261322 · Große Anfrage
FDP-Große Anfrage – Zukunft der Bad Godesberger Freibäder
Kerndaten
- Nummer
- 261322
- Art
- Große Anfrage
- Veröffentlicht
- 02.07.2026
- Letzte Änderung
- 23.10.2026
Orte
- Bad Godesberg Hauptort
- Friesdorf
- Rüngsdorf
Beratungsfolge
- Sitzung der Bezirksvertretung Bad Godesberg Kenntnisnahme
Dateien
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Große Anfrage öffentlich 261322 Fragesteller/in: Aaron Eßelborn 02.07.2026, gez. BBM YIldiz FDP-Große Anfrage – Zukunft der Bad Godesberger Freibäder Beratungsfolge Bezirksvertretung Bad Godesberg 02.09.2026 Kenntnisnahme Fragestellung Mit Erstaunen haben wir von den Plänen der Verwaltung erfahren, die Freibäder in Friesdorf und Rüngsdorf abzustoßen und in private Hand zu geben. Vor diesem Hintergrund ergeben sich für uns zahlreiche Fragen. 1. Die Stadt spricht von Interessenten, die die Gründung einer Betreiber-GmbH für das Panoramabad Rüngsdorf anstreben. Welche Interessenten sind dies? Wann und mit wem wurden Gespräche geführt? 2. Der Betrieb des Freibads Friesdorf soll an Dritte übergeben werden, als Beispiel genannt werden die Freibad-Freunde Friesdorf. Wie verträgt sich diese Idee mit der Tatsache, dass den Freibad-Freunden die Pläne der Verwaltung vorab nicht bekannt waren und Sie selbst laut eigener Aussage weder personell noch rechtlich (Stichwort: Haftung) zu einem Betrieb des Freibades in der Lage wären? Wann und mit wem wurden Gespräche geführt? 3. Nach welchen Kriterien wurden/werden mögliche Betreiber ausgewählt? 4. Wer würde bei Privatisierung die Kosten für Reparaturen, Ersatz bei Technik, Wasseraustausch usw. übernehmen? Wie hoch waren die Kosten hierfür in den letzten 5 Jahren je Bad? 5. Wie hoch schätzt die Verwaltung die jährliche Kostenersparnis durch das Abstoßen der Freibäder? 6. Wie hoch ist der aktuelle Finanzbedarf für den laufenden Betrieb pro Jahr und Bad? 7. Welche Investitionen wurden in den letzten 5 Jahren in den Freibädern getätigt? 8. Wie hoch ist die jährliche Zahl der Besucher in den letzten 5 Jahren in den Freibädern jeweils gewesen? 9. Welcher Umsatz wurde in den letzten 5 Jahren in den beiden Bädern jeweils erwirtschaftet? 10. Wurden technische Möglichkeiten, wie z.B. KI-Unterstütze Kamerasysteme, wie bereits vor Jahren angeregt, geprüft, um die Bademeister in den Hallen-Seite 1 von 2 Seite 2 und Freibädern zu entlasten? Falls nein, warum nicht und wann erfolgt die Prüfung? Falls ja, was waren die Ergebnisse und wann ist mit einer Umsetzung zu rechnen? Begründung Begründung: Die Stadtverwaltung plant, die traditionsreichen Freibäder in Rüngsdorf und Friesdorf aus dem städtischen Betrieb zu entlassen. Schwimmbäder gehören zur kommunalen Daseinsfürsorge. Sie sind keine Wirtschaftsbetriebe und können nur schwer Gewinne erwirtschaften. Ein Rückzug der Stadt aus der Verantwortung kann daher sehr schnell zu einer Schließung auf Raten werden, zulasten von über 80.000 Bürgerinnen und Bürgern in Bad Godesberg. Gerade die heißen Sommer der letzten Jahre zeigen, wie unverzichtbar diese Orte sind. Sie bieten Abkühlung, sind Sportstätten für Schulen und Vereine und dienen als soziale Treffpunkte für alle Generationen, unabhängig vom Geldbeutel. Unsere Bäder opfern zu wollen, ist das Ergebnis einer kurzsichtigen Haushaltspolitik. Die angespannte Finanzlage der Stadt ist bekannt. Doch das strukturelle Haushaltsdefizit wird durch das Abstoßen der Bäder nicht saniert. Die finanzielle Entlastung steht in keinem Verhältnis zum dauerhaften Verlust an Lebensqualität und sozialer Infrastruktur in unserem Stadtbezirk. Die Verwaltungsvorlage wirft mehr Fragen auf als sie beantwortet. In diesem Sinne bitten wir um zeitnahe Beantwortung der Großen Anfrage. Anlage/n KeineSeite 2 von 2
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 02:15 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de