261384 · Antrag
Grüne-Bezirksfraktion-Antrag: Auswirkungen der zeitgleichen Großbaustellen Oper, Stadthaus, Nordbrücke und A565 („Tausendfüßler“) – Entwicklung von Szenarien für den Stadtbezirk Bonn
Kerndaten
- Nummer
- 261384
- Art
- Antrag
- Veröffentlicht
- 25.08.2026
- Letzte Änderung
- 29.10.2026
Orte
- Stadthaus Hauptort
- Bonn
Stand im Verfahren i
- Einreichung
- Terminierung
- Sitzung
Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Bonn Anregung
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
Volltext
Maschinell aus dem PDF extrahierter Text — Tabellen und Layout gehen verloren. Maßgeblich ist das PDF: PDF öffnen ↗.
Text anzeigen (5.057 Zeichen)
Antrag öffentlich 261384 Antragsteller/in: Grüne Bezirksfraktion Bonn Dr. Ursula Bach 17.07.2026 gez. Bonnie Grüne-Bezirksfraktion-Antrag: Auswirkungen der zeitgleichen Großbaustellen Oper, Stadthaus, Nordbrücke und A565 („Tausendfüßler“) – Entwicklung von Szenarien für den Stadtbezirk Bonn Beratungsfolge Bezirksvertretung Bonn 08.09.2026 Anregung Inhalt des Antrags Die Sanierung bzw. der Neubau der Oper, die Entwicklung des Stadthauses, die Erneuerung der Nordbrücke sowie der geplante Ersatzneubau der A565 („Tausendfüßler“) gehören zu den größten Infrastruktur- und Bauvorhaben der kommenden Jahre im Bezirk Bonn. Es ist davon auszugehen, dass sich die Bauzeiten zumindest teilweise überschneiden und damit erhebliche Auswirkungen auf den Stadtbezirk Bonn sowie seine Bewohner:innen, Unternehmen, Kulturinstitutionen und Besucher:innen haben werden. Gleichzeitig werden diese Maßnahmen die weitere Entwicklung und Attraktivität der Bonner Innenstadt maßgeblich beeinflussen. Vor diesem Hintergrund wird die Verwaltung gebeten, für die weitere politische Beratung eine Szenarioanalyse zu den Auswirkungen der zeitgleichen Großbaustellen vorzulegen. Hierzu wird die Verwaltung gebeten, folgende Szenarien zu entwickeln und darzustellen: • Best-Case-Szenario • Realistic-Case-Szenario • Worst-Case-Szenario Für jedes dieser Szenarien sollen insbesondere die zu erwartenden Auswirkungen auf folgende Bereiche beschrieben werden: 1. Wirtschaft • Auswirkungen auf Einzelhandel, Gastronomie undSeite 1 von 3 Seite 2 Dienstleistungsbetriebe, • Auswirkungen auf Gewerbebetriebe und ansässige Unternehmen, • Veränderungen der Besucher- und Kundenfrequenzen, • mögliche Folgen für den Tourismus sowie den Kultur- und Veranstaltungsstandort Innenstadt. • Auswirkungen auf die Entwicklung, Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Bonner Innenstadt als Einkaufs-, Kultur-, Arbeits- und Aufenthaltsort. 2. Mobilität • Auswirkungen auf den öffentlichen Personennahverkehr, • Auswirkungen auf den Rad- und Fußverkehr, • Auswirkungen auf den motorisierten Individualverkehr, • Verkehrsfluss und Stauentwicklung, • Auswirkungen möglicher Ausweichverkehre in Wohnquartieren, • Erreichbarkeit der Innenstadt sowie angrenzender Quartiere, • Erreichbarkeit für Rettungsdienste, Lieferverkehre und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, • Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Baustellen und ihren Verkehrsführungen. 3. Lebensqualität • Lärm-, Staub- und weitere Baustellenemissionen und die Gesundheit der Bürger*innen, • Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum, • Auswirkungen auf Anwohner*innen und deren Perspektiven, • soziale und kulturelle Auswirkungen, • Erreichbarkeit kultureller Einrichtungen und öffentlicher Angebote. • Auswirkungen auf die städtebauliche Entwicklung und die Aufenthaltsqualität der Bonner Innenstadt während und nach Abschluss der Baumaßnahmen. Darüber hinaus wird die Verwaltung gebeten,Seite 2 von 3 Seite 3 1. die den jeweiligen Szenarien zugrunde liegenden Annahmen und Planungsprämissen nachvollziehbar darzustellen, 2. Risiken und Unsicherheiten zu benennen, 3. mögliche Maßnahmen zur Risikominderung sowie zur Aufrechterhaltung der Erreichbarkeit und Attraktivität der Innenstadt aufzuzeigen, 4. darzustellen, wie die Bauvorhaben Oper, Stadthaus, Nordbrücke und A565 zeitlich und organisatorisch aufeinander abgestimmt werden bzw. werden können, um Belastungen für Bevölkerung, Wirtschaft und Verkehr möglichst gering zu halten, 5. aufzuzeigen, welche Kommunikations- und Beteiligungsmaßnahmen gegenüber Anwohner*innen, Gewerbetreibenden und der Öffentlichkeit vorgesehen sind, 6. darzustellen, welche Abstimmungen hierzu mit der Autobahn GmbH des Bundes sowie weiteren beteiligten Vorhabenträgern erfolgen. Begründung Mit der Opernsanierung, der Entwicklung des Stadthauses, der Erneuerung der Nordbrücke sowie dem Ersatzneubau der A565 („Tausendfüßler“) stehen dem Stadtbezirk Bonn mehrere Großprojekte bevor, die jeweils erhebliche Auswirkungen auf Verkehr, Wirtschaft und das öffentliche Leben entfalten werden. Insbesondere die gleichzeitigen Eingriffe in das übergeordnete Straßennetz und in die Bonner Innenstadt können zu erheblichen Belastungen für Anwohner*innen, Pendler*innen, Gewerbetreibende sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen führen. Eine frühzeitige, realistische Szenarioanalyse ermöglicht es Politik und Verwaltung, Risiken besser einzuschätzen, geeignete Gegenmaßnahmen rechtzeitig zu entwickeln und die verschiedenen Vorhaben möglichst wirkungsvoll aufeinander abzustimmen. Sie schafft Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit und bildet eine belastbare Grundlage für politische Entscheidungen sowie eine vorausschauende Verkehrs- und Baustellenkoordination. Darüber hinaus bietet sie die Möglichkeit, die Auswirkungen auf die langfristige Entwicklung der Bonner Innenstadt frühzeitig zu bewerten und Maßnahmen zu entwickeln, damit sie trotz der langjährigen Bauphasen als attraktiver Wirtschafts-, Kultur- und Lebensraum gestärkt aus diesem Transformationsprozess hervorgeht. Anlage/n KeineSeite 3 von 3
Folgen Neue Vorlagen, Sitzungen und Auswertungen aus dem Bonner Rat — im Fediverse, ohne Konto lesbar.
bonn.social/@biz ↗Datenstand: 02.11.2026, 20:14 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de