnen. Sie sind zwar seit kurzer Zeit in Rente, wissen aber noch aus ihrer Berufs- tätigkeit, dass unter der Woche und samstags nicht immer genug Zeit für einen gemütlichen Bummel bleibt. Der gleichen Meinung ist auch das Ehepaar Anne-Rose und Bernhard, das aus Troisdorf nach Bonn gekom- men ist. Eigentlich wollten sich die beiden Rentner nur mit Lebkuchen eindecken, nun schlendern sie aber doch ein wenig an den Schaufens- tern vorbei. Weihnachtsgeschenke suchen sie heute nicht. „Wir haben schon alles online gekauft. Die En- kel schicken den Wunsch per Inter- netlink und wir bestellen. Auf jeden Fall können Oma und Opa so nichts falsch machen“, sagt Anne-Rose. Es sei aber doch noch etwas ande- res, im Einzelhandel einzukaufen. „Kleidung holen wir nur in der Stadt. Die muss man anprobieren. Außer- dem wollen wir den Einzelhandel ja schon weiterhin unterstützen, sonst gibt es bald gar kein Geschäft mehr“, so Bernhard. Die beiden schätzen auch die Beratung – gerade in der Buchhandlung, wo bereits das ge- mütliche Stöbern ein Erlebnis an sich sei, das man online nicht be- komme. Der Wunschzettel der 26-jährigen Mareike aus Niederkassel ist auch noch zum Anfassen und nicht di- gital. Sie ist nach Bonn gekommen, um in den Geschäften nach Wün- schen zu schauen. Heute wird also nur gebummelt, geguckt, der Weih- nachtsmarkt besucht und ein Glüh- wein getrunken. Dass dies an einem Sonntag möglich ist, findet sie gut. „Das ist an einem solchen Sonntag entspannter als unter der Woche oder samstags“, sagt sie. Sie blickt auch entspannt auf ihr Budget für die Weihnachtsgeschenke, die sie ihrer Familie kaufen möchte – trotz Inflation und steigender Lebens- haltungskosten. „Wir haben uns oh- nehin immer nur Kleinigkeiten ge- schenkt, bei denen es mehr um die Geste als um den Preis geht“, erklärt sie. Von anderen Stadtbesuchern hört man aber auch, dass Inflation und steigende Kosten Thema beim Geschenke-Kauf sind. Viele sagen, dass zumindest die Überlegung da ist, weniger oder günstiger zu kau- fen, und einige berichten auch, dass sie das Budget etwas niedriger an- setzen und nun mehr auf Angebote schauen, wie etwa Black-Friday-Ra- batte. In Kauflaune sind heute Diana und Denise, die mit ihrer Mutter Elisabeth durch die Bonner Innen- stadt ziehen. Die drei sind gestern aus dem Westerwald angereist und verbringen das Wochenende in der Bundesstadt. Eigentlich wollten sie nur auf den Weihnachtsmarkt, waren dann vollkommen über- rascht davon, dass die Läden offen sind, stehen nun vor Douglas und riechen an Parfümproben. Da sich die Gelegenheit schon einmal er- geben hat, wollen sie auch nach Weihnachtsgeschenken Ausschau halten, sagen sie. Die drei geben zu, vieles kaufen sie nur noch online, aber zur Vorweihnachtszeit gehöre das Shoppen in der Innenstadt ein- fach dazu und deswegen wollen sie sich an diesem Sonntag auch selbst etwas kaufen – vielleicht Schuhe, vielleicht Kleidung, sich einfach mal was gönnen. Am letzten verkaufsoffenen Sonntag im Jahr sind die Einkaufsstraßen beinahe so voll wie samstags. Der GA mischt sich unter die Stadtbummler Die Innenstadt ist am verkaufsoffenen Sonntag ebenso voll wie an einem Samstag. FOTO: SOFIA GRILLO Geschenke- aktion Die RBRS ... für Kinder und Jugendliche aus unserer Region. Am 05.12.25 in Bonn am Marktplatz vor dem Alten Rathaus – von 10 bis 18 Uhr. Alle Infos unter: Anlage 1 - 5Seite 22 von 51 WEIHNACHTSMARKT Besuchen Sie gerne unsere Webseite www.bonn-city.de MIT VERKAUFSOFFENEM SONNTAG 30.11.2025 von 13.00 bis 18.00 Uhr Anlage 1 - 6Seite 23 von 51 Anlage 1 - 7Seite 24 von 51 42 STADTTEILE Donnerstag, 27. November 2025 Kölner Stadt-Anzeiger VON HANS-WILLI HERMANS Ehrenfeld. Die Nachricht von der Neueröffnung einer Drogenkon- takt- und Beratungsstelle an St. Pe- ter lässt zunächst an einen Zusam- menhang mit der aktuellen Situa- tion um die noch relativ neue Dro- gen- und Obdachlosenszene rund um St. Joseph an der Venloer Straße denken. Doch Inga Weber vom SKM stellte klar, dass dieser Gedanke kei- ne Rolle bei der Wahl des Standorts gespielt habe: „Das ist eine ganz an- dere Klientel an St. Joseph, da ist eher die Betreuung durch Streetwor- ker sinnvoll. Aber dafür haben wir keine Kapazitäten“, so die Leiterin der Einrichtung am Simarplatz 7 auf der Eröffnungsfeier. „Aber die Poli- zei verteilt da auch unsere Flyer, und die Leute können gern herkom- men.“ Derzeit verkehrt in der Kontakt- und Beratungsstelle „Vor Ort“ Eh- renfeld zumeist eine Stammklien- tel, die die Einrichtung noch von ihren früheren Räumlichkeiten in den Kellerräumen von St. Barbara kennen. Dort richtet das Bistum nun ein zentrales Archiv für die Kölner Kirchengemeinden ein, deshalb zog man in das leerstehende ehemalige Pfarrbüro von St. Peter um.„Lang er- sehnt“ sei der Umzug gewesen, sagt Weber, weil St. Barbara doch recht abgelegen sei, am Simarplatz sei die Einrichtung „sichtbarer“. Dr. Lud- wig Arentz vom Kirchenvorstand der katholischen Gemeinde beeilte sich zu versichern, dass das Gre- mium die Entscheidung über die Vermietung der Räume an „Vor Ort“ Ehrenfeld „einstimmig“ getroffen habe. Denn von der Idee einer Kon- takt- und Beratungsstelle für dro- genkranke Menschen waren die Neuehrenfelder Katholiken anfangs ganz und gar nicht begeistert. Initi- iert hatte der frühere Pfarrer an St. Peter, Franz-Heiner Schwirten, das Hilfsprojekt. „Als ich 1987 meine Stelle antrat, hatte ich viele Proble- me mit Drogenabhängigen, sie klopften ständig an meine Tür.“ Zu- sammen mit der damaligen Gemein- deschwester überlegte er, wie man den Suchtkranken helfen könnte, schließlich gründete Schwirten zu- sammen mit seinem damaligen evangelischen Kollegen Siegfried Kuttner einen Träger- und Förder- verein, der die Drogenkontaktstelle mit dem SKM aufbaute. Der SKM trug die Verantwortung für die in- haltliche Arbeit. Doch es war schwer, passende Räume zu finden. „Die Leute hatten Angst vor Zustän- den wie in der Innenstadt, sie woll- ten nicht, dass überall Spritzen he- rumliegen. Sie glaubten noch, sie lebten in einer heilen Welt“, erzählt Franz-Heiner Schwirten, der mitt- lerweile im Ruhestand ist. So brauchte man einen gewissen „Vor- lauf“, erst 1995 wurde ein geeigne- terRaumgefunden: einContainer in der Schönsteinstraße. Der musste 13 Jahre später dem Neubau des Ca- ritas-Seniorenzentrums weichen. 2008 ging es deshalb nach St. Barba- ra, dort stieß man bei den Anwoh- nern erneut auf große Skepsis: „Erst der Bezirkspolizist konnte sie eini- germaßen beruhigen.“ Die Diplom-Sozialpädagogin Car- men Dargel ist von Anfang an dabei und bestätigt, dass die „heile Welt“ schon vor 30 Jahren reine Fiktion war: „Zu uns kommen Obdachlose und Menschen ohne Pass, aber auch Mediziner oder Krankenschwes- tern, wir haben hier die ganze Viel- falt von Ehrenfeld.“ An drei Tagen in der Woche ist das Café als zwanglo- serTreffpunktgeöffnet,aberdiedrei festangestellten Mitarbeiterinnen mit zusammen 70 Wochenstunden beraten Suchtkranke auch an den anderen Tagen nach Terminabspra- che. Dann geht es beispielsweise um Schulden, Hilfe bei Problemen mit Behörden oder die Vermittlung von Therapie. Bei „Vor Ort“ kann man aber auch duschen oder seine Wä- sche waschen– ähnlich wie im„Gul- liver“ am Hauptbahnhof. Die Zielgruppe sind zunächst Menschen, die von illegalen Drogen abhängig sind - inklusive Cannabis, das derzeit einen Sonderstatus hat. Im Laufe der Zeit hat es sich aber als sinnvoll und notwendig erwiesen, auch die Angehörigen der direkt Be- troffenen in die Beratung einzube- ziehen. Ein großer Erfolg sei das An- gebot für Kinder von Drogenabhän- gigen, bei dem die Kleinen ohne Druck im Spiel von ihren Problemen erzählen können. „Etwa 80 Drogen- kranke und ihre Familien erreichen wir derzeit“, erzählte Carmen Dar- gel, „sie kommen teilweise aus Bo- cklemünd, Bickendorf und Bilder- stöckchen.“ Neues Konzept der Stadt Auch Jens Rösken, SKM-Vorstand im Bereich Sozialpolitik, war zur Er- öffnung gekommen und lobte in sei- nem Grußwort das neue Drogenhil- fekonzept der Stadt. Mit zusätzlich rund 17 Millionen Euro zu den bis- lang 3,5 Millionen jährlich, sollen unter anderem drei große Drogen- hilfezentren gebaut werden: in der Innenstadt, im Rechtsrheinischen und im Linksrheinischen. „Das ist auch dringend notwendig“, so Rös- ken. „Aber die dezentralen Bera- tungsstellen werden ihre Bedeu- tung ganz sicher behalten.“ Das Café in der Kontakt- und Beratungs- stelle, Simarplatz 7, ist dienstags von 12 bis 16 Uhr sowie mittwochs und don- nerstags von 12 bis 15 Uhr geöffnet. Die Termine von Beratungsgesprächen können telefonisch unter 0221/550 63 63 verabredet werden. Oder per Mail. suchthilfe-ehrenfeld@skm-koeln.de Longerich. „Verändert Kabarett die Welt?“ lautet das Thema am Diens- tag, 25. November, ab 19.30 Uhr beim Diskussionsabend im Rahmen der Reihe „Longericher Gespräche“ im Pfarrheim der Immanuelkirche, Paul-Humburg-Straße 7-11. Im Ge- denken an den Kabarettisten Hanns Dieter Hüsch, der im laufenden Jahr seinen 100. Geburtstag gefeiert hät- te, gibt es einen Abend mit Lesung, Musik und anschließendem Ge- spräch. Eintritt frei. (bes) Köln. Die städtischen Bezirkssport- anlagen sowie die vier größten be- ziehungsweise am stärksten fre- quentierten städtischen Sportanla- gen im Kölner Stadtgebiet werden sukzessive mit automatisierten ex- ternen Defibrillatoren (AED) ausge- stattet. Bei sportlicher Belastung besteht ein erhöhtes Risiko für plötzliche Herztode. Automatisier- te externe Defibrillatoren unter- stützen Ersthelfende im Falle eines plötzlichen Herzstillstandes dabei, sofort die lebensrettenden Maßnah- men einleiten zu können. Da sie spe- ziell für Laien konzipiert wurden, sind sie auch ohne Fachkenntnisse anwendbar. Neben den Bezirkssportanlagen werden somit künftig auch auf Großsportanlagen wie beispielswei- se dem Fühlinger See oder dem Sportpark Müngersdorf ebenso wie etwa auf der Tennisanlage im Stadt- wald oder der Sportanlage an den Poller Wiesen, Defibrillatoren zu finden sein. Die Installation der Ge- räte erfolgt an zentralen Stellen in den Gebäuden, die während der Sportbetriebszeiten nahezu durch- gängig erreichbar sind. Durch eine gut sichtbare Ausschilderung sind sie zudem im Notfall schnell auf- findbar. Die neun Sportanlagen mit AED nach Bezirken: Bezirk Innenstadt: Sportanlage Reitweg. Bezirk Ro- denkirchen: Jean-Löring-Sport- park, Sportanlage Sürther Feld. Be- zirk Lindenthal: Bezirkssportanlage Weiden, Sportpark Müngersdorf, Tennisanlage Stadtwald. Bezirk Eh- renfeld: Bezirkssportanlage Ever- hardstraße. Bezirk Nippes: Bezirks- sportanlage Scheibenstraße. Bezirk Chorweiler: Bezirkssportanlage Me- rianstraße, Sport- und Erholungs- anlage Fühlinger See. Bezirk Porz: Sportanlage Humboldtstraße, Sportanlage Poller Wiesen. Bezirk Kalk: Höhenberger Sportpark. Be- zirk Mülheim: Bezirkssportanlage Thuleweg. (red) Nippes. Letztmals im laufenden Jahr lädt die Baugruppen-Hausgemein- schaft „Wunschnachbarn“, Auf dem Stahlseil 7, am Freitag, 28. Novem- ber,zuihremRepair-Caféein.Geöff- net ist wiederum von 15 bis 17 Uhr. Wie immer können Gäste ihre defek- ten Elektro-Kleingeräte, Holz- gegenstände und Fahrräder mit- bringen; gemeinsam mit dem eh- renamtlichen Werkstatt-Team wird eine Reparatur versucht. Wartezeiten lassen sich im Café im Erdgeschoss bei Kaffee und Ku- chen überbrücken. Reparaturen an Computern, Handys, Flachbild- schirmen, Mikrowellen und anderen komplexen elektronischen Geräten sind leider nicht möglich, ebenso gibt es keine Nähmaschinen-In- standsetzung mehr. Maximal zwei Teile pro Haushalt können mitgebracht werden. Das Angebot ist kostenfrei, Spenden sind allerdings möglich. Diese flie- ßen in den Betrieb der Werkstatt und in ein unterstütztes Werkstattpro- jekt auf Madagaskar oder ein ande- res soziales Projekt in Köln. Das nächste Café ist für Ende Januar 2026 geplant. (bes) www.wunschnachbarn.de/werkstatt Ehrenfeld.. „Kölle kommt zu dir“ heißt die Veranstaltung, zu der die Seniorenvertretung Ehrenfeld für Donnerstag, 27. November, um 15 Uhr ins Johanniter-Stift Ehrenfeld, Mechternstraße 28, einlädt. Beim „Stadtrundgang im Sitzen“ erklingt der „Dicke Pitter“, man schaut sich die Hüs“cher om Aldermaat an, die engen Gassen der Altstadt und Vater Rhein. Dazu gibt's Geschichten us dem Fastelovend, von fleißigen Heinzel- männchen und dem verliebten Jan von Werth sowie kölsche Lieder von WilliOstermannbiszudenBläckFö- öss. Der Eintritt zu dem Rundgang ist frei. (hwh) Mauenheim. Zum Adventsmarkt in seinen neuen, 2024 eröffneten Räu- men an der Bergstraße 36 in Mau- enheim lädt am Sonntag, 30. Novem- ber, das Team des Kölner Geburts- hauses ein. Beginn ist um 16 Uhr. Es warten kleine Geschenkartikel und Leckereien, auch der Nikolaus kommt an dem Nachmittag vorbei. Eintritt frei. (bes) Ab sofort „besser sichtbar“: Doris Baraczan, Heike Schnorrenberg, Inga Weber und Carmen Dargel (v.l.) sind mit ihrer Beratungsstelle kürzlich an den Simarplatz umgezogen. Foto: Hans-Willi Hermans Inga Weber, Leiterin Drogenkontaktstelle Das ist eine ganz andere Klientel an St. Joseph, da ist eher die Betreuung durch Streetworker sinnvoll Drogenhilfezentrum am Simarplatz Sozialdienst Katholischer Männer zieht in ehemaliges Pfarrbüro von St. Peter Lesung und Musik in Pfarrheim Sportanlagen mit Defibrillatoren ausgestattet Nachbarn helfen beim Reparieren Senioren machen „Stadtrundgang im Sitzen“ NOTIERT www.sielmann-stiftung.de/testament Was bleibt? Mein Erbe. Für unsere Natur. Helfen auch Sie mit, den Verlust der Artenvielfalt zu stoppen, bedrohte Tierarten und ihre Rückzugsgebiete zu schützen, um sie für nachfolgende Generationen erlebbar zu machen. Geben Sie eigene Werte weiter: mit einem Testament zu Gunsten der Arbeit der gemeinnützigen Heinz Sielmann Stiftung. Wir fördern Natur- und Umweltschutz sowie das Naturerleben – auch für Kinder. Deshalb setzt sich die Stiftung, ganz im Sinne ihres Gründer- paares (dem legendären Tierlmer Heinz Sielmann und seiner Frau Inge Sielmann), mit viel Leidenschaft und aller Kraft für die Vielfalt der Natur und ihrer Erhaltung ein. Ein kostenfreier Ratgeber zum Thema Testament und Engagement liegt für Sie bereit. Wir beantworten Ihre Fragen und beraten Sie gerne unter 05527 914 419 Foto: © Adobe Stock/WildMedia WEIHNACHTSMARKT Besuchen Sie gerne unsere Webseite www.bonn-city.de MIT VERKAUFSOFFENEM SONNTAG 30.11.2025 von 13.00 bis 18.00 Uhr 22.02.2026 KÖLN THEATER AM TANZBRUNNEN // 20:00 UHR TICKETS: eventim Vorverkaufsstellen, alle örtlichen Vorverkaufsstellen Die erfolgreichste Musicalgala mit den Starsolisten der Musicalszene Anlage 1 - 8Seite 25 von 51 Kölner Stadt-Anzeiger Samstag, 29. November 2025 27RHEIN-SIEG VON CORDULA ORPHAL Neunkirchen-Seelscheid. Viel Bewe- gung gab es auf dem Bildungscam- pus der Gemeinde Neunkirchen- Seelscheid oberhalb des Rathauses. Nach dem Neubau von Mehrzweck- halle und Einfeldsporthalle sowie der Umgestaltung des Schulhofs wird eine alte Halle abgerissen. Da- für müssen ab der kommenden Wo- che Zuwege gesperrt werden. Bis Jahresende sollten die Arbeiten ab- geschlossen sein, teilt die Verwal- tung mit. Das hänge aber von der Witterung ab. Sprich: Winterliches Wetter könnte zu Verzögerungen führen. Für die Dauer der Arbeiten wird die gesamte Baustelle durch einen Bauzaun abgesperrt. Dies führt zu folgenden Einschränkungen: Die Feuerwehrzufahrt über die Rathaus- straße in Richtung Kindergarten kann während der Bauzeit nicht ge- nutzt werden. Die Zuwegung und Zufahrt in der Rathausstraße ist bis voraussichtlich Jahresende voll- ständig gesperrt. Das Baustellenlager wird auf einem Teil des Schulhofes der Grundschule eingerichtet. Der di- rekte Weg zum Haupteingang der Mehrzweckhalle über den Schulhof der Gesamtschule und die Rathaus- straße steht nicht zur Verfügung. Besucherinnen und Besucher der Mehrzweckhalle werden gebeten, während der Bauphase den Weg über den Schulhof der Grundschule sowie zwischen dem Neubau der Einfachsporthalle und der Mehr- zweckhalle über die neue Zufahrt zu nutzen. Jeder erforderliche Schutz wird laut Gemeinde während der Abriss- arbeiten sichergestellt. Die beauf- tragte Firma sei „verpflichtet, not- wendige Teilsperrungen frühzeitig mitzuteilen und die dafür erforder- lichen Genehmigungen einzuho- len“. Troisdorf. Einen neuen Vorstand ha- ben die Mitglieder von Bündnis 90/Die Grünen in Troisdorf gewählt. Dabei wurden Nada Catic und Felix Schiller zu Vorsitzenden gewählt, politischer Geschäftsführer ist Se- bastian Krauß, der auch in der Grü- nen Jugend aktiv ist. Stefanie Schreiber übernimmt das Amt der Schatzmeisterin, Beisitzerinnen sind Martina Janssen und Bettina Bellinghaus. In gleicher Funktion wird Alexander Haubrichs dem Vor- stand angehören. Nada Catic ist das einzige Mitglied des bisherigen Vor- stands, das auch in der neuen Füh- rungsriege vertreten ist. Erkan Zor- lu, Heinz Moll, Florian Zimmer- mann, Ulrike Tesch, Saniye Akbas und Andreas Baader, die ausge- schieden sind, wurden mit Dank ver- abschiedet. (dk) Siegburg. Um das„geheime Innenle- ben der Elektrogeräte“ geht es bei einer Aktion der Umweltberatung Siegburg zur Europäischen Woche der Abfallvermeidung. Wie viele wertvolle Rohstoffe in Elektrogerä- ten stecken, ist Gegenstand der Aus- stellung „Alles andere als Schrott! Unsichtbare Ressourcen in Elektro- geräten“ vom 2. bis 12 Dezember in der Stadtbibliothek Siegburg. The- ma ist auch der sogenannte ökologi- sche Rucksack, der den gesamten Materialbedarf eines Produktes über seinen Lebenszyklus hinweg enthält, von der Herstellung bis zur Entsorgung. Am 4. und 11. Dezem- ber jeweils von 10 bis 12 Uhr können Besucher am Aktionsstand ihr Wis- sen rund um den Ressourcen-Ruck- sack testen. Zudem gibt es eine Ent- scheidungshilfe zum Reparieren. Denn allzu häufig lägen defekte Ge- räte in der Schublade, obwohl sie mit geringem Aufwand wieder zum Lau- fen gebracht werden könnten. (ah) wochederabfallvermeidung.de VON DIETER KRANTZ Siegburg. Der Abriss der alten Schule im Haufeld verzögert sich weiter: Wie die Siegburger Stadtverwaltung am Freitag mitteilte, liegt das nach wie vor am Streit um das Vergabe- verfahren. Ein bei der EU-weiten Ausschreibung unterlegener Bieter hatte bei der Vergabekammer Rheinland eine Nachprüfung des Ausschreibungsergebnisses veran- lasst. Die Kammer habe den Siegburger Stadtbetrieben nach sieben Mona- ten „in diesem Verfahren in allen Punkten Recht gegeben“, teilt die Stadt Siegburg mit. Allerdings habe der unterlegene Bieter von seinem Einspruchsrecht Gebrauch gemacht und beim Oberlandesgericht Düs- seldorf Beschwerde gegen die Ent- scheidung der Kammer eingelegt. Über die Beschwerde werde wohl nicht vor August 2026 entschieden, teilte Stadtbetriebevorstand André Kuchheuser in einem Brief an die Anwohnerschaft mit. Fast 50 Jahre lang lief im Haufeld der Schulbetrieb der Hauptschule Innere Stadt; im Juni 2012 war damit Schluss. Vereine und Initiativen, zeitweilig auch Geflüchtete waren dort untergebracht. In Zukunft soll auf der Fläche eine Wohnbebauung entstehen, als Teil des Masterplans Haufeld. Der Abriss der Schule werde, ein- mal begonnen, wohl ein Dreiviertel- jahr dauern, hatte im Mai der städti- sche Projektsteuerer Kaj Jensen an- gekündigt. Etwa eine Million Euro werde das kosten. VON KARSTEN BRANDT Rhein-Sieg-Kreis. Zum ersten Mal gibt es eine detaillierte Analyse der sogenannten Globalstrahlung für den östlichen Rhein-Sieg-Kreis. Be- rücksichtigt wurden die Messstatio- nen in Troisdorf-Rotter See und Sankt Augustin. Die Monatswerte zeigen den starken Anstieg der Son- neneinstrahlung im Frühling. Die Messdaten liefern ein genaues Bild der gesamten solaren Leistung im östlichen Rhein-Sieg-Kreis. Die Auswertung zeigt deutlich: In die- sem Jahr erreichten die Monate März, April, Mai und Juni außerge- wöhnlich hohe Summen der Global- strahlung von bis zu 180 Kilowatt- stunden. Unter Globalstrahlung wird die gesamte Strahlungsenergie der Sonne verstanden, die auf einen Quadratmeter horizontaler Fläche trifft. Dabei geht es um direkte Son- neneinstrahlung und diffuse Hellig- keit von Wolken. Die Messwerte können sehr gut als Orientierung dienen, etwa für Besitzerinnen und Besitzer von Balkonkraftwerken oder Photovoltaikanlagen auf dem Hausdach. Klarer Trend über das Jahr Im Gegensatz dazu wird die häufig genannte meteorologische Sonnen- scheindauer nur registriert, wenn eine bestimmte Strahlungsstärke (120 Watt pro Quadratmeter) über- schritten wird. Deshalb wirkt es für uns Menschen oft so, als gäbe es mehr Sonnenstunden, als tatsäch- lich meteorologisch gemessen wer- den. Daher ist die Globalstrahlung für Energiefragen der deutlich aus- sagekräftigere Wert. Die Daten zeigen einen klaren Trend: Die Globalstrahlung im Rhein-Sieg-Kreis nimmt seit Jahren zu. Während der durchschnittliche Jahreswert zwischen 1981 und 2010 noch bei circa 1000 Kilowattstunden pro Quadratmeter lag, erreicht er in- zwischen fast 1100 Kilowattstunden pro Quadratmeter. Im östlichen Kreisgebiet fällt der Wert geringfü- gig niedriger aus, insgesamt liegen die Zahlen der vergangenen Jahre je- doch auf einem sehr hohen Niveau. Für das laufende Jahr können wir sogar einen Rekordwert von rund 1200 Kilowattstunden pro Quadrat- meter erwarten. Das Jahr 2025 war damit außergewöhnlich sonnig – und entsprechend ertragreich für Besitzerinnen und Besitzer von So- laranlagen. Die höchste Global- strahlung gab es mit knapp 180 Kilo- wattstunden im Monat Juni. Mai und Juli liegen mit etwas über 160 Kilowattstunden nur knapp da- runter. Auch April und August blei- ben noch bei über 140 Kilowattstun- den in der Monatssumme. Rapide weniger wird es erst mit den Mona- ten März und September, obwohl auch hier noch jeweils 100 Kilowatt- stunden erreicht werden. Am we- nigsten Sonneneinstrahlung gab es im Januar, Februar, Oktober und No- vember. Aber auch ein schwächerer Herbst wirkt sich kaum auf das Ge- samtergebnis aus, denn die sonnen- armen Monate tragen nur einen ge- ringen Anteil zur Jahresbilanz bei. Deutlich wird das zum Beispiel an den Tageswerten im November 2025. Hier schlägt an den meisten Tagen die Globalstrahlung nur mit geringen Werten von 0,2 bis höchs- tens 1,7 Kilowattstunden zu Buche. Für diesen Samstag, 29. Novem- ber, ist mit vier bis fünf Stunden spürbarem Sonnenschein zu rech- nen– ein guter Wert für diese Jahres- zeit. Solaranlagen können dabei nochmals Erträge von mehr als einer bis zu 1,5 Kilowattstunden pro Quadratmeter erzielen. Insgesamt bleibt die Sonnenausbeute im No- vember und Dezember jedoch saiso- nal bedingt niedrig. Die alte Einfachsporthalle auf dem Bildungscampus Neunkirchen wird bis En- de des Jahres abgerissen. Foto: Quentin Bröhl Besitzer von Solaranlagen können mit einem höheren Ertrag rechnen. Symbolfoto: dpa Sensor zur Messung der Global- strahlung. Foto: Donnerwetter.de Sperrungen für Hallenabriss Sporthalle soll bis Jahresende verschwinden – Weg über Schulhof steht nicht zur VerfügungWechsel im Vorstand der Grünen Aktionen zur Woche der Abfallvermeidung Abriss der Haufeld-Schule verzögert sich Ursache ist ein Rechtsstreit mit dem unterlegenen Bieter Ein sonniges Jahr für Solaranlagen Die Globalstrahlung hat im Rhein-Sieg-Kreis deutlich zugenommen – Wert bestimmt Energie des Sonnenlichts WEIHNACHTSMARKT Besuchen Sie gerne unsere Webseite www.bonn-city.de MIT VERKAUFSOFFENEM SONNTAG 30.11.2025 von 13.00 bis 18.00 Uhr Anlage 1 - 9Seite 26 von 51 Seite 1 von 1 Pressemitteilung Mach hoch die Tür: Festlicher Einkaufsbummel am verkaufsoffenen Sonntag, 30. November 2025 Bonn lädt ein: Unter dem stimmungsvollen Motto „Mach hoch die Tür“ findet am Sonntag, dem 30. November 2025, der letzte verkaufsoffene Sonntag des Jahres statt. Von 13:00 bis 18:00 Uhr öffnen zahlreiche Geschäfte in der Bonner Innenstadt ihre Türen und bieten ein entspanntes Shopping-Erlebnis in weihnachtlicher Atmosphäre. Einkaufen in festlicher Kulisse Dieser besondere Sonntag ist die ideale Gelegenheit für Bonner Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste der Stadt, in Ruhe durch die vielfältigen Angebote der teilnehmenden Geschäfte zu stöbern. Ob auf der Suche nach dem perfekten Geschenk für Ihre Liebsten oder einer kleinen Freude für sich selbst – hier wird jeder fündig. Weihnachtsmarkt und Lichterglanz Ein Highlight für viele Besucher: Der Bonner Weihnachtsmarkt hat ebenfalls geöffnet und lädt mit über 160 liebevoll gestalteten Ständen zu einer Pause oder einem genussvollen Ausklang des Einkaufstages ein. Das nochmals erweiterte Angebot reicht von kunsthandwerklichen Schätzen über kulinarische Köstlichkeiten bis hin zu wärmende Getränke, die Sie in der wohligen Atmosphäre des schönsten Weihnachtsmarkts im Rheinland genießen können. Weihnachtsstimmung, wie sie sein sollte Auch in diesem Jahr hat der city-marketing bonn e.V. alles darangesetzt, die Bonner Innenstadt in eine glanzvolle Weihnachtswelt zu verwandeln. Die Straßen erstrahlen in einer atmosphärischen Weihnachtsbeleuchtung, die für eine zauberhafte Stimmung sorgen. Funkelnde Lichter und einladende Dekorationen schaffen den perfekten Rahmen für einen entspannten und genussreichen Tag fernab von Stress und Hektik. Verpassen Sie nicht die Gelegenheit, die weihnachtliche Atmosphäre der Bonner Innenstadt in vollen Zügen zu genießen. Ob Shopping, Schlemmen oder einfach Flanieren – am 30. November erwartet Sie ein unvergessliches Erlebnis. Weitere Informationen und Tipps finden Sie unter www.bonn-city.de. Zur Veröffentlichung ab sofort. Kontaktdaten: city-marketing bonn e.V. Maike Reinhardt Geschäftsführung Postfach 75 87 53075 Bonn Weitere Neuigkeiten rund um city-marketing bonn e.V. und die Bonner Innenstadt finden Sie im Internet unter www.bonn-city.de Anlage 2Seite 27 von 51 . 43 $ 3' + 79 30 Anlage 3Seite 28 von 51 Anlage 4Seite 29 von 51 Anlage 5Seite 30 von 51 Anlage 6Seite 31 von 51 1 EHV BN-RS-EU | Adalbert von der Osten Von: Gesendet: Freitag, 28. April 2017 12:27 An: Cc: Betreff: Berechnung der Verkaufsfläche in der Bonner Innenstadt Sehr geehrte sehr geehrte Ihrer Bitte um Berechnung der Verkaufsfläche in der Bonner Innenstadt komme ich gerne nach. Die räumliche Abgrenzung des Bereiches ergibt sich in Analogie zur Gestaltungs- und Werbesatzung der Stadt Bonn für die Innenstadt: Acherstraße 1 – 30, Am Hauptbahnhof 1 – 8, Am Hof 1 – 36, Am Neutor 1 – 8, An der Schlosskirche 1 – 4, Belderberg 2 – 32, Berliner Freiheit 21, 36, 36A, Bertha-von-Suttner-Platz 1 - 25, Bischofsplatz 1-4, Bonngasse 1 – 30, Bottlerplatz 1 – 12, Budapester Straße 1 – 23, Brüdergasse 1 – 31, Cassiusgraben, Dreieck 1 – 20, Florentiusgraben 1 – 60, Franziskanerstraße 1 - 16, Friedensplatz 1 – 16, Friedrichstraße 1 – 64, Fürstenstraße 1 – 8, Gangolfstraße 2 – 15, Gerhard-von-Are-Straße 1 – 8, Giergasse 2, In der Sürst 1 – 10, Kaiserplatz 1 - 22, Kasernenstraße 1 – 7b, 22 - 32, Kesselgasse 1 – 5, Markt 1 – 42, Marktbrücke 1 – 4, Martinsplatz 1 – 9, Mauspfad 2 – 10, Maximilianstraße 1 – 46, Mühlheimer Platz 1, Münsterplatz 1 – 30, Münsterstraße 1 – 20, Noeggerathstraße 1, Oxfordstraße 1 - 24, Poststraße 1 - 36, Rathausgasse 5 – 38, Remigiusstraße 1 – 20, Remigiusplatz 1 – 6, Rheingasse 2, Sternstraße 1 – 100, Sterntorbrücke 1 – 17, Stockenstrasse 1 – 19, Thomas-Mann-Straße 1 – 64, Vivatsgasse 1 – 14, Wenzelgasse 1 – 44, Wesselstraße 1 – 16, Wilhelmstraße 1 – 23, Windeckstraße 1 – 7. Anlage 7 (Seite 1)Seite 32 von 51 2 In diesem so abgegrenzten Bereich befindet sich derzeit eine aufsummierte „reine“ Verkaufsfläche von 132.000 qm. Darin sind also NICHT enthalten bspw. Gaststätten, Spielsalons, Reisebüros, Handwerk (z.B. Bäcker, Friseure) etc. Die Datengrundlage für die Berechnung ist die kontinuierlich fortgeschriebene Datenbank, welche die Grundlage zur Erstellung des Bonner Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes bildete. Der Verlust von Einzelhandelsflächen durch den Abriss der Südüberbauung sowie der Umbau des ehem. Butlers (Einzelhandel) zur Postbank (Finanzdienstleitungen) sind bereits berücksichtigt. Mit freundlichen Grüßen Arnulf Marquardt-Kuron Anlage 7 (Seite 2)Seite 33 von 51 3 Bleiben Sie mit dem mehrmals in der Woche erscheinenden Newsletter 'BonnLive online' auf dem Laufenden. Informationen aus dem Rathaus, Veranstaltungstipps und aktuelle Nachrichten jetzt im Abo, kostenlos unter www.bonn.de Recyclingpapierfreundlichste Stadt Deutschlands 2010 bis 2016. Bitte prüfen Sie, ob diese Mail wirklich ausgedruckt werden muss. Internet www.bonn.de Anlage 7 (Seite 3)Seite 34 von 51 Name Flurstück Quardratmeter Acherstraße 1263 685 Bonngasse 350 1884 Bottlerplatz 1611 2637 Brüdergasse 329 2035 Dreieck 1261 744 Friedensplatz 1684 3288 Friedensplatz 2 1756 660 Friedensplatz 3 1685 568 Friedrichstraße 360 1174 Friedrichstraße 2 244 747 Friedrichstraße 3 1815 1882 Fürstenstraße 1267 726 Gangolfstraße 1508 1262 In der Sürst 1500 1146 Markt 351 5539 Marktbrücke 272 + 1291 298 Martinsplatz 1527 3299 Münsterplatz 1260 + 1737 10237 Poststraße 1757 2317 Remigiusplatz 1266 + 1321 1607 Remigiusstraße 1265 1516 Sternstraße 1339 2182 Sternstraße 2 1755 1503 Vivatsgasse 1720 2321 Wenzelgasse 361 759 Name Flurstück Quardratmeter Am Hof 1268 3397 Am Neutor 1514 579 Bischofsplatz 355 1996 Budapester Straße 1492 + 1530 + 1755 3164 Kaiserplatz 346 4879 Kasernenstraße 1 1723 720 Kasernenstraße 2 226 492 Mauspfad 1304 556 Maximilianstraße 1727 1258 Maximilianstraße 2 943 6568 Rathausgasse 250 2221 Sterntorbrücke 1474 794 Stockenstraße 354 1298 Thomans-Mann-Straße 115 + 1035 + 1682 7171 Wesselstraße 1513 1103 Wilhekmstraße 2 237 251 Wilhelmstraße 236 294 Veranstaltungsflächen Erstellt von: Angaben beruhen auf Basis der ALK - Liegenschaftskarte DKKM 500 - Copyright Bundesstadt Bonn 2017 Zuwegungsflächen Anlage 8Seite 35 von 51 Öffnung der Einzelhändler (Mitglieder CM) 01.10.2017 (BonnFest 2017) Firma 1 Firma 2 Straße Nr PLZ Ort geschlossen Anteil in % AppelrathCüpper Bonn Postraße 26 53111 Bonn Einzelhandel Bonner Goldschmiede Markus Ebeling Münsterstr. 19 53111 Bonn Einzelhandel Briefmarkenhandlung Jansen Sven Klauke Friedrichstraße 23 53111 Bonn Einzelhandel BüroConcept&RaumDesign Brüdergasse 31 53111 Bonn Einzelhandel 1 Dancker der Optiker Ludwig Giesecke-Dancker Sternstraße 24 53111 Bonn Einzelhandel Der kleine Laden Budapester Str. 5 53111 Bonn Einzelhandel Parfümerie Douglas Deutschland GmbH Sternstraße 54 53111 Bonn Einzelhandel Feldmann-Optic Inh.G.Jonen Wenzelgasse 16 53111 Bonn Einzelhandel Fielmann AG & Co. OHG Markt 34 53111 Bonn Einzelhandel Galeria Kaufhof GmbH Filiale Bonn AWIN 001000210000 51141 Köln Einzelhandel Juwelier Oliver Hoffmann e.K. Sternstraße 42 53111 Bonn Einzelhandel Karstadt Warenhaus GmbH Karstadt Bonn Poststraße 23 53111 Bonn Einzelhandel Thomas Kersting GmbH Sternstraße 38 53111 Bonn Einzelhandel Köttgen Hörakustik GmbH & Co. KG Rathausgasse 18 53113 Bonn Einzelhandel 1 Wilhelm Kröber GmbH & Co. KG Sternstraße 73 53111 Bonn Einzelhandel Reisebüro Langer Sylvia Pütz Berliner Platz 2 53111 Bonn Einzelhandel 1 Leo's Jeans Handels GmbH Otto-Hahn-Str. 25 35510 Butzbach Einzelhandel Liebenswert GBR Bottlerplatz 8 53111 Bonn Einzelhandel 1 Löwen Apotheke Markt 35 53111 Bonn Einzelhandel Münster-Apotheke Dr. Alexandra Raasch Münsterplatz 22 53111 Bonn Einzelhandel OLYMP Stores GmbH & Co. KG Fil. 138 OLYMP Bonn Höpfigheimer Straße 19 74321 Bietigheim-BissingEinzelhandel Optic Himmrich Am Dreieck 8 53111 Bonn Einzelhandel Robert Ley Postfach 1182 53861 Euskirchen Einzelhandel Sanitätshaus Büchner GmbH Bonngasse 2 53111 Bonn Einzelhandel 1 M. Richarz KG In der Sürst 9 53111 Bonn Einzelhandel H. Schwaeppe GmbH Sternstraße 29 53111 Bonn Einzelhandel Shirtland Broich & Bergweiler GbR Bonngasse 19 53111 Bonn Einzelhandel 1 SinnLeffers GmbH Batheyer Str. 115 58099 Hagen Einzelhandel Sportpartner Bonn Wenzelgasse 25 53111 Bonn Einzelhandel Stadtbrotbäcker Rott Stiftsplatz 4 53111 Bonn Einzelhandel Telekom Shop Vertiebsgesellschaft mbH Landgrabenweg 147, Bonn c/o Postfach 4005 147 49030 Osnabrück Einzelhandel Thalia Universiätsbuchhandung GmbH Im Metropol Markt 24 53111 Bonn Einzelhandel The Body Shop Germany GmbH Georg-Glock-Straße 18 40474 Düsseldorf Einzelhandel TUI Reise Center Wesselstraße 10 53113 Bonn Einzelhandel 1 Uhren Toussaint GmbH & Co.KG Sternstraße 68 53111 Bonn Einzelhandel Vitakustik (HGV Hörgeräte Vertrieb GmbH) Ungerstraße 175 80805 München Einzelhandel 1 Wilhelm Vollmar Sternstraße GmbH Parfümerei & Lingerie Vollmar Sternstraße 64 53111 Bonn Einzelhandel Wilhelm van Dorp KG Christina van Dorp Münsterplatz 25 53111 Bonn Einzelhandel Wunderbar Friedrichstraße 33 53111 Bonn Einzelhandel Schuhhaus Landgraf GmbH Königswinter Straße 29 53227 Bonn Einzelhandel 40 8 20,0 Mitglieder CM (keine Einzelhändler) Anlage 9 (Seite 1)Seite 36 von 51 ADTV Tanzschule Lephene Herbst Belderberg 24 53113 Bonn AgrarKonzept GmbH Dr.Christoph Dornbusch Herzstr. 9 50859 Köln Allianz Generalagentur Norbert Streng Giergasse 2 53113 Bonn Assekuras Versicherungsmakler Hans Hundenborn Servatiusstraße 8 53129 Bonn Backwerk Bonn Fred Pendelin e.K. Poststraße 21 53111 Bonn Gaststättenbetriebe Baumhauer Gottfried Baumhauer c/o Cartoon Kasernenstraße 16 53111 Bonn Beethoven-Haus Vertriebsgesellschaft m.b.H Geschäftsführung Bonngasse 18 53111 Bonn Beethoven Hotel
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 19:57 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de