261372 · Anregungen und Beschwerden
Bürgerantrag: Prüfung von Maßnahmen zur Förderung großkroniger und klimaresilienter Bäume an den Rheinuferpromenaden und am Bonner Bogen
Kerndaten
- Nummer
- 261372
- Art
- Anregungen und Beschwerden
- Veröffentlicht
- 17.07.2026
- Letzte Änderung
- 23.10.2026
Orte
- Hermann-Bleibtreu-Ufer Hauptort
- Am Bonner Bogen
- Bonn
Stand im Verfahren i
- Einreichung
- Terminierung
- Sitzung
Soweit erfasst. Das Ergebnis der Beratung ist in den Daten nicht enthalten. Das vollständige Verfahren →
Beratungsfolge
- Sitzung noch nicht verknüpft Entscheidung federführend
Dateien
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Volltext
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Anregungen und Beschwerden öffentlich 261372 Der Oberbürgermeister Federführung: Co-Dezernat Dezernat: Dez. OB 14.07.2026 Bürgerantrag: Prüfung von Maßnahmen zur Förderung großkroniger und klimaresilienter Bäume an den Rheinuferpromenaden und am Bonner Bogen Beratungsfolge Ausschuss für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger 23.09.2026 Entscheidung Inhalt der Anregungen und Beschwerden Der Antrag lautet: als Einwohnerin der Bundesstadt Bonn stelle ich gemäß § 24 GO NRW folgen de Anregung und beantrage, die Verwaltung möge prüfen und dem zuständi gen Gremium berichten: 1. ob das Schnittintervall an den Bäumen entlang der Bonner und der Beueler Rheinuferpromenade (Linden) sowie am Bonner Bogen / Hermann-Bleibtreu- Ufer (Platanen) verlängert werden kann – überall dort, wo Verkehrs- und Standsicherheit dies zulassen –, sodass die Bäume zwischen den Schnitten größere, schattenspendende Kronen ausbilden; 2. anhand welcher standortbezogenen Gründe (etwa Straßenraum, Leitungen, Statik oder Stadtbild) der jährliche Kopfschnitt an den jeweiligen Standorten im Einzelnen erforderlich ist; 3. ob Neu- und Ersatzpflanzungen künftig als frei wachsende, großkronige und klimaresiliente Bäume angelegt werden können, anstatt erneut als Kopfbäume; 4. ob die durch verlängerte Schnittintervalle eingesparten Personal- und Sach mittel gezielt für zusätzliche Neupflanzungen eingesetzt werden können. Einzelheiten zur Begründung ergeben sich aus dem beigefügten Bürgerantrag.Seite 1 von 6 Seite 2Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Anlage/n 1 Bürgerantrag (öffentlich) 2 Bürgerantrag - komplett (nichtöffentlich) 3 Foto 1 (öffentlich) 4 Foto 2 (öffentlich) 5 Foto 3 (öffentlich)Seite 2 von 6 Betreff Schnittpraxis und Beschattung der Bäume an den Rheinuferpromenaden in Zeiten des Klimawandels Ihr Antrag Betreff: Bürger*innenantrag gemäß § 24 GO NRW – Schnittpraxis und Beschattung der Bäume an den Rheinuferpromenaden und am Bonner Bogen Sehr geehrte Damen und Herren, als Einwohnerin der Bundesstadt Bonn stelle ich gemäß § 24 GO NRW folgende Anregung und beantrage, die Verwaltung möge prüfen und dem zuständigen Gremium berichten: 1. ob das Schnittintervall an den Bäumen entlang der Bonner und der Beueler Rheinuferpromenade (Linden) sowie am Bonner Bogen / Hermann-Bleibtreu-Ufer (Platanen) verlängert werden kann – überall dort, wo Verkehrs- und Standsicherheit dies zulassen –, sodass die Bäume zwischen den Schnitten größere, schattenspendende Kronen ausbilden; 2. anhand welcher standortbezogenen Gründe (etwa Straßenraum, Leitungen, Statik oder Stadtbild) der jährliche Kopfschnitt an den jeweiligen Standorten im Einzelnen erforderlich ist; 3. ob Neu- und Ersatzpflanzungen künftig als frei wachsende, großkronige und klimaresiliente Bäume angelegt werden können, anstatt erneut als Kopfbäume; 4. ob die durch verlängerte Schnittintervalle eingesparten Personal- und Sachmittel gezielt für zusätzliche Neupflanzungen eingesetzt werden können. Begründung des Antrags Die anhaltende Hitze im Juni und Juli 2026 macht den Wert von Stadtbäumen als Schattenspender unmittelbar erfahrbar. Bei einer Ortsbegehung mit dem Fahrrad entlang der Rheinuferpromenaden und am Bonner Bogen lässt sich deutlich beobachten, dass die im Frühjahr stark zurückgeschnittenen Bäume in ihrer kugelförmigen Form nur einen Bruchteil des Schattens spenden, den eine größere Krone an derselben Stelle erzeugen würde. Gerade auf diesen stark zu Fuß und mit dem Rad genutzten Wegen wäre mehr Beschattung ein spürbarer Gewinn an Aufenthalts- und Wegequalität. Der Nutzen größerer Kronen ist wissenschaftlich gut belegt: Bäume kühlen ihre Umgebung gleich doppelt – durch Verschattung und durch die Verdunstung über ihre Blätter – und senken so die Lufttemperatur am Standort. Eine mehrjährige empirische Studie der Technischen Universität München im Projekt „Klimaerlebnis Würzburg“ (Leitung: Prof. Stephan Pauleit) zeigt, dass eine ausreichende und vitale Begrünung die sommerliche Überwärmung der Stadt messbar dämpft und damit den Hitzestress für die Menschen verringert. Entscheidend ist dabei nicht allein die Zahl der Bäume, sondern auch genügend Kronenvolumen und gute Wuchsbedingungen – ein deutliches Argument dafür, Bäume nach Möglichkeit frei wachsend und großkronig zu halten. Angesichts zunehmender Hitzewellen dringt auch die Architektenschaft auf einen klimaangepassten Umbau und eine stärkere Begrünung der Städte; die Präsidentin der Bundesarchitektenkammer hat 2026 betont, wirksame Hitzevorsorge erfordere konsequente Verschattung, Begrünung und Entsiegelung. Auch der Präsident der Berliner Architektenkammer, Roswag-Klinge, hat in einem Radiobeitrag am 27.06.2026 (RBB-Hörfunk) dafür plädiert, Städte umzubauen und stärker zu begrünen. Mir ist bewusst, dass es sich um über Jahre etablierte Kopfbäume handelt und dass ein solcher Schnitt nicht ohne Weiteres eingestellt werden kann: Ließe man die jährlichen Triebe über Jahre zu starken Ästen durchwachsen, wären diese am Schnittkopf häufig nur unzureichend angebunden und könnten bei Sturm- oder Schneelast ausbrechen. Mein Anliegen ist daher ausdrücklich kein abruptes Beenden des Kopfschnitts, sondern erstens die Prüfung längerer Schnittintervalle dort, wo Verkehrs- und Standsicherheit dies zulassen, und zweitens – als eigentlicher Schwerpunkt – eine andere Weichenstellung bei künftigen Pflanzungen. Denn die Kopfform ist hier eine gestalterische Entscheidung, keine Notwendigkeit der Baumart: Linden und Platanen vertragen den Kopfschnitt zwar gut, können an geeigneten Standorten aber ebenso als großkronige Hochstämme wachsen und langfristig deutlich mehr Schatten und Kühlung leisten. Hinzu kommt ein wirtschaftlicher Aspekt: Der jährliche Rückschnitt erfolgt überwiegend in personalintensiver Handarbeit. Längere Schnittintervalle könnten Personal- und Sachmittel freisetzen, die der Anpflanzung (und Bewässerung) zusätzlicher Bäume zugutekämen. Dies entspräche zugleich dem von der Stadt selbst formulierten Ziel, den Baumbestand als Beitrag zur Klimaanpassung zu erhalten und auszubauen. Ich bitte um schriftliche Mitteilung, in welchem Gremium und zu welchem Termin mein Antrag beraten wird, und behalte mir vor, mein Rederecht in der Sitzung wahrzunehmen. Hiermit bestätige ich, dass ich seit mindestens drei Monaten in Bonn wohne. Erstellt mit MACH formsolutions Artikel-Nr.: KFAS_01_002Seite 3 von 6 Seite 4 von 6 Seite 5 von 6 Seite 6 von 6
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 02:42 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de