261303-01 ST · Stellungnahme der Verwaltung
Stellungnahme zum Dringlichkeitsantrag der Gruppe BSW/SBI Sofortmaßnahmen zum Hitzeschutz – Vorläufige Übersicht kühler Orte und Sachstandsbericht zum Hitzeaktionsplan
Kerndaten
- Nummer
- 261303-01 ST
- Art
- Stellungnahme der Verwaltung
- Veröffentlicht
- 09.07.2026
- Letzte Änderung
- 23.10.2026
Orte
- Bonn Hauptort
Beratungsfolge
- Sitzung des Rates Kenntnisnahme
Dateien
- Sammeldokument öffentlich Öffnen ↗
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Stellungnahme der Verwaltung öffentlich 261303-01 ST Der OberbürgermeisterDokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Federführung: 53 Gesundheitsamt Dezernat: Dez. II Stellungnahme zum Dringlichkeitsantrag der Gruppe BSW/SBI Sofortmaßnahmen zum Hitzeschutz – Vorläufige Übersicht kühler Orte und Sachstandsbericht zum Hitzeaktionsplan Beratungsfolge Rat 09.07.2026 Kenntnisnahme Inhalt der Stellungnahme: Kurzfristige Maßnahmen für die Hitzeperiode 2026 Vorbereitende Maßnahmen Im Vorfeld zu der Hitzewelle in den Kalenderwochen 25/26 und zu Beginn der Hitzeperiode 2026 erfolgte die gezielte Warnung der Bevölkerung und der Mitarbeitenden der Stadt Bonn über die Koordinationsstelle des Hitzeaktionsplanes und das Presseamt. Dies geschah, um sich und andere auf die Hitzewelle und derzeitige Hitzeperiode vorzubereiten. Die Einrichtungen des Gesundheitswesens wurden bereits im Frühjahr 2026 über eine Abfrage zur Notwendigkeit von einrichtungsbezogenen Hitzeschutzpläne sensibilisiert. Außerdem sensibilisiert das Gesundheitsamt seit Herbst 2022 Einrichtungen des Gesundheitswesens zu den gesundheitlichen Folgen des Klimawandels. Insbesondere in den verschiedenen Arbeitskreisen, der Kommunalen Konferenz für Alter und Pflege und der Kommunalen Gesundheitskonferenz. Akute Maßnahmen Als Hilfsangebot und Sofortmaßnahme wird das Hitzeportal der Bundesstadt Bonn im Juli 2026 veröffentlicht. Das Hitzeportal der Bundesstadt Bonn (Maßnahme K05 des Hitzeaktionsplans) orientiert sich in seinem Aufbau an vergleichbaren Angeboten aus anderen Städten und Kommunen, wie Hamburg, Bielefeld und Köln. Der gezielten Information und Kommunikation zwischen der Bundesstadt Bonn und den Bürger*innen dient das Hitzeportal durch Aufbau einer zentralen Sammelstelle für relevante Informationen zur Hitzeresilienz. Dadurch stellt das Hitzeportal eine Erweiterung der bestehenden Informationsseite der Stadt "Was tun bei Hitze?" dar. Es umfasst nach Veröffentlichung Informationen zu den gesundheitlichen Gefahren und verhaltensangepassten Maßnahmen bei Hitze, Hinweise zu öffentlich verfügbarem Trinkwasser und den Zugang zu der Karte der kühlen Orte.Seite 1 von 4 Seite 2Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) Die Karte der kühlen Orte wurde in einer ersten Version im Juni 2026 veröffentlicht und ist eine gemeinsame Maßnahme von Amt 67-4 (Umweltvorsorge und -planung) und Amt 53-4 (Infektionsschutz und Umwelthygiene). Es handelt sich um eine geodatenbasierte Karte, die derzeit über das Geoportal der Bundesstadt Bonn aufgerufen werden kann. Sie wird nach der Veröffentlichung des Hitzeportals über dieses vereinfacht zugänglich sein. In dieser ersten Version enthält die Karte der kühlen Orte die öffentlichen Grünflächen, Friedhöfe, verschattete Spielplätze sowie Freibäder und ausgewählte öffentliche und kulturelle Einrichtungen, die Ihre Zustimmung gegeben haben als kühle Orte ausgewiesen zu werden. Die nächste Version wird die städtischen Trinkbrunnen, andere kostenlose Trinkwasserangebote sowie religiöse Einrichtungen, nach Rücksprache mit den entsprechenden Gemeinden, enthalten. Weiteres Entwicklungspotenzial liegt neben dem Ziel mehr kühle Orte zu vermerken darin, die Karte interaktiv zu gestalten, also Bürger*innen die Möglichkeit zu geben, ihnen bekannte kühle Orte einzutragen. Eine Bewerbung der Karte ist im Zusammenhang mit der Veröffentlichung des Hitzeportals vorgesehen. Die Karte der kühlen Orte wird regelmäßig evaluiert und fortlaufend weiterentwickelt. Parallel werden derzeit durch Amt 62 und Amt 67-4 an insgesamt 60 Positionen in Bonn Sensoren installiert, um die Temperatur und Luftfeuchtigkeit zu messen. Diese werden sowohl an stark frequentierten „Hotspots“, als auch an ausgewählten kühlen Orten platziert. Eine Anzeige der Messdaten soll zunächst über ein Dashboard und perspektivisch auch über die Karte der kühlen Orte möglich sein. Hitzeaktionsplan Die Veröffentlichung des Hitzeaktionsplans der Bundesstadt Bonn (HAP) ist für Frühjahr 2027 geplant (s. Erstellungsprozess). Die im HAP zusammengefassten Maßnahmen sind in erster Linie administrativer und kommunikativer Natur. Der HAP umfasst in der ersten Version die bisherigen Maßnahmen der städtischen Fachämter. Der Ausbau und die Etablierung weiterer Maßnahmen sind abhängig von dem Evaluationsergebnis der laufenden Maßnahmen und den zur Verfügung stehenden finanziellen, personellen und zeitlichen Ressourcen. Verhältnisanpassungen sind Teil des integrierten Klimaanpassungskonzepts (KLAKi) der Bundesstadt Bonn. Die darin enthaltenden Maßnahmen haben einen direkten Einfluss auf die Hitzeresilienz der Stadt (z.B. Entsiegelung oder Bepflanzung von Bäumen). Weitere Maßnahmen, wie der Ausbau der Trinkbrunnen im Stadtgebiet, können direkten Einfluss auf das hitzeangepasste Verhalten der Bürger*innen nehmen und sind ebenso Teil des HAP. Limitationen Die erste Version des HAP enthält nur eine geringe Anzahl an kurzfristig umsetzbaren Sofortmaßnahmen. Grund hierfür sind unter anderem fehlende finanzielle Mittel. In der Karte der kühlen Orte fehlt es bisher an Räumen und Gebäuden, die bei einem akuten Hitzeereignis oder einer Hitzewelle als kühle Orte aufgebaut und ausgewiesen werden können. Insbesondere Menschen, die ihre WohnungenSeite 2 von 4 Seite 3Dokumentenklasse B (nur für den Dienstgebrauch) aufgrund der Hitze verlassen müssen oder obdachlose Menschen, benötigen diese Möglichkeiten, um sich selbst und andere vor den Folgen der Hitze zu schützen. Auch für das Gesundheitssystem kann eine Errichtung von solchen „Kälteinseln“ eine Entlastung darstellen. Wie aus der Vorlage ersichtlich, entfaltet der Beschluss finanzielle Auswirkungen und erfolgt vorbehaltlich der weiteren Prüfung im Rahmen des laufenden Projektes zur Aufgabenkritik und der Aufstellung des HH- Planentwurfes 2027/2028 sowie der mittelfristigen Finanzplanung. Anlage/n 1 Erstellungsprozess des Hitzeaktionsplans (öffentlich)Seite 3 von 4 Erstellungsprozess des HitzeaktionsplansSeite 4 von 4
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bonn.social/@biz ↗Datenstand: 03.11.2026, 05:19 MEZ · Quelle: oparl.bonn.machdenstaat.de