261403 · Große Anfrage
Große Anfrage der Ratsgruppe BSW/SBI: Stand der Haushaltskonsolidierung, Umsetzung bisheriger Konsolidierungsmaßnahmen und Einführung des Zero-Based Budgeting (ZBB) im Rahmen der Doppelhaushaltsplanung (2027/2028) der Bundesstadt Bonn
Kerndaten
- Nummer
- 261403
- Art
- Große Anfrage
- Veröffentlicht
- 23.07.2026
- Letzte Änderung
- 23.10.2026
Orte
- Stadthaus Hauptort
- Bonn
Beratungsfolge
- Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe Kenntnisnahme
- Sitzung noch nicht verknüpft Kenntnisnahme
Dateien
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Große Anfrage öffentlich 261403 Fragesteller/in: BSW/SBI-Gruppe im Rat der Stadt Bonn Hanno von Raußendorf Moussa Acharki Mouad Malk Christwart Conrad 23.07.2026 Große Anfrage der Ratsgruppe BSW/SBI: Stand der Haushaltskonsolidierung, Umsetzung bisheriger Konsolidierungsmaßnahmen und Einführung des Zero-Based Budgeting (ZBB) im Rahmen der Doppelhaushaltsplanung (2027/2028) der Bundesstadt Bonn Beratungsfolge Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Vergabe 09.09.2026 Kenntnisnahme Rat 24.09.2026 Kenntnisnahme Fragestellung Vor dem Hintergrund des angekündigten umfassenden haushälterischen Konsolidierungskurses und des in diesem Kontext eingeführten Verfahren des Zero-Based Budgeting bittet die Ratsgruppe BSW/SBI der Bundesstadt Bonn die Verwaltung mit Blick auf die Planung des Doppelhaushalts 2027/2028 um Beantwortung folgender Fragen: I. Bisherige Konsolidierungsmaßnahmen: 1. Welche Konsolidierungsmaßnahmen wurden seit der Verabschiedung des Haushalts 2025/2027 beschlossen und umgesetzt? 2. Welche Einsparvolumen wurden für die jeweiligen Maßnahmen ursprünglich geplant? 3. Welche tatsächlichen Einsparungen konnten bislang erzieltSeite 1 von 7 Seite 2 werden? 4. Welche Maßnahmen befinden sich derzeit noch in der Umsetzung? 5. Welche beschlossenen Maßnahmen wurden bislang nicht umgesetzt und aus welchen Gründen? 6. Welche Maßnahmen haben die erwarteten Einsparziele nicht erreicht oder nur teilweise erfüllt? 6a. Die Verwaltung wird gebeten, sämtliche Konsolidierungsmaßnahmen tabellarisch darzustellen und hierbei mindestens folgende Angaben aufzunehmen: • Maßnahme • geplanter Beginn • geplantes Einsparvolumen • bisher tatsächlich erzieltes Einsparvolumen • Abweichung • aktueller Umsetzungsstand • verantwortliches Dezernat II. Bewertung der Wirksamkeit: 7. Nach welchen Kriterien bewertet die Verwaltung die Wirksamkeit einzelner Konsolidierungsmaßnahmen? 8. Welche Kennzahlen werden hierbei herangezogen? 9. Welche Maßnahmen bewertet die Verwaltung bislang als besonders erfolgreich?Seite 2 von 7 Seite 3 10. Bei welchen Maßnahmen sieht die Verwaltung Nachsteuerungsbedarf? 11. Welche Auswirkungen hatten die bisherigen Konsolidierungsmaßnahmen auf die Leistungsfähigkeit der Verwaltung sowie auf Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und freiwillige Leistungen? 12. Welche Aufgaben wurden im Rahmen der Aufgabenkritik bislang vollständig überprüft? 13. Welche Aufgaben sollen künftig reduziert, eingestellt oder organisatorisch verändert werden? 14. Welche freiwilligen Leistungen sind hiervon betroffen oder werden derzeit geprüft? 15. Welche gesetzlichen Pflichtaufgaben wurden ebenfalls untersucht und mit welchem Ergebnis? III. Zero-Based Budgeting (ZBB): 16. Nach welcher Methodik erfolgt die Bewertung der einzelnen Produkte und Aufgaben im Rahmen des Zero-Based Budgeting? 17. Nach welchen Kriterien entscheidet die Verwaltung, ob Aufgaben reduziert, eingestellt oder fortgeführt werden? 18. Welche finanziellen und personellen Kosten entstehen durch die Einführung des Zero-Based Budgeting? 19. Welche externen Beratungsunternehmen oder Sachverständigen wurden hierfür beauftragt?Seite 3 von 7 Seite 4 20. Welche Gesamtkosten sind hierfür bislang entstanden? 21. Wie ist der aktuelle Umsetzungsstand des Zero-Based- Budgeting-Verfahrens? 22. Welche Produktbereiche werden vollständig nach dem ZBB- Verfahren überprüft? 23. Welche Produktbereiche wurden hiervon ausgenommen und aus welchen Gründen? 24. Welche konkreten Konsolidierungs- bzw. Einsparpotenziale wurden bislang durch das ZBB-Verfahren identifiziert? 25. Wie werden die Ergebnisse der Aufgabenkritik in die Haushaltsplanung 2027/2028 einbezogen? 26. Welche organisatorischen oder personellen Herausforderungen ergeben sich bei der Einführung des ZBB-Verfahrens? IV. Personal 27. Welche Auswirkungen erwartet die Verwaltung auf: den Personalbestand, • Stellenabbau, • Stellenvakanzen, • Arbeitsverdichtung, • Krankenstand sowie • die Leistungsfähigkeit der Verwaltung?Seite 4 von 7 Seite 5 V. Aktuelle Haushaltsentwicklung / Großprojekte 28. Die Verwaltung hat erklärt, dass allein im Haushaltsjahr 2027 Einsparungen im dreistelligen Millionenbereich erforderlich seien. Welches konkrete Einsparziel wird derzeit verfolgt? 29. Welche konkreten Einsparbeiträge sollen die einzelnen Dezernate leisten? 30. Welche Großprojekte befinden sich derzeit auf dem Prüfstand? 31. Nach welchen Kriterien erfolgt die Priorisierung dieser Projekte? 32. Welche Projekte sollen nach derzeitiger Planung verschoben, gestoppt oder vollständig aufgegeben werden? 33. Welche Auswirkungen ergeben sich aus dem vorläufigen Stopp des Stadthausprojekts auf: • Zeitplan, • Kosten, • laufende Planung, • bisher entstandene Planungskosten und • mögliche Entschädigungsansprüche? 34. Welche Alternativen werden derzeit geprüft? 35. Welche Auswirkungen hat die Verschiebung der Haushaltseinbringung auf die politische Beratung des Doppelhaushaltes? 36. Welche Steuererhöhungen werden derzeit verwaltungsintern geprüft? 37. Welche finanziellen Auswirkungen hätten diese jeweils aufSeite 5 von 7 Seite 6 Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen? 38. Wie bewertet die Verwaltung das Risiko, trotz aller Konsolidierungsmaßnahmen ein Haushaltssicherungskonzept aufstellen zu müssen? VI. Ausblick 39. Welche weiteren Konsolidierungsmaßnahmen plant die Verwaltung im Rahmen der Haushaltsaufstellung 2027/2028? 40. Welche finanziellen Auswirkungen erwartet die Verwaltung hieraus für die kommenden Haushaltsjahre? 41. Welche konkreten Maßnahmen plant die Verwaltung, um die Genehmigungsfähigkeit künftiger Haushalte dauerhaft sicherzustellen und das Risiko der Verpflichtung zur Aufstellung eines Haushaltssicherungskonzeptes zu minimieren? Begründung Die Verwaltung hat in mehreren Mitteilungsvorlagen dargestellt, dass sich die Bundesstadt Bonn in einer äußerst angespannten Haushaltslage befindet und erhebliche Konsolidierungsanstrengungen erforderlich sind, um einen genehmigungsfähigen Haushalt aufzustellen und die Aufstellung eines Haushaltssicherungskonzeptes zu vermeiden. Als wesentliche Bausteine wurden unter anderem ein Eckwertebeschluss, das Projekt zur Aufgabenkritik sowie die Einführung des Zero-Based Budgeting (ZBB) beschlossen. Während die geplanten Verfahren und organisatorischen Abläufe ausführlich beschrieben werden, liegen bislang keine umfassenden Informationen darüber vor, welche bisherigen Konsolidierungsmaßnahmen ihre angestrebte Wirkung tatsächlich erzielt haben, welche Einsparpotenziale bereits realisiert werden konnten und bei welchen Maßnahmen Nachsteuerungsbedarf besteht. Ebenso ist für den Rat von besonderem Interesse, welche ersten Erkenntnisse aus der Einführung des Zero-Based Budgeting-Verfahrens bereits gewonnen wurden und wie diese in die Haushaltsplanung 2027/2028 einfließen.Seite 6 von 7 Seite 7 Eine transparente Darstellung der bisherigen Ergebnisse der Haushaltskonsolidierung ist Voraussetzung für eine sachgerechte Beratung des Doppelhaushalts 2027/2028 sowie für die Wahrnehmung der Kontroll- und Steuerungsfunktion des Rates. Zwischenzeitlich hat der Verwaltungsvorstand im Rahmen seiner Haushaltsklausur weitreichende Entscheidungen zur weiteren Haushaltskonsolidierung getroffen. Danach sind für das Haushaltsjahr 2027 Einsparungen im dreistelligen Millionenbereich erforderlich. Gleichzeitig wurden mehrere Großprojekte, darunter das Stadthaus-Areal, vorläufig gestoppt bzw. einer erneuten Priorisierung unterzogen. Darüber hinaus wurde die Einbringung des Doppelhaushaltes auf das erste Quartal 2027 verschoben und die Möglichkeit von Steuererhöhungen ausdrücklich nicht ausgeschlossen. Diese Entwicklungen verdeutlichen den erheblich gestiegenen Informationsbedarf des Rates hinsichtlich der Konsolidierungsstrategie, der Priorisierung kommunaler Investitionen sowie der finanziellen Auswirkungen auf Bürgerinnen und Bürger. Anlage/n KeineSeite 7 von 7
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 20:51 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de